Allgemeines zu Bioprodukten - Merkmale und Qualität

Frisches Obst und Gemüse im Weidenkorb, mittendrin ein Schild mit der Aufschrift "Bio"

Bioprodukte sind hochpreisiger und werden mittlerweile in fast allen Supermärkten angeboten

Als Bioprodukte oder Bio-Lebensmittel bezeichnet man Nahrungsmittel aus der ökologischen Landwirtschaft. Sie gelten als gesünder als herkömmliche Lebensmittel.

Merkmale

Unter Bioprodukten oder Bio-Lebensmitteln, die man auch als Biokost oder Naturkost bezeichnet, versteht man Nahrungsmittel, die von der ökologischen Landwirtschaft hergestellt werden.

Dabei handelt es sich um Erzeugnisse, deren Anbau ökologisch kontrolliert wird. Außerdem müssen die Produkte ohne die Verwendung von

  • Pestiziden
  • Abwasserschlamm
  • Gentechnik oder
  • Kunstdünger

angebaut werden. Tiere, die Bio-Fleisch liefern, werden nicht mit Wachstumshormonen oder Antibiotika behandelt.

Des Weiteren werden weniger Lebensmittelzusatzstoffe eingesetzt und die Erzeugnisse nicht mit ionisierender Strahlung behandelt.

Damit Bioprodukte vom Verbraucher von herkömmlich hergestellten Lebensmitteln unterschieden werden können, wurde in Deutschland 2001 das Bio-Siegel eingeführt, das ausschließlich auf Produkten angebracht werden darf, die von der ökologischen Landwirtschaft hergestellt werden.

Angeboten werden Bioprodukte vor allem in Reformhäusern und speziellen Bioläden. Mittlerweile bieten jedoch auch immer mehr Supermärkte und Lebensmittel-Einzelhändler Bio-Lebensmittel an.

Bioprodukte im Supermarkt
Spezielle Bioprodukte sind heute in fast jedem Supermarkt zu finden

Geschichte

Die Geschichte der Bioprodukte reicht zurück bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, als Anhänger der Lebensreform-Bewegung die Ernährung mit dem Bewusstsein verbanden. Basis für die Bio-Lebensmittel waren die Vollwertkost und der Vegetarismus.

Zu Beginn der Bewegung verstand man Naturkost vor allem als frisches Gemüse, das frei von chemischen Zusätzen war. In der Hippie-Zeit der späten 60er Jahre erhielt die moderne Naturkost-Bewegung einen Schub und fand vor allem bei Studenten Anklang. So begann auch das Müsli an Beliebtheit zu gewinnen.

Allerdings gab es bis zum Ende der 70er Jahre erst ca. hundert Bio-Läden in der Bundesrepublik Deutschland. Ab Mitte der 80er Jahre nahm die Verbreitung von Naturkostprodukten jedoch deutlich zu und es entstand im Laufe der Jahre eine spezielle Naturkost-Küche.

In der heutigen Zeit findet man sogar schon spezielle Bio-Supermärkte. Die Kosten für Bioprodukte sind jedoch in der Regel höher als für herkömmliche Lebensmittel, da der Anbau der Erzeugnisse aufwendiger und schwieriger ist.

Bevorzugte Bioprodukte

Zu den bevorzugten Arten von Bioprodukten gehören vor allem

Neben Bio-Supermärkten und Naturkostfachgeschäften können Bio-Lebensmittel auch auf Märkten oder direkt auf den Bauernhöfen erworben werden.

Qualität und Gesundheitswert

Bioprodukte haben eine höhere Qualität als herkömmliche Lebensmittel. Ihr Gesundheitswert ist jedoch umstritten.

Kritik am Gesundheitswert

So ergaben Studien, dass die teuren Bio-Lebensmittel nicht immer gesünder sind als herkömmliche Lebensmittel, da die Antioxidantienkonzentration in den Bioprodukten nicht höher sei als bei den gewöhnlichen Erzeugnissen.

Besonders bei Obst, Gemüse und Getreide gibt es keine auffälligen Unterschiede bei dem Gehalt von Vitaminen, Nährstoffen oder Energie.

Ein Beispiel:

Die britische Universität Newcastle führt seit 2004 eine europaweite Studie durch, die die Qualität von Bioprodukten mit der von konventionellen Produkten vergleichen soll. Erste Ergebnisse liegen schon vor: So schneiden die Bioprodukte in Sachen Vitamin- und Mineralstoffgehalt meist besser ab als die konventionellen Waren. Am eindeutigsten sind die Unterschiede bei Kuhmilch, welche in der Bio-Variante deutlich mehr Antioxidantien und gesunde Fettsäuren enthält.

Bei Obst, Gemüse und anderen Produkten sind die Unterschiede nicht so eklatant, jedoch weisen die Bioprodukte mindestens genau so viele wertvolle Inhaltsstoffe auf wie ihre günstigeren Regalgenossen, in einigen Fällen auch mehr.

Die Studie ist jedoch noch nicht abgeschlossen und die bisherigen Ergebnisse nicht so eindeutig, dass die Wissenschaftler bereits ein Fazit abgeben wollen. Wichtiger als der Konsum von speziellen Produkten seien jedoch auf jeden Fall eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung.

Bioprodukte häufig in der Kritik

Bionahrung genau so gesund wie industrielle Produkte

Bioprodukte sind gesünder als die normale Discount-Ware? Das ist ein Irrtum, der nun von der britischen Nahrungsmittelbehörde aufgeklärt wurde. Der gesundheitliche oder ernährungstechnische Mehrwert ist bei beiden Produktgruppen gleich.

Wenn es einen Unterschied gäbe, dann nur einen kleinen, sagt der FSA-Konsumentenbeauftragte Gill Fine. Dabei beruft er sich auf Ergebnisse der letzten 50 Jahre, die aus 162 Einzelstudien bestehen. Die Bio-Produkte sind zwar aus Sicht des Tierschutzes und des Umweltschutzes sinnvoll, eine wertvollere Ernährung stellen sie allerdings nicht dar.

Bio gegen Nicht-Bio - laut britischen Wissenschaftlern gibt es keinen Sieger

Biolebensmittel sind in Bezug auf ihren Antioxidantiengehalt nicht "gesünder"

Frische Tomate, Stück ausgeschnitten, daneben frischer Basilikum
geschnittene tomate © Maria.P. - www.fotolia.de

Sie sind alte Konkurrenten und beide Lager haben ihre Anhänger: Lebensmittel mit und Lebensmittel ohne den berühmten Bio-Stempel. Britische Forscher haben sich die Inhaltsstoffe der beiden genauer angeschaut und versetzen uns jetzt ins Staunen: das doch wesentlich teurere Bio-Essen ist nicht zwangsläufiger gesünder.

Fast identische Antioxidantienkonzentration

Das Team konzentrierte sich auf die in den Lebensmitteln enthaltenen Antioxidantien. Je mehr wir davon konsumieren, desto besser für unsere Gesundheit, von gesunder Haut bis zum gesunden Herzen. Die Bio-Kost hilft uns dabei leider nicht weiter, denn die in ihm enthaltene Antioxidantienkonzentration ist nicht höher.

Vorteile der Biokost

Man muss allerdings sagen, dass das britische Team sich allein auf diese Inhaltsstoffe konzentrierte. Würde man nach anderen Stoffen suchen, könnten die Punkte zwischen den Konkurrenten anders verteilt sein. Immerhin ist bewiesen, dass Obst und Gemüse mit dem Bio-Siegel nicht mit Pestiziden behandelt werden und auch nicht mit Kunstdünger in Berührung kommen. Das sind definitiv Pluspunkte.

Eine ältere Studie mit Namen Qlif-Studie (Quality Low Input Food) belegte zudem, dass Bio-Essen mehr Vitamine und gesunde Fettsäuren enthält als normales Obst und Gemüse. Der alte Kampf ist also noch nicht entschieden.

Auch Bioprodukte enthalten Zusatzstoffe, die der Gesundheit schaden können

Immer mehr Menschen greifen auf Bioprodukte zurück, um sich gesünder zu ernähren und auf gesundheitsbelastende Zusatzstoffe zu verzichten. Insgesamt gibt es etwa 300 zugelassene Zusatzstoffe, von denen nur 47 auch in Bioprodukten eingesetzt werden dürfen. Dabei gelten diese jedoch als unbedenklich, wenn es um die Gesundheit geht.

Doch wie Experten warnen, gibt es auch unter diesen Stoffen welche, die allergische Reaktionen oder starke Kopfschmerzen verursachen können. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Verdickungsmittel Johannisbrotkernmehl oder auch Sulfite in Bioweinen, die zu Beschwerden führen können.

Auch Bioprodukte kommen häufig nicht ohne Geschmacksverstärker aus. Handelt es sich hierbei zwar nicht um das in anderen Lebensmitteln verwendete Natriumglutamat, so kann auch der Hefeextrakt, der Glutamat enthält, Magen-Darm-Beschwerden und Erbrechen auslösen.

Wenn es um Süßigkeiten geht, sollte auf eine gründliche Zahnhygiene geachtet werden, denn viele der Bio-Fruchtgummis enthalten Zitronensäure, die den Zahnschmelz angreift und Karies verursachen kann.

Wie gesund ist „Bio“ wirklich? Giftskandale lassen Zweifel aufkommen

Immer mehr Menschen greifen zu Produkten, die den „Bio“-Stempel tragen. Diese Getränke und Lebensmittel sind zwar in der Regel teurer, doch dafür kann man sich so eine gesunde Ernährung zusammenstellen. Diese Ansicht herrscht weiter bei großen Teilen der Bevölkerung vor und der Trend hält daher an. Allerdings haben Skandale in der jüngsten Zeit den einen oder anderen auch misstrauisch werden lassen: Bio-Eier mit PCB und leckeres Grünzeug, das aber von Chemikalien durchsetzt ist. Selbst manche Ärzte fragen sich daher aktuell, wie gesund „Bio“ eigentlich wirklich ist.

In älteren Studien hatten Produkte mit „Bio“-Stempel noch deutlich bessere Karten als normale Produkte. Vor allen Dingen die Giftbelastung fiel bei Öko-Lebensmitteln durchweg geringer aus. Dieser zentrale Unterschied ist jedoch in den letzten Jahren mehr und mehr hinfällig geworden. Während bei Bio-Essen die Skandale für Negativ-Schlagzeilen sorgen, können konventionelle Landwirte immer bessere Produkte anbieten. Man verzichtet immer mehr auf Pestizide und so werden normale Produkte auch immer verträglicher.

Auch die einst geltende Faustregel, dass man umso mehr Chemikalien fürchten muss, je weiter das Anbaugebiet entfernt ist, gilt heute nicht mehr. Auch der Bio-Bauer aus dem Nachbarort kann zu hohe Mengen an Chemikalien nutzen. Es gibt leider Betriebe, die sich für ihre Produkte ein „Bio“-Siegel auf illegalem Wege erkauft haben, ohne wirklich die geforderten Qualitätsansprüche zu erfüllen.

Sind Bio-Lebensmittel tatsächlich viel gesünder als normales Essen?

Eine aktuelle Meta-Analyse der Universität Stanford ist nun zu dem Ergebnis gekommen, dass biologische Lebensmittel nicht sehr viel gesünder als konventionelle Kost ist. Demnach wurde kein Indiz dafür gefunden, dass die Bio-Lebensmittel weniger gesundheitsgefährdend oder nährstoffreicher sind. Allerdings besteht natürlich ein viel geringeres Risiko, dass die Konsumenten biologischer Lebensmittel Pflanzenschutzmittel über die Nahrung zu sich nehmen.

Neben dem Protein- und Fettgehalt bestand zwischen Biokost und normalem Essen auch kein großer Unterschied beim Vitamingehalt oder den Krankheitserregern. Nicht desto trotz kaufen viele Verbraucher Bio-Lebensmittel wegen der Folgen für die Umwelt sowie der Tierhaltung und des guten Geschmacks.

So ungesund kann BIO sein - viele Produkte enthalten Weichmacher

Es gibt verschiedene Gründe, beim Einkaufen auf BIO zu achten. Für die einen geht es um die verantwortungsvolle Haltung von Tieren, für andere einfach um angesagten Lifestyle und die meisten möchten mehr auf ihre eigene Gesundheit achten. Denn Produkte mit dem BIO-Siegel müssen strengeren Standards genügen und sind daher die teurere, aber gesündere Wahl. Zumindest sollte man das als Verbraucher annehmen dürfen. Eine Studie mit diversen BIO-Lebensmitteln hat nun aber etwas ganz anderes ergeben. In diversen Gewürzen und auch in Milchprodukten mit dem Stempel fanden sie im Labor Bisphenol A.

Dabei handelt es sich um einen Weichmacher aus der Industrie, der im menschlichen Körper nichts zu suchen hat. Er kann Forschungen zufolge im Menschen den Hormonhaushalt stören. Dies kann zumindest im Labor so weit gehen, dass Übergewicht gefördert wird und es mit größerer Wahrscheinlichkeit zum Auftreten von Diabetes kommt. Genau diesen Weichmacher fanden US-Forscher nun in ihrer Studie.

Eigentlich sollte diese Untersuchung das Image von BIO noch weiter verbessern. Man bat Familien, sich mehrere Tage ausschließlich von dieser Kost zu ernähren. Eine Kontrollgruppe ernährte sich normal und sollte als Vergleich dienen. Bereits nach fünf Tagen zeigte die Studie jedoch ein Ergebnis, mit dem man nicht gerechnet hatte. Man erbat von allen Teilnehmern Urin und verglich so die Belastung mit Weichmachern. Die BIO-Gruppe hatte bis zu 100-fach höhere Werte.

Wie gefährlich die Weichmacher sind, zeigen immer wieder unabhängige Studien. Sie wirken wie Östrogene und können daher verehrende Wirkungen hervorrufen. Männer beispielsweise können im schlimmsten Fall unfruchtbar werden.

Bioprodukte nicht immer gut

Grünes Bio-Logo auf weißem Hintergrund
Logo BIO © Beboy - www.fotolia.de

Normalerweise geht man ja davon aus, dass man bei Bioprodukten immer qualitativ hochwertige Ware erhält, die durch ihren biologischen Anbau frei von Schadstoffen ist. Doch der gesunde Aspekt von Bioprodukten ist nicht immer gegeben. Ganz im Gegenteil. Bei einigen Produkten ist das Bio-Siegel nicht zurecht vergeben wurden.

Einige Ökobauern nutzen Biospritzmittel

Biobauern haben es schwer, ihre Anbauflächen frei von Schädlingen zu halten. Denn die chemische Keule dürfen sie dafür bekanntermaßen nicht schwingen. Umso erstaunlicher nun, dass bei einer Untersuchung herausgekommen ist, dass einige Biobauern mit Tricks und Mitteln arbeiten, die zwar legal, aber auch nicht immer ganz gesund sind.

So wurde herausgefunden, dass von einigen Ökobauern das Biospritzmittel Bacillus Thuringiensis verwendet wird. Dies ist seit der Mitte des 20. Jahrhunderts offiziell erlaubt. Das Mittel ist unter anderem für einige Schädlingsraupen giftig. Es kann sich jedoch auch in unserem Darm als schädlich erweisen und für Durchfallerkrankungen sorgen.

Darauf achten, woher die Bio-Produkte kommen

Auch Granulose-Viren, welche gerne einmal gegen Würmer in Äpfeln zum Einsatz kommen, sind nicht ganz ungefährlich für den menschlichen Körper. Gleiches gilt für Biopestizids Pyrethrum.

Man sollte daher also immer sehr genau schauen, wo die Bio-Produkte herkommen und wie auf den entsprechenden Höfen und Feldern gearbeitet wird. Damit BIO auch wirklich so gesund ist, wie man sich dies wünscht.

Vorzüge von Bioprodukten

Für die Bioprodukte spricht jedoch, dass Obst und Gemüse weitgehend frei von Chemikalien und Pestiziden sind. Allerdings verderben Wurst- und Fleischprodukte wesentlich schneller als konventionelle Produkte, die mit Konservierungsstoffen ausgestattet sind. Ein großer gesundheitlicher Vorteil von Bioprodukten ist dagegen, dass sich im Biogemüse weniger Nitrat befindet als in herkömmlichem Gemüse.

Geschmackliche Unterschiede

Obwohl Bioprodukte als natürlicher und gesünder als normale Lebensmittel gelten, schmecken sie nicht besser. So ergaben Studien, dass es zwischen den Bio-Lebensmitteln und den herkömmlichen Lebensmitteln keine größeren Unterschiede im Geschmack gäbe.

Als geschmacklich überlegen gelten jedoch Bioprodukte wie

Da Geschmack jedoch eine höchst subjektive Angelegenheit ist, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden, welchem Produkt er den Vorzug gibt.

Bioprodukte bei Verbrauchern beliebt

Bioprodukte bei Verbrauchern beliebt, aber oft zu teuer

Eine repräsentative Umfrage der "Apotheken Umschau" zeigt, dass das Bewusstsein um eine gesunde Ernährung in Deutschland inzwischen weit verbreitet ist. 83,7 Prozent der Bundesbürger gehen davon aus, dass sie mit der richtigen Ernährung vielen Krankheiten vorbeugen können.

Jeder Dritte (33,2 Prozent) gibt Lebensmitteln mit Bio-Siegel den Vorzug, wobei sogar 35,9 Prozent angaben, dass sie gerne öfter auf Bioprodukte zurückgreifen würden, aus finanziellen Gründen aber darauf verzichten. Für zwei Drittel der Befragten (66,8 Prozent) ist der Preis eines der wichtigsten Kriterien beim Einkaufen.

Studie zeigt, Bio-Lebensmittel werden bevorzugt

Vorurteile müssen nicht immer negativ sein. Schönen Menschen werden nur wegen ihres Aussehens weitere positive Eigenschaften zuerkannt. Bio-Lebensmittel gelten Verbrauchern grundsätzlich als gesünder als konventionelle Nahrungsmittel.

Dies belegt eine Studie der Cornell University in Ithaca im US-Bundesstaat New York mit 144 Probanden. Die Testpersonen erhielten in einem Supermarkt zwei identische Bioprodukte, von denen jedoch nur eines als solches gekennzeichnet war. Anschließend forderte die Wissenschaftlerin Jenny Wan-chen Lee die Teilnehmer auf, die Lebensmittel zu beurteilen.

Schokoladenkekse, Naturjoghurt und Kartoffelchips mit dem Bio-Logo stuften die Probanden als kalorienärmer, teurer sowie ballaststoffreicher ein. Die Verbraucher gaben den vermeintlichen Bioprodukten den Vorrang gegenüber den anderen Erzeugnissen.

Lee erklärte, dass die Bevorzugung lediglich für die bei dem Test verwandten Lebensmittel nachgewiesen sei. Sie ist aber der Meinung, dass der Effekt auch bei anderen Produkten auftrete. Dies hätte Auswirkungen auf das Essverhalten. Wenn ein Lebensmittel als gesund gelte, würde es eher und in größeren Mengen verspeist.

Bio-Lebensmittel - die natürlichen Produkte sind stärker gefragt denn je

Bio-Lebensmittel genießen noch immer einen guten Ruf bei den Verbrauchern

Tüte und Einkaufskorb mit vielen gesunden Lebensmitteln wie Obst und Gemüse
grocery © Edyta Pawlowska - www.fotolia.de

Konsumforscher präsentieren ihre aktuellen Untersuchungsergebnisse. Denen zufolge ist Bio beim Einkauf noch immer extrem gefragt. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Nachfrage bei den deutschen Einkäufern sogar noch weiter gestiegen. Für die ersten sechs Monate des Jahres 2011 stieg die Nachfrage um gute zehn Prozent. In Euro ausgedrückt: die Deutschen haben circa 1,2 Milliarden Euro für Bio-Lebensmittel ausgegeben. Diesen guten Umsatz können die übrigen Lebensmittel nicht verbuchen. Hier stieg der Konsum nur um zwei Prozent.

Verbraucher vertrauen auf gentechnisch unbehandelte Lebensmittelprodukte

Bio boomt also, denn die Konsumenten trauen dem Bio-Siegel auf den Lebensmitteln. Trägt ein Produkt im Discounter diese Kennzeichnung, so kann man gentechnische Behandlung und Chemie ausschließen. Da die Kontrollen der Lebensmittelbehörden auch sehr streng sind, kann man dem Versprechen trauen.

Und welche Bio-Produkte haben die Nase ganz weit vorn? Besonders bei Getränken greifen die Deutschen gern ins Bio-Regal. Dagegen meidet man ehe die Tiefkühlkost, auch dann, wenn Bio daran steht. Ebenfalls leicht rückläufig ist der Kauf von Bio-Babynahrung, wobei das Essen für die Kleinsten dennoch weiterhin das umsatzhäufigste Bio-Lebensmittel ist.

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    Verbraucher greifen immer mehr zu Bio-Produkten

    In Deutschland kaufen die Verbraucher, trotz des vergangenen EHEC Skandal um Bio-Sprossen, verstärkt Bio-Produkte. So konnten insgesamt der Lebensmittelhandel und auch die Drogerien im Jahr 2011 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro erzielen, das ist ein Plus von 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2010.

    Besonders stark stieg der Verbrauch bei den Bio-Produkten wie Baby-Nahrung, Brot oder Wurst sowie auch bei den Getränken. Forscher führen dies auf ein größeres Vertrauen der Kunden auf die Bio-Produkte zurück, doch muss dies noch durch mehr Informationen weiter entwickelt werden. Die aktuellen Zahlen wurden von dem Konsumforschungsunternehmen Nielsen veröffentlicht.

    Trotz höherer Preise ist Bio-Nahrung weiterhin gefragt

    Die Deutschen geben mehr Geld für Bio-Nahrung aus. Das stellte das Marktforschungsunternehmen Nielsen fest. So sei der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln im ersten Quartal 2012 insgesamt um 3,3 Prozent auf 656 Millionen Euro gestiegen. Vor allem Öko-Babynahrung sei gefragt.

    In Supermärkten und Discountern sei der Umsatz mit Bioprodukten allerdings leicht gefallen. Der Grund für den höheren Umsatz sei aber allein auf gestiegene Preise zurückzuführen. Die verkaufte Warenmenge sei nicht gestiegen, so ein Nielsen-Sprecher. Den selben Effekt gab es auch bei konventionell hergestellten Lebensmitteln.

    Hier sei der Umsatz sogar um 4,5 Prozent gestiegen.

    Bio-Produkte vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt

    Junge Frau im Supermarkt in Obstabteilung sucht sich Äpfel raus
    woman grocery shopping © Stephen Coburn - www.fotolia.de

    Verbraucher wollen wissen, woher ihre Lebensmittel stammen und wie sie hergestellt wurden. Daher vertrauen sie auf das Siegel „Bio“. Welche Käuferschicht am meisten auf Bio-Produkte setzt, wollte nun die Bundesregierung in einer Umfrage herausfinden. Das Ergebnis sorgt für Erstaunen, denn es sind vorrangig die jungen Leute unter 30, die gezielt Bio-Produkte kaufen.

    Inzwischen ist das schon jeder Vierte laut Umfrage, der auf Produkte aus ökologischem Anbau setzt. Die ältere Käuferschicht zwischen 50 und 59 Jahren hingegen kauft weniger Bio-Produkte, als noch im Vorjahr. Hier ist es nur noch jeder Fünfte.

    Die Gründe, weshalb überhaupt Bio gekauft wird, haben sich ein wenig geändert. So ist es inzwischen die regionale Herkunft, welche zum Kauf antreibt. Erst dann kommt eine Artgerechte Tierhaltung und der Anbau ohne Schadstoffe. Anbau von Bio-Produkten in der Region stärkt diese nicht nur wirtschaftlich, sondern es lassen sich auch lange Transportwege vermeiden.

    Im Supermarkt werden die meisten Bio-Produkte gekauft. Dabei führen Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau die Hitliste an. Gefolgt von Eiern und Kartoffeln. Beim Fleisch und bei den Wurstwaren sind es immerhin noch rund ein Drittel der Käufer, die darauf Wert legen.

    Ein weiteres Ergebnis der Umfrage zeigt, dass rund drei Viertel der Verbraucher mehr zahlen würden, wenn es sich um regionale Produkte handle. Allerdings sind auch 60 Prozent überzeugt, dass auch die Bio-Lebensmittelindustrie nicht frei von Skandalen ist.

    Grundinformationen und Hinweise zu Bioprodukten

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: Fruits and vegetables - Bio © Pixelot - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Groceries. © BillionPhotos.com - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: assorted fruit © Elenathewise - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: sac de légumes © Valérie Edern - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Dairy products isolated on white © Africa Studio - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: golden wheat and studio isolated © dinostock - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Idared Apple on the table © tanjichica - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: tomatoes 2 © Olga Lyubkina - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Auszeit © Carmen Steiner - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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