Entwicklungsstörung

Bei der Entwicklungsverzögerung werden Fähigkeiten wie Motorik oder Sprache spät oder nicht erlernt

Als entwicklungsgestört bezeichnet werden Menschen, die motorische Störungen, Sprachstörungen oder eine Intelligenzminderung aufweisen. Dabei wird zwischen geistigen und motorischen Entwicklungsstörungen unterschieden. Fähigkeiten werden nur schwerfällig erworben, neuartige Umstände und Situationen werden falsch oder zu spät erkannt. Eine Entwicklungsstörung ist angeboren, krankheitsbedingt oder resultiert aus Vorkommnissen oder Infektionen während der Schwangerschaft.

Junge im gelben Shirt und kleines Mädchen im Top lesen in einem großen Buch
bücherwürmer © Ramona Heim - www.fotolia.de

Die Entwicklungspsychologie geht davon aus, dass Kinder bis zu einem bestimmten Zeitpunkt bestimmte Kompetenzen besitzen sollen: zum Beispiel sollte ein fünf Jahre altes Kind bereits grammatikalisch richtige Sätze sprechen, die wichtigsten Merkmale von Gegenständen erfassen und mit anderen Kindern kooperieren können.

Merkmale von Entwicklungsstörungen

Von Entwicklungsstörungen wird dagegen gesprochen, wenn ein Kind hinsichtlich seiner

  • motorischen
  • sprachlichen
  • geistigen oder
  • sozialen

Fertigkeiten deutlich hinter dem Entwicklungsstand von Gleichaltrigen zurückbleibt oder entgegen dem normalen Entwicklungsverlauf bereits erworbene Fertigkeiten wieder verlernt. Insgesamt zeigen Jungen häufiger Entwicklungsauffälligkeiten als Mädchen.

Arten von Entwicklungsstörungen

Am weitesten verbreitet sind dabei

  • Sprach-
  • Koordinations- und
  • Teilleistungsstörungen

(zum Beispiel Lese-Rechtschreib-Schwäche, Rechenstörung), die etwa zwei bis zehn Prozent aller Kinder betreffen und zusätzlich von Versagensängsten, depressiven Verstimmungen oder Aggressivität begleitet sein können.

Erste Auffälligkeiten zeigen sich in den meisten Fällen bereits im Kleinkindalter; mit zunehmendem Alter vermindern sich die Symptome jedoch häufig, so dass im Erwachsenenalter nur noch geringe Entwicklungsdefizite vorhanden sind.

Mögliche Ursachen und Behandlung

Die Ursachen liegen im hirnorganischen Bereich und können sowohl durch eine körperliche Reifungsverzögerung (wie bei angeborenen Krankheiten, schwere Erkrankung in den ersten Lebensjahren) als auch eine soziale Lernbeeinträchtigung (zum Beispiel gestörte Eltern-Kind-Beziehung, Aufwachsen in Armut) bedingt sein.

Sofern es sich nicht um eine tief greifende Störung wie den frühkindlichen Autismus handelt, können Entwicklungsstörungen daher gut behandelt werden – unter anderem mit Hilfe von

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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