5. Februar 2010
Es gibt eine Vielzahl an rheumatischen Erkrankungen, die wegen der unterschiedlichen Symptomatik oft gar nicht auf Anhieb diagnostiziert werden können. Ausgebildete Fachärzte wissen allerdings meist einen Rat.
Es gibt eine Reihe von seltenen rheumatischen Erkrankungen, die größtenteils zur Gruppe der Autoimmunerkrankungen gehören. Das bedeutet, dass im Immunsystem ein Fehler vorliegt und körpereigene Zellen angegriffen werden. Meist sind Gelenke und Muskeln betroffen, aber auch innere Organe wie die Nieren oder das Herz können zersetzt werden.
Entsprechend unterschiedlich sind die Symptome: Es kann zu auffälligen Hautveränderungen kommen, ebenso zu Fieber, Atemnot, Appetitlosigkeit und starker Abgeschlagenheit. Nur selten kommt ein Arzt bei solchen Symptomen spontan auf rheumatische Erkrankungen wie Sklerodermie, Lupus erythematodes, Morbus Wegener oder Polymyalgia rheumatica. Die Patienten haben meist bis zum Zeitpunkt ihrer Erkrankung noch nie etwas davon gehört.
Viele seltene Autoimmunerkrankungen äußern sich in den verschiedensten rheumatischen Beschwerden. Gerade diese sind aber noch nicht allzu gut erforscht und werden meist lange Zeit nicht richtig diagnostiziert. Wichtig ist es daher, sich an einen richtigen Fachmann zu wenden, der auch mit seltenen Rheuma-Erkrankungen Erfahrung hat. Auch spezialisierte Einrichtungen können helfen.
Für viele seltene Erkrankungen gibt es auch Selbsthilfegruppen, in denen Betroffene sich zusammen finden und Tipps austauschen können. Die Deutsche Rheuma-Liga bietet auch Infoveranstaltungen an und gibt auch online wie offline Auskunft über seltene rheumatische Erkrankungen.
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