14. August 2009
Rheumatische Erkrankungen sind in der Regel mit starken Schmerzen und einer Einschränkung der Bewegungsfähigkeit verbunden. Kein Wunder, dass viele Rheuma-Geplagte nichts falsch machen wollen und auch schnell zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen.
"Gelenkschützend" sollen sie sein und außerdem "die Abwehr stärken". Verschiedene Vitamine, Omega-3-Fettsäuren und Gelantineverbindungen in Tablettenform werden von der Werbung als heilsam und schmerzlinderd angepriesen, was die geplagten Rheumatiker nur zu gerne glauben.
In Wirklichkeit aber warnen Experten: Gerade bei Gelantineverbindungen ist keine tatsächliche Wirkung auf den Knorpel nachgewiesen. Eine gute Versorgung an Vitaminen ist zwar wichtig, aber in vielen Fällen über Nahrungsergänzungsmittel weder nötig noch wirksam.
In Einzelfällen kann es - auch je nach eingenommenden Medikamenten und dem Maß an Bewegung - sinnvoll sein, bestimmte Nährstoffe wie Kalzium oder Folsäure zuzuführen. Dies ist jedoch besser mit dem Arzt abzusprechen. Von einer ungezielten Einnahme von Präparaten aus Drogeriemarkt oder Apotheke wird abgeraten.
Dennoch kann eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Eiweißen ist, den Verlauf von entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma lindern und positiv beeinflussen. Welche Ernährungsweise angesagt ist, kommt aber auch auf die genaue Art der Erkrankung an. Allgemein ist festzuhalten, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren - z.B. die in Fisch - und Vitamine aus Obst und Gemüse einen positiven Effekt haben. Einige Getreideprodukte dagegen wirken sich eher ungünstig aus.
Allgemeine Informationen zum Thema Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel und Fastenkuren bei Rheuma bietet zum Beispiel die Deutsche Rheuma-Liga e.V.
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06.02.12 | |
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