9. Oktober 2009
Von Viola Reinhardt
Manche Experten nennen die Osteoporose eine Kinderkrankheit, die sich jedoch erst im Alter zeigt. Bei näherer Betrachtung, nicht nur eine These, sondern Realität, denn in erster Linie benötigt man zur Vorbeugung starke Knochen. Deren Stabilität lässt sich im Kindesalter sehr gut aufbauen, wozu neben einer richtigen Ernährung vor allem auch viel Tageslicht und Bewegung wichtige Faktoren sind. Bei diesen drei Komponenten liegt auch der Knackpunkt, der selbst bei einem fortgeschrittenen Alter und bei den ersten Anzeichen einer Osteoporose zum Ausbremsen der Erkrankung führen kann.
Die Ernährung bei einer bestehenden Knochenschwund-Erkrankung und zur Vorbeugung sieht nicht viel anders aus als die einer ausgewogenen Ernährungsweise. Allerdings sollte man ganz gezielt bestimmte Lebensmittel mit in den Essensplan einbauen, die für den Erhalt der Knochensubstanz unerlässlich sind. Hierzu zählen besonders Milch und deren Produkte, wie Käse, Joghurt, Quark, Buttermilch oder auch Kefir. Kombiniert man diese Nahrungsmittel mit grünen Gemüsesorten wie etwa Brokkoli, Lauch oder Spinat, dann wird das wertvolle Kalzium ebenso an die Knochen abgegeben als auch Vitamin K. Letzteres steckt auch in Sauerkraut, Rot- und Weißkohl oder Blumenkohl, so dass man auch diese Gemüsesorten mehrmals wöchentlich zu sich nehmen sollte. Ebenfalls ein Indikator zur Knochenstärkung ist das Vitamin D, dass das einzige Vitamin ist, das der Organismus selbst synthetisieren kann. In Heringen, Lachs, Makrelen, Eigelb, Butter und Margarine ist es ebenfalls enthalten und kann bei einem Einbau in den Speiseplan den Organismus in seiner Produktion des Vitamin D tatkräftig unterstützen. Trinkt man dann noch kalziumhaltiges Mineralwasser und das am besten mit rund 1,5 bis 2 Liter am Tag, hat man den Part der Knochen-Ernährung schon mal sehr gut abgedeckt.
Neben der Ernährung heißt es allerdings die Knochen stark machen in dem man ihnen einen trainierten Helfer zur Seite stellt. Dieser Helfer ist die komplette Muskulatur des Menschen, die als Stabilisator auftritt und dazu verhilft, dass Knochen nicht so rasch brechen, wie es ja bei einer Osteoporose sehr oft der Fall ist. Um dies erreichen zu können, sollte man mehrmals wöchentlich für Bewegung sorgen, die neben dem Aspekt der Ausdauer eben auch die Kräftigung der Muskulatur im Fokus haben sollte. Damit Kinder schon vorbeugen können, sollte man ihnen möglichst viel Spielraum zum Toben lassen und sie darin unterstützen eine oder zwei Sportarten gezielt durchzuführen.
Zu guter Letzt zum Thema Sonnen- und Tageslicht. Beide sind für stabile Knochen unabdingbar, da durch die Aufnahme über die Haut die Synthetisierung des Vitamin Ds erst in die Gänge kommt. Schon 20 bis 120 Minuten am Tag genügen, um den gewünschten Effekt erzielen zu können und kombiniert man das "Licht-tanken" mit Rad fahren, Walken oder Joggen, dann hat man auch gleich sein sportliches Pensum erledigt. Ergänzende Präparate sollte man nur dann einnehmen, wenn sich die Osteoporose schon eingestellt hat und dann am besten auch nur mit der Rücksprache des Arztes. Was keinesfalls schädlich ist und sehr gute Erfolge aufweisen kann, sind übrigens Präparate die Folsäure enthalten, dessen Effekt in diesem Zusammenhang bereits in unterschiedlichen Tests belegt werden konnte.
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