21. April 2009
Krebs ist der Überbegriff für sämtliche Krebserkrankungen mit verschiedensten Symptomen. Die Diagnose wird durch Zusammenarbeit verschiedener Fachärzte gestellt.
Man unterscheidet viele verschiedene Krebsformen, die unterschiedlichste Organe und Knochen befallen können. Jede Krebsform verursacht andere Beschwerden.
Allgemein kann jedoch gesagt werden, dass die Krebserkrankung zu Beginn noch kaum Symptome verursacht und daher oftmals viel zu spät diagnostiziert wird.
Verschiedene Symptome und Beschwerden können auf Krebs hinweisen, müssen dies jedoch nicht.
Wenn sich die Hautfärbung oder die Größe zum Beispiel eines Muttermales ändert, kann dies auf Hautkrebs hindeuten. Die Patienten verspüren dabei keine Schmerzen.
Frauen, die unregelmäßige Menstruationsblutungen haben, können ebenfalls eine Krebserkrankung im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane haben.
Ist Blut dem Urin oder dem Stuhlgang beigemischt, kann auch dies ein Symptom einer Krebserkrankung zum Beispiel im Bereich des Darmes oder der Harnblase sein. Auch Verdauungsprobleme wie wechselnde Durchfälle und Verstopfung können auf Krebs hindeuten.
Viele Krebserkrankungen gehen auch mit Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme einher. Einige Patienten verspüren auch Symptome wie Schwindel oder Fieber.
Häufig verursachen die bösartigen Tumore auch Schmerzen an der betreffenden Stelle.
Brustkrebs äußert sich durch einen tastbaren Knochen in der Brust.
Wenn ein Patient derartige Symptome schildert, führt der Arzt zuerst eine körperliche Untersuchung durch, tastet den Bauch ab, misst Puls und Blutdruck und prüft die vom Patienten geschilderten Symptome. Dazu tastet er zum Beispiel die Brust ab, untersucht den Urin und/oder den Stuhlgang, sieht sich die Hautveränderung unter einer Vergrößerungslinse an usw.
In jedem Fall wird das Blut des Patienten untersucht. Neben den allgemeinen Blutwerten werden auch so genannte Tumormarker bestimmt. Dies sind spezielle Werte, die bei einer Krebserkrankung erhöht sind.
In der Regel wird auch ein Ultraschall von verschiedenen Organen gemacht.
Je nach vermuteter Diagnose erfolgen eine Röntgenaufnahme, eine Computertomografie, eine Magnetresonanztomografie und/oder eine Skelettszintigrafie. Diese Untersuchungen dienen auch dazu, evtl. Metastasen feststellen zu können.
Häufig wird aus dem Tumor auch eine Gewebeprobe entnommen und histologisch unter dem Mikroskop untersucht. Sind hier Krebszellen zu finden, handelt es sich um einen bösartigen Tumor und somit Krebs.
Zusätzlich können auch – je nach Krebsverdacht - weitere Untersuchungen wie zum Beispiel eine Magen- und/oder eine Darmspiegelung erfolgen.
Die Magenspiegelung wird am nüchternen Patienten vorgenommen. Um den Würgereiz durch das Einführen des Endoskops etwas abzumildern, erhält der Patient im Vorfeld der Untersuchung ein betäubendes Spray in den Rachen gesprüht. Der Arzt führt dann einen langen Schlauch, das Endoskop, durch den Mund und die Speiseröhre des Patienten bis hin zum Magen ein. Im Rahmen dieser Untersuchung kann sich der Arzt verschiedene Organe betrachten und auch Gewebeproben entnehmen. Dazu wird während der Untersuchung eine dünne Zange durch das Endoskop eingeführt und eine winzige Probe entnommen. Diese wird dann anschließend in ein Labor gesandt und unter dem Mikroskop untersucht.
Um eine Darmspiegelung durchführen zu können, muss der Patient den Darm zuvor mit Hilfe einer bestimmten Lösung reinigen, die über mehrere Stunden getrunken werden muss. Direkt vor der Untersuchung verabreicht der Arzt meist ein leichtes Beruhigungsmittel und führt dann das Endoskop, das wesentlich länger als bei der Magenspiegelung ist, in den Enddarm des Patienten ein. Auch während dieser Untersuchung kann eine Gewebeprobe entnommen werden.
Je nach Krebsverdacht können auch weitere Untersuchungen notwendig werden.
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