Die Finger - Zum Greifen, Halten, Stützen sowie für die Kommunikation und Identifikation

Finger hinterlässt schwarzen Fingerabdruck auf weißem Untergrund

Gesunde Menschen haben an jeder Hand fünf Finger: den Daumen, den Zeigefinger, den Mittelfinger, den Ringfinger sowie den kleinen Finger

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  • von Paradisi-Redaktion

Als Finger (digiti) bezeichnet man die fünf Endglieder der Hand. Sie werden zum Tasten und zum Greifen von Gegenständen benutzt.

Ein Finger (Digitus) ist ein Bestandteil der menschlichen Hand. In der Regel befinden sich an beiden Händen je fünf Finger. Dies sind:

  1. der Daumen (Pollex)
  2. der Zeigefinger (Index)
  3. der Mittelfinger (Digitus medius)
  4. der Ringfinger (Digitus anularius)
  5. der kleine Finger (Digitus minimus)

In sehr seltenen Fällen können manche Menschen durch eine Mutation auch über elf oder zwölf Finger verfügen.

Aufbau

Mit Ausnahme des Daumens haben die Finger drei knöcherne Stützelemente. Dies sind die Fingerknochen, man bezeichnet sie als:

  1. Phalanx proximalis
  2. Phalanx media
  3. Phalanx distalis

Der Daumen besitzt hingegen nur zwei Fingergliedknochen (Phalangen).

Die Phalangen, die gelenkig miteinander verbunden sind, stellen den Anschluss zu dem entsprechenden Mittelhandknochen (Ossa metacarpi) her. Das Ende eines Fingers bezeichnet man als Fingerkuppe.

Durch die Papillarleisten, die sich an den Unterseiten der Kuppen befinden, entsteht ein individueller Fingerabdruck, mit dem eine Identifikation ermöglicht wird.

Jede Fingerkuppe verfügt zudem über siebenhundert Druck- und Berührungsrezeptoren. Der Tastballen an der Innenseite des Fingers wird als Fingerballen bezeichnet.

Dieser stark durchblutete Bereich verfügt über zahlreiche sensorische Nervenzellen, die wichtig für den Tastsinn sind. Neben dem Ohrläppchen gilt die Fingerbeere auch als geeignete Stelle, um geringe Mengen an Blut abzunehmen.

Ein weiterer Bestandteil von jedem Finger ist der Fingernagel, der sich an der Oberseite der Finger befindet. Die Gefäßversorgung der Finger wird von den Ästen der Arteria ulnaris und der Arteria radialis übernommen. Diese bilden im Handbereich zwei Gefäßbögen.

Aufbau des Daumens

Der Daumen (Pollex) gilt als erster und zugleich stärkster Finger der menschlichen Hand. Zusammengesetzt wird er im Unterschied zu den anderen Fingern lediglich aus zwei Fingergliedknochen, die man als

  • Phalanx proximalis und
  • Phalanx distalis

bezeichnet. Es ist aber auch möglich, den Mittelhandknochen Os metacarpale I dem Daumen zuzurechnen. Durch dessen Artikulation mit dem Daumensattelgelenk kommt es zu einer besseren Bewegungsfreiheit des Daumens.

Aus evolutionstechnischer Sicht zählt der Daumen eigentlich gar nicht zu den Fingern. So sind die Hirnareale, die für die Empfindlichkeit und die Bewegungen des Daumens zuständig sind, wesentlich größer als die Areale der anderen vier Finger.

Der Daumen besteht lediglich aus 2 Fingergliedern
Der Daumen besteht lediglich aus 2 Fingergliedern

Aufbau des Zeigefingers

Der Zeigefinger zählt zu den am häufigsten benutzten Fingern der menschlichen Hand. Gestützt wird er von drei Fingergliedknochen.

Von dem Zeigefinger verlaufen zwei Sehnen zu den Muskeln des Unterarms. Strecken lässt sich der gebeugte Zeigefinger mithilfe des Zeigefingerstreckers (Extensor indicis).

Vom Zeigefinger bis zum kleinen Finger mündet jeweils eine Sehne in den so genannten langen gemeinsamen Fingerstrecker (Extensor digitorum). Bei Extoren handelt es sich um streckende Muskeln des Unterarms.

Der Zeigefinger ist einer der am häufigsten benutzten Finger
Der Zeigefinger ist einer der am häufigsten benutzten Finger

Aufbau des Mittelfingers

Der Mittelfinger (Digitus medius) ist zwischen Zeigefinger und Ringfinger zu finden. Da er die Mitte der fünf Finger bildet, trägt er die Bezeichnung Mittelfinger.

Zu den typischen Merkmalen des Mittelfingers gehört seine Länge. So ist er bei den meisten Menschen der längste Finger von allen. Gestützt wird er von drei Fingergliedknochen.

Der Mittelfinger ist bei den meisten Menschen der längste Finger
Der Mittelfinger ist bei den meisten Menschen der längste Finger

Aufbau des Ringfingers

Zu finden ist der Ringfinger (Digitus anularis) zwischen dem kleinen Finger und dem Mittelfinger. Wie seine Nachbarfinger wird auch er von drei Fingergliedknochen gestützt.

Nur selten kommt er einzeln zum Einsatz. Stattdessen übt er die meisten Funktionen, wie beispielsweise Greifen, gemeinsam mit den benachbarten Fingern aus.

Am Ringfinder funkeln die meisten Ehe- und Freundschaftsringe
Am Ringfinder funkeln die meisten Ehe- und Freundschaftsringe

Aufbau des kleinen Fingers

Der kleine Finger (Digitus minimus) befindet sich auf der Außenseite der Hand, ellenseitig an der Handkante. Sein Nachbarfinger ist der Ringfinger.

Bei den meisten Menschen ist der kleine Finger der zweitkleinste Finger nach dem Daumen. Auch er wird aus drei Fingergliedern sowie den umgebenden Muskeln gebildet.

Zu diesen Muskeln gehören der

  • Musculus flexor digitorum superficialis
  • Musculus flexor digiti minimi brevis
  • Musculus flexor digitorum profundus
  • Musculus extensor digitorum
  • Musculus opponens digiti minimi
  • Musculus abductor digiti minimi sowie
  • die Musculi interossei dorsales und
  • die Musculi interossei palmares.

Diese Muskeln ermöglichen dem kleinen Finger verschiedene Bewegungen.

Der kleine Finger befindet sich an der Außenseite der Hand
Der kleine Finger befindet sich an der Außenseite der Hand

Frauen: Länge des Ringfingers offenbart sportliches Talent

Hand mit langen, gepflegten Fingernägeln und funkelndem Ring liegt neben einer grünen Blüte
Fingernagel © samaneh - www.fotolia.de

Anhand von Daten von über 600 Zwillingen haben Experten des King's College aus London entdeckt, dass der Ringfinger von Frauen Auskunft über deren sportliches Talent gibt.

Ist der Ringfinger länger als der Zeigefinger, ist das Bewegungstalent groß, so die Experten. Besonders zeigt sich das bei den Sportarten Fußball, Tennis und Laufen, verrät Studienleiter Prof. Tim Spector.

Normalerweise sind bei Frauen beide Finger gleich lang oder der Zeigefinger ist ein Stück länger. Eine Erklärung für den Zusammenhang zwischen dem sportlichen Talent und dem Längenverhältnis der Finger konnten die Wissenschaftler nicht abgeben.

Warum die Haut an den Fingerspitzen geriffelt ist

Nahaufnahme Finger mit Hautschwiele
callosity finger © Igor Negovelov - www.fotolia.de

Erst die filigranen Rillen der Haut an den Fingerkuppen vermitteln uns das beeindruckende Feingefühl der Hände, berichtet die „Apotheken Umschau“. Französische Forscher haben den Mechanismus jüngst aufgeklärt.

Sobald ein Finger über eine Oberfläche fährt, erzeugt die Riffelung an seiner Spitze feinste Schwingungen auf der Haut. Diese werden von bestimmten Nervenzellen, den Vater-Pacini-Körperchen, wahrgenommen. Auf diese Weise lassen sich auf Oberflächen noch Unebenheiten erspüren, die kleiner als ein fünftel Millimeter sind.

In den Fingerabdrücken lässt sich bereits bei Kindern ihre spätere Körpergröße ablesen

Zwei Kinderhände mit Fingerpuppen
Fingerpuppen © BoL - www.fotolia.de

Jeder Fingerabdruck ist einzigartig, das wissen wir aus jedem Kriminalfilm. Aber unsere Fingerabdrücke speichern noch ganz andere Daten, wie eine aktuelle Nachricht aus Forscherkreisen zeigt.

Bereits in den Abdrücken eines Kindes kann man ablesen, welche Körpergröße es als Erwachsener einmal haben wird, wenn man auf eine neue Technik aus der Medizin zurückgreift. Die Abdrücke wachsen nämlich in einem festgelegten proportionalen Verhältnis zum Körper.

Da man diese Regel nun kennt, kann man errechnen, wie groß der Fingerabdruck einmal wird und kann so eben auch das Längenwachstum berechnen.

Der positive Nebeneffekt für die Polizei: bislang konnte man bei jugendlichen Strafttätern zwar Fingerabdrücke nehmen, die nützten aber oft nichts bei späteren Auffälligkeiten. Als Erwachsener deckt sich der Abdruck nicht mehr mit den alten Abdrücken. Doch nun kann man die alten Abdrücke im Computer nach fester Regel vergrößern und so auch dem Erwachsenen wieder treffsicher zuordnen.

Mutation eines proteinbildenden Gens schuld an fehlenden Fingerabdrücken

Forscher entschlüsseln das Rästel um Menschen ohne Fingerabdruck

Abrollender Finger zur Abnahme eines Fingerabdrucks
Taking fingerprints isolated on white © Africa Studio - www.fotolia.de

Der Fingerabdruck eines Menschen ist so einzigartig wie seine DNS und ist das Merkmal, das ihn überall identifizieren kann. Es gibt jedoch auch Menschen, die ohne Fingerabdruck geboren werden. Die Ursache für die fehlenden Wirbel und Rippen in der Fingerhaut war bislang unbekannt. US-amerikanische Genetiker konnten nun entschlüsseln, was zur sogenannten Adermatoglyphie führt.

Ursache

Eine Schweizer Familie, bei der viele Mitglieder keine Fingerabdrücke haben, wurde dafür von den Forschern hinsichtlich ihres Erbguts untersucht. Die Wissenschaftler stellten dabei fest, dass die von Adermatoglyphie betroffenen Familienmitglieder eine bestimmte Genmutation aufweisen.

Die amerikanischen Genetiker konnten diese Mutation jedoch nur entdecken, weil die Schweizer Familie - im Gegensatz zu den weltweit einzigen drei anderen Familien mit mehrfach auftretender Adermatoglyphie – keine anderen Erbkrankheiten hatte. Das betroffene Gen ist eigentlich verantwortlich für ein Protein, das nur in den Fingern vorkommt.

Durch die Mutation können die Rippen und Wellen in der Haut der Finger und Zehen nicht gebildet werden.

Entstehung eines Fingerabdrucks

Die Entdeckung ist insofern bahnbrechend, da sie der erste wissenschaftliche Hinweis darauf ist, wie menschliche Fingerabdrücke entstehen. Bislang wusste man nur, dass die einzigartigen Wellen und Rippen bereits in der 24. Schwangerschaftswoche vollständig gebildet sind und sich während des Lebens kaum verändern.

Was die Form oder überhaupt erst die Bildung der individuellen Muster des Fingerabdrucks beeinflusst, ist hingegen ungeklärt.

US-Studie - Ursache für geschlechtsspezifische Fingerlänge gefunden

Ausschnitt Frau mit rot geschminkten Lippen und roten Fingernägeln
Manicure © Deklofenak - www.fotolia.de

Martin Cohn und Zhengui Zheng von der Universität Florida berichten in der aktuellen Online-Ausgabe des US-Wissenschaftsmagazins "PNAS" über einen Versuch mit Mäusen. Es ging um ein Phänomen, das bei Menschen und Mäusen in gleicher Ausprägung vorkommt: Bei Männern oder männlichen Mäusen ist der Ringfinger meist länger als der Zeigefinger, bei Frauen oder weiblichen Mäusen ist es meist umgekehrt.

Die US-Wissenschaftler konnten herausfinden, dass dieser vielbesprochene "kleine Unterschied" seine Ursache in der Aufnahme männlicher (Testosteron) oder weiblicher (Östrogen) Hormone während einer kurzen embryonalen Phase hat. Knospende Mäusefinger bei Mäuseembryos haben Rezeptoren für Testosteron und Östrogen.

Blockiert man die Testosteron-Rezeptoren, bekommen auch die männlichen Mäuse "weibliche" Finger, bei denen der Zeigefinger länger als der Ringfinger ist. Je nach dem, ob man Testosteron oder Östrogen in dieser embryonalen Phase zugibt, entwickeln sich "weibliche" oder "männliche" Fingerabstände bei den Mäusen.

Frühe Charakterbildung - die Finger einen Kindes sagen etwas über das spätere Verhalten aus

Forscher aus Österreich setzten die Länge der Finger in Relation zu den Gesichtszügen von Kindern

Babyhand hält Finger der Mutter fest
new born baby's hand © Vladimir Mucibabic - www.fotolia.de

Eigentlich geht man davon aus, dass der Charakter sich langsam über viele Jahre hinweg bildet. Je nach elterlicher Erziehung und dem sonstigen sozialen Umfeld entwickeln wir uns zu ganz individuellen Erwachsenen. Doch offenbar scheint die Charakterbildung deutlich eher einzusetzen und auch zumindest vom Fundament her in unseren Genen zu stecken.

Dominant oder zurückhaltend?

Forscher haben nämlich herausgefunden, dass man aus der Fingerlänge eines kleinen Kindes bereits ablesen kann, ob es einmal eine dominante Person wird oder eher zurückhaltend ist. Forscher aus Österreich setzten dafür die Länge der Finger in Relation zu den Gesichtszügen von Kindern zwischen vier und maximal elf Jahren. Aus diesen Ergebnissen konnte man ablesen, dass sich zumindest die als typisch männlich bezeichneten Eigenschaften aus der Fingerlänge ablesen lassen.

Was die Fingerlänge aussagen kann

Demnach gilt: ist der Ringfinger einer Hand länger als der Zeigefinger, so wird das Kind später einmal männlicher. Das ausgeschüttete Testosteron im Mutterleib sorgt für dieses Wachstum und je mehr man von diesem männlichen Geschlechtshormon hat, desto mehr „typisch männlich“ ist man selbst.

Neues Verfahren um Fingerabdrücke auf Papier sichtbar zu machen

Geschäftsmann in blauem Hemd und mit Papier in der Hand reicht die andere Hand zur Begrüßung
stretta di mano uomo in ufficio per lavoro con contratto © GianlucaCiroTancredi - www.fotolia.de

Forscher aus Israel haben ein neues Verfahren entwickelt, das Fingerabdrücke auf Papier sichtbar macht. Normalerweise hinterlassen Fingerabdrücke auf irgendwelchen Gegenständen, aber auch auf Papier, Fett, Hautpartikel und Aminosäuren, die mittels bestimmter Verfahren verstärkt und sichtbar gemacht werden, wie man teilweise in den Kriminalserien im Fernsehen sieht.

Aber gerade auf Papier oder auch auf Banknoten lassen sich die Fingerabdrücke nur zu 50 Prozent sichtbar machen. Jetzt haben die Forscher aus Israel einen neuen Weg gefunden, denn sie machen nicht die "Erhebungen" durch das Rillenmuster der Finger sichtbar, sondern die Stellen, die nicht mit dem Fett in Berührung gekommen sind. Also im Prinzip ein Negativ, wie man es von der alten Schwarz-Weiß-Fotografie her kennt.

Dies ist besonders dann noch möglich, wenn ein Papier sich im Wasser befunden hat, so dass die einzelnen Hautpartikel sich aufgelöst haben, aber das Fett haftet noch daran.

Biometrischer Fingerabdruck - ein verletzungsanfälliges System

Diese Verletzungen machen eine biometrische Identifikation nicht mehr möglich

Finger hinterlässt schwarzen Fingerabdruck auf weißem Untergrund
fingerabdruck © Michael Kempf - www.fotolia.de

Biometrische Systeme wie der Fingerabdruck-Scanner gelten als hundertprozentig sicher. Aber nicht nur IT-Experten kritisieren, dass sich die Sensoren in Handys und Co. überlisten lassen.

Auch Mediziner warnen vor vermeintlicher Sicherheit. Verletzungen können den Fingerabdruck so verändern, dass eine Identifikation nicht mehr möglich ist.

Oberflächliche Verletzungen

Autsch – ein kleiner Schnitt in den Daumen ist schnell passiert. Einfache Sensoren, wie sie etwa in Smartphones verwendet werden, lassen sich bereits durch oberflächliche Verletzungen irritieren.

Erst wenn die Oberhaut nach einigen Tagen abgeheilt ist, erkennt der Scanner die gespeicherten Furchen und Rillen wieder.

Geht der Schnitt bis in die tiefer liegende Lederhaut, dauert die natürliche "Reparatur" des Fingerabdrucks entsprechend länger. Aber auch hier dürfte nach einigen Wochen das bekannte Muster wieder hergestellt sein.

Verletzungen der Unterhaut

Kritisch wird es dagegen bei Verletzungen, die bis zur Unterhaut reichen. Neben tiefen Schnitten können etwa Verbrennungen oder Verätzungen durch Säuren und Laugen die Haut so nachhaltig schädigen, dass Narben zurückbleiben.

Um aus den übrig gebliebenen Linienmustern den ursprünglichen Fingerabdruck zu rekonstruieren, bedarf es hochwertiger Scanner wie sie von Bundespolizei oder Nachrichtendiensten verwendet werden. Oft können aber selbst die professionellen Systeme von BKA oder BND die Identität nicht mehr sicher zuordnen. Der biologische Ausweis ist damit wertlos.

Ewige Treue oder ständige Seitensprünge? Die Länge der Finger verrät es

Das Längenverhältnis von Ring- zum Zeigefinger soll Auskunft geben über Neigung zum Fremdgehen

Paar am Tisch, er guckt vorbeigehender Frau lustvoll hinterher, seine Partnerin ist sauer
horny guy © diego cervo - www.fotolia.de

Hat der Gatte in spe einen im Vergleich zum Zeigefinger sehr langen Ringfinger? Dann nichts wie weg - dieser Mann wird nicht treu bleiben. Sind Zeigefinger und Ringfinger hingegen (fast) gleich lang, heißt es zugreifen - dieser Mann ist eine treue Seele. Zu diesem Ergebnis kommen jedenfalls Wissenschaftler der Universität Oxford, die sich unter dem Titel "Stay or Stray?" mit der Frage beschäftigt haben, ob Treue dem Menschen in die Wiege gelegt wurde.

Ihre Studie basierte auf einer früheren Erkenntnis, wonach eine hohe Konzentration von Testosteron im Mutterleib dazu führt, dass der Ringfinger länger ist als der Zeigefinger. Die Forscher führten eine Umfrage unter 585 Teilnehmern aus Großbritannien und den USA zu ihrer Treue durch und untersuchten außerdem bei 1314 weiteren Briten das Längenverhältnis von Ring- und Zeigefinger.

Mehrheit der männlichen Studienteilnehmer bezeichnet sich als eher polygam

Dabei stellten sie fest, dass 62 Prozent der Männer mit längerem Ringfinger potenziellen Seitensprüngen nicht abgeneigt waren, während es bei den Frauen immerhin 50 Prozent waren. Allerdings war dies auch allgemein bei allen Studienteilnehmern kaum anders: Demnach bezeichneten sich 57 Prozent der Männer als eher polygam und nur 43 Prozent als monogam. Bei den Frauen lag das Verhältnis bei 47 Prozent zu 53 Prozent.

Bakterieller Fingerabdruck ermöglicht Identifizierung von Menschen

Das genetische Muster von Bakteriengemeinschaften ermöglicht Rückschlüsse auf einzelne Personen

Finger hinterlässt schwarzen Fingerabdruck auf weißem Untergrund
fingerabdruck © Michael Kempf - www.fotolia.de

Überall hat der Mensch Kontakt zu Bakterien - in der U-Bahn, am Arbeitsplatz und natürlich auch in der eigenen Wohnung. Mikroorganismen besiedeln auch den Menschen selbst. Sie befinden sich im Darm, auf der Haut oder anderen Körperteilen, wie etwa

Das Mikrobiom, die Gesamtheit aller den Menschen oder andere Lebewesen besiedelnden Mikroorganismen, unterscheidet sich individuell sehr stark.

Mikrobiom zur Identifikation

Nach Ansicht von US-Wissenschaftlern der Harvard School of Public Health erlaubt das genetische Muster der Bakteriengemeinschaften verlässliche Rückschlüsse auf einzelne Personen. Sie erstellten einen Algorithmus, der spezielle Eigenschaften des Mikrobioms identifiziert und einzelnen Menschen zuweist.

Dabei bestimmt die untersuchte Körperregion die Trefferquote: Für Stellen auf der Haut beträgt sie lediglich rund 30 Prozent, in der Darmflora jedoch 86 Prozent. Die Haut besitzt einen niedrigeren pH-Wert. Dort lassen sich weniger unterschiedliche Bakterien finden.

Eingeschränkte Genauigkeit

So ist es möglich, unter einer Gruppe von Hunderten Menschen eine bestimmte Person aufzuspüren. Die Genauigkeit liegt damit erheblich unter der von DNA-Tests oder Fingerabdrücken. Nach Meinung der Forscher sei es unter anderem darauf zurückzuführen, dass das Mikrobiom Veränderungen unterworfen ist.

Zudem können bestimmte Krankheiten oder Antibiotikakuren das Miteinander der Bakterien durcheinander bringen. Mikrobiom-Daten von medizinischen Tests sollten, so mahnen die Wissenschaftler, dennoch sorgfältig kontrolliert werden.

Forensik und Verbrechensbekämpfung

Der bakterielle Fingerabdruck ermöglicht nicht nur die Identifizierung von Menschen, sondern auch in welchen Räumlichkeiten sie sich aufhalten, wie eine andere Studie des Argonne National Laboratory (US-Bundesstaat Illinois) beweist. Demnach beeinflusst die Mikrobengemeinschaft am Boden die Struktur des Mikrobioms auf Schuhsohlen. Ergebnisse solcher Untersuchungen können bald Einzug in die Forensik und Verbrechensbekämpfung finden.

Aufgaben

Zu den wichtigsten Aufgaben und Funktionen der Finger gehört:

  • das Greifen von Gegenständen
  • das Halten von Gegenständen
  • das Stützen von Gegenständen

Darüber hinaus dienen sie zum Tasten sowie zum Ausführen von bestimmten Gesten. So lässt sich z.B. der Daumen nach oben oder nach unten richten, der Mittelfinger ausstrecken oder der Daumen mit dem Zeigefinger berühren. Zu den bekanntesten Gestiken zählen

  • die Berührung des Daumens mit dem Zeigefinger
  • das Aufrichten oder Absenken des Daumens
  • ein ausgestreckter Mittelfinger oder
  • der so genannte Schwurfinger.

Auch für bestimmte Tätigkeiten wie

sind die Finger unverzichtbar.

Funktionelle Möglichkeiten des Daumens

Ein typisches Merkmal des Daumens ist seine Fähigkeit, eine Oppositionsstellung zu den anderen Fingern einzunehmen. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel eine Faust bilden. Außerdem wird die Greiffunktion der Hand dadurch deutlich verbessert.

Gestiken des Daumens

Der menschliche Daumen kann alleine oder zusammen mit anderen Fingern verschiedene Gestiken mit unterschiedlicher Bedeutung ausführen. Dazu gehört zum Beispiel die Gestik des Gelddaumens.

Indem der Daumen sich an den Spitzen von Mittelfinger und Zeigefinger reibt, wird Geld zählen angezeigt. Dies dient als Hinweis, dass es um ein finanzielles Thema wie zum Beispiel eine Geldforderung geht.

Eine weitere Gestik ist das Auf- und Absenken des Daumens. Richtet der Gestikulierende seinen Daumen nach oben, bekundet er damit, dass ihm etwas Bestimmtes gefällt; wird der Daumen dagegen nach unten gerichtet, ist dies ein Zeichen des Missfallens.

Bildet man im deutschsprachigen Raum mit Daumen und Zeigefinger einen Ring und spreizt gleichzeitig die anderen Finger ab, gilt dies als Lob. In Italien wird damit allerdings ein Kraftausdruck bekundet.

Legt man Daumen und Zeigefinger zu einem Ring zusammen und führt diesen an die Augen heran, um eine Brille darzustellen, handelt es sich dabei um die Aufforderung, genauer hinzusehen. Von religiöser Bedeutung ist das Nachzeichnen eines christlichen Kreuzes mit dem Daumen auf der Stirn eines gläubigen Menschen. So wird mit dieser Geste im Christentum eine Person gesegnet.

"Gefällt mir" als typische Gestik des Daumens
"Gefällt mir" als typische Gestik des Daumens

Funktionelle Möglichkeiten des Zeigefingers

Überaus wichtig ist der Zeigefinger zum Schreiben. So dient er zum Führen eines Füllers, Kugelschreibers oder Stiftes. Beim Schreiben auf einer Computertastatur oder einer Schreibmaschine werden oftmals nur die beiden Zeigefinger benutzt, was man als Zwei-Finger-Adler-Suchsystem bezeichnet.

Auch zum Lesen der Blindenschrift verwendet man den Zeigefinger, indem seine Fingerspitze die Zeichen ertastet. Viel benutzt wird der Zeigefinger außerdem, um Hinweise zu geben.

So zeigt er zum Beispiel in eine bestimmte Richtung oder auf einen Gegenstand. Ähnlich wie der Daumen und der kleine Finger, lässt sich der Zeigefinger verhältnismäßig unabhängig bewegen.

Gestiken und Handzeichen des Zeigefingers

Mit dem Zeigefinger lassen sich zahlreiche Gestiken ausführen.

  • So kann er auf andere Personen, bestimmte Gegenstände oder Richtungen zeigen.
  • Ein erhobener Zeigefinger dient meist als Belehrung oder Drohung.
  • Wird ein nach oben gehaltener Zeigefinger hin und her gependelt, bedeutet dies ein Zeichen von Ablehnung.

Zu den bekanntesten Gestiken des Zeigefingers gehört das so genannte "Vogel zeigen". Dabei tippt man sich mit dem Zeigefinger an Stirn oder Schläfe, um jemand anderen zu signalisieren, dass er spinnt oder verrückt ist.

Wird der Zeigefinger an den Mund gelegt, bedeutet dies, dass eine andere Person schweigen soll. Liegt der Zeigefinger am Nasenflügel, ist dies ein Zeichen von Nachdenklichkeit. Schlagen Zeigefinger und Mittelfinger zusammen, wird dadurch eine Schere symbolisiert.

Der Zeigefinger als meistgebraucher Finger für unzählige Gestiken und Zeichen

Funktionelle Möglichkeiten des Mittelfingers

Der Mittelfinger ist nicht nur der längste, sondern auch der kräftigste Finger der Hand. Aus diesem Grund hat er eine besondere Bedeutung für das Greifen. So liegt der Griffschwerpunkt in der Regel auf ihm.

Die Beweglichkeit des Mittelfingers ist zwar nicht so ausgeprägt wie beim Zeigefinger oder Daumen, dennoch lässt er sich verhältnismäßig eigenständig bewegen. Zum Teil ist der Mittelfinger sogar in der Lage, die Funktionen des Zeigefingers zu übernehmen. Eine wichtige Rolle spielt der Mittelfinger auch beim Musizieren und Fingerschnippen.

Gestiken des Mittelfingers

Zweifellos die bekannteste Geste des Mittelfingers ist der so genannte Stinkefinger. Dabei wird der Mittelfinger aus der Faust heraus ausgespreizt. Auf diese Weise soll eine andere Person beleidigt werden.

Eine regionale Besonderheit ist das Erheben des Mittelfingers zusammen mit dem Zeigefinger, das in England praktiziert wird. Diese beleidigende Geste, die aus dem Hundertjährigen Krieg stammen soll, gilt jedoch nur dann als beleidigend, wenn man der anderen Person gleichzeitig den Handrücken zuwendet.

Bei Wutanfällen wird schnell mal dem Gegenüber der Mittelfinger gezeigt
Bei Wutanfällen wird schnell mal dem Gegenüber der Mittelfinger gezeigt

Funktionelle Möglichkeiten des Ringfingers

Eigenständige Aufgaben übernimmt er zum Beispiel beim Schreiben auf einer Computertastatur oder einer Schreibmaschine. Auch zum Spielen von Musikinstrumenten ist er wichtig.

Bezeichnung Ringfinger

Für bestimmte Gestiken ist der Ringfinger nicht bekannt, dafür jedoch umso mehr für das Tragen von Ringen. So gab man ihm den Namen Ringfinger, weil Ringe am häufigsten am vierten Finger der Hand getragen werden.

In verschiedenen europäischen Ländern ist es zum Beispiel üblich, den Verlobungsring am linken Ringfinger zu tragen. Den Trauring trägt man dagegen nach der Heirat am rechten Ringfinger. Die Schweizer handhaben dies dagegen umgekehrt.

Die alten Ägypter und Römer glaubten daran, dass vom linken Ringfinger ein Nerv zum Herzen verläuft, was auch Auswirkungen auf die Liebe hätte. Aus diesem Grund trugen sie ihren Trauring stets am linken Ringfinger.

Verlobungsring links und Ehering rechts am Ringfinger

Funktionelle Möglichkeiten des kleinen Fingers

Der kleine Finger verfügt über unterschiedliche Bewegungsmöglichkeiten. So lässt er sich

  • strecken
  • beugen
  • heranführen und
  • abspreizen.

Des Weiteren kann er sich dem Daumen annähern.

Gestiken mit dem kleinen Finger

In früheren Zeiten sah man es als elegant an, wenn der kleine Finger bei gesellschaftlichen Anlässen beim Greifen von bestimmten Gegenständen abgespreizt wurde. Daher erhielt der kleine Finger auch die Bezeichnung Gesellschaftsfinger.

Werden kleiner Finger und Daumen bei geschlossener Faust abgespreizt, spricht man von Shaka. Diese Geste ist vor allem auf Hawaii unter Surfsportlern üblich und bedeutet, dass alles in Ordnung oder Cool ist.

Eine eher gruselige Geste ist das Abschneiden des kleinen Fingers innerhalb der japanischen Mafia, der Yakuza. So schneiden sich Yakuza-Mitglieder, die durch einen Fehler ihr Gesicht verloren haben, den Teil eines Fingers ab, um auf diese Weise ihre Ehre wiederherzustellen. Begonnen wird mit dieser Prozedur meist am kleinen Finger.

Der Gesellschaftsfinger beim Halten des champagnerglases von Bedeutung
Der Gesellschaftsfinger beim Halten des champagnerglases von Bedeutung

Neues Wellness-Programm für müde Finger entwickelt

Nahaufnahme Bodylotion wird auf Finger aufgetragen
Care of a skin © Deklofenak - www.fotolia.de

Die Muskeln von Zeigefingern werden durch die Touch-Screen-Technologie (zum Beispiel bei Apple iPhone) immer stärker in Anspruch genommen. Die Finger müssen ständig ziehen, streichen und tippen. Ein spezieller Massagestab soll dem täglichen Finger-Stress nun Abhilfe verschaffen.

Dabei handelt es sich um einen Massagestab, der über die Finger gerollt werden kann. Dieses Massagegerät ist aus Germanium gefertigt. Germanium erwärmt sich durch Reibung, dadurch werden die Muskeln aufgelockert. Allerdings ist das Gerät zur Zeit nur in japanischen Shops zu kaufen und dort für ca. sechs Euro zu erwerben.

Verletzungen und Fehlbildungen der Finger

Mögliche Verletzungen

Die menschlichen Finger sind im Alltag starker Beanspruchung ausgesetzt. Daher kann es leicht zu unterschiedlichen Verletzungen kommen. So kann man sich beim Kochen in den Finger schneiden oder sich an etwas zu heißem die Finger verbrennen.

Fingerverrenkung

Bei sportlichen Aktivitäten kann es ebenfalls zu Verletzungen eines oder mehrer Finger kommen. So besteht bei bestimmten Ballsportarten wie z.B. Volleyball die Gefahr einer Fingerverrenkung (Finger-Luxation), bei der die Flächen des Fingergelenks voneinander getrennt werden und in einer abnormen Stellung verbleiben.

Sehnenüberdehnung und Gelenkkapselverletzungen

Auch die Fingersehnen können durch Überbeanspruchung überdehnt werden und reißen. Ebenso kann es zu knöchernden Kapselausrissen kommen, die durch eine Überstreckung des Fingers ausgelöst werden.

Fingerbruch

Eine weitere häufig auftretende Fingerverletzung ist der Fingerbruch. Eine solche Fraktur geschieht zumeist durch einen Sturz oder Gewalteinwirkung. In diesem Fall muss dann die ganze Hand durch einen Gipsverband oder eine Schiene ruhig gestellt werden, da das Verbinden von nur einem Finger nicht möglich oder sinnvoll ist.

Mögliche Fehlbildungen

Neben Verletzungen sind auch Fehlbildungen der Finger im Bereich des Möglichen. Dazu gehören:

  • das Fehlen von einem oder mehreren Fingern (Oligodaktylie)
  • überzählige Finger (Polydaktylie)
  • die fehlende Trennung zwischen den Fingern (Syndaktylie)
  • verlängerte, verkürzte oder verstümmelte Finger

Mögliche Erkrankungen

Es gibt auch Erkrankungen, von denen die Finger betroffen sein können. Dies gilt zum Beispiel für Morbus Dupuytren. Dabei handelt es sich um eine gutartige Bindegewebserkrankung, die dazu führt, dass sich die Finger verkrümmen und man sie nicht mehr strecken kann.

Aufgrund von Bindegewebswucherungen werden die Sehnen blockiert, was zudem zu einer Beugung der Finger führt. In den meisten Fällen sind der Ringfinger sowie der kleine Finger betroffen; zu Schmerzen kommt es meist nicht.

Unter Trommelschlägelfingern oder auch Kolbenfingern versteht man ein Symptom unterschiedlicher Erkrankungen, die vorwiegend das Herz oder die Lunge betreffen. Es kommt zu verdickten Fingerendgliedern, bei denen zusätzlich oft Uhrglasnägel, also Nägel, die kolbenförmig ausgetrieben sind, auftreten. Als Auslöser gilt ein Sauerstoffmangel in dem betroffenden Bereich mit daraus resultierender Kapillaren-Neubildung.

Knackende Finger erforscht: Woher kommt das unangenehme Geräusch?

Anhand eines Kollegen haben Forscher den Grund für das Fingerknacken näher untersucht

Patient wird von Arzt in Kernspin-Tomografen geschoben
Patient and doctor ready to do CAT scan with CT scanner. © Konstantin Sutyagin - www.fotolia.de

Manche Menschen knacken freiwillig und gerne mit ihren Fingern, während das dabei entstehende Geräusch anderen eine Gänsehaut einjagt. Forscher der University of Alberta in Edmonton haben sich nun genauer mit dem seltsamen knackenden Geräusch beschäftigt, das beim Ziehen an einem Finger entsteht.

Fingerknacken im Kernspintomographen näher betrachtet

Bislang existierten nur Theorien darüber, dass das Knacken entsteht, wenn die lang gezogenen Bänder im Finger zurückschnellen, oder weil im Gelenkspalt eine Blase zerplatzt. Da einer der Forscher zu den Menschen gehört, die auf Wunsch ihre Fingergelenke knacken lassen können, wurde er auserwählt, seine Hände mit einem Kernspintomographen untersuchen zu lassen.

Ein Finger wurde dazu in einer Röhre befestigt, deren Ende an einem Kabel hing. An dem Kabel wurde dann so lange gezogen, bis das typische Knacken im Gelenk auftrat.

Kurz vor dem Knacken bildet sich ein Vakuum

Die anderen Forscher konnten derweil auf den Bildern des Kernspintomographen beobachten, dass sich im Finger kurz vor dem Knacken ein Hohlraum bildete. Dieses plötzliche Vakuum, das nicht durch Gelenkflüssigkeit gefüllt wird, erzeugt dann das entsprechende Geräusch. In der Fachsprache ist von Tribunucleation die Rede.

Allerdings räumten die Forscher ein, dass sich von einer einzigen Testperson nicht unbedingt auf die Allgemeinheit schließen lasse.

Fingerknacken muss der Gesundheit nicht schaden

Bisher konnte die Wissenschaft nicht nachweisen, dass Fingerknacken schädlich für die Gelenke ist

Arthritische Hände auf weißem Hintergrund
arthritic hands © Laurin Rinder - www.fotolia.de

Manche Menschen machen es täglich, andere finden es einfach nur furchtbar: mit den Fingern knacken. Die Geräusche lassen darauf schließen, dass es die Gelenke belastet und abnutzt und später sogar Arthrose oder Rheuma zur Folge haben kann.

Kein Zusammenhang zwischen Fingerknacken und Arthritis

Doch Beweise für die Gesundheitsschädlichkeit gibt es bislang nicht. Eine umfassende Studie mit Arthrose-Patienten lieferte keine Unterschiede zwischen Fingerknackern und denen, die dies nie getan haben.

Arthritis etwa zählt zu den entzündlichen Gelenkerkrankungen. Ursachen können hier

sein, aber nicht das Fingerknacken.

Möglicherweise lässt die Griffkraft beim regelmäßigen Knacken mit den Fingern nach. Doch auch dies ist nicht bewiesen.

Warum die Finger knacken

Dem Geräusch, das beim Ziehen an den Fingern entsteht, liegt wohl das Vakuum-Phänomen zugrunde. In der Gelenkschmiere befindet sich Kohlenstoffdioxid (CO2) in gelöster Form. Zieht der Knacker seine Gelenke lang, geht das CO2 in die Gasform über, dabei bilden sich Bläschen. Zerplatzen die Blasen, ploppt es.

Das Knacken ist demnach eher ungefährlich. Die einzige Gefahr, die es birgt, ist die, dass man anderen Menschen damit auf den Geist geht.

Für gefühllose Finger ist ein Gendefekt verantwortlich

Hand mit French Manicure, die Finger auf den Handballen geklappt
french manicure © Miranda Salia - www.fotolia.de

Nervenzellen, die in ihrer Funktion gestört werden, reagieren äußerst empfindlich, was folglich zu Erkrankungen ebenso führen kann als auch zu einer eingeschränkten Funktionstätigkeit. Eine derartige Störung findet sich auch bei Menschen, die verstümmelte Zehen oder Finger aufweisen und gleichzeitig unter einer Gefühllosigkeit in den Gliedmaßen leiden.

Einem internationalen Forscherteam ist es nun gelungen, die Ursache dieser Gefühllosigkeit zu entschlüsseln. So handelt es sich um eine Mutation des Chromosoms 5, das sowohl väterlicherseits als auch mütterlicherseits weitervererbt wird und zu einem Gendefekt mit den oben genannten Folgen führt.

Bei diesem defekten Gen kommt zu einer Produktion eines bestimmten Proteins, das im Golgi-Apparat wichtige Funktionen in einer Zelle übernimmt. Aufgrund der Genmutation wird dieses Protein jedoch bei den betroffenen Menschen nicht mehr produziert und infolgedessen zu einem Absterben der Nervenfasern führt.

Bleckberry-Daumen: Wenn das Smartphone für Schmerzen sorgt

Junge Frau mit langen braunen Haaren nutzt lachend ihr schwarzes Smartphone
Woman browsing media in a mobile phone © Antonioguillem - www.fotolia.de

Neue Technologien im Mobilfunkbereich sorgen nicht nur für verstärkte Handynutzung immer und überall, sondern dadurch auch für neue Krankheitsbilder. In den letzten Monaten und Jahren hat sich ein komplett neues Zivilisationsleiden entwickelt: der "Blackberry-Daumen".

Gerade wer sein Smartphone beruflich nutzt, darauf viele E-Mails und SMS tippt und im Internet surft, ist gefährdet. Es handelt sich um eine Form des RSI-Syndroms (Repetitive Strain Injury), also eine Verletzung durch wiederkehrende Belastung, die starke Schmerzen in den Händen und Daumen mit sich bringt.

Der Blackberry-Daumen als Krankheitsbild ist inzwischen so verbreitet, dass erste Experten aus dem Rechtsbereich eine ganze Flut von Klagen gegen Smartphone-Hersteller erwarten.

An den Fingern das Risiko für Krankheiten erkennen

3 Finger in French Nail Maniküre auf beigem Hintergrund
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Britische Forscher haben einen Zusammenhang zwischen der Fingerlänge und dem Risiko für bestimmte Erkrankungen festgestellt.

So besteht für eine Arthrose im Knie ein doppelt so hohes Risiko, wenn der Ringfinger länger als der Zeigefinger ist, wobei die Länge immer vom Ansatz bis zur Fingerspitze gemessen wird. Für die unterschiedliche Länge der Finger sind verschiedene Hormonlagen im Körper verantwortlich, wie die Forscher erklären. Weiterhin sind die Menschen, bei denen der Ringfinger länger als der Zeigefinger ist, anfälliger für Windpocken, Röteln oder auch normale Erkältungen.

Wie die Forscher weiter berichten, ist für das Wachstum des Ringfingers das Hormon "Testosteron" und für den Zeigefinger das Hormon "Östrogen" zuständig, so dass man aufgrund der Fingerlänge erkennen kann, welches Hormon mehr im Körper vorhanden ist, was sich dann später auf das Risiko für verschiedene Erkrankungen auswirkt.

Knackende Gelenke - meist sind die Geräusche harmlos

Nahaufnahme Frau streckt Faust in Kamera, auf jedem Finger mehrere Ringe, Diamantenarmband
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Ob beim Treppensteigen oder einfachen Strecken - in vielen Situationen und bei unterschiedlichen Bewegungen erzeugen unsere Gelenke bestimmte Geräusche. Über das Knacken oder Knirschen machen sich die wenigsten Menschen Gedanken, doch wodurch werden diese Geräusche eigentlich verursacht?

Erzeugt wird das Knacken durch Gasbläschen, welche sich in der Gelenkschmiere befinden und sich dort lösen. Die Dehnbarkeit der Gelenke spielt dabei keine Rolle - bei jedem Menschen kann das Knacken gleich häufig auftreten. Die Angewohnheit, mit den Fingern zu knacken, hat laut Experten übrigens keinen Sinn, es ist reine Kopfsache und rein körperlich überhaupt nicht nötig.

Wer damit allerdings übertreibt, kann seinen Gelenken schaden. Kommt es zu unabsichtliche Geräuschen dieser Art, sind diese in den meisten Fällen als harmlos zu bewerten, es handelt sich lediglich um einen natürlichen Verschleiß.

Wenn es sich jedoch um ein schmerzvolles Knacken handelt, sollte auf jeden Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden, besonders dann, wenn es als Folge eines Unfalls oder einer Verletzung auftritt.

Grundinformationen zu Fingern

  • Die Finger - Zum Greifen, Halten, Stützen sowie für die Kommunikation und Identifikation

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