19. April 2010
Als Blutgefäße bezeichnet man röhrenförmige Strukturen, durch die das Blut transportiert wird. Man unterscheidet dabei zwischen Arterien, Venen und Kapillaren.
Unter Blutgefäßen versteht man Hohlkörper, die die Form einer Röhre haben und für den Transport des Bluts verantwortlich sind. Auf diese Weise wird die Blutzirkulation des Organismus aufrechterhalten und reguliert. Zusammen mit dem Herz wird von den Blutgefäßen der Blutkreislauf gebildet.
Bei den Blutgefäßen unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten. Dazu gehören Arterien und Arteriolen, die das Blut vom Herzen weg transportieren, Venen und Venolen, die das Blut zum Herzen hinführen sowie die Kapillaren, die den Übergang zwischen Arterien und Venen herstellen.
Der Aufbau von Venen und Arterien ist im Prinzip ähnlich. Allerdings gibt es im Detail einige Unterschiede. Die Wände der größeren Blutgefäße bestehen zumeist aus drei Schichten: der Tunica (Tunica intima), der Media (Tunica media) und der Adventia (Tunica externa). Die Aufgabe der Tunica, die die innere Schicht der Blutgefäße bildet, liegt darin, für den optimalen Gas- und Stoffaustausch zwischen der Gefäßwand und dem Blut zu sorgen. Zusammengesetzt wird die Tunica aus flachen Zellen, die als Endothelschicht bezeichnet werden sowie Bindegewebe aus elastischen Netzen und Kollagenfasern. Die Media, die die mittlere Schicht bildet, sorgt für die Regulierung der Weite des Blutgefäßes mithilfe von gezielten Muskelkontraktionen. Zu den Bestandteilen der Media gehören glatte Muskelzellen sowie ringförmig angeordnete elastische Fasern und Kollagenfasern. Die Media nimmt die Spannung, die durch Blutdruck und Pulsschlag entsteht, auf und passt sie durch Muskelbewegungen entsprechend an. Die Adventia oder Tunica externa stellt den Abschluss des Blutgefäßes nach außen dar, wobei sie ein Geflecht aus Kollagenfasern bildet, die ihrerseits elastische Netze bilden. Die Struktur der Adventia sorgt für die Verankerung der Blutgefäße in der Umgebung.
Aufgabe der Arterien und Arteriolen ist es, das Blut vom Herzen des Menschen wegzubefördern. Danach fließt das Blut weiter in die Arteriolen, besonders kleine Arterien. Die Arteriolen wiederum stellen die Verbindung zu den Kapillaren (Haargefäßen) dar. Bei den Arterien unterscheidet man zwischen zwei Formen. So bezeichnet man herznahe Gefäße wie die Aorta (Hauptschlagader) als Arterien elastischen Typs. Kleine und mittlere Arterien werden hingegen muskuläre Arterien genannt. Damit die herznahen Arterien dem Druck, der durch die Pumpleistung des Herzens entsteht, standhalten können, sind sie in der Lage sich elastisch zu erweitern. Fällt der Druck dagegen ab, können sie den entstehenden Unterschied durch Kontraktionen ausgleichen.
Bindeglieder zwischen Arterien und Venen sind die Haargefäße, die auch als Kapillaren bezeichnet werden. Diese sind röhrenförmig und erreichen eine Länge von 0,5 bis 1 Millimeter. Zusammengesetzt werden sie aus dem Endothel, einer dünnen Zellschicht, die für die Trennung von Blut und Gewebe sorgt. Weitere Aufgaben des Endothels sind der Austausch von Stoffwechselendprodukten, Sauerstoff und Nährstoffen zwischen Gewebe und Blut. Zusätzlich verstärkt werden die Wände der Kapillaren durch stützende Zellen (Perizyten) sowie eine Basalmembran.
Aufgabe der Venen ist der Transport des Bluts zum Herzen hin. Dabei verhindern die Venenklappen, dass es zu einem Zurückfließen des Bluts kommt. Als Venolen bezeichnet man sehr kleine und dünne Venen, die den Übergang zwischen den größeren Venen und den Kapillaren bilden.
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