9. Oktober 2008
Von Tanja Tasci
Die Zeiten der Kinderaufbewahrungsanstallten sind zum Glück schon lange vorbei. Bereits in den 70er Jahren fingen die Kindergärten an sich auf den Weg zu machen und sich immer mehr in Richtung Förderung zu orientieren. Kindergärten heute zeigen sich als wichtiger Bestandteil für das neue Lernsystem, welches schon im Kindergartenalter anfängt Früchte zu tragen.

Eine gute Betreuung im Kindergarten ist für die Entwicklung sehr wichtig
Eltern wollen für ihre Kinder immer nur das Beste, doch nicht immer ist es so einfach den idealen Kindergarten auszuwählen. Gerade weil der Kindergarten häufig der erste Schritt ist, in dem Kinder nicht zuhause betreut werden, sind Eltern oft sehr kritisch und treffen die Wahl für den Kindergarten sehr bewusst. Fast alle Kindergärten arbeiten im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung schon daran, den Kindern Buchstaben und Zahlen näher zu bringen. Gerade das von der Würzburger Universität entwickelte Würzburger Modell zeigt sich hier als sehr erfolgreich.
In anderen Ländern gibt es den Kindergarten in dem Sinn gar nicht, sondern es wird direkt eine Vorschule angeboten die auch verpflichtend ist, so werden alle Kinder gleich gut auf die Schule vorbereitet und eventuelle Schwächen können so rechtzeitig erkannt und aufgearbeitet werden. Während immer noch viele Kindergärten zwar versuchen die Kinder zu fördern, sich aber nicht als Vorstufe zur Schule sehen, gibt es Einrichtungen, die direkt mit den Schulen zusammenarbeiten und zumindest das letzte Kindergartenjahr dafür nutzen, die Kinder gezielt an die Schule heranzuführen. Für einen gelungenen Start in das Schulleben ist es wichtig, dass zumindest im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung der Augenmerk auf Schreibübungen gelegt wird. Einige Kindergärten geben den Kindern die kurz vor der Einschulung stehen sogar kleine Hausaufgaben auf und teilen den Kindern immer wieder Verantwortungsbereiche zu, bei denen es darum geht die kleineren Kinder in der Gruppe zu unterstützen und zu lernen Verantwortung wahr zu nehmen.
Auch wenn Schulen immer wieder darauf hinweisen, dass Kinder noch nicht schreiben können müssen und auch die Buchstaben und Zahlen noch nicht kennen müssen, so zeigt sich doch, dass Kinder die bereits im Kindergarten an die schulischen Aufgaben herangeführt wurden, einen wesentlich besseren Schulstart haben. Gerade der Einstieg ins Schulleben ist prägend und wenn dieser misslingt verlieren Kinder oft langfristig die Lust am Lernen und auch das nötige Selbstbewusstsein.
Ein guter Kindergarten zeigt sich heute nicht nur als Betreuungseinrichtung, sondern übernimmt eben die Aufgabe einer Vorschule. Kleine Gruppen mit 15 bis 17 Kindern und drei Erzieherinnen sind der ideale Zustand um mit Kindern auch einzeln arbeiten zu können. Meist bieten nur integrative Kindergärten oder private Kindergärten diese kleinen Gruppen an, doch wie sich zeigt tut den Kindern diese individuelle Betreuung sehr gut und sie gehen gut vorbereitet an den ersten Schultag heran und zeigen sich als sehr aufgeschlossen und wissbegierig.
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