26. Juli 2010
Von Andreas Hadel
Im Laufe der letzten 50 Jahre haben wir uns auf Grund vorschnell gemachter Rückschlüsse zu richtigen Fett-Angsthasen entwickelt. Das hat zu jener Fett-Phobie geführt, die sich heute trotz neuer Erkenntnisse noch immer in den Empfehlungen und Ratschlägen vieler Ärzte und Ernährungsexperten widerspiegelt. Das Problem ist jedoch, dass eine Ernährung, die fettarm aber stark kohlenhydratlastig sind, zu Herzproblemen, Diabetes und Adipositas führen können.
Über Jahrzehnte hinweg wurde Fett zum Bösewicht in der Welt von Fitness und Gesundheit stilisiert, weil es angeblich unsere Arterien verstopfe und uns in die ewige Übergewichtshölle verdamme. Dabei ist dieser Standpunkt jedoch fern der Wahrheit. Denn wie das "American Journal of Clinical Nutrition" in einen seiner letzten Ausgaben feststellte, sind gesättigte Fette nicht unmittelbar für Herz- und Gefäßerkrankungen verantwortlich zu machen.
Trotz der Pionier-Arbeit von Dr. Atkins und des damit losgetretenen Trends von Low-Carb-Diäten (kohlenhydratarme Diäten) wird Fett noch immer von vielen als der Gesundheitsfeind Nummer 1 betrachtet. Tatsächlich sind Fettsäuren jedoch von elementarer Bedeutung für unsere Gesundheit und eine überdurchschnittliche Fitness. Natürlich darf man nie außer Acht lassen, dass fettreiche Speisen sehr viele Kalorien beinhalten und deshalb nur in angemessenen Mengen zugeführt werden dürfen, wenn man eine Zunahme an Körperfett vermeiden möchte. Dies gilt jedoch für alle drei Makronährstoffe (Proteine, Kohlenhydrate, Fette) und nicht nur für das Fett. Jede Kalorie zuviel landet in unseren körpereigenen Fettspeichern. Und dabei ist es vollkommen egal, woher die Kalorie stammt.
Nüsse wie Mandeln, Walnüsse und Pecan-Nüsse sowie Samen von Leinen, Kürbissen und Sonnenblumen haben auf Grund ihres hohen Fettgehaltes eine stark appetithemmende Wirkung. Wissenschaftliche Studien belegen diese Aussage. Da diese Nüsse und Samen einen niedrigen glykämischen Index haben, werden deren Fettsäuren auch nur mit einer geringen Wahrscheinlichkeit als Körperfett eingelagert. Das gilt jedoch nur, wenn man nicht gleichzeitig Kohlenhydrate isst. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass eine Handvoll Nüsse pro Tag, das Risiko an Diabetes zu erkranken, um bis zu 27% senken kann.
Im Zuge der Fett-Phobie gelangte auch Fleisch auf die Liste verabscheuungswürdiger Nahrungsmittel. Tatsächlich gibt es jedoch keine bessere und reichhaltigere Proteinquelle sowie zuverlässigeren Lieferanten von Vitamin B12 und Phosphorsäure. Mageres Fleisch gehört deshalb auf den Teller jedes ernsthaft trainierenden Fitness-Enthusiasten. Das Problem von Fleisch liegt nicht in seinem Fettgehalt, sondern vielmehr in der Art, in der es produziert wird. Versuchen Sie möglichst Bio-Fleisch einzukaufen, um das Risiko ungewollt Reste von Arzneimitteln zu sich zu führen zu reduzieren.
Ähnliches gilt für fettreiche Fisch-Sorten. Das Fett von Fischen gehört zu den gesundesten Nährstoffen, die uns Mutter Natur zur Verfügung stellen kann. Die darin vorkommenden Omega-3-Fettsäuren halten nicht nur unser Immunsystem in Schwung und stärken unseren Herz- und Gefäßapparat, sondern scheinen auch einen wichtigen Beitrag zur Krebsprävention zu leisten. Zudem kurbeln Omega-3-Fettsäuren die Fettverbrennung an.
Wenn Sie zukünftig an eine ausgewogene Diät denken, wissen Sie, dass auch Fette dazugehören und Kohlenhydrate nicht den Großteil der Ernährung ausmachen sollten.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
11.06.11 | |
![]() | FETTSäUREN |
08.02.11 | |
![]() | FETTSäUREN |
23.11.10 | |
![]() | FETTSäUREN |
17.07.10 | |
![]() | FETTSäUREN |
![]() | FETTSäUREN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Fettsäuren Forum

