20. Juli 2007
Es ist, als würden tausend Nadeln in die Schläfen stechen. Der Schmerz scheint unerträglich und kann mehrmals täglich auftreten.

Der Cluster-Kopfschmerz ist eine besonders qualvolle Form der Kopfschmerzen, der häufig hinter einem der Augen lokalisiert ist. In den meisten Fällen ist er auf eine Kopfseite beschränkt und strahlt von der Augenhöhle zur Stirn aus. Für die Betroffenen fühlt es sich so an, als würde das Auge herausgedrückt werden - stark ist der Druck auf die Augenhöhle.
Ein Prozent der Bevölkerung plagt sich mit dem Schmerz herum, der in Perioden von 8-12 Wochen mehrmals täglich auftreten kann. Diese nervenaufreibenden Phasen werden von symptomfreien Zeitspannen abgelöst. Bei zehn Prozent der Betroffenen kann der Cluster-Kopfschmerz jedoch chronisch werden und über Jahre hinweg täglich die Nerven strapazieren.
Der Cluster-Kopfschmerz gehört zur Gruppe der Trigemino-autonomen Kopfschmerzen (TAK). Typisch für diese Kopfschmerzen sind besonders des nachts auftretende Schmerzattacken (Cluster) von kurzer Dauer, die mit unterschiedlichen Begleiterscheinungen einhergehen können. Dazu zählen tränende oder gerötete Augen, eine laufende Nase und verstärktes Schwitzen im Bereich der Stirn oder Nase. Im Gegensatz zu Patienten mit Migräne, hilft es, sich an frischer Luft zu bewegen und hinzusetzen, weshalb die Betroffenen während einer Schmerzattacke einen vermehrten Bewegungsdrang haben.
Die Ursachen des Cluster-Kopfschmerzes sind bisher wenig erforscht. Daher gibt es bislang keine Möglichkeit der Heilung. Häufig werden die Attacken von so genannten Triggerfaktoren ausgelöst. Dazu zählen Alkohol, Nikotin, helles Licht, Stress und bestimmte Nahrungsmittel.
Die Therapie konzentriert sich auf die Vorbeugung und Linderung der Schmerzattacken.
Zur Unterdrückung des Cluster-Kopfschmerzes kommt die Sauerstofftherapie zum Einsatz. Hierbei werden über eine Gesichtsmaske acht Liter 100%iger Sauerstoff inhaliert. Die Betroffenen können diese Therapie mit einem tragbaren Sauerstoffgerät auch in den eigenen vier Wänden durchführen.
Eine weitere Möglichkeit der Behandlung ist die Einnahme von so genannten Triptanen, wie zum Beispiel Sumatriptan. Diese hemmen die Ausschüttung des Neurotransmitters Serotonin.
Zur Vorbeugung der schmerzhaften Attacken eignen sich unterschiedliche Medikamente wie zum Beispiel Verapamil, Lithiumcarbonate oder Kortikosteroide.
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