Unterschiedliche Kopfschmerzarten und mögliche Auslöser

Ursachen und Linderungsmöglichkeiten von Spannungskopfschmerzen, Clusterkopfschmerzen, Sexualkopfschmerzen, depressionsbedingten Kopfschmerzen und Co

Kopfschmerzen sind weit verbreitet. In den meisten Fällen haben sie jedoch banale Ursachen.

Junge Frau stützt Kopf auf rechte Hand, Kopfschmerzen

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Die Ursachen von Kopfschmerzen sind sehr unterschiedlich. Manchmal lässt sich auch gar kein konkreter Grund für ihr Auftreten finden. Zunächst einmal gilt es, zwischen den verschiedenen Kopfschmerz-Formen zu unterscheiden. So gibt es mehr als 240 Arten von Kopfschmerzen.

Primäre und sekundäre Schmerzen

Zu den Haupttypen zählen primäre und sekundäre Kopfschmerzen.

Bei primären Kopfschmerzen handelt es sich um

  • Spannungskopfschmerzen
  • vaskuläre Kopfschmerzen wie Migräne, Hirnnervenneuralgie sowie
  • Konvulsionskopfschmerzen,

die durch psychische Konfliktsituationen entstehen.

Sekundäre oder symptomatische Kopfschmerzen werden dagegen durch eine bestimmte Erkrankung ausgelöst. Dazu zählen

  • Erkrankungen der Halswirbelsäule
  • entzündliche Gehirnerkrankungen
  • Missbildungen der Hirngefäße
  • Erkrankungen des knöchernen Schädels
  • Hirnverletzungen
  • Epilepsie
  • psychiatrische Störungen
  • Gefäßkrankheiten
  • Stoffwechselerkrankungen oder
  • Hirntumore.

Außerdem können Kopfschmerzen bei Allgemeinerkrankungen wie

auftreten.

Im Folgenden gehen wir etwas näher auf mögliche Auslöser und verschiedene Arten von Kopfschmerzen ein.

Spannungskopfschmerzen (Stresskopfschmerzen)

Zu den am häufigsten vorkommenden Kopfschmerzen gehören Spannungskopfschmerzen. So leiden rund 90 Prozent aller Bundesbürger von Zeit zu Zeit unter Kopfschmerzen vom Spannungstyp.

Merkmale

Typisch für Spannungskopfschmerzen ist, dass sie häufig am Nacken einsetzen und sich dann über weitere Kopfbereiche ausbreiten. Mitunter können sie auch den ganzen Kopf betreffen. In den meisten Fällen lassen sich Spannungskopfschmerzen jedoch nicht genau eingrenzen.

Die Dauer des Schmerzes ist sehr unterschiedlich. So kann er 30 Minuten, aber auch bis zu sieben Tage andauern.

Episodischer und chronischer Kopfschmerz

Menschen, die unter Spannungskopfschmerzen leiden, haben oft das Gefühl, als würde sich ein Ring um den Kopf legen. Der Schmerz beginnt häufig im Bereich von Stirn oder Nacken und zieht dann über beide Kopfseiten. In der Regel tritt Spannungskopfschmerz nicht einseitig auf. Im Gegensatz zur Migräne sind die Schmerzen schwächer und Betroffene können ihren Alltag in der Regel weiter bewältigen. So werden sie eher als lästige Störung im Hintergrund empfunden.

  • Von episodischen Spannungskopfschmerzen sprechen Mediziner, wenn der Schmerz seltener als an fünfzehn Tagen pro Monat auftritt.
  • Kommt es öfter zu Schmerzattacken, werden Spannungskopfschmerzen als chronisch bezeichnet.

Genau wie Cluster-Kopfschmerzen und Migräne zählt man Spannungskopfschmerzen zu den primären Kopfschmerzen. Das bedeutet, dass sie nicht infolge einer Stoffwechselstörung, Gehirnkrankheit, Vergiftung oder übermäßiger Medikamenteneinnahme entstehen.

Symptome

Die Schmerzen werden als drückend und dumpf beschrieben. Spannungskopfschmerzen äußern sich durch klassische Symptome. Meistens treten die dumpfen oder ziehenden Schmerzen am Tag im Stirnbereich und an den Schläfen auf, die sich sehr häufig über beide Kopfseiten ausbreiten.

Oft entsteht der Schmerz in den Vormittagsstunden und nimmt im Laufe des Tages zu. Zu Spannungskopfschmerzen kann es aber auch zu jeder anderen Tageszeit kommen.

Manchmal sind Spannungskopfscherzen von weiteren Symptomen begleitet, die normalerweise bei Migräneattacken auftreten:

Sind diese Symptome besonders stark ausgeprägt und die Kopfschmerzen eher pulsierend als ziehend, kann eine echte Migräne dahinterstecken.

Ursachen

Die genauen Ursachen von Spannungskopfschmerzen sind bislang nicht bekannt. Es gibt jedoch bestimmte Faktoren, die an ihrer Entstehung beteiligt sind. Dazu gehören vor allem

  • Erschöpfung
  • Überarbeitung
  • Gereiztheit
  • Nervosität und
  • Nackenverspannungen.

Bei Kindern kann auch Stress in der Schule Spannungskopfschmerzen auslösen.

In nahezu allen Fällen entsteht Spannungskopfschmerz durch Muskelverspannungen. Permanenter Stress oder eine statische Haltung lösen Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, aber auch an der Gesichts- und Augenpartie aus. Ursache ist insbesondere eine monotone Körperhaltung wie bei stundenlangem Arbeiten am Bildschirm oder bei längeren Fahrten mit dem Auto. Oft haben Schreibtische oder Bürostühle die falsche Arbeitshöhe, was zu Fehlhaltungen führt und Muskelverspannungen begünstigt, die wiederum Kopfschmerzen auslösen.

Diese Verspannungen haben eine zentrale Sensibilisierung der Schmerzreize zur Folge, was wiederum zum Absinken der Schmerzschwelle führt. Die Gründe für die muskulären Verspannungen sind vielfältig. So können sie durch

verursacht werden. Auch psychische Faktoren spielen oft eine Rolle.

Diagnose

Um Spannungskopfschmerzen festzustellen, werden unter anderem gründliche neurologische Untersuchungen durchgeführt. Ebenso kann eine manuelle Untersuchung der Schädelmuskeln Hinweise auf Spannungskopfschmerzen liefern.

Darüber hinaus stellt der Arzt fest, ob der Patient bestimmte Medikamente einnimmt oder unter weiteren Beschwerden leidet. Wichtig ist, die Spannungskopfschmerzen von anderen Schmerzformen wie medikamenteninduzierten Kopfschmerzen, Cluster-Kopfschmerzen oder Migräne abzugrenzen. Ist der Patient - abgesehen von den Kopfschmerzen - gesund, sind weitergehende Untersuchungen meist nicht erforderlich.

Linderungsmöglichkeiten

In erster Linie kommt es darauf an, die auslösenden Faktoren zu erkennen und auszuschalten.

wirken Stress und Muskelverspannungen entgegen. Akuter Spannungskopfschmerz kann mit

  • kalten Kompressen,
  • Einreiben der Schläfen mit Pfefferminzöl oder
  • Wechsel-Fußbädern

gut behandelt werden. Bahnt sich der Schmerz während der Arbeitszeit an, helfen oft Dehnübungen oder einige Minuten Durchatmen am geöffneten Fenster. In der Mittagspause ist ein Spaziergang an der frischen Luft sinnvoll statt in einer stickigen Kantine zu hocken.

Treten Spannungskopfschmerzen nur hin und wieder auf, eignen sich Schmerzmittel wie Iboprofen, Dolormin oder Paracetamol. Wichtig ist, dass Analgetika nur kontrolliert eingenommen werden und nicht öfter als an zehn Tagen im Monat, da sonst die Gefahr besteht, dass die Schmerzmittel ihrerseits Kopfschmerzen verursachen. Bei häufigen Spannungskopfschmerzen sollten Betroffene zum Arzt gehen. Der Mediziner entscheidet über Art und Dosierung der Medikamente.

Viel trinken

Alternativ gibt es jedoch die Möglichkeit bewährte Hausmittel einzusetzen. Dazu gehört zum Beispiel eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Gerade in Stresssituationen wird häufig vergessen genügend zu trinken, wodurch es zu einer leichten Dehydrierung kommt, die wiederum Kopfschmerzen verursacht.

Um dem entgegenzuwirken, wird empfohlen, kohlensäurehaltiges Mineralwasser zu trinken. Durch die Salze, die in dem Mineralwasser enthalten sind, lassen sich leere Vorratsspeicher wieder auffüllen. Zudem verfügt die Kohlensäure über die Eigenschaft, die Blutgefäße auf sanfte Art zu erweitern.

Ebenfalls gut geeignet ist Orangensaft. Durch dessen Traubenzucker lassen sich müde Lebensgeister wieder aufwecken.

Ruhe oder Bewegung

Wer kann, sollte sich bei stressbedingten Kopfschmerzen in einem abgedunkelten Raum etwas hinlegen. Auf diese Weise erhalten die beanspruchten Sinnesorgane eine wertvolle Pause zum Regenerieren, damit der Körper wieder Energie tanken kann.

Aber auch Bewegung an der frischen Luft ist bei Stress-Kopfschmerzen oft hilfreich. So bringt kühle Luft den Kreislauf wieder in Schwung. Wichtig ist, dabei tief ein- und auszuatmen, um der Lunge reichlich Sauerstoff zuzuführen. Im Winter sollte man bei starker Kälte allerdings lieber auf einen Spaziergang verzichten, da Kaltluft die Gefäße verengt und die Kopfschmerzen verschlimmern kann.

Minzöl und Musik

Ein weiteres natürliches Mittel zur Linderung von stressbedingten Kopfschmerzen ist reines Minzöl, das man in der Apotheke erhält. Zur Behandlung der Beschwerden wird je ein Tropfen auf beide Fingerspitzen gegeben. Anschließend massiert man das Öl in beide Schläfen ein. Die angenehme Kühle des Minzöls hat einen lindernden Effekt auf die Kopfschmerzen.

Bei manchen Menschen hilft auch Musik gegen Spannungskopfschmerzen. So trägt die Musik dazu bei, Stress abzubauen, was sich wiederum positiv auf die Beschwerden auswirkt. Empfohlen werden klassische Musikstücke ohne Gesang.

Homöopathische Mittel

Eine weitere schonende Behandlungsmöglichkeit gegen Stresskopfschmerzen sind homöopathische Arzneimittel.

  • Bei klopfenden und drückenden Schmerzen aufgrund von Überarbeitung und Schlafmangel, ist die Einnahme von Coccolus (Kockelskörner) hilfreich.
  • Fühlt man sich zusätzlich niedergeschlagen und leidet unter Konzentrationsproblemen, eignet sich Phosphorsäure (Acidum phosphoricum) zur Linderung der Beschwerden.

Beide Mittel werden in der Potenz D12 verabreicht.

Normalerweise können Spannungskopfschmerzen gut behandelt werden, wenn die Auslöser rechtzeitig erkannt werden. Wer ein Kopfschmerztagebuch führt, findet schneller heraus, in welchen Situationen die Schmerzen auftreten, wie lange sie andauern und wann sie besonders intensiv sind. Vorbeugend wirken regelmäßige Bewegung oder krankengymnastische Übungen, um die Nacken-, Schulter- und Rückenmuskulatur zu lockern.

Cluster Kopfschmerzen

Der Cluster-Kopfschmerz ist eine besonders qualvolle Form der Kopfschmerzen, der häufig hinter einem der Augen lokalisiert ist. In den meisten Fällen ist er auf eine Kopfseite beschränkt und strahlt von der Augenhöhle zur Stirn aus. Für die Betroffenen fühlt es sich so an, als würde das Auge herausgedrückt werden - stark ist der Druck auf die Augenhöhle.

Begleiterscheinungen der seltenen Kopfschmerzvariante

Ein Prozent der Bevölkerung plagt sich mit dem Schmerz herum, der in Perioden von 8-12 Wochen mehrmals täglich auftreten kann. Diese nervenaufreibenden Phasen werden von symptomfreien Zeitspannen abgelöst. Bei zehn Prozent der Betroffenen kann der Cluster-Kopfschmerz jedoch chronisch werden und über Jahre hinweg täglich die Nerven strapazieren.

Der Cluster-Kopfschmerz gehört zur Gruppe der Trigemino-autonomen Kopfschmerzen (TAK). Typisch für diese Kopfschmerzen sind besonders des nachts auftretende Schmerzattacken (Cluster) von kurzer Dauer, die mit unterschiedlichen Begleiterscheinungen einhergehen können. Dazu zählen

Im Gegensatz zu Patienten mit Migräne, hilft es, sich an frischer Luft zu bewegen und hinzusetzen, weshalb die Betroffenen während einer Schmerzattacke einen vermehrten Bewegungsdrang haben.

Triggerfaktoren

Die Ursachen des Cluster-Kopfschmerzes sind bisher wenig erforscht. Daher gibt es bislang keine Möglichkeit der Heilung. Häufig werden die Attacken von so genannten Triggerfaktoren ausgelöst. Dazu zählen

Therapiemaßnahmen

Die Therapie konzentriert sich auf die Vorbeugung und Linderung der Schmerzattacken. Zur Unterdrückung des Cluster-Kopfschmerzes kommt die Sauerstofftherapie zum Einsatz. Hierbei werden über eine Gesichtsmaske acht Liter 100%iger Sauerstoff inhaliert. Die Betroffenen können diese Therapie mit einem tragbaren Sauerstoffgerät auch in den eigenen vier Wänden durchführen.

Eine weitere Möglichkeit der Behandlung ist die Einnahme von so genannten Triptanen, wie zum Beispiel Sumatriptan. Diese hemmen die Ausschüttung des Neurotransmitters Serotonin.

Zur Vorbeugung der schmerzhaften Attacken eignen sich unterschiedliche Medikamente wie zum Beispiel

  • Verapamil
  • Lithiumcarbonate oder
  • Kortikosteroide.

Medikamenteninduzierte Kopfschmerzen

Spricht man von medikamenteninduzierten Kopfschmerzen, sind damit Kopfschmerzen gemeint, die durch die ständige Einnahme von Medikamenten entstehen. Dabei handelt es sich meist um Analgetika (Schmerzmittel).

Eigentlich werden Schmerzmittel eingenommen, um Schmerzen zu bekämpfen. Im Falle von chronischen Kopfschmerzen besteht jedoch die Gefahr, dass es zu weiteren Beschwerden kommt, wenn man zu häufig zu Schmerztabletten greift.

Ein Problem ist, dass viele Menschen nicht sorgfältig genug im Umgang mit Schmerzmitteln sind. So verführen frei erhältliche Schmerzmittel, die man ohne Rezept in der Apotheke besorgen kann, häufig zu einer übertriebenen Selbstmedikation.

Ursachen

Grund für die medikamenteninduzierten Kopfschmerzen ist die ständige Einnahme der Schmerzmittel. Diese werden verabreicht, um chronische Spannungskopfschmerzen oder Migräneattacken zu bekämpfen. Allerdings dauert es meist einige Jahre, bis es durch die Medikamente zu Dauerkopfschmerzen kommt.

In den meisten Fällen werden die Mittel aus Angst vor erneuten Schmerzen regelmäßig eingenommen. Manche Menschen befürchten auch, dass sie ohne die Tabletten ihr Arbeitspensum nicht schaffen.

Je länger die Schmerzmittel jedoch eingenommen werden, desto mehr verändert sich im Laufe der Zeit die Schmerzschwelle. Schließlich empfinden die Patienten sogar schon Kleinigkeiten als schmerzhaft.

Besonders betroffen von medikamenteninduzierten Kopfschmerzen sind Menschen, die schon vorher unter Kopfschmerzerkrankungen wie zum Beispiel Migräne leiden. Dagegen treten sie bei Menschen, die beispielsweise an Rheuma erkrankt sind, und deswegen regelmäßig Schmerzmittel einnehmen müssen, kaum auf.

Symptome

Bemerkbar machen sich medikamenteninduzierte Kopfschmerzen durch einen drückenden und dumpfen Dauerkopfschmerz. In den meisten Fällen zeigen sich die Schmerzen bereits am Morgen und dauern den ganzen Tag über an. Übt der Patient körperliche Betätigungen aus, verstärkt dies die Kopfschmerzen oftmals noch.

Darüber hinaus kann es mitunter zu Begleiterscheinungen wie

kommen. Bei Patienten, die unter Migräne leiden, sind zusätzliche Migräne-Attacken möglich. Typisch für medikamenteninduzierte Kopfschmerzen ist, dass sie mindestens an fünfzehn Tagen im Monat vorkommen.

Diagnose und Behandlung

Um medikamenteninduzierte Kopfschmerzen diagnostizieren zu können, wird ein so genannter Kopfschmerzkalender erstellt. Darin trägt der Patient sämtliche Medikamente ein, die er zu sich nimmt. Manchmal ist es jedoch erst durch einen Medikamentenentzug möglich, zwischen medikamenteninduzierten Kopfschmerzen und chronischen Spannungskopfschmerzen zu unterscheiden.

Die einzige Möglichkeit, die ständigen Kopfschmerzen wieder loszuwerden, ist, die auslösenden Mittel nicht mehr einzunehmen. Eine seltenere Einnahme oder die Verringerung der Dosis führt dagegen nicht zum Erfolg.

Der Entzug von den Medikamenten kann sowohl ambulant als auch stationär erfolgen. Anschließend ist es wichtig, die primäre Kopfschmerzerkrankung professionell zu behandeln, damit es nicht zu einem Rückfall kommt.

Sexualkopfschmerzen

Zu Sexualkopfschmerzen kommt es entweder vor oder während eines Orgasmus. In den meisten Fällen treten die Schmerzen im Nacken auf und breiten sich dann bis zur Stirn aus, bevor sie allmählich wieder abklingen.

Unter Sexualkopfschmerzen leidet ca. ein Prozent der Bevölkerung. Bei Männern kommen die Beschwerden drei bis viermal so häufig vor wie bei Frauen. Besonders betroffen sind Menschen im Alter zwischen 25 und 50 Jahren.

Meist zeigen sich die Kopfschmerzen einige Monate lang. Anschließend verschwinden sie wieder. Es ist aber durchaus möglich, dass die Sexualkopfschmerzen nach einigen Jahren erneut auftreten.

Ursachen

Wovon Sexualkopfschmerzen verursacht werden, ließ sich bislang nicht klären. Mediziner sind der Ansicht, dass eine Beeinträchtigung der Reizverarbeitung im Gehirn für die Schmerzen verantwortlich ist. Außerdem ist die Regulation der Weite der Hirngefäße eingeschränkt.

Zwei Formen

Es wird unterschieden zwischen

  • dem Orgasmuskopfschmerz und
  • dem Präorgasmuskopfschmerz.

Beim Orgasmuskopfschmerz treten die Beschwerden während des sexuellen Höhepunkts auf, während sie beim Präorgasmuskopfschmerz bereits vorher einsetzen. Als Ursache für den Orgasmuskopfschmerz, der wesentlich häufiger als der Präorgasmuskopfschmerz vorkommt, vermutet man einen durch die sexuelle Erregung hervorgerufenen Blutdruckanstieg. Dabei können sich die Blutgefäße im Gehirn nicht genügend ausweiten.

Ein möglicher Grund für den Präorgasmuskopfschmerz könnte ein erhöhter Muskeltonus in der Nacken- und Kopfmuskulatur sein. Dabei besteht eine Ähnlichkeit mit Spannungskopfschmerzen.

Risikofaktoren

Als Risikofaktoren für Sexualkopfschmerzen gelten

  • häufiger Sex in einem kurzen Zeitraum
  • Stress
  • Müdigkeit und
  • Bluthochdruck.

Bei rund 50 Prozent aller Betroffenen liegt zudem Migräne vor.

Symptome

Sexualkopfschmerzen können bei jeglicher Art von sexueller Aktivität auftreten. Dazu gehören auch Selbstbefriedigung oder Oralverkehr.

Beim Orgasmuskopfschmerz

Beim Orgasmuskopfschmerz kommt es ganz plötzlich zu heftigen Kopfschmerzen, die zwischen einer Minute und mehreren Stunden anhalten. Im Anschluss daran leiden viele Betroffene noch eine Zeitlang unter leichten Nachschmerzen. Darüber hinaus sind Begleiterscheinungen wie

  • Lichtunverträglichkeit
  • Schwindelgefühle
  • Übelkeit und
  • Erbrechen

im Bereich des Möglichen.

Beim Präorgasmuskopfschmerz

Beim Präorgasmuskopfschmerz beginnt der Schmerz im Nacken und im Hinterkopf. Nimmt die sexuelle Erregung zu, verstärken sich auch die Schmerzen. Wird eine Schonhaltung im Liegen eingenommen, bessern sich die Schmerzen meist, während sie sich im Stehen oder Sitzen dagegen noch verschlimmern.

Behandlung und Vorbeugung

Bei den meisten Patienten verschwinden die Sexualkopfschmerzen nach einem gewissen Zeitraum von ganz alleine, sodass eine Therapie normalerweise nicht erforderlich ist. Um die Kopfschmerzen zu vermeiden, wird empfohlen, es beim Sex langsam angehen zu lassen und die Stellung mehrmals zu wechseln.

Auf diese Weise lässt sich ein allzu schneller Anstieg des Blutdrucks vermeiden. Halten die Schmerzen länger an, verabreicht der Arzt Medikamente wie Betablocker.

Psychogene Kopfschmerzen

Auch psychische Probleme wie Gereiztheit oder Nervosität können Kopfschmerzen hervorrufen. In diesem Fall spricht man von psychogenen Kopfschmerzen.

Symptome

Diese machen sich durch dumpfe drückende Schmerzen bemerkbar, die zwischen 30 Minuten und mehreren Tagen andauern können. Besonders betroffene Regionen des Kopfes sind die Stirn und der Hinterkopf.

Behandlung

Kopfschmerztagebuch

Treten die psychisch bedingten Kopfschmerzen nur von Zeit zu Zeit auf, können sie auch selbst behandelt werden. Als hilfreich gilt das Führen eines so genannten Kopfschmerztagebuches. Auf diese Weise lassen sich Zusammenhänge zwischen den Kopfschmerzen und psychischen Belastungen wie Gereiztheit oder Nervosität erkennen. Wichtig ist dann, die persönlichen Auslöser der psychischen Überlastung auszuschalten.

Entspannungsmaßnahmen

Als sinnvoll bei psychogenen Kopfschmerzen gilt auch die Anwendung von Entspannungstechniken. Dazu gehören vor allem

So tragen diese Methoden dazu bei, Selbstkontrolle zu erlangen und die Psyche zu stabilisieren.

Homöopathische Mittel

Weiterhin können auch homöopathische Mittel eingenommen werden. Bei großer Reizbarkeit und Kopfschmerzen, die kurz nach einem Streit auftreten, empfiehlt sich die Einnahme von

  • Byronia (Zaunrübe) oder
  • Cimicifuga (Traubensilberkerze).

Sowohl Byronia als auch Cimicifuga nimmt man in der Potenz D12 ein.

Analgetika und Psychotherapie

Helfen diese natürlichen Mittel nicht, können Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder Paracetamol Abhilfe schaffen. Diese Analgetika dürfen jedoch nicht länger als zehn Tage eingenommen werden.

Sind die psychogenen Kopfschmerzen chronisch, sollte man eine Psychotherapie in Betracht ziehen. So kann der Grund für die Kopfschmerzen in einem unbewältigten psychischen Konflikt liegen. Für den Erfolg der Therapie ist es jedoch wichtig, dass der Patient bereit ist, sich seinen Konflikten und Problemen zu stellen.

Kopfschmerzen durch Nackenverspannungen

In vielen Fällen werden Kopfschmerzen durch eine verspannte Nackenmuskulatur verursacht.

Ursachen

Zu dieser kommt es vor allem durch langes Sitzen am Schreibtisch oder vor dem Computer. Mitunter begünstigen Nackenverspannungen sogar einen Migräne-Anfall. Durch die Verspannung von Nacken und Schultern kommt es zu einer verringerten Zufuhr von Blut ins Gehirn, was schließlich Kopfschmerzen zur Folge hat.

Manchmal ist aber auch Kälte der Grund dafür, dass sich der Nacken zusammenzieht. Friert ein Mensch, führt er unwillkürlich seinen Kopf dichter an den Rumpf heran und hebt die Schultern hoch.

Dies zieht jedoch eine Verkrampfung der Nackenmuskeln nach sich, die über längere Zeit andauern kann, was wiederum eine Verhärtung der Muskeln und Kopfschmerzen zur Folge hat. In diesem Fall kann man leicht Abhilfe schaffen und den Nacken mit einem Schal vor Kälte schützen.

Behandlung

Lockerungsübung

Treten die Kopfschmerzen durch das Arbeiten am Schreibtisch auf, empfiehlt es sich, eine Lockerungsübung durchzuführen. Dazu streckt man den Nacken durch, sodass das Kinn zur Brust hin zeigt.

Danach werden die Muskeln, die sich rechts und links neben der Nackenwirbelsäule befinden, mit je vier Fingern beider Hände wie beim Klavierspielen gedrückt. Das heißt, dass man immer einen Finger nach dem anderen auf die Muskeln drückt.

Diese Übung kann man beliebig oft durchführen. Wichtig ist auch, bei der Bildschirmarbeit regelmäßig Pausen einzulegen und sich zu bewegen, um die verspannte Muskulatur zu entlasten. Manchmal hilft auch eine Massage.

Homöopathische Mittel

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit bei Kopfschmerzen durch Nackenverspannungen ist die Einnahme von homöopathischen Arzneien. Empfohlen bei Schmerzen und Verspannungen im Hinterkopf werden

  • Gelsemium (Falscher Jasmin)
  • Acidum picrinicum (Pikrinsäure) sowie
  • Cocculus (Kockelskörner).

Während man Gelsenium und Coccolus in der Potenz D6 einnimmt, wird Acidum picrinicum in der D12-Potenz verabreicht.

Schul-Kopfschmerzen

In den letzten Jahren hat die Anzahl der Kinder, die unter Kopfschmerzen leiden, deutlich zugenommen. Hervorgerufen werden die Beschwerden meist durch

Oft fühlt sich das betroffene Kind in der Schule überfordert, was sich neben den Spannungskopfschmerzen auch durch Müdigkeit und Konzentrationsschwäche bemerkbar macht. Nicht selten stecken auch Prüfungsängste hinter den Beschwerden.

Behandlung

Homöopathische Mittel

Ebenso wie bei anderen Kopfschmerzen, haben sich bei Schul-Kopfschmerzen homöopathische Mittel als hilfreich erwiesen.

  • Macht das Kind einen unglücklichen Eindruck und fühlt sich morgens schwach, wird die Gabe von Acidum phosphoricum (Phosphorsäure) empfohlen.
  • Zeigen sich beim Kind neben den Kopfschmerzen auch Ruhelosigkeit und Unlust am Lernen, hat sich die Einnahme von Calcium phosphoricum (Calciumphosphat) bewährt.

Die Dosierung der beiden Arzneien erfolgt in der Potenz D12.

Kopfschmerzen durch Hitze

Während sich manche Menschen über die Hitze des Sommers freuen, stellt sie für andere dagegen ein gesundheitliches Problem dar. So leidet etwa ein Drittel aller Bundesbürger unter Kopfschmerzen oder Migräne, wenn heiße Temperaturen von über 30 Grad Celsius erreicht werden.

Grund dafür ist die Erweiterung der Blutgefäße in der Haut. Außerdem wird vom Körper mehr Schweiß zur Abkühlung hergestellt.

Infolgedessen kommt es jedoch zu Wasserverlust, wodurch das Blut zähflüssiger wird und sich die Fließgeschwindigkeit verringert. Dies führt wiederum dazu, dass das Gehirn nicht mehr genügend Sauerstoff und Glukose erhält.

Des Weiteren leiden bei starker Hitze Botenstoffe wie Serotonin und Endorphine, die wichtig für die selbstständige Schmerzregulierung sind, oft unter zeitweiliger Erschöpfung, wodurch die Schmerzfilter im Gehirn geöffnet werden. Dies führt dazu, dass die Schmerzinformationen zum Gehirn vordringen, was sich beim Betroffenen durch Kopfschmerzen bemerkbar macht.

Sonnenstich und Hitzschlag

In den meisten Fällen sind Kopfschmerzen bei Hitze harmlos und lassen sich mit einem Schmerzmittel wie Aspirin behandeln. Manchmal können sie jedoch auch das Anzeichen von ernstzunehmenden Erkrankungen wie einen Sonnenstich oder einen Hitzschlag sein, die unbedingt ärztlich behandelt werden müssen.

Ein Sonnenstich entsteht durch unmittelbare und länger anhaltende Einstrahlung der Sonne auf den Kopf.

Begleitsymptome beim Sonnenstich

So bewirkt die Hitze eine Reizung der Hirnhäute, was nicht nur zu Kopfschmerzen, sondern auch zu weiteren Symptomen wie

  • Schwindelgefühlen
  • Übelkeit und
  • Erbrechen

führt. Typisch für einen Sonnenstich ist, dass der Kopf rot wird und sich heiß anfühlt. Auch Nackensteife oder Nackenschmerzen sind möglich. Mitunter kommt es sogar zu Krämpfen und Bewusstlosigkeit.

Behandlung eines Sonnenstichs

In diesem Fall muss umgehend der Rettungsdienst alarmiert werden. Sind die Beschwerden weniger ausgeprägt, bringt man die betroffene Person an einen kühleren Platz und lagert den Oberkörper hoch.

Außerdem sollte der Kopf mit kühlen und nassen Tüchern gekühlt werden. Auf diee Weise lassen sich die Hirnhäute wieder beruhigen.

Zu einem Hitzschlag kommt es, wenn die Temperatur des Körpers nicht mehr in ausreichendem Maße reguliert wird. Meist entsteht dabei von außen eine hohe Wärmezufuhr, ohne dass sich der Körper wieder abkühlen kann. Auslöser für einen Hitzschlag sind meist zu lange Sonnenbäder oder Saunabesuche.

Symptome eines Hitzschlags

Bemerkbar macht sich ein Hitzschlag zunächst durch starke Kopfschmerzen und Übelkeit. Im weiteren Verlauf kann es zu Beschwerden wie

  • Orientierungslosigkeit
  • Verwirrtheit
  • Erbrechen und
  • Bewusstlosigkeit

kommen. Im schlimmsten Fall besteht sogar Lebensgefahr. Wichtig ist,

  • den Betroffenen an einen kühleren Ort zu bringen
  • die Haut zu kühlen und
  • den Notarzt zu rufen.

Kopfschmerzen bei Hitze vorbeugen

Damit es gar nicht erst zu heftigen Kopfschmerzen durch Hitze kommt, sollten einige Vorbeugemaßnahmen ergriffen werden. So empfiehlt es sich, zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne zu meiden und im Schatten zu bleiben, denn zu dieser Zeit ist die Strahlungsintensität der Sonne am stärksten.

Menschen, die kurze Haare oder eine Glatze haben, sollten auf eine Kopfbedeckung nicht verzichten. Zwischendurch kann der Kopf mit kühlenden Tüchern oder mit Wasser gekühlt werden.

Überaus wichtig ist auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Experten raten, bei Hitze wenigstens drei bis vier Liter zu trinken. Nicht zu empfehlen sind jedoch alkoholische Getränke, da sie die Gefäße erweitern und dadurch die Gefahr von Kopfschmerzen noch größer wird.

Begleitkopfschmerzen

Begleitkopfschmerzen sind sekundäre Kopfschmerzen. Das heißt, dass sie erst aufgrund von anderen Krankheiten oder Beschwerden entstehen. Gefahr für den Körper besteht durch Begleitkopfschmerzen in der Regel nicht.

Ursachen

Begleitkopfschmerzen können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Dazu gehören zum Beispiel

Mitunter werden Begleitkopfschmerzen auch durch einen so genannten Kater hervorgerufen, der nach übermäßigem Alkoholkonsum entsteht.

Symptome und Behandlung

Begleitkopfschmerzen ähneln Spannungskopfschmerzen und machen sich als drückende und dumpfe Schmerzen bemerkbar. Die Betroffenen verspüren sie im ganzen Kopf und haben zudem Probleme, sich zu konzentrieren.

Da die Kopfschmerzen durch die genannten Krankheiten und Beschwerden verursacht werden, gilt es, diese zu behandeln, um die Schmerzen zu bessern. Hilfreich kann auch die Einnahme eines Schmerzmittels sein. Außerdem sollte man dem Körper Ruhe gönnen.

Kopfschmerzen aufgrund bestimmter Wohnsituationen

Die wenigsten Kopfschmerzpatienten denken daran, dass die eigene Wohnung ursächlich für die Entstehung ihrer lästigen Kopfschmerzen ist. Dennoch leiden zahlreiche Menschen aufgrund ihrer Wohnungssituation unter Kopfschmerzen sowie weiteren Beschwerden wie

  • Müdigkeit
  • Schlaflosigkeit und
  • Nervosität.

Umfragen zufolge bestehen bei mehr als 38 Prozent aller Bundesbürger gesundheitliche Belastungen durch die eigenen vier Wände. Als Hauptgründe für die Beschwerden wurden vor allem Lärm, Schimmelpilze und Zugluft genannt.

Lärm

Lärmbelastungen zählen zu den größten Problemen des modernen Alltags. Vor allem Menschen, die an viel befahrenen Straßen oder in der Nähe eines Flughafens oder Bahnhofs wohnen, müssen mit regelmäßigem Lärm rechnen. Mitunter sorgen aber auch die Mitbewohner eines Hauses dafür, dass man nicht zur Ruhe kommt, weil die Nachbarskinder lautstark spielen oder die Stereoanlage dröhnt. Vor allem in den Abendstunden und in der Nacht kann der Lärm zu einer gesundheitlichen Belastung ausarten.

Schimmelpilze

Eine weitere Ursache für Kopfschmerzen können Schimmelpilze sein. Nicht selten treten bei einer Schimmelbelastung in den Wohnräumen auch weitere Beschwerden wie

  • Kurzatmigkeit
  • Schwindelgefühle
  • Übelkeit
  • Erbrechen und
  • Sehprobleme
Ursachen

auf. Gerade in älteren Gebäuden zeigt sich häufig baubedingter Schimmelpilz, weil sich hinter den Wänden oder unter dem Fußboden Nässe bildet. Auch Wasserdampf, nasse Wäsche und Pflanzen können die Bildung von Schimmelpilzen fördern.

Zugluft

Nicht selten entstehen Kopfschmerzen oder Nackenschmerzen auch durch Zugluft. Sogar Erkältungen oder rheumatische Erkrankungen können durch Zugluft hervorgerufen werden.

Behandlung

Um den wohnungsbedingten Kopfschmerzen entgegenzuwirken, ist es wichtig, ihre Ursachen zu bekämpfen. Am einfachsten ist dies bei Zugluft.

  • So sollte man vermeiden, sich Zugluft auszusetzen, selbst wenn warme Temperaturen herrschen.
  • Entsteht die Zugluft durch undichte Fenster, müssen diese abgedichtet werden.
  • Unbedingt zu beseitigen sind Schimmelpilze.
  • Außerdem sollten die Räume regelmäßig gelüftet werden.

Lärmbelastungen zu begegnen ist oft schwierig. Manchmal hilft die Anwendung von Ohrenstöpseln, um zur Ruhe zu kommen. Nutzen alle Maßnahmen nichts, kann der Umzug in eine andere Wohnung sinnvoll sein.

Kopfschmerzen aufgrund bestimmter Duftstoffe

Wohlriechende Düfte werden eigentlich als angenehm empfunden. Bei manchen Menschen lösen sie jedoch Kopfschmerzen aus.

Düfte im Alltag

Künstliche Gerüche sind mittlerweile ein fester Bestandteil des Alltags. So findet man sie unter anderem in

Auch in

begegnet man ihnen häufig.

Die Duftstoffe riechen zwar angenehm, haben aber den Nachteil, dass sie bei einigen Menschen Beschwerden wie Kopfschmerzen verursachen können. Auch

durch Düfte sind keine Seltenheit.

Ursachen

Grund für Beschwerden durch Duftstoffe sind Allergien oder Unverträglichkeiten. Schätzungen zufolge besteht bei 1-2 Prozent aller Bundesbürger eine Allergie gegen Duftstoffe.

Viele von ihnen wissen gar nichts davon, weil die Ärzte die richtige Ursache der Beschwerden nicht herausfinden. Als Verursacher kommen sowohl natürliche als auch künstliche Duftstoffe in Frage, die über die Atemwege aufgenommen werden.

Besonders problematisch für Duftstoffallergiker ist der Umstand, dass nicht alle Stoffe, die in Raumdüften enthalten sind, über eine Kennzeichnung verfügen. Dazu gehört zum Beispiel Limonen, das als häufiger Auslöser von Allergien gilt.

Behandlung

Menschen, die unter einer Duftstoffallergie leiden, müssen die Auslöser der Beschwerden konsequent meiden, da erworbene Duftstoffallergien nicht heilbar sind. So sollten die Betroffenen in den eigenen vier Wänden auf den Einsatz von Raumsprays verzichten und stattdessen die Räume lieber gründlich lüften, um unangenehme Gerüche zu vertreiben.

Depressionsbedingte Kopfschmerzen

Immer mehr Menschen leiden unter Depressionen. Allein in Deutschland sind schätzungsweise vier Millionen Bundesbürger von dieser psychischen Erkrankung betroffen.

Als typische Symptome von Depressionen gelten

Eine weitere häufige Begleiterscheinung sind Kopfschmerzen. Diese führen oft dazu, dass die Betroffenen noch depressiver werden, wodurch es zu einem Teufelskreis kommt. Ständige Kopfschmerzen oder Migräne können aber auch ihrerseits Depressionen hervorrufen.

Zusammenhang zwischen Spannungskopfschmerzen und Depression?

Gerade bei depressiven Menschen ist das Risiko, an chronischen Spannungskopfschmerzen zu erkranken, sehr hoch. Da aber auch Menschen, bei denen chronische Kopfschmerzen auftreten, ebenfalls zu Depressionen neigen, bleibt oft ungeklärt, ob die Depressionen eine Folge der Schmerzen sind oder umgekehrt.

In manchen Fällen werden die Depressionen auch durch die Kopfschmerzen überdeckt, weil die betroffenen Personen nur die physischen Beschwerden wahrnehmen, nicht aber die Depression selbst. Mediziner nehmen an, dass zwischen Depressionen und Spannungskopfschmerzen ein neurologischer Zusammenhang besteht.

Migräne und Depression

Deutlich nachweisen ließ sich ein Zusammenhang zwischen Depressionen und Migräne. So ergaben medizinische Studien, dass depressive Menschen häufig an Migräne erkranken. Umgekehrt erhöht sich durch Migräne auch die Anfälligkeit für Depressionen.

Behandlung

Als sinnvolle Behandlungsmaßnahme bei Depressionen und chronischen Spannungskopfschmerzen gilt die Einnahme von Antidepressiva. So wirken sich die Medikamente auf beide Syndrome positiv aus. Das lässt sich darauf zurückführen, dass die Wirkstoffe im Gehirn Einfluss auf die Verarbeitung von Schmerzreizen nehmen.

Da die Wirksamkeit von Patient zu Patient jedoch individuell unterschiedlich ist, bedarf es einer Entscheidung durch den behandelnden Arzt, welches Präparat sich am besten für die Behandlung eignet. In der Regel setzt die stimmungsaufhellende Wirkung von Antidepressiva nach etwa zwei Wochen ein.

Weitere wichtige Therapiepunkte sind eine Verhaltenstherapie, in deren Rahmen der Patient lernt, seine Denk- und Verhaltensmuster zu verändern, sowie ein Schmerzbewältigungstraining. Dieses hilft Patienten, die unter chronischen Spannungskopfschmerzen oder Migräne leiden, dabei, die Schmerzen besser zu bewältigen.

Arbeitsbedingte Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind weit verbreitet. Besonders häufig haben Arbeitnehmer unter ihnen zu leiden. So treten bei fast jedem vierten deutschen Arbeitnehmer regelmäßig Kopfschmerzen oder Schlafprobleme auf. Die Hälfte aller befragten Arbeitnehmer führt dies auf arbeitsbedingte Ursachen zurück.

Als besonders belastend empfinden sie die ständige Konzentration und Aufmerksamkeit während der Arbeitszeit. Neben Kopfschmerzen treten häufig auch weitere Beschwerden wie

auf.

Ursachen

Ein häufiger Grund für Spannungskopfschmerzen am Arbeitsplatz sind Tätigkeiten in einem Büro. Als Ursachen kommen

  • langes Sitzen vor einem Computer
  • monotone Bewegungsabläufe
  • nicht ergonomische Arbeitsplätze sowie
  • schlecht belüftete Büroräume

in Frage. Darüber hinaus sorgt Stress dafür, dass der Blutdruck ansteigt und sich Nacken- und Schultermuskeln verspannen. Infolgedessen kommt es wiederum zu Kopfschmerzen.

Behandlung

Um Kopfschmerzen am Arbeitsplatz entgegenzuwirken, wird empfohlen, die Einstellungen des Computer-Monitors zu ändern und den Arbeitsplatz an den eigenen Bewegungsradius sowie die Körpergröße anzupassen. Ebenfalls sinnvoll ist die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit. Anstelle von Kaffee oder Alkohol sollte man jedoch lieber Mineralwasser, Fruchtsaft oder Tee trinken.

Alkohol- und tabakbedingte Kopfschmerzen

Kommt es nach dem Genuss von zu viel Alkohol zu Beschwerden, spricht man von einem "Kater". Dabei treten vor allem Kopfschmerzen auf.

Kater-Symptome

Durch den übermäßigen Genuss von Alkohol und Zigaretten stellt sich meist am nächsten Morgen ein so genannter "Kater" ein. Gemeint sind damit die Beschwerden, die mit einer leichten Alkoholvergiftung verbunden sind.

Bemerkbar macht sich ein Kater vor allem durch

Außerdem kann es zu Erbrechen sowie Einschränkungen der motorischen Fähigkeiten kommen.

Ursachen von Katerkopfschmerzen

Grund für die Kopfschmerzen nach übermäßigem Alkoholgenuss ist die Austrocknung des Körpers sowie ein rascher Entzug von bestimmten Substanzen aus dem Blut. Ebenso spielt die Stimulation und Denaturierung von körpereigenen Eiweißen durch Acetaldehyd eine Rolle.

Dabei handelt es sich um ein Zwischenprodukt beim Abbau von Ethanol. Verstärkt werden die Kopfschmerzen noch, wenn man den Alkohol gleichzeitig mit Nikotin konsumiert.

Am häufigsten entstehen Katerkopfschmerzen jedoch nicht durch starke alkoholische Getränke wie zum Beispiel Wodka, sondern durch vermeintlich leichtere und kohlensäurehaltige Getränke wie Champagner oder Sekt. Das liegt daran, dass durch die Kohlensäure die Schleimhaut des Magens stärker durchblutet wird. Dies hat jedoch zur Folge, dass rascher ein Zustand der Trunkenheit entsteht.

Weiterhin verliert der Körper an Flüssigkeit. Schon ein geringer Wasserverlust kann die Verdickung des Blutes zur Folge haben. Das verdickte Blut bewirkt dann eine Reizung der Hirnhäute, wodurch wiederum unangenehme Kopfschmerzen entstehen.

Behandlung

Zur Behandlung von Katerkopfschmerzen können verschiedene Hausmittel zur Anwendung kommen, deren Wirksamkeit allerdings nicht belegt ist. Dazu gehört zum Beispiel das so genannte Katerfrühstück. Als hilfreich gelten das Kühlen des Kopfes mit Kompressen sowie eine verstärkte Flüssigkeitszufuhr.

Außerdem besteht die Möglichkeit, die Kopfschmerzen mit einem Schmerzmittel wie Aspirin zu behandeln. Allerdings kann die in Aspirin enthaltende Acetylsalicylsäure die angeschlagenen Magenschleimhäute zusätzlich reizen.

Von der Einnahme von Paracetamol wird abgeraten, da es als relativ lebertoxisch gilt. Als alternatives Schmerzmittel kommt Ibuprofen in Frage.

Formen von Kopfschmerzen

  • Unterschiedliche Kopfschmerzarten und mögliche Auslöser

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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