Kopfschmerzen Artikel

Ursachen, Symptome und Begleiterscheinungen von medikamenteninduzierten Kopfschmerzen

Unter medikamenteninduzierten Kopfschmerzen versteht man eine spezielle Form von Kopfschmerz. Ursache der Beschwerden ist die Einnahme von bestimmten Medikamenten.

Grafik menschlicher schwarzer Kopf mit Blitzen

Spricht man von medikamenteninduzierten Kopfschmerzen, sind damit Kopfschmerzen gemeint, die durch die ständige Einnahme von Medikamenten entstehen. Dabei handelt es sich meist um Analgetika (Schmerzmittel).

Eigentlich werden Schmerzmittel eingenommen, um Schmerzen zu bekämpfen. Im Falle von chronischen Kopfschmerzen besteht jedoch die Gefahr, dass es zu weiteren Beschwerden kommt, wenn man zu häufig zu Schmerztabletten greift.

Ein Problem ist, dass viele Menschen nicht sorgfältig genug im Umgang mit Schmerzmitteln sind. So verführen frei erhältliche Schmerzmittel, die man ohne Rezept in der Apotheke besorgen kann, häufig zu einer übertriebenen Selbstmedikation.

Ursachen

Grund für die medikamenteninduzierten Kopfschmerzen ist die ständige Einnahme der Schmerzmittel. Diese werden verabreicht, um chronische Spannungskopfschmerzen oder Migräneattacken zu bekämpfen. Allerdings dauert es meist einige Jahre, bis es durch die Medikamente zu Dauerkopfschmerzen kommt.

In den meisten Fällen werden die Mittel aus Angst vor erneuten Schmerzen regelmäßig eingenommen. Manche Menschen befürchten auch, dass sie ohne die Tabletten ihr Arbeitspensum nicht schaffen.

Je länger die Schmerzmittel jedoch eingenommen werden, desto mehr verändert sich im Laufe der Zeit die Schmerzschwelle. Schließlich empfinden die Patienten sogar schon Kleinigkeiten als schmerzhaft.

Besonders betroffen von medikamenteninduzierten Kopfschmerzen sind Menschen, die schon vorher unter Kopfschmerzerkrankungen wie zum Beispiel Migräne leiden. Dagegen treten sie bei Menschen, die beispielsweise an Rheuma erkrankt sind, und deswegen regelmäßig Schmerzmittel einnehmen müssen, kaum auf.

Symptome

Bemerkbar machen sich medikamenteninduzierte Kopfschmerzen durch einen drückenden und dumpfen Dauerkopfschmerz. In den meisten Fällen zeigen sich die Schmerzen bereits am Morgen und dauern den ganzen Tag über an. Übt der Patient körperliche Betätigungen aus, verstärkt dies die Kopfschmerzen oftmals noch.

Darüber hinaus kann es mitunter zu Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit oder Ruhebedürftigkeit kommen. Bei Patienten, die unter Migräne leiden, sind zusätzliche Migräne-Attacken möglich. Typisch für medikamenteninduzierte Kopfschmerzen ist, dass sie mindestens an fünfzehn Tagen im Monat vorkommen.

Diagnose und Behandlung

Um medikamenteninduzierte Kopfschmerzen diagnostizieren zu können, wird ein so genannter Kopfschmerzkalender erstellt. Darin trägt der Patient sämtliche Medikamente ein, die er zu sich nimmt. Manchmal ist es jedoch erst durch einen Medikamentenentzug möglich, zwischen medikamenteninduzierten Kopfschmerzen und chronischen Spannungskopfschmerzen zu unterscheiden.

Die einzige Möglichkeit, die ständigen Kopfschmerzen wieder loszuwerden, ist, die auslösenden Mittel nicht mehr einzunehmen. Eine seltenere Einnahme oder die Verringerung der Dosis führt dagegen nicht zum Erfolg.

Der Entzug von den Medikamenten kann sowohl ambulant als auch stationär erfolgen. Anschließend ist es wichtig, die primäre Kopfschmerzerkrankung professionell zu behandeln, damit es nicht zu einem Rückfall kommt.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: mind storm 3 © chrisharvey - www.fotolia.de

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