Donnerstag 18.09.2014 17:40

Hitzewallungen Artikel

Hitzewallungen - wenn der Körper verrückt zu spielen scheint

Hitzewallungen sind eine lästige Begleiterscheinung während der Wechseljahre. Der Körper muss sich an die Umstellung der Hormone gewöhnen und sorgt schubweise mit mehrminütigen Schwitzattacken für Unannehmlichkeiten im Alltag.

Der kleine Teufel mit dem Namen "Hitzewallung" schlägt mit Vorliebe nachts zu und beschert unruhigen Schlaf. Das Herz klopft bis zum Hals, die Hitze steigt in den Kopf und das plötzliche Weiten der unter der Haut befindlichen Gefäße sorgt für starke Schweißbildung. Gerade zu Beginn der Wechseljahre berichten Frauen von besonders stark auftretenden Wärmeschüben, andere bleiben hingegen vollkommen davon verschont. Auch die Intensität und Länge eines Wärmeschubs variiert von Frau zu Frau.

Während der Umstellung sinkt der Östrogenspiegel und die Menstruation bleibt aus. Auch das Sexualhormon Progesteron sinkt ab, so dass der Sexualtrieb nachlässt. Die Umstellung der Hormone ist eine natürliche Gegebenheit und meist nach wenigen Jahren abgeschlossen. Trotz dieses kleinen Lichtblicks, dass die Wallungen nicht ewig anhalten werden, ist es im Alltag nicht leicht zu ertragen. Durchgeschwitzte Kleidung und ein rot angelaufener Kopf sind keine optimalen Bedingungen für einen effizienten Arbeitstag.

Tipps bei Problemen mit Hitzewallungen

Ein paar Tipps können aber zumindest Linderung verschaffen oder dabei helfen sich im Alltag mit den Hitzewallungen zu arrangieren. In Bezug auf die Kleidung ist es hilfreich sich nach dem Zwiebelprinzip zu kleiden, also mehrere Schichten Kleidung zu tragen, so dass sich je nach Bedarf an- und ausgezogen werden kann. Außerdem auf das Material achten, das synthetische Stoffe bei Schweißausbrüchen schneller zu riechen beginnen, als natürliche Materialien. Das Deodorant des Vertrauens wird obligatorischer Bestandteil in der Handtasche.

Auch die richtige Ernährung kann positiv beitragen. Gemieden werden sollte größere Mengen Alkohol, Kaffee und starke Gewürze. Hilfreich sollen dagegen folgende, natürliche Stoffe sein: Soja, Nachtkerzenöl (Linolsäure), Selen, Phyto-Östrogene (in Rotklee enthalten) und Schüssler-Salze. Soja ist bereits in vielen Lebensmitteln enthalten. Nachtkerzenöl, Selen, Phyto-Östrogene gibt es in verschiedenen Kombinationen, z.B. in Kapselform aus der Apotheke. Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Förderung der inneren Balance, da auch Stress und Nervosität mitverantwortlich für das Auslösen von Wärmeschüben sein können. Egal ob Kneipp-Kur, Bachblüten-Therapie, Yoga oder sonstiges, finden sie das was ihnen persönlich einen Ausgleich verschafft. Die Frühstücks- und Mittagspause nutzen, um kurz frische Luft zu schnappen.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: older woman © PictureArt - www.fotolia.de

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