18. April 2011
Die Temperaturen steigen, die Sonne steht bis spät abends am Himmel und die Grillsaison ist offiziell eröffnet! Jetzt ist auch die perfekte Zeit, um das Potenzial von bunten Fruchtsäften neu zu entdecken.
Fruchtsäfte können so viel mehr, als morgens das Frühstück um ein paar Vitamine zu ergänzen: So bieten Chutneys, Toppings und Geelees aus bunten Säften beim Grillen eine willkommene Abwechslung zu Steaksauce und Mayonnaise. Frische Zutaten und interessante Gewürze sorgen hierbei für einen einzigartigen Geschmack. Aber auch fruchtige Cocktails und Bowlen können mit dem Saft von Orange, Ananas und Co. perfekt zubereitet werden und so manchen Abend versüßen.
Für viele Saftfans sind die verschiedenen Bezeichnungen auf den Flaschen und Verpackungen etwas irreführend. Was ist nun der Unterschied zwischen einem Fruchtsaft, einem Fruchtsaftgetränk und einem Nektar?
Welches fruchtige Getränk sich wie nennen darf, ist vom Gesetzgeber geregelt. So gibt es eine "Fruchtsaftverordnung" und außerdem "Leitsätze für Erfrischungsgetränke", unter die die meisten Saftschorlen fallen.
In jedem Fall enthalten Fruchtsäfte immer einhundert Prozent Frucht, besteht also voll und ganz aus Fruchtfleisch und Säften der jeweiligen Frucht. Allerdings ist es zu Lager- und Transportzwecken erlaubt, den Saft einzudicken und danach wieder zu verlängern. Geschieht das nicht, handelt es sich um einen besonders aromatischen Direktsaft. Farb- und Konservierungsstoffe in Fruchtsaft sind verboten, jedoch darf bitterer Saft mit bis zu 15 Gramm Zucker pro Liter nachgesüßt werden.
Die beliebtesten Fruchtsäfte in Deutschland sind Orangen- und Apfelsaft, gefolgt von Multivitaminsaft und Traubensaft. Aber auch Säfte aus Südfrüchten wie Ananas und Grapefruit sind beliebt. Sie beinhalten besonders viele wertvolle Nährstoffe. In einer Fruchtschorle stecken übrigens mindestens 50 Prozent Fruchtsaft.
Nicht ganz zu hundert Prozent aus Frucht bestehen Fruchtnektare. So wären die Säfte aus Sauerkirsche, Holunder, Sanddorn oder Johannisbeeren schlicht zu sauer, um "pur" getrunken zu werden. Zu geschmacksintensiv, wenn auch nicht säuerlich, sind außerdem die Säfte aus Banane, Mango und Granatapfel. In Form von Fruchtnektaren werden diese Obstsorten als leicht verdünnte Säfte verkauft. Je nach Fruchtsorte beinhalten diese Nektare zwischen 25 bis 50 Prozent pure Frucht.
Fruchtnektar ist in diversen Sorten erhältlich. Neben Johannisbeer- und Sauerkirschnektar ist etwa auch solcher aus Rhabarber und Erdbeeren erhältlich. Auch hier dürfen keine Farb- und Konservierungsstoffe enthalte sein, allerdings ein gewisser Zuckerzusatz. Im Zweifelsfall gibt ein Blick auf das Etikett Auskunft.
Etwas offener ist dagegen die Regelung für Fruchtsaftgetränke. Handelt es sich um ein Mischgetränk mit Kernobst, müssen 30 Prozent Fruchtanteil enthalten sein. Bei Zitrusfrüchten sind es leidiglich 6 Prozent. Außerdem können Trinkwasser und Mineralwasser, diverse geschmackstragende Säuren, Fruchtaromen und Zuckerarten enthalten sein. Diese Getränke sind erfrischend, abwechslungsreich und eignen sich zum Beispiel gut für den Sport. Wer jedoch sicher sein will, was drin ist, sollte auch hier das Etikett studieren.
Deutschland gehört zu den Ländern mit dem größten Verbrauch an Fruchtsaft pro Kopf. Pro Jahr trinkt jeder Deutsche alleine 37 Liter Fruchtsaft, viele davon täglich oder mehrmals pro Woche ein Glas.
Grundsätzlich wird das von den meisten Wissenschaftlern begrüßt, denn Fruchtsäfte enthalten eine ganze Bandbreite an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, aber auch wertvollen sekundären Pflanzenstoffen, deren wichtige Rolle in der Ernährung oft vergessen wird. Bestimmte wissenschaftliche Studien legen nahe, dass ein regelmäßiger Konsum von Frustsäften sogar Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann.
Wer allerdings zu Übergewicht neigt und auf seine schlanke Linie achten möchte, sollte die Säfte lieber verdünnt oder direkt als Schorle trinken - dann schlagen sie sich nicht so stark auf dem Kalorienkonto nieder.
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