11. Februar 2009
Im Rahmen der Therapie gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Symptome zu lindern. In gewissem Maße kann man dem Heuschnupfen vorbeugen, wenn man weiß, auf welche Pollen man allergisch reagiert.
Ein Heilmittel gegen den Heuschnupfen gibt es nicht. Man kann lediglich die Symptome behandeln. Zur Behandlung werden meist Allergietabletten, so genannte Antihistaminika, verordnet. Auch Sprays zum Inhalieren helfen oft gegen die Beschwerden. Wenn die Haut sehr gereizt ist, helfen auch spezielle pflegende Salben. Da die Nase immer befeuchtet werden soll, empfehlen sich auch entsprechende Nasensprays oder die Verwendung einer Nasendusche zum Befeuchten der Nasenschleimhaut.
Die einzige Möglichkeit, den Heuschnupfen wirklich zu behandeln, ist die Hyposensibilisierung. Diese Therapie ist jedoch nur möglich, wenn genau bekannt ist, auf welches Allergen der Betroffene reagiert. Nicht alle Allergene sind als Hyposensibilisierungslösung erhältlich, so dass auch nur dann eine Behandlung durchgeführt werden kann, wenn es den Stoff in künstlicher Form gibt. Die Behandlung wird von Haut- und Hausärzten durchgeführt. Im Rahmen der Behandlung wird dem Betroffenen über eine Dauer von mehreren Jahren (meistens drei Jahre) in steigender Dosis das Allergen unter die Haut gespritzt. Der Körper soll sich so langsam an das Allergen gewöhnen.
Bei der ersten Spritze kann es zu leichten Reaktionen wie zum Beispiel einer Schwellung kommen. Wichtig ist jedoch in jedem Fall, dass der Betroffene noch etwa eine halbe Stunde in der Arztpraxis bleiben muss, um ihn genau zu kontrollieren. Reagiert jemand sehr heftig auf das Allergen, kann er sogar einen anaphylaktischen Schock entwickeln, der sofort ärztlich behandelt werden muss.
Wird die erste Behandlung gut vertragen, wird die gespritzte Menge wöchentlich gesteigert. Meist bemerkt der Betroffene sehr rasch eine Besserung seiner Allergie bzw. seiner Beschwerden.
In sehr vielen Fällen hilft die Hyposensibilisierung, den Heuschnupfen in den Griff zu bekommen.
Wer sich nicht dieser Therapie unterziehen möchte oder wenn sie nicht den gewünschten Erfolg bringt, hilft es nur, Pollengebiete zu meiden soweit dies möglich ist. Je nachdem, gegen welche Pollen man allergisch reagiert, sollte man zur Pollenflugzeit zum Beispiel nicht unbedingt in die freie Natur gehen.
Bei geschlossenen Fenstern haben die Betroffenen oft weniger Beschwerden.
Der Wohnraum sollte regelmäßig gesaugt werden, um Pollenreste, die durch das Lüften hereingelangt sind, wieder zu entfernen.
Für Betroffene ist es auch hilfreich, wenn sie abends mit frisch gewaschenen Haaren ins Bett gehen. Die getragene Kleidung sollte dabei nicht ins Schlafzimmer gelegt werden.
Besteht eine Allergie gegen Tierhaare, sollte man die Tiere, auf die man allergisch reagiert, soweit möglich meiden. Dies gilt besonders für eigene Haustiere. Wer demnach eine Katzenhaarallergie hat, sollte sich keinesfalls selbst eine Katze halten.
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