Blasenentzündung Artikel
Eine starke und gesunde Blase durch aktive Vorbeugung
Von Viola Reinhardt
Bakterien, die sich nur zu gerne in der Blase und den Harnwegen einnisten, lieben es, wenn die Schleimhäute richtig unterkühlt sind. Ein kalter Po, kalte Beine oder Füße schwächen hierbei das spezielle Immunsystem, das für die Fernhaltung solcher fiesen Bakterien in den Harnwegen und der Blase zuständig ist. Zumeist entstammen die Erreger der Scheiden- oder Darmflora und haben bei solch einer Abwehrschwäche natürlich ein Leichtes in die Blase vorzudringen.
Als erste vorbeugende Maßnahme heißt es deshalb gerade in der kalten Jahreszeit den Körper schön warm zu halten. Zudem sollte man unter anderem dafür sorgen, dass man genügend Vitamin C zu sich nimmt, das im Urin ein Klima schafft, das den Bakterien so gar nicht gefällt und ihnen ein Einnisten und Ausbreiten wahrlich schwer macht. Hier sind wir auch gleich bei einem weiteren wichtigen Tipp in Sachen Vermeidung einer schmerzhaften Blasenentzündung: Die Flüssigkeitsaufnahme. Diese ist an sich schon wichtig, allerdings als Prävention gegen Infekte in den Harnwegen und der Blase unerlässlich. Mindestens zwei bis zweieinhalb Liter Wasser oder Tee sollten es schon am Tag sein, um mögliche Bakterien auszuspülen. Haben sich diese bereits eingenistet, dann hilft Tee aus Goldrute, Brennnessel, Birkenblätter oder Ackerschachtelhalm ebenso gut wie der Bärentraubenblättertee, der zeitgleich eine desinfizierende Wirkung in sich trägt.
Den Gang auf die Toilette sollte man sich bei einem Harndrang keineswegs verkneifen, denn so können die Keime rascher ausgeschieden werden, noch bevor sie eine Infektion verursachen können. Hier gilt dann auch die Blase vollkommen zu entleeren, denn ein Restharn wird recht schnell zur Brutstätte der Bakterien. Nach dem Toilettengang von vorne nach hinten, also Richtung After zu wischen, hilft dabei mögliche Darmbakterien nicht an die Harnwege gelangen zu lassen. Sich die Hände nach dem Gang auf die Toilette mit Seife zu waschen sollte eigentlich selbstverständlich sein und hier nur der Vollständigkeitshalber Erwähnung finden.
Da man auch beim Sex Keime in die Harnwege bringen kann, sollte man zum Waschen der Intimregion keine scharfen Seifen verwenden, um den Säureschutzmantel der Haut nicht zu schädigen. Spätestens nach fünfzehn Minuten nach dem sexuellen Akt, empfiehlt es sich auf die Toilette zu gehen, damit mögliche Erreger gleich ausgeschwemmt werden können. Zudem sollte man stets dafür sorgen, dass sich in der Unterwäsche kein feucht-warmes Klima bildet, was mit synthetischer Wäsche sehr schnell geschieht. Hier sollte man lieber auf kochfeste Naturmaterialien ausweichen, die solch ein feuchtes Klima wesentlich besser unterbinden können.
Wer generell unter Blasenproblemen leidet, kann mit dem Verzehr von Cranberrys ebenfalls eine vorbeugende Maßnahme treffen. Ob in Desserts, als Saft oder in Form eines Präparates aus der Apotheke, spielt weniger eine Rolle als die Regelmäßigkeit bei der Aufnahme. Auch eine Kur mit Heilteesorten beugen gezielt vor, da die meisten Kräuter und Pflanzen, die für die Harnwege gedacht sind, spezielle Inhaltstoffe aufweisen, die eine desinfizierende natürliche Wirkung in sich haben und zudem dafür sorgen, dass die Harnausscheidung angeregt und eine Besiedelung mit den krankmachenden Keimen unterbunden wird.