18. März 2008
Von Annett Biermann
Die Entzündung der Blase ist eine typische Frauenkrankheit, deren Beschwerden erheblich sein können, jedoch nach wenigen Tagen meist von selbst wieder ausheilen.

Die Ursachen für eine Blasenentzündung sind sehr vielfältig und liegen in einer falschen Analhygiene, im sexuellen Kontakt, in Entzündungen der Scheide und in Störungen der Vaginalflora.
Begünstigt wird eine Blasenentzündung durch Unterkühlung, durch eine Harnstauung in der Blase und bei einer geschwächten Immunabwehr. Blasenentzündungen treten bei Frauen deutlich häufiger auf als bei Männern, da die Harnröhre der Frau wesentlich kürzer ist als die des Mannes. Ein Mann hat daher einen viel größeren Widerstand gegen aufsteigende Entzündungen.
Charakteristisch für eine Blasenentzündung ist ein sehr häufiger Harndrang, bei dem allerdings nur sehr wenig Urin abgegeben wird. Begleitet wird dies von einem sehr intensiven Brennen in der Harnröhre und der Blase selbst. Das Brennen tritt vor, während und nach dem Wasserlassen auf.
Bei einer sehr hartnäckigen Infektion kommt es auch zu Spuren von Blut im Urin. Eine harmlose Blasenentzündung betrifft nur die Blase, Komplikationen hingegen können auftreten, wenn die Infektion höher steigt und die Nieren in Mitleidenschaft zieht. Kommt zu einer Blasenentzündung eine Nierenbeckenentzündung hinzu, bekommt man Fieber und hat starke, andauernde Schmerzen in der Nierengegend.
Eine Blasenentzündung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn eine Infektion der Nieren kann schnell voranschreiten. In jedem Fall muss der Betroffene sehr viel trinken, wobei sich besonders spezielle Blasentees anbieten. Durch sie wird der Harndrang weiter erhöht und somit die Blase und auch die Nieren gespült.
In jedem Fall ist es empfehlenswert, zum Arzt zu gehen und sich ein Antibiotikum verschreiben zu lassen. Zudem sollte man sich durch entsprechende Kleidung warm halten und auch Wärmetherapien mit Rotlicht, Wärmebädern und Fangopackungen sind sehr zu empfehlen. In den wenigsten Fällen ist eine längere Therapie erforderlich, sodass meist nach vier bis fünf Tagen die Blasenentzündung abgeklungen ist.
Einige Frauen leiden regelmäßig an einer Blasenentzündung und sollten daher recht viel trinken, sodass täglich mindestens 1,5 Liter Urin ausgeschieden werden. Des Weiteren sollte man das Wasserlassen nicht zu lange aufschieben, da bei jedem Gang auf die Toilette die Blase von eingelagerten Bakterien befreit wird. Des Weiteren sollten Frauen nur Slips tragen, die luftdurchlässig sind, da bei einer unzureichenden "Lüftung" eine Infektion nur gefördert wird.
Auch eine übermäßige Hygiene kann die Ursache für eine häufige Blasenentzündung sein. Durch die Seife wird der natürliche Säureschutzmantel der Haut im Intimbereich sehr stark zerstört. Für die Intimpflege sollten daher vorwiegend hautfreundliche Syndets verwendet werden.
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