11. Dezember 2008
Von Andreas Hadel
Seitdem der erste geschäftstüchtige Mensch erkannt hat, dass man mit der Unzufriedenheit an der Leibesfülle ein Vermögen erwirtschaften kann, schiessen Diätpläne wie Pilze aus dem feuchten Waldboden. Einige davon sind durchaus von kompetenter Seite entwickelt worden, andere wiederum dienen nur dafür, die Seiten von Lifestyle-Magazinen mit sinnvoll scheinenden Inhalt zu füllen.

Welche Diätprogramme Sie besser nicht blindlings vertrauen sollten, lesen Sie in den folgenden Zeilen.
Low-Carb-Diäten
Sie haben wahrscheinlich davon gehört, dass Kohlenhydrate die Fettspeicherung begünstigen können. Strategien wie die Ätkins-Diät oder Ketogene Diät verfolgen diesen Ansatz in einer extremen Form und verlangen eine nahezu vollständig kohlenhydratfreie Ernährung. Eine Forderung, die freilich zu strikt ist und kaum auf Dauer durchgehalten werden kann, weil sie den geneigten Diätikern eine unverhältnismässig schlechte Lebensqualität abverlangt. Low-Carb-Diäten können in dieser extremen Form zu chronischen Kopfschmerzen, Gereiztheit und Schlafstörungen führen. Langzeitstudien haben zudem gezeigt, dass nach anfänglich rapiden Gewichtsverlust, die Pfunde wieder anwachsen.
Low-Fat-Diäten
Fette sind essentiell für unsere Gesundheit und dürfen daher auch nie komplett gemieden werden. Gesunde Fettsäuren wie Omega-3 sollten in jeder Diät ihren Platz finden. Lassen Sie sich außerdem von den sogenannten fettarmen, zuweilen sogar fettfreien Produkten im Supermarkt in die Irre führen. Nur weil etwas fettarm ist, muss es noch lange nicht diättauglich sein. Oftmals sollen Geschmacksverstärker und Aromastoffe den fehlenden Fettgehalt auf appetitliche Weise ausgleichen, diese führen jedoch in der Regel zu einem stärkeren Hungergefühl und können in der Endkonsequenz eine erhöhte Kalorienaufnahme zur Folge haben.
Hungerdiäten
Unser Körper braucht Nahrung. Punkt. Darüber kann man nicht diskutieren. Gewicht durch langandauerndes Hungern zu verlieren, ist gesundheitsschädlicher als Körperfett anzusammeln. Falls Sie mit den Gedanken spielen, Diäten zu befolgen, die Ihnen vorschreiben nur extrem geringe Kalorienmengen pro Tag zu sich zu führen oder Ihre Nahrungsmittelaufnahme auf die flüssige Form beschränken, können wir nur dringsten davon abraten. Solche Diäten und die daraus resultierende Mangelernährung lässt in erster Linie ihr Muskelgewebe schrumpfen, ehe ihre Knochen anfällig für Verletzungen werden. Konzentrationsstörungen ist im Gegensatz zu der enormen Verlangsamung ihres Stoffwechsels eine Folgeerscheinung, die Sie sofort bemerken werden. Sie können keinen sportlichen Körper aufbauen, wenn Sie ihn die nötige Nahrung verweigern.
Fertige Diätspeisen
Bereits vorgekochte Fertiggerichte, die Sie nur noch in der Mikrowelle oder im Wasserbad erwärmen müssen, sind im Durchschnitt deutlich teurer und nährstoffärmer, als wenn Sie elbst zum Kochlöffel greifen würden. Abgesehen davon helfen solche Gerichte Ihnen dabei nicht, einen gesunden Lebensstil in ihren Tagesablauf zu etablieren und Sie wollen sich doch nicht für den Rest ihres Lebens von Fertigspeisenherstellern abhängig machen?
Hollywood-Diäten
Die einzige Diät, die in Hollywood beliebt zu sein scheint, ist die, wo das Starlet vergisst, zu essen. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere mit illustren Namen wie Sirup-und-Wasser-Diät und vielen anderen. Und falls eines der Hollywood-Sternchen tatsächlich einen brauchbaren Ernährungsplan befolgt hat, dann nur dank der lückenlosen Betreuung eines ganzen Stabes an Diät- und Lebensberatern. Wollen wir ehrlich sein. Diese Menschen sind anders als der Rest von uns und ihre "Tipps" können für die Normalsterblichen keine Maßgabe sein.
Seit mittlerweile 6Jahre lebe ich mit einer Low Carb Ernährung, mit 6Broteinheiten pro Tag (=72g Kohlehydrate). Hae 26kG abgenommen, bin Top-F...
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