Die Leber - Wichtig für den Stoffwechsel, zur Entgiftung und für die Hormonbildung

3D Grafik dunkelrote Leber im durchsichtigen Männerkörper, blauer Hintergrund

Zu den Funktionen der Leber zählen mitunter die Regulierung von Fett-, Eiweiß- und Zuckerstoffwechsel sowie des Hormonhaushalts

Als Leber bezeichnet man das wichtigste Stoffwechselorgan des menschlichen Organismus. Sie hat zahlreiche wichtige Aufgaben.

Die Leber (Hepar) ist die größte Drüse des menschlichen Organismus und das wichtigste Organ des Stoffwechsels. Zu ihren verschiedenen Funktionen gehören:

  • die Verwertung von Nahrungsbestandteilen
  • die Produktion von lebensnotwendigen Eiweißstoffen
  • der Abbau und die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten, Giftstoffen und Medikamenten

Anatomie

Die Leber des Menschen befindet sich auf der rechten Seite des Oberbauchs unterhalb der Brust. Ihr Gewicht beträgt ca. 1.500–2.000 Gramm. Unterteilt wird die Leber in zwei große Lappen: den rechten Leberlappen (Lobus dexter) und den linken Leberlappen (Lobus sinister).

Der rechte Lappen, der unter dem Zwerchfell (Diaphragma) liegt und zu einem gewissen Teil mit diesem verwachsen ist, ist größer als der linke Lappen. Darüber hinaus sind noch zwei kleinere Leberlappen vorhanden. Dabei handelt es sich um den Lobus caudatus (geschwänzter Lappen) und den Lobus quadratus (quadratischer Lappen).

Unter dem Stoffwechselorgan liegt die Porta hepatis, die Leberpforte. Über diese Pforte treten die Leberarterien und die Pfortader in die Leber ein. Während die Leberarterie das mit Sauerstoff angereicherte Blut vom Herz transportiert, leitet die Pfortader Nahrungsbestandteile von Magen-Darm-Trakt sowie Bauchspeicheldrüsenhormone und Abbauprodukte der Milz zur Leber.

Anatomie der Leber grafisch dargestellt
Anatomie der Leber grafisch dargestellt

Fixierung

Die Befestigung der Leber in der Bauchhöhle wird von mehreren Bändern gewährleistet. Bei diesen handelt es sich um Duplikaturen (Doppelfalten) des Bauchfells.

Darüber hinaus wird das Organ zur Bauchhöhlenseite hin über das so genannte kleine Netz (Omentum minus) mit dem Magen und dem Zwölffingerdarm (Duodenum) verbunden. Für eine zusätzliche Fixierung des linken Leberlappens sorgt die Appendix fibrosa.

Aufbau der Leberlappen

Die Leberlappen des Organs werden ihrerseits in kleine Leberläppchen (Lobuli hepatis) unterteilt, die eine Größe von ein bis zwei Millimetern erreichen. Zusammengesetzt werden die Leberläppchen aus Leberbälkchen, die sich konzentrisch um eine Zentralvene anordnen und sich ihrerseits aus aufgereihten Hepatozyten (Leberzellen) zusammensetzen.

Zwischen den Leberzellen befinden sich die Lebersinusoide, die erweiterten Kapillaren der Leber. Zu den Bestandteilen der Lebersinusoide, die von einem diskontinuierlichen Endothel ausgekleidet werden, gehören die so genannten Kupfferschen Sternzellen, spezielle Makrophagen.

Durch die Sinusoide wird das Blut der Pfortader gemeinsam mit dem Blut der Leberarterie durch die Leberläppchen transportiert. Schließlich wird das Blut von je einer Zentralvene aufgenommen.

Die Zentralvenen schließen sich zu größeren Venen und letztendlich zur Lebervene (Vena hepatica) zusammen. Zwischen den Leberzellen und den Endothelzellen der Lebersinusoiden befindet sich ein Spaltraum, den man als Disse-Raum oder Disseschen Raum bezeichnet. In diesem Raum findet die eigentliche Entgiftung statt.

Des Weiteren enthält der Disse-Raum Blutplasma und hepatische Sternzellen (Ito-Zellen), die wichtig für die Fettspeicherung sind und über Vitamin A verfügen. Darüber hinaus produzieren sie intralobuläre Bindegewebsfasern.

Achtung Leber: Wichtige Informationen über das größte Organ zum Deutschen Lebertag

Grafik männlicher Körper mit Leberkrebs
leberkrebs © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Die Leber ist das größte innere Organ des Menschen und lebenswichtig für den Stoffwechsel. Der Deutsche Lebertag will jährlich die Aufmerksamkeit auf dieses Organ lenken, das vor allem im höheren Alter gepflegt werden sollte, damit es weiterhin seinen Dienst verrichtet.

Mit zunehmendem Alter lässt die Durchblutung nach, so dass die Leber ihrer Hauptaufgabe - dem Herausfiltern von Schadstoffen aus dem Blutkreislauf - nicht mehr hundertprozentig nachgehen kann. Auch nehmen ältere Menschen meist mehr Medikamente gegen unterschiedliche Leiden, die die Leber belasten.

Um das Organ zu pflegen, sollte auf eine gesunde Lebensart geachtet werden - dazu gehört fettarme Ernährung, wenig Alkohol und der Verzicht auf Nikotin. Auch regelmäßige Bewegung und sportliche Aktivität freut die Leber, die dadurch besser durchblutet wird.

Empfehlenswert ist auch ein regelmäßiger Test der Leberwerte beim Hausarzt um beispielsweise dem Entstehen der Fettleber vorzubeugen und eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A. Diese Infektion verläuft bei älteren Menschen häufig schwerer als bei jungen Menschen und kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen.

Endothelzellen in den Gefäßen lassen Blutgefäße in der Leber nachwachsen

Grafik Organe mit Leber hervorgehoben
menschliche leber © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Die Leber gilt als eines der robustesten Organe im menschlichen Körper, da sie die Fähigkeit zur Regeneration besitzt. Selbst wenn nach einer Operation größere Teile der Leber entfernt werden mussten oder aufgrund einer Erkrankung abgestorben sind, kann die Leber die nun fehlenden Teile nachwachsen lassen.

Einfluss der Endothelzellen auf die Regenerationsfähigkeit

Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg kamen der Regenerationsfähigkeit der Leber nun auf die Spur: Sie entdeckten, dass Endothelzellen in den Blutgefäßen den Regenerationsvorgang entscheidend beeinflussen.

In einem Experiment wurde Mäusen zwei Drittel der Leber entfernt und beobachtet, wie sich die verbliebenen Leberzellen teilten bis die Leber zu ihrer alten Größe herangewachsen war. Sie stellten dabei fest, dass in den Endothelzellen der Blutgefäße mehrere Gene aktiv wurden, die das Wachstum der Leberzellen anregten. Insbesondere der Botenstoff Angiopoietin-2, kur Ang2, spielte eine wichtige Rolle bei diesem Prozess.

Molekulare Auswirkung

Die Endothelzellen fuhren nach der Leberoperation die Produktion von Ang2 stark herunter, so dass auch andere Moleküle ausgebremst wurden. So wurde auch das TGF-Beta blockiert, das normalerweise die Vermehrung von Leberzellen hemmt. Die Zellen steuerten also über das Ang2 den Regenerationsprozess und ließen die Vermehrung zeitweise zu, so dass die Leber wieder wachsen konnte.

Sternzellen in der Leber haben eine bisher unbeachtete Funktion bei der Regeneration

Forscher entdecken Regenerationskraft von Kupffer'schen Sternzellen

Grafik Bauchraum mit Leber im Zentrum, Darm und Lunge im Hintergrund
menschliche leber © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Die Leber ist das zentrale Entgiftungsorgan des Körpers. Sie steht daher unter einer beständigen Belastung und das Gewebe muss sich regelmäßig regenerieren. Zwar weiß man das in der Medizin, doch man wusste bisher nicht, wie wichtig die Sternzellen für diese Regeneration sind.

Kupffer'sche Sternzellen helfen der Leber bei ihrer Regeneration

Die sogenannten "Kupffer'schen Sternzellen", benannt nach ihrem Entdecker Karl Wilhelm von Kupffer, hatten in den letzten Jahrzehnten eher einen schlechten Ruf. Als sie 1876 entdeckt worden, wusste man über ihre exakte Funktion noch rein gar nichts.

In der modernen Medizin ging man bis vor Kurzem davon aus, dass ihre Aktivierung Leberschäden vorantreibt. Doch offenbar ist eher das Gegenteil der Fall. Ein deutsches Forscherteam hat herausgefunden, dass die Sternzellen der Leber bei ihrer Regeneration helfen.

Sternzellen haben große Ähnlichkeit zu Stammzellen

Bei Tieren, deren Lebergewebe beschädigt war, wurden die Sternzellen aktiv um neues und gesundes Gewebe zu bilden. Auch wenn man eine Lebertransplantation durchführte, konnte man später im Empfänger-Tier die Sternzellen vom Spender-Tier nachweisen. Hier zeigten die Sternzellen eine große Ähnlichkeit zu den Stammzellen, genauer zu den "mesenchymalen Stammzellen", wie sie für die Leber typisch sind.

Grundlage für neue Therapiemöglichkeiten

Die Forscher freuen sich nicht nur darüber, neue Erkenntnisse über die Regenerationskraft der Leber gewonnen zu haben, sondern hoffen auf einen baldigen Nutzen für die Medizin. Eventuell könnte man Therapien entwickeln, die gezielt auf die Sternzellen zurückgreifen. Vielleicht kann man es möglich machen, damit Ersatzgewebe für eine Leber künstlich zu züchten.

Leber in Labor herangezüchtet

Laborärztin schaut in ein Mikroskop
Embryologist using microscope © Monkey Business - www.fotolia.de

Wissenschaftler vom amerikanischen Wake Forest Institute for Regenerative Medicine ist es erstmals gelungen, eine kleine Version der menschlichen Leber im Labor heranzuzüchten.

Bei dem ungewöhnlichen Experiment setzten die Medizinforscher in tierische Zellträger unausgewachsene menschliche Leberzellen ein, um sie anschließend mit einer entsprechenden Nährflüssigkeit zu versorgen. Nach etwa einer Woche waren die so erschaffenen Mini-Organe nicht nur funktionstüchtig, sondern wuchsen auch. Die Wissenschaftler hoffen nun, dass sie auch nach einer Transplantation in einen menschlichen Körper arbeiten und wachsen könnten.

Die Ergebnisse dieser Versuche präsentierten sie auf dem alljährlichen Treffen der American Association for the Study of Liver Diseases in Boston.

Neue Leberzellen aus entsprechendem Gewebe gezüchtet

Seitliche Nahaufnahme eines Mikroskops im Labor
Mikroskop im Labor © psdesign1 - www.fotolia.de

Neue Hoffnung für Patienten mit Leberschäden: Erstmals ist es gelungen, auch menschlichen Leberzellen neues Lebergewebe zu züchten. Bei dem Versuch von Forschern der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf wurden die Zellen in auflösbare Trägermaterialien gelegt und bildeten Verbände, die sich verhalten wie normales Lebergewebe.

Mit Hilfe des Verfahrens könnte es möglich werden, nur begrenztes Lebergewebe statt eines ganzen Organs zu transplantieren. Deren Erfolgschancen würde die Tatsache erhöhen, dass die Leberzellen nicht mehr wie bisher tiefgefroren werden müssen, was die Gefahr von Schädigungen mit sich bringt.

Laut den Zahlen der deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) standen 2009 in Deutschland 1853 Patienten auf der Warteliste, für die es kein Organ gab. 1.179 hatten dagegen mehr Glück und konnten eine Lebertransplantation bekommen.

Funktion

Die Leber erfüllt eine Vielzahl von wichtigen Aufgaben. So dient sie zur Produktion von Bluteiweißen (Plasma-Proteinen). Sämtliche Bluteiweiße im menschlichen Blut, mit Ausnahme der Gamma-Globuline (Antikörper), werden von der Leber hergestellt. Dabei handelt es sich um die Eiweiße für das Abwehrsystem, die Blutgerinnung und zahlreiche andere Funktionen.

Hormonbildung

Des Weiteren werden von der Leber auch einige Hormone gebildet, wie:

  • Vitamin D3 (wichtig für die Regulierung des Kalziumhaushaltes)
  • IGF-1 (dient dem Wachstum und dem Muskelaufbau
  • Angiotensinogen(dient der Regulierung des Flüssigkeitshaushaltes und des Blutdrucks

Regulierung des Blutzuckerspiegels

Eine weitere Aufgabe der Leber ist die Beeinflussung des Blutzuckerspiegels, die durch die Steuerung von Hormonen wie Insulin erfolgt.

Die Leber ist in der Lage, den Blutzuckerspiegel, unabhängig von der Nahrungszufuhr, konstant zu halten. Durch das Hormon Insulin wird in der Leber Zucker in die Speicherform Glykogen umgewandelt. Außerdem hemmt es den Abbau von Fett.

Als Gegenspieler zum Insulin fungiert das Hormon Glucagon, das die Leber zum Abbau von Glykogen anregt. Auch für den Stoffwechsel von Fetten ist die Leber von größter Bedeutung. Da Fette, die vom Organismus nicht verwertet werden können, im Blut nicht löslich sind, werden von der Leber Lipoproteine, spezielle Fetttransporter, gebildet.

Herstellung von Fettsäuren

Verfügt die Leber über genügend Energie und Nährstoffe, kann sie Fettsäuren aus Eiweißen und Zuckern herstellen, die dann mit dem Blut zum Fettgewebe transportiert werden. Herrscht dagegen Energiemangel, bauen die Fettzellen die Fette wieder ab und transportieren sie zur Energiegewinnung zurück zur Leber.

Speicherung und Freisetzung wichtiger Stoffe

Die Leber hat auch die Fähigkeit verschiedene wichtige Stoffe zu speichern und wieder freizusetzen, wenn es erforderlich ist. So zum Beispiel:

Abbau von Giftstoffen

Darüber hinaus ist die Leber wichtig für den Abbau von Giftstoffen im Körper. So müssen sämtliche Substanzen aus der Nahrung zunächst die Leber passieren, bevor sie den allgemeinen Blutkreislauf erreichen. Auch körpereigene Stoffe, die giftig werden können - wie Ammoniak -, wandelt das Organ in weniger giftige Stoffe um. Weiterhin werden auch Alkohol oder Arzneistoffe abgebaut.

Herstellung der Gallenflüssigkeit

Die Herstellung der Gallenflüssigkeit als Aufgabe der Leber
Die Herstellung der Gallenflüssigkeit als Aufgabe der Leber

Eine weitere Funktion der Leber ist die Herstellung von Gallenflüssigkeit. Als Galle bezeichnet man eine Flüssigkeit, die sich aus

  • Fett (Cholesterin)
  • Gallensalzen
  • Gallensäuren
  • Gallenfarbstoffen und
  • weiteren Stoffen

zusammensetzt.

Durch die Gallenflüssigkeit werden nicht mehr benötige Substanzen ausgeschieden. Außerdem unterstützt die Galle die Verdauung von fettreicher Nahrung.

Leber übernimmt die Firewall-Funktion gegen das Eindringen von Darmbakterien

3-D-Grafik von Darmbakterien, dargestellt in blau und pink, im Hintergrund die Darmflora mit Darmzotten
Darmbakterien - 3d Render © fotoliaxrender - www.fotolia.de

Forscher aus der Schweiz, Italien und Belgien stellten jetzt fest, dass die Leber eine ganz wichtige Schutzfunktion hat, denn sie verhindert in letzter Instanz, dass Bakterien aus dem Darm in den Körperkreislauf gelangen können.

Im Vorfeld gibt es verschiedene Schutzfunktionen damit die Darmbakterien nicht in den Blutkreislauf gelangen können, doch können diese Funktionen durch irgendwelche Einflüsse geschädigt werden.

So genügt allein schon ein Fondue-Abendessen mit reichlich Kirschwasser, dass die Schleimhäute im Darm ihre Schutzfunktion nicht mehr wahrnehmen. Doch dann greifen dort die weißen Blutkörperchen ein und übernehmen die Schutzfunktion, indem sie die Bakterien abtöten. Zusätzlich sind auch noch die Lymphknoten im Darm als sogenannte Filterstation vorhanden.

Wie also jetzt die Forscher in Untersuchungen mit Labormäusen feststellten, besitzt die Leber somit auch die Aufgabe als letzte Barriere, wie ein Firewall, die Darmbakterien vor dem Eindringen in den Körperkreislauf aufzuhalten.

Die Leber als Meisterwerk: Ohne sie hätten Bakterien die Oberhand

Grafik Darm mit Bakterien
darm mit e-coli bacteria © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

In jedem Menschen leben Unmengen an Bakterien. Schätzungsweise leben allein im unteren Darmbereich eines Erwachsenen circa 100 Billionen Bakterien. Viele Mikroorganismen sind dabei sogar willkommene Gäste, denn sie greifen regulierend in den Verdauungsprozess ein. Durch eine ausgewogene Darmflora lebt ein Mensch sehr gesund.

Darmbakterien gehören in Darm

Doch natürlich gibt es auch die Bakterien, die alles andere als willkommen sind. Diese Erreger wollen sich im Körper einnisten und Krankheiten auslösen. Hier muss das Immunsystem aktiv werden, sonst drohen diverse Infektionen.

Auch die gern gesehenen Darmbakterien sind nur solange hilfreich, wie sie sich im Darm aufhalten. Bereits wenige dieser Bakterien könnten zur echten Gefahr werden, wenn sie den Darm verlassen und ins Blut wandern.

Eine zentrale Rolle der Eindämmung dieser Gefahr spielt die Leber. Sie gilt als das Entgiftungsorgan des Körpers, doch sie ist bei weitem nicht nur dafür da, den Alkohol der letzten Party zu beseitigen. Sie ist darüber hinaus eine Art körpereigene Firewall.

Der Darm selbst besitzt durch seine Schleimhaut eine eigene erste Barriere. Diese Darmbarriere ist für die Bakterien wie eine glatte Oberfläche, denn sie können sich daran nicht andocken. Zusätzlich gibt es in der Darmschleimhaut viele Leukozyten (weiße Blutkörperchen), die übertretende Bakterien abtöten.

Wenn die Darmbarriere schwach wird

Doch die Darmbarriere kann durchlässig werden; vor allen Dingen nach zu ausufernden Alkoholkonsum. Daher ist die Leber die nächste Schutzinstanz. Sie führt eine Art Filterung durch. Sie zieht aus den Blutgefäßen des Darms regelmäßig wichtige Nährstoffe zum Speichern.

Während dieses Stoffwechselprozesses entzieht sie den Blutgefäßen in Darmnähe aber zusätzlich giftige Substanzen. Dazu zählen auch Bakterien, die im Blut nichts verloren haben.

So filtert die Leber also als Firewall das Blut unmittelbar beim Darm und kann daher Bakterien abfangen, denen die Überwindung der Darmbarriere gelungen ist.

Beschwerden und Erkrankungen der Leber

Die Funktion der Leber kann durch verschiedene Krankheiten in Mitleidenschaft gezogen werden.

Liegt ein Leberschaden vor?

Es gibt einige Symptome, die eindeutig auf eine Schädigung der Leber hinweisen. Noch eher unspezifisch zeigen sich ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit sowie eine nachlassende Konzentrationsfähigkeit. Ganz typisch hingegen sind gelbliche Verfärbungen der Haut oder der Sklera, d.h. des weißen Teils im Auge.

Wenn Sie Schmerzen rechts unterhalb der Rippen beobachten, gehen diese möglicherweise von der Leber aus. Sollten Sie derartige Symptome bemerken, ist der Gang zum Arzt ein Muss.

Leberschäden - Das sind die wichtigsten Enzyme unserer "Entgiftungsfabrik"

Mehrere Blutproben in Röhrchen zur Blutuntersuchung im Labor
Blood tubes for centrifuging © angellodeco - www.fotolia.de

Die Leber entgiftet den Körper und ist deswegen überlebenswichtig. Darüber hinaus funktioniert das Organ aber auch als eine Art Enzymfabrik. Hier werden Inhaltsstoffe aus der täglichen Nahrung in neue Bestandteile zusammengesetzt, die dann den Stoffwechsel am laufen halten.

Wichtig sind besonders vier Leberenzyme: die Aspartat-Aminotransferase (AST), die Alanin-Aminotransferase (ALT), die Gamma-Glutamyltransferase (GGT) sowie die Alkalische Phosphatase (AP). Bei etwa einem Drittel aller Erhöhungen im GGT-Wert ist der Alkohol schuld. Auch Medikamentenmissbrauch oder Krankheiten wie Hepatitis können die Leber schwer schädigen. Ansonsten ist die Gefahr, einen Leberschaden zu erleiden, jedoch relativ gering.

Leberschäden rechtzeitig durch Labor-Untersuchung feststellen

Drei Reagenzgläser mit Blutproben auf einem Ständer im Labor, davor liegt ein Stethoskop
Prelevement de sang en laboratoire © JPC-PROD - www.fotolia.de

Leberschäden können durch eine rechtzeitige Behandlung behoben werden, so dass auch Spätfolgen wie beispielsweise Leberkrebs vermieden werden können. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte durch den Hausarzt zu empfehlen, wie die Deutsche Leberstiftung in Essen mitteilt.

Werden Leberschäden frühzeitig erkannt, so können sie gut behandelt werden und vor allem durch einen geänderten Lebensstil wirksam beeinflusst werden. An Leberkrebs erkranken in Deutschland jährlich etwa 5.000 Menschen und weltweit gehört dieser Krebs zu den fünf häufigsten Erkrankungen bei den Männern. Am 20. November findet der 11. Deutsche Lebertag mit zahlreichen regionale Veranstaltungen statt.

Viele Leberschäden werden nicht erkannt

3-D-Grafik mit rot-leuchtender Leber im Zentrum, umgeben von Hepatitis-Viren und Blutkörperchen
Liver Infection with hepatitis viruses. © bluebay2014 - www.fotolia.de

In Deutschland leben schätzungsweise fünf Millionen Menschen, die eine Lebererkrankung haben und dies nicht wissen. Auch über mögliche Folgen sind sich die betroffenen Menschen nicht klar.

Da man aber bei einer erkrankten Leber keine oder kaum Schmerzen verspürt, so wird die Erkrankung auch oft zu spät erkannt und behandelt, so dass sich schwerwiegende Folgen wie beispielsweise eine Leberzirrhose oder sogar Leberkrebs entwickeln können. Für eine Lebererkrankung ist nicht nur der Alkoholkonsum schuld, denn auch Virusinfektionen wie beispielsweise Hepatitis A, B, C, D und E greifen die Leber an. Für eine sogenannte Fettleber sind falsche Ernährung und zu wenig Bewegung die Hauptursache, wobei hier neben der Altersgruppe zwischen 55 und 75 Jahren neuerdimngs auch schon Kinder und Jugendliche betroffen sind.

Am 20. November ist der "Deutschen Lebertag" und die Deutsche Leberstiftung und die Apothekenkooperation "LINDA" bieten einen entsprechenden Selbsttest mittels Fragebogen an.

Wie geht es Ihrer Leber? Ein Atemtest könnte das künftig anzeigen

Wie durch das Spritzen von 13C-Methacetin die Leberwerte in 30 Minuten bestimmt werden können

Nahaufnahme Hand einer Ärztin hält Spritze
Closeup of a doctors hand holding syringe © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Die Leber hat als Entgiftungsorgan des Menschen jede Menge zu tun. Sie filtert schädliche Substanzen aus und kann dabei auch an ihre Grenze geraten. Klassisches Beispiel ist langjähriger Alkoholmissbrauch, bei dem die Leber irgendwann mit der Arbeit nicht mehr hinterherkommt und selbst krank wird.

Regelmäßige Bestimmung der Leberwerte besonders wichtig

Die Bestimmung der Leberwerte ist daher sehr wichtig, um diversen Krankheiten auf den Grund zu gehen. Bisher muss dafür Blut entnommen und im Labor analysiert werden.

Dies könnte sich in Zukunft jedoch als überflüssig herausstellen, sollte sich ein neu entwickelter Atemtest durchsetzen.

Moderner Atemtest zur Bestimmung der Leberwerte

In Berlin hat eine Firma die Entwicklung eines kleinen Geräts abgeschlossen, das auf den ersten Blick ziemlich unscheinbar ist. Das trügt jedoch, denn im Gerät verbirgt sich ein Schnelltest, der allein über die Atemluft eines Menschen bestimmen kann, wie es um dessen Leber steht.

Nötige Vorbereitungen durch den Arzt

Allerdings kann der Patienten nicht wie bei einer Verkehrskontrolle sofort ins Röhrchen blasen, sondern muss erst vom Arzt vorbereitet werden. Das geht allerdings ganz schnell.

Man bekommt dafür eine Spritze, in der sich "13C-Methacetin" befindet. Dabei handelt es sich um ein Molekül, das der Leber vertraut ist. Kommt 13C-Methacetin in der Leber an, werden dort Enzyme aktiv und bauen das Molekül ab. Dabei wird Kohlenstoff freigesetzt und wandert vom Blut in die Lunge.

Auswertung der Atemluft

Beim Ausatmen lässt sich dieser Kohlenstoff feststellen und unterscheidet sich dabei ein wenig von normalen Kohlenstoff der Atemluft. Durch diese Markierung kann der Atemtest genau feststellen, ob das gespritzte 13C-Methacetin in der Leber abgebaut wurde.

Je schlechter es der Leber geht, desto weniger fleißig ist sie beim Abbau und desto weniger markierter Kohlenstoff ist in der Atemluft. So kann das Gerät innerhalb von 30 Minuten zeigen, wie es um die Leber eines Patienten bestellt ist.

Fettleber

Zu den häufigsten Erkrankungen gehört die Fettleber (Steatosis hepatitis). Diese entsteht zumeist durch eine zu hohe Menge an Giften wie z.B. Alkohol. Da es dabei zu einer zunehmenden Einspeicherung von Fett kommt, schwillt die Leber an und verliert einige ihrer Funktionen.

Was ist eine Leberverfettung?

Die Zahl der Patienten mit einer Fettleber (Steatosis hepatis) nimmt stetig zu. Mehr als 85 Prozent der Diabetiker sowie der Personen mit starkem Übergewicht leiden unter einer Leberverfettung.

Bei den Erwachsenen trifft es hauptsächlich die Altersgruppe zwischen 40 und 60 Jahren, jedoch erkranken auch immer häufiger Kinder und Teenager. Steatosis hepatis gehört in Deutschland zu den weit verbreiteten Lebererkrankungen.

Normalerweise beträgt der Fettanteil der Leberzellen weniger als fünf Prozent. Die Leber verfettet, wenn die Leberzellen (Hepatozyten) übermäßig viele Fette, insbesondere Triglyceride, einlagern. Die Fettleber wird in unterschiedliche Schweregrade unterteilt.

Wie weit fortgeschritten die Leberzellenverfettung bereits ist, kann anhand einer Gewebeprobe bei einer Leberbiopsie festgestellt werden. Es gibt folgende Unterteilungen nach Schweregrad:

  • Leichtgradige Verfettung: Verfettet sind weniger als ein Drittel der Hepatozyten
  • Mittelgradige Verfettung: Mehr als ein Drittel der Leberzellen weisen eine übermäßige Verfettung auf
  • Schwere Fettleber: Mehr als zwei Drittel der Hepatozyten sind stark verfettet
Welche Ursachen begünstigen eine Fettleber?

Die Fettleber gehört zu den Zivilisationskrankheiten. Die heutige, oft ungesunde Lebensweise begünstigt die Entstehung von Steatosis hepatis.

Zu den Auslösern gehören neben Übergewicht durch zu viel Fastfood und Weißmehlprodukte sowie mangelnde Bewegung übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Arzneimittel. Doch auch bei schlanken Personen und Menschen, die keinen Alkohol trinken, können die Leberzellen verfetten.

Anhaltender Eiweißmangel kann beispielsweise durch Unterernährung entstehen, was ebenfalls eine Leberverfettung verursachen kann. Das Risiko für die Entstehung einer Fettleber erhöht sich zudem, wenn Teile der Leber operativ entfernt wurden oder während einer Schwangerschaft.

Gibt es typische Fettleber-Symptome?

Bei Menschen mit einer Fettleber steigt die Gefahr, an Diabetes Typ-2, Leberentzündung, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen oder an einem Leberkarzinom zu erkranken. Die Symptome bei einer Leberverfettung sind sehr vielfältig und oft unspezifisch.

Viele Betroffene merken erst sehr spät, dass die Leber Probleme macht. Manche haben keinerlei Beschwerden, andere spüren häufiger einen Druck auf der rechten Seite im Oberbauch oder leiden nach den Mahlzeiten verstärkt unter Völlegefühlen.

Das Tückische an der Fettleber ist, dass sie im Frühstadium kaum Beschwerden verursacht, denn wenn die Erkrankung unbemerkt fortschreitet, kann das ernste Folgen haben. Betroffene haben manchmal lediglich leichte Konzentrationsschwierigkeiten oder fühlen sich müde.

Selbst eine Blutuntersuchung mit Kontrolle der GOT und GPT Werte liefert im Anfangsstadium keine Hinweise auf verfettete Leberzellen. Symptome entstehen erst, wenn im Zuge der Leberverfettung Entzündungen entstehen, die mit Gelbsucht einhergehen können. Kann die Leber die Stoffwechselprozesse nicht mehr kontrolliert ausführen, verschlechtern sich die Blutfettwerte und Blutzuckerwerte.

Therapiemöglichkeiten bei Leberzellenverfettung

Eine Standard-Therapie mit Medikamenten gibt es bei einer Fettleber nicht. In erster Linie geht es um Ursachenforschung, um die Auslöser zu erkennen und zu beseitigen.

Übergewichtige müssen ihren Ernährungsstil entsprechend ändern und auf gesunde Kost umsteigen. Allerdings darf das Gewicht nicht zu schnell fallen, da rapider Gewichtsverlust die Verfettung der Leber sogar fördert.

Sportliche Aktivitäten wie

ist ebenso wichtig wie ein fettarmer Ernährungsstil und der Verzicht auf Alkohol. Wichtig ist zudem die regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks, sowie der Blutfett- und Blutzuckerwerte.

Gerade bei einer Fettleber sollten die Betroffenen ihre Ernährung auf

umstellen. Fisch und fettarmes Fleisch sollen natürlich auch auf dem Speiseplan stehen. Normalerweise können Patienten mit einer Fettleber aber im Gegensatz zu anderen Lebererkrankungen relativ normal weiteressen.

Zu den Behandlungsmaßnahmen gehören außerdem regelmäßige Ultraschalluntersuchungen der Leber, um möglichst früh Folgeerkrankungen wie Leberentzündungen oder Leberkrebs festzustellen. Sind Medikamente die Ursache für eine Steatosis, kann ein Umstieg auf ein anderes Präparat empfehlenswert sein.

Handelt es sich um eine Leberzirrhose, müssen im Rahmen der Fettleber-Therapie mögliche Komplikationen durch eine entsprechende Behandlung vermieden werden. Bei einer kompletten Zerstörung des Lebergewebes ist eine Heilung nicht möglich.

Der letzte Weg ist dann eine Lebertransplantation. Die transplantierte Leber übernimmt dann alle Funktionen des Stoffwechselorgans, das für die Steuerung von rund 500 biochemischen Vorgängen zuständig ist.

Prognose bei einer Steatosis hepatis

Die Prognose bei einer Leberverfettung ist abhängig vom Krankheitsstadium. Ebenso wichtig ist es, ob die Lebererkrankung alkoholbedingt ist. Bei einer Alkohol-Fettleber ist die Prognose weniger gut als bei einer nicht alkoholbedingten Steatosis. Dennoch ist auch die Fettleber, die durch Alkohol ausgelöst wird, zunächst gutartig.

Bei Alkoholverzicht kann sich die Leber wieder vollständig erholen. Eine Leberzirrhose kann zu Leberversagen führen. Die besten Aussichten auf Heilung haben Patienten, bei denen die Lebererkrankung frühzeitig festgestellt und behandelt wird.

Ist die Leber überfordert, wird sie zur Fettleber

Die lebensbedrohliche Veränderung, wird von den meisten Betroffenen gar nicht sofort bemerkt

3D Grafik menschliche Leber
menschliche leber © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Die Leber ist ein lebenswichtiges Organ, denn sie kümmert sich rund um die Uhr um die Entgiftung unseres Körpers. Allerdings können

der Leber gehörig zusetzen. Auch sie ist nur in Maßen belastbar und kann ein Übermaß an Giftstoffen nicht bewältigen. Wer seine Leber über Jahre hinweg überfordert, entwickelt schnell eine sogenannte Fettleber. Dies ist eine lebensbedrohliche Veränderung, die der Betroffene aber gar nicht sofort bemerkt.

Was geschieht, wenn man nicht handelt?

Die Veränderungen geschehen schleichend und zunächst ohne jedes Symptom. Schätzungen gehen davon aus, dass gut 30 Prozent der Deutschen unter einer Fettleber leiden und die Tendenz ist steigend. Übergewicht und falsche Ernährung werden zusehends zur Volkskrankheit.

Die Fettleber ist nur eine Zwischenstation zur Katastrophe. Meist entwickelt sich über die Jahre eine Leberentzündung oder sogar Leberkrebs.

Bewusst und gesund Leben

Vermeiden kann man eine Fettleber nur durch eines: bewusstes Leben. Übergewicht muss beseitigt werden und es darf keine ständige Aufnahme von Giftstoffen durch etwa Akohol und Drogen stattfinden.

Leberzirrhose

Im weiteren Verlauf kann es durch die chronische Überforderung der Leber zu einer irreparablen Leberzirrhose (Schrumpfleber) kommen, die sich durch verschiedene Beschwerden bemerkbar macht, wie etwa:

  • gelber Haut (Ikterus)
  • Müdigkeit
  • Leistungsabfall
  • Konzentrationsschwäche

Die gelbliche Haut entsteht dadurch, dass der gelbe Farbstoff Bilirubin von der Leber nicht mehr ausreichend verarbeitet werden kann.

Leber mit einer Lebenrzirrhose
Leber mit einer Lebenrzirrhose
Ernährungstipps

Anfangs genügt auch hier die Umstellung auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Im Verlauf der Erkrankung kann es jedoch aufgrund der Vernarbung der Leber zu einer Mangelernährung kommen. Die Betroffenen müssen dann darauf achten, nicht zu viel abzunehmen.

Hier empfiehlt es sich, gerade fettreiche Produkte wie fettreiche Milch und zum Beispiel Sahne zum Kochen zu verwenden. Zusätzlich können auch Nahrungsergänzungen aus der Apotheke notwendig werden. Auch pflanzliche Eiweiße sollten dem Körper ausreichend zugeführt werden.

Eine Komplikation bzw. eine Folge der Leberzirrhose kann die Bauchwassersucht (Aszites) sein. Hier muss man beim täglichen Essen darauf achten, nur noch sehr geringe Mengen Salz zu verzehren.

Hepatitis

Eine weitere häufige Erkrankung der Leber ist Hepatitis. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Leber, die unterschiedliche Ursachen haben kann, etwa:

Unterschieden wird dabei zwischen akuter und chronischer Hepatitis.

Ernährungstipps

Eine Hepatitis bedarf einer ärztlichen Behandlung sowie gegebenenfalls auch einer professionellen Ernährungsumstellung. Die Betroffenen sollten sich

  • ausgewogen und vitaminreich ernähren
  • viele Ballaststoffe zu sich nehmen und dabei
  • Vollkornprodukten den Weißmehlprodukten vorziehen.

Solange die Leber noch arbeitet, muss man in der Regel keine Schonkost einhalten. Normale ausgewogene Kost ist dann noch ausreichend. Erst wenn die Leber nicht mehr arbeitet oder Folgeerkrankungen wie die Bauchwassersucht entstehen, muss der Speiseplan geändert werden.

Leberkrebs

Die wohl gefährlichste Lebererkrankung ist Leberkrebs (Leberzellkarzinom), bei dem es zur Bildung eines bösartigen Tumors kommt. Weltweit gehört Leberkrebs zu den häufigsten bösartigen Tumoren.

Als Risikofaktoren für ein Leberkarzinom gelten:

Darstellung der Selektiven internen Radiotherapie bei Leberkrebs
Darstellung der Selektiven internen Radiotherapie bei Leberkrebs

Leber ist an Entstehung von Diabetes beteiligt

Stethoskop und Spritze auf einem blauen Blatt mit der Aufschrift "Diabetes"
Diabetes concept © Minerva Studio - www.fotolia.de

Neue Forschungsergebnisse kommen zu dem Schluss, dass die menschliche Leber daran Schuld sein kann, dass ein Mensch eine Resistenz gegen Insulin entwickelt.

Die Entdeckung stammt von Forschern aus Japan, die ein bislang unbekanntes Hormon entdeckt haben. Dieses Hormon gehört zur Leber und kann offenbar mit bewirken, dass der Körper gegen Insulin resistent wird. Diese Resistenz tritt bei allen Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 auf.

Wie groß das Mitwirken des neuentdeckten Hormons wirklich ist, sollen weitere Untersuchungen genauer herausfinden. Dass das Hormon alleiniger Sündenbock ist, ist sehr unwahrscheinlich. Doch die Erkenntnis könnte schon sehr wichtig sein, um die Prozesse bei der Entstehung von Diabetes besser zu verstehen und neue Therapien zu entwickeln.

Wenn Kinder Übergewicht haben, sollte auch einmal die Leber untersucht werden

Mädchen sitzt traurig auf Wiese und wird von Mädchen im Hintergrund ausgelacht
Two young girls bullying other young girl outdoors © Monkey Business - www.fotolia.de

Ulrich Fegeler, der Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland (BVKJ) empfiehlt allen Eltern, dass bei Kindern, die Übergewicht haben, auch öfters der Arzt die Leberwerte der Kinder kontrollieren sollte, denn es besteht hier auch das Risiko einer Leberverfettung.

Bei diesen Kindern liegt eine Störung des Energiestoffwechsels vor, so dass Müdigkeit und auch Schmerzen im Oberbauch erste Anzeichen dafür sind. Wenn zusätzlich auch eine Zuckerkrankheit vorliegt, so kann eine Hautverfärbung im Bereich der Achseln und des Nackens auftreten.

Bei einer Gelbsucht oder Vergrößerung der Milz können bei rechtzeitiger Diagnose eine kontrollierte Gewichtsreduzierung in Verbindung mit einer entsprechenden Ernährung helfen, bei Bedarf müssen auch Medikamente eingenommen werden.

Wie der Eisengehalt im Blut kontrolliert wird

Blutproben in Reagenzgläsern in Labor
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Damit der menschliche Körper nicht mit zu viel Eisen belastet wird, wird ständig der Eisengehalt im Blut kontrolliert und dementsprechend reguliert. Dafür ist das Hormon Hepcidin zuständig, das zwei Funktionen übernimmt. So wird einerseits die Eisenaufnahme aus dem Darm gehemmt und zweitens die Freisetzung des gespeicherten Eisens, vor allem aus der Leber, verhindert.

Dieses Vorgehen wird durch das leberspezifische Mikro-RNA miR22 bewirkt, wie jetzt Forscher in Heidelberg in einem Versuch mit Mäusen heraus fanden. Diese Erkenntnis könnte bei einer zukünftigen Behandlung von Patienten helfen, die an einer erblichen Hämochromatose erkrankt sind.

Bei der Hämochromatose handelt es sich um eine häufige Eisenspeicherkrankheit, wobei durch die zu große Menge an Eisen die Leber langsam zerstört werden kann. Die Ursache liegt an einer Fehlsteuerung, so unter anderem beim Hepcidin.

Warum kann Paracetamol zu Leberschäden führen? Studie sammelt neue Erkenntnisse

Rote Pillen auf einem Beipackzettel mit der Aufschrift Nebenwirkungen
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Paracetamol ist ein bekanntes Schmerzmittel, das schon von vielen Menschen eingenommen wurde. Allerdings kann das Mittel nicht nur Schmerzen beseitigen, sondern auch zu Leberschäden führen.

Derzeit versucht man im Experiment mit Mäusen herauszufinden, warum dies geschehen kann. Man hat den Verdacht, dass Paracetamol bewirkt, dass die Gap Junctions blockiert werden. Dabei handelt es sich um winzige Verbindungen, die zwischen jeder Leberzelle bestehen. Über die Verknüpfungen tauschen die Zellen Plasma aus und stehen so im unmittelbaren Kontakt.

Die Funktion dieses Kontakts kannte man lange nicht. Inzwischen weiß man aber, dass er ähnlich wie die Kanäle zwischen Zellen im Herzmuskel funktioniert. Es werden Signale ausgetauscht und weiter gegeben, damit alle Zellen miteinandern koordinieren.

Letzte Erkenntnisse zeigten, dass die Gap Junctions offenbar Immunsignale austauschen und so ihre gemeinsame Abwehr gegen Schäden stärken. Werden die Kanäle blockiert, etwa durch eine Überdosis an Paracetamol, können Leberschäden sich leichter ausbreiten.

Neue Ursache für eine Leberfibrose entdeckt

Mann und Frau im Labor, er guckt durch ein Mikroskop, sie sitzt mit Mundschutz und Schutzbrille vor einer Petrischale
Improving modern medicine. © gstockstudio - www.fotolia.de

Chronische Leberentzündungen können auch zu einer Leberfibrose führen, die bisher nicht heilbar ist. Bei dieser Erkrankung lagern sich schädliche Teile von Bindegewebe in der Leber ab, die schließlich zum Leberversagen führen.

Jetzt konnten Forscher von der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg einen möglichen Entstehungsfaktor identifizieren. Dadurch könnte in Zukunft vielleicht eine Behandlung oder sogar vorbeugende Maßnahmen möglich sein.

Für eine Leberfibrose können verschiedene Faktoren ausschlaggebend sein, wie eine durch Alkohol oder auch durch eine Stoffwechselstörung bedingte Fettleber. Aber auch irgendwelche dauernde Lebergifte sowie eine Virus-Infektion (Hepatitis) können die Ursache sein. Doch wie man auch schon früher festgestellt hat, kann eine anormale Immunantwort dafür in Frage kommen.

Jetzt stellten die Forscher also fest, dass bei den betroffenen Patienten der sogenannte Interleukin-33-Spiegel im Blut stärker als bei einem gesunden Menschen erhöht war. Weiter konnten die Forscher feststellen, dass bei genetischen Veränderungen, die das Fehlen von Interleukin-33 bewirken, diese Erkrankung nicht auftritt.

So könnte schon im Vorfeld über diesen Interleukin-33-Spiegel im Blut eine Leberfibrose diagnostiziert und das Fortschreiten durch ein spezielles Medikament möglicherweise verhindert werden.

Mediziner weisen darauf hin, dass die Leber im Alter langsamer arbeitet

Große Leber schwebt über den Händen eines Arztes im Krankenhaus (Fotomontage)
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Mediziner weisen darauf hin, dass die Leber im Alter langsamer arbeitet. Was selbstverständlich Folgen hat. Da die Leber im Alter nicht mehr so stark durchblutet wird und sich auch ihr Volumen reduziert, werden dementsprechend weniger Schadstoffe gefiltert.

Da allerdings mit zunehmenden Alter, Erkrankungen wie Diabetes, Übergewicht und chronische Krankheitszustände zunehmen, kann das negative Auswirkungen auf die Leber haben. Als besonders gefährlich stufen die Mediziner eine Hepatitis-A-Virusinfektion im Alter ein. Diese betrifft die Leber und der Verlauf ist meist schwerwiegend. Die Leber kann sich nur schlecht regenerieren. Aus diesem Grund empfehlen inzwischen einige Ärzte, die Impfung gegen Hepatitis-A.

Die Filterung der Schadstoffe erfolgt im Alter langsamer. Menschen, die zahlreiche Medikamente wegen verschiedener Erkrankungen einnehmen müssen, sind besonders anfällig für eine Lebererkrankung. Eine solche Infektion verläuft bei älteren Menschen meist dramatischer als bei jungen Patienten.

Darüber hinaus sorgt allerdings eine gesunde Lebensweise, mit viel Sport und ausgewogener Ernährung dafür, dass die Leber auch im Alter ihre Dienste verrichten kann. Darüberhinaus ist es empfehlenswert, ab einem gewissen Alter die Leberwerte regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Übergewicht beschleunigt die Alterung der Leber

Auch durch eine Gewichtsabnahme lässt sich die epigenetische Uhr nicht mehr zurückdrehen

Dicker und dünner Bauch gegenüber, Apfel und Hotdog in den Händen
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Beobachtungen haben gezeigt, dass Menschen mit Übergewicht deutlich häufiger an Leberkrebs erkrankten. Man ging im Allgemeinen davon aus, dass die schlechtere Ernährung daran Schuld ist. Nun ist Forschern jedoch aufgefallen, dass die Leberzellen offenbar ihren Alterungsprozess beschleunigen, wenn ein Mensch zu dick ist. Die Ernährung ist also nur indirekt das Problem.

In der Studie hatte man sich die Frage gestellt, wie Übergewicht auf Körperzellen wirkt. Dafür besah man sich unterschiedliche Gewebearten von Menschen.

Altersbestimmung durch die epigenetische Uhr

Um das Alter korrekt zu bestimmen, nutzte man die noch recht junge Methode der "epigenetischen Uhr". Dabei werden gezielt bestimmte Parameter aus der DNS einer Zelle untersucht. So kann man sehen, ob das genetische Informationsmaterial an sich altert. Daraus wiederum kann man ableiten, an welchem Punkt des natürlichen Alterungsprozesses sich die Zelle befindet.

Bei Leber Zusammenhang zwischen vorzeitiger Alterung und Übergewicht

Die Forscher untersuchten auf diese Weise verschiedene Gewebeproben aus unterschiedlichen Organen von dicken Menschen. Zur Kontrolle nahm man gleichaltrige Personen, die schlank waren.

Es stellte sich heraus, dass nur bei Leberzellen ein Zusammenhang zwischen der zu schnellen Alterung und dem Übergewicht sichtbar wurde. Andere Zellen alterten normal.

Gewichtsverlust erzielt keine Besserung

Interessant war allerdings, dass auch eine Gewichtsabnahme der Probanden nichts mehr an der vorzeitigen Alterung der Leber änderte. Auch wer nun die überschüssigen Kilos verlor, konnte die epigenetische Uhr nicht mehr zurückdrehen.

Dies zeigt zum einen, dass Übergewicht nach wie vor ein großes Gesundheitsrisiko ist. Die Studie zeigt aber auch, dass der beobachtete Zusammenhang zwischen Übergewicht und Leberkrebs auf die Alterung der Leberzellen zurückgehen könnte.

Nächste Schritte in der Forschung

Der nächste Schritt der Forscher soll es sein, die genauen Mechanismen bei dieser unnatürlichen Alterung aufzudecken. Man möchte auf diese Weise Therapien entwickeln, um bei Bedürftigen von außen eingreifen zu können.

Leberfibrose bei Kindern - Forscher entdecken die Ursache

Wissenschaftlerin im Labor guckt in ein Mikroskop
close up of scientist looking to microscope in lab © Syda Productions - www.fotolia.de

Eine Leberfibrose ist lebensgefährlich, denn bei den Betroffenen baut sich nach und nach das Lebergewebe ab und wird durch normales Bindegewebe ersetzt. Das Organ kann so seine Funktion immer schlechter erfüllen. Da die Leber das zentrale Organ zur Entgiftung des Körpers ist, wird dies lebensbedrohend.

Eine Leberfibrose tritt eigentlich nur bei Erwachsenen auf, daher war der Fall von gleich zwei Patienten im Kindesalter eine medizinische Sensation. In einer Familie hatten direkt zwei Mitglieder, nämlich die Geschwister, eine Leberfibrose bekommen. Die Mediziner waren leider nicht in der Lage, das Leben von Bruder und Schwester zu retten.

In den vergangenen zwei Jahren wurde aber fieberhaft geforscht, wie es zu einem so ungewöhnlichen Krankheitsfall kommen konnte. Nun können die Ärzte eine Antwort präsentieren und so auch eine mögliche Behandlung für weitere Krankheitsfälle vorschlagen.

Da die Geschwister an der gleichen Krankheit gelitten hatten, ging man von einer genetische Ursache aus. Bei der Suche in diese Richtung fanden deutsche Forscher dann heraus, dass bei den Kindern ein Defekt im Immunsystem vorgelegen hatte. Der genetische Fehler hatte bei den Patienten im Chromosom 16 gelegen.

Dort war ein Gen verändert, das zur Bildung von Interleukin-21 wichtig ist. Dieses Interleukin ist ein wichtiger Bestandteil des Immunsystem und soll als Signal dienen, um Krankheiten zu erkennen und abzuwehren. Das veränderte Gen führte jedoch zum Immundefekt und so zur Erkrankung der Kinder.

Zwar mussten diese kleinen Patienten an der Folge ihrer Immunschwäche sterben, doch die neue Erkenntnis der Forscher könnte künftige Betroffene vor diesem Schicksal bewahren. Nun, da man den Fehler kennt, kann man an einer Therapie mit Stammzellen arbeiten. Diese sollen die Schwachstelle im Immunsystem schließen.

Anstieg von nicht alkoholbedingten Lebererkrankungen - vor allem Zucker gilt als Risikofaktor

3D Grafik menschliche Organe, Leber in rot markiert
menschliche anatomie mit hervorgehobener leber © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

In Deutschland trinken über 80 Prozent der Bürger Alkohol, sodass jeder Erwachsene pro Jahr über 130 Liter an alkoholischen Getränken konsumiert. Ina Bergheim ist Professorin für Modellsysteme molekularer Ernährungsforschung von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und betont, dass gegen ein Gläschen ab und zu nichts einzuwenden sei. Bei hohem Alkoholkonsum kann es jedoch schnell zu einer Fettleberentzündung und schlimmstenfalls zur Leberzirrhose kommen. Allerdings ist nicht nur zu viel Alkohol Gift für die Leber.

In den letzten 30 Jahren gab es laut Bergheim einen enormen Anstieg der nicht alkoholbedingten Lebererkrankungen, was hauptsächlich an dem steigendem Verzehr von Zucker liegt. Heutzutage ist Zucker nämlich nicht nur in Kuchen und Süßigkeiten, sondern auch noch in zahlreichen anderen Nahrungsmitteln versteckt. Im Tiermodell hat ein chronischer Konsum von Zucker laut der Expertin zu ähnlichen Leberschäden wie übermäßiger Alkoholkonsum geführt.

Gutes für die Leber

Um Leberschäden vorzubeugen und das Organ bei einer vorhandenen Erkrankung nicht zusätzlich zu belasten, ist es wichtig, sich an einige Regeln zu halten.

Generell gilt: viel trinken!

In jedem Fall muss ein Patient mit einer Leberkrankung ausreichend trinken. Dabei jedoch keinesfalls Alkohol, da dieser die Leber zusätzlich schädigen kann.

sind die besten Getränke, um den Verlauf einer Lebererkrankung positiv zu beeinflussen.

Leber wird durch Koffein geschützt

Dampfende Kaffeetasse neben kleinen Keksen und Kaffeebohnen vor schwarzem Hintergrund
heißer, frischer Kaffee © Jenny Sturm - www.fotolia.de

Wer viel Koffein konsumiert, der tut seiner Leber etwas Gutes, denn wie eine Studie nun belegt, wirkt sich das Koffein auf das große menschliche Organ günstig aus.

So zeigten auch schon frühere Studien, dass das Sterberisiko an einer Leberzirrhose bei einem hohen Koffein-Konsum gesenkt wird. Bei der Studie wurden Patienten, bei denen eine Leberbiopsie vorgenommen werden sollte, also eine Entnahme einer Gewebeprobe, nach ihrem täglichen Konsum an Kaffee befragt.

Durchschnittlich nahmen die Befragten 195 mg Koffein täglich zu sich, das entspricht etwa eineinhalb Becher Kaffee. Als Ergebnis stellte man fest, dass durch eine erhöhte Koffein-Zufuhr das Risiko für eine sogenannte Leberfibrose positiv beeinflusst wird.

Sport begünstigt Heilungsprozess von Leberschäden

Joggerin mit Getränk im Park
Fitness girl in park © T.Tulic - www.fotolia.de

Menschen, die an einer so genannten Fettleber-Hepatitis leiden, können durch moderate sportliche Betätigung das Risiko einer Leberzirrhose verringern. Je mehr Kalorien verbrannt werden, desto besser. Die Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention in Frankfurt rät auch Patienten mit chronischer Leberentzündung dazu, regelmäßig Sport zu treiben, da dies den Heilungsprozess beschleunigt und Muskel- und Knochenschwund entgegenwirkt.

Patienten, die an Hepatitis leiden, sollten jedoch unbedingt darauf achten, sich körperlich nicht zu verausgaben. Vor allem Kontaktsportarten sollten gemieden werden, da die durch Viren verursachte Entzündung eine Fremdansteckung begünstigt.

Japanische Studie: Mäßiger Alkoholkonsum schützt gegen Fettleber

Wer regelmäßig statt gar keinen Alkohol trinkt, schützt sich vor einer Fettleber

Lachender Mann vor TV auf der Couch mit Pizza und Bier
Man Enjoying Beer And Pizza In Front Of TV © Monkey Business - www.fotolia.de

Yasunari Hiramine ist Ärztin am Koseiren Hospital im japanischen Kagoshima. Sie hat im aktuellen "Journal of Gastroenterology" eine Studie veröffentlicht, in der sie fast 1000 Männer in Bezug auf Leberfunktion und Alkoholkonsum untersucht hatte.Sie unterteilte die Männer in vier Gruppen:

  1. Nichttrinker
  2. Leichte Trinker mit durchschnittlich unter 20 Gramm Alkohol pro Tag
  3. Mäßige Trinker mit durchschnittlich unter 60 Gramm Alkohol am Tag und
  4. Starke Trinker mit über 60 Gramm pro Tag.

Leber der mäßigen Trinker am gesündesten

Die meisten Fettlebern fand sie bei den Nichttrinkern. 45 Prozent dieser Gruppe litten unter Fettleber. Die mäßigen Trinker hatten mit einem Anteil von 35 Prozent die wenigsten Fettlebern. Bei den leichten Trinkern waren es 39 und bei den starken Trinkern 40 Prozent. In Bezug auf Fettleber am gesündesten waren die mäßigen Trinker, die regelmäßig tranken, die also nicht an zwei Tagen im Monat die ganze Durchschnittsmenge zusammentranken.

Hiramine erklärt sich das überaschende Ergebnis damit, dass die mäßigen Trinker auch am wenigsten unter Übergewicht leiden. Übrigens empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Suchtfragen Männern 24 Gramm Alkohol am Tag und Frauen 12 Gramm.

In Deutschland fängt der starke Trinker offiziell also schon bei einer geringeren Menge an als in Japan. Eine Flasche Bier mit 0,33 Litern hat etwa 12, 5 Gramm reinen Alkohol, ein 0,2-Glas Wein 10 Gramm.

Wahl der Lebensmittel

Dazu gehört vor allem eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit möglichst regelmäßigen Mahlzeiten.

Diese sollten nicht zu üppig und belastend sein, insbesondere am Abend. Auch das Gläschen Rotwein und das Feierabendbier sollten Sie meiden, da Alkohol die Leber stark in Beschlag nimmt. Bei vorhandenen Leberentzündungen sollten Sie komplett "trocken" bleiben.

Die Nahrungsaufnahme ist einer der wichtigsten Faktoren für eine gesunde Leber. Wir müssen bei der Wahl der richtigen Lebensmittel sehr gewissenhaft und umsichtig sein, um unseren Körper und vor allem unsere Leber nicht zu belasten. Vor allem Fast-Food, scharfe Gerichte, fetthaltige Nahrungsmittel, Drogen und Alkohol sind für die Leber schädlich.

Daher sollten wir auf diese Art der Lebens- und Genussmittel weitestgehend verzichten und sie durch den Genuss von Obst, Gemüse und gesunden Speisen ersetzen, so dass die einwandfreie Funktion der Leber jetzt und in Zukunft gewährleistet ist.

Medikamente

Auch Medikamente und Arzneimittel sollten auf das Nötigste reduziert werden. Die Einnahme von zu vielen Medikamenten ist aus den einfach zu verstehenden Gründen nicht förderlich, da sie die Leber oftmals belasten. Die Alternative stellt die Naturheilkunde bereit, die mittlerweile adäquate, aber auf pflanzliche Basis orientierte Medikamente anbietet und nur in seltenen Fällen eine Belastung der Leber zu Folge haben.

Wärme

Wer seiner Leber zusätzlich etwas Gutes tun will, kann auf einen warmen Leberwickel zurückgreifen, der entspannend und entlastend auf das Drüsenorgan wirkt. Dazu kann man ein heißes, feuchtes Tuch um eine Wärmflasche wickeln und auf den rechten Oberbauch legen.

Obst und Gemüse waschen

Bestimmte Stoffe, die in gespritztem Obst und Gemüse enthalten sind, wie Pestizide, Chemikalien und Germizide, können zur Beeinträchtigung der Leberfunktion beitragen, so dass sie eine große Gefahr darstellen. Ein gründliches Abspülen von Obst und Gemüse kann hierbei helfen, die Rückstände dieser Stoffe zu beseitigen.

Fasten

Dieser Tipp ist ausgezeichnet, wenn Sie es schaffen, ihn zu befolgen: Fasten. Dies umfasst an ein bis zwei Tagen im Monat zu Fasten und ausschließlich Fruchtsäfte, Wasser, Zitronensaft oder Kokoswasser zu sich zu nehmen. Das ist eine ausgezeichnete Idee, um unsere Verdauung und die Tätigkeit unserer Leber zu beruhigen.

Bewegung

Aktivitäten wie Wandern, Joggen und Yoga sollten regelmäßig durchgeführt werden, um die Aktivität und den Gesundheitszustand unserer Leber zu unterstützen und zu erhalten. Durch die Bewegung bewirken Sie eine ganzheitliche, verbesserte Verfassung Ihres Körpers und, wenn Sie sich mit Ihrer Ernährung auseinandersetzen, auch mit schnellen und anhaltenden Veränderungen in Ihrem Lebensstil rechnen.

Sie werden ein entspannteres, ausgeglicheneres und erfüllteres Leben führen und mit dem Bewusstsein für Ihre Leber ein höheres Leistungsvermögen verzeichnen können. Genießen Sie die neuen Vitalkräfte in Ihnen, nachdem Sie einen oder auch mehrere der obigen Tipps umsetzen konnten und erfreuen Sie sich daran, dass Sie sich in Ihrem Körper viel besser und lebendiger fühlen.

Animieren Sie auch Familienmitglieder und Freunde über Ihre Ess- und Bewegungsgewohnheiten nachzudenken und bieten Sie in geselliger Runde ruhig des öfteren Wasser an oder leiten Sie einen Spaziergang nach dem Essen ein, so dass auch die Menschen in Ihrem nahen Umfeld von Ihren gesunden Angewohnheiten profitieren. Sie werden sehen, die ersten positiven Erwartungen werden nicht lange auf sich warten lassen.

Besonders, wer an der Frühjahrsmüdigkeit leidet, kann und sollte seiner Leber etwas Gutes tun...

Die Leber im Frühling auf Vordermann bringen

Nicht alle Menschen fühlen sich im Frühling topfit und ausgeruht. Oft ist von der so genannten Frühjahrsmüdigkeit die Rede. Die Belastung der Leber spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle.

Die Leber im Frühling

Sie gehört zu den zentralen Organgen des Körpers und übernimmt die wichtigsten Aufgaben des Stoffwechsels. Gerade in den Wintermonaten ist die Neigung allerdings oft groß, auf Kalorien- und Fettreiche Speisen zurück zu greifen.

Wenn es kalt ist, bevorzugen viele deftiges Essen und greifen gerne mal öfter zu Süßigkeiten. Für unsere Leber bedeutet das, dass sie Höchstleistungen erbringen muss. Da es aber zusätzlich meist an Sonne und Bewegung mangelt, neigt sie zum Verschlacken.

Durch die länger werdenden Tage produziert der Körper weniger Melatonin, das Schlafhormon. Gleichzeitig kann die Leber noch nicht auf voller Kraft laufen.

Dadurch kommt es im Frühling leicht zu Ein- und Durchschlafstörungen. Tagsüber fühlt man sich müde, schwach und anfällig für Infekte.

Der Kreislauf ist oft im Keller. Die Schlafstörungen sind dabei eine zusätzliche Bremse für die Leber, denn die arbeitet im Schlaf zwischen 1 und 3 Uhr in der Nacht normalerweise am effektivsten.

Gesund und ausgeruht

Dabei gibt es einige Tipps, um zu entgiften, entschlacken und der Leber auf die Sprünge zu helfen. Experten empfehlen vor allem Vitamin B, das sich in Milch und Vollkornprodukten findet. Auch Vitamin C aus Gemüse und Zitrusfrüchten tut ihr gut.

Zum Entschlacken eignet sich Löwenzahn und Löwenzahnsalat, aber auch diverse Teesorten haben diese Wirkung. Zudem ist Bewegung ganz wichtig, um Stoffwechsel und Kreislauf auf Touren zu bringen.

Ein bis zwei Sporteinheiten pro Woche werden empfohlen. Auch ein gelegentlicher Gang in die Sauna ist empfehlenswert.

Wer es einrichten kann, der ist auch mit einem Kurzurlaub am Meer gut beraten. Das macht nicht nur den Kopf frei, sondern die jodhaltige Luft hat auch eine anregende Wirkung auf die Leber.

Grundinformationen zur Leber

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: leber © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Realistic illustration of cirrhosis of human liver © eranicle - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Leber-Krebs.Neue Heilmethode.Selektive Interne Radio-Therapie © Henrie - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: menschliche leber © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: karaciger © eakn5409 - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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