19. Dezember 2009
Von Andreas Hadel
Mit den immer kälteren Temperaturen ist nicht nur der Winter in unsere Breitengrade zurückgekehrt, sondern auch unzählige Gründe, die Diätzügel etwas lockerer zu halten und die Workout-Peitsche nicht ganz so arg zu schwingen. Doch sind es wirklich Gründe oder eigentlich nur Entschuldigungen? Ein gesunder Lebensstil bleibt auch in dem Kalenderabschnitt mit der größten Feiertagsdichte ein Muss.
Wenn es an der Zeit ist, die Stiefel und schweren Mäntel wieder etwas zugänglicher im Kleiderschrank zu organisieren, verliert sich bei vielen der sommerliche Drang nach Aktivität und leichten Köstlichkeiten. Gesundheitsexperten warnen jedoch vor dieser alljährlich auftretenden Tendenz. Gerade im Winter neigen wir dazu, uns in kulinarischere Hinsicht etwas mehr zu gönnen als während der anderen Jahreszeiten. Ein genetisches Überleibsel unserer in Höhlen hausenden Vorfahren sorgt dafür, dass wir bei Kälte nach einer isolierenden Speckschicht trachten. Zumindest unterbewusst, was jedoch durch einen gesteigerten Appetit ziemlich deutlich wahrnehmbar wird. Daher müssen wir im Winter deutlich größere Anstrengungen unternehmen, um in Form zu kommen oder zu bleiben.
Was sich zunächst simpel anhört, kann jedoch in der rauhen Wirklichkeit ein Problem größeren Ausmaßes sein. Ein kluges Zeitmanagement und eine feste Entschlossenheit sind hier die richtigen Helfer in der Not.
Wenn Sie einen Fitnesstrainer fragen, was es braucht, um sich in Form zu bringen, werden Sie im Idealfall als Antwort erhalten, dass man eigentlich nur eine Entscheidung treffen muss. Der Punkt ist, dass man sich dem Ziel, fit zu werden, komplett verschreiben muss und es in sein Leben integrieren muss, wie den Wochenendeinkauf oder den gemeinsamen Spieleabend mit allen Familienmitgliedern. An Gesundheit kann man nicht sparen, hat einmal ein Referent auf einer Tagung für Gesundheitsexperten gesagt. Und ganz genau so sollten Sie das auch sehen.
Während der Wintermonate körperlich aktiv zu bleiben, hält sie mental ausgeglichen und gesund, da das regelmäßige Training einen positiven Effekt auf das Immunsystem hat. Viele Fitness-Studios bieten Kurse mittlerweile zu allen Zeiten des Tages an, so dass Sie nicht unbedingt gezwungen sind, nach einem langen Arbeitstag sich durch ein Workout zu peinigen. Stattdessen könnten Sie vor Büroantritt oder in der Mittagspause in Ihrem Studio eine kurze, aber intensive Spinning-Einheit einlegen. Machen Sie sich bewusst, dass sie nicht unbedingt lange oder besonders oft trainieren müssen, um Erfolg zu haben. Wenn Sie eher weniger, aber dafür regelmäßig Sport treiben, ist das viel Erfolg versprechender, als wenn Sie gleich das Handtuch schmeissen, weil Sie genau wissen, dass sie keine Zeit für vier Workouts mit 90 minütiger Dauer haben.
Neben den schweißtreibenden Dingen sind auch die kulinarischen Angelegenheiten im Winter im Auge zu behalten. Gerade in der Adventszeit duftet es an allen Ecken verlockend nach köstlichen Gaumenfreuden. Und eben weil es gebrannte Mandeln, Lebkuchen und Bratäpfel nur einmal im Jahr gibt, können Sie auch völlig zu Recht auf den inneren Schweinehund hören und Erbarmen zeigen. Wichtig hierbei ist jedoch Mäßigung. Wer jeden Tag auf dem Weg von der Arbeit beim Weihnachtsmarkt eine Runde dreht, legt den Grundstein für einen ruinierten Sommerurlaub. Machen Sie mit sich selbst eine Vereinbarung aus, dass wenn Sie mehrmals auf den Weihnachtsmarkt gehen wollen, jedes Mal nur einen einzigen der vielen Leckerbissen probieren.
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Von dem Autor Georgios F. Zarotis der Ratgeber Ziel Fitness-Club aus dem Meyer & Meyer Sport Verlag.