Kosmetika - Nutzen, Arten und Tipps zur Anwendung und Auswahl

Unter Kosmetika versteht man kosmetische Produkte, also solche, die der Körper- und Haut- sowie Schönheitspflege dienen. Diese soll mithilfe dieser Produkte auch erhalten oder verbessert werden. Für jeden Körperbereich finden sich dabei kleine Helferlein. Bei der Anwendung ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse von Haut und Haar zu kennen. Lesen Sie hier alles Wissenswerte rund um Kosmetika.

Wissenswertes über kosmetische Produkte

Was sind Kosmetika? - Nutzen und Arten

Kosmetika oder auch kosmetische Produkte sind unterschiedliche Produkte, die der Haut- und Körperpflege sowie der Schönheit dienen. Dabei geht es jedoch nicht nur um die äußere Pflege des Körpers; man möchte dadurch auch das innere Wohlbefinden steigern.

So alt wie die Menschheit selbst ist auch der Drang der Verschönerung und der Pflege des Körpers. Es gibt die Unterteilung in Pflegekosmetik und dekorative Kosmetik. Die Pflegekosmetik lässt sich dabei als Körperhygiene verstehen, während man mit der dekorativen Kosmetik den Körper schmücken möchte und dabei auch auf aktuelle Trends zurückgreift.

Die Produkte der Pflegekosmetik haben wirken auf Haut, Haare und Nägel reinigend, stabilisierend und schützend. Auch gibt es deodorierende bzw. parfümierende Kosmetika. Kosmetische Produkte haben des Weiteren auch einen Anti-Aging-Effekt.

Eine klare Trennlinie zwischen hygienischen Anwendungen, kosmetischen Behandlungen und Wellnessmethoden zu ziehen, fällt schwer. Jedoch gibt es einige Verfahren, die ausschließlich für eine ärztlichen Durchführung bestimmt sind.

Verwendung: Einteilung der Kosmetika in fünf Segemente

Die kosmetischen Produkte lassen sich in bestimmte Segmente aufteilen. So gibt es die Kategorie Reinigung, Pflege und Schutz; hierzu zählen etwa

Kosmetika für jeden Haut- und Haartyp und jede Situation

Die angebotenen kosmetischen Produkte bieten eine sehr große Vielfalt, sodass für jeden Haut- und Haartyp und für jedes Problem in diesen Bereichen das passende Helferlein gefunden werden kann. So finden sich beispielsweise Produkte

um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Kosmetika für Damen und Herren

Dabei mag das Angebot für Frauen allein schon durch den Bereich von Make-up und Co. deutlich größer ausfallen. Doch steigt auch das Interesse in Sachen Körperpflege und -verschönerung unter den Männern stetig an, sodass es mittlerweile auch Pflegelinien speziell für die männliche Kundschaft zu kaufen gibt. Hier geht man auf die Ansprüche männlicher Haut ein und bietet beispielsweise Pflegemittel für den Bart an.

Kosmetika speziell für Babys und Kinder

Und auch für die Kleinsten gibt es separate Pflegelinien. So hat Babys Haut ganz andere Ansprüche als die eines Erwachsenen. Kosmetika für Kinder sind zudem auch schon optisch zu unterscheiden; so sollen sie zum Beispiel das Baden zu einem besonderen Erlebnis machen, indem die Verpackung bereits in Form von lustigen Tieren daherkommt. Auch spezielle Anforderungen wie zum Beispiel kein Brennen in den Augen beim Haarewaschen sind hier von Bedeutung.

Tipps und Hinweise rund um die Auswahl und Anwendung von Kosmetika

Bei der Nutzung von Kosmetika kommt es in jedem Bereich darauf an, dass das jeweilige Produkt zum Haut- und Haartyp passt. Nur so kann es auch die gewünschte Wirkung bringen.

Ebenso ist beim Kauf auf eine gewisse Qualität zu achten. Besonders empfindliche Menschen oder solche mit bestimmten Erkrankungen etc. können sonst Probleme mit der Verträglichkeit haben.

Hinweise für Kontaktlinsenträger beim Kauf von Kosmetika

Vorsichtig sollten die Trägerinnen von Kontaktlinsen sein. Vor allem beim Einkauf von Wimperntusche, Lidschatten und anderen Produkten, die direkt am Auge angewandt werden, sollte die Inhaltsangabe sorgfältig überprüft werden. Denn Inhaltsstoffe können die Augen so reizen, dass die Kontaktlinsen plötzlich unverträglich sind.

Hier sollte man darauf achten, dass die von ihr ausgesuchten Kosmetika, ausdrücklich als für "Kontaktlinsen geeignet" gekennzeichnet sind. Dieses Prädikat erhalten nur Produkte, die augenärztlich auf die Verträglichkeit mit Kontaktlinsen hin überprüft wurden. Wer sich unsicher ist ob die Produkte, die er verwendet überhaupt für die Nutzung in Verbindung mit Kontaktlinsen geeignet sind, der sollte sich in einer Parfümerie oder Drogerie beraten lassen.

Egal ob man empfindliche Haut hat oder Kontaktlinsen trägt, sie sollte unbedingt die Auswahl ihrer Kosmetika mit der Beratung einer Fachfrau oder eines Fachmanns tätigen. Denn eine Beratung ist eine kostenlose Leistung, die sich lohnt. Die Angestellten von Parfümerien und Drogerien können durch ihre beratende Tätigkeit verhindern, dass Frau teure Kosmetika kauft, die sie vielleicht gar nicht verträgt.

Bessere Verträglichkeit von Naturkosmetik?

Um seiner Haut etwas Gutes zu tun, sollten vorrangig reizarme und hautähnliche Produkte verwendet werden. Besonders Allergiker oder Menschen mit Hauterkrankungen profitieren von der Verwendung von Naturkosmetik. Wer auf die Inhaltsstoffe achtet, kann das Produkt genau auf die Bedürfnisse der Haut anpassen.

Alternative und natürliche Inhaltsstoffe in Kosmetika

Wer in Sachen Kosmetik auf Nummer sicher gehen und jedes Risiko vermeiden möchte, der sollte sich im Bereich der Naturkosmetik umsehen. Diese ist in den letzten Jahren viel preiswerter geworden und heute in nahezu jeder Drogerie zu finden.

Gab es früher im Bereich der Naturkosmetik nur ausgewählte Produkte, gibt es heute ein breites Sortiment, das sich an den Wünschen und den Bedürfnissen der Kunden orientiert.

Grundsätzlich gilt für Produkte, die damit werben Naturkosmetik zu sein, dass sie nur aus natürlichen Zutaten hergestellt werden dürfen. Dadurch wird jedoch die Haltbarkeit dieser Produkte beeinflusst. Das heißt das man bei der Lagerung unbedingt darauf achten muss, dass die Kosmetika möglichst kühl und dunkel aufbewahrt werden.

Kosmetika mit Doktortitel - Vor- und Nachteile

Tiegel und Töpfchen mit Doktortitel sind gefragt wie nie. Dabei ist das Phänomen gar nicht neu, wohl jeder kennt die Gesichtspflege "Hormocenta", entwickelt von dem bekannten Chirurg Professor Dr. Ferdinand Sauerbruch.

In der Naturkosmetik haben sich die Produkte von Dr. Eckstein und Dr. Hauschka einen Namen gemacht. Ihnen folgten noch sehr viele andere Mediziner, die Pflegeprodukte entwickelten und sich längst auf dem reich umkämpften Kosmetikmarkt etabliert haben.

Lukrative Nebengeschäft für Mediziner

Dieses lukrative Nebengeschäft entdecken immer mehr niedergelassene Dermatologen und plastische Chirurgen, sie bieten ebenfalls Kosmetika mit Doktortitel an und machen ihren Namen zur Marke. Die Präparate können in der Praxis und per Mausklick, auf der Homepage der Mediziner gekauft werden - ganz ohne Rezept.

In kosmetischen Fragen werden immer häufiger Ärzte konsultiert, sie bestimmen den Hauttyp und empfehlen die entsprechende Pflegeserie. Diese Beratung wird gerne von den Patienten in Anspruch genommen.

Machen wir uns nichts vor, ein Doktortitel beeindruckt uns (zumindest unbewusst) immer noch, auch wenn wir den Arzt nicht mehr als "Gott in Weiß" sehen. Entsprechend verlockend wirken Kosmetika mit Doktortitel oder sogar Professorentitel auf uns. Meistens kommen die kleinen Döschen und Tiegel mit Doktortitel sehr schlicht daher, um auf die Kundinnen seriös und glaubwürdig zu wirken.

Diese Taktik hat sich bewährt, glamouröse Verpackungen und die einstmals beliebten Kosmetika mit Luxuslabel werden in die hintersten Reihen der Cremesammlung verbannt und der bescheidene Tiegel mit Doktor-Brands, in schlichtem Weiß, thront ganz vorne.

Stolzer Preis bei gleichen Inhaltsstoffen

Jede Frau möchte schön sein, doch sind Kosmetika mit Doktortitel wirklich besser? Sicherlich nicht. Jede Creme muss in Deutschland von unabhängigen Testinstituten geprüft werden, bevor sie auf den Markt kommt. Großindustriell hergestellte Kosmetika sind genauso gut, denn die wirksamen Bestandteile sind immer gleich.

Die Bestimmung des Hauttyps bei einem Mediziner ist von Vorteil, ob die Kosmetika des Arztes gekauft und verwendet wird, bleibt jedem selbst überlassen. Die Produkte sind sicherlich gut, haben aber ihren Preis. Ein kleiner Tiegel Creme mit Doktortitel ist kaum unter 100 Euro zu bekommen.

Geschichte und Entwicklung von Kosmetika

Um ihre Schönheit zu betonen, benutzen vor allem Frauen seit Jahrtausenden verschiedene Präparate um sich zu schminken. Schon im alten Ägypten schminkten sich Männer wie Frauen die Augen, wie auf den vielen gut erhaltenen Hieroglyphen zu sehen ist gehörte ein Lidstrich zum guten Ton. Und auch im Mittelalter galt es als Schick sich zu schminken, wobei es große Unterschiede zwischen den Ständen gab:

  • So schminkten sich die adligen Damen die Lippen rot,
  • die gemeine Bürgerfrau schminkte sich kaum und
  • bei den Dirnen galten die rot geschminkten Brustwarzen als Erkennungszeichen.

Giftige Substanzen in damaligen kosmetischen Produkten

Egal, aus welchem Grund geschminkt wurde, das Schminken war nicht immer so einfach und ungefährlich wie heute. Oft wurden giftige Substanzen zum Schminken benutzt, wo etwa im Barock als es Schick war sein Gesicht aschfahl abzupudern. Dazu wurden Gesteine zu feinstem Staub vermahlen, die leider sehr bleihaltig waren, sodass die Menschen sich durch das Auftragen der Schminke mit der Zeit eine Bleivergiftung zuzogen.

Denn die Haut kann Stoffe, die aufgetragen werden aufnehmen, auch wenn diese trocken wie etwa das Puder sind. Für die Lippen wurde oft ein intensives Rot verwandt, das sehr kadmiumhaltig war und so ebenfalls zu Vergiftungen führte.

Heutige Inhaltsstoffe in Kosmetika

Von Vergiftungen und Co. kann heutzutage natürlich keine Rede mehr sein. Die einzelnen Bestandteile von kosmetischen Produkten zu erkennen und zu verstehen, fällt dennoch häufig schwer. Diesem Thema haben wir hier einen separaten Artikel gewidmet.

Quellen:

  • Petra Doleschalek: Kosmetik selbst gemacht. Die sanfte Pflege für Haut und Haar, Anaconda, 2008, ISBN 3866472587
  • Heinz Knieriemen und Paul Silas Pfyl: Kosmetik-Inhaltsstoffe von A bis Z: Der kritische Ratgeber, AT Verlag, 2005, ISBN 3855029741

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