4. August 2010
Als Mineralstoffe werden lebenswichtige, anorganische Nährstoffe bezeichnet. Da der Körper nicht in der Lage ist, sie selbst herzustellen, muss er sie über die Nahrung aufnehmen.
Bei Mineralstoffen, die man auch Minerale nennt, handelt es sich um lebenswichtige, anorganische Nährstoffe. Diese können vom menschlichen Organismus nicht selbst hergestellt werden. Aus diesem Grund muss der Körper sie über die Nahrung erhalten.
Unterteilt werden die unterschiedlichen Mineralstoffe nach Konzentration und Funktion. So bezeichnet man Elemente, die in hoher Konzentration im menschlichen Körper vorkommen, als Mengenelemente oder Makroelemente. Als Richtwert gelten mehr als 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Elemente, die unter diesem Wert liegen, werden dagegen als Spurenelemente oder Mikroelemente bezeichnet. Zu den Mengenelementen gehören Calcium, Chlor, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor und Schwefel. Als essentielle Spurenelemente bezeichnet man Eisen, Zink, Jod, Fluor, Chrom, Cobalt, Mangan, Kupfer, Selen, Molybdän, Vanadium und Silicium.
Bei einigen dieser Spurenelemente steht bis heute nicht fest, ob sie eine physiologische Aufgabe haben oder sich nur zufällig im Körper befinden. Je nach ihrer Funktion im Organismus unterscheidet man bei Mineralstoffen zwischen Baustoffen und Reglerstoffen. Zu den Baustoffen gehören zum Beispiel Mineralien wie Calcium, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor, während Kupfer, Jod und Eisen zu den Reglerstoffen gezählt werden.
Bei den meisten Mineralstoffen spielt die richtige Dosierung eine wichtige Rolle. So können sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss an dem jeweiligen Stoff gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.
Die Funktionen der Mineralstoffe im menschlichen Körper sind unterschiedlich. Einige, wie beispielsweise Kalium und Natrium, können sich gegenseitig beeinflussen. Andere Stoffe wiederum kommen in Hormonen vor. Dazu gehört vor allem Jod, das in den Schilddrüsenhormonen enthalten ist. Manche Mengenelemente spielen eine Rolle als Elektrolyte und sind an der Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks oder an der Elektroneutralität in den Körperflüssigkeiten beteiligt. Manche Mineralstoffe, wie z.B. Chlor, sind in ihrer ursprünglichen Form sogar giftig. Durch eine Verbindung mit anderen Elementen werden sie jedoch lebensnotwendig, wie beispielsweise Chlorid, das in Natriumchlorid vorkommt.
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