2. November 2011
Nahrungsergänzungsmittel sollten eigentlich nur eingenommen werden, wenn ein nachweislicher Mangel vorliegt. Auch eine Überdosierung ist zu vermeiden und die empfohlene Tagesmenge sollte auf keinen Fall überschritten werden.
Vitamine und Mineralstoffe können auch Schaden anrichten und zu Beschwerden, Erkrankungen oder gar Vergiftungen führen. Ein Zuviel an Vitaminen nennt man Hypervitaminose. Es wird viel zu oft und unüberlegt zu Nahrungsergänzungsmitteln gegriffen, sie machen ja auch glauben, dass es sich dabei um etwas Gesundes handelt und nicht, dass sie dem Körper schaden könnten. Gerade Kombipräparate sind verführerisch, der schnelle Griff zur Pille und alle gesundheitlichen Bedürfnisse sind abgedeckt. So denken jedenfalls viele Verbraucher. Selbst wenn ein Mangel an einem Vitamin oder Mineralstoff besteht, muss man deswegen nicht die ganzen Vitamine und Mineralstoffe von A bis Z einnehmen. Denn eine Überversorgung kann genauso schädlich sein, wie eine Unterversorgung. Manche Kombipräparate ergeben auch einfach keinen Sinn, so gibt es Mineralstoffe, die sich gegenseitig bei der Aufnahme behindern, aber gemeinsam in einem Kombipräparat zu finden sind.
Vitamin C ist wasserlöslich und bei einer Überdosierung kann es über die Niere und den Urin ausgeschieden werden, es kann lediglich Durchfälle verursachen. Bei den meisten anderen Vitaminen kann es aber bei einer Überdosierung zu massiven Beschwerden oder Erkrankungen kommen. Es können sich Nieren- oder Gallensteine bilden, teilweise können sie zu regelrechten Vergiftungserscheinungen führen. Vitamin B6 kann sogar bei monate- oder jahrelanger Einnahme die Nerven schädigen. Hohe Dosen von Vitamin B3 können den Blutdruck senken oder Schwindelgefühle verursachen, außerdem kann ein erhöhter Harnsäuregehalt im Blut auftreten.
Auch eine Überdosierung von bestimmten Mineralstoffen und Spurenelementen kann zu massiven Beschwerden oder Vergiftungserscheinungen führen. Bei Zink können schon bei der dreifachen Menge der empfohlenen Tagesdosis unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Weiterhin vergessen die meisten Konsumenten, wenn sie die empfohlene Tagesdosis auf der Packung beachten, dass sie ja auch mit der Nahrung Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen. Calcium kann zum Beispiel in hoher Dosierung zu Nierensteinen führen. Eisen führt in hohen Dosen zu Vergiftungserscheinungen, wie Magen-Darm-Probleme, Bauchkrämpfe oder gar Schock. Kupfer hochdosiert kann Erbrechen verursachen. Ein Zuviel an Mangan beeinträchtigt die Aufnahme von Eisen, Kupfer und Zink. Es gibt also auch ein Zuviel des Guten, deshalb sollte man bewusst mit Nahrungsergänzungsmitteln umgehen und sie nicht kritiklos einnehmen.
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