12. Juli 2008
(IME/Frankfurt/M.) Amerikanischen Forschern ist es erstmals gelungen, eine direkte Verbindung zwischen Stress und Übergewicht herzustellen.
In einer Untersuchung mit Mäusen konnten sie zeigen, dass ein Botenstoff, das so genannte Neuropeptid Y, und sein Rezeptor durch Stress aktiviert werden und zur Bildung von Fettgewebe führen. Das Gehirn habe auf diesen Prozess keinen Einfluss, so die Wissenschaftler.
Nach Injektionen mit dem Botenstoff bildeten die Mäuse vor allem um die Bauchgegend neues Fettgewebe. Gaben die Wissenschaftler einen Hemmstoff dazu, konnten sie den Gewichtsanstieg dagegen bremsen. Stress führte jedoch nur bei einer übermäßig hohen Kalorienzufuhr zu Übergewicht. Gestresste, aber normal ernährte Tiere nahmen nicht zu.
Die Forscher sind überzeugt, dass die Ergebnisse auch auf Menschen übertragbar sind. Stress alleine führe noch nicht zu Übergewicht. Doch verschiedene Stressfaktoren wie Konflikte am Arbeitsplatz, Eheprobleme oder auch Depressionen können die Wirkung einer zu kalorienreichen Ernährung verstärken.
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