15. Oktober 2009
Durchblutungsstörungen können an verschiedenen Stellen des menschlichen Körpers vorkommen und verursachen dort unterschiedliche Beschwerden. Die Behandlung einer Durchblutungsstörung ist umfangreich.
Durchblutungsstörungen können in Armen und Beinen einschließlich der Finger und Zehen, jedoch auch in Organen wie dem Darm, im Gehirn oder dem Herzen auftreten. Je nachdem, wo genau sich die Durchblutungsstörung befindet, empfindet der Patient andere Beschwerden.
Eine Durchblutungsstörung in den Armen oder Beinen spürt der Patient meist durch äußerst starke Schmerzen in der jeweiligen Extremität. Die Schmerzen treten ganz plötzlich auf. Dadurch, dass keine Durchblutung mehr erfolgt, erscheint die Haut an diesem Arm oder Bein weiß. Der Patient hat oftmals kein Gefühl mehr und die Extremität kann auch gelähmt sein.
Patienten, die unter einer chronischen Durchblutungsstörung im Bereich der Beine leiden, können nur noch kurze Strecken gehen und müssen regelmäßig wieder stehen bleiben. Die Patienten verspüren die Schmerzen teilweise auch, wenn sie die Beine nicht belasten. Schlimmstenfalls stirbt das Bein bei dieser Form der Durchblutungsstörungen ab, was sich durch eine Schwarzfärbung der Haut äußert.
Patienten, die eine Durchblutungsstörung im Darm haben, bemerken starke Schmerzen im Bereich des Bauches, die nach dem Essen auftreten. Häufig essen die Patienten dadurch weniger und nehmen an Gewicht ab.
Bei einer anderen Form der Durchblutungsstörung im Darm treten die Schmerzen plötzlich und heftig auf und sind begleitet von einer Bauchfellentzündung.
Besteht die Durchblutungsstörung im Gehirn, haben die Patienten Probleme beim Schlucken und Sprechen, sehen auf einem Auge schlechter, fühlen sich schwindelig, haben Ohrgeräusche, sind äußerst vergesslich und verwirrt und wissen häufig nicht, wo sie sich befinden.
Durchblutungsstörungen im Herzen können verschiedene Krankheiten verursachen. Meist spürt der Patient hier Schmerzen im Brustbereich.
Um Durchblutungsstörungen zu behandeln, ist eine umfassende Therapie notwendig. Der Arzt behandelt dabei zum einen die akuten Beschwerden des Patienten und versucht zum anderen eine Verschlimmerung der Durchblutungsstörungen zu verhindern.
Je nachdem, wo sich die Durchblutungsstörung befindet und wie ernst die Situation ist, lagert der Arzt die betroffene Extremität niedriger als die andere. Der Patient erhält Schmerzmedikamente und ein Blut verdünnendes Medikament gespritzt. Teilweise erhalten die Patienten auch eine Infusion, um den Flüssigkeitshaushalt des Körpers auszugleichen. Liegt ein Notfall vor, kann auch eine Beatmung notwendig werden.
In jedem Fall muss bei Patienten mit Durchblutungsstörungen die Durchblutung verbessert werden. Die Patienten müssen sich viel bewegen, was zum Beispiel im Rahmen einer krankengymnastischen Behandlung geschieht.
Es gibt auch durchblutungsfördernde Bäder, die von einem Physiotherapeuten angeboten werden. Diese können ebenfalls helfen, eine Verschlimmerung der Durchblutungsstörungen zu verhindern.
Daneben gibt es weitere operative Methoden, die Durchblutungsstörungen zu behandeln. Konnte der Arzt bei seiner Diagnostik ein Blutgerinnsel aufgrund der Durchblutungsstörungen diagnostizieren, kann dieses durch bestimmte Medikamente aufgelöst werden, in dem diese das Blut verdünnen. Diese Behandlungsmethode wird Lysetherapie genannt. Das Medikament wird dazu direkt in das betroffene Blutgefäß gespritzt oder auch durch eine Spritze in den Arm des Patienten verabreicht.
Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit, das verengte Blutgefäß zu weiten. Dies wird im Rahmen einer Gefäßdilatation durchgeführt. Mit Hilfe eines kleinen Ballons wird das Blutgefäß so wieder geöffnet. Damit sich das Gefäß an dieser Stelle nicht wieder verengen kann, können die Ärzte auch einen Stent einsetzen, der verhindert, dass sich das Blutgefäß erneut verengt.
Helfen diese Maßnahmen nicht, so kann es auch notwendig sein, den Arm oder das Bein zu amputieren und gegebenenfalls durch eine Prothese zu ersetzen.
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