8. Dezember 2008
Von Tanja Tasci
Immer mehr Menschen leiden an Durchblutungsstörungen. Häufig wird verdrängt, dass Durchblutungsstörungen durch den Lebenswandel begünstigt werden.
Durchblutungsstörungen gelten als Volkskrankheit Nummer Eins in allen Industriestaaten. Denn durch mangelnde Bewegung, Nikotin, Diabetes mellitus, einseitige Belastung und natürlich durch die Art der Ernährung können Durchblutungsstörungen erst entstehen. Um dem vorzubeugen bedarf es Eigeninitiative, denn nur wer seinen Lebensalltag bewusst mit gesunder Ernährung und viel Bewegung gestaltet, kann das Risiko, an Durchblutungsstörungen zu erkranken, reduzieren.
Die Folge von Durchblutungsstörungen sind neben mittelstarken bis starken Schmerzen, auch das Absterben der betroffenen Zellen bei Nichtbehandlung. Häufig sind die Beine (Schaufensterkrankheit) und das Herz von Durchblutungsstörungen betroffen. Wenn Durchblutungsstörungen vom Arzt diagnostiziert wurden, sollte sofort mit einer Therapie begonnen werden, denn nur so kann dem Fortschreiten der Durchblutungsstörungen entgegen gewirkt werden.
Als erstes müssen die auftretenden Symptome behandelt werden, sodass die Schmerzen nachlassen. Dies ist allerdings nur der erste Schritt, denn noch wichtiger ist es, eine Gesamtstrategie zu erstellen um das Fortschreiten der Krankheit zu verhindern. Um die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten, muss die Gehstrecke verbessert werden, d.h. die Strecke, die beschwerdefrei absolviert werden kann. Letztlich hat auch bei einer fortgeschrittenen Durchblutungsstörung die Erhaltung der Extremitäten oberste Priorität.
Medikamentös kann nur indirekt auf die Durchblutungsstörung eingewirkt werden. So steht hier die Behandlung von Risikofaktoren an erster Stelle. Doch auch die Begleiterscheinungen wie mangelnde Sauerstoffversorgung des Körpers müssen behandelt werden. Zusätzlich sollte die Fließeigenschaft des Bluts mit Thrombozyten-Aggregationshemmern verbessert werden. Hier ist Acetylsalicylsäure wohl am bekanntesten, da dieser Bestandteil auch in den berühmten Aspirin vorhanden ist. Bei fortgeschrittener Krankheit bedarf es oft einer Infusionstherapie, welche die Flexibilität der roten Blutkörperchen steigert und eine Blutverdünnung durchführt. Zur Schmerzbehandlung werden herkömmliche Schmerzmittel (Antirheumatika) herangezogen. Bei Fortgeschrittener Erkrankung und starken Schmerzen müssen oft auch Opiate (z.B. Morphium) genutzt werden. Zusätzlich lohnen Bewegungstherapien und Physiotherapien, denn so kann die Durchblutung auf natürliche Weise gestärkt werden.
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