7. Dezember 2011
Obwohl die Wechseljahre keine Krankheit sind, leiden viele Frauen in dieser Lebensphase unter verschiedenen Beschwerden. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die lästigen Symptome zu lindern.
Als Wechseljahre oder Klimakterium bezeichnet man den Zeitabschnitt der hormonellen Umstellung. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Lebensabschnitt, der bei vielen Frauen zu verschiedenen Beschwerden führt. Diese lassen sich jedoch wirksam lindern.
Zu den Wechseljahresbeschwerden gehören vor allem nächtliches Schwitzen, Hitzewallungen, Konzentrationsstörungen, Nervosität und depressive Verstimmungen. Auch Juckreiz und Trockenheit im Genitalbereich, Schlaflosigkeit, Herzrasen, Schwindelgefühle sowie das Nachlassen der Libido sind keine Seltenheit. Doch nur bei etwa einem Drittel der betroffenen Frauen ist eine medizinische Behandlung erforderlich. So leidet also nicht jede Frau unter starken Wechseljahresbeschwerden. Auch die Dauer der Symptome ist unterschiedlich und kann zwischen einigen Monaten und drei Jahren liegen. Eine bewährte Behandlungsmöglichkeit ist die Hormonersatztherapie, bei der verschiedene Hormonpräparate verabreicht werden. Man kann jedoch auch selbst etwas tun.
Hilfreich gegen Wechseljahresbeschwerden ist eine gesunde Ernährung. Experten empfehlen eine vollwertige Kost, zu der reichlich Obst und Gemüse gehören sollte. Auch Milchprodukte sind sehr wichtig, um die Knochen zu stärken. Eine ausgewogene Ernährungsweise hat zudem den Vorteil, dass man Übergewicht vorbeugt. Durch das zunehmende Alter kommt es nämlich zu einem geringeren Verbrauch von Energie, wodurch sich die Figur verändert. Die Mahlzeiten sollten möglichst regelmäßig erfolgen, um starke Blutzuckerschwankungen zu verhindern, die wiederum zu Hitzewallungen führen.
Ein weiteres gutes Mittel gegen die Beschwerden der Wechseljahre ist genügend Bewegung. Daher empfiehlt es sich, regelmäßig an die frische Luft zu gehen und einen Spaziergang oder eine Fahrradtour zu unternehmen. Auch sportliche Aktivitäten und Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder autogenes Training gelten als hilfreich. Die Bewegung hat zudem den positiven Effekt, dass Herz und Knochen gestärkt werden. Um Hitzewallungen entgegenzuwirken, ist es ratsam, mehrere dünne Kleidungsstücke übereinander zu tragen, die man bei Bedarf ablegen kann. Um eine erholsame Nachtruhe zu gewährleisten, sollte man Bettwäsche aus Baumwolle verwenden und den Schlafraum kühl halten.
Da es in den Wechseljahren aufgrund des Östrogenmangels zu einer rascheren Alterung der Haut kommt, muss diese besonders gut gepflegt werden. Empfehlenswert sind Pflegeprodukte, die mehr Fett als Feuchtigkeit enthalten. Vermeiden sollte man lieber Zigarettenkonsum, lange Sonnenbäder und Solariumsbesuche, da diese Dinge der Haut schaden können. Als hilfreich gegen eine trockene Scheide gelten Feuchtigkeitscremes und hormonfreie Gleitmittel.
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