3. November 2011
Der Menstruationszyklus ist ein Vorgang im Körper der Frau, der normalerweise 28 Tage dauert. Aus verschiedenen Gründen kann es jedoch zu Zyklusstörungen kommen.
Störungen des Menstruationszyklus bezeichnet man auch als Menstruationsstörungen oder Blutungsanomalien. Die Ursachen dafür sind vielfältig.
Bei jeder gesunden Frau kommt es in ihrer fruchtbaren Lebensphase zu etwa 500 Menstruationszyklen, wobei es durchaus Abweichungen geben kann, die jedoch normal sind. Doch fast jede Frau hat es ab und zu mit Menstruationsstörungen zu tun. So kann die Monatsblutung entweder zu schwach oder zu stark sein, zu früh kommen oder ausbleiben. Manchmal treten auch Zwischenblutungen oder Schmierblutungen auf.
Bei Störungen des Menstruationszyklus unterscheidet man zwischen zwei Gruppen, die als Tempostörungen bzw. Rhythmusstörungen oder als Typusstörungen bezeichnet werden. Als Rhythmusstörungen gelten die Amenorrhö, bei der der Zyklus ausbleibt, die Oligomenorrhö, bei der der Zyklus länger dauert, sowie die Polymenorrhö, die kürzer als ein normaler Menstruationszyklus ist. Zu den Typusstörungen zählt man die Hypermenorrhö, bei der es zu sehr starken Blutungen kommt, die Hypomenorrhö, bei der die Blutungen nur sehr schwach ausfallen, die Metrorrhagie, bei der unregelmäßige Zwischenblutungen auftreten, die Menorrhagie, bei der die Blutung übermäßig lange dauert, sowie die Dysmenorrhö, bei der die betroffenen Frauen unter Regelschmerzen leiden.
Da es viele verschiedene Formen von Menstruationsstörungen gibt, sind auch die Ursachen mannigfaltig. In vielen Fällen sind Hormonstörungen oder organische Krankheiten für die Unregelmäßigkeiten des Zyklus verantwortlich. Dazu gehören u.a. Erkrankungen der Geschlechtsorgane wie Polypen (Ausstülpungen der Schleimhaut), Myome (Tumore des Muskelgewebes), Endometriose (Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut, die außerhalb der Gebärmutter auftreten) sowie bösartige Tumore wie Gebärmutter- oder Scheidenkrebs. Weitere Erkrankungen können Diabetes mellitus, Fehlfunktionen der Schilddrüse sowie Leber- oder Nierenleiden sein. Ebenso bewirken Erkrankungen von hormonbildenden Drüsen mitunter das Ausbleiben der Menstruation. Manchmal sind auch bestimmte Medikamente wie Hormonpräparate, blutdrucksenkende Mittel oder Psychopharmaka für die Menstruationsstörungen ursächlich.
Doch nicht immer muss eine Krankheit hinter den Zyklusstörungen stecken. So können auch Übergewicht, Mangelernährung, die Umstellung auf ein anderes Klima oder Leistungssport Auswirkungen auf den Menstruationszyklus haben. Oftmals spielen auch psychische Probleme eine Rolle, denn im Zyklusgeschehen wird häufig das seelische Befinden widergespiegelt. Dabei können die betroffenen Frauen unter Beziehungskonflikten, einem unerfüllten Kinderwunsch, sexuellen Problemen oder Stress leiden.
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Der Ratgeber Die Tage vor den Tagen zu dem Thema Menstruation und Menstruationszyklus von Caroline Shreeve.
