Fettreiche Ernährung kann zu Geburtsdefekten führen

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  • von Andreas Hadel
Schwangere Frau belegt Pizza mit Bananenscheiben

Wissenschaftler der englischen Oxford-Universität glauben einen Zusammenhang zwischen einer Ernährung, die viele Fette beinhaltet, und dem Risiko ein Baby mit Geburtsdefekten wie zum Beispiel einem unvollständig ausgeprägten Herz oder einer offenen Lippen-Kiefer-Gaumenspalte auszutragen, entdeckt zu haben.

Für ihre Untersuchungen nutzten die Forscher zwei Mäuse-Populationen, bei denen das Gen "Cited2" fehlte. Ein Fehlen dieses Genes kann zu der Ausbildung von Herzdefekten führen.

Eine der beiden Mäuse-Gruppen wurde vor und während der Schwangerschaft mit stark fettreichem Futter gefüttert. Die andere Gruppe erhielt normales Tierfutter, dass nach den gängigen Richtlinien einer gesunden Diät zusammengestellt wurde.

Mit Hilfe der Magnet-Resonanz-Fotografie studierten die Wissenschaftler die Entwicklung der kommenden Mäusegeneration. Es zeigte sich, dass die mit viel Fett gefütterten Muttertiere zu einer siebenfach erhöhten Wahrscheinlichkeit Jungtiere mit einer offenen Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zur Welt brachten. Das Risiko, Nachwuchs mit Herzdefekten zu gebären, war doppelt so hoch.

Die Wissenschaftler sehen in ihrer Forschungsarbeit einen großen Erfolg, da sie zeige, dass die Kombination von Gendefekten und schlechter Ernährung zu einem vielfach erhöhten Risiko führe. Demnach kann eine ausgewogene Ernährung dazu beitragen, gesunde Kinder zur Welt zu bringen.

Interessant an dieser Studie ist vor allem, dass sich offenbar auch das Ernährungsverhalten unmittelbar vor der Schwangerschaft auf die Entwicklung der kommenden Generation auswirken kann.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: pregnant mum to be © Violetstar - www.fotolia.de

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