21. Oktober 2009
Viele verschiedene Krankheiten zählen zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Diagnostik erfolgt beim Hausarzt, dem Internisten und/oder einem Kardiologen.
Da jede Herz-Kreislauf-Erkrankung andere Symptome verursacht, können die Beschwerden nicht verallgemeinert werden.
Zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören bekannte Erkrankungen wie der Bluthochdruck (Hypertonie), die Koronare Herzkrankheit (KHK) und auch der Herzinfarkt.
Ein Bluthochdruck verursacht viele Jahre lang keinerlei Beschwerden, was jedoch tückisch ist. Die Hypertonie kann die Grundlage vieler weiterer ernster Erkrankungen sein. Patienten, die irgendwann Symptome ihres hohen Blutdrucks bemerken, klagen über Kopfschmerzen und Schwindelgefühle. Auch Nasenbluten ist oft ein charakteristisches Symptom einer Hypertonie. Ist der Blutdruck zum Beispiel aufgrund eines Ereignisses kurzzeitig extrem erhöht, sind die Patienten oft nicht mehr klar bei Bewusstsein und haben Sehstörungen.
Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit klagen über Brustschmerzen, die in die linke Schulter und den Arm ausstrahlen. Dieses Symptom gehört zur Krankheit Angina pectoris, die ein Teil der koronaren Herzkrankheit darstellt. Meist tritt dieser Angina pectoris-Anfall unter großer Belastung auf. Die Beschwerden verschwinden wieder, wenn sich der Patient ausruht bzw. beruhigt. Während dieses Anfalles schwitzen die Patienten und haben starke Atemnot.
Die koronare Herzkrankheit bzw. die Angina pectoris sind häufig die Vorstufe eines Herzinfarktes. Die Patienten bemerken zuvor ein Engegefühl in der Brust. Ein Herzinfarkt äußert sich dann ähnlich wie ein Angina pectoris-Anfall, jedoch dauern die Beschwerden länger an. Auch wenn die Patienten ihre Notfallmedikamente gegen die Angina pectoris einnehmen, verschwinden die Beschwerden nicht. Die Patienten sehen blass aus, sind äußerst unruhig und berichten über Todesangst. Auch hier haben die Patienten Probleme beim Atmen. Vielen Betroffenen ist übel und sie müssen sich übergeben. Ein schwerer Herzinfarkt geht auch mit Bewusstlosigkeit einher.
Die Erstdiagnose erfolgt meist beim behandelnden Hausarzt. Der Herzinfarkt wird oftmals auch von einem herbeigerufenen Notarzt diagnostiziert.
Da viele Patienten jahrelang ihren hohen Blutdruck nicht bemerken, wird dieser meist im Rahmen einer Routineuntersuchung diagnostiziert. Dies erfolgt zum Beispiel bei Frauen im Rahmen der Krebsvorsorge, bei der der Blutdruck routinemäßig gemessen wird. Auch bei einem allgemeinen Check-up gehört das Blutdruckmessen dazu. Übersteigt der Blutdruck Werte von 120/80 liegt ein Bluthochdruck vor. Dabei muss jedoch beachtet werden, wie alt der Patient ist und ob der Patient männlich oder weiblich ist. Je älter die Patienten sind, desto höher kann auch der Blutdruck sein. Werte von 140/90 sollten jedoch nicht überschritten werden. Ist der Blutdruck bei der ersten Messung erhöht, wird der Patient ein zweites Mal einbestellt und der Blutdruck erneut gemessen. Zusätzlich wird dem Patienten auch ein 24-Stunden-Blutdruckmessgerät angelegt. Der Patient erhält dazu eine Manschette um den Arm, das Gerät wird am Gürtel getragen. In regelmäßigen Abständen misst das Gerät nun 24 Stunden lang den Blutdruck, so dass der Arzt auch die Werte im Ruhezustand sowie während des Schlafens kontrollieren kann.
Auch zur Diagnostik einer koronaren Herzkrankheit gehört die Blutdruckmessung. Zusätzlich wird hier auch ein EKG geschrieben, um Veränderungen an den Herzströmen feststellen zu können. Meist wird auch ein Belastungs-EKG durchgeführt. Der Patient sitzt dazu auf einem Fahrrad und tritt in die Pedale, während gleichzeitig ein EKG geschrieben wird. Der Arzt kann hier die Herzveränderungen während der Belastung beurteilen. Auch ein Langzeit-EKG wird dem Patienten angelegt. Die Elektroden des EKGs verbleiben dann für 24 Stunden am Oberkörper des Patienten, das Gerät wird an einem Gürtel getragen. So kann der Arzt die Herzaktionen den ganzen Tag und auch nachts über beurteilen. Neben weiteren spezifischen Untersuchungen wird auch eine Angiografie durchgeführt. Der Patient erhält ein Kontrastmittel, bevor die Herzkranzgefäße geröntgt werden.
Ein Herzinfarkt wird meist bereits durch die typischen Symptome diagnostiziert. Zusätzlich wird auch hier ein EKG geschrieben. Dies kann auch bei dem Patienten zu Hause durch einen Notarzt erfolgen. Durch die Veränderungen auf dem EKG kann der Arzt beurteilen, wo genau sich der Herzinfarkt am Herzen befindet und wann dieser eingetreten ist. Entweder in der Hausarztpraxis oder bereits im Krankenhaus werden auch die Blutwerte kontrolliert. Bei einem Herzinfarkt sind bestimmte Enzymwerte erhöht.
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