Erkältung - Ursachen, Symptome und Behandlung

Bei einer Erkältung handelt es sich um einen grippalen Infekt; dabei liegt eine Infektion der oberen Atemwege vor. Verschiedene Ursachen begünstigen die Entstehung einer Erkältung, so etwa eine Verkühlung, Abwehrschwäche oder auch Stress. Der Verlauf ist meist harmlos und dauert einige Zeit. Eine Erkältung zeichnet sich durch typische Symptome, wie etwa Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen aus. Die Diagnostik ist für den Arzt alltägliche Routine. Lesen Sie über die Ursachen, Symptome sowie die Behandlung einer Erkältung.

Die Entstehung einer Erkältung und wie man sie erkennen und behandeln kann

Krankheitsbild

Spricht man von einer Erkältung oder einem grippalen Infekt, ist damit eine Infektion der oberen Atemwege gemeint. Diese wird normalerweise von Viren verursacht.

Zu den typischen Erkältungssymptomen gehören Halsschmerzen, Schnupfen und Husten. Ergreift man sofort Gegenmaßnahmen, lassen sich die Viren jedoch ausbremsen.

Warum Kinder häufiger als Erwachsene erkältet sind

Die Erkältung (grippaler Infekt) ist eine Virusinfektion der oberen Atemwege mit typischen Symptomen wie Niesanfällen, verschnupfter Nase und Husten. Kinder sind besonders anfällig für die Virusinfektion, da sie gegen viele Viren noch nicht immun sind.

Dies ändert sich von Erkältung zu Erkältung, denn bei jeder Virusinfektion erwirbt das Kind eine Immunität gegen das entsprechende Virus. Mit zunehmendem Alter sinkt daher das Risiko an einer weiteren Erkältung.

Besonders häufig fangen sich Kids Infekte in der Herbst- und Winterzeit ein, doch auch im Sommer attackieren Erkältungsviren Säuglinge und Kleinkinder. In der Pubertät nimmt die Infektanfälligkeit allmählich ab.

Ursachen

Eine Erkältung wird durch Viren ausgelöst. Man steckt sich bei anderen Personen durch die so genannte Tröpfcheninfektion an.

Auslöser für Erkältungen sind Rhinoviren, aber auch Myxo- oder Echoerreger. Diese Viren verursachen Entzündungen im Nasen- und Rachenraum. Als besonders tückisch für Babys gelten Respiratory-Syncytial-Erreger, die auch zu Lungenentzündungen führen können.

Die Erkältungsviren, von denen es über 100 unterschiedliche gibt, werden durch Husten, Sprechen oder Niesen von der kranken Person auf eine noch gesunde Person übertragen. Häufige Ansteckungsherde bei Kindern sind außerdem Spielsachen oder ungewaschene Hände.

Faktoren die eine Virusinfektion in der Regel begünstigen, sind unter anderem Abwehrschwäche, Stress und vor allem eine kalte Nase, Ohren oder Füße.

Krankheitsverlauf

Bis sich die ersten Erkältungssymptome bemerkbar machen, dauert dies nur wenige Tage (i.d.R. 2 bis 5 Tage). Meist beginnt die Erkältung mit einer laufenden Nase und/oder einem kratzenden Hals. Je nach Schwere des Erkältungsvirus und dem Immunsystem des Kranken gehen diese Symptome dann auch auf die Nebenhöhlen oder die Bronchien über.

Im Gegensatz zu einer echten Grippe ist die Erkältung jedoch im Normalfall harmlos und dauert zwischen ein und zwei Wochen, bis alle Symptome abgeklungen sind. In seltenen Fällen können sich jedoch auch aus einer harmlosen Erkältung ernsthafte Folgeerkrankungen entwickeln. Dazu zählt zum Beispiel die Mittelohrentzündung oder Lungenentzündung. Diese Folgeerkrankungen müssen unbedingt ärztlich behandelt werden.

Symptome

Jeden kann eine Erkältung treffen, vom Säugling bis zum alten Menschen. Wer eine Erkältung hat, hat

  • Schnupfen
  • eine verstopfte oder laufende Nase
  • Husten
  • leichtes Fieber
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen und
  • ist meist sehr müde.

Besonders bei einer verstopften Nase entsteht auch ein Druck in den Ohren. Fast jeder Mensch bekommt mehrmals jährlich eine Erkältung.

Diagnose

Im Volksmund wird die Erkältung oft "Grippe" genannt. Zwischen einer richtigen Grippe und einer meist harmlosen Erkältung liegen jedoch Welten.

Der Arzt kann eine Erkältung ganz einfach diagnostizieren, indem er sich den Patienten ansieht und ihn nach seinen Beschwerden befragt. Bestehen nur die typischen Erkältungssymptome, ist ein Gang zum Arzt normalerweise nicht nötig.

Erst wenn aus dem leichten Fieber sehr hohes Fieber wird oder sich die Symptome untypisch verstärken, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dauert der Husten zum Beispiel lange Zeit an, könnte eine Bronchitis dahinter stecken. Der Arzt kann dies durch Abhören feststellen.

Therapie

Erkältungssymptome kann man sehr gut selbst mit Hausmitteln oder frei verkäuflichen Arzneimitteln therapieren. Chemische Antibiotika sind bei Erkältungskrankheiten weitgehend machtlos, da sie nur gegen Bakterien wirken, Erkältungen jedoch viral bedingt sind.

Die so genannten pflanzlichen Antibiotika sind hier wirksamer - so zum Beispiel die Senföle aus Meerrettich und Kapuzinerkresse. Wen es schon erwischt hat, der sollte sich gut schonen.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Sehr wichtig ist das Trinken. Besonders wenn Fieber besteht, sollte der Kranke auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Am besten eignen sich hier Wasser und Tee. Kräutertees, Hühnerbrühe und Vitamin C-haltige Säfte sind besonders empfehlenswert. Die Flüssigkeit bewirkt auch, dass sich der Schleim in Hals und Nase löst.

Zwiebelsirup

Zwiebelsirup, bestehend aus aufgekochten Zwiebeln und Zucker, lindert einen vorhandenen Husten und täglich ein bis zwei Esslöffel kaltgeschleuderten Honig auf der Zunge zergehen lassen wirkt wie ein natürliches Antibiotikum.

Nasenmedikamente und Inhalation

Gegen eine verstopfte Nase kann man Nasentropfen bzw. ein Nasenspray verwenden. Dieses bewirkt ein Abschwellen der Nasenschleimhaut und verhindert so ein Übergreifen auf die Nebenhöhlen oder das Ohr. Nasentropfen oder –sprays sollten jedoch nur über einen kurzen Zeitraum verwendet werden, damit sich die Nasenschleimhaut nicht an die Flüssigkeit gewöhnt und dauerhaft trocken bleibt.

Gegen eine verstopfte Nase, ein Druckgefühl auf den Ohren oder erste Nebenhöhlenbeschwerden hilft auch Inhalieren, zum Beispiel mit Kamillenblüten. Man kocht dazu heißes Wasser und gibt dieses zusammen mit den Kamillenblüten in eine Schüssel. Zum Inhalieren legt man am besten ein Handtuch über den Kopf und atmet die Dämpfe ein.

Das Wasser sollte jedoch nicht zu heiß sein, damit man sich keine Verbrühungen zuzieht. Der warme Dampf löst in der Regel die verstopfte Nase und verschafft so auch im Bereich der Ohren und Nebenhöhlen Erleichterung.

Schniefnasen werden wieder frei, wenn man sich seine persönliche Salzlösung anmischt. Hierzu nimmt man Wasser und einige Gramm Meer- oder auch Kochsalz. Spezielle Nasenspüler erhält man in der Apotheke oder auch im Reformhaus und kann mit dieser Kombination jederzeit für eine atmungsfreie Nase sorgen. Je nach Heftigkeit des Schnupfens sollte man mehrmals täglich die Nase mit dieser Salzlösung durchspülen.

Bei Kindern auf richtige Dosierung achten

Nasentropfen werden sehr häufig bei Kindern eingesetzt. Gerade Babys atmen kaum durch den Mund und brauchen eine freie Nase.

Allerdings sollten Eltern grundsätzlich auf die richtige Dosierung achten und sich in der Apotheke beraten lassen. Denn erhalten Säuglinge zu hohe Dosen, kann es zu gefährlichen Komplikationen kommen.

Für ältere Kinder gibt es neben Nasentropfen schleimhautabschwellende Sprays, die in kurzer Zeit für freie Nasenatmung sorgen. Besonders schonend sind Spülungen mit Meerwasser. Leiden Kinder neben Schnupfen an Husten und Heiserkeit, haben sich schleimlösende Thymian-Extrakte bewährt.

Gute Nasenmedikamente wirken gegen Fließschnupfen und Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder Katarrhe im Mittelohr. Nasenpräparate für Kinder dürfen wie bei Erwachsenen nicht länger als sieben Tage angewendet werden. Nach einer mehrtägigen Pause ist eine erneute Anwendung möglich.

Kindgerechte Inhalationshilfen

Das Inhalieren mit Handtuch über einem Kochtopf oder einer Schüssel ist für Kinder nicht ratsam. Die Kleinen können sich verbrühen oder geraten in der engen Umgebung in Panik. Die Dämpfe sind oft so heiß, dass sie Augen und Nasenschleimhaut stark reizen.

Besser eignen sich kindgerechte Inhalationshilfen aus der Apotheke, die Dampftropfen entwickeln. Inhaliergeräte für Kinder sind mit speziellen Elementen für Mund und Nase ausgestattet, die perfekt an die Anatomie angepasst sind. Dampfinhalatoren produzieren Tropfen, die auf direktem Weg in die Atemwege gelangen und dort ihre wohltuende Wirkung auf die Schleimhäute entfalten.

Für kleinere Kinder eignen sich Salzlösungen oder Aufgüsse aus Kamille- und Salbeiblättern. Bei ätherischen Ölen ist Vorsicht geboten, denn sie können die Augen reizen, Husten auslösen und sogar zu Atemnot führen. Für Kinder sind Gelkapseln empfehlenswert, die geöffnet und dem warmem Wasser zugesetzt werden.

Als Inhaliergeräte für die Bronchien eignen sich Ultraschallvernebler, die mit feinen Düsen arbeiten. Diese Geräte werden in Apotheken und im Sanitätsfachhandel angeboten.

Bäder und Wickel

Oft empfindet man auch ein warmes Vollbad mit einem Zusatz Erkältungsbad als sehr angenehm. Ein warmes Fußbad hilft nicht bloß gegen kalte Füße, sondern fördert auch die Durchblutung des Rachens und lindert Schluckbeschwerden. Tipp: geben Sie dem heißen Wasser zusätzlich noch 2-3 Esslöffel Salz hinzu.

Gegen leichtes Fieber kann man auch Wadenwickel machen, anstatt Medikamente einzunehmen. Man taucht dazu Handtücher in lauwarmes (nicht kaltes!) Wasser und legt diese um die Waden herum. Darüber wird noch ein trockenes Tuch gewickelt und der Kranke fest zugedeckt. Nach etwa 15 bis 20 Minuten kann man den Wickel abnehmen und gegebenenfalls wieder erneuern.

Leidet man unter Erkältungskopfschmerzen dann bewähren sich die heilsamen Dämpfe des Senfes: Senfwickel aus drei Teelöffeln Senfmehl und Wasser, als Brei angerührt, wirken natürlich und ohne chemische Medikamente.

Hierzu sollte man den Brei auf einen Waschlappen geben und zwischen die Schulterblätter und dem Nacken legen. Zugedeckt eine halbe Stunde ausruhen bewirkt, dass das Senföl das Blut aus dem Kopf nach unten zieht. Nicht erschrecken, wenn man den Waschlappen abnimmt, denn es entsteht für kurze Zeit ein harmloser roter Fleck.

Weitere Tipps, um die Symptome zu lindern

Neben den erwähnten Hausmitteln sollten noch einige Dinge beachtet werden, damit die Erkältungssymptome schneller gelindert werden können und andere Menschen nicht angesteckt werden. Dazu gehören:

Ein Erkältungsbalsam mit ätherischen Ölen, eingerieben auf Brust und Rücken, befreit die Atemwege.

Bezogen auf die einzelnen Beschwerden, lauten die Tipps wie folgt...

Mittel gegen Halsschmerzen

Ein grippaler Infekt kündigt sich meist mit einem Kratzen im Hals an, das sich im weiteren Verlauf zu unangenehmen Halsschmerzen mit Beschwerden beim Schlucken ausweitet.

Kartoffelwickel

Als bewährtes Mittel zur Linderung gelten Halswickel mit Kartoffeln. Dazu werden etwa ein halbes Dutzend Pellkartoffeln gekocht.

Anschließend wickelt man die heißen Kartoffeln zunächst in Haushaltspapier und dann in ein Tuch aus Baumwolle ein. Anschließend werden die Kartoffeln mit einem Nudelholz zerdrückt.

Zwiebelwickel

Als Alternative zu den Kartoffeln lassen sich auch Zwiebeln verwenden. So werden ca. vier bis fünf Zwiebeln gehackt und in kurz in Wasser gedünstet, bevor man sie auf die gleiche Weise wie die Kartoffeln einwickelt.

Um die Wärme besser zu isolieren, kann um den Wickel noch ein Handtuch gelegt werden. Die Halswickel lässt man so lange auf dem Hals, wie es einem angenehm ist.

Mittel gegen Schnupfen

Zu den wohl lästigsten Symptomen bei einer Erkältung gehört der Schnupfen, der mit einer verstopften Nase und Atembeschwerden einher geht.

Schwitzkuren

Um die Nase wieder frei zu bekommen, werden Schwitzkuren mit heißem

empfohlen.

Nasenspray und Rotlicht

Ist der Schnupfen so hartnäckig, das auch die Kräuter keine Besserung bewirken, kann man auf ein schleimhautabschwellendes Nasenspray zurückgreifen. Um ein Austrocknen der Nasenschleimhaut zu verhindern, sollte man ein Präparat verwenden, das Pantothensäure enthält. Auf diese Weise wird dem Austrocknen der Schleimhäute entgegengewirkt.

Darüber hinaus hat Pantothensäure eine wundheilende und entzündungshemmende Wirkung. Ebenfalls hilfreich ist die Anwendung von warmem Rotlicht.

Mittel gegen Husten

Um Husten zu bekämpfen, ist es wichtig, viel zu trinken. Vor allem spezielle Husten- und Bronchialtees helfen bei der Lösung des Schleims.

Eine unterstützende Wirkung beim Abhusten haben Inhalationen mit ätherischen Ölen wie Eukalyptusöl oder Thymian. Am besten inhaliert man die hustenstillenden Mittel vor dem Schlafengehen, um einen erholsamen Schlaf zu ermöglichen.

Normalerweise bessern sich die typischen Erkältungssymptome nach drei Tagen wieder. Sollte dies nicht der Fall sein, empfiehlt es sich, einen Arzt zu Rate zu ziehen.

Die Behandlung einer Erkältung lässt sich auch durch Bezug auf die vier Elemente angehen...

Vier Elemente im Kampf gegen den Schnupfen

Feuer, Wasser, Erde und Luft gelten in der westlichen Welt als die vier Elemente. Doch was hat das mit dem Immunsystem und der Heilung von Erkältungen zu tun?

Feuer

Das Element Feuer steht an dieser Stelle für Heilung durch Wärme,

  • die Keime und Erreger im Körper abtötet
  • Entzündungsprozesse eindämmt und
  • die Heilung aktiviert.

Daher ist das Wärmebedürfnis im Krankheitsfall oft sehr groß und der Körper reagiert bei Infektionskrankheiten wie Erkältungen selbstständig mit Fieber.

Unterstützen kann man ihn durch

Wasser

Auch Wasser spielt eine große Rolle. Wer sich geschwächt fühlt oder bereits erkältet ist, für den ist trinken, trinken, trinken angesagt. Neben Mineralwasser und frischen Säften haben auch diverse Tees bei Husten und Schnupfen eine heilende Wirkung.

sind sehr gut geeignet. Pflanzliche Arzneimittel mit Wasserdost unterstützen den Flüssigkeitshaushalt.

Erde

Erde steht für Spaziergänge und Naturverbundenheit, denn gerade das Tageslicht und ein wenig Bewegung unterstützen das Abwehrsystem und fördern die Genesung. Der Organismus kann Vitamin D produzieren und kommt wieder auf Touren. Vorbeugend helfen auch Vitamine und Mineralstoffe aus pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln.

Luft

Luft kann das Immunsystem sowohl schwächen als auch aufbauen. Während trockene Heizungsluft die Schleimhäute austrocknet und Erkältungen begünstigt, kann das Inhalieren von Wasserdampf mit Kochsalz sie abschwellen und beruhigen.

In der Wohnung kann ein Luftbefeuchter sinnvoll sein, alternativ eine Wasserschale auf der Heizung. Zudem ist regelmäßiges Lüften der Wohnräume gut für den gesamten Organismus.

Vorbeugung

Um einer Erkältung vorzubeugen, hilft es in jedem Fall, sich nach jedem Naseputzen die Hände zu waschen und Papiertaschentücher regelmäßig nach Gebrauch wegzuwerfen. Besonders in den Wintermonaten sollte man sein Immunsystem stärken und viel Obst und Gemüse essen, um den Körper so mit Vitaminen zu versorgen. Auch Bewegung an der frischen Luft stärkt die Abwehrkräfte des Körpers.

Wenn man einer erkälteten Person gegenübersteht, sollte man Abstand halten, so dass keine Tröpfcheninfektion möglich ist.

Einmal weniger die Hände schütteln

Erkältungen werden nicht durch Nässe oder Kälte übertragen, sondern über Viren. Der Körper ist für diese bloß anfälliger, wenn seine Abwehrkräfte durch nasskaltes Wetter geschwächt sind. Wichtig ist es also vor allen Dingen, eine Tröpfcheninfektion zu vermeiden.

In überfüllten Bussen und Wartezimmern steckt man sich schnell einmal an. Auch bei Unterhaltungen mit Personen, die husten oder niesen müssen, kommt der Erreger schnell an die eigenen Hände.

Abstand halten lautet also die Devise. Wer die Möglichkeit hat, sollte dem Pendlerverkehr in öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Weg gehen und einen bestimmten Sicherheitsabstand zu erkrankten Personen einhalten. Und fast noch wichtiger: Hände waschen!

Auf Tastaturen, Telefonhörern und Türklingeln sammeln sich zum Teil unzählige Viren und Bakterien. Statt allerdings alles zu desinfizieren, reicht regelmäßiges Händewaschen. Wer nicht dazu kommt, sollte seine Hände von Mund und Nase fern halten.

Drinnen und draußen

Die Raumluft in Innenräumen spielt eine Rolle, sei es zu Hause oder im Büro. Regelmäßiges Lüften ist wichtig.

Auch sollte die Heizung nicht zu hochgedreht werden. Das verschwendet nicht nur große Mengen Energie, sondern ist auch gesundheitsschädlich, denn stark geheizte Raumluft trocknet schnell die Schleimhäute aus und macht sie anfällig für Krankheitserreger.

Man sollte ohnehin nicht den ganzen Tag in geschlossenen Räumen verbringen. Mit einem kuscheligen Schal und warmen Schuhen ist so mancher Winterspaziergang gut aushaltbar und stärkt die Abwehrkräfte. Auch Ausdauersport ist eine gute Idee.

Trotzdem sollte man Stress vermeiden und nach einem anstrengenden Tag im Büro auch mal die Beine hochlegen - denn wer nicht gestresst ist, lebt gesünder.

Auch wenn Erkältungen vorwiegend im Herbst und Winter auftreten, ist eine Infektion auch in der warmen Jahreszeit möglich...

Erkältung im Sommer (Sommergrippe) - Typische Ursachen und wie man diese vermeidet

Obwohl Herbst und Winter als klassische Erkältungszeit gelten, kommt es auch im Sommer immer wieder zu Erkältungen. So sind sogar 20 Prozent aller grippalen Infekte in der warmen Jahreszeit zu verzeichnen.

Symptome

Unter typischen Erkältungsbeschwerden wie

  • Halsweh
  • Schnupfen
  • Kopfschmerzen und
  • Husten

leiden auch im Sommer zahlreiche Menschen. Anstatt in der Sonne zu liegen und die Wärme zu genießen, muss stattdessen das Bett gehütet werden, was bei heißen Temperaturen besonders unangenehm sein kann.

Die Symptome bei einer Sommergrippe sind also dieselben wie bei einem herkömmlichen grippalen Infekt. Allerdings können mitunter auch

hinzukommen. In der Regel verläuft die Sommergrippe jedoch harmlos und klingt nach etwa einer Woche wieder ab.

Ursachen

Nicht immer ist eine Sommergrippe auf kühles Wetter oder Regen zurückzuführen, denn Viren und Bakterien sind auch im Sommer überaus aktiv. Die Wärme kommt ihnen sogar entgegen, weil sie sich dann rascher vermehren können.

Ursache: Zugluft

Zu den häufigsten Verursachern einer Sommererkältung gehört Zugluft. Diese kann durch

entstehen. Durch ständige Zugluft wird das Immunsystem jedoch geschwächt, sodass Viren und Bakterien sich besser ausbreiten können. Außerdem führt die Zugluft auch zum Austrocknen der Schleimhäute.

Vorbeugung

Daher wird empfohlen, selbst bei großer Wärme Zugluft zu vermeiden. Auch eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit trägt dazu bei, einer Sommergrippe vorzubeugen, denn nur wenn die Schleimhäute feucht bleiben, sind sie in der Lage, Krankheitserreger abzuwehren. Daher ist es ratsam, täglich wenigstens zwei Liter zu trinken.

Ursache: Abkühlung

Eine weitere Erkältungsursache ist eine zu starke Abkühlung des Körpers. Zwar ist eine Abkühlung im Sommer natürlich überaus angenehm, doch ab einem gewissen Punkt wird dadurch das Immunsystem geschwächt.

Durch Klimaanlagen fällt die Temperatur in einem Raum wie einem Supermarkt, einem Restaurant oder einem Büro oft zu kühl aus. Aber auch am Abend kann im Sommer die Temperatur deutlich absinken. Daher sollte man sich stets etwas zum Überziehen wie eine Jacke oder einen Pullover mitnehmen.

Ebenso beim beliebten Baden droht Erkältungsgefahr, da dem Körper durch das Wasser Wärme entzogen wird. Ist man längere Zeit im Wasser, gewöhnt man sich an die niedrige Temperatur, wodurch das Abwehrsystem jedoch geschwächt wird. Besser ist es, immer nur kurz im Wasser zu bleiben und anschließend trockene Kleidung anzulegen.

Quellen:

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  • Uwe Beise, Uwe Beise, Werner Schwarz: Gesundheits- und Krankheitslehre: Lehrbuch für die Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege, Springer Medizin Verlag, 2013, ISBN 9783642369834
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  • Susanne Andreae, Peter Avelini, Melanie Berg, Ingo Blank, Annelie Burk: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Thieme Verlagsgruppe, 2008, ISBN 9783131429629
  • Frank H. Netter: Netter's Innere Medizin, Thieme Verlagsgruppe, 2000, ISBN 3131239611
  • Gerd Herold: Innere Medizin 2019, Herold, 2018, ISBN 398146608X
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  • Malte Ludwig: Repetitorium für die Facharztprüfung Innere Medizin: Mit Zugang zur Medizinwelt, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2017, ISBN 3437233165
  • Stefan Gesenhues, Anne Gesenhues, Birgitta Weltermann: Praxisleitfaden Allgemeinmedizin: Mit Zugang zur Medizinwelt (Klinikleitfaden), Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2017, ISBN 3437224476
  • Reinhard Strametz: Grundwissen Medizin: für Nichtmediziner in Studium und Praxis, UTB GmbH, 2017, ISBN 3825248860

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