25. Januar 2005
Dem Schnupfen was husten. Was tun, wenn das Kind eine Erkältung hat?
(pgk) Husten, Schnupfen und Halsschmerzen sind die typischen Symptome einer Erkältung. Diese Krankheit kommt in jedem Alter sehr häufig vor und tritt meistens in den Herbst- und Wintermonaten auf. Kleinkinder können bis zu acht Erkältungen pro Jahr bekommen. Die Anzahl der Infekte nimmt in der Pubertät etwas ab. Laufende oder verstopfte Nase, Niesanfälle und gestörter Schlaf – vor allem kleineren Kindern können Schnupfenviren ziemlich zu schaffen machen. Dabei lässt sich eine Erkältung oft wirksam in die Schranken weisen.
Vor allem geht es darum, frühzeitig Erkältungskomplikationen wie eine Entzündung der Bronchien, des Mittelohrs oder der Nasennebenhöhlen zu verhindern. Das einfachste Gegenmittel ist frische Luft. Auch mit einem Schnupfen sollten Kinder täglich zum Beispiel eine halbe Stunde bis Stunde im Freien verbringen – natürlich warm angezogen. Bei etwas älteren Kindern hilft oft auch eine Schwitzkur: entweder ein heißes Bad (etwa eine halbe Stunde) oder Lindenblütentee, warm getrunken. Dann gut zugedeckt im Bett schwitzen. Wenn Vater oder Mutter daneben sitzen und vorlesen, wird das Kind solche Schwitzkuren auch noch genießen!
So lange die Nase nur "läuft" und nicht verstopft ist, bringt es außerdem schon viel, ausreichend zu trinken, am besten warme kindgerechte Kräutertees. Trinken hält die Schnupfensekrete dünnflüssig. Sinnvoll sind außerdem ein bis zwei Inhalationen pro Tag, um eine Erkältung zu bremsen oder zu lindern.
Speziell für Kinder konstruierte Inhalationshilfen gibt es in der Apotheke. Sie bestehen zum Beispiel aus einem Becher mit aufgeschraubter Kunststoffmaske. Es gibt auch elektrische Inhalationsgeräte. Inhalieren über einer Schüssel beziehungsweise mit einem Handtuch über dem Kopf ist nicht zu empfehlen, da Kinder dies oft als unangenehm oder beängstigend empfinden und außerdem Verbrühungsgefahr besteht. Falls es aber unvermeidbar ist, weil ein Inhalationsgerät im Moment nicht zur Verfügung steht, muss ein Erwachsener mit unter das Handtuch, um ein Unglück zu verhüten. Zum Inhalieren nimmt man für kleine Kinder am besten Salzlösungen, eventuell auch Salbei- oder Kamillentee, bei Schulkindern können es auch ätherische Öle etwa von Nadelhölzern sein. Vorsicht allerdings bei Allergikern!
Nasentropfen sind vor allem für Säuglinge mit verstopfter Nase sinnvoll, weil Babys praktisch nur über die Nase atmen. Es dürfen jedoch nur für Säuglinge bestimmte Nasentropfen sein, zu hoch dosierte Lösungen können für Babies lebensbedrohlich werden. Älteren Kindern kann man ebenfalls schleimhautabschwellende Tropfen oder ein entsprechendes Spray geben, um für eine ruhige Nacht oder auch einen klaren Kopf im Schulunterricht zu sorgen. Die Anwendung sollte jedoch auf maximal sieben Tage begrenzt sein, weil es sonst zum Austrocknen der Nasenschleimhaut kommen kann.
Wichtig ist, für Kinder geeignet dosierte Präparate zu nehmen. Eine mildere Alternative stellen Sprays oder Spülungen mit Meer- beziehungsweise Salzwasser dar. Wenn zum Schnupfen ein Erkältungshusten hinzukommt, haben sich für Kinder schleimlösende Extrakte etwa aus Thymian bewährt.
Wenn das Krankheitsbild oder der Krankheitsverlauf von einer typischen Erkältung abweicht oder auch hohes Fieber und starke Kopfschmerzen auftreten, sollte immer ein Arzt konsultiert werden. Wie dringend ärztliche Hilfe benötigt wird, hängt von der Symptomatik ab. Hält der Schnupfen über längere Zeit an oder tritt er in kurzen Abständen immer wieder auf, ist es ebenfalls ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Ein möglicher allergischer Schnupfen muss anders behandelt werden als einer, der durch einen Infekt ausgelöst wird. Da es keine wirksame Behandlung des virusbedingten Schnupfens gibt, können nur die Symptome gelindert werden.
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