Typisch Diätfehler und Irrtümer rund ums Abnehmen und Tipps, um die guten Vorsätze durchzuziehen

Welche Fehltritte man während einer Diät vermeiden sollte, die negativen Aspekte einer einseitigen Diät und worauf man bei einer Diät für langfristige Erfolge achten sollte

Sie haben bisher tapfer versucht Ihre Neujahresvorsätze zu erfüllen und trotzdem Ihr Wunschgewicht noch nicht erreicht? Vielleicht sind Ihnen versehentlich einige der typischen Diätfehler unterlaufen. Welche das sind und wie Sie diese umgehen können, erfahren Sie hier.

Grüner Salat mit Crutons, daneben eine Gabel, dahinter Brot und ein Glasstiel

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Jede Diät eine große Herausforderung - warum uns das Abnehmen so schwer fällt

Ein weit verbreitetes Klischee ist, dass ein übergewichtiger Mensch nur zu faul ist, um regelmäßig Sport zu machen oder der beleibte Körper schlicht der Beweis für eine ausgeprägte Esssucht ist. Es gibt jedoch Faktoren, die begründen, warum der eine Mensch eher zu weniger Gewicht oder zu einem höheren Gewicht tendiert.

Nicht betroffene Menschen sind oft unwissend und ahnungslos hinsichtlich der Gefahren und Risiken des Übergewichtigseins und der Fettleibigkeit. Es besteht eine Vielzahl an Krankheiten, die allein auf Fettleibigkeit zurückzuführen sind.

Traditionell nehmen viele Menschen in Form einer Diät ab, um dünner auszusehen oder attraktiver zu sein. Ein nicht übergewichtiger Körper hat natürlich seine Vorteile, allerdings sollte das nicht der einzige Grund sein, Gewicht verlieren zu wollen und eine Diät zu machen.

Das richtige Ziel setzen

Das Ziel einer Diät sollte sein, Gesundheitsrisiken vorzubeugen. Es ist wichtig, dass die betroffene Person erkennt, welche gesundheitlichen Probleme sie hat, damit sie die Neigung zur Fettleibigkeit langfristig durch kontinuierliches Training und eine entsprechende Diät in den Griff bekommen und somit eine bessere Lebensqualität genießen kann.

Ein geringerer Körperfettanteil kann nachweislich ein längeres Leben begünstigen. Nicht zuletzt die Kenntnis über den Zusammenhang zwischen Übergewicht und Adipositas wird der Übergewichtigen die größte Motivation geben, über das eigene Gewicht und Möglichkeiten zur Erleichterung der Gesundheitsprobleme nachzudenken.

Eine Verbesserung des psychischen Befindens wird unweigerlich einer der schönsten Nebeneffekte im Rahmen des Gewichtsverlustes sein. Gehen Sie es an.

Realistische Ziele sind wichtig bei der Gewichtsreduzierung

Abnehmen - Frau misst sich mit Maßband den Bauchumfang
waist measurement © Marc Dietrich - www.fotolia.de

Damit eine Diät den gewünschten Erfolg bringt, muss sich zunächst ein realistisches Ziel gesetzt werden. Wer zu viel erwartet, wird meist enttäuscht und das endet nicht selten in Frustration. Verbraucher müssen besser über realistische Ziele beim Abnehmen informiert werden, um Erfolg haben zu können.

Realistische Ziele beim Abnehmen setzen

Fünf bis zehn Prozent vom Ausgangsgewicht sei genau die Menge, die ein Mensch ohne Weiteres abnehmen kann. Jedoch belegt eine Studie, dass durchschnittlich 16 Prozent angestrebt werden. Das ist bei weitem zu hoch und dadurch entsteht eine hohe Abbruchquote. Befragt wurden für die Studie Teilnehmer eines online Programms für Gewichtsreduzierung. Da auch hier die Erwartungen viel zu hoch waren, brachen rund 80 Prozent das Programm sogar vorzeitig ab.

Ernährungswissenschaftler aus Kiel haben zudem feststellen können, dass realistische Ziele meist von Menschen gesetzt werden, die aus gesundheitlichen Gründen abnehmen wollen. Wer abnehmen will, weil er schlanker und dünner aussehen möchte, setzt sich meist zu hohe Ziele, die nicht erreicht werden können. Abnehmen sollte daher grundsätzlich aus gesundheitlichen Gründen erfolgen. Dann stellt sich auch der Erfolg ein.

Warum ältere Menschen ihre Diätziele nicht zu hoch ansetzen sollten

Ältere, lächelnde Frau im Schwimmbecken
Active senior © carmeta - www.fotolia.de

Für übergewichtige Diabetiker ist Abnehmen ein wesentlicher Therapiebestandteil. Je älter aber ein Patient ist, umso schwerer fällt eine Diät oder sogar eine Ernährungsumstellung.

Oberarzt Dr. Alexander Friedl, Diabetologe im geriatrischen Zentrum des Klinikums Stuttgart, rät in solchen Fällen keine unerreichbaren Ziele zu formulieren. Das Problem vieler alter Menschen sei, dass sie ohnehin zu wenig essen oder sich zu einseitig ernähren. "Wenn man ihnen dann noch Sachen verbietet, die sie mögen, essen sie noch weniger", erklärt er im Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber".

Unter- und Fehlernährung schwächen den Körper, erhöhen das Sturzrisiko und machen anfälliger für Krankheiten.

Friedl: "Bei älteren Diabetikern gilt deshalb oft die Devise: Nicht weniger, sondern besser essen." Bei ein paar Extrapfunden würde man nicht unbedingt zum Abnehmen raten, zumal Studien gerade gezeigt haben, dass leichtes Übergewicht im höheren Alter sogar das Leben verlängern kann.

Beim Abnehmen lieber etwas Spielraum für das Wunschgewicht einräumen

Abnehmen - Füße auf der Waage, umgeben von Obst und Gemüse
Diet © doug Olson - www.fotolia.de

„In den nächsten vier Wochen möchte ich genau drei Pfund abnehmen!“ Mit dieser Aussage setzt man sich selber unter enormen Druck und in den wenigsten Fällen wird ein solches klar definiertes Ziel erreicht. Wer tatsächlich abnehmen möchte, sollte sein Ziel lieber etwas schwammiger umzeichnen. Sprich, man nimmt sich vor, zwischen zwei und vier Pfund Gewicht zu reduzieren. Das führe eher zum Erfolg.

Darin sind sich zumindest Forscher aus den USA einig, denn diese haben auf der Grundlage einer Studie feststellen können, dass eine solche Formulierung gleich zwei wesentliche Aspekte anspricht. Zum einen gilt das untere Ziel als erreichbar und das obere Ziel ganz klar als Herausforderung. Somit stehen die drei Pfund letztendlich als Kompromiss da und die Diät war erfolgreich, denn ein Ziel wurde immer erreicht.

Während des Tests wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen unterteilt. Die eine Gruppe bekam ein festes Ziel, die andere eine Spanne gesetzt. Die Teilnehmer der zweiten Gruppe erklärten sich sofort im Anschluss bereit, nochmals eine solche Diät machen zu wollen. Die andere Gruppe hingegen war eher von Resignation geprägt.

Mit einem speziellen Fragebogen kann der Erfolg einer Gewichtsreduzierung prognostiziert werden

Nahaufnahme Bauch mit Übergewicht, Hemd spannt
Overweight belly © imagesab - www.fotolia.de

Der Entschluss, sein Körpergewicht zu reduzieren fällt vielen nicht immer leicht. Der Erfolg einer Diät jedoch hängt genau von der inneren Einstellung zur Therapie ab.

Wille und Ehrgeiz des Patienten nötig

Wissenschaftler der MedUni Wien haben nun einen Fragebogen entwickelt, der Betreuern und Ärzten eine Hilfestellung bieten soll, um den Patienten noch besser und effektiver bei seinem Vorhaben unterstützen zu können. Hintergrund des Fragebogens ist die Tatsache, dass eine Gewichtsreduzierung auf Dauer nur dann umsetzbar ist, wenn der Patient den Willen und den Ehrgeiz dazu aufbringt. Darüber hinaus müssen einige Verhaltensmuster abgeschafft werden.

Motivation und Verständnis der Maßnahmen werden abgefragt

Der Fragebogen umfasst eine Checkliste mit zwölf Fragen, die unter anderem die Motivation des Patienten aufzeigen, als auch das Verständnis zu den einzelnen Maßnahmen. An einer Studie hierzu nahmen 253 Menschen teil. Jene, die mit dem Ausfüllen des Fragebogens keine Schwierigkeiten hatten, nahmen innerhalb eines Jahres sechs Kilo ab und sie konnten zudem das Gewicht sogar halten. Die anderen, die mit einigen Punkten der Checkliste Schwierigkeiten hatten, brachen entweder die Therapie vorzeitig ab oder aber hatten einen nicht so hohen Erfolg. Hier liegt nun der Ansatzpunkt für Ärzte gezielt Hilfe zu leisten, um dennoch eine Gewichtsreduzierung zu erlangen.

Mit diesen Fragebogen kann nun also im Vorfeld bestimmt werden, in wie weit eine Diät erfolgreich sein wird und an welchen Punkten der Therapie gesondert Hilfe notwendig werden wird.

Kritische Denkweise entwickeln

Übergewichtige Menschen legen oftmals nicht das notwendige Engagement an den Tag und lassen den Einsatz, die erforderlichen Schritte für eine Veränderung des Lebensstils einzuleiten, missen.

Häufig wird eine Diät nur als übergangsweise Lösung genutzt, so dass das kurzfristig erzielte Ergebnis auch dementsprechend ein kurzfristiges bleibt und die Auseinandersetzung mit dem Gewichtsproblem nur verschleppt wird, aber eigentlich weiterhin besteht.

Es ist besser, sich eine Mentalität anzueignen, in der Sie sich dauerhaft mit Ihrer Gesundheit auseinandersetzen und dauerhaft darauf achten, Ihre Ernährung umzustellen.

Achten Sie dabei nicht nur auf Ihre Ernährung, sondern prüfen Sie grundsätzlich Ihre Gewohnheiten und suchen Sie nach Verbesserungen in Ihrem Leben, so dass Sie langfristig in Form von Verbesserungen in der Gesundheit und einem besseren Gewicht einem erfüllteren Alltag nachgehen können.

Sich über aktuelle Forschungsergebnisse informieren

Es ist sehr schwer Fakten von Fiktionen zu trennen, wenn es um die Diät-Industrie geht. Viele Leute unterliegen einer getrübten Perspektive und haben keine große Ahnung über das Abnehmen, die Fettverbrennung und die langfristige Aufrechterhaltung eines gesunden Körpergewichts.

Zum Beispiel passiert es häufig, dass jemand eine radikale Diät durchzieht, um 10 Kilo in einem Monat zu verlieren. Aber wenn diese Person dann zu ihren normalen Essens-, Bewegungs- und Lebensgewohnheiten zurückkehrt, wird sie sehr schnell mehr als 15 kg zunehmen.

Wer sein Essen richtig kaut, hat geringeres Risiko zuzunehmen

Älteres Paar beim Essen, schauen sich lachend in die Augen
Elderly Couple Enjoying Healthy meal,mealtime Together © Monkey Business - www.fotolia.de

Natürlich – wer abnehmen möchte, muss auf entsprechende Nahrungsmittel setzen und wenn nötig seine bisherige Ernährungsweise komplett umstellen, von nichts kommt bekanntlich nichts. Doch nicht nur das „Was“ ist beim Wunsch, Gewicht zu verlieren entscheidend, sondern ebenfalls das „Wie“ – denn wer weiß, wie man sein Essen richtig kaut, hat ein geringeres Risiko, wieder zuzunehmen.

Experten zufolge sollte ein Bissen zwischen 50 und 80 Mal gekaut werden. Auf diese Weise wird dem Körper genügend Zeit gegeben, das Essen zu verdauen.

Weiterhin sollte darauf geachtet werden, langsam zu essen. Denn das Sättigungsgefühl macht sich erst nach 20 Minuten bemerkbar – wer hier rast, wird zahlreiche Kalorien zu sich nehmen, obwohl die eigentliche Sättigung schon längst überschritten wurde. Wer länger kaut, sorgt zudem dafür, dass es seltener zu Blähungen oder Sodbrennen kommt.

Kleine Portionen helfen übrigens dabei, weniger zu essen. Wenn man diese langsam und bewusst zu sich nimmt und sich schließlich das Sättigungsgefühl zeigt, wird man auch in Zukunft weniger essen.

Vorsicht: Bewusstes Essen bedeutet, dass man sich nicht durch Fernsehen oder andere Dinge ablenken sollte, denn dadurch kommt es zur verzögerten Sättigung. Sich mit jemandem an einen Tisch zu setzen und zu unterhalten, wird das langsamere Essen hingegen fördern.

Positiv denken

Menschen scheitern an einer Diät, weil sie denken, dass sie versagt haben, sobald sie genascht haben. Oder wenn sie innerhalb einer Woche fleißig und konsequent trainiert und dennoch kein Gewicht verloren haben. Dies ist die Geburt einer negativen Sichtweise, die sie dazu veranlasst, ihre eigenen Plänen zu durchkreuzen. Die Diät wird abgebrochen.

Stattdessen sollten Sie bedenken, dass ein nicht erfolgter Gewichtsverlust auf viele andere Gründe zurückzuführen ist. Sehen Sie die Diät und Trainingseinheiten grundsätzlich auch als Chance, sich mit Ihren bisherigen Prioritäten auseinanderzusetzen, diese zu prüfen und den Mut zu haben, sie zu verschieben.

Hilft Wassertrinken beim Abnehmen?

Junge Frau trinkt aus einem Glas Wasser
drinking water © bsilvia - www.fotolia.de

Immer wieder sind Diätwillige der Meinung, dass man viel trinken sollte, um beim Abnehmen gute Erfolge zu erzielen. Forscher haben sich jetzt auf die Suche nach dem wissenschaftlichen Beweis für die These gemacht, ob der Diäterfolg tatsächlich davon abhängt, wie viel man am Tag trinkt.

Unbestritten ist die Tatsache, dass Wasser notwendig zum Leben ist. Durch Schwitzen verliert der Mensch täglich bis zu zwei Liter Flüssigkeit und diese Depots müssen auch wieder aufgefüllt werden. Wissenschaftler untersuchten jetzt, ob das Wassertrinken in Zusammenhang steht mit Gewichtsabnahme und dem Erfolg einer Diät. Dazu verglichen sie zahlreiche Studien und Daten zu diesem Thema, konnten aber nur wenig aussagekräftige Fakten finden.

Generell könne man nicht sagen, dass Wassertrinken schlank macht, ein positiver Effekt beim Abnehmen wird dennoch erzielt. Vor allem wenn das Wasser andere kalorienhaltige Getränke ersetzt. Durch vermehrte Flüssigkeitsaufnahme kann auch ein schnelleres Sättigungsgefühl erreicht werden, so dass nicht mehr so viel gegessen wird.

Wasser trinken vor jeder Mahlzeit beschleunigt das Abnehmen

Ältere, blonde Frau mit Kopfschmerzen trinkt aus einem Wasserglas
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Wer über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter Wasser trinkt, verbraucht bis zu 100 Kalorien mehr am Tag, da das Wassertrinken den Stoffwechsel ankurbelt. Das haben wissenschaftliche Studien bereits bewiesen.

Dass Wassertrinken vor jeder Mahlzeit ebenfalls beim Abnehmen hilft, hat man zwar bereits häufiger gehört, doch eine Studie zu diesem Thema gab es bislang noch nicht. Wie Forscher der Berliner Charité bei der Auswertung mehrerer nationaler und internationaler Studien festgestellt haben, stimmt diese Vermutung aber tatsächlich.

Demnach kann man innerhalb von drei Monaten bis zu zwei Kilogramm zusätzlich an Gewicht verlieren, wenn man vor jeder Mahlzeit einen halben Liter Wasser trinkt. Dieser Effekt sei vor allem bei älteren Menschen ab 50 Jahren aufgetreten, so die Forscher.

Der Grund: das Wasser füllt den Magen. Dadurch stellt sich beim Essen schneller ein Sättigungsgefühl ein und man nimmt automatisch weniger Nahrung und damit auch weniger Kalorien zu sich.

Häufige Diät-Fehler

1. Fehlende mentale Vorbereitung

Einer der größten Fehler, den Sie begehen können, ist es sich nicht psychisch auf die Herausforderung einzustellen. Eine Diät ist auch immer mit einer Lebensumstellung verbunden, die wesentliche Bereiche ihres Alltags beeinflussen wird.

Das Feierabendbier mit Freunden oder endloses Ausruhen auf der Couch sind zwar lieb gewonnene Gewohnheiten, die Sie jedoch von ihren Zielen abhalten.

Machen Sie sich bewusst, dass vor Ihnen eine Zeit mit vielen Entbehrungen liegt, in der Sie so manches Opfer bringen müssen. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass Sie sich ihren Träumen mit gewaltigen Schritten nähern.

Es gibt viele mentale Techniken, um sich langfristig für die Strapazen einer Diät wappnen zu können. Nutzen Sie diese, um nicht vom Weg abzukommen.

2. Keine Ziele gesetzt

Um dauerhaft Gewicht zu verlieren, bedarf es einen mehr oder weniger detaillierten Plan, der in Etappenziele unterteilt ist, die Sie in einer bestimmten Zeit erreichen müssen bzw. wollen. Wenn Sie auf eine solche zeitliche Planung verzichten, riskieren Sie es, ihre Diät zu lax oder zu hart anzugehen.

3. Mahlzeiten weglassen

Ganze Mahlzeiten einfach auszulassen ist ein gängiger Fehler, der fast jedem Diäter passiert. Es erscheint auch auf den ersten Blick logisch, dass man durch weniger Essen auch weniger zunehmen bzw. mehr abnehmen würde.

Dieser Ansatz berücksichtigt jedoch nicht, dass der menschliche Stoffwechsel kein rigides System ist, sondern sich durchaus an das neue Essverhalten anpassen kann. Um nicht hungern zu müssen, reguliert der Körper einfach seinen Energieverbrauch nach unten, wodurch es noch schwieriger wird, Fett abzubauen.

Außerdem führen längere Hungerphasen zu einem riesigem Appetit, der sich nicht selten in Heißhungerattacken zu offenbaren sucht. Verkleinern Sie also eher die Größe der Mahlzeit, als sie komplett ausfallen zu lassen.

4. Zu wenig Schlaf

Mit mehr als einer Studie konnten Wissenschaftler belegen, dass Personen mit Schlafdefiziten häufig an Übergewicht leiden. Offenbar neigt ein übermüdeter Organismus dazu, vermehrt Appetit anregende Hormone auszuschütten, um die in Folge zugeführten Kalorien als energetischen Ausgleich für den fehlenden Schlaf zu verwenden.

Wenn Sie dem Hunger widerstehen können, drohen Sie Muskeln anstelle von Körperfett zu verbrennen. Die Forscher sprachen sich für 7-9 Stunden Schlaf pro Nacht aus, um optimale Diäterfolge sicherstellen zu können.

5. Depressionen und Melancholie

Ein depressives Gemüt ist ein weiterer Übeltäter, der Sie davon abhalten kann, ihr Traumgewicht zu erreichen. Wenn wir traurig oder demotiviert sind, schüttet unser Körper vermehrt das Hormon Kortisol aus, das uns dazu bewegt, zuckerhaltige und fette Nahrungsmittel zu uns zu nehmen. Ein gut gemeinter Trick der Natur, da solche Speisen viele Neurotransmitter enthalten, die eine stimmungsaufhellende Wirkung haben.

Versuchen Sie sich jedoch alternativ mit Musik, Fotos oder Fernsehen aufzumuntern, um nicht den Verlockungen von Schokolade und Co. zu unterliegen.

Kein Diäterfolg trotz Sport und Schmalkost? Es könnte am Stress liegen

Abnehmen - Teller mit Erbse, Maßband und Besteck
pea and measuring tape on a plate © Gino Santa Maria - www.fotolia.de

Wer trotz aller Bemühungen mit gesunder, kalorienarmer Ernährung und täglicher Bewegung nicht abnimmt, sollte versuchen, Stressquellen im Leben zu identifizieren. Gerade Dauerstress manifestiert sich häufig in Übergewicht. Wer die Stressauslöser kennt, kann an ihrer Beseitigung arbeiten.

Hilfreich kann dabei das Zusammenstellen einer Liste mit allen möglichen Stressquellen sein und die Überlegung, wie auf diese Situationen anders oder besser reagiert werden kann. So könnte öfter mal "nein" gesagt werden, wenn eine ungeliebte Tätigkeit oder Mehrarbeit im Büro übernommen werden soll. Auch ein Umstellung der eigenen Zeitpläne kann helfen.

Lassen sich Stressquellen nicht abschalten, ist es sinnvoll, die eigene Haltung zu überprüfen. Viele Dinge, die permanenten Stress auslösen, sind es möglicherweise gar nicht wert, sich darüber aufzuregen. Dazu sollten Betroffene lernen, die kleinen positiven Dinge im Alltag besser zu erkennen und sich über diese zu freuen.

Schließlich ist auch die eigene Entspannung wichtig: Jeder sollte sich täglich etwas Zeit für sich selbst nehmen, um Stress abzubauen, zum Beispiel durch einen Spaziergang, eine Viertelstunde Yoga oder eine Entspannungstechnik wie die progressive Muskelrelaxation. Dann klappt es auch besser mit dem Abnehmen.

Eine Diät sollte man nicht bei Stress oder nach einem traumatischen Erlebnis beginnen

Wer größere Mengen an Körpergewicht verlieren und seine Ernährung langfristig umstellen muss oder will, der braucht neben guter Betreuung und einem ausgewogenen Ernährungsplan vor allem Durchhaltevermögen. Doch die Motivation zu behalten ist gerade über längere Zeiträume hin weg nicht leicht, besonders dann nicht, wenn schwierige Lebensphasen zu meistern sind.

Der Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner sowie der Essener Verband der Diätassistenten rät deswegen dazu, eine Diät oder Ernährungsumstellung nicht bei akutem Stress oder nach einer Trennung oder Ähnlichem zu beginnen. Da mittlerweile als gesichert gilt, dass Abnehmen ohne Sport wenig sinnvoll ist, braucht man nämlich nicht nur Motivation um die Ernährung umzustellen, sondern auch welche, um die Sportschuhe anzuziehen.

6. Diät ohne Sport

Bewegung und Diät gehen Hand in Hand. Dieses offene Geheimnis wird leider allzu gern vergessen. Natürlich verlieren Sie bei einer Kalorien reduzierten Ernährungsweise an Körpergewicht.

Wissenschaftliche Studien haben jedoch gezeigt, dass Sie mit Sport und einer ausgewogenen Diät deutlich schneller voran kommen und zudem weniger Muskelmasse verlieren.

Das häufig gebrauchte Argument, zu wenig Zeit zu haben, zählt hierbei nicht. Denn schon 20 Minuten Sport pro Tag können zu drastischen Verbesserungen führen.

7. Essen mit Ablenkung

Diktieren Gefühle das Essverhalten, bleiben die Pfunde hartnäckig

Wer vor allem aus Wut, Kummer, Frust oder Scham zum Essen greift, tut sich beim Abspecken schwerer, berichtet die "Apotheken Umschau".

Forscher der Brown-Universität in Providence (USA) beobachteten 286 übergewichtige Frauen und Männer beim Abnehmen. Ergebnis: Je mehr sich die Teilnehmer beim Essen von ihren Gefühlen leiten ließen, desto weniger nahmen sie ab und desto schneller legten sie nach der Diät wieder an Pfunden zu.

Wer sich dagegen seine Pfunde durch zu lockere Lebensweise aufbaut, hat bessere Chancen, sie wieder los zu werden.

Es ist eine kulturelle Fehlentwicklung, dass sich Fernseher in unseren Küchen als probates Möbel etablieren konnten. Wenn Sie beim Essen dem Fernsehprogramm folgen, geht ihre Aufmerksamkeit von der Nahrungsmittelaufnahme verloren und Sie merken nicht rechtzeitig, dass Sie eigentlich satt sind.

Die Fehler zu verstehen, die eine Diät untergraben können, ist ein wichtiger und notwendiger Schritt, um die gesteckten Ziele erreichen zu können. Aber das Wissen um sie nutzt nichts, wenn man es nicht in die Tat umsetzt.

Fassen Sie sich also ein Herz, und beobachten Sie sich stets kritisch, ob Sie nachlässig geworden sind und sich der eine oder andere Diätfehler eingeschlichen hat.

Mögliche Fehler beim diäten

Wenn die Pfunde einfach nicht purzeln wollen: Diese Faktoren behindern das Abnehmen

Damenfüße auf einer hellblauen, analogen Waage
Woman legs with scales on isolated background © Izaokas Sapiro - www.fotolia.de

Trotz aller Diätbemühungen wollen die überflüssigen Pfunde nicht schmelzen? Ernährungsberater weisen darauf hin, dass die Grundformel "Weniger essen, mehr bewegen = Abnehmen" nicht immer funktioniert, wenn störende Faktoren hinzukommen. So ändert sich etwa ab dem 40. Lebensjahr der Grundumsatz des Körpers und er benötigt weniger Kalorien. Wer mit 20 Jahren das Gewicht hält, wird also mit 40 Jahren unweigerlich zunehmen, wenn weiterhin die gleichen Mengen konsumiert werden.

Stress und unregelmäßige Mahlzeiten behindern das Abnehmen

Unterschätzte Faktoren sind auch Stress und Schlafmangel. Vor allem in stressigen Phasen greifen Menschen oft unbewusst zu fettigen und süßen Speisen oder schlingen Mahlzeiten hastig herunter.

Ähnlich negativ wirken sich unregelmäßige Mahlzeiten aus. Wer das Mittagessen "vergisst", wird früher oder später von Heißhungerattacken geplagt und greift dann zu schnellen Kohlenhydraten wie Zucker - und dies macht sich dann prompt auf der Waage bemerkbar. Daher für

sorgen.

Klappt es immer noch nicht mit dem Abnehmen, könnten eventuell Medikamente an der Gewichtszunehme schuld sein oder eine undiagnostizierte Unterfunktion der Schilddrüse. Diese lässt den Gesamtumsatz des Körpers sinken, so dass die normale Ernährung auf einmal für Übergewicht sorgt. Ein Gespräch mit dem Hausarzt kann in diesen Fällen Klarheit bringen.

Sport alleine genügt nicht: Wer abnehmen will, muss die Ernährung umstellen

Sport ohne Ernährungsumstellung führt durch kleine Belohnungen zur Gewichtszunahme

Sportler mit blauer Hose und weißen Laufschuhen auf einem Laufband
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Sämtliche Ernährungsberater sind sich einig: Dauerhaftes Abnehmen gelingt nur mit einer Kombination aus Bewegung und gesunder Ernährung. US-Forscher der Arizona State University in Phoenix wollten nun herausfinden, ob die Pfunde auch dann purzeln, wenn die Abnehmwilligen nur auf Sport setzten, aber ansonsten ganz normal weiter aßen.

Sie schickten insgesamt 81 übergewichtige Frauen zwölf Wochen lang zum regelmäßigen Lauftraining im Fitnessstudio, nachdem sie jahrelang keinen Sport getrieben hatten. Zugleich wurde den Frauen gesagt, sie könnten ihre normale Ernährung weiterverfolgen.

Kleine Belohnungen schlagen ins Gegenteil um

Wenig überraschend: Nur ein kleiner Teil der Frauen hatte nach Ablauf der drei Monate tatsächlich abgenommen und die eigene Leistungsfähigkeit verbessert. Ganze 70 Prozent der Frauen waren jedoch dicker geworden. Und dabei handelte es sich nicht um neue Muskelmasse, sondern um Fett.

Da die Forscher die Frauen nicht gebeten hatten, ihre Ernährung schriftlich festzuhalten, konnten sie nur Vermutungen anstellen, doch es lag auf der Hand, dass sich die Damen nach den schweißtreibenden 30 Minuten auf dem Laufband anschließend gerne mit Pizza oder Pommes belohnten und so die verbrannten Kalorien doppelt wieder zu sich nahmen.

Letztendlich brachte die Studie also nichts Neues: Bewegung ist zwar gesund und stärkt das Herz-Kreislauf-System, doch beim Abnehmen wirkt sie lediglich unterstützend. Ohne eine Ernährungsumstellung auf gesunde leichte Kost ist jede Diät zum Scheitern verurteilt.

Wo bleibt das Körperfett beim Abnehmen?

Der Großteil des abgenommenen Körperfetts wird als Kohlendioxid ausgeatmet

Maßband auf Waage, Übergewicht, Diät, Abnehmen
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Für Abnehmwillige gibt es nichts Schöneres als die Feststellung, dass eine ehemals viel zu enge Hose wieder locker auf den Hüften sitzt oder sogar der Kauf der kleineren Kleidergröße notwendig wird.

Wo bleibt das verschwundene Körperfett eigentlich?

Die meisten Menschen nehmen an, dass der Körper das Fett mehr oder weniger verbrennt, also in Energie umwandelt. Eine Fehlannahme, wie Mediziner der University of New South Wales in Sydney nun klar machten: Das Fett wird ausgeatmet.

Dies liegt daran, dass Fettmoleküle aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehen. Die Freisetzung dieser Elemente aus der molekularen Hülle wird als Oxidation bezeichnet. Werden zehn Kilogramm Fett abgenommen, verwandeln sich 8,4 Kilogramm davon in Kohlendioxid und nur 1,6 Kilogramm in Wasser.

Das Wasser verlässt den Körper vor allem in Form von Urin und Schweiß, während das Kohlendioxid über die Lunge ausgeatmet wird.

Das Ausatmen von Kohlendioxid

Eine durchschnittlich schwere Person atmet täglich etwa 150 Gramm Kohlenstoff aus. Wer zusätzlich jeden Tag eine Stunde joggen geht, atmet zusätzliche 40 Gramm Kohlenstoff aus.

Anstatt die tägliche Kalorienzufuhr zu zählen, könnten Abnehmwillige also auch ihr Essen danach berechnen, dass sie weniger Fett in sich hineinstopfen, als der Körper täglich in Form von Kohlenstoff ausatmet.

Gewicht halten trotz Wechseljahren und Co.

Mit diesen Lebensmitteln und ausreichender Bewegung behalten Sie Ihre Figur

Auswahl an Sojaprodukten wie Sojamilch, Sojasoße auf weißem Hintergrund
Soy products isolated on white © Igor Dutina - www.fotolia.de

Eigentlich kann das Älterwerden ja auch was Schönes haben - allerdings nicht, wenn man Wert legt auf eine schlanke Linie. Die wird nämlich durch die hormonellen Veränderungen zunehmend schwieriger zu halten.

Und als wäre es nicht ungerecht genug, dass das weibliche Geschlecht im Allgemeinen sehr viel schneller zunimmt als die Herren der Schöpfung (ein Grund: der geringere Muskelanteil), sind Frauen mit den Wechseljahren auch noch doppelt gestraft. Hier können sich nämlich einige Pfunde ansammeln, selbst wenn man ganz normal weiterisst wie bisher.

Sojahaltige Lebensmittel und Präparate

Was wirklich hilft, darüber sind sich die Experten uneinig: Die einen empfehlen eine moderate Diät, weil der Energiestoffwechsel eben deutlich heruntergefahren wird und man somit einen verringerten Kalorienbedarf hat, die anderen raten genau hiervon ab.

Fakt ist, dass zum Beispiel sojahaltige Lebensmittel wie Tofu oder auch Sojamilch helfen können, die Hormonumstellung zu meistern - und somit nicht nur das Gewicht zu halten, sondern auch die gute Laune.

Wer nicht so viel Soja in rauen Mengen zu sich nehmen möchte, der kann auf spezielle Präparate aus der Apotheke oder dem Reformhaus zurückgreifen. Wichtig: Unbedingt mit dem Arzt Rücksprache halten!

Bewegung für den Grundumsatz

Ein weiteres Mittel, das garantiert hilft, ist Bewegung: Wer den eigenen Grundumsatz wieder ankurbelt, der verbrennt mehr Kalorien - und nimmt weniger schnell zu. Ganz davon abgesehen tun

  • regelmäßige, flotte Spaziergänge,
  • Schwimmbahnen oder auch
  • ein Sportkurs

der Laune gut - was langfristig betrachtet vielleicht ebenfalls gegen Gewichtszunahme hilft. Denn ob die individuelle emotionale Verfassung eine Rolle spielt, ob und wie stark wir zunehmen, wird seit langem erforscht.

Einige Hinweise hierauf gibt es bereits. Und selbst wenn nicht: Frustessen kennt wohl fast jede Frau - mit regelmäßiger Bewegung, gern auch mit Gleichgesinnten, kann man dem vorbeugen.

Sieben Faktoren, die Ihre Diätziele in weite Ferne rücken lassen

Wir alle wissen, dass man abnehmen kann, wenn man sich an bestimmte Regeln hält: anstelle von einem Burger und Pommes Frites einen Salat zur Mittagspause zu sich zu nehmen, Abstriche an Snacks und Süßigkeiten zu machen und immer wenn möglich eher fettfreie als vollfette Lebensmittel wählen. Wenn wir alles richtig machen, warum zeigt die Waage keine auch nach mehreren Wochen keine kleineren Ziffern?

Selbst wenn wir die besten Absichten haben, kann so etwas Einfaches wie ein gesunder Snack das Quentchen zuviel sein und zu einer Gewichtszunahme führen. Wenn Sie kleine Schritte machen und nur 100 Kalorien am Tag einsparen, können Sie 10 Pfund übers Jahr abnehmen.

Den folgenden Faktoren sollten Sie Ihre volle Aufmerksamkeit widmen, wenn es mit der Diät klappen soll.

1. Abgemessene Nahrungsmitteleinheiten

Mini-Portionen verführen zum Schlemmen

Portugiesische und niederländische Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass kleine Portionen zum Mehr-Essen verleiten. Gründe hierfür sind erstens, dass man bei vielen kleinen Mengen die Gesamtmenge schlechter abschätzen kann und zweitens, kleinere Portionen für Diätprodukte gehalten werden.

Vorsicht ist geboten: Kleine Verpackungs-Einheiten verleiten zum Selbstbetrug! Wichtig für eine gesunde Lebensweise ist eine ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung.

Benutzen Sie vorgefertigte 100-Kalorien-Snackpackungen? Es hat sich herausgestellt, dass eine dementsprechende Vorportionierung mehr Schaden als Gewichtskontrolle und Gewichtsabnahme herbeiführen kann.

Niederländische Forscher haben TV sehende Studenten entweder zwei große Tüten Kartoffelchips oder mehrere teilweise portionierte Chipstüten gegeben. Diejenigen mit den kleineren Tüten aßen doppelt so viele Chips.

Frühere Studien haben gezeigt, dass Menschen, die sehen, was sie bereits gegessen haben, letztlich weniger essen.

2. Fettarme Produkte

Fettfrei und ohne Zucker bedeutet nicht unbedingt kalorienarm. Zum Beispiel liefert fettreduzierter "Chocolate Chip Cookie" 47 Kalorien - nur sechs weniger als ein normales Cookie.

Des Weiteren zeigen Studien, dass Menschen, die übergewichtig sind, doppelt so viele Kalorien zu sich nehmen, wenn sie fettarme Snacks anstelle von vollwertigen Snacks essen.

Vorsicht, Falle: Tückische Lightprodukte

Nahaufnahme einer Butterlocke auf Messerspitze, weißer Hintergrund, Margarine
butter © bilderbox - www.fotolia.de

Gehören Sie auch zur Fraktion jener Menschen, die sich gern einmal ein Produkt mit "Light"-Aufdruck gönnen - und dann ein gutes Gewissen beim Schlemmen haben? Leider sind derlei Bezeichnungen etwas irreführend. Denn tatsächlich können "Light"-Lebensmittel unter Umständen sogar das Gegenteil bewirken von dem, was sie versprechen.

Ernährungsexperten warnen seit langem davor, zur Gewichtsabnahme auf "Light"-Produkte umzustellen. Zwar sind die so gekennzeichneten Lebensmittel tatsächlich häufig kalorienärmer als vergleichbare Produkte. Und auch der gefürchtete Zuckergehalt ist beispielsweise im Light-Softdrink niedriger als in der Original Rezeptur. Gerade hier jedoch liegt eine Falle: Statt Zucker werden Light-Produkte gern mit Süßstoffen versetzt. Die gaukeln nicht nur den Geschmacksrezeptoren, sondern auch dem Stoffwechsel vermeintlich echten Zucker vor. Die Folge: Der Organismus stellt sich auf die Verarbeitung von Zucker ein und passt den Insulinspiegel entsprechend an. Weil nun aber in Wahrheit kein Zucker kommt, gerät der Stoffwechsel völlig aus dem Gleichgewicht - und vermeldet erneuten Hunger. Wenn ein Lightprodukt nun also hilft, Kalorien einzusparen, diese Kalorien dann aber in Folge von Hunger somit (oftmals sogar in erhöhter Menge) aufgenommen werden, dann ist der gewünschte Effekt ad absurdum geführt.

Wer trotzdem nicht auf Light-Produkte verzichten möchte, der sollte sich also stets bewusst machen, dass es sich hiermit keinesfalls um ein Lebensmittel zum Diäthalten handelt und Softdrink und Co. in jedem Fall sparsam konsumieren.

3. Flüssige Kalorien

Ein paar Tassen Cappuccino mit je zwei Teelöffeln Zucker und ein paar Tassen Tee, jeweils mit zwei Teelöffeln Honig, haben bis zu 150 Kalorien.

Prüfen Sie auch Ihren Konsum an alkoholischen Getränken. Ersetzen Sie Wein oder Bier mit Sodawasser oder Mineralwasser und sparen Sie auf diese Art und Weise eine große Menge an Kalorien.

Getränke, die man während einer Diät lieber meiden sollte

Junge, blonde Frau im Sportoutfit trinkt Wasser aus Flasche
Thirst © pressmaster - www.fotolia.de

Wer abnehmen möchte, sollte nicht nur regelmäßig Sport treiben und darauf achten, was und wie viel er isst, auch hinter so einigen Getränken stecken wahre Kalorienfallen und das fängt schon morgens beim Frühstück an. Viele genießen zum Frühstück gerne ein großes Glas Latte Macchiato oder Fruchtsäfte, doch beide Getränke sind, was Kalorien angeht, nicht ganz ohne.

Ein Glas Latte Macchiato schlägt mit gut 130 Kalorien zu Buche und ein Glas Fruchtsaft ist mit bis zu 100 Kalorien auch nicht gerade weniger reichhaltig, zumal es meist auch nicht bei einem Glas bleibt. Besser eignet sich schwarzer Kaffee mit einem Schluck Milch oder Saftschorlen.

Kalorienreiche Getränke locken in Kantinen und beim Feierabend

Beim Mittagessen, etwa in der Kantine, locken dann andere Dickmacher wie Softdrinks. Ein Glas Cola kann mit gut 145 Kalorien locker den gesamten Nachtisch ersetzen. Wer nicht auf Softdrinks verzichten möchte oder kann, der sollte zumindest zur Light-Variante greifen. Doch auch dabei ist Vorsicht geboten, denn Softdrinks, die mit Süßstoffen gesüßt sind, verursachen bei übermäßigem Konsum Heißhungerattacken.

Wer den Feierabend zu Hause gerne mit Bier oder Wein ausklingen lässt, kann das gerne tun, aber bitte in Maßen, denn auch Alkohol ist eine wahre Kalorienbombe. Ein Glas Wein enthält bis zu 100 Kalorien. Beim Ausgehen am Wochenende ist besondere Vorsicht geboten, denn da trinkt man auch schnell mal einen über den Durst. Wer anstatt Wein oder Bier lieber zu Cocktails greift, sollte sich auf jene ohne Sahne beschränken. Im Vergleich: ein Glas Pina Colada enthält stolze 290 Kalorien. Ein Glas Tequila Sunrise dagegen "nur" 150 Kalorien.

Wer abnehmen will, sollte keinen Obstsaft wegen der Kalorien trinken

Glas Orangensaft, daneben frische halbe Orange
Gesundes Getränk © Teamarbeit - www.fotolia.de

Menschen, die abnehmen wollen, sollten auch beim Trinken darauf achten, denn wie im "Diabetiker Ratgeber", ein Apothekenmagazin, zu lesen ist, sind in einem halben Liter Obstsaft soviel Kalorien wie beispielsweise in einem Steak enthalten. Besser ist es deshalb Mineralwasser zu trinken.

Jährlich trinken wir im Durchschnitt etwa 138 Liter Wasser, dazu die gleiche Menge an Säften, Limonade oder auch als Schorle. Man hat festgestellt, dass in einem Glas Apfelsaft etwa 22 Gramm Zucker enthalten sind, fast so viel wie in Cola und das sind somit 95 Kilokalorien. Aber auch in den sogenannten "Light-Getränken" ist noch genügend Zucker enthalten.

4. Energieriegel

Alle paar Stunden zu essen ist ein guter Weg, um den Stoffwechsel am Laufen zu halten. Sie müssen nur aufpassen, dabei nicht zu viele Kalorien aufzunehmen. Snacks sind die Hauptverantwortlichen für Gewichtszunahmen. Beschränken Sie sich auf nur zwei Zwischenmahlzeiten pro Tag, bei etwa 150 Kalorien pro Zwischenmahlzeit.

Und seien Sie vorsichtig, sich auf Energieriegel als Zwischenmahlzeit einzulassen. Einige liefern nicht weniger als 400 Kalorien. Als Faustregel gilt: Ein Riegel unter 200 Kalorien ist ein Snack, alles, was darüber ist, zählt als eine Mahlzeit.

5. Eiweißreiche Nahrung

Steaks mit geringem Eiweiß- und Fettanteil können doppelt so viele Kalorien aufweisen wie eine magere Scheibe Fleisch. Im Vergleich dazu enthält die gleiche Menge Pute ohne Haut 144 Kalorien, nur 10 davon aus Fett stammend.

Und Putenwurst hat 75 Prozent weniger gesättigte Fettsäuren als Bratwurst.

6. Fettarme Salatdressings

Viele von uns nehmen Labels wie "fettreduziert" und "Fettfrei!" ernst. Aber es stellt sich heraus, dass die Hersteller oft das Fett in diesen entsprechend markierten Produkten mit Zucker ersetzen, so dass der Anteil an Kalorien immer noch vergleichsweise hoch ist.

Ironischerweise hat ein Salat ohne Fett kein sinnvolles Potenzial. Sie benötigen ein wenig Fett, um die Vitamine A, D, E und K und andere Nährstoffe aufnehmen zu können.

Verwenden Sie kleinere Mengen von Öl-basierten Salatsoßen. Sie bekommen in einigen cremigen Dressings gute Fette anstatt der gesättigten Fettsäuren. Suchen Sie nach Zutaten wie Olivenöl, Essig und Kräutern.

7. Kartoffelchips

Ja, sie sind weniger fetthaltig als gedacht. Kartoffelchips sind stark kalorienhaltig, aber arm an Nährstoffen, die für Ihren Körper nahrhaft sind. Eine bessere Wahl ist der Snack Popcorn. Sie nehmen 65 Prozent weniger Kalorien pro Tasse zu sich.

Suchen Sie nach ölfreiem Popcorn, dass Sie sich in der Mikrowelle zubereiten können und tränken Sie das Popcorn in gesunde Öle wie Olivenöl oder Rapsöl.

Erwachsene, die regelmäßig Popcorn essen, verbrauchen bis zu zweieinhalb Mal mehr Vollkornprodukte als diejenigen, die kein Popcorn zu sich nehmen, besagt eine aktuelle Studie, die im "Journal of the American Dietic Association" veröffentlicht wurde.

Online-Diäten - Stiftung Warentest war angenehm überrascht

Abnehmen mit Online-Diätcouch - es funktioniert, wenn man konsequent bleibt

Übergewichtige Frau streckt lächelnd beide Arme in den Himmel
Beautiful plus sized model celebrating her freedom © Lisa F. Young - www.fotolia.de

Wenn der Frühling kommt, boomen auch die verschiedenen Diäten. Die moderne Form des Abspeckens per Internet-Diät-Coach wurde jüngst von der Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Dabei gab es Erfreuliches festzustellen. Alle Programme führten zu einer Gewichtsabnahme. Voraussetzung ist, wie immer, die konsequente Teilnahme der Nutzer.

Bewertet wurden "Gesund abnehmen" von der Apotheken-Umschau, "Weight Watchers Online", "eBalance", "xx-well", "Aiqum", "Vidavida", "Nutripoli", "5plus2", "Logi-online" und "Slimcoach". Jedes, dieser Programme gab Rezeptvorschläge, Tipps für Sport, und moralische Unterstützung durch Hinweise zur Veränderung von Lebensgewohnheiten. Die Teilnehmer konnten darüber hinaus ihr Gewicht eingeben, die Menge an Kalorien und die Dauer ihrer Bewegung notieren.

Positiv ist bei allen Portalen zu vermerken, dass man sich zu jeder Zeit anmelden kann. Damit sind sie besonders für die Menschen interessant, die aufgrund ungünstiger Arbeitszeiten, nicht an üblichen Kursen teilnehmen können.

Worauf ist vor der Anmeldung zu achten?

"Jeder sollte genau hingucken, ob die Rezepte den eigenen Geschmack treffen, einfach umzusetzen und in den Tagesablauf integrierbar sind", erklärt Rita Rausch. Sie ist Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Darin liegt auch die Verschiedenheit der einzelnen Angebote. Manche Rezepte sind recht aufwendig und kostspielig.

Der Preis macht einen weiteren Unterschied der Online-Programme aus. Nur "Gesund abnehmen" von der Apotheken-Umschau ist kostenlos. Bei den anderen werden zwischen 20 und 60 Euro fällig. Verschiedene Krankenkassen gewähren Zuschüsse bei vier Programmen.

Die Sieger bei der Bewertung wurden "Gesund abnehmen", "eBalance" und "xx-well.com".

Gut gemeinte Ratschläge gibt es in der Welt der Diäten viele - dabei haben sich einige frühere bei vielen Menschen einige Zeit lang hartnäckig gehalten...

Die drei größten Diät-Irrtümer unserer Mütter

Wenn es um solides Grundwissen in Sachen Diäten geht, so kann man von der vorigen Generation oftmals sagen, dass dieses häufig aus Frauenzeitschriften mitgenommen wurde. Die folgenden Zeilen rücken die drei häufigsten Diät-Irrtümer der vorigen Generation ins richtige Licht.

Diät-Irrtum Nummer 1: Knallharte und fade Diäten sind die beste Lösung

Das Diät-Wissen unserer Mutter stammt je nach Generation aus einer Zeit, in der Erfolg nur dann von Bedeutung war, wenn er ganz schnell und ohne Umwege erreicht wurde. Eine Mentalität, die sich auch auf die Diäten auswirkte.

Und so verwundert es wenig, dass extreme Crash-Diäten bei der vorigen Generation hoch im Kurs und an erster Stelle der Diät-Predigt standen. Der Nachteil an solchen radikalen Abnehmstrategien ist jedoch, dass sie nur die Symptome, aber nicht die Ursache der Speckröllchen bekämpfen.

Wer übergewichtig ist, schuldet das in erster Linie einem passiven Lebensstil und einer unausgewogenen Ernährung. Eine Crash-Diät kann zwar durchaus zu einem beeindruckenden Gewichtsverlust führen, trägt aber wenig dazu bei, ein gesundes Essverhalten in den Alltag zu integrieren. Deshalb kommt es häufig wieder zu einer raschen Gewichtszunahme, sobald man die absurden Diäten nicht mehr befolgt.

Diät-Irrtum Nummer 2: Vermeide Fett um jeden Preis

Den wissenschaftlichen Erkenntnissen aus den 50er Jahren ist es zu verdanken, dass Fett noch heute als der Gesundheitsfeind schlechthin bezeichnet wird. Dabei hat die Wissenschaft für Fette inzwischen ein völlig anderes Bild gezeichnet.

Fett ist tatsächlich ein ziemlich genialer Diät-Booster. Zumindest dann, wenn es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren handelt.

Im Idealfall Omega-3-Säuren, die wir zum Beispiel in einigen Fischsorten und Avocados finden können. Wie man heute weiß, ist es vielmehr die Kombination von Kohlenhydraten und Fetten, die uns das Leben schwer machen.

Diät-Irrtum Nummer 3: Mahlzeiten auszulassen hilft beim Abnehmen

In der Tat entspringt dieser Ratschlag der in den 80ern zelebrierten Formel "Friss die Hälfte". Mit dem reinen Verknappen von Kalorien ist der Diät-Erfolg jedoch noch lange nicht garantiert. Es kommt eben nicht nur darauf an, wie viel man isst, sondern auch was.

Wer sich proteinreich ernährt, kurbelt damit nicht nur seinen Stoffwechsel an, sondern verhindert auch den Abbau von Muskelzellen, wodurch der Körper vorrangig Fett während der Diätzeit verbrennt.

Das Auslassen von Mahlzeiten oder die FDH-Formel verpuffen nahezu wirkungslos, wenn ich mich überwiegend von Junk-Food ernähre. Denn die Hälfte von Junk-Food bleibt immer noch Junk-Food.

Doch auch in der heutigen Zeit halten sich viele Thesen hartnäckig...

Gerüchte rund ums Schlankwerden (Diät-Mythen)

Iss kleine Mahlzeiten. Meide Fett. Essen nach 20 Uhr macht dick. - Fast jeder kennt diese und mehr Diät-Weisheiten, die seit Jahren von Medien, Trainern und Wissenschaftlern gepredigt werden. Doch sind sie alle vorbehaltlos wahr? Lesen Sie hier die häufigsten Diät-Mythen.

Essen nach 20 Uhr macht dick

Die Verfechter dieser Theorie vertreten die Meinung, dass der Körper am Tage Kalorien verbrennt, in der Nacht aber eher zum Umwandeln zu Fett neigt. Tatsächlich kennt unser Stoffwechsel jedoch keine Uhrzeit. Sicher unterliegt er Schwankungen, die von der körperlichen Aktivität und vom Müdigkeitsgrad abhängen.

Insgesamt betrachtet geht unser Körper aber sowohl tagsüber als auch nachts mit zugeführter Energie in gleicher Weise um. Solange Sie in der Summe keinen Kalorienüberschuss haben, setzen Sie kein Fett an. Egal wann Sie ihre Mahlzeiten zu sich nehmen.

Wer abnehmen will, sollte seine Hauptmahlzeit vor drei Uhr nachmittags einnehmen

Wissenschaftler streiten über die Wichtigkeit des Nahrungsaufnahmezeitpunktes zur Gewichtsabnahme

Mandarinen und Maßband auf Kalender: Abnehmen, Vorsatz
Ab heute gesund! © Kathrin39 - www.fotolia.de

Wer seine Hauptmahlzeit vor drei Uhr nachmittags genießt, kann schon dadurch Gewicht verlieren. Denn spätes Essen macht eine Gewichtsabnahme schwieriger. Das belegt eine spanische Studie, die herausfand, dass Menschen unabhängig von der Kalorienzahl dadurch abnehmen können.

Spätesser im Nachteil?

Dafür wurden fünf Monate lang 420 übergewichtige Testpersonen untersucht, die im Schnitt 42 Jahre alt waren. Die Studie bestand aus gleich vielen Männern und Frauen. Sie durften am Tag nur 1400 Kalorien essen und 40 Prozent davon zu Mittag zu sich nehmen. Die Personen, die vor 15.00 Uhr zu Mittag aßen, reduzierten ihr Gewicht um 11 Kilogramm, während die Spätesser nur 8,5 Kilo schafften.

Beide Gruppen waren ähnlichen körperlichen Belastungen ausgesetzt und schliefen auch ähnlich lange. Diese Faktoren spielten also bei der Gewichtsreduktion keine Rolle. Es kommt also entscheidend mit darauf an, wann wir essen.

Auch frühere Tierstudien belegten die Wichtigkeit des Nahrungsaufnahmezeitpunktes. Die spanische Studie hat dies jetzt auch für den Menschen belegt. In der Studie kam auch ans Licht, dass Frühstücksmuffel weniger Gewicht abnahmen. Wenn die Nahrungsaufnahme nicht synchron mit dem Wach-Schlaf-Rhythmus geht, kommt eine wichtige Regulation durcheinander, was sich dann auch negativ auf das Körpergewicht auswirkt.

Bewegung und Kalorienzahl

Doch bei dieser These sind sich nicht alle Wissenschaftler einig. Manche bestreiten, dass der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme tatsächlich so wichtig ist. Durch die Studie ist zwar ein Zusammenhang zwischen Nahrungsaufnahmezeitpunkt und Gewichtsverlust erkennbar, doch für manche Wissenschaftler ist das kein ursächlicher Zusammenhang.

Für Abnahmewillige gilt in jedem Fall, an der Sache dran zu bleiben. Wichtig ist darüber hinaus, was wir essen. Zur Gewichtsabnahme trägt die Reduzierung der Kalorienzahl genauso bei wie mehr Bewegung.

Es kommt beim Essen nicht auf den Zeitpunkt an

Nahaufnahme weiße Uhr mit schwarzem Ziffernblatt zeigt vier Sekunden vor Zwölf
clock at midnight © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

Wer Abnehmen möchte, darf sich nicht allein auf den Zeitpunkt beim Essen verlassen. Darauf weist Gisela Olias vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung mit Sitz in Potsdam hin. Die Mär von abendlicher schmaler Kost stimmt nicht. Wichtig für die Gewichtsreduktion ist die Menge an Kalorien, die man im Laufe des Tages zu sich nimmt. Und die sollte stets kleiner sein, als das, was man verbraucht.

Viel sinnvoller, als sich den Snack am Abend zu verkneifen, sei es, laut Olias, aufzuschreiben, was man wirklich am Tag isst. Dazu notiert man in einem Tagebuch auch jedes Häppchen zwischendurch, an das man sonst so gerne vergisst. Damit bekommt man eine tatsächliche Übersicht über die verspeisten Mengen. Gibt es dann noch Platz, spricht nichts gegen abendliche Mahlzeiten.

Mehrere kleine Mahlzeiten erhöhen den Stoffwechsel

Studien haben gezeigt, dass die Häufigkeit und Größe von Mahlzeiten nur einen verschwindend geringen Effekt auf den Stoffwechsel haben. Sie können Ihren Stoffwechsel nur dann dauerhaft steigern, wenn Sie Ihre Muskelmasse erhöhen und einen aktiven Lebensstil führen.

Trotzdem muss diesem Mythos zu Gute gehalten werden, dass kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt für einen relativ konstanten Blutzuckerspiegel sorgen, was wiederum Hungerattacken vermeiden kann.

Nudeln machen dick

Dieser Mythos proklamiert, dass unser Körper Kohlenhydrate in Zucker umwandelt und diese dann als Fett einlagert.

Nüchtern betrachtet sorgt aber nicht Zucker allein für die ungeliebten Pölsterchen an Hüfte und Bauch. Erst ein Zuviel an Kalorien führt zu einer Fettzunahme. Dabei ist es egal, woher diese Kalorien stammen.

Kaffee unterstützt beim Diäten

Das beliebte Getränk ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite hat das Koffein eine anregende Wirkung, die den Stoffwechsel leicht erhöht. In der Summe ist bei durchschnittlichen Genuss (ca. 2-3 Tassen am Tag) der Effekt aber nicht ausreichend genug, um merklich Energie zu verbrennen.

Auf der anderen Seite kann das Koffein aber dabei helfen, eine Trainingseinheit mit mehr Elan anzugehen und so mehr Kalorien zu verbrauchen. Die Bitterstoffe der Kaffeebohne wirken außerdem appetitzügelnd.

Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass Sie ihren Kaffee möglichst ohne leckere Zusätze trinken. Ein schicker Mokka von Starbucks wird dank Sahne und Zucker nicht selten mit satten 330 Kalorien über die Theke gereicht.

Eine Diät ist der beste Weg um Fett zu verlieren

Grundsätzlich ist das Einhalten eines strikten Ernährungsplanes eine gute Art, das Körpergewicht zu reduzieren. Eine Diät ist aber in der Regel immer nur auf eine begrenzte Zeit ausgelegt, womit auch die damit erzielten Erfolge nur temporär sichtbar wären.

Viel weitsichtiger wäre es hingegen, den kompletten Lebensstil gesundheitlich zu orientieren und Essgewohnheiten dauerhaft an persönlichen Fitness-Zielen auszurichten.

Das Trennen von Protein und Kohlenhydraten hilft beim Abnehmen

Diese Theorie beruht auf der Annahme, dass Protein und Kohlenhydrate unterschiedliche Enzyme für ihre Verdauung bedingen. Wenn man beide Nährstoffgruppen getrennt zu sich führt, könne der Körper sie besser verarbeiten und ist eher zum Fettabbau geneigt.

In der Realität ist unser Verdauungstrakt durchaus in der Lage, eine große Bandbreite an Nahrungsmitteln, egal welcher Nährstoffkategorien, gleichzeitig effizient zu verarbeiten.

Studien haben belegt, dass das Trennen von Proteinen und Kohlenhydraten keinen signifikanten Effekt auf die Verdauung bei gesunden Menschen hat.

Um Gewicht zu verlieren, muss die Kalorienaufnahme radikal gesenkt werden

Je weniger man isst, um so weniger wiegt man auch. Eine Weisheit, die zwar auf Anhieb logisch erscheint, jedoch nicht konsequent zu Ende gedacht ist. Der menschliche Körper hat im Laufe der Evolutionsgeschichte gelernt, sich an vielen Umständen anzupassen. So auch zum Beispiel an eine Verknappung der Nahrungsaufnahme.

Während einer radikalen Diät verringert sich schon nach kurzer Zeit der gesamte Stoffwechsel. Das führt nicht nur dazu, dass sie trotz des wenigen Essens kaum an Gewicht verlieren. Sie erholen sich auch langsamer von anstrengenden Arbeitstagen oder intensiven Trainingseinheiten.

Es ist daher besser die Kalorienaufnahme in gemäßigten Stufen (200-400 Kalorien) abzusenken und mit Sport den Metabolismus auf Trab zu halten.

Gibt es wirklich "negative Kalorien"?

Lebensmittel mit negativen Kalorien sind gesund und können beim Abnehmen helfen

Nahaufnahme von mehreren kreisförmig angeordneten hellroten Erdbeeren
leckere erdbeeren © Jens Hilberger - www.fotolia.de

Mythos oder Wahrheit? Millionen Abnehmwilliger spitzen die Ohren. Gibt es tatsächlich Lebensmittel, die mehr Kalorien verbrauchen, um verdaut zu werden, als sie letztlich Kalorien enthalten? Eine Traumvorstellung. Und leider bleibt es auch nur ein Traum.

Keine Gewichtsabnahme durch negative Kalorien

Letztendlich muss jedes Lebensmittel verdaut werden. Dabei verbraucht der Körper Energie. Wer besonders reichhaltig gegessen hat, merkt das manchmal auch daran, dass er ins Schwitzen kommt. Gäbe es nun negative Kalorien, müsste man quasi abnehmen, wenn man kühles Wasser trinkt. Denn um das Wasser zu erwärmen, verbraucht der Körper Kalorien.

Allerdings hilft sich der Körper mit einem kleinen Trick. Denn er will möglichst nur wenig Kalorien verbrennen. Also reduziert er die Wärmeabgabe und drosselt dazu die Durchblutung der äußeren Hautschichten. Daher bewirken die sogenannten negativen Kalorien für sich alleine keine Gewichtsabnahme.

Nahrungsmittel mit negativen Kalorien

Allerdings sind die Nahrungsmittel, die mit negativen Kalorien suggeriert werden, in der Regel äußerst gesund. Dazu zählen zum Beispiel Erdbeeren, Sellerie, Gurken oder Grapefruits. Sie alle enthalten wenig Kalorien, aber viele Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe.

Wer seinen Speisezettel also vorwiegend mit diesen Lebensmitteln füllt, wird sicherlich an Gewicht verlieren. Und sich dazu noch fit und gesund fühlen.

Passend zum Thema

    Fett macht fett

    Abnehmen trotz Schokolade

    Eine neue Methode, um abzunehmen, hat der britische Wissenschaftler Dr. David L. Katz herausgefunden. Das Besondere daran ist, dass man während dieser Diät weiterhin ungehindert Schokolade verzehren darf.

    Um zum Wunschgewicht zu kommen, soll nach Meinung von Katz der Verzehr von Schokolade an manchen Tagen komplett eingestellt werden. Außerdem müsse sich an diesen Tagen mit anderen Geschmäckern zufrieden geben. Denn zu viele Geschmacksrichtungen stimulieren das Appetitzentrum im Gehirn. "Bleiben Sie einen Tag lang bei einer Geschmacksrichtung. Dann ist das Gehirn zufrieden und wir benötigen weniger Kalorien, um satt zu sein", so Dr. Katz.

    Geht man nach den üblichen Nährwerttabellen, ist leicht zu erkennen, dass ein Gramm Fett stattliche neun Kalorien und Proteine sowie Kohlenhydrate nur vier Kalorien haben. Aus dieser Sicht scheint der Feind schnell erkannt. Diese Schlussfolgerung wäre jedoch etwas vorschnell.

    Ohne Zweifel sind Fette ein großer Energieträger, allerdings helfen sie auch zu sättigen, wodurch sich die Gesamtkalorienaufnahme verringern kann. Hinzu kommen die positiven Eigenschaften ungesättigter Fettsäuren für Herz und Arterien.

    Letztendlich machen Öle viele Salate auch erst richtig schmackhaft, so dass Sie so mehr Vitamine zu sich nehmen. Wenn man beim Fett ein gesundes Augenmaß beibehält, besteht kein Grund zur Panik.

    Fettsäuren könnten beim Abnehmen helfen

    Grafische Darstellung Fettzelle, weißer Hintergrund
    isolierte fettzelle © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

    Forscher sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Fett mit ungesättigten Fettsäuren beim Abnehmen helfen könnte. Olivenöl vermittelt aus dem Dünndarm dem Körper das Signal, dass er satt ist. Ölsäure ist eine häufig vorkommende Fettsäure, die im Dünndarm die Botschaft an das Gehirn vermittelt. Bisher konnte diese Signalkette nur bei Ratten nachgewiesen werden.

    Wenn diese Signalkette nun auch beim Menschen nachgewiesen werden könnte, hoffen Mediziner auf ein natürliches Appetitkontrollsystem. Mit diesem Erkenntnis könnten in der Medizin neue Therapiemöglichkeiten gegen Übergewicht und Fettleibigkeit entwickelt werden. Das Forscherteam um Gary Schwartz von der Yeshiva-Universität in New York berichte im Fachmagazin "Cell Metabolism" von ihren Ergebnissen.

    Essen Sie nur, wenn Sie hungrig sind

    Eine Studie aus Brasilien hat gezeigt, dass es besser ist, in regelmäßigen Abständen zu essen, anstatt nur dann zu Messer und Gabel zu greifen, wenn man hungrig wird. Obwohl es sich zunächst nach einen Trugschluss anhört, macht es doch Sinn.

    Wenn Sie zum Beispiel das Frühstück auslassen, weil Sie sich am Morgen nicht so hungrig fühlen, erweisen Sie sich einen Bärendienst, da Sie sich damit schutzlos spontanen Heißhungerattacken ausliefern. Die brasilianischen Wissenschaftler sagen, dass die Personen, die konsequent drei bis sechs Mahlzeit essen, weniger dazu neigen, von ihrer Diät abzukehren.

    Man sollte dem eigenen Hungergefühl vertrauen

    Schwangere Frau mit kleiner Tochter beim Essen
    Pregnant mother in kitchen eating chicken and vegetables helping © Monkey Business - www.fotolia.de

    Manchmal überkommt einen spontan der Hunger. Das kann das berühmte Knurren im Bauch sein oder auch der Heißhunger auf etwas Spezifisches. Mediziner sind der Meinung, dass man diesem Hungergefühl vertrauen und ihm auch nachgeben sollte. Manche sind sogar der Meinung, dass damit die überflüssigen Kilos wie von selbst verschwinden. Der Körper zeigt nämlich an, wonach es ihm gerade verlangt. Durch komplexe Mechanismen weiß er, welche Nährstoffe gerade benötigt werden. Herrscht überall ein Minus vor, haben wir einfach nur Hunger, doch fehlt uns etwas Bestimmtes, so entwickeln wir gezielten Hunger auf etwa Kartoffeln oder Fleisch.

    Das Problem der überschüssigen Kilos sehen Ernährungswissenschaftler in der Tatsache, dass der moderne Mensch auch dann isst, wenn er kein Hungergefühl verspürt. Dagegen hält die Natur nichts bereit, das es in der Vergangenheit meist so war, dass es kein Überangebot an Nahrung gab. Daher gibt es außer der antrainierten Selbstbeherrschung keinen natürlichen Mechanismus gegen das Übergewicht unserer Zeit. Wer aber lernen würde, sich von seinem Hungergefühl leiten zu lassen, der sollte damit eigentlich auch die beste Diät für sich gefunden haben. Davon sind viele Ernährungsforscher überzeugt.

    Es gibt keine schlechten Nahrungsmittel, solange man moderat isst

    Diese diätische "Weisheit" basiert auf den Fakt, dass ein Abbau von Körperfett in erster Linie mit einer Reduktion der zugeführten Kalorienmenge zusammenhängt. So gesehen kann man sich also auch von Fast-Food ernähren und trotzdem abnehmen, sofern man ein ausreichend großes Kaloriendefizit einhält.

    Problematisch dabei ist jedoch, dass es schlicht Nahrungsmittel gibt, die ernährungsmäßig wenig hergeben. Ein Kartoffel-Chip hat an Vitaminen nicht den Hauch von dem zu bieten, was in einer echten Kartoffel steckt. Ferner verführt solches Fast-Food zum exzessiven Verzehr und bombardiert damit jede Diät-Hoffnung.

    Gesunde Ernährung ist teuer

    Eine Warenkorb-Analyse des Institutes für Wirtschaft an der Universität von Stockholm kam zu dem Ergebnis, dass die als gesund eingestuften Nahrungsmittel Stück für Stück etwas teurer sind, als sogenanntes Fast-Food und Süßigkeiten.

    Dennoch zeigte sich in einer Meta-Studie, dass Menschen, die sich gesund ernähren, insgesamt weniger an Nahrung konsumieren, womit sich der Ausgabefaktor relativiert.

    Fast-Food, Süßigkeiten und Konsorten halten schlicht nicht so lange satt wie ballaststoffreiche Nahrungsmittel. Daher geben Personen, die sich vorwiegend von Fertigessen ernähren, im Endeffekt mehr aus, obwohl der Warenwert etwas geringer ist.

    Durch Diäten kann man Cellulites heilen

    In der Medizin existiert der Begriff Cellulites streng genommen nicht. Allein dieser Umstand deutet daraufhin, dass man diese Erscheinung nicht heilen kann. Bei Orangenhaut handelt es sich auch nicht um eine Krankheit, sondern um eine Bindegewebsschwäche.

    Unsere Fettzellen sind mit einer Hautschicht umgeben und wenn diese Risse bekommt oder nicht mehr elastisch genug ist, drücken die Fettzellen durch sie durch, wodurch der leicht dellige Anblick zustande kommt.

    Eine Diät, die die Größe der Fettzellen reduziert, kann helfen, dass die Cellulites etwas geringer wird. Ganz verschwinden wird sie jedoch nicht, da die Schäden im Bindegewebe nicht nachträglich zu beheben sind.

    Vorsorge ist in diesem Fall die beste Medizin.

    Mythen rund um das Thema Abnehmen durch Sport

    Beine von drei Sportlern im Fitnessstudio in Sportbekleidung bei Aerobic auf dem Stepper
    health club © diego cervo - www.fotolia.de

    Wer abnehmen möchte, sollte neben einer gesunden Ernährung auch auf ausreichend Sport achten. In diesem Bereich halten sich einige Thesen hartnäckig, mit denen im Folgenden aufgeräumt werden soll.

    Problemzonen bekämpfen

    Eine davon besagt, dass man durch spezielle Übungen einige Problemzonen bekämpfen kann. So wird beispielsweise mit Sit-ups gegen den Bierbauch vorgegangen. Effektiv ist dies jedoch nicht, denn um das Fett schmelzen zu lassen, werden deutlich mehr Muskelgruppen benötigt, als lediglich die am Bauch. Parallel zum Krafttraining ist also auch ein Ausdauerworkout sehr wichtig. Flüssigkeitsaufnahme und Fettstoffwechseltraining

    Auch die Angst, beim Sport zu wenig zu trinken, hält sich wacker. Generell empfehlen Mediziner, auf seinen Körper zu achten – wenn man Durst hat, dann trinkt man. Im Normalfall kommt es auf diese Weise zur optimalen Versorgung mit Flüssigkeit und zudem ist so die Leistungsfähigkeit am besten.

    Sportler, die abnehmen möchten, glauben häufig, dies wäre in einem bestimmten Pulsbereich am besten möglich – hier würde die Fettverbrennung am effektivsten sein. Jedoch sollte man statt dem Fettstoffwechseltraining darauf achten, zum einen regelmäßig und zum anderen in unterschiedlichen Intensitäten zu trainieren. Denn viel wichtiger ist die Menge der Kalorien, die insgesamt verbraucht werden.

    Sport auf nüchternen Magen

    Weiterhin gibt es die Ansicht, Sport auf nüchternen Magen sei effektiver, wenn es ums Abnehmen geht. So wird noch vor dem Frühstück eine große Runde. Zwar ist die Fettverbrennung auf diese Weise höher, doch dies heißt nicht, dass es automatisch zum Gewichtsverlust kommt. Wer nüchtern trainiert, hat auch nur ein gewisses Level an Energie zur Verfügung, welches verbraucht werden kann. Zudem besteht die Gefahr der Unterzuckerung, sodass das Nüchterntraining eher nicht empfohlen wird.

    Weg mit dem Speck – die vier größten Bauchfett-Mythen

    Zwei lächelnde Frauen machen Sit-Ups im Aerobicraum
    abs, abs, abs!!! © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Eine schlanke Mitte sieht nicht nur besser aus, sie ist auch gesünder. Wer schon mal versucht hat, seinen Körperumfang zu reduzieren, weiß aber, wie schwer das ist. Gerade um das Bauchfett ranken sich zahlreiche Irrtümer.

    Mythos 1: Sit-Ups und Crunches verbrennen den Bauchspeck

    Hunderttausende quälen sich täglich mit Crunches und Sit-Ups. Dadurch gewinnen die Bauchmuskeln auch wirklich an Festigkeit und Kontur. Das Bauchfett lässt sich so allerdings nicht verbrennen. Bei intensivem Training wächst unter dem Speck lediglich ein Sixpack, das den Bauch noch mehr betont. Tipp: eine gute Methode um die gesamte Mitte zu straffen sind Liegestütze.

    Mythos 2: Abendliches Essen macht den Bauch dick

    Dem Bauchspeck ist es egal, wann die Nährstoffe ihn erreichen. Unterm Strich zählt nur die Gesamtkalorienzahl, die am Tag zur Verfügung steht. Wer mit knurrendem Magen schlafen geht, steigert zudem das Risiko am nächsten Tag umso hungriger zuzuschlagen.

    Mythos 3: Ausdauertraining bringt nichts für den Bauch

    Tatsache ist: ein Fett-Weg-Programm sollte neben Bauchübungen für straffere Muskeln auch Ausdauertraining umfassen. Denn nur so lassen sich der Energieverbrauch und Stoffwechsel ausreichend ankurbeln, um Fett zu verbrennen. Ausdauersportarten reduzieren nachweislich sowohl das tiefliegende (viszerale) Fett als auch die Speckröllchen unter der Haut.

    Mythos 4: Verzicht auf Fett lässt den Bauch schwinden

    Die Fülle in der Leibesmitte stammt nicht nur vom Fett. Häufig treiben blähende Lebensmittel den Bauch zusätzlich auf. Wer schlanker aussehen möchte, sollte deshalb auf zu viel Zucker, Zwiebel und Hülsenfrüchte verzichten. Und Achtung: Wenn man zum Schlankbleiben Kaugummis kaut, produzieren die enthaltenen Zuckeraustauschstoffe reichlich Luft im Bauch.

    Neujahrs-Diät leichter gemacht: Diese Abnehm-Mythen kann man getrost vergessen

    Grüner Spargel mit Soße, Schinken und Kartoffeln auf Teller
    Grüner Spargel mit Schinken © HLPhoto - www.fotolia.de

    Damit die guten Vorsätze für das neue Jahr nicht nur bis Mitte Januar reichen, braucht man Durchhaltevermögen. Wer sich vorgenommen hat, einige Kilos abzuspecken, der braucht aber auch Fakten.

    Denn viele Tricks und Kniffe, die man über Diäten kennt, sind schlicht falsch. Zum Beispiel, dass Schwitzkuren in der Sauna die Pfunde purzeln lassen. Das Einzige, was man verliert ist Wasser - und das holt sich der Körper sofort zurück.

    Auch einige Nahrungsmittel, die die Polster angreifen sollen, halten nicht, was sie versprechen. Die viel zitierte Ananas ist mit ihrem Fruchtzucker beispielsweise sogar ein echtes Festessen für Fettzellen.

    Kartoffeln statt Nudeln & Reis

    Die Kartoffel steht hingegen zu Unrecht unter Generalverdacht. Sicher, als Pommes oder sonstwie frittiert zubereitet handelt es sich um eine Kalorienbombe. Doch gekochte Kartoffeln sind nicht nur gesund, sondern auch deutlich kalorienärmer als Nudeln oder Reis.

    Noch ein Mythos: Der Verzicht auf Fleisch macht automatisch dünner. Mag ja sein, dass der Verzicht auf fette Wurst und gebratene Koteletts sinnvoll ist, wenn man abnehmen will. Doch den Ausdruck "Puddingvegetarier" gibt es nicht umsonst. Menschen, die auf Fleisch verzichten, müssen ebenfalls auf die Kalorien gucken, wenn sie abnehmen wollen.

    Diäten meist mehr Schein als Sein: Lügen der Diät-Industrie entlarvt

    Person hält gelbes Bonbon vor geöffneten Mund
    taking a pill © Suprijono Suharjoto - www.fotolia.de

    Kaum ein Tag vergeht, ohne dass neue irgendwo Diätmethoden angepriesen werden. Eine ganze Industrie nutzt den verzweifelten Kampf gegen überflüssige Pfunde um ständig neue Produkte zu entwickeln und zu vermarkten.

    So kam vor einiger Zeit das Eiweiß-Brot auf den Markt, das zum stolzen Preis von bis zu vier Euro für einen Laib Brotgenuss ohne die bösen dickmachenden Kohlenhydrate versprach. Was die Industrie nicht verriet: Im Eiweiß-Brot steckt teilweise bis zu zehnmal mehr Fett als in anderen Broten.

    So viel "Light" ist wirklich drin

    Dass "Light"-Produkte oft nicht halten, was sie versprechen, ist mittlerweile immerhin bekannt. So werden zahlreiche Lebensmittel mit "30 Prozent weniger Fett!" angepriesen, enthalten dafür jedoch umso mehr Zucker.

    Das beste Beispiel dafür sind populäre Joghurt-Sorten, die mit 0,1% Fett werben. Durch die Abwesenheit des Geschmacksverstärkers Fett sind fettarme "Light"-Produkte außerdem meist voller künstlicher Aromen, die nicht unbedingt gesund für den Körper sind, darunter das Süßungsmittel Aspartam.

    Die Wundermittel unter den Abnehmtipps

    Noch weniger ist von "Schlankheitspillen" zu halten oder sogenannten Fett-Weg-Gurten, mit denen sich die überflüssigen Pfunde einfach wegrubbeln oder wegschwitzen lassen. Fett wird niemals "über Nacht" verschwinden.

    Wer wirklich abnehmen will, kommt um eine langfristige Ernährungsumstellung mit viel Obst und Gemüse, Verzicht auf Fast Food und ausreichende Bewegung nicht herum. Und selbst dann sind so manche Pölsterchen ganz einfach Veranlagung - sie zu akzeptieren ist meist viel sinnvoller als jahrelange frustrierende Diäten auszuprobieren.

    Klischees übers Abnehmen richtig gestellt

    Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit am Tag, daher sollte es rund ein Viertel der Kalorien für den Rest des Tages liefern.

    Wichtig ist, dass der Körper nicht hungert, da er sonst denkt, dass Notzeiten angebrochen sind. Dann setzt er den Sparmodus in Gang. Auch das Abendessen sollte nicht weggelassen werden, denn es gibt keinen wissenschaftlichen Anhaltspunkt, der beweist, dass man durch das Weglassen des Abendessens abnimmt. Es sollte eine kleine, leichte Mahlzeit sein.

    Eine unbedeutende Rolle hingegen spielt die Tatsache, ob die Mahlzeit warm oder kalt zu sich genommen wird - nur der Inhalt ist entscheidend.

    Die heutigen Ratschläge gehen teils aber auch in eine andere Richtung...

    Warum Sie keine strikte Diät halten sollten

    Das einzige was schneller wächst, als die über 65 Milliarden schwere Diät-Industrie ist der Bauchumfang von Millionen Menschen, die versuchen, sich mit Diäten in eine neue Kleidergröße zu hungern. Obwohl mittlerweile keine Zeitung mehr ohne Diätpläne und Fitness-Tipps auszukommen scheint, gibt es ein paar triftige Gründe, warum Sie das Diäten sein lassen sollten.

    Denn die meisten Diät-Konzepte sind lediglich kurzfristige Hungerkuren mit negativen Nebeneffekten. Erfahren Sie weitere Gründe, warum Sie sich von Diäten fernhalten sollten.

    Diäten funktionieren nicht

    Viele Diäten haben eine Ausfallrate, die im 90 prozentigen Bereich liegt. Haben Sie vielleicht an sich selbst sogar schon das typische Schema entdecken können? - Schnell etwas Gewicht verloren, um es in kurzer Zeit mit Zinsen wieder auf den Hüften zu haben.

    Studien haben gezeigt, dass, langfristig betrachtet, Menschen, die Diäten befolgen, eher übergewichtig bleiben, als jene, die über einen längeren Zeitraum kleinere positive Änderungen an ihrer Lebensweise vornehmen.

    Diäten können gefährlich sein

    Wann immer Sie ihre Kalorienaufnahme einschränken oder bestimmte Nahrungsgruppen vermeiden, versetzen Sie ihren Organismus in eine Notlage, die je nach Ausmaße der Diät unterschiedlich große Dimensionen annehmen kann.

    Diäten wurden mit Verletzungen infolge von Kraftlosigkeit und plötzlichem Herzversagen sowie Organschädigungen in Verbindung gebracht. Der bekannte Jo-Jo-Effekt ist ebenfalls schädlich für Ihr Herz und ihre Gefäße.

    Niemand sollte Gewichtsverlust über die eigene Gesundheit stellen und riskante Diäten ausprobieren.

    Diäten schädigen den Metabolismus

    Wer harte Diäten fährt, verliert in den ersten Tagen zwar viel Gewicht, wobei es sich jedoch fast ausschließlich um Wasser handelt, das der Körper ausscheidet, weil wegen der Kalorienverknappung die in den Muskeln mit Wasser gespeicherte Glucose aufgebraucht wird. Ein Vorgang, der im Extremfall zu einer ernsthaften Dehydration und zu Mineraliendefiziten führen kann.

    Wenn Sie mehr als 2 Kilogramm pro Woche an Gewicht verlieren, ist die Wahrscheinlichkeit außerordentlich hoch, dass Sie Muskeln und kein Fett verbrennen. Muskelzellen sind jedoch die eigentlichen Kalorienverbrenner unseres Körpers. Bauen Sie Muskeln ab, verringert sich also Ihre Stoffwechselrate dauerhaft und Sie nehmen trotz wenig Essen kaum ab.

    Achten Sie darauf, nicht mehr als 1 Kilogramm pro Woche während einer Diätphase zu verlieren.

    Diäten sind zerstörerisch

    Fast alle Diäten bilden einen massiven Eingriff in Ihre normalen Essgewohnheiten und können zu extremen Fehlverhalten führen. Sind sie zu radikal angelegt, münden sie nicht selten in regelmäßige Fressattacken.

    Dauerhafte Diäten reduzieren außerdem Ihre Fähigkeit, die körperlichen Signale wahrzunehmen. Wer über lange Zeit das Hungergefühl mit Willensstärke verdrängt hat, hat nach überstandener Diät auch verlernt zu erkennen, wann er satt ist und muss fortwährend seine Nahrungsaufnahme mit Disziplin überwachen.

    Ein natürliches Gefühl für eine bedarfsgerechte Ernährung kann durch Diäten nicht vermittelt werden.

    Diäten lähmen das Leben

    "Wenn ich 5 Kilogramm weniger wiege, komme ich bei den Leuten besser an", kommt Ihnen dieser Satz vielleicht bekannt vor? - Übernehmen Sie hier und jetzt für sich selbst die Verantwortung und tun Sie was erforderlich ist, um einen Lebensstil zu führen, der Ihren Wünschen gerecht wird.

    Warten Sie nicht damit, bis es Ihnen die Waage erlaubt. Sie ist nur einer von vielen Bestandteilen Ihres Lebens.

    Neben den unzähligen Diätratschlägen ist auch die Anzahl der Ausreden rund um das Thema Abnehmen und Bewegung sehr hoch...

    Ausreden rund um das Abnehmen und Sporttreiben

    Abnehmen, klar, dass will man ja schon lange und auch mindestens dreimal in der Woche ins Fitness-Studio gehen. Wenn hier der innere Schweinehund lauter bellt als der eigene Wille, dann lassen die Ausreden nicht lange auf sich warten.

    Bis jetzt, denn nun wird mit den passenden Sprüchen gekontert! Und die, lassen einem nun keine Chance mehr.

    "Eigentlich bin ich ja gar nicht so dick"

    Nun, mag man die Waage noch mit einem Verstellen der Einstellungen auf seine Ausredenseite ziehen, klappt das mit der sehr simplen Formel Körpergröße minus 100 nicht mehr so gut. Bei dieser Formel weiß man dann wo das Normalgewicht in einem gesunden Bereich liegt und wann nicht.

    Für das Errechnen des Idealgewichts müssen für Frauen nochmal fünfzehn Prozent und für Männer zehn Prozent abgezogen werden.

    "Kein Wunder, wenn ich zunehme, denn ich muss ja immer die Essensreste der anderen essen"

    Aha. Schlechte Ausrede, besonders dann, wenn man einen höheren Stellenwert als der Haushund hat. Stehen lassen oder weniger auf die Teller der Familienmitglieder schöpfen, nimmt dieser Ausrede schlagartig den Wind aus den Segeln.

    "Ja, ich fange gleich nächste Woche mit dem Sport oder dem Abnehmen an"

    Wär es glaubt, wird selig. Die Verschieberitis gilt nicht, denn ein nächste Woche oder ab Silvester und ähnliche "Termine" werden sowieso nicht umgesetzt. Gleich heute oder morgen zu beginnen, wird dann tatsächlich zum Erfolg führen, denn alles was man nicht innerhalb von maximal drei Tage begonnen hat, wird auch nicht mehr durchgeführt.

    "Igitt, Diät und Abnehmen, denn das Leben ist zu kurz um auf alles zu verzichten"

    Wer sagt denn, dass man bei einer Diät verzichten muss und sich nur noch von trockenem Brot und Wasser ernähren muss? Ob man sich für eine richtige Diät mit Plan entscheidet oder durch eine Ernährungsumstellung abnehmen möchte - verzichten muss man auf nichts, lediglich geschickter mit den einzelnen Lebensmitteln umgehen.

    "Ach weißt du, meine Frau bekocht mich einfach zu gut"

    Ja, ja, die Herren der Schöpfung lieben diese Ausrede, denn wer möchte schon seine Frau verärgern in dem man nun nicht mehr so viel isst? Hier hilft der Konterspruch, dass die echte Liebe zwar sprichwörtlich durch den Magen, jedoch nicht durch eine Mästerei geht.

    Die großen Abnehmlügen - Welche Ausreden und Aussagen einen immer ausbremsen werden

    Abnehmen - Die Buchstaben DIET auf einer Gabel
    Diet © Carmen Steiner - www.fotolia.de

    Wer abnehmen will, braucht nur eine Sache: Durchhaltevermögen. Es geht nicht einmal darum, tagtäglich diszipliniert zu sein, sondern vielmehr darum, es immer weiter zu versuchen, auch wenn man mal gescheitert ist. Die Ausreden, die man sich selbst auf dem Weg zum Traumgewicht selbst einfallen lässt, sind dabei genauso tückisch wie vermeintliche Leitlinien und Ratschläge von Freunden.

    Wenn ihnen jemand also sagt, er könne essen was er will, er werde nicht dick - hören sie nicht hin. Dass jemand dreimal zum Grillbuffet gehen kann und dabei aussieht wie Adonis oder Giselle Bündchen heißt noch lange nicht, dass diejenige Person sich gesund ernährt und damit gesund und fit ist.

    Lassen sie sich auch nicht von den sportlichen Erfolgen anderer entmutigen - niemand verlangt, dass sie einen Marathon laufen. Übrigens sagt aber auch niemand, dass man diesen Marathon nicht irgendwann mal laufen könnte. Wer die Ziele Stück für Stück immer höher steckt, erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass er durchhält und am Ende sein großes Ziel - das Traumgewicht oder eine bestimmte sportliche Leistung - erreicht.

    Die größte Abnehmlüge ist es, sich darauf zurückzuziehen, dass etwas in der Familie liegt. Es mag ja sein, dass Genetik unfair sein kann und dass man schneller Fett ansetzt als die beste Freundin. Das heißt aber nicht, dass man im Rahmen seiner Möglichkeiten nicht dennoch Verbesserungen erreichen kann. Wichtig ist vor allem, sich am eigenen Wohlbefinden zu orientieren.

    Jeder kann abnehmen und bitte keine faulen Ausreden

    Wie man am besten abnehmen kann? Zu Anfang reichen täglich nur ein paar Minuten. Vor allem sollte man, wenn es anfangs nicht richtig klappt, sofort aufgeben.

    Eine der beliebtesten Ausreden von Übergewichtigen ist, dass "sie halt so gerne genießen". Aber meistens essen sie ohne Kontrolle und zu schnell. Auch sollte man unterwegs kein "Fast Food" essen, sondern Zeit nehmen für eine gesunde Mahlzeit.

    Wie man den guten Vorsatz des Abnehmens auch durchziehen kann

    Das Jahr ist nun mal gerade ein paar Tage alt und schon wieder fragen wir uns, ob wir es dieses Jahr schaffen werden, dem ersehnten Wunschgewicht einen Schritt näher zu kommen.

    Die meisten geschmiedeten, guten Vorsätze für das neue Jahr befassen sich mit dem Abnehmwahn. Nun mal ehrlich, sollten wir nicht erst einmal damit beginnen uns gedanklich mit diesem Thema auseinanderzusetzen? Ansonsten ist dieser Beginn gleich zum Scheitern verurteilt - und das wollen wir ja gerade vermeiden.

    Frühes Tageslicht regt die Kalorienverbrennung an - Frühaufsteher nehmen schneller ab

    Junges Paar im Herbst im Park, er umarmt sie von hinten
    MANN UMARMT FRAU IM HERBSTWALD © JENS SCHMIDT - www.fotolia.de

    Ob ominöse Schlankheitspillen, lächerliche Elektrotherapien oder angebliche Wundersäfte, das ultimative Diät-Wundermittel gibt es nicht. Oder doch?

    Wie Forscher der Northwestern University in einer Studie mit 52 Probanden herausgefunden haben, gibt es offenbar tatsächlich eine Art Wundermittel, das das Abnehmen unterstützt und zwar Tageslicht.

    Die Forscher ermittelten mit Hilfe eines Sensors am Arm der Probanden, wann und wie oft sie sich im Tageslicht aufhielten. Zusätzlich überwachten sie auch den Schlaf, die Ernährung und die Bewegung der Teilnehmer.

    Trotz gleicher Ernährung mehr Gewichtsverlust

    Nach einer Woche zeigte sich, dass der BMI der Probanden, die regelmäßig morgens zwischen acht und zwölf Uhr einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft gemacht hatten, im Gegensatz zum BMI der übrigen Probanden, deutlich zurückgegangen war.

    Dabei war die Ernährung und Bewegung aller Probanden exakt gleich. Das frühe Tageslicht sorgt den Forschern zufolge dafür, dass der Stoffwechsel und damit auch die Fettverbrennung angeregt werden. Wichtig sei nur, dass man sich möglichst früh dem Tageslicht aussetzt, um den Energiehaushalt positiv zu beeinflussen, so die Forscher.

    Morgensonne wirkt sich positiv auf das Gewicht aus

    Forscher aus den USA haben festgestellt, dass der BMI in einem direkten Zusammenhang mit der Menge an morgendlichem Licht steht. Mit anderen Worten sinkt der BMI bei den Menschen, die täglich ausreichend viel Tageslicht bekommen. Besonders die ersten Stunden am Tag seien maßgebend.

    Wer zu wenig Morgensonne oder morgendliches Licht tankt, riskiert eine Zunahme des Körpergewichts. Erklären können das die Neurologen mit einem schwankenden Stoffwechsel. Dieser reagiert sehr empfindlich auf fehlendes Tageslicht und ein schwacher Stoffwechsel sorgt nun mal dafür, dass Menschen zunehmen.

    Dieses Phänomen ist im übrigen unabhängig von Jahreszeit, Alter, Geschlecht oder auch der Menge an Kalorien, die am Tag aufgenommen werden.

    Experten raten dazu, wenigstens 20 bis 30 Minuten am Tag bei sehr hellem Licht zu verbringen. Das kurbelt den Stoffwechsel an. Wer sich im Freien aufhält, auch bei bewölktem Himmel, tut besonders in den Morgenstunden seinem Körper etwas gutes damit.

    Süßes verschenken und Kühlschrank gesund befüllen

    Also erst einmal die verlockenden Süßigkeiten beiseite schaffen, am besten verschenken. So haben wir vielleicht noch einer "Naschkatze" eine Freude bereitet.

    Der nächste Schritt wäre nun erst einmal den Kühlschrank zu entrümpeln. Der fette Käse muss raus, dieser kann durch fettarmen Lightkäse ersetzt werden. Schmierwurst kann durch Geflügelwurst ausgetauscht werden. Das Gemüsefach sollte gut bestückt werden mit:

    Geschnittene Stifte daraus mit einem leckeren Dip können schon mal über einen langen Fernsehabend hinweg helfen. Ein Teller mit Obst z.B. mit Mangos, Kiwis und Weintrauben ist auch mal eine leckere Alternative zu ungesunden Chips etc.

    Aller Anfang ist schwer

    Schritt für Schritt kann man nun versuchen langsam mit der Ernährungsumstellung zu beginnen. Die Ziele sollte man sich realistisch abstecken und auf gar keinen Fall darf man vergessen sich bei jeder gelungenen Etappe zu belohnen.

    Das Leben ist ein Prozess, und er wird dich immer wieder auf die Probe stellen und versuchen dich in deine alten, falschen Essgewohnheiten zu zwängen. Sei stark und hole dir Motivationen. Das können Internetseiten wie Diätforen sein und vieles mehr.

    Schlank in den Sommer - so halten Sie an Ihren Frühlingsvorsätzen fest

    Eine aktuelle Umfrage hat das bestätigt, was jeder von uns irgendwie schon länger vermutet hat: Die meisten Vorsätze werden nicht zum Jahresanfang, sondern im Frühjahr gemacht, wenn die ersten wärmeren Sonnentage die Problemzonen überdeckenden dicken Jacken und Pullover zur Bürde machen. Noch ist genügend Zeit, um bis zum Sommer in eine den kurzen Röcken und ärmellosen Shirts strotzenden Form zu kommen. Mit den folgenden Tipps bleiben Sie Ihren Zielen treu.

    1. Legen Sie Termine fest

    Reservieren Sie einen festen Zeitpunkt für jeden Tag, an dem Sie sich mit Ihrer Fitness beschäftigen. Entweder nutzen Sie dieses Zeitfenster für ein Workout, um diätische Mahlzeiten für die kommenden Tage vorzubereiten oder um sich in Sachen Gesundheit fortzubilden.

    Nehmen Sie diese Termine mit sich selbst genauso ernst, wie einen Termin bei Ihren Bausparberater oder Zahnarzt.

    2. Fitness muss Spaß machen

    Wenn ein Training den gewünschten Effekt erzielen soll, muss es anstrengend sein. Eine Binsenweisheit, die auch erklärt, warum nicht jeder Zweite mit einem Sixpack umherläuft, sondern eher häufiger ein Fass vor sich trägt.

    Intensives Training kann aber trotzdem Spaß machen und Sie dadurch länger motivieren. Wenn das typische Hantel- und Maschinentraining nicht wirklich Ihre Sache ist, können Sie Ihre Po- und Beinmuskulatur beispielsweise hervorragend beim Volleyball oder Basketball trainieren.

    3. Genießen Sie die kleinen Momente

    Abnehmen und sich in Form bringen ist keine Angelegenheit von Tagen oder Wochen. Meistens trennen mehrere Monate, manchmal sogar Jahre, Ihr Jetzt-Ich von Ihrem Zukunfts-Ich. Wer sich immer nur mit dem Ziel vergleicht, verliert die Wertschätzung für die kleinen Erfolge und Glücksmomente am Wegesrand.

    Genießen Sie das Hochgefühl, das Sie nach einer ausgiebigen Jogging-Einheit haben. Oder kosten Sie jede Sekunde der totalen Entspannung nach einer Yoga-Einheit aus.

    Fühlen Sie und nutzen Sie die Energie und den Tatendrang, der sich nach einer anstrengenden Krafttrainingseinheit einstellt. Ein aktiver Lebensstil belohnt Sie jeden Tag mit kleinen Schätzen. Trauen Sie sich, diese zu sehen.

    4. Starten Sie lieber klein, aber dafür beständig

    Abnehmen ist nicht einfach nur Hungern. Abnehmen ist eine Umstellung der Ernährung und des Lebensstils. Wer sich dessen bewusst ist, kann leichter akzeptieren, dass er nicht von heute auf morgen alle ungesunden Verhaltensweisen abstellen kann.

    Setzen Sie sich nicht selbst unter einen zu hohen Erwartungsdruck. Wenn Sie es gewohnt sind, sich nach einen stressigen Arbeitstag mit einem Bier oder Glas Wein die Seele zu massieren, ist das vollkommen in Ordnung, solange Sie Ihren Tagesablauf an anderen Stellen ausbessern. Anstelle der gesüßten Cornflakes auf Haferflocken oder Omelette mit Trockenfrüchten umzusteigen zum Beispiel.

    Nehmen Sie sich für jede Woche eine schlechte Angewohnheit vor. Nach und nach kommen Sie schließlich einen aktiven Lebensstil immer näher. Und irgendwann fällt es auch nicht mehr so schwer, auf das Feierabendbier zu verzichten.

    Gewichtsreduktion - Sportliche Aktivität beeinflusst auch die Darmhormone

    Erschöpfte Sportlerin hält sich ein weißes Handtuch um den Hals
    fitness © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

    Dr. Nu-Chu Liang ist Wissenschaftler an der Johns-Hopkins-University im US-amerikanischen Baltimore. Auf dem Jahrestreffen der Society for the Study of Ingestive Behavior (SSIB) berichtete er von seinen Beobachtungen an Ratten. Er stellte fest, dass bei Ratten, die sehr viel im Laufrad rannten, das Darmhormon Amylin einen höheren Wert hatte.

    Amylin stabilisiert den Blutzuckerspiegel und bremst die Nahrungsaufnahme. Das sogenannte "Hungerhormon" Ghrelin, das appetitfördernd wirkt, wurde bei den trainierten Ratten nicht so häufig ausgeschüttet wie bei den Ratten, die sich wenig bewegten. Liang geht nun davon aus, dass regelmäßiger Sport auch das Zusammenspiel der Darmhormone beeinflusst.

    Damit hat man jetzt einen dritten Grund dafür gefunden, warum man durch Sport abnimmt. Die ersten beiden Gründe waren der höhere Kalorienverbrauch beim Sport und zweitens die erhöhte Empfänglichkeit der Fettzellen für das "Fettverbrennungshormon" Leptin.

    Manchmal kommt es auch einfach auf die richtige Formulierung an...

    So klappt's mit dem Abnehmen: Diät-Vorsätze, die Sie garantiert einhalten werden

    Die Jahreshälfte ist weit überschritten und noch immer haben Sie ihre Diät-Vorsätze von der fröhlichen Silvester-Party nicht in die Tat umsetzen können. Das ist kein Grund zu tiefen Selbstzweifeln.

    Denn tatsächlich liegt die Ursache selten in mangelnder Selbstdisziplin und Willensstärke, sondern schlicht in einer ungeeigneten Formulierung der Vorsätze und der damit eingeschlagenen Diät-Taktik. Wir zeigen Ihnen, wie Sie garantiert ihre Diät-Ziele erreichen können.

    1. Kein Verzicht

    "Ab morgen esse ich nie wieder Kuchen", so oder so ähnlich hallt es jeden Morgen durch viele Badezimmer der Nation, wenn die nach unten gesenkten Augen das Display der Waage erblicken.

    Sich selbst hinsichtlich bestimmter Speisen ein Generalverbot auszusprechen, führt in den wenigsten Fällen zum Ziel. Meistens regen Verbote nur den Drang zur Rebellion an und führen letztendlich zu einer kalorischen Revolte beim Lieblingskonditor um die Ecke.

    Viel besser wäre es, wenn Sie sich vornehmen würden, jede Woche eine weitere gesunde Speise in Ihrer täglichen Ernährung zu integrieren. So gelangen Sie Schritt für Schritt zu einer ausgewogenen Diät, ohne sich mit Verboten und Auflagen wie ein Schwerverbrecher vorkommen zu müssen.

    2. Ein einfacher Tauschhandel

    Wenn sich in Ihren Leben eine Lieblingsspeise etabliert hat, dann muss der Wunsch nach einer adretten Bikini-Figur nicht unbedingt das Ende der lieb gewonnenen Gaumenfreude sein. Versuchen Sie eher eine gesunde Variante ihrer Lieblingsspeise zu finden.

    Der Autor dieser Zeilen hat zum Beispiel in den frühen Morgenstunden eine ausgeprägte Schwäche für Weißbrot und Marmelade. Auf Grund mehrfacher Ermahnung seitens der Besitzerin der schönsten braunen Augen, die es jenseits des Atlantischen Ozeans zu sehen gibt, hat er sich schließlich dazu überreden lassen, zu Vollkorntoast und ungezuckertem Fruchtmus zu greifen.

    Weitaus ärmer an Kalorien, zaubert es dennoch ein Lächeln in das frisch geduschte Gesicht.

    Starkes Abnehmen erhöht den Vitamin-D-Spiegel

    Durch hohen Gewichtsverlust produziert der Körper mehr gesundheitsförderndes Vitamin D

    Damenfüße auf einer hellblauen, analogen Waage
    Woman legs with scales on isolated background © Izaokas Sapiro - www.fotolia.de

    Caitlin Mason arbeitet am Fred Hutchinson Cancer Research Center in den USA. Im aktuellen "American Journal of Clinical Nutrition" hat sie eine Studie veröffentlicht, die sie mit 439 stark übergewichtigen Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren durchgeführt hat.

    Es wurden vier Gruppen aus den Teilnehmerinnen gebildet: Eine Sport-, eine Diät- und eine Sport & Diät-Gruppe, sowie eine Kontrollgruppe. Es zeigte sich, dass durch das Abnehmen der Vitamin-D-Spiegel der Frauen stieg.

    Mehr Vitamin D als Schutz vor gefährlichen Krankheiten

    Wer 5 bis 10 Prozent des eigenen Körpergewichts verlor, hatte einen geringen Anstieg des Vitamin-D-Spiegels auf 2,7 Nanogramm pro Milliliter. Wer über 15 Prozent des eigenen Körpergewichts abnahm, hatte einen dreifach erhöhten Anstieg auf 7,7 Nanogramm pro Milliliter zu verzeichnen. Der Anstieg verläuft nicht linear.

    Übergewichtige Menschen haben meist einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Wissenschaftler glauben, das sei ein Grund für den Zusammenhang von Übergewicht und erhöhtem Risiko für Krebs, Diabetes und Herzkrankheiten. Mason möchte in einer weiteren Studie herausfinden, ob sich durch das Abnehmen und die resultierende Erhöhung des Vitamin-D-Spiegels das Brustkrebsrisiko verringert.

    3. Verlassen Sie den Anti-Kohlenhydrate-Kult

    Wenn Sie seit längerer Zeit vergeblich versuchen, mit einer kohlenhydratreduzierten Diät zurecht zukommen, können Sie diese ohne schlechtes Gewissen aufgeben. Low-Carb-Diäten sind schlicht nicht für jedermann geeignet. Und obwohl sie sehr effektiv sind, um Körperfett zu verbrennen, so sind sie dennoch nicht der einzige Weg zur Traumfigur.

    Kohlenhydrate sind nicht giftig. Auch wenn es einige radikale Verfechter der Low-Carb-Bewegung ganz gern so darstellen möchten. Achten Sie auf gesunde Kohlenhydratlieferanten und Sie werden mit einer fettarmen Diät genauso ans Ziel kommen, wie die Anhänger der Anti-Kohlenhydrat-Theorie.

    4. Ballaststoffe sind der Schlüssel zum Diät-Erfolg

    Bei diätischen Vorsätzen geht es häufig darum, weniger von etwas zu essen. Kehren Sie den Spieß um und nehmen Sie sich vor, deutlich mehr an Ballaststoffe zu konsumieren.

    Ballaststoffe sind besonders als Verdauungshilfe bekannt. Weil Sie aber wunderbar Wasser absorbieren und im Magen regelrecht aufquellen und unser Körper ziemlich lange braucht, ehe er sie absorbiert hat, sind sie die perfekten Appetithemmer.

    Wer sich reich an Ballaststoffen ernährt, braucht keine Chemiekeulen um fortwährende Hungerattacken abzuwehren.

    Tipps für die erfolgreiche Gewichtsreduktion

    Diätwahn in Deutschland

    Die Deutschen sind im Diätwahn und hungern phasenweise, was ihnen den Jojo-Effekt bringt

    Glas Wasser, Maßband, Ausschnitt Zeitschrift "Diät"
    diät © bilderbox - www.fotolia.de

    Diäten sind täglich in aller Munde und auch in den meisten Medien präsent. Besieht man sich die deutschen und englischen Einträge im Internet, dann kann man leicht feststellen, dass rund 172 Millionen Seiten zum Thema "Diät" nur etwa 9,5 Millionen Internetseiten hinsichtlich einer gesunden Ernährung gegenüber stehen.

    Besieht man sich die medizinische Erklärung für das Wort Diät, dann lässt sich unschwer erkennen, dass es sich nicht um ein Abnehmen handelt. Vielmehr bedeutet es, dass die Ernährung den Bedürfnissen eines erkrankten Organismus angepasst werden sollte.

    Verbreitung einer Ernährungsumstellung wäre sinnvoller als Diäten

    Deutschland im Diätenwahn ist tatsächlich nicht absurd, sondern sehr real. Dabei helfen Crashdiäten und ähnliche Diätkonzepte nur kurzfristig, wenn überhaupt, denn zumeist schlägt sich das Gewicht nach dem Diätende oft doppelt so stark auf den Hüften nieder wie zuvor. Wesentlich gesünder und effektiver ist es bei einem bestehenden Übergewicht eine Ernährungsumstellung zu erzielen.

    Ein besonders Augenmerk liegt nämlich auf den Muskeln, die durch eine Diät in ihrem Umfang abnehmen und somit zeitgleich auch weniger Energie benötigen, sodass der Grundumsatz des Menschen sinkt. Stellt man nun seine Ernährung um und bewegt sich im Alltag mehr, dann erreicht man sein Wunschgewicht mitunter etwas langsamer, aber gesünder und konstanter. Wer alleine Schwierigkeiten hat, sich auf derartige Veränderungen einzulassen, kann ergänzend eine kombinierte Verhaltenstherapie und ein Mentaltraining belegen. So gewappnet braucht man keine Diät und unterbindet dank dessen auch einen permanenten "Ess- und Hungerstress".

    Wer abnehmen will, sollte nicht auf die Zeit, sondern auf die Kalorien achten

    Bei gemäßigter Kalorienanzahl kann man auch spät abends noch ruhigen Gewissens etwas essen

    Teller mit Erbsen, die das Wort Diät formen
    Diät © Eisenhans - www.fotolia.de

    Viele Menschen glauben, dass man nach 17.00 Uhr nichts mehr essen sollte, sei ein guter Tipp zum Abnehmen. Aber wie Christiana Gerbracht, die Leiterin des Ernährungsberatungszentrums im Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), berichtet, sind dafür nicht die Uhrzeit, sondern nur die reinen Kalorien entscheidend.

    Auf die Abstände zwischen den Mahlzeiten achten

    Im Prinzip stimmt es zwar, dass warme Mahlzeiten auch mehr Kalorien enthalten, aber wichtig sind vor allem auch die Abstände zwischen den Mahlzeiten, denn wer nur zweimal täglich isst, der entwickelt oft einen solchen Heißhunger, dass er dann vergisst wann er satt ist. Deshalb sollte man sich beim Essen auch Zeit lassen, denn wer langsam isst, der isst auch weniger.

    Aber besonders die kleinen Mahlzeiten, auch Snacks genannt, zeigen sich eines Tages im Bereich der Hüfte.

    Deshalb ist immer noch die alte Devise von den drei Hauptmahlzeiten empfehlenswert. Also "Frühstück wie ein Kaiser", Mittagessen "wie ein König" und Abendessen wie "ein Bettelmann". Doch lässt sich dies leider nicht täglich durchführen, wenn man schon frühzeitig zur Arbeit fahren muss. Übrigens sind gemeinsame Mahlzeiten, sei es auch nur zum Abend, wichtig für eine Familienbindung.

    Vier Tipps für effektives Abnehmen

    Abnehmen - Speckfalte vom Bauch zwischen den Fingern
    Kleine Speckfalte © Stefan Redel - www.fotolia.de

    Gerade jetzt im Sommer, wo die Klamotten von Natur aus knapper geschnitten und mit möglichst wenig Stoff ausgestattet sind, fallen überzählige Pfunde an Bauch, Beinen und Po natürlich besonders auf. Hier vier Tipps für effektives Abnehmen:

    1. Schokolade, Gummibärchen und Co. erlaubt - allerdings in Maßen.
    2. Abends unbedingt ausreichend Nahrung zu sich nehmen, verbrennt der menschliche Körper im Schlaf doch wesentlich mehr Kalorien als im Rahmen der täglichen Büroarbeit.
    3. Dennoch auch über den Tag verteilt ausreichend essen, denn je weniger man isst, desto mehr Muskel- statt Fettmasse baut der Körper ab.
    4. Auf Pillen getrost verzichten, handelt es sich doch sowieso nur um leere Werbeversprechen.

    Um aber wirklich effektiv abzunehmen sollte nicht nur die tägliche Ernährung umgestellt werden, sondern auch auf Alkohol verzichtet und zudem regelmäßig für Bewegung gesorgt werden.

    Wer schnell viel Gewicht verliert, kann den Gewichtsverlust länger aufrechterhalten

    Studie: kann man sein Wunschgewicht besser beibehalten wenn man schnell abnimmt?

    Teller mit Erbsen, die das Wort Diät formen
    Diät © Eisenhans - www.fotolia.de

    Eine Gewichtsabnahme von 10% des Körpergewichts, die über mindestens ein Jahr aufrechterhalten werden kann, gilt als erfolgreiche Gewichtsabnahme. Aber ob es dabei sinnvoller ist sein Gewicht schneller oder langsamer zu reduzieren, konnte man bisher nicht mit Gewissheit sagen. Eine aktuelle Studie der Universität in Florida zeigte jetzt, dass ein schneller Gewichtsverlust wirksamer ist.

    Probanden nehmen innerhalb einer Woche unterschiedlich viel an Gewicht ab

    An der Studie nahmen 262 übergewichtige bis fettleibige Frauen mittleren Alters teil. Alle sollten durch eine Umstellung ihrer Lebens- und Essgewohnheiten ihr Gewicht innerhalb von sechs Monaten reduzieren. Dabei wurden sie in drei Gruppen eingeteilt.

    Die erste sollte ihr Gewicht schnell reduzieren und jede Woche mindestens 0,68 Kilogramm abspecken, die zweite Gruppe sollte es etwas langsamer angehen und zwischen 0,23 und 0,68 Kilo pro Woche verlieren und die Dritte sollte sich beim Abnehmen Zeit lassen und pro Woche unter 0,23 Kilogramm an Gewicht verlieren. Anschließend wurden die Frauen ein ganzes Jahr lang weiterhin bei ihrer Gewichtsabnahme unterstützt.

    Schnell-Abnehmer am erfolgreichsten in ihrer Diät

    Bei der Gruppe, die ihr Gewicht schnell reduzieren sollte, war die Chance das Gewicht auch nach einem Jahr noch zu halten fünfmal größer als bei der Gruppe, die ihr Gewicht am langsamsten reduzieren sollte. Selbst bei der mittleren Gruppe war diese Chance noch drei Mal höher als bei den Langsam-Abnehmern.

    Der Kampf gegen ungewollte Fettpolster

    Durch Sport und Ernährungsumstellung kann man überschüssige Fettpolster am besten loswerden

    Nahaufnahme übergewichtige Frau kneift sich seitlich in Bauch
    Uebergewicht © bilderbox - www.fotolia.de

    Gerade zu Beginn des Jahres nehmen sich viele Menschen vor, ein Paar unnötige Pfunde loszuwerden. Es folgen Diäten und der Gang ins Fitnessstudio, um seinem Ziel näher zu kommen.

    Bei den Frauen liegen die Problemzonen meistens in Hüfte, Po und Bauch; die Männer beklagen sich über zu viele Polster an Bauch, Hüfte und Brust. In einigen Fällen wird früher oder später auch über eine Fettabsaugung nachgedacht.

    Doch wann hilft diese Schönheitsoperation?

    Wie Dr. Andreas Dorow, Chefarzt der Dorow Clinic in Waldshut erklärt, hilft eine Fettabsaugung nur, um gezielt Fettgewebe an bestimmten Körperstellen zu entfernen. Gegen Übergewicht kann man letztendlich nur mit Sport und gegebenenfalls einer Ernährungsumstellung angehen.

    "Denn überschüssige Kalorien werden natürlich von den verbliebenen Fettzellen im ganzen Körper weiterhin aufgenommen", so Dorow.

    Generell sei es wichtig, dass mann die Fettabsaugung (Liposuktion) mit einer Ernährungsberatung kombiniert, um sich sowohl vor als auch nach dem Eingriff daran zu gewöhnen, schließlich sollte die behandelte Stelle auch zum Rest des Körpers passen.

    Nur mit weniger Essen ist der Diät-Erfolg garantiert

    Abnehmen - Teller mit Erbse, Maßband und Besteck
    pea and measuring tape on a plate © Gino Santa Maria - www.fotolia.de

    Es gibt hunderte von verschiedenen Diät-Methoden. Die eine setzt auf weniger Fett, die andere verspricht Erfolg durch Kohlenhydrat-Verzicht und wieder eine andere schwört auf eine geringere Eiweißzufuhr. Doch alle Diäten haben eines gemeinsam: der Abnehm-Erfolg kann nur garantiert werden, wenn generell weniger gegessen und dem Körper damit weniger Kalorien zugeführt werden, als er verbraucht.

    Zu diesem Schluss ist ein amerikanisches Forscherteam beim Vergleich von vier verschiedenen Diäten gekommen, über den die "Apotheken Umschau" aktuell berichtet. Es zeigte sich, dass von den mehreren hundert Teilnehmern nur diejenigen erfolgreich waren, die eine eiserne Disziplin an den Tag legten und die Regeln ihrer Diät konsequent befolgten.

    Worauf sie dabei verzichteten, ob Fette, Eiweiße oder Kohlenhydrate, war für den Abnehmerfolg nicht ausschlaggebend.

    Abnehmen mit Disziplin: (Selbst-) Kontrolle ist besser

    Maßband auf Waage, Übergewicht, Diät, Abnehmen
    scale libra measurement tape diet © picsfive - www.fotolia.de

    Wer kennt ihn nicht, den berühmten inneren Schweinehund? Bei einer Diät steht einem dieser ganz besonders häufig im Wege. So wird aus den gut gemeinten Absichten oft schon nach wenigen Tagen der übliche Tagesablauf, einschließlich den ursprünglichen Ernährungsgewohnheiten - was den gewünschten Abnehmerfolg wieder in weite Ferne rücken lässt. Von dem langfristigen Motivationsverlust für künftige Diäten einmal ganz zu schweigen!

    Um dem entgegenzuwirken, kann man sich mit einfachen Tricks behelfen. Jan Prinzhausen von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken beispielsweise empfiehlt Abnehmwilligen, täglich Protokoll zu führen: Eine Art Tagebuch über Ernährung wie auch über Bewegungseinheiten kann helfen, das gewünschte Pensum Sport in den Alltag zu integrieren und den geplanten Speiseplan tatsächlich auch einzuhalten.

    Dabei kann ein solches Tagebuch sowohl die nötige Selbstkontrolle wie auch Motivation verschaffen: Wer weiß, was er bereits geleistet hat, dem fällt es leichter, sich auch künftig an den Diät- und Sportplan zu halten. Ein Credo, das man auch nach der erfolgreichen Gewichtsabnahme beherzigen sollte: Einmal erlernte Ernährungssünden beispielsweise schleichen sich oft unbemerkt wieder ein und sorgen dann für den gefürchteten Jo-Jo-Effekt.

    Für langfristige Gewichtsabnahme - Umstellung der Ernährung statt Modediäten

    Experten empfehlen eine grundlegende Umstellung der eigenen Ernährung, Bewegung und Ausdauertraining

    Gemischter Salat mit Radieschen und Rucola
    mixed salad © Liv Friis-larsen - www.fotolia.de

    Wer mit immer wieder neuen Modediäten in möglichst kurzer Zeit sehr viel abnehmen will, tut sich selbst keinen Gefallen. Viel effektiver ist eine grundlegende Umstellung der eigenen Ernährung, bei der das Gewicht über einen längeren Zeitraum schrittweise reduziert wird. Dadurch wird auch der gefürchtete Jojo-Effekt vermieden, bei dem das mühsam abgenommene Gewicht schon nach einigen Wochen wieder da ist.

    Tückische Fallen: Snacks und große Teller

    Kleine Tricks können dabei helfen: Wer beispielsweise kleinere Teller verwendet, isst automatisch auch kleinere Portionen. Um das Hungergefühl bei einer Diät zu vermeiden, sollten Ballaststoffe wie

    gegessen werden, die nachhaltig satt machen. Kleine Snacks zwischendurch liefern viele überzählige Kalorien und machen dick. Diese sollten nach Möglichkeit ganz vermieden werden. Ist dies nicht möglich, sollte Schokolade zumindest durch Obst ersetzt werden.

    Bewegung und Ausdauer unerlässlich

    Ganz ohne Bewegung geht es nicht. Der Jojo-Effekt kann am besten dadurch vermieden werden, dass die Muskelaktivität erhöht wird. Dazu genügt eine Kombination aus mehr Bewegung im Alltag und Ausdauersport wie Spazierengehen oder Schwimmen. Noch immer sind mehr als 60% der deutschen Männer und 43% der deutschen Frauen zu dick.

    5 Abnehmtricks für effektive Erfolge

    Abnehmen - Frau misst sich mit Maßband den Bauchumfang
    waist measurement © Marc Dietrich - www.fotolia.de

    Es kann durchaus anstrengend sein, eine passende Diät zu finden. Doch mit fünf einfachen Abnehmtricks kann das Wunschgewicht wesentlich schneller erreicht werden.

    Hungern verboten!

    Auch wenn dieser Irrglaube noch vorherrscht, unterstützt Hungern die Abnahme keinesfalls. Viel eher sollte immer dann gegessen werden, wenn der Magen knurrt, denn so wird auch der Stoffwechsel zu Höchstleistungen angetrieben. Zur Orientierung: Ein natürliches Hungergefühl würde alle drei bis vier Stunden einsetzen.

    Warmes Wasser vor den Mahlzeiten

    Eine Studie der Universität Nebraska zeigt, dass das Sättigungsgefühl unterstützt wird, wenn man vor den Mahlzeiten zu einem Glas warmem Wasser greift. Wer dies beibehält, der wird ohne Anstrengung bei den Essenszeiten deutlich weniger zugreifen.

    Kleinere Portionen wählen

    Wenn der Teller recht üppig aussieht, dann wird dem Gehirn signalisiert, dass man sicherlich satt wird. Damit dafür jedoch keine großen Portionen nötig sind, bietet es sich an, die Mahlzeiten in kleinen Häppchen vorzubereiten. Damit sieht die Portion automatisch größer aus und das Gehirn wird beruhigt. Mit diesem einfachen Trick wird erreicht, dass man viel früher satt ist, wie auch eine Studie aus Arizona bestätigt.

    Beim Frühstück naschen

    Gerade der Verzicht auf Süßigkeiten ist oftmals eine Herausforderung. Dabei muss dies gar nicht sein, wenn die süßen Speisen zum Frühstück genossen werden. Eine Studie aus Tel Aviv belegt, dass kleine Sünden am Morgen kein Problem bei einer Diät darstellen. Viel eher ist es so, dass dies die Abnahme durchaus fördern kann.

    Spaß am Leben!

    Wer abnehmen möchte, braucht Disziplin und nicht selten führt dies zu einer verbissenen Einstellung. Dabei ist es doch viel angenehmer, wenn das Leben Spaß macht. Der Hula-Hoop Reifen bereitet nicht nur Freude, sondern kurbelt zudem auch die Fettverbrennung an. Auch Trampolinspringen befriedigt das innere Kind und hilft dabei, lästige Pfunde endgültig zu verbannen. Wer viel lacht, der verbrennt gleich noch viel mehr Kalorien.

    Strikte Verbote behindern das Abnehmen

    Wer möglichst schnell ein paar Pfunde verlieren will, setzt häufig auf Verbote oder rigide Diäten, bei denen pingelig auf Kalorien geachtet werden muss. Doch solche Einschränkungen sind beim Abnehmen alles andere als förderlich.

    Wenn man sich selbst bestimmte Lebensmittel, wie etwa Süßigkeiten, verbietet, ist es ganz normal, dass die Gedanken ständig genau darum kreisen. Wenn dann irgendwann ein stressiger Tag kommt, man schlechte Laune hat oder auf einer Feier ist, wirft man schnell alle gute Vorsätze über Bord und verfällt einer regelrechten Fressattacke.

    Um dies zu verhindern, sollte man sich keine Verbote schaffen, sondern lediglich klare Regeln aufstellen. Eine Regel könnte beispielsweise sein, dass man pro Woche nur eine Tafel Schokolade essen darf. Wie man die kleinen Sünden verteilt, ob man die ganze Tafel innerhalb von zwei Tagen verschlingt oder sich lieber jeden Tag nur ein Stückchen gönnt, das bleibt jedem individuell überlassen. Hauptsache das Höchstmaß wird eingehalten!

    Außerdem sollte man sich hin und wieder auch kleine Sünden erlauben, allerdings nur in Ausnahmesituationen, wie etwa im Urlaub oder bei einem gemeinsamen Restaurantbesuch mit Freunden. Hat man gesündigt, sollte man im Gegenzug versuchen dies an einem anderen Tag durch weniger essen oder mehr Sport wieder auszugleichen. Dann kommt nämlich kein schlechtes Gewissen auf und die Pfunde purzeln trotzdem.

    Studien zufolge ist zügiges Abnehmen besser für einen dauerhaften Gewichtsverlust

    Wer abnehmen will, sollte dies langsam und in kleinen Schritten angehen. So jedenfalls lautet der Ratschlag der meisten Ernährungsexperten und selbst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt Abnehmwilligen vor, sich einen Gewichtsverlust von maximal zwei Kilogramm pro Monat zum Ziel zu setzen.

    "Slow-Weight-Loss-Effekt" ist wissenschaftlich nicht bewiesen

    Wie ein internationales Forscherteam aber nun bei der Analyse bereits vorhandener wissenschaftlicher Daten zu diesem Thema herausgefunden hat, ist der Erfolg des so genannten "Slow-Weight-Loss-Effect" gar nicht ausreichend wissenschaftlich bewiesen.

    Studien belegen: Zügiges Abnehmen verhilft schneller bei Gewichtsreduktion

    Was dagegen mehrere Studien gezeigt haben, ist, dass genau die gegenteilige Methode, nämlich das schnelle Abnehmen, deutlich erfolgreicher zu sein scheint, was Gewichtsverlust und nachhaltige Gewichtsreduktion angehen.

    Wer sich für seine Diät von Anfang an hohe Ziele setzt, ist demnach nämlich deutlich disziplinierter beim Abnehmen als solche, die kleine Ziele wählen. Abnehmwillige mit hohen Zielen schaffen es daher auch eher ihr Diätprogramm wirklich durchzuziehen.

    Ein weiterer Punkt für das schnelle Abnehmen ist die größere Motivation. Wer nämlich schon zu Beginn einer Diät zügig abnimmt, der hat mehr Motivation mit der Diät weiterzumachen.

    Gute Vorsätze: So purzeln die Pfunde

    Gewichtsverlust durch kleine Veränderungen im Alltag

    Abnehmen - Füße auf der Waage, umgeben von Obst und Gemüse
    Diet © doug Olson - www.fotolia.de

    Na, gehörte "Abnehmen" auch zu den absoluten Prioritäten auf ihrer Liste Guter Vorsätze fürs Neue Jahr? Dann haben wir hier das Richtige für Sie: Einige bewährte Tipps und Tricks, die die Gewichtsabnahme deutlich erleichtern können. Keine Wundermittel und keine Geheimnisse, einfach nur leicht zu befolgende Maßnahmen, die zusammen eine gute Wirkung entfalten.

    In Ruhe essen

    Sollen es nun drei oder fünf Mahlzeiten am Tag sein? Sind Kohlenhydrate oder Fette böse? All diese Fragen lassen sich niemals pauschal, sondern nur individuell für jeden einzeln beantworten. Deshalb: Vergessen Sie erst einmal strenge Ernährungsregeln und horchen Sie in sich hinein, was Ihnen wirklich gut tut.

    So nervig Heißhunger auch sein mag - oft offenbart er, was uns eigentlich fehlt: Bestimmte Mineralstoffe, zum Beispiel, aber durchaus auch Zucker. Der hebt nämlich die Laune - wenn es uns also ständig nach Schokolade und Co. gelüstet, ist vielleicht eigentlich unser Befinden im Keller.

    Deshalb: Essen Sie möglichst selten "to go", und wenn doch, dann nehmen Sie sich trotzdem kurz Zeit für Frühstück, Mittag- und Abendessen. Am wichtigsten ist, dass man noch abschalten kann - also Gedanken und Emotionen zum Schweigen bringt und sich ganz auf die Mahlzeit konzentriert.

    Hierdurch passiert zweierlei: Zum einen registriert unser Körper überhaupt, was wir zu uns nehmen, und kann entsprechend ein Sättigungsgefühl entwickeln. Zum anderen überlasten wir das Essen nicht mit Emotionen wie

    die die Verarbeitung der Lebensmittel einigen Wissenschaftlern zu Folge tatsächlich negativ beeinflussen kann.

    Kleine Schritte zum Wunschgewicht

    Schoko und Gummibärchen mal durch Obst ersetzen, nie das Frühstück ganz ausfallen lassen, möglichst viel Gemüse essen und auf einfache Kohlenhydrate verzichten - all das wissen wir längst. Was noch hilft: Immer so weit essen, bis man satt ist, also weder hungern noch "überfressen". Mit dem oben beschriebenen Tipp, in Ruhe zu essen, kann man langsam wieder ein Gefühl für die eigenen Bedürfnisse entwickeln.

    Eine echte Kalorienbombe ist übrigens auch Alkohol: Ein paar Bier sind bekanntlich schon ein Schnitzel, und auch ein fruchtig-süßer Cocktail schlägt wie eine echte Mahlzeit zu Buche. Deshalb: Wer abnehmen will, der sollte auch seinen Alkoholkonsum einschränken.

    Pfunde purzeln lassen durch Bewegung und Gewürze

    Eine oft unterschätzte Sache: Gewürze! Die können zum einen eine übermäßige Verwendung von Salz ersetzen, und zum anderen haben sie selbst zahlreiche aktivierende Inhaltsstoffe

    sind eine wahre Schatzkammer wohltuender Wirkungen und helfen zum Beispiel, die Durchblutung zu verbessern und den Stoffwechsel anzukurbeln.

    Last but not least sollte natürlich auch die Bewegung nicht fehlen. Auch hier gehen die Expertenmeinungen auseinander: Ist es nun besser, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren, also

    oder ist es wichtiger, ein oder zwei Mal pro Woche richtig ins Schwitzen zu kommen?

    Im Zweifel sollten Sie also auf beides setzen. Smartphones helfen dabei: Stellen Sie Ihre Mindest-Laufzeit pro Tag ein, und versuchen sie, diese zu schaffen. Auch kleine Gänge zum Supermarkt zählen. Zusätzlich können Sie sich einmal pro Woche richtig auspowern, zum Beispiel

    Schlechter Stoffwechsel? Nicht immer eine Ausrede

    Übrigens: Ein schlechter Stoffwechsel wird gern einmal als Ausrede genommen, wieso die Pfunde einfach nicht purzeln wollen. Tatsächlich aber kann zum Beispiel ein ungünstiger Insulin-Haushalt als mögliche Vorstufe einer Diabetes durchaus dafür sorgen, dass wir zu- statt abnehmen.

    Bei entsprechendem Verdacht sollte man deshalb unbedingt den Hausarzt ansprechen. Er kann durch Blut- sowie gegebenenfalls auch Trinktests den Blutzuckergehalt und dessen Verarbeitung durch den Körper bestimmen sowie bei Bedarf nötige Gegenmaßnahmen einleiten.

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: salad closeup © Erick Nguyen - www.fotolia.de

    Autor:

    Andreas Hadel - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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