29. März 2010
Das menschliche Bindegewebe kann von verschiedenen Erkrankungen betroffen sein. Diese bezeichnet man als Kollagenosen.
Als Bindegewebserkrankungen oder Kollagenosen bezeichnet man Autoimmunkrankheiten, die vor allem das Bindegewebe und die Blutgefäße betreffen. Dabei richtet sich das Immunsystem des Körpers gegen den Körper selbst. Die genaue Ursache dieser Kollagenosen konnte bislang nicht ermittelt werden. Oftmals weisen die Bindegewebserkrankungen ähnliche Symptome auf. Aus diesem Grund lassen sie sich meist erst im weiteren Verlauf der Krankheit diagnostizieren.
Zu den häufigsten Bindegewebserkrankungen gehört das Sjögren-Syndrom, das auch als Sicca-Syndrom bezeichnet wird. Die sekretproduzierenden Drüsen verlieren bei dieser Krankheit im Laufe der Zeit ihre Funktion, wodurch es zu trockenen Augen, trockenen Schleimhäuten, zu wenig Speichel und zu wenig Magensaft kommt. Eine weitere Erkrankung aus der Gruppe der Kollagenosen ist der Lupus erythematodes, bei dem es zu Gefäßentzündungen kommt. Zu den typischen Symptomen gehören rote scheibenförmige Flecken im Gesicht. Weitere Bindegewebserkrankungen sind die Polymyalgica rheumatica, bei der es zu starken Muskelschmerzen und Gelenkentzündungen kommt, die Behcet-Krankheit, bei der sich die Regenbogenhaut an den Augen und die Schleimhäute entzünden sowie die Familiäre Bänderschwäche, die auch als Hypermobilitäts-Syndrom bezeichnet wird. Bei dieser angeborenen Krankheit kommt es sehr leicht zu Verrenkungen aufgrund eines lockeren Bandapparates.
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