Bindegewebe

Das Grundsystem des Körpers reguliert und schaltet auch Nährstoffhaushalt und Schadstoffentsorgung

Das Binde- oder Stützgewebe besteht aus einer großen Anzahl von Zellen und Zwischenzellsubstanz. Diese Gewebeformen stützen Organe, Blutgefäße, Knochen, Körperteile, Muskeln und Gelenke. Außerdem dient es als Füllmaterial, sowie Wasser- und Fettspeicher und als Raum für freie Zellen. Als solches leitet es Nervenimpulse, reguliert die Nährstoffversorgung, die Körpertemperatur und den Abtransport von Zellausscheidungen.

Frau untersucht Oberschenkel nach Cellulite
Cellulite check © Gabriel Blaj - www.fotolia.de

Das Bindegewebe gehört zum Stützgewebe des Menschen. Es besteht überwiegend aus Bindegewebszellen und kommt in allen Organen des menschlichen Körpers vor. Außerdem stellt es eine Verbindung zwischen den einzelnen Körperbestandteilen dar.

Bindegewebstypen

Man unterscheidet verschiedene Arten von Bindegewebe, wie zum Beispiel

  • lockeres Bindegewebe und
  • straffes Bindegewebe.

Lockeres Bindegewebe findet man beispielsweise im Knochenmark und den Lymphknoten, straffes Bindegewebe in den Sehnen. Das lockere Bindegewebe kann aufgenommene Bakterien wieder abbauen und ist so auch für die Wundheilung zuständig.

Im weiteren Sinne zählt man auch

  • das Fett-
  • Knorpel- und
  • Knochengewebe

zum Bindegewebe. Das Fettgewebe besteht aus Zellen, die mit kleinen Fettbestandteilen gefüllt sind. Es dient dem Menschen zur Wärmung und als Reservevorrat für schlechte Zeiten. Das Knorpelgewebe findet sich unter anderem an den Rippen oder in der Nase. Das Knochengewebe ist eines der härtesten Teile des menschlichen Körpers.

Beschwerden und Erkrankungen

Im Volksmund hört man oft, dass besonders Frauen ein "schwaches Bindegewebe" besitzen und deshalb zu Cellulite neigen. Als Cellulite werden Dellen zum Beispiel im Po und den Oberschenkeln bezeichnet, die auf ein "Nachgeben" des Bindegewebes zurückzuführen sind. Frauen sind häufiger davon betroffen als Männer, da ihr Bindegewebe dehnbarer ist. Dabei ist es nicht unbedingt entscheidend, ob die Frau dünn oder dick ist.

Um das Bindegewebe zu straffen, kann bereits gesunde und vitaminreiche Ernährung hilfreich sein. Auch Sport trägt zu einem schönen Körper bei.

Zu den möglichen Erkrankungen des Bindegewebes gehören

  • Kollagenosen
  • das Sjögren-Syndrom
  • Lupus erythematodes und Hypermobilitäts-Syndrom
  • Polymyalgica rheumatica
  • die Behcet-Krankheit und
  • das Hypermobilitäts-Syndrom.

Fibrosen

Kommt es zu einer krankhaften Vermehrung des Bindegewebes, spricht man von einer Fibrose. Diese kann in unterschiedlichen Formen auftreten:

  • Endokrine Orbitopathie und postoperative Bindegewebswucherung
  • Keloid und Morbus Peyronie
  • Kardiomyopathie und Myokardinfarkt
  • Lungenfibrose und Sklerodermie/CREST-Syndrom
  • Chronische Niereninsuffizienz und Peritonealdialyse
  • Leberzirrhose
  • Diabetische Nephropathie
  • Stroma und Myelofibrose sowie
  • Chronische Transplantatnephropathie und Ciclosporin-Toxizität.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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