Zimmerpflanzen - Beliebte Arten, passender Standort und Tipps zur Pflege

Nahaufnahme Zimmerpflanze im weißen Blumentopf

Zimmerpflanzen verschönern jedes Zuhause - damit sie gesund bleiben und kräftig wachsen, sollte man einige Pflegehinweise beachten

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  • von Paradisi-Redaktion

Zimmerpflanzen sind nicht nur dekorativ und sorgen für eine grünere Atmosphäre in den eigenen vier Wänden - sie können noch viel mehr. So filtern Sie Tag für Tag Schadstoffe aus der Luft und sorgen für ein gesünderes Raumklima. Für den Menschen sind sie daher nicht nur ein optisches Highlight, sondern auch eine gute Unterstützung, wenn es um die Gesundheit geht. Wichtig ist natürlich die passende Pflege. Werfen Sie einen Blick auf beliebte Arten der Zimmerpflanzen und deren Anforderungen in Sachen Pflege und Standort.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Vorteile von Zimmerpflanzen

Im Gegensatz zu den Kübelpflanzen haben die Zimmerpflanzen zu jeder Jahreszeit ihren festen Platz im Wohnraum. Die saisonale Topfblume, so wie beispielsweise der Weihnachtsstern, verblüht oder verwelkt nach einigen Wochen.

Die Lebensdauer ist, im Gegensatz zur Zimmerpflanze, recht begrenzt. Die bieten neben einer schmückenden Optik den Vorteil, dass sie in der Luft befindliche Schadstoffe binden. Ihr Abbau in eine Kohlenstoffverbindung wirkt wie ein Filtern der Wohn- und Raumluft.

Auf die gesundheitlichen Vorzüge gehen wir im Folgenden etwas genauer ein.

Pflanzen beugen Erkältungen vor

Viele Bodenbeläge, Textilien und Lacke geben Tag und Nacht Schadstoffe in die Raumluft ab, die auf Dauer zu Gesundheitsschäden führen können. Die Folge können Kopfschmerzen und Atemprobleme sein.

Im Winter trocknet die Heizungsluft außerdem schnell Haut und Schleimhäute aus, was nicht nur Hautreizungen begünstigt, sondern auch Viren und Bakterien den Eintritt durch die Nasenschleimhäute erleichtert. Wer also Zimmerpflanzen hält, die die Luft befeuchten, beugt auch aktiv grippalen Infekten vor.

Besonders gut geeignet als natürliche Luftbefeuchter sind Papyrus- und Zypergras. Beide sind dekorative grüne Mitbewohner, die über ihre Blattoberfläche viel Wasser an die Raumluft abgeben.

Grünes gegen Chemikalien

Wer Raucher ist oder mit einem solchen zusammen wohnt, der profitiert am meisten vom pflegeleichten und immergrünen Bogenhanf. Dieser filtert Formaldehyd und Benzol aus der Raumluft.

Die Zimmeraralie und die Birkenfeige sind ebenfalls Experten für Formaldehyd und wirken somit gegen Kopfschmerzen durch Bodenbeläge, Holz und Textilien. Enzyme in den Blättern wandeln das Gift in harmlose Stoffe um.

Wer dagegen nach dem Renovieren den beißenden Geruch von Farben und Lacken nicht aus der Nase bekommt, sollte sich einen Drachenbaum zulegen, denn das dauerhafte Einatmen von Trichlorethylen und Benzol kann zu Vergiftungserscheinungen führen.

Saubere Luft: Pflanzen in der Wohnung können Krankheiten abwehren

Erkälteter Mann mit Schal und Pulli liegt unter der Decke und friert
Junger Mann ist erkältet und friert © Danel - www.fotolia.de

Menschen mit grünem Daumen und einem Herz für die Pflanzenwelt haben einen Vorteil, so Harald Morr, Professor an der Deutschen Lungenstiftung in Hannover. Wer sich mit viel Grün umgibt, tut seinem Raumklima und damit seiner Gesundheit etwas Gutes, denn Zimmerpflanzen reinigen die Atemluft, reichern sie mit Feuchtigkeit an und wirken sich somit positiv auf die Atemwege aus.

Die Schleimhäute werden dadurch keimresistenter und Beschwerden wie Husten oder Schnupfen kommen seltener vor.

Philodendron, Farne und das Fensterblatt tun sich dabei als Arten besonders hervor. Aber auch die Birkenfeige oder der Drachenbaum sind bekannt dafür, enorm viele Schadstoffe zu filtern.

Zimmerpflanzen - Drachenbäume filtern und reinigen die Luft

Rechte Hand eines Mannes setzt Schröpfgläser zum Schröpfen auf Rücken einer Frau, im Hintergrund Pflanzen
massage schröpfen © Hannes Eichinger - www.fotolia.de

Zimmerpflanzen können die Luftqualität entscheidend verbessern. Sie können Erkältungen abblocken und Schadstoffe aus der Luft filtern.

Dieses Phänomen erklären die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung e. V. (DLS). Schon zwei Pflanzen können für diesen Effekt ausreichen und damit den Feuchtigkeitsgehalt der Luft anreichern. Dadurch können die Schleimhäute des Menschen besser feucht gehalten werden, um einen besseren Schutz vor Erregern und Viren zu bieten.

Birkenfeigen, Drachenbäume und Zimmer-Aralien können bis zu 80 Prozent der in der Luft enthaltenen Schadstoffe innerhalb einiger Stunden herausfiltern. Enzyme in den Blättern verwandeln das schädliche Gift (Benzol oder Formaldehyd)in der Luft in Zucker oder Aminosäuren um.

Pflanzen steigern das Wohlbefinden in der ganzen Wohnung

Einsicht modernes Wohnzimmer mit Laminat Boden, Wendeltreppe nach oben
Wohnzimmer 02 © rotoGraphics - www.fotolia.de

Pflanzen zieren nicht nur, sondern wirken sich auf das Wohlbefinden und die Gesundheit aus. Gerade jetzt, da die Heizung die Zimmerluft spürbar austrocknen lässt, sorgen Pflanzen für eine höhere Luftfeuchtigkeit in der Wohnung.

Die Bezeichnung „Grüne Lunge“ tragen Pflanzen ganz gezielt, verrät Professor Volker Mersch-Sundermann, der Leiter des Instituts für Krankenhaushygiene und Umweltmedizin in Freiburg. „Es sind die Spaltöffnungen an den Unterseiten der Blätter, über die Pflanzen Sauerstoff und Feuchtigkeit abgeben“. Doch der Professor weiß noch mehr. „Die Pflanzen filtern Schadstoffe wie Formaldehyd, Kohlenmonoxid und Benzol. Sie binden den Staub und schaffen ein angenehmes Klima“.

Gerade nach einer Wohnungsrenovierung steigen schadstoffhaltige Dämpfe auf, hier können Zimmerpflanzen wie Birkenfeige, Drachenbaum oder Farne das Raumklima erheblich verbessern. Besonders empfehlenswert sind Pflanzen mit großen, grünen Blättern.

Pflanzen können sogar Erkältungskrankheiten vorbeugen, denn wenn die Atemwege nicht austrocknen, sind sie nicht so anfällig für Viren. Auch für Asthma- oder Lungenkranke sind Zimmerpflanzen wohltuende Helfer zum besseren Durchatmen.

Natürlich wollen Zimmerpflanzen gepflegt werden, trotzdem sollte nicht zu viel gegossen werden, da sich dabei leicht Schimmel in der feuchten Erde bildet und der ist Gift für jeden Allergiker.

Hängepflanzen sind dekorativ und wohnlich

Grüne Pflanzen in Blumentöpfen auf Holztisch
Potted green plants © Elenathewise - www.fotolia.de

Hängepflanzen geben einer Wohnung einen gewissen Flair. Allerdings sollte man auf den geeigneten Standort achten. Die meisten Hängepflanzen mögen keine aufsteigende Heizungsluft. Darum mag auch der Binsenkaktus keine Fensterbank, es sei denn dort gibt es keine aufsteigende Heizungsluft.

Besonders gut sehen Pflanzen wie Klimme (Cissus), Wachsblume (Hoya, oder Kolumnee (Columnea) aus. Zur Wahl stehen aber auch Schlangen-, Korallen-, oder Binsenkakturs. Bekannt sind auch Frauenhaarfarn, Leuchterblume und Grünlilie.

Wachsen die Pflanzen sehr schnell, sollte man sie zurückschneiden. Damit fördert man die weitere Verzweigung.

Ein beliebter Standort für die Hängepflanzen sind freistehende Plätze wie Hocker oder Pflanzensäulen. Auch Regale leisten gute Dienste als Standorte. Sie können die Pflanzen aber auch in einem Wandgefäß unterbringen. Es gibt eine große Auswahl an passenden dekorativen Töpfen aus Metall, Keramik, oder Weide. Sie sollten allerdings wasserdicht sein.

Zimmerpflanzen fördern Gesundheit im Büro

Dass Pflanzen einen positiven Einfluss auf das Raumklima haben, ist seit Langem bekannt. Gerade im Büro sind Grünpflanzen besonders wertvoll: sie neutralisieren Schadstoffe, die von Kopieren und Druckern freigesetzt werden.

Ihre Blätter geben Feuchtigkeit an die Luft ab. Duftstoffe, etwa von Minze oder Zitronenmelisse, wirken schmerzlindernd und antidepressiv.

Dass die Wirkung von Grünpflanzen im Büro direkt messbar ist, zeigt eine neue norwegische Studie: Die Mitarbeiter in "grünen" Büros litten signifikant seltener an Kopfschmerzen, Husten und trockenen Augen als ihre Kollegen in kahlen Räumen.

Pflanzen für mehr Luftfeuchtigkeit

Die besten Feuchtigkeitsspender sind Pflanzen, die häufig gegossen werden müssen, etwa Zyperngras oder die klassische Zimmerlinde. Sie senden das Wasser effektiv als Feuchtigkeit in die Büroräume aus. Um die richtige Balance zwischen trockener Luft und zu hoher Luftfeuchtigkeit zu finden, kann die Anschaffung eines Hygrometers sinnvoll sein.

Pflanzen reduzieren Schadstoffe in Räumen und geben Feuchtigkeit an die Luft ab
Pflanzen reduzieren Schadstoffe in Räumen und geben Feuchtigkeit an die Luft ab
Pflanzen zum Entgiften der Raumluft

Ein Klassiker unter den Büropflanzen ist die Efeutute. Neben dem Schreibtisch platziert, hält sie die Atemluft von Formaldehyd frei.

Das schädliche Gas strömt übrigens nicht nur aus Computern und Kopierern; auch Teppichböden und Büromöbel setzen die Substanz frei. Mögliche Folgen: Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Dauermüdigkeit.

Liegt das Büro nah ein einer Straße, absorbiert die Efetute sogar das giftige Xylol aus Autoabgasen. Eine hervorragende Fähigkeit, Xylol aus der Luft zu filtern, haben auch die Aeca Palme und die großblättrige Dieffenbachia.

Ein weiterer wirksamer Absorber für Chemikalien ist die Grünlilie. Schon 10 Pflanztöpfe reichen aus, um eine mittelgroße Wohnung von Formaldehyd und Kohlenmonoxid zu befreien. Vergleichbare Wirkung haben Ficus, Efeu und die Strahlenaralie; letztere gilt auch als wertvolle Hilfe gegen Zigarettenrauch.

Efeu befreit die Luft von Chemikalien
Efeu befreit die Luft von Chemikalien

Tipp: Da die Strahlenaralie selbst bei nachlässiger Pflege gedeiht, gilt sie als ideale Büroflanze.

Die Birkenfeige (Ficus) baut zusätzlich Ammoniak ab. Sie mag allerdings keine Ortswechsel und Zugluft.

Ein Spezialist zum Neutralisieren von Ausdünstungen aus Holzschutzmitteln ist der Drachenbaum.

Pflanzen für das psychische Wohlbefinden

Ein gutes Gedächtnis dank Pfefferminze? Tatsächlich können Zimmerpflanzen auch die Psyche beeinflussen. In einer Untersuchung der University of New York konnte der Minz-Duft etwa die Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnisleistung verbessern.

Ein weiterer Effekt, den viele Büro-Arbeiter zu schätzen wissen: Minz-Aroma vermindert das Hungergefühl.

Eine andere Studie bescheinigt der Zitronenmelisse einen schmerzhemmenden Effekt. Ihr frischer Duft erhöht das Wohlbefinden und kurbelt die Produktion des Neurotransmitters Noradrenalin an. Der Duft der Gardenie wirkt dagegen nachweislich antidepressiv. Mit ihren weißen Blüten ist die immergrüne Zimmerpflanze außerdem ein beruhigender Blickfang im Büro.

Gutes Klima im Büro

Wer im Büro auf viele Pflanzen blickt, wird seltener Krank

Schreibtisch im Büro mit Laptop, Telefon, Notizblock, Kaffeebecher
Office desk © japolia - www.fotolia.de

Die amerikanische Umweltpsychologin Dr. Tina Bringslimark hat gemeinsam mit der Universität von Uppsala, Schweden, und der Life Science Universität in Norwegen die Wirkung von Pflanzen im Büro erforscht. Laut den Ergebnissen der Studie können Pflanzen Stress, Müdigkeit und gesundheitlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Husten und Bluthochdruck vorbeugen.

Blätter statt Blüten

Erstaunlicherweise wurde dieser positive Effekt verstärkt, wenn sich die Pflanzen im Blickfeld des Arbeitnehmers befinden - je mehr Pflanzen ein Mitarbeiter sieht, desto seltener wird er krank. Jedoch spielt die Art der Pflanzen eine erhebliche Rolle: Topfpflanzen seien gemäß der Studie besser für das Büro geeignet als Pflanzen, die überwiegend aus Blüten bestehen. Dies liegt daran, dass die grüneren Topfpflanzen durch ihre vielen Blätter mehr Sauerstoff produzieren und so giftigen Substanzen in der Luft entgegenwirken.

Außerdem beseitigen die Mikroben, die sich in der Erde befinden, gesundheitsschädigende, organische Verbindungen. Das macht Pflanzen besonders in Büros ohne Fenster wichtig. Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Grünpflanzen: Sie können den Anteil an Staub in der Luft um bis zu 20 Prozent verringern.

Pflegeleichte Pflanzen für mehr Konzentration und weniger Stress

Diese Zimmerpflanzen sind auch für Studenten ohne grünen Daumen geeignet

Tönerne Pflanzentöpfe, in einem eine Schaufel, in einem eine Pflanze mit rosa Blüten, davor Zwiebeln
spring bulbs © Hagit Berkovich - www.fotolia.de

Zu einem wohnlichen Raum gehören für viele Menschen diverse Zimmerpflanzen. Dabei verschönern sie diesen nicht nur, sondern sorgen zudem für eine Verbesserung des Raumklimas. Dies wiederum soll zu einer besseren Konzentrationsleistung sowie Stressverminderung führen - perfekt für Arbeitszimmer also. So kann sich auch eine Studentenbude durch die Dekoration mit einer solchen Pflanze sehen lassen. Hierbei wird jedoch zu bestimmten Arten geraten, die auch mal den ein oder anderen Pflegefehler verzeihen.

Pflegeleichte Pflanzen für Anfänger

Das regelmäßige Blumengießen hat sich bei so manch einem Studenten als unmöglich erwiesen. Zu den Pflanzen, denen dies nicht viel ausmacht, gehören beispielsweise

  • Sukkulenten und
  • Kakteen.

Der

  • Bogenhanf

kommt sogar mehrere Wochen ohne Wasser aus; man sollte lediglich darauf achten, ihn an einen halbschattigen Ort zu stellen. Mit einer gelegentlichen Trockenheit kommt der

  • Tropenwurz

zurecht, wenn auch nicht so lange wie die bereits erwähnten Pflanzen. Und schließlich ist auch das

  • "Studentenkraut", die Grünlilie

eine geeignete Einsteigerpflanze; diese stellt keine Ansprüche an ihren Standort; wichtig ist hierbei lediglich eine Raumtemperatur über zehn Grad, da es ansonsten zur Wurzelfäule kommen kann.

Zimmerpflanzen helfen beim Einschlafen

Oftmals hört man, Zimmerpflanzen gehören nicht ins Schlafzimmer, da sie über Nacht aufgrund der Dunkelheit und der somit nicht funktionierenden Photosynthese keinen Sauerstoff abgeben, sondern ihn den Menschen stattdessen "wegnehmen". Allerdings ist deren Bedarf über Nacht so gering, dass man sich diesbezüglich keine Sorgen machen muss.

Zudem gibt es Pflanzen, die den gesunden Schlaf sogar fördern. Zu diesen zählen:

  • die Goldfruchtpalme - sie befeuchtet die Luft
  • Aloe Vera - setzt Sauerstoff frei
  • die Birkenfeige - sie reinigt die Luft
  • der Bogenhanf - er stärkt Atemwege und Immunsystem
  • Nephrolepis exaltata - lindert Stress
Die Aloe Vera setzt Sauerstoff frei
Die Aloe Vera setzt Sauerstoff frei

Für viele Menschen sind Pflanzen zudem ein wichtiges Gestaltungselement - wie dies besonders gut zur Geltung kommt, zeigen wir im Folgenden...

Verschönerung der Wohnung durch Pflanzen

Eine Wohnung gewinnt erst durch Zimmerpflanzen an Behaglichkeit? Oder sind Zimmerpflanzen doch eher etwas für Leute, die zuviel Zeit haben?

Es stimmt: nicht jede Pflanze ist auch wirklich ein Zimmerschmuck. Trocken vor sich hin dörrende Stängel und Zweige erzielen häufig den gegenteiligen Effekt und wirken trostlos.

Achten Sie also darauf, dass es Ihren Zimmerpflanzen gut geht. Nur eine üppig wachsende Pflanze, die eine gesunde grüne Farbe aufweist, ist auch wirklich ein Schmuck und eine Zierde. Der seit Jahren auf dem Fensterbrett vor sich hin kümmernde Kaktus dagegen darf ruhig einmal großzügig entsorgt werden.

Die Pflanzen nach Feng Shui ausrichten

Innenarchitekten dagegen legen häufig immens großen Wert auf die Wirkung von Pflanzen. Sie werden nach ausgeklügelten Systemen und Regeln angeordnet.

Die im Moment sehr beliebte Stilrichtung und Lebensphilosophie des Feng Shui zum Beispiel besagt ganz klar, dass Pflanzen, wie die in unseren Breiten so beliebte Yucca Palme, mit ihren spitzen Blättern in einem wohnlichen Ambiente nichts zu suchen haben. Ihre Blätter symbolisieren Kampfbereitschaft und Aggressivität.

Ein feinblättriger Ficus dagegen ist erlaubt. Doch auch er muss gepflegt werden, damit er nicht bald nur noch aus trockenem Astwerk besteht.

Zimmerpflanzen wirken dann besonders schön, wenn sie entweder üppig grün und ausladend sind, oder das Auge des Betrachters durch eine schöne Blütenform und -farbe erfreuen. So manch eine triste Ecke wird durch ein hohes Gewächs aufgewertet. Wer auf spartanische Einrichtung setzt, kann mit Pflanzen auch den unangenehm hallenden Effekten leerer Wohnungen vorbeugen.

Pflanzen reduzieren auch den unagenehm hallenden Effekt spartanisch eingerichteter Wohnungen
Pflanzen reduzieren auch den unagenehm hallenden Effekt spartanisch eingerichteter Wohnungen
Eine wohnliche Atmosphäre schaffen

Eine edle Wirkung lässt sich zum Beispiel mit Orchideen erzeugen. Die lange als "Rentnerblume" verpönten edlen Gewächse erleben im Moment eine wahre Renaissance. Ihre schlichte Eleganz harmoniert hervorragend mit reduzierten Designerstücken in schlichter Formgebung.

Am edelsten wirkt hier die weiße Blüte, die Reinheit und Natur in die Wohnung bringt. In großen Glasgefäßen gepflanzt sind Orchideen eine Investition für Jahre und immer wieder ein Blickfang.

Doch auch andere Pflanzen verbreiten eine angenehme und wohnliche Atmosphäre. Alpenveilchen und Zwergalpenveilchen gedeihen zu jeder Jahreszeit auch in Innenräumen. Sie sind vergleichsweise anspruchslos in der Pflege, so lange man sie nicht von oben gießt.

Schlingpflanzen und Ranken bieten großvolumige Ablenkung und können optimal als Begrünung harter Kanten genutzt werden. Wenn zum Beispiel ein Schrank zu nahe an der Zimmertür stehen muss, und man den Blick auf die Seitenteile vermeiden möchte, so tragen herabfallende Ranken wesentlich zur Harmonie bei.

Damit man die gesundheitlichen und dekorativen Vorzüge von Zimmerpflanzen nutzen kann, müssen sie richtig gepflegt werden...

Generelle Pflegetipps für gesunde Zimmerpflanzen

Pflanzen sind für die meisten Menschen ein willkommenes Geschenk. Schließlich sind sie Individuen, die lange Jahre Freude bereiten können - vorausgesetzt, sie bekommen die notwendige Pflege.

Gesunde Pflanzen kaufen

Wer sich selbst für eine Zimmerpflanze entscheidet, sollte beim Kauf auf Qualität achten. Billige Gewächse erscheinen oft spärlich und gedeihen selbst bei optimaler Pflege relativ schwach.

Sie sind anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall. Am Ende müssen sie weggeworfen werden, so dass sich die Investition nicht gelohnt hat. Wer hochwertige Pflanzen finden will, sucht einen Fachmarkt auf.

Die richtigen Ansprüche erfüllen

Ebenso ist es sinnvoll, sich frühzeitig über die Ansprüche der jeweiligen Pflanze zu informieren. Wer ihr nicht die notwendigen Voraussetzungen bieten kann, muss sich nicht wundern, wenn die Pflanze kümmert oder eingeht.

Die richtige Standortwahl ist für ein gesundes Wachstum ein Muss. Zur optimalen Pflege von Pflanzen gehören außerdem

  • ein angepasstes Gießverhalten
  • die durchdachte Regulierung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie
  • der Schnitt und
  • die Entstaubung.

Verkahlt die Pflanze oder wird sie gelb, zeigt sie Mangelerscheinungen oder wird von Krankheiten beziehungsweise Schädlingen befallen. Dann gilt es, schnell einzugreifen, um einen Totalausfall zu verhindern. Manchmal reicht der Pflanze ein neues Substrat oder ein größeres Pflanzgefäß.

Oft müssen umfangreichere Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen vorgenommen werden. Beispielsweise, wenn das Entfernen von erkrankten Pflanzenteilen nicht mehr ausreicht.

Im Folgenden gehen wir auf die einzelnen Pflegeaspekte etwas genauer ein...

Tipps zum Gießen und dem richtigen Standort

Um jeder Zimmerpflanze die optimalen Wasser- und Standortbedingungen bieten zu können, ist es ratsam, wenn man sich auf ihren botanischen Ursprung besinnt. Kakteen und Sukkulenten beispielsweise stammen aus trockenen Gebieten.

Sie kommen mit wenig Wasser aus. Im Allgemeinen vertragen sie Sonne.

Alpenveilchen, das Zyperngras oder Zimmerfarne stehen lieber im Schatten, wobei auch bei ihnen eine gewisse Lichtzufuhr gewährt sein muss. Bei der Pflanzenauswahl gilt es zu bedenken, welche Bedingungen die eigenen vier Wände den Gewächsen bieten können.

Nord- und Südfenster

Nordfenster sind relativ lichtarm, dennoch gibt es einige Pflanzen, die selbst bei wenig Lichteinfluss gedeihen. Die wieder in Mode gekommene Sansevieria zählt zu ihnen.

Südfenster eigenen sich besonders für die bereits benannten Kakteen und Sukkulenten, wobei nicht alle Sorten die pralle Mittagssonne vertragen. In den Sommermonaten empfiehlt es sich daher, für eine entsprechende Abdunklung zu sorgen.

Ost- und Westfenster

Die idealen Standorte für Zimmerpflanzen sind Ost- und Westfenster. An ihnen kommen fast alle Arten zurecht. Hierbei handelt es sich um helle Standorte, die entweder am Vormittag oder am Nachmittag vom Tageslichteinfall profitieren, ohne dass es zu Verbrennungen an den Pflanzenteilen kommt.

Die richtige Platzwahl wechselt im Jahr

Die richtige Pflanzenauswahl ist für das Gedeihen also sehr entscheidend. Dennoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Lichteinflüsse im Laufe des Jahres schwanken. Das Umstellen von Pflanzen kann also notwendig sein.

Einige Zimmergewächse vertragen ab Mitte Mai auch den Aufenthalt im Freien sehr gut. Der Standort auf der Terrasse oder auf dem Balkon muss jedoch ebenfalls den Ansprüchen der Pflanze gerecht werden.

Häufig passiert es nämlich, dass Pflanzen an vollsonnigen Standorten verbrennen. Besonders beim Ausräumen ins Freie sollte der Pflanzenfreund vorsichtig sein und das Gewächs für einige Tage schattig platzieren. Vor dem ersten Frost stellt man die Pflanzen zurück auf die Fensterbank.

Einige Pflanzen neigen dazu, dem Licht entgegenzuwachsen. Damit sie dennoch gerade wachsen, sollte ihr Topf in regelmäßigen Abständen gedreht werden.

Das korrekte Gießverhalten

Welche Wassermenge eine Pflanze benötigt, ist abhängig von

  • ihrer Art
  • den Witterungseinflüssen und
  • der Jahreszeit.

Während einige Zimmerpflanzen eine Ruhezeit benötigen, werden andere das ganze Jahr über gleichmäßig gegossen. In der Ruhezeit gießt der Pflanzenfreund nur so viel, dass das Substrat nicht völlig austrocknet.

In der Wachstumsperiode benötigt die Pflanze eine höhere Wasserzufuhr. Während der Blütezeit besitzt die Zimmerpflanze einen erhöhten Wasserbedarf.

Im Hochsommer muss häufig sogar zweimal täglich gegossen werden. Überwässern sollte man eine Pflanze allerdings nie.

Jede Pflanze hat einen anderen Wasserbedarf, das Gießverhalten muss also immer angepasst werden
Jede Pflanze hat einen anderen Wasserbedarf, das Gießverhalten muss also immer angepasst werden

Tipps zur Luftfeuchtigkeit und Temperatur

Das Kultivieren von Pflanzen hat eine lange Tradition. Bei der Anzucht von Zimmerpflanzen sind Züchter darum bemüht, die Sorten den veränderten Wohnraumbedingungen anzupassen.

Früher herrschte in den meisten Wohnungen die Ofenheizung vor. Die Öfen wurden nicht durchgängig beheizt, so dass es zu Temperaturschwankungen innerhalb des Tages kam, wodurch sich eine eher niedrige Durchschnittstemperatur ergab. Die Luftfeuchtigkeit hingegen war eher hoch.

Heutzutage besitzen fast alle Wohnungen eine Heizung. Heizungsluft ist relativ konstant und auch trocken.

Eigentlich bevorzugen die wenigsten Zimmerpflanzen diese Umweltbedingungen. Ihre Pflanzenkörper trocknen ein oder sie neigen zum Schädlingsbefall.

Züchter achten daher darauf, besonders robuste Sorten heranzuziehen. Dennoch macht es Sinn, bei der Pflanzenauswahl auf die gegebenen Wohnbedingungen zu achten.

Wichtige Wohnbedingungen verschiedener Zimmerpflanzen

Zu den Pflanzen, die eine hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugen, gehören beispielsweise die Farne oder das Zyperngras. Sie gedeihen besonders gut im Badezimmer. Gemeinsam mit der Wärme sorgt die Luftfeuchtigkeit für einen optimalen Wuchs.

Andere Pflanzen hingegen vertragen keine allzu hohe Luftfeuchtigkeit. Zu ihnen gehören diejenigen Arten, die behaarte Blätter besitzen, beispielsweise das Usambaraveilchen oder der Schiefteller.

Vor allem vor dem Besprühen der Blätter wird gewarnt, da diese zur Mehltaubildung und zur Fäulnis neigen. Beide Pflanzen werden am besten von unten, also über den Unterteller, gegossen.

Bei den Orchideen gibt es große Unterschiede, was die Ansprüche an die Luftfeuchtigkeit angeht. Obwohl es durchaus Sorten gibt, die eine hohe Luftfeuchtigkeit akzeptieren, ist dennoch Vorsicht beim Übersprühen geraten. Meist schadet es eher, da die Blätter zur Fleckenbildung neigen.

Für andere Pflanzen hingegen kann das Übersprühen während der Winterzeit sinnvoll sein, da es wenigstens für ein kurzzeitiges Anheben der relativen Luftfeuchtigkeit sorgt. Der Ersatz für einen optimalen Standort ist es allerdings nicht.

Unterschiedliche Temperaturansprüche beachten

Ähnlich verhält es sich mit den Temperaturansprüchen. Jede Pflanzenart besitzt ihre eigenen. Hält man sie nicht ein, verübeln sie es ihrem Besitzer häufig und verweigern die spätere Blüte.

Sofern Gewächse eine Ruhephase einlegen müssen, sollten sie während dieser Zeit etwas kühler stehen. Insbesondere gilt dies für Kakteen in der Winterzeit.

Die Clivie besitzt einen verringerten Wasserbedarf zwischen August und Januar. Der Standort darf dann ruhig etwas kühler sein.

Erst mit dem Erscheinen der Blütenknospe wird die Pflanze wieder wärmer gestellt und gegossen. Nur Jungpflanzen dürfen ganzjährig bei gleicher Temperatur gehalten werden.

Tipps zur Schädlingsbekämpfung und zum Entstauben

Bei ungünstigen Standortbedingungen können an Zimmerpflanzen diverse Schädlinge auftreten. Manchmal werden diese beim Pflanzenkauf auch eingeschleppt.

Zu unterscheiden sind die pflanzlichen und die tierischen Schmarotzer, die dem Gedeihen der Pflanzen abträglich sind. Aus finanziellen und ökologischen Gründen wird jeder Pflanzenliebhaber darum bemüht sein, dass Schädlinge gar nicht erst auftreten. Sofern dies trotz aller Präventivmaßnahmen geschieht, sollten die Eindringlinge gleich bei den ersten Anzeichen vernichtet werden.

Die Schädlingsbekämpfung bei Zimmerpflanzen kann langwierig sein
Die Schädlingsbekämpfung bei Zimmerpflanzen kann langwierig sein
Präventivmaßnahme: artgerechte Pflege

Je gesünder eine Pflanze ist, desto geringer ist ihr Risiko, von Schädlingen befallen zu werden. Wer beim Pflanzenkauf auf Qualität achtet, hat bereits den ersten Schritt zur Gesunderhaltung der Pflanze getan.

Neben einer optimalen Standortwahl spielt die regelmäßige und richtige Pflege eine besondere Rolle. Zum Pflegen von Zimmerpflanzen gehört nicht nur die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen, sondern auch das regelmäßige Kontrollieren auf Schädlingsbefall. Obendrein tragen das regelmäßige Ausputzen von Verblühtem und der Rückschnitt dazu bei, dass die Pflanze gekräftigt wird.

In den Wintermonaten ist die Gefahr des Schädlingsbefalls besonders groß, da die Temperatur im Zimmer besonders hoch, die Luftfeuchtigkeit aber niedrig ist. Durch das verringerte Lüften kommt es zum verminderten Luftaustausch. Das Kontrollieren der Pflanzen sollte im Winter also besonders sorgfältig erfolgen.

Schädlingsbekämpfung

Ist die Pflanze doch einmal von Schädlingen befallen, sind diese durch geeignete Maßnahmen zu vernichten. Manchmal mag das Abschneiden der befallenen Pflanzenteile helfen; häufig muss zum Pflanzenschutzmittel gegriffen werden.

Ökologische Mittel sind den chemischen vorzuziehen, da ihre Gefahr für die eigene Gesundheit geringer ist. Gegen einige Schädlinge gibt es übrigens traditionelle Hausmittel, über die man in Fachliteratur oder im Internet nachlesen kann.

Das Entstauben von Pflanzen dient nicht nur ihrer optischen Wirkung. Es ermöglicht der Pflanze auch einen optimalen Stoffaustausch. Natürlich darf dabei nur mit einem weichen Tuch oder einem Pinsel gearbeitet werden.

Das Entstauben der Blätter ermöglicht der Pflanze einen optimalen Sauerstoffaustausch
Das Entstauben der Blätter ermöglicht der Pflanze einen optimalen Sauerstoffaustausch

Bromelien werden nur ungern entstaubt. In den Sommermonaten können Zimmerpflanzen zum Abstauben auch ins Freie gestellt werden, sofern ein warmer Landregen fällt. Er befeuchtet gleichzeitig das Substrat und regt die Pflanze zum Wachsen an.

Während der heißen Jahreszeit muss in man bei der Pflanzenpflege einige besondere Aspekte beachten...

Sommer und Zimmerpflanzen - So kommen sie gut durch die Hitze

Sonne, Zugluft, Hitze – alles dies sind Stressfaktoren für Zimmerpflanzen. Solange jemand in der Wohnung nach dem rechten schaut, reicht es bei den Zimmerpflanzen in der Regel, wenn sie einmal in der Woche gegossen werden. Wenn sich jedoch für längere Zeit niemand um die Pflanzen in der Wohnung und auf dem Balkon kümmern kann, gibt es einige Tricks.

1. Balkonpflanzen nach drinnen stellen

In der Wohnung sind Balkonpflanzen nicht den natürlichen Feinden Wind und Sonne ausgesetzt und brauchen dementsprechend weniger Wasser. Sie sollten aber an einem hellen Ort stehen.

2. Vor der Abfahrt großzügig gießen

Schon in den Tagen vor Urlaubsbeginn sollte die Erde in den Töpfen und Blumenkübeln gut befeuchtet werden. Am Tag der Abfahrt alle Blumen und Pflanzen großzügig gießen.

3. Die Erde ist wichtig

Auch wenn es beim Discounter oft sehr günstige Blumenerde zu kaufen gibt, ist diese oft nicht die beste. Eine Erde mit hohem Lava- und Tonanteil speichert mehr Feuchtigkeit als Blumenerde mit Holzfasern.

Noch mehr Feuchtigkeit können Erdersatz-Produkte speichern. Dies sind meist Granulate, die das Wasser aufsaugen und dann langsam wieder abgeben.

4. Pflanzen zurückschneiden

Jedes Blütenblatt und jeder Zweig brauchen Wasser. Darum ist es gerade im Sommer gut, die Pflanzen ein wenig zurecht zu stutzen.

5. Wasserspeichersysteme als Sommerlösung

Externe Wasserspeicher sind die optimale Lösung im Sommer. Es gibt sie von klein bis groß und von günstig bis teuer.

Die Bewässerungsmatte beispielsweise ist eine recht einfache Methode, mit der man die Pflanzen bis zu vier Tage mit Wasser versorgen kann. Mit einem Wasserspeicherkasten kann man diese Zeit sogar auf eine Woche verlängern. Bekannte Wasserspeicher sind die bunten Glaskugeln; allerdings reichen auch sie nur für einige Tage aus.

Die teuerste Variante zur Wasserversorgung ist ein professionelles Bewässerungssystem. Es ist direkt mit dem Wasserhahn verbunden und bietet so beliebig lange die garantierte Bewässerung. Doch auch mit Kombinationen aus den günstigen Varianten, etwa das Erdersatz-Granulat zusammen mit den Glaskugeln können Zimmerpflanzen auch mal zwei Wochen allein bleiben.

Kleine Tipps und Tricks, die allerdings ihre Wirkung nicht verfehlen, denn kommt man entspannt nach dem Urlaub nach Hause, findet man seine Pflanzen ebenso gesund als auch blühend wieder. Und selbst wenn man nicht verreist, kann man mit wenigen Maßnahmen für eine persönliche blühende Oase sorgen und den Urlaub auf Balkonien so richtig genießen.

Zimmerpflanzen brauchen im Frühling neue Erde

Mittlere Körperpartie einer Frau im Garten, Frau trägt Handschuhe und Schaufel und lila Blumen in Topf
Cropped view of senior woman holding flower pot in garden © diego cervo - www.fotolia.de

Wenn der Winter zu Ende geht, sollten auch die Zimmerpflanzen am Frühling teilhaben. Es ist die beste Zeit, die zu klein gewordenen Töpfe auszutauschen. Der Zentralverband Gartenbau empfiehlt, dadurch das Wachstum anzuregen.

Am besten kontrolliert man alle Topfpflanzen daraufhin, ob der Wurzelballen die Erde im bestehenden Pflanzgefäß bereits durchwurzelt hat. Dann ist es an der Zeit einen neuen Topf mit drei bis vier Zentimeter größerem Durchmesser zu wählen. Beim neuen Einsetzen ist es wichtig, das Abflussloch mit einer Scherbe, kleinen Steinchen oder Blähton abzudecken, damit die feuchte Erde den Abzug nicht verstopft. Der alte Wurzelballen wird in den Seitenbereichen etwas auseinandergezogen. Das ermöglicht ihm, schneller Nährstoffe aufzunehmen.

Der alten Topf lässt sich sehr gut für kleinere Pflanzen weiterverwenden. Es sollte jedoch von Kalkablagerungen und Schmutz gereinigt werden. Die geschieht am besten mithilfe von warmen Wasser und einer Bürste. Auf Reinigungsmittel verzichtet man lieber.

Im Frühling ist Umtopfzeit – frische Erde und mehr Platz für Zimmerpflanzen

Bunte Frühlingsblumen in bunten Blumentöpfen
Colorful spring flowers in fun ceramic containers © Acik - www.fotolia.de

Wenn draußen grüne Triebe sprießen, ist auch für Zimmerpflanzen ein günstiger Zeitpunkt für Veränderung. In frischer Erde und einem größeren Topf können sie zu neuem Wachstum starten. Das Umtopfen ist kinderleicht – torfarme Blumenerde, ein Topf mit zwei bis drei Zentimetern mehr Durchmesser und alte Zeitungen zum Unterlegen.

Umtopfen – so geht’s

Um die Pflanze aus dem alten Topf zu lösen, hält man sie über Kopf und dreht den Topf vorsichtig hin und her. Falls sich die Wurzeln gar nicht lösen: Das Plastik mit einer Schere aufschneiden oder den Ton mit einem Hammer behutsam abschlagen. Die Scherben lassen sich danach ideal als Drainageschicht auf den Boden des neuen Topfes legen.

Vor dem Umsetzen schüttelt man die ausgelaugte Erde vom Wurzelballen ab. Dann kommt die Pflanze in den mit etwas Erde aufgefüllten Topf. Rundum füllt man weitere Erde nach und stößt den Topf einige Mal auf, um sämtliche Hohlräume zu füllen. Anschließend mit reichlich Wasser angießen.

Aus eins mach zwei

Vor allem Jungpflanzen brauchen jedes Frühjahr ein geräumigeres Zuhause. Bei großen Pflanzen kann man das Umtopfen mit einer Verjüngungskur kombinieren. Dazu zieht man die Wurzelballen auseinander und setzt die Teilstücke in mehrere kleine Töpfe. Ist der Ballen zu fest, kann man ihn mit einem scharfen Messer trennen. Bevor die verjüngten Pflanzen frische Wurzeln gebildet haben, sollten sie jedoch nur mäßig gegossen werden.

August ist auch die Zeit, einmal an die Zimmerpflanzen zu denken

Frau hält Orchidee ans Gesicht und riecht daran
Woman holding white orchid flowers up to face. © iofoto - www.fotolia.de

Der Sommer hält den Gärtner ganz schon auf Trab. Vor allem der Monat August hat es meist in sich. Ständig müssen verblühte Blumen zurückgeschnitten werden, reife Früchte geerntet und der Rasen gemäht werden. Es gibt immer reichlich zu tun und für einige kann das durchaus recht eintönig werden.

Wer sich einmal anderen Dingen widmen möchte, muss sich nicht gleich auf die Hausarbeit stürzen, sondern sollte vielmehr ein kleines Augenmerk auf die etwas vernachlässigten Zimmerpflanzen richten. Diese führen schließlich in den Sommermonaten ein recht einsames Leben. Natürlich werden sie gegossen, um nicht zu vertrocknen. Das war es aber meist auch schon. Dabei ist der August der ideale Zeitpunkt, um ein paar wichtigen Zimmerpflanzen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Amaryllis zum Beispiel sollte nun nicht weiter gedüngt oder gegossen werden, damit sie mehr Kraft aus der eigenen Zwiebel zieht, um dann pünktlich zum Weihnachtsfest in voller Blüte die Gemüter erfreut. Ein Klassiker unter den Zimmerpflanzen sind die Orchideen. Im August sollte diese von ihren vertrockneten Luftwurzeln befreit werden und auch das Umtopfen ist zu dieser Zeit zu empfehlen, so denn es notwendig wird.

Zimmerpflanzen brauchen im Winter besondere Pflege

Bunter Blumenstrauß in grüner Gießkanne auf Baumstumpf
bunch of wild flowers © vkph - www.fotolia.de

Was wäre eine Wohnung ohne Zimmerpflanzen? Das Grün tut nicht nur der Seele gut, sondern verbessert auch die Raumluft. Doch gerade im Winter fühlen sich viele der Pflanzen durch Heizungsluft und mangelndes Licht besonders gestresst. Sie reagieren darauf mit braunen Blättern oder Ungeziefer.

Normalerweise kommen unsere Grünpflanzen aus warmen, sonnigen Gebieten. In der Regel herrscht dort zudem noch eine hohe Luftfeuchtigkeit. Das ist in unseren Breiten, zumal im Winter, schwer zu erreichen. Am wichtigsten ist es, genügend Licht für die Pflanzen zu bekommen. Dazu sollte man sich gut überlegen, an welchem Fenster die größte Ausbeute an Helligkeit zu erzielen ist. Vorhänge oder Jalousien sollten so angebracht sein, dass sie den Zimmerpflanzen kein Licht wegnehmen.

Heizkörper unter einem Blumentopf am Fenster sind für manche Zimmerpflanzen tödlich. Besonders Zimmertannen oder Azaleen mögen es lieber kühl. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, sollte man sich einen Handzerstäuber zulegen. Damit benetzt man einmal täglich die Blätter. Auch Wasserbehälter, die es in allerlei Variationen für die Heizung gibt, sind gut für das Raumklima. Da gerade trockene Luft einen Befall mit Schädlingen fördert, ist es sinnvoll die Grünpflanzen häufig zu kontrollieren.

Kakteen richtig pflegen

Junge Frau vor Kaktus schaut nach oben, weißer Hintergrund
cactus © Lev Dolgatshjov - www.fotolia.de

Kakteen gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen, vor allem auch aus dem Grund, dass man sie kaum gießen muss - davon gehen zumindest viele Menschen aus. Doch obwohl der Kaktus Wasser besser speichern kann als andere Pflanzen, kann er trotzdem schnell vertrocknen.

Generell sollte man regelmäßig prüfen, ob sich eventuelle Schädlinge auf der Pflanze abgesetzt haben. Ist dies der Fall, sollte der Kaktus von anderen Pflanzen entfernt werden, sodass die Keime nicht übertragen werden. Wer sich einen Kaktus zulegt, informiert sich vorher am besten über seine Bedürfnisse, um den richtigen Platz (an der Sonne) zu wählen.

Vom Frühling bis zum Herbst sollten Kakteen gegossen und gedüngt (nur speziellen Kakteendünger verwenden!) werden. Vorher ist zu prüfen, ob die Erde trocken ist - bei zu viel Nässe verfaulen die Wurzeln.

In den warmen Monaten lieben die Pflanzen einen Standort im Freien, am besten überdacht und an einer Hauswand.

Damit es mit der Pflege auch wirklich klappt, sollte man sich als Anfänger in der Pflanzenwelt zunächst um pflegeleichte Arten kümmern...

Pflegeleichte Zimmerpflanzen für Jedermann

Pflanzen bieten nicht nur ein optisches Highlight, sondern verbessern auch das Raumklima. Kein Wunder also, dass sich in vielen Zimmern größere und kleinere Gewächse befinden. Doch auch sie benötigen ihre regelmäßige Zuwendung, um gedeihen zu können.

Etwas einfacher geht es mit pflegeleichten Pflanzen. Diese müssen in der Regel seltener gegossen werden und sind relativ anspruchslos.

Für sie genügt es zunächst, ihnen einen sonnigen Platz zu suchen. Denn ohne Licht können viele Gewächse nicht leben.

Allerdings sollte der ausgewählte Ort auch nicht in der prallen Hitze stehen. Das schadet dem Grün mehr, als es ihm nützt.

Ebenso wichtig ist die Zufuhr von Sauerstoff. In normal belüfteten Räumen wird das keine Schwierigkeit darstellen.

Wer hingegen nur alle paar Wochen zuhause ist und für Lüftung sorgen kann, sollte auf Pflanzen gänzlich verzichten. Der Wasserbedarf einiger Arten ist sehr gering. Sie sind daher besonders pflegeleicht.

Sukkulenten

Die Familie der Sukkulenten umfasst viele Pflanzen, die eine Mischform aus Kakteen und Zimmerpflanzen sind. Ihre Blätter sind kräftig, häufig auch sehr dick.

Sie benötigen regelmäßig Wasser, überstehen jedoch auch periodische Dürrezeiten unbeschadet. Sukkulenten verfügen meist über einen kräftigen Wuchs. Einige Sorten erfreuen ihren Besitzer auch mit optisch schönen Blüten, allerdings gibt es auch nicht blühende Arten.

Sukkulenten sind die idealen Zimmerpflanzen für Menschen, die keine Kakteen mögen. Sie benötigen wenig Pflege, müssen selten umgetopft werden und sind mit einem hellen Standplatz an einem Fenster zufrieden.

Kakteen

Ähnlich der Sukkulenten sind auch Kakteen extrem anspruchslos in der Pflege. Bei ihnen genügt, im Anstand einiger Tage oder sogar Wochen für Bewässerung zu sorgen.

Da sie meist aus trockenen oder wüstenähnlichen Gebieten kommen, sind sie darauf spezialisiert, die vorhandene Flüssigkeit so lange wie möglich zu speichern und nur sehr geringe Mengen zu verbrauchen. Zudem besitzen sie keine Blätter, die in regelmäßigen Abständen von Staub befreit werden müssten.

Allerdings haben Kakteen nicht immer ein ansprechendes Äußeres. Sie wachsen nur langsam und werfen vertrocknete Partien erst nach langer Zeit ab.

Ihre Stacheln stellen zudem eine Verletzungsgefahr dar. Kakteen gibt es als Kleinpflanzen in Blumentöpfen, aber auch als mannshohe Stehpflanzen in großen Kübeln.

Kakteen sind extrem pflegeleicht
Kakteen sind extrem pflegeleicht

Grünlilien und Orchideen

Jedoch ist gerade das bei kleineren Zimmerpflanzen ebenso nicht immer notwendig. So bringen etwa Grünlilien oder Orchideen sehr viel Farbe in den Raum, beanspruchen aber nur sehr wenig Pflege. Etwas Licht und ein wenig Wasser genügen ihnen bereits.

Gummibaum

Zwar sind sie häufig mit dem Charme einer Büropflanze behaftet, doch können gerade kleinere Büsche und Sträucher dem Zimmer etwas mehr Glanz verleihen. Wie etwa der Gummibaum, der sehr anspruchslos ist und lediglich in längeren Abständen gestutzt werden muss. Er kann sonst um die fünf Meter Höhe erreichen.

Yucca

Etwas kleiner ist dagegen die Yucca-Palme. Auch sie kommt mit unterschiedlichsten Bedingungen gut zurecht und benötigt wenig Pflege. Zudem kann sie über längere Zeit selbst in schlecht klimatisierten Räumen gedeihen.

Kleinere Palmen und Sträucher kommen regelmäßig aus Regionen, in denen sie nicht mit Wasser verwöhnt wurden. Entsprechend wenig Zuwendung benötigen sie, verleihen dem jeweiligen Zimmer aber dennoch einen natürlichen Charakter.

Efeu, Schlingpflanzen und Ranken

Rankpflanzen jeder Art sind in der Regel recht anspruchslos. Sie benötigen regelmäßig Wasser, und danken diese Gabe mit einem üppigen Wachstum.

Mitunter werden die Blätter eines Ausläufers gelb, dann genügt einfaches Abschneiden und die Pflanze wird bald neu austreiben. Schlingpflanzen sind dekorativ, können schwierige Ecken oder Kanten begrünen und sind zudem extrem langlebig und günstig in der Anschaffung.

Drachenbäume und Palmen

Sehr beliebte Zimmerpflanzen sind auch Drachenbäume und Palmen, die mit ihren langen, spitzen und tiefgrünen Blättern für ein exotisches Ambiente sorgen. Während Drachenbäume so gut wie überall gedeihen, sollten Palmen einen in der Temperatur gleich bleibenden Standort erhalten.

Stellt man sie zum Beispiel direkt neben eine Wärmequelle, so gedeihen sie nicht besonders gut. Sowohl Drachenbäume als auch Palmen gedeihen auch in einiger Entfernung vom Fenster.

Ficus Benjamini

In den 80er Jahren erlebte der Ficus Benjamini seine absolute Hochzeit und durfte in keiner Wohnung fehlen. Der hübsche Laubbaum mit unterschiedlicher Farbgebung der Blätter ist eine anspruchslose Pflanze, die über viele Jahre hinweg gut gedeiht.

Er benötigt regelmäßig Wasser, jedoch so gut wie keine Düngung. Wechselt man den Standort des Ficus Benjamini, so wird er möglicherweise erst einmal alle Blätter abwerfen.

Der Elefantenfuß ist die ideale Pflanze für Faule

Der Elefantenfuß kann auch monatelang ohne Wasser überleben, da er das Wasser in seinem keulenförmigen Stamm speichert. Jedoch wächst die Pflanze am besten, wenn sie ein- oder zweimal pro Woche mäßig mit Wasser versorgt wird. Werden die Blattspitzen regelmäßig mit Wasser besprüht, werden die Spitzen der Blätter auch nicht braun.

Der Elefantenfuß bevorzugt einen sonnigen Ort und keine direkte Sonne. Die Pflanze hält aber Temperaturschwankungen von 5 bis 35 Grad aus. So ist die Pflanze ideal für einen großen Raum oder Wintergarten, so das Blumenbüro Holland aus Düsseldorf.

Im Handel ist der Elefantenfuß unter dem Namen Beaucarnea oder Nolina recurvata anzutreffen. Die Heimat des Elefantenfußes ist Mexiko und Texas - dort werden manche Exemplare sogar bis zu acht Meter hoch und erreichen oft ein Alter von 100 Jahren. Im Zimmer wird der Elefantenfuß in etwa 30 bis 200 Zentimeter groß.

Das Alpenveilchen ist zurück

Veilchenblüten auf weißem Hintergrund
violets on white background © Elenathewise - www.fotolia.de

Wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, die Bäume keine Blätter mehr tragen und auch sonst nichts mehr blüht, haben bunte Farben eine besonders fröhliche Wirkung auf uns.

Da kommt es gerade gelegen, dass das bunte und munter wirkender Alpenveilchen sich wieder wachsender Beliebtheit erfreut. Während die hübsche Pflanze früher nur in den Farben weiß und rot vertreten war, findet man sie mittlerweile in fast allen erdenklichen Tönen. Ihre fünfblättrigen Blühten erstrahlen in Pink, Rosa, Knallrot oder mattem Lila. Diese neue Farbenvielfalt hat das Alpenveilchen seinen Züchtern zu verdanken, die es wieder entdeckt und neue Freude an ihm gefunden haben.

Bei dieser netten, kleinen Pflanze, die lange Zeit als spießig galt, ist auf die richtige Pflege zu achten. Alpenveilchen mögen es hell und kühl. Man sollte sie daher auf keinen Fall auf die Fensterbank stellen, wo sie zu viel ungesunder Heizungsluft abbekommen. Pflanzt man sie in Feuchtigkeit spendende Kügelchen, dann geben Sie diese Feuchtigkeit an die Raumluft ab. So fühlen sich nicht nur die Alpenveilchen wohl, sondern bieten auch eine echte und deutlich hübscherer Alternative zum modernen Luftbefeuchter.

Der Name des Alpenveilchens ist übrigens irreführend. Die lustige kleine Pflanze stammt nämlich keineswegs aus den Alpen, sondern ist im 17. Jahrhundert aus Kleinasien eingeschleppt worden. Woher sie ihren Namen hat, ist demnach ein Rätsel.

Sind Kinder im Haus, sollte man sich genau überlegen, welche Pflanzen man in die Wohnung stellt - einige Sorten sind nämlich giftig...

Geeignete Zimmerpflanzen für das Kinderzimmer

Zimmerpflanzen können in allen Wohnräumen platziert werden - üblicherweise wird in der Küche oder im Sanitärbereich darauf verzichtet. Im Wohnzimmer hingegen, aber auch im Arbeits- oder im Kinderzimmer, möchte man die eine oder andere Zimmerpflanze nur ungerne missen.

Der Organismus der kleineren und kleinen Kinder befindet sich noch im Wachstum; er ist insofern noch nicht so robust wie bei Erwachsenen, also eher noch etwas anfällig. Die verantwortungsbewussten Erzieher stellen sich daher die Frage, welche Zimmerpflanzen fürs Kinderzimmer besonders, oder aus gesundheitlichen Gründen gar nicht geeignet sind.

Die Auswahl geeigneter Pflanzen im Kinderzimmer sollte gründlich erfolgen
Die Auswahl geeigneter Pflanzen im Kinderzimmer sollte gründlich erfolgen

Auswahlkriterien

Eine Eignung wird am Grad der Gesundheitsgefährdung für den Bewohner des Kinderzimmers gemessen. Ungeeignet ist alles, was schädlich, also ungesund ist.

Um auf der sicheren Seite zu sein, wird auch auf weniger geeignete Zimmerpflanzen verzichtet. Bei diesem Ausleseverfahren bleiben somit diejenigen Zimmerpflanzen übrig, die aufgrund ihrer "Harmlosigkeit" gut bis sehr gut geeignet sind.

Sie haben nichts Negatives an sich. Sie sind ungiftig, ungefährlich und nebenbei auch noch leicht zu pflegen.

Denn mit der Zimmerpflanze im Kinderzimmer wird im Rahmen der Erziehung auch das Ziel verfolgt, den familiären Nachwuchs sukzessive an eine Blumenpflege heranzuführen. Das ist dann besonders wichtig, wenn zum Haus oder zur Wohnung kein eigener Garten gehört. In diesem Falle ist eine Zimmerpflanze die einzige Möglichkeit, um mit Blumen und Pflanzen praktische Erfahrung zu sammeln.

Ungeeignete Pflanzen

  • Ritterstern
  • Weihnachtsstern
  • Amaryllis Belladonna
  • Alpenveilchen
  • Azaleen
  • Begonien
  • Becher-Primel
  • Christrose
  • Dieffenbachie
  • Herbstzeitlose
  • Korallenbäumchen
  • Madagaskar-Immergrün
  • Pracht-Lilie
  • Wüstenrose und
  • Wunderstrauch

können als so genannte giftige Pflanzen im Kinderzimmer bezeichnet werden; auf diese sollte man dort verzichten. Giftig, schädlich, gefährlich oder krankheitserregend sind allesamt Adjektive, die relativ und dehnbar sind. Das Alter des Kindes ist mitentscheidend, wie anfällig es auf die eine oder andere Zimmerpflanze reagiert.

Erwachsene wissen aus eigener Erfahrung, dass sich Unwohlsein, Kopfschmerzen oder eine allergische Reaktion erst dann zeigen, wenn die Zimmerpflanze längere Zeit im Raum steht. Für das Kinderzimmer ist besonders deswegen eine höhere Aufmerksamkeit vonnöten, weil sich das Kind darin auch zum Schlafen aufhält.

Andere Zimmerpflanzen sind auf mehrere Wohnräume verteilt platziert, in denen die Familie jeweils temporär ist. Das gilt für das Wohnzimmer ebenso wie für das elterliche Schlafzimmer. Zimmerpflanzen sollten erst dann im Kinderzimmer einen Platz bekommen, wenn das Kind vom Alter und Reifeprozess her, wie es heißt, damit umzugehen lernen kann.

Die Blätter eines Gummibaums sind dann giftig, wenn sie verzehrt, oder wenn auf ihnen gekaut wird. Es treten Vergiftungssymptome auf, die in diesem Stadium durchaus ernst zu nehmen sind.

Ansonsten hat diese Zimmerpflanze nichts Beeinträchtigendes an sich. Wenn das kleine Kind noch an allem kaut und nagt, was es zu fassen bekommt, dann kann der Verzehr von Blättern und anderen Pflanzenteilen so giftig sein, dass ein Notarzteinsatz erforderlich wird.

Geeignete Pflanzen

Mit der Grünlilie hingegen kann nichts falsch gemacht werden. Sie bietet insofern nur Vorteile, ist sehr pflegeleicht und optisch ansprechend. Sie gehört als Agavengewächs zur Familie der Spargelgewächse.

Als Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie wird die Verwendung der Grünlilie zur Luftverbesserung in Niedrigenergiehäusern empfohlen. Nachgewiesen ist auch ihre Fähigkeit, die Konzentration von Formaldehyd in Wohnräumen zu senken. Eine Grünlilie erreicht die Größe von einem halben Meter und sieht es dem jungen Floristen nach, wenn sie das eine oder andere Mal nicht oder etwas unfachmännisch versorgt wird.

Zu den weiteren geeigneten Pflanzen für das Kinderzimmer zählen

  • Bergpalme
  • Blaues Lieschen
  • Dickblatt
  • Dreimasterblume
  • Hibiskus
  • Kaffeebaum
  • Osterkaktus
  • Steckenpalme
  • Usambaraveilchen
  • Zyperngras
  • Gloxinie und
  • Echeveria.

Die passende Zimmerpflanze für jeden Wohnraum

Je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind bestimmte Pflanzen für einige Räume besser geeignet als für andere

Einsicht modernes Wohnzimmer mit weißen und dunkelbraunen Möbeln, Treppe nach oben
modern comfortable interior © George Mayer - www.fotolia.de

Ohne grüne Zimmerpflanzen wäre ein Wohnraum doch nur halb so schön und zudem sorgen Pflanzen für eine gute Raumluft. Doch wer sich für diese Mitbewohner entscheidet, muss in Sachen Standort und "Nachbar" einiges beachten, ansonsten hält die Freude daran nicht besonders lange.

Generell lässt sich sagen, dass sich die meisten Pflanzen an einem sonnigen Platz wohlfühlen. Man sollte sich vor Anschaffung über das Herkunftsgebiet und die Wachstumsbedingungen informieren. Dabei gibt es passende Pflanzen für jeden Raum.

Wohnzimmer

Viele Wohnzimmer liegen auf der Südseite, sodass Pflanzen, die man dort platziert, viel Sonne abbekommen. Geeignet sind hierfür beispielsweise

  • die Yucca-Palme,
  • der Ficus sowie
  • die Kalanchoe und
  • Agave.

Schlafzimmer

Im Schlafraum ist es meist kühler als im Wohnzimmer; hier können Klivien und Kakteen gut gedeihen.

Kinderzimmer

Bei der Wahl der Pflanzen fürs Kinderzimmer ist besonders darauf zu achten, dass es sich dabei nicht um giftige Arten wie

handelt. Auch stachelige Mitbewohner sollten vermieden werden. Pflegeleicht und fürs Kinderzimmer geeignet ist Experten zufolge beispielsweise die Grünlilie.

Badezimmer

Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit im Bad finden hier Pflanzen wie Orchideen oder Zyperngras aber auch Farne, Mooskraut und bei ausreichend Platz auch eine Kokospalme den perfekten Lebensraum.

Küche

Schön und praktisch zugleich sind in der Küche vor allen Dingen frische Kräuter wie Basilikum oder Thymian. Aber auch Pflanzen der Zwergpfeffer-Gattung können auf der Fensterbank stehen. Hübsch sehen in der Küche auch Pflanzen aus, die man in hängende Blumentöpfe pflanzt.

Dies sind nur einige Tipps, die man bei der Wahl des richtigen Standorts beachten sollte - natürlich ist nicht jedes Wohnzimmer nach Süden ausgerichtet usw. Generell gilt: je dunkler das Blatt einer Pflanze, desto besser kommt diese an dunkleren Standorten zurecht.

Ein Leben unter Palmen – exotische Pflanzen für Zuhause

LuxusTerrasse mit Korbmöbeln und Palmen
Luxury terrace © Yanta - www.fotolia.de

Die graue Jahreszeit unter Palmen zu verbringen, hört sich sehr verlockend an. Doch leider kann man in der Regel nicht einfach für drei Monate in die Karibik entschwinden, um das tropische Ambiente zu genießen. Was liegt da näher, als sich die Palmen nach Hause zu holen. Mittlerweile gibt es ein großes Angebot an Topfware. Doch Vorsicht: Nicht alle Palmen gedeihen überall gleich gut. Ihre Ansprüche sind oft andere, als man ihnen in einer Wohnung bieten kann. Mit den Tipps von Pflanzenexperten hat man mehr Freude an seinen tropischen Mitbewohnern.

Wolfgang Kawollek, Technischer Leiter der Versuchsanlagen der Uni Kassel, empfiehlt auf die richtige Raumtemperatur zu achten. Weniger als 15 Grad sollten es nicht sein. Allenfalls Gebirgspalmen ist ein kühlerer Standort angenehm. Die Chinesische Hanfpalme oder die europäische Zwergpalme sind Vertreter dieser Sorte.

Till Hägele, der in den Gewächshäusern des Botanischen Gartens in München arbeitet, weiß, dass Palmen, entgegen üblicher Annahmen, sehr lichthungrig sind. Sie bräuchten zum Gedeihen ein Fenster, das keinesfalls in Richtung Norden zeigt. Aber auch hier gibt es Sonderfälle. So darf eine Bergpalme keine starke Sonne bekommen. Ihre Wedel würden dabei verbrennen. Am besten hilft man mit einer künstlichen Beleuchtung nach, ergänzt Kawollek. Pflanzenleuchten könnten die nötigen 1000 Lux erzeugen.

Schließlich spielt auch die Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle. Mindestens 40 Prozent sind angemessen. Fischschwanzpalmen brauchen noch mehr. Unter 50 Prozent gedeihen sie nur schlecht. Werden die Spitzen der Blätter braun, spricht das für zu trockene Luft. Luftbefeuchter in Form von Brunnen helfen den Palmen dauerhaft gute Lebensbedingungen zu geben.

Bei der Düngung ist Langzeitdünger ideal. Er wirkt über mehreren Monate. So kann man ihn weder vergessen, noch durch zu häufiges Düngen die Pflanze überversorgen.

Für Palmenliebhaber gibt es derzeit noch bis zum 26. Februar eine Ausstellung in Berlin-Dahlem. Unter dem Motto "Die Welt der Palmen" werden im Freiland, wie auch in Gewächshäusern viele Varietäten gezeigt. Geöffnet ist von 10 Uhr bis 18 Uhr.

Grundinformationen und Hinweise zu Zimmerpflanzen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Bergpalme, Zimmerpflanze © sonne07 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Window, sill, clean. © BillionPhotos.com - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Efeu im Blumekasten gepflanzt © m.schuckart - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: aloe vera-isoliert © Svenja98 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: modern interior © victor zastol'skiy - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: arrosoir © romaneau - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Cactus with red flower isolated © krabata - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: gummibaum pflege baum wischen © buttongirl - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Gelbtafel - yellow insect stick 03 © Lianem - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Children's Room © nyul - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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