Spanien - Lage, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten

Balkon mit grauem Geländer und unzähligen bunten Blumentöpfen an Geländer, Wand und Boden

Sehenswertes im Reiseziel Spanien

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  • von Paradisi-Redaktion

Spanien dürften viele Urlauber besonders mit der Insel Mallorca in Verbindung bringen. Doch natürlich hat das Land noch viel mehr zu bieten als Strand- und Partyurlaub. Es gibt zahlreiche Städte, die einen Trip wert sind, und ebenso gibt es viele Möglichkeiten, das Land auf den unterschiedlichen Wanderrouten zu erkunden. So bietet sich ein Urlaub das ganze Jahr über an. Lernen Sie das Reiseziel Spanien kennen.

Spanien - Geographie

Der Staat Spanien liegt im Südwesten Europas auf der Iberischen Halbinsel. Er lässt sich in 17 autonome Gemeinschaften einteilen und hat zudem zwei autonome Städte in Nordafrika.

Hauptstadt - und größte Stadt - ist Madrid. Zu den weiteren Ballungszentren zählen

  • Barcelona
  • Valencia
  • Sevilla
  • Bilbao
  • Zaragoza sowie
  • Málaga.

Etwa sechs Siebtel der Iberischen Halbinsel werden von Spanien eingenommen. Auch die Kanaren im Atlantik sowie die Balearen im Mittelmeer, ebenso die beiden Städte Melilla sowie Ceuta an der nordafrikanischen Küste sind Teil des spanischen Staatsgebietes.

Die räumliche Gliederung Spaniens erfolgt im Wesentlichen durch sechs Gebirgssysteme. Dies wären:

  • die Pyrenäen
  • das daran im Westen anschließende Kantabrische Gebirge
  • das Kastilische Scheidegebirge mit Verlauf in West-Ost-Richtung
  • die weiter südlich gelegene Sierra Morena
  • die die Betische Kordillere im äußeren Süden
  • von Nordwesten nach Südosten: das Iberische Randgebirge
Geographische Lage Spaniens in Europa
Geographische Lage Spaniens in Europa

Autonome Gemeinschaften und Städte Spaniens

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht mit Spaniens autonomen Gemeinschaften und Städten inklusive der zwei autonomen Städte in Nordafrika.

Autonome Gemeinschaften und Städte Spaniens
Autonome GemeinschaftHauptstadtFläche in km²Einwohner (2007)
Kastilien und LeónValladolid94.2232.525.157
AndalusienSevilla87.2688.039.399
Kastilien-La ManchaToledo79.4631.975.179
AragonienSaragossa47.7191.295.215
ExtremaduraMérida41.6341.088.728
KatalonienBarcelona32.1147.197.174
GalicienSantiago de Compostela29.5742.771.341
ValenciaValencia23.2554.874.811
MurciaMurcia11.3131.391.147
AsturienOviedo10.6041.074.632
NavarraPamplona10.391605.022
MadridMadrid8.0286.061.680
2.141.116Santa Cruz de Tenerife und
Las Palmas de
Gran Canaria
7.4472.020.947
BaskenlandVitoria-Gasteiz7.2342.141.116
KantabrienSantander5.321572.503
La RiojaLogroño5.045308.566
Balearische InselnPalma4.9921.029.139
Melilla2068.795
Ceuta18,576.343
Geographische Lage Spaniens auf der Weltkarte
Geographische Lage Spaniens auf der Weltkarte

Klima

Das Klima Spaniens lässt sich wie folgt einteilen:

  • Atlantisches Klima im Norden (Atlantikküste): milde Winter und Sommer, Niederschläge im Winter
  • Ozeanisch-kontinentales Klima zentral der Iberischen Halbinsel: heiße Sommer, sehr kalte und schneereiche Winter, Niederschläge hauptsächlich im Winter
  • Kontinentales Mittelmeerklima in Andalusien, Kastilien-La Mancha, Murcia, Valencia, Katalonien und Aragón: heiße Sommer, kalte Winter, Niederschläge besonders im Frühling und Herbst
  • Mittelmeerklima in Andalusien, Murcia, Valencia und auf den Balearen: milde Winter, heiße, teils heiß-feuchte Sommer, Niederschläge vor allem im Frühjahr und Herbst (wolkenbruchartig)
  • Subtropisches Klima auf den Kanaren: ganzjährige milde Temperaturen
  • Gebirgsklima in den Höhenlagen: kurze, frische Sommer und lange, kalte Winter

Lohnenswerte Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Lesen Sie im Folgenden, was es in Spanien alles zu sehen und zu erleben gibt.

Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Madrid

Spaniens Hauptstadt Madrid ist mit 3,3 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Europas und seit jeher ein Touristenmagnet. Madrid ist Spaniens Zentrum in Kunst und Kultur, und prachtvolle Kirchen und Paläste zeugen von der historischen und aktuellen Bedeutung der Stadt.

Museen in Madrid

Eines der berühmtesten Museen ganz Europas ist der Prado in Madrid. Das über 200 Jahre alte Kunstmuseum wurde umfangreich renoviert und erweitert.

Auf einer vergrößerten Ausstellungsfläche werden Werke spanischer Künstler aus mehreren Jahrhunderten gezeigt. Unter den Gemälden sind viele Meisterwerke von

  • Botticelli
  • Tizian
  • El Bosco
  • Velazquez
  • Rembrandt und
  • Goya

Goya zu sehen.

Für Freunde der modernen Kunst ist das Kunstzentrum Reina Sofia zu empfehlen. Vergleichbar mit der Londoner Tate Gallery und dem Centre Pompidou in Paris zeigt die 1986 eröffnete Reina Sofia zahlreiche berühmte Werke der modernen Kunst. Picassos Guernica ist hier nur eine unter vielen Attraktionen.

Königlicher Palast

Madrid ist der Sitz der spanischen Königsfamilie. Nach dem Vorbild von Versailles wurde der prunkvolle königliche Palast unter Philipp V. erbaut. Das Bauwerk aus weißem Granit beherbergt 3.000 Zimmer.

Besonders imposant sind die Säulenhalle mit vielen herrlichen Fresken, die Halle der Hellebardenträger und der Thronsaal, in dem Skulpturen aus dem 17. Jahrhundert zu sehen sind. Die prunkvoll ausgestalteten Gemächer Karls II. können ebenso besichtigt werden, wie die königliche Waffensammlung.

Eine Besichtigungstour dauert rund zwei Stunden. Von den Schlossgärten aus hat man einen herrlichen Ausblick über Madrid.

Blick auf den Königliche Palast (Palacio Real) und die Almudena-Kathedrale in Madrid, Spanien
Blick auf den Königliche Palast (Palacio Real) und die Almudena-Kathedrale in Madrid, Spanien
Retiro Park

Madrid ist eine verkehrsreiche Stadt, weist jedoch auch zahlreiche großzügige Grünflächen aus. Im Zentrum befindet sich der Retiro Park, dessen 118 Hektar umfassende Fläche zu ausgedehnten Spaziergängen oder zum Entspannen unter den Bäumen oder im Rosengarten einlädt.

Oder wie wäre es mit einer Bootsfahrt auf dem See, einem Picknick oder einer Partie Schach? Für Kunstliebhaber hält der Retiro Park zahlreiche Ausstellungsorte bereit, wie die Casa de Vacas oder den Palacio de Velazquez.

Berühmte Plätze

Unter den zahlreichen belebten Plätzen von Madrid sticht der Plaza Mayor hervor. Der gepflasterte Markt- und Versammlungsort aus dem 17. Jahrhundert findet sich in einem geräumigen Innenhof.

Das Zentrum Madrids bildet der Plaza de Cibeles. Dort befinden sich auch drei Gebäude, die zu Wahrzeichen Madrids geworden sind: der Palacio de Communicaciones, die Banco de Espana und der Kybelebrunnen.

Flagge von Spanien
Flagge von Spanien

Madrid im Sommer - Was war angesagt?

Flamenco, Strohhüte und Wein - die Highlights des spanischen Sommers in Madrid

Hände einer Flamenco Tänzerin mit Kastagnetten
Detail of the hands with castanets of a flamenco dancer © Anyka - www.fotolia.de

Jede Stadt hat ihre eigenen Sommervorlieben - man isst, trinkt, feiert und kleidet sich überall anders.

Musik und Mode

In Madrid war der diesjährige Sommerhit ein Mix aus Flamenco und Pop. "El run run" heißt der Song, den die einstigen Fließbandarbeiter unter dem Namen Estopa veröffentlichten. Unterstützt wurden die Brüder dabei von der Sängerin Rosario.

Modisch setzt die spanische Hauptstadt dieses Jahr auf den alt bekannten Strohhut - egal, ob Mann oder Frau. Die Damen trugen dazu häufig sogenannte Ibiza-Kleider und die momentan überall modernen Römersandalen.

Getränke und Kultur

Ein Revival feierte in diesem Sommer der "tinto de verano". Kombiniert mit Zitronenlimonade erfreute sich der Rotwein nun auch beim jüngeren Publikum großer Beliebtheit.

Wer auf der Suche nach Kulturellem war, konnte auf dem Festival "Los Veranos de la Villa" und im riesigen Retiro-Park seine Suche beenden. Neben der Live-Musik wurde auch zum Tanz geladen, von Flamenco bis Klassik war alles dabei. Auch Theater-Fanatiker kamen voll und ganz auf ihre Kosten.

Passend zum Thema

    Sehenswürdigkeiten der Stadt Barcelona

    Die katalonische Hauptstadt Barcelona ist Spaniens Fenster zu Europa. Die zweitgrößte Stadt des Landes kann mit vielen atemberaubenden Sehenswürdigkeiten aufwarten. Dabei verbinden sich Tradition und Moderne zu ein einem einzigartigen Stadtbild.

    Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum

    Die Stadtmitte Barcelonas bildet die Placa de Catalunya. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind von dort aus bequem zu erreichen.

    Das gilt für die antiken Ruinen ebenso wie für die Bauten der modernen Planstadt. Besonders typisch für Barcelona sind die zahlreichen Modernismebauten in Form von quadratischen Häuserblocks mit abgeschrägten Ecken.

    In nördlicher Richtung erreicht man die belebte Einkaufsstraße Passeig de Gracia. Dort findet man nicht nur jede Menge exquisite Läden und Boutiquen, sondern kann auch einige Bauwerke des berühmten Architekten Antoni Gaudi bewundern.

    Im historischen Stadtkern Barcelonas dominieren gut erhaltene Kirchen und Bürgerhäuser aus dem Mittelalter, darunter das historische Rathaus, der Königsplatz und die Kathedrale. An den historischen Stadtkern schließt sich die mit La Rambla eine Prachtstraße an, die zum Hafen führt. An der La Rambla kann man das für Barcelona typische Flair erleben, das von zahlreichen

    repräsentiert wird. Außerdem führt La Rambla am Placa Reial und am Opernhaus vorbei.

    Das Hafengebiet

    Am Eingang zum Hafengebiet begegnet man dem Denkmal von Christoph Columbus. Früher war das Hafengebiet Barcelonas ein industrielles Zentrum und komplett bebaut.

    Mittlerweile wurde ein freier Blick aufs Meer geschaffen. Auch der alte Hafen kommt wieder zur Geltung, wo man in jedem Fall das Schifffahrtsmuseum und die mittelalterliche Schiffswerft besuchen sollte.

    Im modernen Hafen bietet das Zentrum Maremagnum viele verschiedene Freizeitmöglichkeiten. Neben Diskotheken, Kinos und Läden ist vor allem das Ozeanarium sehenswert, das seinen Besuchern Einblicke in die Unterwasserwelt des Mittelmeers ermöglicht. Für einen tollen Ausblick auf die Hafenregion sollte man eine Fahrt mit der Hafenseilbahn unternehmen, die den Torre Jaume I. mit dem Torre Sant Sebastia verbindet.

    Die Modernisme-Bauten

    Barcelona gehört zu jenen Städten, in denen es eine lange und erfolgreiche Tradition moderner Architektur gibt. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden mit dem Jugendstil neue Architekturformen, die vor allem von Antoni Gaudi bestimmt wurden. Viele von ihm entworfene Modernisme-Bauten können besichtigt werden, beispielsweise

    • Casa Batllo
    • Casa Mila
    • Palau Güell oder
    • Sagrada Familia.
    Blick auf den Park Güell in Barcelona, Spanien
    Blick auf den Park Güell in Barcelona, Spanien

    Barcelona - Bikini-Verbot auf öffentlichen Plätzen

    Junge, lächelnde blonde Frau mit weißem Bikini am Strand vor azurblauem Meer
    Beautiful Girl Relaxing on the Beach © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Die FKK-Fans in der spanischen Metropole Barcelona fühlen sich diskriminiert. Neuerdings ist es nämlich verboten, außerhalb des Strandbereiches mit Badeanzug, Bikini, Badehose oder gar ganz nackt durch die Straßen zu laufen. Wer es doch tut, muss zwischen 300 und 500 Euro an Strafe zahlen.

    Da die Strände in Barcelona direkt neben zahlreichen Stadtvierteln liegen, liefen häufig freizügig bekleidete Menschen durch die Straßen der Hafenstadt. Das war den Behörden ein Dorn im Auge. Sie sprachen sich nun durch die neue Regelung gegen "Nacktheit auf öffentlichen Plätzen" aus.

    Zu viele Partys in Barcelona – Einwohner protestieren gegen ausufernden Tourismus

    Flagge von Spanien
    Spanische Flagge © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

    Barcelona ist schön – und zieht deshalb bis zu 27 Millionen Besucher pro Jahr an. Nicht alle wissen sich zu benehmen. Partylärm, Schmutz und nackte Tatsachen machen den Bewohner vor allem im gotischen Viertel und dem Stadtteil Barceloneta zu schaffen. Die Einwohner protestieren gegen den Massentourismus, auch weil Ferienappartements die regulären Mietpreise in die Höhe treiben.

    Vor 25 Jahren übernachteten in Barcelona rund 1,7 Millionen Touristen pro Jahr. Heute sind die Übernachtungszahlen auf 7,5 Millionen explodiert, neben den Hotels hat sich ein breites Angebot an privaten Unterkünften entwickelt. Da die Vermietung an Urlauber viel Geld bringt, geraten auch die regulären Mieter unter Druck.

    Ausufernder Tourismus ist die viertgrößte Sorge der Bewohner

    Im ehemaligen Fischerviertel Barceloneta mit seinen 16.000 Einwohner werden nach Schätzungen 1.000 Wohnungen unter der Hand an Touristen vermietet. Entsprechend trubelig geht es abends auf den Straßen und am nahegelegenen Strand zu. Die Bewohner Barcelonas nennen den ausufernden Tourismus mittlerweile als viertgrößte Sorge, gleich hinter Arbeitslosigkeit und Angst vor der Wirtschaftskrise.

    Die Stadtverwaltung will nun gegen die illegalen Quartiere vorgehen. Gerade die Wirtschaft dürfte das touristische Konzept der katalanischen Metropole jedoch bewahren: Am Tourismus hängen rund 100.000 Arbeitsplätze, er macht rund 12 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus.

    Die schönsten und einsamsten Strände Spaniens

    Sonne, Meer und ein angenehmes Klima laden in Spanien zum Baden ein. Entlang der 4.900 Kilometer langen Küste des Landes auf der Iberischen Halbinsel sind einige der schönsten Strände Europas zu finden. Ob zum Baden, Sonnen oder zum Wassersport, hier gibt es einige heiße Tipps zu den schönsten Stränden Spaniens.

    Regionale Unterschiede

    So unterschiedlich wie Spaniens Regionen und Küsten beschaffen sind, so unterschiedlich sind auch seine Strände. Im Norden begegnet man wilden und naturbelassenen Stränden entlang der Küste Galiciens.

    An der Biskaya sind die Strände dagegen mondän und elegant, teilweise auch auf den Massentourismus ausgerichtet. Mediterranes Flair kann man in der Region um Alicante und Valencia erwarten. Sechs Monate Badespaß sind an den großen Stränden der Costa del Sol garantiert, während am Atlantik das Klima wieder rauer wird.

    6 Monate Badespaß an den Stränden der Costa del Sol in Andalusien
    6 Monate Badespaß an den Stränden der Costa del Sol in Andalusien
    Praia de Carnota in Galicien

    Der in einer Bucht gelegene Sandstrand von Praia de Carnota in Galicien ist bis zu 500 Meter breit und sieben Kilometer lang. Ruhe, Entspannung und unberührte Natur findet man hier.

    Die Umgebung wird von Dünen und Sandbänken gebildet, auf denen Zugvögel Station machen. Im Hinterland erhebt sich das Monte Pindo Gebirge, durch das sich eine Fjordlandschaft zieht.

    Playa de la Concha im Baskenland

    Wer statt Natur und Einsamkeit lieber das pulsierende Strandleben genießen möchte, sollte sich zum Playa de la Concha in San Sebastian begeben. Der 1.400 Meter lange Sandstrand liegt unterhalb des Monte Igueldo in einer Bucht.

    Unmittelbar an den Strand schließt sich die Altstadt an mit ihren zahlreichen Restaurants und Bars, wo es die besten Tapas ganz Spaniens geben soll. Am Strand finden jedes Jahr viele Events statt, wie das Kutterrennen im September, ein Feuerwerk im August und ein Triathlon im Juni.

    Playa les Marines an der Costa Blanca

    Der 13 Kilometer lange Playa les Marines ist einer der schönsten Familienstrände an der Costa Blanca.

    • Feiner Sand, der golden schimmert
    • eine angenehme Wassertemperatur
    • flaches Wasser und
    • sanfte Wellen

    sind die Charakteristika des Playa les Marines. Der Strand beginnt im Süden beim Badeort Denia, der über eine schöne Altstadt verfügt. Dort gibt es am Strand auch Spielgeräte und Klettergerüste. Der nördliche Strandabschnitt, wo sich auch ein Surfrevier befindet, ist gewöhnlich weniger überfüllt als der südliche.

    Costa del Sol in Andalusien

    Andalusiens Küste hält mit der Costa del Sol (Küste der Sonne) eine wunderschöne Küstenlandschaft bereit, die mehr bietet als nur Sonne, Strand und Meer. Die Costa del Sol ist ganzjährig einen Besuch wert; das subtropische Klima sorgt für durchgehend angenehme Temperaturen und gerade im Frühjahr und im Herbst bietet sich das ideale Wetter an, um auch abseits der Strände die Küste zu entdecken.

    Die Region wird oft unterschätzt und als reines Ziel für Badeurlauber gesehen, doch dank der Bergketten ist die Costa del Sol auch als Wanderparadies bekannt. In der Nebensaison ist die Costa del Sol ein ruhiges Fleckchen Erde, das viel Entspannung bietet.Auch an kühleren Tagen lädt sie zu langen Strandspaziergängen und Wanderungen ein.

    Strand in Andalusien mit Liegen, umgeben von Felsen
    Strand in Andalusien mit Liegen, umgeben von Felsen
    Wanderparadies Andalusien

    Mit 320 Sonnentagen im Jahr ist das Wetter ganzjährig für Wanderungen gut geeignet. Andalusien ist eine Region der großen Traditionen und so gibt es hier viele traditionelle Feste, die von der großen Vergangenheit der Region zeugen. Besonders traditionelle Hochzeiten sind ein besonderes Erlebnis - wer die Möglichkeit hat, solchen Festen beizuwohnen, sollte dies tun und wird dadurch ganz neue Eindrücke von Andalusien und seinen traditionsverbundenen Einwohnern bekommen.

    Sightseeing

    Die ganze Region Andalusien bietet zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten und Denkmäler. Empfehlenswert für alle, die gerne wandern ist es, sich auf ein Abenteuer einzulassen und sich frei durch Landschaft und Städte zu bewegen und mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.

    Zwar gibt es zahlreiche Reiseführer für die Region, doch das wahre Andalusien bleibt Touristen, die der Denkmalroute folgen, verborgen. Viele kleinere historische Sehenswürdigkeiten sind in den bekannten Touristenführern gar nicht zu finden.

    Wer auf eigene Faust die Region erkundet, bekommt Einblicke, die normalen Touristen verborgen bleiben. Besonders die kleinen Kirchen, die sich abseits der Touristenzentren befinden, halten zahlreiche historische Schätze bereit.

    Blick auf den Torre del Oro (Goldturm) in Sevilla, Andalusien
    Blick auf den Torre del Oro (Goldturm) in Sevilla, Andalusien

    Abenteuer Flamenco

    Die Costa Brava - traumhafter Urlaub an der rauen Mittelmeer-Küste

    Spanien hat so viel mehr zu bieten als nur seine berühmten Inseln. Wer ein günstiges Angebot auf dem Festland entdeckt, sollte daher unbedingt gleich zuschlagen.

    Besonders vielseitig und interessant ist die Costa Brava an der Ostküste Spaniens. Von Deutschland aus braucht man etwa zwei Stunden mit dem Flugzeug, gewöhnlicherweise reist man jedoch mit dem Bus an.

    Lloret de Mar

    Während die Costa Brava bei den meisten Urlaubern noch ziemlich unbekannt ist, so kennt jedoch jeder den ehemaligen Fischerort Lloret de Mar, der sich mittlerweile zur Partyhochburg Nummer eins gemausert hat. Lloret ist besonders bei Abiturienten und anderen Schulabgängern sehr beliebt. Man reist hier nicht zu zweit oder zu dritt, sondern gleich in großen Gruppen von mindestens zehn Personen an.

    Danach richtet sich auch das enorme Angebot an Restaurants, Discos und Bars. Wer mit vielen Leuten kommt und viel trinkt, bekommt auch entsprechend viel geschenkt.

    Für junge Urlaubsgäste, die die Nächte durchtanzen und nur faul am Strand herumliegen möchten, ist Lloret eine ganz ausgezeichnetes Reiseziel. Spanienfans, die mehr sehen wollen als Hotelburgen und Sangria-Eimer, sind hier jedoch absolut falsch.

    Calella

    Echten katalanischen Flair kann man in Calella kennenlernen. Hier findet man eine bezaubernde Altstadt mit vielen verwinkelten Gässchen und lauschigen Cafés. In Calella werden darüber hinaus regelmäßig verschiedene Feste gefeiert und Märkte veranstaltet, so dass vor allem in der Hauptsaison immer etwas los ist. Gäste sind stets willkommen, an den Feierlichkeiten teilzunehmen.

    Im Gegensatz zu Lloret kann man hier noch die Kultur seines Urlaubslandes kennenlernen. Hierbei sollte man jedoch stets daran denken, dass man sich in der Region Katalonien befindet. Die Einheimischen mögen es hier nicht besonders, wenn man sie als Spanier bezeichnet. Wer Sympathiepunkte sammeln möchte, spricht Angestellte und Einwohner daher nicht auf Spanisch, sondern lieber gleich auf Englisch oder Deutsch an.

    Beliebte Sehenswürdigkeiten

    Entlang der Costa Brava gibt es darüber hinaus eine Vielzahl verschiedenster Sehenswürdigkeiten und Unterhaltungsmöglichkeiten. Oberhalb von Blanes findet man beispielsweise einen botanischen Garten im mediterranen Stil, der vor allem mit seiner Aussicht besticht.

    Wenn man schon einmal an der spanischen Ostküste Urlaub macht, dann sollte man auch unbedingt einen Abstecher nach Barcelona einplanen. Pauschalreisende finden mit Sicherheit ein entsprechendes Angebot in ihrer Ausflugsbroschüre.

    Mallorca - die wohl beliebteste Insel der Deutschen

    Malle ist ein einfach Kult. Es gibt mittlerweile Petitionen, die das spanische Eiland zum 17. Bundesland machen wollen. Dabei ist Mallorca ein Teil der Balearen, einer Inselgruppe kurz vor dem spanischen Festland im Osten.

    Außer Mallorca gehören auch Ibiza und Formentera dazu, die bei den Deutschen jedoch längst nicht so beliebt sind. Woran liegt es also, das Malle die absolute Lieblingsinsel der Deutschen ist?

    Blick auf das Bergdorf Valldemossa auf Mallorca
    Blick auf das Bergdorf Valldemossa auf Mallorca
    Schnell am Ziel

    Steigt man in Deutschland in den Flieger, so landet man nach spätestens zwei Stunden auf dem Flughafen von Palma de Mallorca. Wer im Süden des Landes wohnt, hat es entsprechend noch kürzer.

    Mallorca ist daher das optimale Reiseziel für alle, die möglichst schnell und unkompliziert in die Sonne möchten. Da die Insel selbst auch nicht übermäßig groß ist, dauert der Transfer zum Hotel ebenfalls nicht lange. Trotzdem ist Mallorca ausladend genug, um für jeden Geschmack etwas in petto zu haben.

    Perfekt für den Partyurlaub

    Palma de Mallorca und das nahe gelegene El Arenal sind das richtige Reiseziel für alle Partyhungrigen. Hier befindet sich auch der berühmte Ballermann 6, der jedoch durch das Eingreifen der spanischen Behörden nicht mehr so belebt ist wie noch vor einigen Jahren. Nun tummelt sich die feierwütige Masse auf der Schinkenstraße und tanzt im Bierkönig die Nächte durch.

    Deutsch ist keine Fremdsprache

    Die Namen der Locations deuten schon an, dass es auf Mallorca sehr deutsch zugeht. Nicht nur deutsche Touristen haben das Zepter in der Hand, es befinden sich auch viele Auswanderer auf der Insel, die der Bundesrepublik längst den Rücken gekehrt haben.

    Dieser Umstand führt dazu, dass es auf Mallorca immer mehr deutsche Geschäfte, Restaurants und Ausflugsveranstalter gibt. Das Wiederum macht die Insel für andere Deutsche noch beliebter, denn nur auf Malle kann man mediterranes Lebensgefühl genießen ohne jemals Sprachprobleme zu haben. Darüber hinaus sind auch die Hotels auf deutsche Vorlieben eingestellt, servieren zum Beispiel typisch deutsches Frühstück und lassen bayerisches Bier einfließen.

    Auch für Erholungssuchende gibt es traumhafte Orte

    Im Nordwesten und Südosten finden all die Zuflucht, die nicht feiern, sondern genießen möchten. Es locken lauschige Badebuchten und ausgefallene Wanderwege.

    Aber auch hier findet man deutsche Auswanderer, die zum Beispiel einen Reitstall oder eine Fincaanlage betreiben. Die Infrastruktur ist für eine spanische Insel außergewöhnlich gut, was ebenfalls dazu beiträgt, dass Mallorca der polarisierendste Touristenmagnet schlechthin bleibt.

    In Sachen Partyurlaub ist die Platja de Palma häufig erste Wahl...

    Strand- und Partyurlaub an der Platja de Palma

    Für einen gediegenen Strand- und Partyurlaub ist unter deutschen Touristen immer noch Mallorca die erste Wahl. Vor allem an der legendären Platja de Palma befinden sich zahlreiche Restaurants, Bars und Diskotheken mit Kult-Status. Zudem tragen langgestreckte Sandstrände, angenehme Wassertemperaturen und sonniges Wetter zur ausgelassenen Stimmung bei.

    Zahlreiche Badeorte und Strandbars

    Platja de Palma ist zum einen eine Ortschaft im Süden Mallorcas und zum anderen die Bezeichnung für einen 6 Kilometer langen Strand an der Südküste, der sich zwischen S'Arenal im Osten und Can Pastilla im Westen erstreckt. An der Platja de Palma liegen die Badeorte

    • Can Pastilla
    • S'Arenal
    • El Coll d'en Rabassa
    • Can Pere Antoni
    • El Molinar und
    • Les Mervelles.

    Charakteristisch für die Platja de Palma sind die entlang der Strandpromenade errichteten Strandbars. Unter diesen durchnummerierten Balnearios genießt der so genannte Beach Club Six (vorher "Ballermann 6") einen legendären Ruf und steht als Synonym für den mallorquinischen Partytourismus. Während der Bereich zwischen den Balnearios 1 bis 4 zur Ortschaft S'Arenal gehört, zählt der Strandabschnitt zwischen den Balnearios 5 und 15 zur Stadt Palma.

    Tourismus an der Platja de Palma

    Das Gebiet um die Platja de Palma ist schon seit langem eine Hochburg des Massentourismus. Allein im Rücken der Strandpromenade befinden sich etwa 250 Hotels, die zusammen ca. 50.000 Betten anbieten.

    Somit weist die Platja de Palma eine der engsten Konzentrationen von Hotels, Restaurants, Bars und anderer touristischer Infrastruktur weltweit auf.

    Das hat zum einen den Vorteil eines ungewöhnlich breiten Angebots. Zum anderen werden die enge Bebauung und die starke Konzentration der Touristenströme vor allem zur Hochsaison zunehmend als Problem empfunden. Neue Ferienanlagen, die etwas außerhalb liegen, sollen hier Abhilfe schaffen.

    Party rund um die Uhr

    Partystimmung ist an der Platja de Palma garantiert. Dafür sorgen vor allem die unzähligen Clubs und Diskotheken im Umfeld.

    Partylokale wie der Bierkönig, das Oberbayern oder der Megapark haben sich in Deutschland und sogar europaweit einen Namen gemacht und gelten als Heimat der Mallorca-Schlagermusik von Jürgen Drews und anderen. Zum Inbegriff der Bier- und Sangriaseligkeit deutscher Mallorcaurlauber ist der Ballermann 6 geworden.

    Exzesse, wie das Sangriatrinken aus Eimern, gehören aber der Vergangenheit an. Mittlerweile hat sich der Beach Club Six zu einem eher gewöhnlichen Strandcafé entwickelt, obwohl der immer noch der Lieblingstreffpunkt der deutschen Partyurlauber ist.

    Mallorca mit dem Fahrrad erkunden

    Mit dem Rad durch Mallorca - Tipps für eine beliebte Reiseroute

    Frau auf Fahrrad oder Mountainbike an Bergstraße mit Sonnenbrille und Kopftuch, die Pause macht und auf Bergsee schaut
    active woman on bike is having break © endostock - www.fotolia.de

    Die meisten Urlauber, die nach Mallorca fliegen, denken an Strand und Party am Ballermann, wo der Sangria aus Eimern mit Strohhalmen getrunken wird. Aber Mallorca bietet nicht nur Strand, sondern auch Berge, die zum Wandern und Radfahren einladen.

    Die meisten Wanderer zieht es in Richtung Norden nach Soller, sowie Valldemosa. Der Osten bietet mit den Stränden in der Bucht von Alcudia und Bahia de Arta, bekannt sind hier Cala Millor und Cala Ratjada Urlaub am Strand, aber eignet sich auch gut für Fahrradtouren. Wer aber anspruchsvolle Touren mit herrlichen Ausblicken vorzieht, der fährt in den Westen der Insel.

    Von Santa Ponsa...

    So kann man dort von Santa Ponsa starten, das westlich von Palma de Mallorca liegt. Dann geht es mit den Montainbikes über kurvenreichen Serpentinenstraßen Richtung Port d'Andratx, vorbei an einem bekannten Wachturm, der "Castellot". Diese Wachtürme befinden sich an der gesamten Küste, die früher zum Schutz gegen die Piraten erbaut wurden.

    Von dem kleinen Ort San Elm hat man einen herrlichen Blick auf die sogenannte Dracheninsel, Sa Dragonera.

    ...bis nach Soller

    Eine nächste Etappe, etwa 30 Kilometer, führt dann nach Banyalbufar, wobei aber allerlei Höhenmeter bewältigt werden müssen, doch wird man immer wieder durch die herrlichen Ausblicke über die weiten Terrassenfelder, die seinerzeit die Mauren angelegt hatten, entschädigt. Schließlich wird auch die Künstlerstadt Valldemosa erreicht, wo auch einmal Frédéric Chopin den Winter im Jahr 1838/39 verbrachte.

    Als Endziel haben wir uns das Städtchen Soller ausgedacht, wohin von Palma de Mallorca auch regelmäßig ein Zug, der "Rote Pfeil", fährt. Mit der Straßenbahn kann man dann auch nach Puerto de Soller einen Abstecher machen.

    Wer fit ist, der kann im Prinzip diese Radtouren gut bewältigen, da die einzelnen Etappen immer um die 30 bis 40 Kilometer betragen.

    Balearen-Insel Formentera - Die Karibik Europas

    Formentera ist noch lang nicht so überlaufen wie ihre Nachbar-Inseln und wunderbar als Urlaubs-Ziel

    Sandstrand mit Aussicht auf das Meer und Gebirge
    lonesome sandy beach © Marc Dietrich - www.fotolia.de

    Es ist die Karibik Europas: Formentera, die kleinste Balearen-Insel. Wer abseits vom Ballermann-Flair auf Mallorca oder Party-Nächten auf Ibiza einen ruhigen von landschaftlicher Schönheit geprägten Urlaub verbringen möchte, ist auf der 82 Quadratkilometer kleinen Insel genau richtig.

    Warum eine Reise nach Formentera sich wirklich lohnt

    Formentera verfügt über keinen Flughafen und ist nur mit der Fähre zu erreichen. Deshalb ist die Insel von Touristen noch nicht so überlaufen wie ihre Nachbarn Mallorca, Ibiza oder Menorca. Die Strände auf Formentera sind so schön wie ein Postkarten-Motiv und müssen sich nicht hinter denen der Karibik oder auf Kuba verstecken, wie ein einheimischer Deutscher urteilt.

    Der längste weiße Sandstrand ist der Platja de Migjorn an der Südküste der Insel. Hier kommt einem der Sand noch heller und das Wasser noch türkisblauer vor als anderswo. Die Strände von Illetes im Norden bieten am äußersten Zipfel einen herrlichen Blick auf die Insel Espalmador, die die Unesco zum Weltkulturerbe ernannt hat. Von hier bis fast nach Ibiza streckt sich die größte Posidonia-Seegraswiese der Welt, das einzige ozeanisches Weltnaturerbe im gesamten Mittelmeer.

    Natur pur, ganz ohne Straßenlärm

    An der Westküste laden kleine Badebebuchten zum Verweilen ein oder Höhlen zum Schnorcheln. Doch auch mit dem Fahrrad lässt sich die kleine Insel, auf der kaum Autos fahren, erkunden. 19 Rad-Routen führen durch Weinberge, Dünen, Pinien- und Zedernwälder bis zu einsamen Buchten und Stränden. Beliebte Ziele sind der Leuchtturm von Barbaria und der nahegelegene mittelalterliche Piratenschutzturm Torre.

    Von den Steilklippen eröffnet sich dem Besucher ein herrlicher Blick über das Meer. Mittwochs und sonntags findet in dem Örtchen El Pilar de La Mola ein bekannter Kunsthandwerks- und Hippiemarkt statt. Bisweilen kommt es vor, dass ein Urlauber extra von Mallorca herüber kommt, um auf dem Markt ein Bild eines Malers zu kaufen, dessen Werke er zuvor in einer mallorquinischen Galerie gesehen hat.

    Mallorca auch im Herbst eine Reise wert

    Auch im Herbst und Winter hat die Lieblingsinsel der Deutschen einiges zu bieten

    Blick auf das Bergdorf Valldemossa auf Mallorca
    Mountain village Valldemosa in Mallorca © bbsferrari - www.fotolia.de

    Wenn es bei uns langsam kühl und ungemütlich wird, lohnt es sich, vor dem langen Winter noch einmal etwas Sonne zu tanken. Dafür müssen Sie gar nicht weit reisen. Denn Spaniens beliebteste Insel liegt weniger als zwei Flugstunden entfernt und bietet auch im Herbst noch angenehme Temperaturen.

    Kein Schwimmen im Meer, dafür kommen Naturliebhaber voll auf ihre Kosten

    Zwar ist nun auch auf Mallorca die Badesaison vorbei. Doch wer nicht auf einen reinen Strandurlaub aus ist, der kommt jetzt zur richtigen Zeit. Die Wellen sind deutlich höher als im Sommer und meist weht die rote Flagge, um allzu Mutige von einem Sprung ins Wasser abzuraten. Dafür sind die Strände aber fast menschenleer und bieten den wenigen Besuchern eine herrliche Atmosphäre.

    Nach den Herbstferien, in denen der Tourismus auf Mallorca meist noch einmal boomt, wird es ruhig auf der Insel. Der Massentourismus ist vorüber und Naturliebhaber kommen nun auf ihre Kosten. Meterhohe Wellen bieten ein echtes Naturspektakel und begeistern vor allem Hobbyfotografen.

    Wanderungen und Ausflüge zu den kleinen Fischerorten

    Wem Beobachten zu langweilig erscheint, der ist mit einer Wanderung auf der Halbinsel Punta de n`Amer gut beraten. Hier können Sie auf staubigen Sandwegen bis zu einer Festung aus dem 17. Jahrhundert, dem Castel de n`Amer, wandern, von wo aus Sie einen herrlichen Blick über die Bucht von Cala Millor genießen können.

    Zahlreiche Cafés und Restaurants laden in den kleinen, verwunschenen Fischerorten entlang der Ostküste zum Sitzen und Erholen ein. Manche dieser Orte, wie beispielsweise Portocolom, sind auch gut mit dem Glasboden-Boot zu erreichen, auf dem Sie die Unterwasserwelt beobachten können.

    Auch Mallorcas Tropfstein- und Drachenhöhlen sind einen Besuch wert

    Im Osten der Insel lohnt sich ein Ausflug zu den Tropfsteinhöhlen. Auch hier ist es um diese Jahreszeit weit weniger touristisch als im Hochsommer.

    In den Coves del Drac, den Drachenhöhlen, liegt in 40 Meter Tiefe ein 200 Meter langer See, den Sie per Boot erkunden können. Besonders für geschichtlich Interessierte bieten die Höhlen einiges. So dienten die Drachenhöhlen den Mallorquinern im Mittelalter als Versteck gegen Piratenangriffe.

    Wer die Vielfalt Mallorcas einmal ohne den Trubel des sonstigen Tourismus erleben möchte, der sollte die Chance nutzen.

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      Vogelschutzgebiet auf Mallorca - Wenn über Spanien der Geier kreist

      Geier sitzt auf einer Baumspitze unter blauem Himmel und lauert nach Beute
      Vulture © byrdyak - www.fotolia.de

      Es muss nicht immer nur der Pleitegeier sein, der derzeit über Spanien kreist. Wenig bekannt ist, dass auf der beliebten Ferieninsel Mallorca der Mönchsgeier zuhause ist, der bis vor kurzem noch vom Aussterben bedroht war. Heute leben wieder zahlreiche Vögel in der Sierra de Tramuntana und kreisen über der malerischen Hochebene, die im Sommer viele Wanderer anzieht.

      Ihre Existenz geht auf das Projekt ProNatureTravel und viele ehrenamtliche Helfer zurück, die sich in den letzten Jahren verstärkt darum kümmerten, dass keine unwissenden Wanderer aus Versehen in die Brutreviere der Tiere eindrangen. Denn die scheuen Geier flogen dann häufig davon und überließen ihren hilflosen Nachwuchs sich selbst und dem Tod. Helfer fanden die Jungtiere und päppelten sie von Hand wieder auf, während sie zugleich die Wanderrouten in der Tramuntana änderten.

      Heute dürfen Touristen wieder auf speziellen geführten Touren in die Reviere der Geier vordringen um die scheuen Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Probleme bereiten dagegen noch immer einheimische Gutsbesitzer, die Giftköder für Füchse und Marder auslegen, an denen sich jedoch ab und zu auch ein Geier verschluckt.

      Wer die Geier selbst einmal erleben will, kann dies beispielsweise vom Mirador de Ses Barques beim beliebten Touristenort Sóller tun, oder sich gleich bei der Stiftung für den Schutz der Mönchsgeier (Black Vulture Conversation Foundation) in Campanet zu einem Besuch anmelden. Auf dem Gelände befinden sich u.a. ein Lehrpfad, ein Observatorium und große Gehege in denen kranke Geier oder verlassene Jungvögel aufgepäppelt werden, ehe sie zurück in die Wildnis entlassen werden.

      Schluss mit Ballermann am Strand: Mallorca wehrt sich gegen Kampftrinker

      Zwei junge Frauen sitzen am Strand in der Sonne und trinken aus einer Flasche
      girls with drinks on the beach chairs © Syda Productions - www.fotolia.de

      Die Zustände rund um Partyareale wie dem berühmt-berüchtigten Ballermann 6 an der Playa de Palma sind der mallorquinischen Stadtverwaltung von Palma schon länger ein Dorn im Auge, doch nun wollen die Spanier nicht länger tatenlos zusehen, wie der kilometerlange schöne Strand zwischen C'an Pastilla und S'Arenal vermüllt wird:

      Auf das Entsorgen von Müll am Strand, und dazu gehören auch Zigarettenkippen, wird nun ein Bußgeld von bis zu 300 Euro fällig. Auch Hunde sind ab jetzt verboten. Mehr noch: Der "Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit" wird mit bis zu 3000 Euro Bußgeld bestraft, wenn dadurch die öffentliche Ordnung gestört wird oder Minderjährige zum Mitmachen verleitet werden. Damit sollen vor allem den Saufgelagen mit Sangria-Eimern am Strand Einhalt geboten werden.

      Damit die neuen Regeln eingehalten werden, sollen schon bald mehr Polizisten an der Playa de Palma auf Patrouille gehen und notfalls Bußgelder verteilen. Hinweisschilder am Strand in Spanisch, Englisch, Deutsch und Französisch weisen auf die neuen Regelungen hin.

      Einheimischer Wein statt Billigbier: Urlaub im Inneren Mallorcas

      Es ist längst kein Geheimnis mehr: Wer dem Partyrummel an den Stränden Mallorcas entfliehen will, macht sich auf den Weg ins Innere der Insel. Vor allem der sogenannte Weintourismus erfreut sich steigender Beliebtheit unter Gourmets und Genießern: Sie treffen sich zur Weinprobe auf den Weingütern im Landesinneren, wo einheimische Sorten wie der köstliche Ribas Negro angebaut werden.

      Das Weingut der Familie Ribas im Örtchen Consell wurde bereits 1711 angelegt und ist damit das älteste Weingut der Insel. Heute sind Gäste auf der schönen Bodega willkommen, die mit dem Bus oder dem Mietwagen aus den Ferienorten herkommen um die einheimischen Weine zu probieren.

      Doch nicht nur die Weine Mallorcas erleben eine Renaissance, auch das einheimische Olivenöl ist ein beliebtes Mitbringsel für Touristen geworden. Wer wissen will, wie die Oliven zu Öl umgewandelt werden, besucht den Ort Algaida, wo Joan Miralles auf der Finca Treurer Öl anbaut und natürlich auch an Gäste verkauft: Hier können Besucher sicher sein, das echte mallorquinische Olivenöl mit der Auszeichnung "Oli de Mallorca" zu erhalten.

      Jenseits der Drachenhöhle - Mallorcas unbekannte Unterwelt

      Abseits des Touristenrummels sind die unterirdischen Höhlen der Insel sehenswert

      Blick auf das Bergdorf Valldemossa auf Mallorca
      Mountain village Valldemosa in Mallorca © bbsferrari - www.fotolia.de

      Die "Cuevas del Drach", die Drachenhöhlen von Porto Cristo, kennt jeder Mallorca-Urlauber: Die Tropfsteinhöhlen im Osten der beliebten Ferieninsel gehören zu den meistbesuchten Attraktionen überhaupt. Kaum bekannt sind dagegen die vielen anderen Höhlen Mallorcas, von denen einige auch Besuchern offenstehen.

      Stalaktiten in den Coves de Campanet

      Die Coves de Campanet bei Inca etwa, die ein beliebtes Ziel für längere Radtouren sind oder für Ausflüge mit dem Mietwagen. Der Rummel an der erst 1945 entdeckten Tropfsteinhöhle hält sich hier in Grenzen. Besucher müssen 370 Stunden in die Unterwelt hinabsteigen um die schönsten Tropfsteine zu stehen. Darunter einen Stalaktiten, der lediglich 4 Millimeter Durchmesser hat, dafür aber 4 Meter lang von der Decke herabgewachsen ist - einzigartig in Europa.

      Die Königin der Coves d'Artà

      Bekannter sind die Coves d'Artà an der Ostküste in denen ebenfalls schon der touristische Rummel mit Lichtshow und der "Carmina Burana" von Carl Orff als Soundtrack Einzug gehalten hat. Trotzdem sind die unterirdischen Höhlen sehenswert, in denen sich u.a. die sogenannte "Königin" befindet: Der größte Stalagmit Europas bringt es auf eine Höhe von 22 Metern.

      Palma greift durch – Diese Dinge sind ab Juni nicht mehr erlaubt

      Grafik gelbes Schild mit Sonne und "Urlaub" darauf unter blauem Himmel
      auf in den Urlaub © DeVIce - www.fotolia.de

      Die Partyinsel der Deutschen – Mallorca – möchte nicht mehr nur Partyinsel sein, sondern auch mehr seriöse Urlauber ansprechen, die nicht nur zum Saufen und Feiern kommen, sondern die Erholung und Entspannung auf der schönen Sonneninsel suchen. Damit dies gelingt, hat der Gemeinderat von Palma nun neue „Benimmregeln“ verabschiedet, bei deren Nichteinhaltung ein ordentliches Bußgeld droht.

      Sechs Regeln für einen angenehmen Aufenthalt

      1. Das öffentliche Urinieren war besonders am Ballermann ein sehr großes Problem. Nun soll es per Verordnung verboten werden. Wer sich nicht daran hält und erwischt wird, muss tief in die Tasche greifen und im schlimmsten Falle mit einer Anzeige rechnen.
      2. Auch das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit wird nicht mehr toleriert. Um die öffentliche Ordnung wahren zu können, darf Alkohol nur noch in den dafür vorgesehenen Etablissements ausgeschenkt und konsumiert werden.
      3. Wer sich mit mehreren Menschen trifft und dazu noch Lärm macht, muss mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen. Denn dies könnte gegen das Versammlungsverbot verstoßen.
      4. Auf Mallorca wird es ab Juni verboten sein, sich Nackt oder auch Halbnackt im öffentlichen Raum zu bewegen. Lediglich am Strand oder in Schwimmbädern wird dies noch toleriert.
      5. Als Straßenmusiker darf man in Zukunft auf Mallorca nicht mehr mit Megaphonen oder Verstärkern arbeiten. Ebenso sind Musikboxen und der Einsatz von Trommeln verboten.
      6. Zu guter Letzt wird der Gemeinderat der Insel die Prostituierten von der Straße holen. Wer eine Prostituierte anspricht, sich ansprechen lässt oder mit ihr verhandelt, muss genauso wie die Dame selbst mit einem hohen Bußgeld rechnen.
      Reisetipps für Mallorca - Reisesaison, Unterkünfte, Mietwagen und Co.
      Blick auf Fincas in Valldemossa, Mallorca
      Blick auf Fincas in Valldemossa, Mallorca

      Mallorca ist die größte spanische Insel und seit langem ein begehrtes Tourismusziel. Zu den größten Liebhabern der Baleareninsel zählen deutsche und britische Touristen. Damit der Urlaub auf Mallorca möglichst problemlos abläuft, sollten ein paar Reisetipps beachtet werden.

      Reisesaison

      Zu welchem Zeitpunkt sich Mallorca am besten bereisen lässt, hängt von den individuellen Vorlieben des Besuchers ab. Möchte man Badeurlaub machen, tut man dies am besten zwischen Mai und September.

      In diesen Monaten präsentiert sich die Mittelmeerinsel meist sehr warm und trocken. Die Wassertemperaturen erreichen in der Regel Werte zwischen 20 und 24 Grad Celsius.

      Auch Frühling und Herbst haben durchaus ihre Reize. So ist diese Zeit gut dazu geeignet, die Landschaft Mallorcas zu bewundern oder Wandertouren zu machen.

      Die Temperaturen sind dann meist angenehm. Langzeiturlauber verbringen gerne den Winter auf Mallorca, der meist mild und stürmisch ausfällt. Im Gebirge sind aber auch Schneefälle möglich.

      Gesundheit

      Die Gesundheitsversorgung auf Mallorca gilt als gut. So ist die Insel mit einem dichten Netz an Arztpraxen ausgestattet, zu dem auch deutsche Ärzte gehören.

      Darüber hinaus gibt es zehn staatliche sowie elf private Krankenhäuser. Auch zahlreiche Heilpraktiker sind auf Mallorca zu finden.

      Unterkunft

      Die meisten Unterkünfte auf Mallorca werden von Reiseveranstaltern offeriert. Private Angebote gibt es daher nur wenige, was bei einer Reise ins Blaue zu Problemen führen kann.

      Vor allem von Mai bis Oktober ist es schwierig, eine Unterkunft nach Wahl zu bekommen. Wer ein Zimmer oder eine Finca sucht, kann sich auf verschiedenen Internetseiten informieren.

      In den meisten Fällen sind Hotelzimmer, die über einen Reiseveranstalter gebucht werden, preisgünstiger, was besonders für All-Inclusive-Angebote gilt. Für Camper ist Mallorca dagegen nicht geeignet.

      So werden auf der Insel keine Campingplätze angeboten. Auch Zelten ist nur in Ausnahmefällen gestattet.

      Häufig werden auf Mallorca ganze Fincas vermietet
      Häufig werden auf Mallorca ganze Fincas vermietet
      Anreise

      Von Deutschland aus lässt sich Mallorca bequem mit dem Flugzeug erreichen. Die Flugdauer vom Flughafen Frankfurt/Main nach Palma de Mallorca beträgt etwa zwei Stunden.

      Einreise

      Normalerweise wird bei Bürgern aus EU-Ländern auf Kontrollen verzichtet. Der Personalausweis sollte jedoch auf jeden Fall mitgeführt werden.

      Mietwagen

      Um während des Urlaubs möglichst mobil zu sein, hat man die Möglichkeit, sich vor Ort ein Auto zu mieten. So stehen auf der Insel etwa 35.000 Mietwagen zur Verfügung.

      Es wird empfohlen, bereits von Deutschland aus eine Reservierung vorzunehmen, da dies preisgünstiger ist. Das Mieten eines Wagens kann durchaus sinnvoll sein, da sich mehrere Sehenswürdigkeiten nur per Auto erreichen lassen.

      Urlaub auf den Kanaren - Teneriffas Strände

      Die Kanaren locken vor allem Alternativurlauber und Familien mit Kindern, die dem Partyvolk der Balearen möglichst nicht begegnen möchten. Trotzdem kann man natürlich auch auf Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura feiern, nur eben in einem gediegeneren Rahmen.

      Viele Urlauber kommen auch wegen des feinen, schwarzen Sandes nach Teneriffa. Eben dieser macht die Vulkaninsel zu etwas ganz Besonderem.

      Wer noch nie auf Teneriffa war, sollte meinen, dass der dunkle Strand besonders steinig oder zumindest nicht sonderlich gemütlich wäre. Dabei ist meist das komplette Gegenteil der Fall. Teneriffas Strände sind in der Regel besonders feinsandig, so dass dem ungetrübten Badespaß nichts mehr im Wege steht.

      Nur auf Flip-Flops oder Badeschuhe sollte man keinesfalls verzichten. Durch seine dunkle Farbe absorbiert der Sand nämlich die Sonnenstrahlen und wird deshalb tagsüber ganz besonders heiß.

      Blick auf Meeresabschnitt auf Teneriffa, kanarische Insel, im Vordergrund Aloe vera Pflanze
      Blick auf Meeresabschnitt auf Teneriffa, kanarische Insel, im Vordergrund Aloe vera Pflanze
      Playa El Socorro

      Der Playa El Socorro nordwestlich von Los Realejos ist ein sehr feinsandiger Strand, der besonders für solche Urlauber geeignet ist, die es nicht so überlaufen mögen. Dabei wurde der Playa El Socorro bereits mit der Blauen Flagge ausgezeichnet; es wurde also von offizieller Seite bestätigt, dass es sich hierbei um einen wirklich sehr sauberen Strand handelt.

      Auch abgesehen von der Reinlichkeit mangelt es dem Strandabschnitt bei Los Realejos an nichts. Es gibt eine Badeaufsicht, eine Erste-Hilfe-Station und sogar sanitäre Anlagen in Form von Duschen und WCs für die Gäste. Oberhalb des Strandes befindet sich ein kleines Restaurant, in dem man sich nach einem abwechslungsreichen Strandtag stärken kann.

      Playa del Médano

      Direkt an der Strandpromenade von El Médano befindet sich der gleichnamige Playa del Médano. Hier kommen vor allem die Urlauber auf ihre Kosten, die die Nase voll von dem ewig schwarzen Sand der Insel haben.

      Bei El Médano ist der Strand hellgelb, wie man es von den meisten anderen Urlaubsregionen gewöhnt ist. Außerdem ist hier ein wenig mehr Action angesagt als in Los Realejos, was wohl vor allem daran liegt, dass sich der Strand direkt an den Ort anschließt. An der Strandpromenade findet man allerlei Bars, Cafés und Restaurants, es werden außerdem auch Liegestühle vermietet.

      Der Playa del Médano ist vor allem bei Surfern beliebt, da es nirgends sonst auf der Insel so gute Wellen gibt wie hier. Im eher seichten Wasser ist das Meer jedoch ruhig genug, damit auch Schwimmer gefahrlos plantschen und ihre Bahnen ziehen können.

      Kanareninsel Fuerteventura, Spanien: Strand von Morro Jable
      Kanareninsel Fuerteventura, Spanien: Strand von Morro Jable

      Flower Power auf La Gomera - auf der Insel einen Hippieurlaub verbringen

      Für einen außergewöhnlichen Urlaub sollte man das Valle Gran Rey auf La Gomera besuchen

      Dekoseesterne neben Strandtuch auf Sand unter blauem Himmel
      starfish in the sand © Sandra Cunningham - www.fotolia.de

      Valle Gran Rey auf La Gomera - eine kanarische Insel, die im Winter vor allem bei deutschen Touristen sehr gut ankommt. Wer hierher reist, kann sich auf Lässigkeit, Flower Power und "den ewigen Frühling" freuen, denn hier wird das Hippie-Dasein groß geschrieben - zur Entspannung gibt es Yoga und Wanderangebote.

      Traditionelle Rituale

      Dabei spielen Rituale eine große Rolle, so gehen die meisten Frauen selbstverständlich oben ohne schwimmen, abends trifft man sich am Strand zum Rauchen und Weintrinken - aus Flaschen, versteht sich. Im Jahr 1960 kamen die ersten Pilgerer auf diese Insel und bis heute wird der Urlaub dort mit dem selben Charme verbracht.

      Neue Regelungen

      Sicherlich hat sich seit dieser Zeit einiges verändert, so sind Hunde und Wohnmobile auf dem Strand ungern gesehen - es gibt einfach ein paar neue Regelungen, jedoch kann man hier auf keinen Fall vom typischen Sommerurlaub sprechen, allein schon die Unterkünfte - knallbunte Appartments - machen den großen Unterschied, denn Hotels mit Pools wird man hier eher weniger vorfinden.

      Zuwachs für die Kanarischen Inseln?

      Vulkanausbruch gilt als eventueller Vorbote einer neuen Insel

      Sand, Muscheln, Seesterne, Wasser
      Meeresgrund © matttilda - www.fotolia.de

      Die Kanarischen Inseln bestehen aus sieben Haupt- und sechs Nebeninseln. Doch bald könnten sie Zuwachs bekommen, denn ein Unterwasservulkan in der Nähe der kleinsten Hauptinsel El Hierro hat bereits rund 100 Meter Magma aufgetürmt. Und der Vulkan wächst immer weiter.

      Vorbote einer neuen Insel

      Seit Juli haben über 10 000 kleine Beben die Erde unter El Hierro erzittern lassen. Ein gewaltiger Ascheteppich schwappt vor der Insel im Westen der Kanaren, der die Fische vergiftet und das Meer braun-grün färbt. Der verschmutzte Bereich vor der Küste ist mittlerweile größer als die gesamte Inselfläche.

      Möglicherweise ist der Vulkanausbruch der Vorbote einer neuen Insel. Nur noch 150 Meter, dann erreicht der Nachwuchs-Vulkan die Wasseroberfläche. Birger Lühr vom Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam erklärt, dass alles möglich sei. Allerdings, so Lühr, erreichten lediglich die wenigsten unterseeischen Erhebungen die Meeresoberfläche.

      Namenssuche gestartet

      Im Internet hat die Diskussion über den Namen des neuen Eilandes bereits begonnen. Vorschläge lauten "Atlantis" und "Die Beste". Spekulationen gibt es auch, wem die Insel gehören würde.

      El Silbo - eine vom Aussterben bedrohte Sprache auf La Gomera

      Die Sprache aus Pfeiftönen wird auf der Insel als Pflichtfach in der Grundschule unterrichtet

      Leerer Klassenraum in einer Schule
      salle de classe © Uolir - www.fotolia.de

      Auf La Gomera, der zweitkleinsten der Kanarischen Inseln, lernen die Kinder in der Schule noch eine sehr spezielle Sprache: "El Silbo", was übersetzt "der Pfiff" heißt. Die Insel ist die einzige, auf der diese Sprache noch gesprochen und gelehrt wird. Gesprochen kann man eigentlich nicht sagen, denn tatsächlich handelt es sich bei El Silbo um eine Pfeifsprache.

      Pfeiftöne als Sprache

      Mithilfe der Hand, welche in einer bestimmten Form vor den Mund gehalten wird, können unterschiedliche Pfeiftöne erzeugt werden, die an das Zwitschern eines Kanarienvogels erinnern. Sie setzt sich aus den vier Vokalen

      • a,
      • e,
      • i und
      • o

      sowie aus den Konsonanten

      • ch,
      • g,
      • k und
      • y

      zusammen.

      Pflichtfach in der Grundschule

      El Silbo wird auf La Gomera als Pflichtfach in der Grundschule und erste Fremdsprache unterrichtet, und zwar seit 12 Jahren. Es gibt nicht mehr viele Lehrer, die diese Sprache unterrichten und man befürchtet, dass es sie nicht mehr lange geben wird, denn zu viel Lärm sowie der zunehmende Trend des Mobilfunks sind eine echte Bedrohung.

      Laut älteren Einwohnern der Insel kann man El Silbo bei günstigem Windstand acht Kilometer weit hören. Doch es muss dafür vollkommen ruhig sein, was heutzutage eher seltener der Fall ist.

      Cofete auf Fuerteventura – mysteriöse Schönheit an der Westküste

      Die abenteuerliche Anfahrt nach Cofete lohnt - unberührte Natur und eine Bar warten auf Sie

      Einsamkeit auf einer beliebten Ferieninsel wie Fuerteventura? Das ist durchaus möglich. Der kleine Ort Cofete an der Westküste von Jandia ist fast menschenleer, der Besucher taucht in eine mysteriöse Atmosphäre mit unberührter Natur und der sagenumwobenen "Villa Winter".

      Eisverkäufer sucht man am langen Strand von Cofete vergeblich. Die hohen Wellen und eine starke Strömung machen das Baden unmöglich, wer extrem frischen Wind mag, kann aber stundenlang ungestört spazierengehen.

      Anfahrt gestaltet sich schwierig

      Wie kommt man hin? Die Anfahrt nach Cofete ist mit einem Navigationsgerät schwierig. Der Ort existiert offiziell gar nicht mehr. Zudem führen Teile der Strecke nur über Schotterpisten – die Autoverleiher verlangen deshalb eine Zusatzversicherung.

      Wer den Weg geschafft hat, kann sich aber zumindest die trockene Kehle befeuchten: tagsüber ist eine Bar geöffnet. Seit kurzem können Besucher außerdem die halb verfallene "Villa Winter" besichtigen.

      Speisen und Getränke

      Churros mit Puderzucker und Schokoladentöpfchen auf einem Holzbrettchen
      Das spanische Frühstück - Churros mit Puderzucker und Schokoladentöpfchen auf einem Holzbrettchen

      Die spanische Küche ist vielfältig und weist einige besondere Spezialitäten auf. Erwähnenswert sind vor allem Meeresfrüchte und Fisch sowie Hülsenfrüchte in Eintopfgerichten. Kartoffeln betrachtet man als Gemüse; zur Sättigung wählt man Weißbrot als Beilage. Ebenfalls typisch:

      Es kommen reichlich Fisch und Meeresfrüchte auf den spanischen Tisch
      Es kommen reichlich Fisch und Meeresfrüchte auf den spanischen Tisch
      Holzbrettchen auf rustikalem Holztisch mit diversen spanischen Tapas wie Serrano-Schinken, Chorizo-W
      Holzbrettchen auf rustikalem Holztisch mit diversen spanischen Tapas wie Serrano-Schinken, Chorizo-Wurst und Oliven

      Tapas gelten als beliebte Vorspeisen; hier erhalten entsprechende Informationen. Zu den typischen spanischen Gerichten gehören unter anderem

      • Filete de ternera, Rinderschnitzel
      • Carne Guisada, eine Art Gulasch
      • Trucha a la navarra, Forelle mit Serrano-Schinken gefüllt
      • Paella, ein Reisgericht mit Fisch/Meeresfrüchten oder Fleisch
      • Cocido de Garbanzos, ein Kichererbseneintopf
      Paella-Pfanne mit Reis und Meeresfrüchten
      Paella-Pfanne mit Reis und Meeresfrüchten
      Zwei Stücke Turron (Weißer Nougat) mit Mandeln auf einer schwarzen Schieferplatte
      Spanische Nachspeise - Zwei Stücke Turron (Weißer Nougat) mit Mandeln auf einer schwarzen Schieferplatte

      Zu den beliebten spanischen Getränken zählen

      • Kaffee (besonders in Form von Espresso und Milchkaffee)
      • Katalanischer Cava (ein Schaumwein)
      • Horchata, ein Kaltgetränk aus Erdmandeln
      • Sangría, ein weinhaltiges Getränk mit Früchten
      • Sherry, Likörwein
      • Sidra, Apfelwein
      • Bier

      Wenn Sie mehr über die spanische Küche erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen.

      Spanienurlauber werden von Stechmücken geplagt

      Schutz vor schmerzhaften Mückenstichen auf Mallorca

      Grüner Mosquito vor weißem Hintergrund
      Mosquito © Albo - www.fotolia.de

      Nach den langen Regentagen im Mai haben sich die Stechmücken auf Mallorca stark vermehrt. Das bekommen jetzt nicht nur die Einheimischen zu spüren, auch die Urlauber werden von unzähligen Mückenschwärmen geplagt.

      Die Art von Stechmücken, die auf Mallorca heimisch ist kennt man vor allem wegen der schmerzhaften Stiche, die sie den Menschen zufügen. Viele Urlauber müssen auf Grund zahlreicher schmerzender Mückenstiche einen dort ansässigen Arzt aufsuchen und sich behandeln lassen.

      Der Kampf gegen die Insekten

      Es werden zwar schon Bakteriengemische versprüht, die die Mücken und ihre Larven abtöten sollen, aber bis die Plage eingedämmt ist, wird wohl noch etwas Zeit vergehen. Die Bewohner sind bis dahin aufgefordert Überschwemmungen und kleine Wasserflächen, die durch die Regenfälle entstanden sind, so weit wie möglich auszutrocknen und Regentonnen oder andere Behältnisse, in denen sich Wasser gesammelt hat, abzudecken.

      Schutzmaßnahmen

      Um sich vor den schmerzenden Stichen zu schützen empfehlen die Ärzte, helle und lange Kleidung, sowie das Auftragen von handelsüblichen Mitteln, die die Mücken abhalten sollen. Wer sich bereits Stiche eingefangen hat, kann diese mit einer Salbe behandeln, die den Juckreiz und die Schmerzen etwas lindern kann. Bei mehreren Stichen, wird jedoch empfohlen einen Arzt zu besuchen.

      Kommt die Urlaubssteuer? Spanien will die Haushaltkasse mit der ungewöhnlichen Steuer aufpeppeln

      Mit der Einführung einer Urlaubssteuer wollen die Spanier ihre Staatskasse auffüllen

      Kleiner Junge mit Hut spielt mit Eimer und Schaufel am Strand
      boy playing on the beach © Trutta - www.fotolia.de

      Spanien ist eines der beliebtesten Urlaubsziele. Sommer, Sonne, Strand und Partys, aber auch die Lust an der Entdeckung anderer Kulturen ziehen die Touristen jedes Jahr magisch an. Barcelona möchte sich diesen Umstand jetzt zu Nutze machen und eine Touristenabgabe einführen.

      Verwendungszweck soll die Verschönerung der Urlaubsstädte sein

      In der Politik stelle man sich das so vor, dass jeder anreisende Urlauber einen Euro als Steuer hinterlässt. Wie lang der Urlaub dabei ausfällt, ob ein Wochenende oder 3 Wochen, ist dabei unerheblich. Bedenkt man, dass 2009 ganze 6,5 Millionen Touristen der Stadt einen Besuch abgestattet haben, wären das immerhin 6,5 Millionen Euro für die spanische Staatskasse.

      Das Geld solle dann nur der jeweiligen Stadt, also erst mal nur Barcelona, zur Verfügung gestellt werden, um ihr Aussehen und ihre Qualität zu verbessern.

      Kurtaxen sind nichts ungewöhnliches

      Inwiefern sich die Idee Freunde macht, bleibt abzuwarten. 2001 scheiterte bereits eine andere Steueridee der Spanier. Auf der Urlauberinsel Mallorca wollte man vor 9 Jahren eine „Öko-Steuer" einführen, die sich aber nur 2 Jahre hielt und schließlich 2003 auf Grund laut werdender Kritik seitens der Tourismusbranche wieder im Winde verwehte. Allerdings gibt es ähnliche Abgaberegelungen schon in anderen Ländern. In den USA, Großbritannien und in Frankreich sind Kurtaxen nicht ungewöhnlich.

      Die Tomatenschlacht hat begonnen

      Seit 1945 bewerfen sich Bunels Bewohner im August mit Tomaten

      Nahaufnahme frische rote Tomaten mit Wassertropfen
      Nahaufnahme von frischen Tomaten © Birgit Reitz-Hofmann - www.fotolia.de

      In Bunel war es am Mittag wieder soweit. Über 45.000 Tomatenfans haben sich gegenseitig mit Tomaten beschossen. Innerhalb von wenigen Minuten verwandelte sich die ganze Stadt in eine Tomatensuppe.

      Die 10.000 Seelengemeinde freut sich jedes Jahr aufs Neue auf dieses spannende Fest. Die 120 Tonnen Tomaten wurden von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt. Um Verletzungen zu vermeiden, mussten alle Teilnehmenden ihre Tomaten zermatschten, erst dann durften sie diese abwerfen.

      Teilnahme an der Tomatenschlacht

      Wer einmal bei diesem Spektakel dabei sein möchte, sollte unbedingt feste Schuhe und alte Klamotten anziehen. Die Verwaltung empfiehlt zudem eine Schwimm- oder Skibrille, sodass nichts ins Auge geht. Einige Menschen mussten wegen Augenreizungen oder Schwindelanfällen ins Krankenhaus gebracht werden. Auch die Polizei musste des öfteren einschreiten.

      Das Event Tomatino findet seit 1945, jedes Jahr am letzten Mittwoch des August statt. Teilnehmer aus aller Welt reisen extra dafür an und baden freiwillig in der größten Tomatensuppe der Welt. Dagegen spricht natürlich nichts, Tomaten sind schließlich gesund.

      Spanien wird als Reiseziel bei den Deutschen immer beliebter

      Immer mehr deutsche Urlauber zeiht es nach Spanien, wie Spaniens Tourismusminister José Manuel Soria auf der Berliner Reisemesse ITB bekanntgab. Insgesamt 9,03 Millionen Deutsche wählten im vergangenen Jahr ein spanisches Urlaubsziel, was im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 2,5 Prozent bedeutet. Auch in diesem Jahr scheinen die Deutschen ihren Urlaub bevorzugt auf spanischem Grund verbringen zu wollen.

      Im Januar war die Touristenzahl ebenfalls um 2,5 Prozent höher als im Januar 2011. Besonders beliebt sind die Balearen. Dorthin zog es 2011 insgesamt 40,9 Prozent aller deutschen Spanienurlauber. Den meisten Zuwachs an deutschen Touristen haben allerdings die Kanaren zu verbuchen. Hier stieg die Zahl der deutschen Urlauber im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 um ganze 11 Prozent.

      Erdölförderung vor den Kanaren: Fluch oder Segen?

      Der spanischen Wirtschaft ging es schon einmal besser. Insbesondere im Bereich der Erdöl-Exporte musste das beliebte Urlaubsland in den letzten Jahren deutliche Abstriche machen. Da klingt dieses Szenario wie ein Segen: Rund 60 Kilometer vor der Küste von Lanzarote sollen sich riesige unterirdische Erdölfelder befinden. Erste Probebohrungen sind bereits in Auftrag gegeben.

      Insbesondere Bewohner der Kanaren, aber auch Umweltschützer schlagen jetzt Alarm: Sie befürchten, dass die Erdölbohrungen dem Tourismus enorm schaden könnten - was die wirtschaftlichen Versprechungen durch die Ölförderung zumindest relativieren würde. Hinzu kommen potentielle Gefahren, falls - wie in den vergangenen Jahren gesehen - einmal doch etwas schief läuft und Öl in großem Stile ausläuft.

      Umstritten ist eine mögliche Erdölförderung jedoch auch aus politischer Sicht. Deshalb bleibt abzuwarten, ob tatsächlich bald Fördertürme den Ausblick auf das endlos wirkende Meeresblau trüben werden.

      Mallorca nach wie vor beliebtes Reiseziel der Stars

      Mallorca gilt als beliebtestes Reiseziel der Deutschen und nach wie vor zieht die Insel auch Prominente aus der ganzen Welt an. Schon in den 50er und 60er Jahren kamen Hollywood-Stars wie Audrey Hepburn, John Wayne oder Anthony Quinn nach Mallorca, um dort ein paar freie Tage zu verbringen; auch für Dreharbeiten wurde die Insel gerne genutzt.

      Als Trendsetter für das Reisen nach Mallorca gilt Michael Douglas, der sich dann in den 90ern ein Haus dort gekauft hat. Während in früheren Zeiten die Hotels noch klein und beschaulich und die Strände nicht so überfüllt waren und man in vielen Regionen ungestört Filmszenen drehen konnte, ist dies heutzutage kaum noch möglich.

      Und doch zieht es immer noch viele Stars und Sternchen auf die Insel, um sich vom Stress zu erholen und etwas Sonne zu tanken.

      Aprilurlaub in Spanien: Feiern auf der Feria de Abril

      Holi Festival: Menschenmenge wirft mit bunten Farben um sich und tanzt
      Festival Holi in Barcelona. © JackF - www.fotolia.de

      Noch keine Pläne für den April, aber einige Urlaubstage übrig? Dann nichts wie ab nach Spanien! Ende des Monats startet hier nämlich die alljährliche, traditionelle Feria de Abril. Austragungsort ist die südspanische Großstadt Sevilla, die zu diesem Anlass Tausende Besucher aus aller Welt willkommen heißt.

      Die Feria wirkt dabei wie ein typisches Volksfest - mit riesigem Rummelplatz, zahlreichen Attraktionen und Festzelten, in denen es gern einmal hoch her geht. Eine ganze Woche lang wird hier in provisorisch aufgebauten Hütten und Zelten gefeiert, als ob es kein Morgen gäbe. Besonders charmant wird die andalusische Aprilmesse durch das typisch spanische Lebensgefühl: Statt dem in Deutschland obligatorischen Bier wird hier regionaler Manzanillawein getrunken, und statt deutscher genießt man selbstverständlich spanische Volksmusik. Passend zum Flamenco kleiden sich die Damen der Schöpfung gern in traditioneller Tanzbekleidung - ein einzigartiges Farbpanorama, das seinesgleichen sucht.

      Zu früherer Stunde wird die Feria gern von Familien mit Kindern besucht. Überhaupt bietet das riesige Gelände für wirklich jedes Alter die passende Attraktion. Der perfekte Anlass, Spanien einmal außer Rand und Band zu erleben und dabei kräftig mitzufeiern!

      Flamenco – Andalusiens Festivals begeistern die Zuschauer

      Hände einer Flamenco Tänzerin mit Kastagnetten
      Detail of the hands with castanets of a flamenco dancer © Anyka - www.fotolia.de

      Es gibt wohl keinen Tanz, der so eng mit Spanien verknüpft ist, wie der andalusische Flamenco. Für Touristen ist er das tänzerische Bild Spaniens überhaupt.

      In diesem Jahr können Flamenco-Begeisterte wieder in Rüschenröcken, Kastagnetten und stampfenden Rhythmen schwelgen. Im Spätsommer, zwischen dem sechsten September und dem sechsten Oktober treten anlässlich der Flamenco-Biennale in Sevilla viele Stars der andalusischen Tanzszene auf. Neben diesen Highlights werden auch Workshops oder Vorträge angeboten. Fast jedes typische Lokal der Stadt beteiligt sich mit eigenen Aufführungen an der Biennale. Für Touristen ist dies eine wunderbare Gelegenheit, in die andalusische Stimmung einzutauchen.

      Etwas früher findet in La Unión ein großes Flamencofest statt. Anfang August zeigen in alten Bergwerksminen Musiker und Tänzer ihre Kunst. Am Ende des Events steht die Verleihung der "Silbernen Grubenlampe". Diese Veranstaltungsreihe begeistert seit bereits über 50 Jahren die Zuschauer.

      Lieber Fiesta als neue Jobs: Das spanische Dorf Guijo stimmt für die Stierhatz

      Spanien wird derzeit von hoher Arbeitslosigkeit und einer schweren Wirtschaftskrise gebeutelt. Da sollte man annehmen, dass die Bewohner des Dorfes Guijo de Galisteo und der zur Gemeinde gehörenden Nachbardörfer Valrío und El Batán froh über jede Chance wären, neue Jobs zu schaffen. Stattdessen entschieden sie sich lieber für ein Volksfest.

      Insgesamt 15.000 Euro hatte der Bürgermeister von Guijo in seinem Budget für die allsommerliche Stierhatz zur Verfügung und ließ seine Bürger darüber abstimmen, ob sie dieses Geld nicht vielleicht lieber dafür verwenden wollten, neue Jobs zu schaffen Die Entscheidung fiel mit 242 zu 181 Stimmen eindeutig für das Stiertreiben aus, wobei sich die Einwohner von Guijo mehrheitlich für Jobs aussprachen, aber von den beiden Dörfchen Valrío und El Batán überstimmt wurden, die lieber die Fiesta feiern wollten.

      Bürgermeister García nahm es gelassen und teilte das Geld entsprechend auf: Guijo bekommt 5000 Euro für neue Jobs, Valrío und El Batán 10.000 Euro für die Stierhatz.

      Der alljährliche Wahnsinn von Pamplona: Stierhatz fordert wieder Verletzte

      Man könnte sagen, dass die traditionelle Stierhatz in der spanischen Stadt Pamplona in diesem Jahr recht unaufgeregt begonnen hat: Immerhin gab es keine Toten zu beklagen und nur einen Schwerverletzten, dem ein Stier seine Hörner in den Körper rammte. 16 weitere Läufer kamen mit leichten Prellungen und Schürfwunden davon.

      Noch bis zum 14. Juli findet in Pamplona die "Sanfermines" statt, die traditionelle Stierhatz, bei der jeden Morgen um acht mehrere Stiere über eine knapp einen Kilometer lange Strecke durch die Altstadt zur Stierkampfarena gescheucht werden, wo sie abends von Toreros zum (stets) tödlichen Duell gefordert werden.

      Dazu gehört auch, dass Männer in weiß-roter Kleidung auf der Strecke mitlaufen: Die sogenannten Mozos helfen mit zusammengerollten Zeitungen die Stiere voran zu treiben und sind ihnen im Falle eines Angriffs mehr oder weniger hilflos ausgeliefert. Dabei kommt es immer wieder zu Todesfällen. Viel Glück hatten zwei Männer in diesem Jahr: Einen traf ein Stier am Hals und verfehlte nur knapp die Halsschlagader, ein anderer wurde von einem Stier mehrere Meter über den Boden mitgeschleift.

      Tierschützer protestieren seit langem gegen die archaische Tradition und fordern ein Verbot der für die Tiere ausgesprochen qualvollen Stierhatz durch die engen Straßen der Altstadt.

      Geheimtipp Cadaqués: Zu Gast in Salvador Dalis Heimatort an der Costa Brava

      Exzentrisch gestaltetes Theater Museum lockt mit 1500 Kunstwerken des berühmten Künstlers

      Altes blaues Boot am Strand von Andalusien, verwittertes Boot, mit Meer im Hintergrund und Strandgästen daneben
      old rowing boat on white sandy beach and people sunbathing next © Freefly - www.fotolia.de

      Fernab des touristischen Rummels in den Badeorten der Costa Brava liegt die kleine malerische Kleinstadt Figueras, deren berühmtester Sohn der exzentrische spanische Maler Salvador Dalí war. Der Meister des Surrealismus kehrte immer wieder nach Figueras zurück und verbrachte viel Zeit im nahegelegenen Fischerdorf Cadaqués, das er auch in seinen Werken verewigte.

      Auf den Spuren von Salvador Dali

      Heute machen sich Fans des Exzentrikers auf den Weg nach Figueras und Cadaqués um auf den Spuren des Meisters zu wandeln und die Orte zu sehen, die ihn inspirierten. Dass es sich in der noch völlig untouristischen malerischen Region um Kap Creus mit ihren stillen Badebuchten hervorragend urlauben lässt, tut ein übriges. Die Fischerhütten in der Bucht von Portlligat, die Dalí einst zu Wohnung und Atelier umgestaltete, können heute ebenfalls als Museum besichtigt werden.

      Besucher erwartet Museum mit 1500 Gemälden Dali's

      Direkt an der Rambla von Figueras wartet heute das exzentrisch gestaltete Theater-Museum auf Besucher, das über 1500 Kunstwerke von Dalí besitzt - und seine Grabstätte. Nur ein Dalí wäre schließlich auf die Idee gekommen, sich auf der ehemaligen Theaterbühne im heutigen Museum bestatten zu lassen.

      Ein Hauch von Afrika mitten in Spanien - Der Cabañeros-Nationalpark

      Weit entfernt vom touristischen Rummel der spanischen Küsten befindet sich im Herzen Kastiliens der Cabañeros Nationalpark, der jedes Jahr Naturfreunde und Tierliebhaber anlockt. Die staubige Landschaft und der rote Erdboden erinnert an die afrikanische Savanne und ähnlich wie dort, sind auch hier viele seltene Tiere zu beobachten, die an anderen Orten vom Aussterben bedroht sind, darunter der Iberische Kaiseradler und der Schwarzstorch.

      Der Cabañeros Nationalpark südwestlich von Toledo wurde erst 1995 gegründet um eine weitere Besiedelung der Region zu verhindern und die empfindliche Flora und Fauna zu schützen. Neben vielen seltenen Vogelarten haben auch Luchse, Wildschweine, Dachse, Hirsche und viele andere Tiere hier einen Rückzugsort gefunden. In den Bergen brüten rund 250 Mönchsgeierpaare. Besucher können den Park zu Fuß, per Mountainbike oder auf geführten Touren mit Geländewagen erkunden.

      Letztere bekommen auch kuriose Fossilienfunde zu sehen, darunter einen 450 Millionen Jahre alten Tunnel von zwanzig Zentimetern Durchmesser, den einst ein Riesenwurm gegraben haben muss. Aber auch versteinerte Fische und Muscheln wurden im Park gefunden, die aus einer Zeit stammten, als noch nicht einmal die Dinosaurier die Erde bevölkerten.

      Das teuerste Gewürz der Welt: Der Safran von Consuegra

      In Spaniens zentraler Region La Mancha verwandeln sich die Felder im späten Herbst scheinbar über Nacht in ein Meer aus violett und purpur: Dann blüht der Krokus, der das teuerste Gewürz der Welt liefert und das einst mit Gold aufgewogen wurde: Safran.

      Könige kleideten sich in edle Gewänder, die mit Safran gelb eingefärbt wurden und in mittelalterlichen Handschriften wurde das Pigment für kostbare gelbe Farbe verwendet. Noch heute wird der teure Safran häufig gefälscht um hohe Gewinne zu erzielen.

      Für die Einwohner rund um das Dorf Consuegra in der Mancha ist der Safran harte Arbeit und wichtige Einnahmequelle zugleich: Schon morgens früh ziehen die Bauern mit ihren ganzen Familien in die Felder um die dünnen roten Fäden des Krokus zu ernten, die später mühsam von Hand gezupft werden müssen. Zudem ist Schnelligkeit von Nöten, denn die roten Fäden verlieren tagsüber schnell an Geschmack und somit an Qualität.

      Um ein einziges Kilogramm Safran zu ernten, werden 200.000 Blüten benötigt: Ein erfahrener flinker Arbeiter schafft pro Tag maximal 15.000 Blüten. Kein Wunder, dass ein einziges Gramm im Laden bis zu zehn Euro kostet.

      Geheimtipp Cáceres - Das vergessene Weltkulturerbe von Spanien

      Das Städtchen Cáceres in der spanischen Extremadura gehört zu den letzten Geheimtipps der iberischen Halbinsel: Obwohl die Altstadt von 1986 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, blieben die Touristenströme bislang aus.

      Dies soll sich nun mit einer großen Initiative des Tourismusverbandes endlich ändern. Und es lohnt sich, denn die wunderschön restaurierten alten Paläste und die vielen Kunstschätze sind einen Besuch wert.

      Zu den neuen Projekten, die Touristen nach Cáceres locken sollen, gehören das Museo Vostell im Vorort Malpartida de Cáceres, das die Installationen des deutschen Künstlers Wolf Vostell zeigt und daneben auch Werke von internationalen Künstlern wie Salvador Dalí, Antonio Saura und Yoko Ono ausstellt. Im Kunstzentrum Centro de Artes Visuales Fundación Helga de Alvear in der Innenstadt sind u.a. Bilder von Pablo Picasso und Ai Weiwei zu sehen.

      Doch letztendlich sind diese Projekte nur schmückendes Beiwerk für die eigentlichen Sehenswürdigkeiten von Cáceres: In der Altstadt versammeln sich noch gut 40 mittelalterliche Paläste auf engstem Raum, umgeben von der maurischen Stadtmauer aus dem 12.Jahrhundert. Einst tobten hier Kämpfe im spanischen Erbfolgekrieg und nicht minder blutige Familienfehden.

      Besonders sehenswert sind die schönen alten Stadtpaläste Palacio de los Golfines de Abajo und Palacio de las Veletas, in dem sich eine arabische Zisterne aus dem 15.Jahrhundert befinden - die weltweit zweitgrößte.

      Zwischen Prado und Paella - In Spanien boomt der Tourismus

      Das krisengebeutelte Spanien freut sich über Zuwachs der ausländischen Besucher im Land

      Kanareninsel Fuerteventura, Spanien: Strand von Morro Jable
      Beach of Morro Jable, Fuerteventura, Spain © travelbook - www.fotolia.de

      Das krisengebeutelte Spanien konnte sich 2012 immerhin über satte drei Prozent Zuwachs bei den ausländischen Besuchern im Land freuen. Diese gaben sogar sechs Prozent mehr Geld aus als im gleichen Zeitraum 2011. Insgesamt besuchten 57,9 Millionen Urlauber im vergangenen Jahr das Sonnenland im Südwesten Europas und ließen 55,8 Milliarden Euro dort. Für die spanische Tourismusindustrie war es das dritterfolgreichste Jahr überhaupt nach 2006 und 2007.

      Mitteleuropäer fliehen vor miserablem Sommerwetter

      Das miserable Sommerwetter in Mitteleuropa mag dazu beigetragen haben, dass noch mehr Menschen als sonst in den Sommermonaten in den Süden flüchteten. Die Zahl der deutschen Urlauber stieg um 4,1 Prozent, die der skandinavischen Besucher sogar um 6,2 Prozent. Aus dem ebenfalls krisengeplagten Großbritannien kamen dagegen nur 0,6 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr - trotz großzügiger zusätzlicher Feiertage rund um das Diamond Jubilee der Queen und der königlichen Hochzeit von William und Kate.

      Weitere Zuwächse im Ausblick

      Auch die Franzosen, die sonst am liebsten im eigenen Land blieben, stürmten in größerer Zahl über die Grenze als zuvor: Die Zahl französischer Gäste in Spanien stieg um ganze 6,9 Prozent. Für 2013 blickt der spanische Tourismusverband optimistisch in die Zukunft: Er hofft in diesem Jahr auf weitere Zuwächse.

      Ob Jedi-Ritter oder Kreuzritter - Sevilla ist heimlicher Filmstar

      Selbst der Meister George Lucas brachte Hollywood für ganze 48 Filmsekunden nach Sevilla

      Blick auf den Torre del Oro (Goldturm) in Sevilla, Andalusien
      Golden tower (Torre del Oro) in Sevilla, Andalusia, Spain. © mrks_v - www.fotolia.de

      Die andalusische Metropole Sevilla mit ihrer wunderschönen maurischen Architektur diente schon vielen Hollywood-Regisseuren als Drehort: Ridley Scott nutzte beispielsweise den alten Königspalast Real Alcazar als Double für das mittelalterliche Jerusalem in seinem Kreuzritter-Epos "Königreich der Himmel" mit Orlando Bloom. Tom Cruise stand in Sevilla für die Action-Komödie "Night and Day" vor der Kamera - in Szenen, die eigentlich zur bekannten Bullenhatz von Pamplona in Nordspanien gehörten.

      Hollywood in Sevilla

      Ein immer wieder gern genutzter Ort ist die Plaza de España mit ihrer imposanten maurischen Architektur. Die berühmten Säulengänge des monumentalen Platzes dienten sogar schon einer gewissen fernen Galaxie als Kulisse: George Lucas drehte hier eine Szene für "Star Wars II - Angriff der Klonkrieger" mit Natalie Portman und Hayden Christensen. Für ganze 48 Filmsekunden kam Hollywood deswegen nach Sevilla.

      Double für Kairo

      Schon viele Jahre vor George Lucas war David Lean vor Ort um Sevilla als Double für Kairo zu nutzen: Der Offiziersclub in seinem weltberühmten Filmklassiker "Lawrence von Arabien" befindet sich im Nobelhotel Alfonso XIII. an der Plaza de España. Gäste können dort noch heute im plüschigen Dekor vergangener Jahrzehnte schwelgen und sich fühlen wie Britanniens Held T.E. Lawrence.

      Geheimtipp Tabarca: Spaniens unentdecktes Inselparadies

      Auf Tabarca ist Spanien noch so, wie es auf dem Festland seit über 30 Jahren nicht mehr ist

      Paar im Sommerurlaub sitzt im Restaurant und schaut Speisekarte durch
      Happy couple of tourist sitting at restaurant table in Rome © goodluz - www.fotolia.de

      Während sich in der Hochsaison die Urlauber an den Stränden der Costa Blanca dicht an dicht drängen, wartet nur elf Seemeilen vor Alicante ein kleines und bislang unentdecktes Geheimnis: Die Isla de Tabarca, ein winziges Eiland, auf dem heute nur noch 70 Menschen leben. In den Sommermonaten setzen vor allem spanische Familien mit der Fähre aus Alicante über, um die schönen Sandbuchten fernab des Massentourismus zu genießen.

      Unaufdringlicher Tourismus

      Auf Tabarca ist Spanien noch so, wie es auf dem Festland seit über 30 Jahren nicht mehr ist: Keine laute Musik, keine Bananenboote und Jetskis im Meer und keine dröhenden Kleinflugzeuge, die mit großen Bannern auf den nächsten Wet-T-Shirt Contest in der Touristendisco auf sich aufmerksam machen. Trotzdem lebt auch Tabarca heute vor allem in den Sommermonaten vom Tourismus. Wenn die Festlandspanier kommen, platzen die Restaurants aus allen Nähten.

      Interessante Namensgebung

      Ihren Namen erhielt die Insel von der tunesischen Stadt Tabarka: Der spanische König Karl III. hatte dort im 18. Jahrhundert genuesische Fischer aus der Sklaverei befreit und sie auf der bislang unbewohnten Insel vor Alicante angesiedelt, damit sie dort eine Bastion gegen Schmuggler und Piraten bauten. Noch heute tragen viele Einwohner italienisch anmutende Nachnamen. Heute fürchten sie jedoch keine Piraten mehr, sondern nur noch den Ansturm der Pauschaltouristen.

      Spanische Stadt Brunete bestraft rücksichtslose Hundebesitzer mit Hundekot in der Post

      Nicht nur hierzulande werden faule Hundesbesitzer, die den Kot ihrer Tiere nicht von der Straße auflesen, bestraft. Auch in der spanischen Kleinstadt Brunete erwartet solch rücksichtslose Tierhalter eine Strafe, die jedoch ganz anders aussieht. Wer dort dabei beobachtet wird, dass er den Kot seines Hundes auf der Straße liegenlässt, bekommt die Exkremente per Post nach Hause geschickt.

      Diese Aktion hat die Stadtverwaltung eingeführt, um den Hundehaltern die unappetitlichen Hinterlassenschaften ihres Tieres, über die sich viele Bürger aufregen, vor Augen zu führen. Und die Aktion zeigt offenbar große Erfolge. Seit Beginn der Aktion ist der Hundekot auf den Straßen von Brunete um 70% zurückgegangen.

      Um den rücksichtlosen Tierhaltern auf die Schliche zu kommen, wurde extra eine Gassi-Patrouille ins Leben gerufen, die tagtäglich in den Straßen von Brunete nach Hundehaltern Ausschau hält. Diejenigen, die den Kot ihrer Tiere nicht auflesen, werden von den Patroulleuren in ein Gespräch verwickelt, in dem sie nach dem Namen und der Rasse ihres Hundes gefragt werden. Anhand dieser Daten werden im städtischen Haustierregister die Adressen der Halter ausfinding gemacht. Der Hundekot wird anschließend von den Patroulleuren aufgesammelt und in einem Paket an die jeweiligen Hundebesitzer verschickt.

      Laufen die Uhren in Spanien bald anders? Dann ist das auch der Abschied für die geliebte Siesta!

      Mann ruht sich auf einem Liegestuhl mit Hut überm Gesicht im Garten aus
      siesta © Marijan Kucan - www.fotolia.de

      Ein besonders gutes Verhältnis zur Pünktlichkeit haben die Spanier nicht. Auch lange und ausgedehnte Mittagspausen, welche als Siesta anerkannt sind, gelten als klassisches Klischee für die feurigen Südländer. Wenn sich allerdings der Vorschlag einer Kommission bei den Parlamentariern durchsetzt, dann kann es passieren, dass sich die Spanier von ein paar sehr liebgewonnenen Angewohnheiten verabschieden müssen.

      Wechsel in die Londoner-Zeit-Zone?

      Die Kommission sieht vor, dass Spanien zur Londoner-Zeit-Zone überwechseln sollte, welches für Spanien in Hinblick auf die Wirtschaft einen großen Vorteil hätte. Die Regierung muss diesem Vorschlag allerdings erst zustimmen.

      Sollte sich die Kommission durchsetzen, dann hätte das für viele Spanier recht dramatische Folgen: Schlaf- Ess- und Arbeitsgewohnheiten müssten sich komplett ändern. Doch eine Siesta sei nun mal nicht mit den Arbeitszeiten zahlreicher europäischer Länder zu vereinbaren. Kürzere Mittagspausen, flexiblere Arbeitszeiten und mehr Pünktlichkeit brauche das Land, so die Kommission.

      Spanien war bereits früher in der Zeitzone von Großbritannien. Als allerdings die Nationalsozialisten in Frankreich die in Berlin gültige Zeit einführten, folgte auch Franco diesem Entschluss.

      Valle del Jerte – tosende Wasserfälle im Kirschblütenmeer

      Große Wiese mit Allee von blühenden Kirschbäumen
      kirschblüte © sylwia2007 - www.fotolia.de

      Während die Blumen hierzulande erst zögerlich sprießen, entfalten im spanischen Valle del Jerte zwei Millionen Bäume ihre Blütenpracht. Unter der warmen Frühlingssonne zieht der Kirschblütenduft bis an die höheren Berghänge, über denen auch im März noch die schneebedeckten Zweitausender des Credo-Gebirges thronen.

      40km langes Tal der Kirschen wird durch Schneeschmelze mit Wasser versorgt

      Für Touristen ist das Blütenmeer im Tal der Kirschen eine reine Freude – für die Obstbauern beginnt nun harte Arbeit. Über 40 Kilometer erstreckt sich das Tal der Kirschen, mehr als 200 Sorten gedeihen hier, und ständig kommen neue Züchtungen dazu. Geschützt durch die Berge, sind die Winter vergleichsweise mild. Die beginnende Schneeschmelze versorgt die Bäume bis zum Juni mit frischem Wasser. Nach warmen Tagen braust und tost es durch die Seitentäler hinab, rauscht in das weit verzweigte Netz aus Wasserläufen, bis es plätschernd und gurgelnd zu den einzelnen Obstterrassen gelangt.

      An den südlichen Hochlagen befindet sich das Naturreservat Garganta de los Infernios. Wer den Wanderweg zum Dörfchen Navaconcejo hinaufsteigt, passiert die Kaskaden der Garganta de Nogaledas – riesige Wasserfälle, die sich in drei Stufen in die Tiefe ergießen.

      Immer mehr Besucher aus dem Ausland: Krisenland Spanien freut sich über Touristen-Rekord

      Nach dem Zusammenbruch der Immobilienwirtschaft ist die Touristenbranche nun wieder wichtigster Wirtschaftsmotor

      Strand in Andalusien mit Liegen, umgeben von Felsen
      der strand von nerja,andalusien,spanien © cristina - www.fotolia.de

      Krisenland Spanien erlebt einen Touristenboom. In den ersten zehn Monaten 2014 sind mehr Urlauber in das Land auf der iberischen Halbinsel gereist als jemals zuvor. Das Tourismusministerium in Madrid gab bekannt, dass sich die Zahl der Gäste aus dem Ausland bis zum 31. Oktober im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,5 Prozent auf den Rekord von 58,3 Millionen erhöht habe.

      Touristischer Rekord für Spanien

      Bis Jahresende werde höchstwahrscheinlich die Allzeit-Bestmarke von 63 Millionen Touristen erreicht und damit der Rekord von 2012 (60,6 Millionen) übertroffen.

      Die meisten Urlauber kommen mit

      1. 13,8 Millionen aus Großbritannien, das sind 5,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
      2. Mit 9,5 Millionen verdrängten die Franzosen
      3. die Deutschen (9,4 Millionen) von Rang zwei.

      Bevorzugtes Reiseziel ist

      1. Katalonien mit 15 Millionen Gästen aus dem Ausland
      2. gefolgt von den Balearen (11,1 Millionen)
      3. und den Kanaren (9,4 Millionen).

      Tourismusbranche ist wichtigster Wirtschaftsfaktor

      Nach dem Zusammenbruch der Immobilienwirtschaft hat sich die Tourismusbranche wieder zum wichtigsten Motor für die Wirtschaft des Landes entwickelt. 2013 hatten lediglich Frankreich und die USA mit jeweils 83 und 67 Millionen mehr Urlauber als Spanien registriert.

      Grundinformationen und Hinweise zu Spanien

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      Quellenangaben

      • Bildnachweis: Traditional European Balcony with colorful flowers and © Taiga - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Spanien Geografische Lage 3 © Frank Optendrenk - paradisi.de
      • Bildnachweis: Spanien Geografische Lage 1 © Frank Optendrenk - paradisi.de
      • Bildnachweis: Spanische Flagge © Jürgen Priewe - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Royal Palace and Cathedral of Madrid, Spain © SeanPavonePhoto - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Park Guell in Barcelona, Spain. © MasterLu - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: der strand von nerja,andalusien,spanien © cristina - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Golden tower (Torre del Oro) in Sevilla, Andalusia, Spain. © mrks_v - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Mountain village Valldemosa in Mallorca © bbsferrari - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Valldemossa village, Mallorca © Veronika Galkina - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: finca © Gerhard Dolde - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Aloe Vera flowers. Tenerife, Canary Islands, Spain © Andrei Nekrassov - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Beach of Morro Jable, Fuerteventura, Spain © travelbook - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: old rowing boat on white sandy beach and people sunbathing next © Freefly - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Churros with hot chocolate and powdered sugar. © ld1976 - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Turron, traditional Spanish sweet for Christmas. Almond nougat dessert served in wooden plate on dark background with snow and fir tree. © vasanty - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Spanish tapas - chorizo, salsichon, jamon serrano, lomo and olives © kuvona - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Fischgericht © Natalie - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Typical spanish seafood paella © martiapunts - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Spanish fans © David Acosta Allely - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Detail of the hands with castanets of a flamenco dancer © Anyka - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: flamenco dancers expert and Spanish dance with period costumes © ChiccoDodiFC - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Someone who plays the accordion © Costin79 - www.fotolia.de

      Autor:

      Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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