22. Januar 2009
Von Tanja Tasci
Wer ab Bayern denkt, denkt an das Chiemgau und vor allem an den Chiemsee. Der Chiemsee in all seiner Pracht und Schönheit von der bayrischen Bergkulisse umgeben und von zahlreichen historischen Geschichten umwoben, zieht Gäste aus der ganzen Welt immer wieder in das Chiemgau.

Der Chiemsee in Bayern
Der Chiemsee ist der Inbegriff für Bayern und begeistert mit seinem historisch relevanten Hintergrund Besucher aus aller Herrenländer. Besonders angetan sind die Besucher des Chiemgau von den Inseln Frauenchiemsee und Herrenchiemsee. Die Region lebt auch heute noch von den Geschichten die sich rund um den hier ansässig gewesenen König Ludwig II. von Bayern ranken. Besonders das Schloss Herrenchiemsee begeistert Gäste jeden Alters und fasziniert immer wieder aufs Neue. Das Schloss Herrenchiemsee liegt auf der schönen Chiemsee Insel Herrenchiemsee, die eine Gesamtfläche von ca. 240 ha und ist somit neben die größte der Inseln. Neben Herren- und Frauenchiemsee liegt im Chiemsee noch die Krautinsel. Die Inseln sind zu einer Gemeinde zusammengeschlossen und bilden gemeinsam ein attraktives Ausflugsziel. Während Frauenchiemsee auch heute noch bewohnt wird und ca. 300 Bewohner ganzjährig auf der Insel ansässig sind, ist Herrenchiemsee nicht mehr bewohnt, sondern zeigt sich als reine Touristenattraktion mit dem Schloss Herrenchiemsee, welches von König Ludwig II. (auch als Märchenkönig bekannt) in Anlehnung an das Schloss Versailles erbaut wurde. Neben dem berühmten Schloss des Königs Ludwig II. von Bayern befindet sich auch noch das alte Schloss auf der Insel, welches ein Chorherrenstifft darstellt und durch die Tagung des Verfassungskonvent vom 10. Bis 23. August 1948 noch einmal zu ehren kam.
König Ludwig II. von Bayern liebte das Chiemgau über alles und auch seine enge Verbindung zu Kaiserin Elisabeth hat ihn noch mehr in den Blickpunkt der Bevölkerung gerückt und zahlreiche Geschichten um König Ludwig handeln immer wieder zu seiner Verbindung zur Kaiserin. Er selbst sah sich als absoluter König und ahmte gekonnte den französischen Sonnenkönig nach und so lehnte er den Bau von Herrenchiemsee an die Architektur von Versailles an. Auch heute noch ist im Schloss der Geist des Sagen umwobenen Königs zu spüren, denn die Sinnlichkeit und der Prunk die Räume und Einrichtung ausstrahlen sind einmalig. Selbst der Schlosspark zeigt sich in Anlehnung an Versailles und rundet das Bild gekonnt ab. König Ludwig der II. hat somit schon zu seinen Lebzeiten sein eigenes Denkmal erschaffen und dies mit sehr viel Liebe zum Detail und vorallem mit sehr viel Prunk und doch auch sehr verspielt, was seiner kindlichen Seele Ausdruck verlieh.
Während auf Herrenchiemsee Prunk herrscht, geht es auf Frauenchiemsee oder auch Frauenwörth sehr viel gemächlicher zu, denn hier ist ein Kloster der Benediktinerinnen ansässig und so regiert hier die Gläubigkeit und die Genügsamkeit. Ein See und zwei Inseln die unterschiedlicher nicht sein könnten. Bereits im 11 Jahrhundert wurde das Kirchengebäude, der Inseldom, errichtet. Die Architektur der Klosteranlagen sind zum Teil sehr widersprüchlich, denn auf der einen Seite zeigt sich das Kloster mit seinem Netzrippengewölbe aus dem 14. Jahrhundert sehr einfach und sehr pragmatisch und auf der anderen Seite romanischen Fresken und romanischen Wandmalereien mit fünf Erzengeldarstellungen.
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