Seen - Merkmale, Angebote und schöne Urlaubsziele

Wald am See, Sonnenlicht, weißes Paddelboot o. Ruderboot an Land, romantische Situation

Ausflüge zum Badesee

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  • von Paradisi-Redaktion

Seen, im Speziellen Badeseen, zählen zu den beliebtesten Ausflugszielen. Hier finden sowohl Ruhesuchende als auch Aktive alles, was sie für eine gelungene Freizeitgestaltung brauchen. Es kann sich um natürlich entstandene oder künstlich angelegte Seen handeln. Deutschlandweit, aber auch darüber hinaus, finden sich zahlreiche schöne Urlaubsziele. Lesen Sie über die Merkmale von Seen und informieren Sie sich über lohnenswerte Ausflugs- und Urlaubsziele.

Seen - Generelle Merkmale und Angebote

Bei einem See handelt es sich um ein Stillgewässer. Es kann einen Zu- und Abfluss durch Flüsse aufweisen. Typisch ist die vollständige Umgebung mit Landfläche.

Der See kann auf natürliche Weise entstanden oder künstlich angelegt worden sein. Letztere Varianten werden auch als Stausee oder Baggersee bezeichnet.

Bei den natürlich entstandenen Seen unterscheidet man des Weiteren:

  • Glazialseen, durch Gletscherschmelzwasser entstanden
  • Gletscherrandseehn sowie Eisstauseen, welche nur kurzzeitig da sind und an einem aktiven Gletscher entstehen
  • Abdämmungsseen, an der Küste durch abgeschnürte Meeresbuchten oder im Gebirge durch Bergstürze entstanden
  • Tektonische Seen, entstanden durch Grabenbrüche und Risse, die wiederum die Folge der Dehnung der Erdkruste darstellen
  • Kraterseen, entstanden durch vulkanische Aktivitäten
  • Erdfall- oder Karstseen, entstanden durch aufgelöste Salzlager oder Karbonatgestein
  • Thermokarstseen in Gebieten, wo Dauerfrost an den Böden besteht
  • Altwasserseen, entstanden durch natürlich verlagerte Flussläufe

Seen werden auf unterschiedliche Art und Weise genutzt. So kann hier geangelt, geschwommen und gebadet werden. Außerdem bieten Seen viele unterschiedliche Wassersportmöglichkeiten.

Blick auf Bootsstege an einem See, im Hintergrund Berge
Blick auf Bootsstege an einem See, im Hintergrund Berge

Badeseen

Besonders gerne werden Seen als Badegewässer genutzt. Die Ufer sind in der Regel touristisch erschlossen und laden zur Freizeitgestaltung und Naherholung ein.

Spiel, Sport und Sonnenbaden sind die beliebtesten Aktivitäten an diesen Badegewässern. Auf den Wegen, die die Seen umrunden, lassen sich Spaziergänge und/oder Fahrradtouren mache.

Je nach Region gibt es im näheren Umkreis zahlreiche

  • Hotels
  • Pensionen oder
  • Campingplätze

Mit der touristischen Nutzung gehen auch einige Verbote einher; diese beziehen sich etwa auf Boote und Schiffe, ebenso auf Hunde oder beispielsweise Angeln. Die Besucher des Sees dürfen des Weiteren kein Feuer entfachen oder zum Beispiel Shampoos und Seifen nutzen.

Rückenansicht Opa sitzt mit seiner Enkelin auf einem Steg am See und schaut aufs Wasser
Rückenansicht Opa sitzt mit seiner Enkelin auf einem Steg am See und schaut aufs Wasser

Tipps zum Baden im See

Wer einen Ausflug zum See macht oder gar seinen Urlaub dort verbringt, sollte einige Ratschläge beherzigen.

Urlaubsflair am Badesee

Es muss nicht immer der Urlaub am Meer in Südeuropa sein. Viele Seen in Deutschland bieten gleichfalls erholsames Flair – auch für den Kurztrip am Wochenende.

Feine Sandstrände, sonnige Badebuchten oder schattige Buchten erwarten die Badefreunde. Vielfach sind die Strände bewirtschaftet und bieten einige darüber hinaus.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne so nah ist. Deutschland bietet eine vielfältige Seenlandschaft – darunter viele kleine regionale Seen, abseits von Touristenrummel. Sie vermitteln gleichfalls Urlaubsflair und ersparen oft stundenlange Autofahrten.

Badeurlaub in Deutschland

Viele Badeseen, darunter auch kleinere, haben eine komplette Infrastruktur mit

  • Sanitäranlagen
  • Umkleidemöglichkeiten
  • Restaurants
  • Boots- und Liegestuhlverleih

sowie anderes mehr. Sie bieten Wasser- und Strandspaß für Groß und Klein – von schwimmenden Inseln über Wasserrutschen bis zum Beachvolleyplatz. Befindet sich in der Nähe oder direkt am Ufer noch ein Campingplatz, so ist der günstige Urlaub gesichert.

Aber Achtung – schon zahlreiche Deutsche haben das Urlaubsland Deutschland entdeckt. Viele Plätze sind ausgebucht und es herrscht entsprechend Betrieb am Sandufer deutscher Badeseen.

Adressen und schnelle Informationen über Ausstattung bietet das Internet - einfach mal "Badesee" in die Suchmaschine eingeben. Zahlreiche Seen gibt's in Bayern und noch viel mehr auf der Mecklenburgischen Seenplatte - das Land der tausend Seen.

Präventionsmaßnahmen zur Erhaltung des Biosystems

Badeseen sind im Gegensatz zum Meer geschlossene Biosysteme. Besonders bei anhaltender Sommerhitze können sie umkippen – dennoch sind auch Meeresstrände davor nicht gefeit.

Dann machen sich Algen und Parasiten breit – der See ist dann nicht mehr zum Baden geeignet und müffelt wie ein vernachlässigtes Aquarium. Doch viele Behörden, Träger oder Betreiber von Seen sind auf der Hut und lassen das Wasser regelmäßig vom Gesundheitsamt kontrollieren.

Als Vorbeugung dient Frischwasser, das aus benachbarten Vorkommen hineingepumpt werden kann. Oder: Mit einer Belüftungspumpe kann bei starker Hitze das ökologische Gleichgewicht wieder hergestellt werden, indem zusätzlich Sauerstoff zugeführt wird.

Spiel und Spaß am See mit der ganzen Familie

Kinder möchten unterhalten werden, und zwar am besten rund um die Uhr. Für die Eltern bedeutet das jede Menge Stress, schließlich fordern Beruf und Haushalt schon genug an Aufmerksamkeit.

Dazu kommt eine nicht minder schwere finanzielle Belastung. Eintrittskarten, Verpflegung und Anfahrt verschlingen eine Menge Geld, weshalb es vielen Familien nicht möglich ist, jede Woche einen Ausflug zu machen. Glücklicherweise gibt es jedoch viele völlig kostenfreie Ausflugsziele, an denen man nicht minder viel Spaß haben kann als in Freizeitpark und Co. Viele Naherholungsgebiete locken mit einem Badesee und auch sonst gibt es fast überall ein natürliches oder künstlich angelegtes Gewässer, in dem gebadet werden kann.

Garantiert keine Langeweile

Der Vorteil bei einem Tag am See ist, dass es die verschiedensten Unterhaltungsmöglichkeiten gibt, so dass selten Langeweile aufkommt. Für die Kleinsten ist meist das Plantschen im Wasser das größte Vergnügen. Geschwisterkinder, die sich gut verstehen, brauchen meistens nicht einmal Spielzeug, um miteinander Spaß zu haben - ein paar Bälle oder eine Luftmatratze können jedoch nicht schaden.

Eltern mit nur einem Kind sollten ihrem Nachwuchs erlauben, einen Freund oder eine Freundin einzuladen, damit sich das Nesthäkchen nicht ständig alleine beschäftigen muss. So haben auch Mama und Papa mehr Zeit für sich.

Nach dem Toben im kalten Wasser sind die Kinder dann meist so erschöpft, dass selbst die größten Abenteurer einfach für ein paar Minuten in der Sonne liegen möchten. Deshalb lautet die Devise: entweder ein Buch oder ein spannendes Rätselheft einpacken.

Spielemöglichkeiten auf der Wiese

Badeseen verfügen meist über schöne Liegewiesen, auf denen man prima Federball oder ein anderes Spiel spielen kann, sofern man die anderen Gäste damit nicht belästigt. Für die kleine Stärkung zwischendurch eignet sich ein gut gefüllter Picknickkorb, der seinerseits wieder enorm zur Unterhaltung beiträgt. Kinder lieben es, alltägliche Dinge einmal auf ganz außergewöhnliche Art und Weise zu tun.

Wenn Oma und Opa auch mit dabei sind, sollte zudem ein Brett- oder Reisespiel nicht fehlen. So fühlen sich die Großeltern nicht ausgeschlossen, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mit ihren Enkeln herumtoben können.

Der Vorteil an so einem Tag am See ist, dass die Kinder enorm viel Bewegung bekommen, ihre Fantasie beim Spielen angeregt wird und sie bewusst Zeit mit anderen Kindern und ihrer Familie verbringen anstatt zuhause vor der Spielekonsole zu sitzen.

Ein lohnendes Ausflugsziel im Winter

Tipp: Badeseen sind nicht nur im Sommer ein lohnendes Ausflugsziel. Im Winter kann man hier herrlich Schlittschuh fahren oder zusammen Eishockey spielen.

Wildbaden im See - worauf man achten sollte

Hört man als Laie das Wort "Wildbaden", so denkt man wohl zu aller erst an eine Ordnungswidrigkeit. Dabei ist Wildbaden nicht einmal verboten, es bezeichnet lediglich das Schwimmen und Plantschen in Gewässern, die nicht offiziell für den Badebetrieb ausgeschrieben sind. In manchen Bundesländern gibt es so wenig Badeseen, dass dort wohl die meisten Wasserratten regelmäßig wildbaden, ohne es überhaupt zu wissen.

Bei Gewässern, die von behördlicher Seite als Badesee ausgewiesen wurden, werden in regelmäßigen Abständen Wasserproben entnommen, um die Qualität des jeweiligen Sees zu überprüfen. Hierbei wird vor allem darauf geachtet, dass das Gewässer nicht durch Fäkalbakterien und andere Erreger verseucht ist. Darüber hinaus gibt es vor Ort eine Badeaufsicht, die den Betrieb im Auge hält und sofort eingreift, wenn ein Schwimmer in Not gerät.

Weder Sicherheit, noch garantierte Sauberkeit

All diesen Luxus hat man beim Wildbaden nicht. Hier ist man völlig auf sich alleine gestellt, was sich vor allem Familien mit Kindern bewusst machen sollten. An einem Badesee wachen nicht nur die Augen der Eltern auf ihren Kindern, sondern auch Wasserwacht und Bademeister sorgen dafür, dass es nicht zum Unglück kommt.

Ist man auf das Wildbaden angewiesen, weil kein ausgeschriebenes Gewässer in der Nähe ist, sollte man daher immer zusammen mit seinen Kindern ins Wasser gehen, oder zumindest vom Ufer aus ein wachsames Auge haben. Für Erwachsene und Kinder gleichermaßen gilt, dass Baggerseen und Co. nicht gereinigt werden. Zerbrochene Glasflaschen und andere scharfe Gegenstände kann man durch das trübe Seewasser schlecht erkennen, weshalb man ausschließlich mit Badeschuhen ins Wasser gehen sollte.

Gibt es eine Art Liegewiese, so muss man auch hier vorsichtig sein. Kleinste Glassplitter können verheerenden Schaden anrichten, auch wenn man sie kaum sieht.

Die Tatsache allein, dass ein See gut besucht ist, macht ihn übrigens noch lange nicht zum ausgewiesenen Badesee. Menschen neigen dazu, sich in der Gruppe sicher zu fühlen, doch auch der größte Badebetrieb schützt den Einzelnen nicht vor Vergiftungen durch unsauberes Wasser oder aufgeschnittene Fußsohlen.

Grundsätzlich gilt, dass man sich an den Angewohnheiten der Einheimischen orientieren sollte. Es spricht sich schnell herum, wo der Einstieg in den See am bequemsten ist und welche Stellen man lieber meiden sollte. Für erwachsene Schwimmer ist das Wildbaden dann meist keine große Sache, sofern man sich an die oben genannten Sicherheitsregeln hält. Allerdings sollte man sich gut überlegen, ob man mit Kindern nicht doch lieber in ein Schwimmbad geht, wo auch von Seiten des Badebetriebs selbst für ihre Sicherheit gesorgt wird.

Bayerns Badeseen mit hervorragender Wasserqualität

Junge beim Baden und Plantschen in einem See oder Fluss
the boy bathes in water. © Andrey Armyagov - www.fotolia.de

Die während der Badesaison genutzten Badeseen Bayerns wurden kürzlich von den Gesundheitsämtern überprüft. Untersuchungen der Wasserproben ergaben, dass die Wasserqualität hervorragend ist. Damit ist Bayern keine Ausnahme, auch in anderen Bundesländern ist den meisten Badeseen eine sehr gute Qualität bescheinigt worden.

In den Untersuchungen, die alle zwei Wochen durchgeführt werden, wird die chemische sowie die mikrobiologische Beschaffenheit des Wassers und der Algen genauer unter die Lupe genommen. Die Gesundheitsämter raten den Badegästen, auf Hinweisschilder an den Seen zu achten, da diese nicht wie ein Swimmingpool desinfiziert und gereinigt werden können.

Nicht allein in Badeseen schwimmen

Bei aller Freude an der Badesaison sollten Wassernixen und –männer insbesondere bei natürlichen Gewässern wie Flüssen und Seen besondere Vorsicht walten lassen. Der Referatsleiter bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Peter Sieman weist darauf hin, dass nicht die eigene Leistungsfähigkeit zu über- und die Risiken zu unterschätzen.

Grundsätzlich sollte „nur in überwachten Badegewässern geschwommen werden“ und nie alleine baden. Auch ist es ratsam nicht zu weit raus zu schwimmen und sich nach dem Sonnenbaden vor Betreten des Wassers langsam abzukühlen. Kommt es doch einmal zu einem Badeunfall kommen, so sollten jegliche Rettungsaktionen nur mit Unterstützung anderer ausgeführt werden.

«Wenn der Gerettete keine Lebenszeichen zeigt, muss sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden», erklärt der Experte. Mit der Wiederbelebung müsse bin zum Eintreffen des Rettungsdienst fortgefahren werden.

Grünes Licht für Wasserqualität in NRW: Die Badesaison kann kommen!

Der Sommer steht vor der Tür und bei allen, die dieses Jahr nicht in den Genuss des Sommerurlaubs am Strand kommen können, bieten sich Seen hervorragend an. Allein in Nordrhein-Westfalen stehen dabei 75 Gewässer zur Verfügung.

Damit das Badevergnügen auch wirklich losgehen kann, ist die Wasserqualität natürlich von großer Bedeutung. Dazu führen die Gesundheitsämter regelmäßige Wasserkontrollen durch.

Laut der Badegewässerkarte 2010, die vergangenen Freitag vorgestellt wurde, gibt der NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg grünes Licht: in allen 75 Seen ist die Qualität gut bis ausgezeichnet.

St. Georgens Badegäste müssen sich wegen Kolibakterien mit dem Baden im See gedulden

Gerade bei der derzeitigen Hitze ist es für viele ein pures Vergnügen, in einem See baden zu gehen. Die Bewohner St. Georgens müssen sich jedoch erstmal gedulden; im Klosterweiher wurde ein hohel Gehalt an Kolibakterien entdeckt. Diese kommen womöglich von den gedüngten Feldern.

Bei dem starken Unwetter der vergangenen Woche wurden sie abgetragen und in den See gespült. Bis die Kolibakterien verschwunden sind, herrscht absolutes Badeverbot.

Alpine Badeseen: Gardasee an der Spitze

Blick von einem Baum am Ufer aus auf den Gardasee in Italien
Gardasee bei Assenza in Italien © Viola F. Ording - www.fotolia.de

In der aktuellen Umfrage des Urlaubsportals tiscover.com wurde den Besuchern die Frage gestellt, an welchem Badesee in den Alpen sie am liebsten ihren Urlaub verbringen würden. Das Ergebnis war eindeutig: rund die Hälfte der 600 Befragten nannten spontan den Gardasee in Italien. Ein anderer italienischer See, der Lago Maggiore, schaffte es außerdem auf Platz 7. Ansonsten wurden größtenteils Seen in Österreich genannt. Platz 2 belegt der Wolfgangsee, Platz 3 der Bodensee.

Neben dem Schwimmen als wichtigste Freizeitbeschäftigung beim Urlaub am See sind den Besuchern auch andere Angebote wichtig, z.B. Minigolf oder Badminton. Auch kostenlose Parkmöglichkeiten und vorhandene Sanitäranlagen sind den Urlaubern sehr wichtig.

Der ADAC hat deutsche Badeseen untersucht

Pünktlich zu Beginn der Sommerferien hat der ADAC jetzt 60 deutsche Badeseen auf Verunreinigungen überprüft. Bei den Messungen wurden aber auch ein Badesee als "mangelhaft" getestet und zwölf weitere Seen wurden als "bedenklich" eingestuft. Aber über die Hälfte der Badeplätze erhielt die Note "sehr gut" oder "gut" und der Rest wurde mit "ausreichend" bewertet.

Bei den Messungen ging es vor allem um gesundheitsgefährdende Keimkonzentrationen, die bei Kindern Infektionen bewirken können.

Negativ fiel den Testern ein Strandbad am Bodensee in Gaienhofen auf, wo besonders hohe Werte gemessen wurden, die durch Tierkot verursacht werden. Die zuständige Gemeinde dagegen ist der Meinung, dass schon seit Jahren auch von dem zuständigen Gesundheitsamt eine gute Wasserqualität bescheinigt worden ist. Aber der ADAC hatte im Gegensatz zu den ansonsten üblichen Messungen, die in einer Tiefe von über einem Meter gemacht werden, besonders das flache Wasser in Ufernähe kontrolliert, wo sich ja die meisten kleinen Kinder aufhalten.

Bei einer EU-Studie im Mai dieses Jahres wurde den deutschen Seen durchweg eine sehr gute Wasserqualität bescheinigt.

Badeseen in NRW - Umweltministerium verkündet gute Wasserqualität

Auch, wenn das Wetter aktuell noch nicht überall danach aussieht: Der Sommer kommt bestimmt! Und was gibt es an heißen Tagen Schöneres als eine Erfrischung im kühlen Nass? Neben Freibädern locken zahlreiche Badeseen in freier Natur. Dabei lohnt es sich, auf Qualität zu achten und nur solche Seen auszuwählen, deren Wasserqualität regelmäßig von den Behörden überprüft wird.

Heute werden entsprechende Wasserstellen offiziell als "EU Badegewässer" bezeichnet. Allein im Bundesland Nordrhein-Westfalen gibt es hiervon 107. Deren Wasserqualität kann jederzeit online beim Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz eingesehen werden. Die Werte können sich sehen lassen: Ganze 86 Badeseen weisen eine "ausgezeichnete Wasserqualität" auf, was dem Großteil aller in NRW befindlichen Badestellen entspricht.

Immerhin sechs geteste Badestellen wurden mit der nächstbesten Note "gut" bewertet, rund ein Dutzend Seen wird noch nicht lange genug überprüft, damit hierüber verlässliche Angaben gefällt werden können. Lediglich eine einzige Badestelle sollten sich gesundheitsbewusste Ausflügler derzeit sparen: Die Wasserqualität im Blausteinsee (Eschweiler) erhielt das Prädikat "mangelhaft".

Hohe Plastikkonzentration im Genfer See - Vermüllung betrifft auch Binnengewässer

Dass die Weltmeere allmählich zu riesigen Müllhalden verkommen, ist allseits bekannt. Da ein Großteil des nicht verrottenden Plastikmülls aber vom Land durch die Seen und Flüsse in die Meere gespült wird, sollen Forscher der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne nun herausfinden, wie hoch die Plastikkonzentration in den Binnengewässern der Schweiz ist.

Erste Ergebnisse haben die Forscher bereits für den Genfer See vorliegen und diese sind erschütternd. In allen neun Proben, die die Forscher vom Ufer rund um den See genommen hatten, fanden sie hohe Konzentrationen von Plastik. Am häufigsten fanden sie Styropor-Rückstände. Aber auch Reste von Angelschnüren und kleine Teile von Hartplastik waren darunter.

Auch im Wasser selbst soll die Plastikkonzentration erschreckend hoch sein. Das einzig positive Ergebnis: in keinem der 41 untersuchten Fische konnten die Forscher Plastikrückstände finden.

England: See mit extrem hohen pH-Wert wurde schwarz gefärbt, um Menschen vom Baden abzuhalten

In Derbyshire, England, möchte man die Menschen davon abhalten, im See "Blue Lagoon" baden zu gehen. Dieser hat die Menschen aufgrund seiner extrem blauen Farbe bisher stark angezogen. Doch wie die Behörden der Grafschaft mitteilten, sei dieses Blau durch den sehr hohen pH-Wert des Gewässers zustande gekommen: mit einem Wert von 11,3 ist das Wasser giftig und nicht zum Schwimmen geeignet.

Neben des hohen Säureanteils ist die "Blue Lagoon" zudem voll von Tierkadavern und Müll, doch das Aufstellen von Schwimmverbots-Schildern im letzten Jahr war nicht sehr effektiv. Um mögliche Badegäste nun endgültig vom Baden in diesem See abzuhalten, haben die Behörden das Wasser schwarz färben lassen. Diese Form der Abschreckung hat bereits Wirkung gezeigt.

Vorsicht beim Baden in den Hochwassergebieten - Badeseen möglicherweise durch Bakterien belastet

Auf Grund des Rekordhochwassers sind viele Badeseen in den bayerischen Hochwassergebieten zum Baden nicht geeignet. Die Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit (LGL) Katrin Grimmer in Erlangen riet vom Baden in den Seen dringend ab. Sie warnt vor der Gülle, die von den Äckern direkt an die Seen abgegeben worden ist. Dadurch ist die Gefahr von Magen-Darm-Erkrankungen durch Kolibakterien gegeben.

Zwar haben Menschen diese Fäkalbakterien ohnehin in ihrem Darm, doch einige krankmachende Unterarten können Infektionen auslösen. Diese Gefahren bestehen insbesondere für kleine Kinder und Senioren. Zudem hat möglicherweise Öl die Gewässer zusätzlich verunreinigt. Ebenso sind Gegenstände in die Seen gelangt, die eventuelle Gefahrenherde darstellen können.

Insgesamt ist von einer erhöhten Infektionsgefahr in den Hochwassergebieten auszugehen. Auch bei Aufräumarbeiten in den Häusern, Gärten und Kellern ist Vorsicht beim Kontakt mit dem verschmutzten Wasser geboten.

94 Prozent der Badeseen in Europa sind sauber, doch kann man dies auch selbst beurteilen

Junge Frau streckt sich, im Hintergrund See
happy girl near the lake © LanaK - www.fotolia.de

Zurzeit lockt das sommerliche Wetter auch immer mehr Menschen an die Badeseen. Doch wie kann man eigentlich erkennen, ob dieser See auch geeignet ist und nicht von gesundheitsschädlichen Keimen und Bakterien wimmelt?

Normalerweise lässt sich die Wasserqualität in einem Labor beurteilen, doch wird der ADAC, der jährlich die Badeseen testen lässt, dieses Jahr erst in ein paar Wochen die Ergebnisse veröffentlichen. Anders als der offizielle EU-Test, misst der ADAC die Verunreinigung aber auch im Flachwasserbereich und nicht erst ab der Tiefe von einem Meter.

Doch auch der Laie kann seinen Badesee beurteilen, ob er sauber ist. So gelten als Gefahr einer Verschmutzung einmal zu viele Wasservögel, wie Enten und Gänse, die ihren Kot auch am Strand hinterlassen. Algen, die aber manchmal wieder verschwinden, deuten auf eine ökologische Störung des Gleichgewichts im See hin. Auch Gerüche zeugen von irgendwelchen Fäulnisvorkommnissen.

Vor allem bei Einmündungen von Bächen oder Flüssen, aber auch von irgendwelchen Rohren, sollte man das Schwimmen unterlassen, denn dort können sich vermehrt Keime befinden, wie der ADAC berichtet. Dies kann auch der Fall sein, wenn sich der Badesee in der Nähe von Feldern befindet, wo sich nach starken Regenfällen Substanzen aus der Landwirtschaft ansammeln können.

Grundsätzlich sollte man in Ufernähe im Flachwasser seine Füße noch sehen können. Aber laut einem aktuellen EU-Bericht sind in Europa bei 94 Prozent der Badeseen, wobei auch 2.300 Seen in Deutschland untersucht wurden, keinerlei Beanstandungen festgestellt worden, so dass 90 Prozent der Seen, Freibäder und Flussbäder sogar die Beste Note bekamen.

ADAC hat kleinere deutsche Badeseen auf Keimbelastung getestet

Jetzt ist auch in Deutschland der Sommer da und so zieht es viele Familien auch zu den Badeseen. Aber dort lauern auch Gefahren, denn wie der letzte Test des ADAC zeigte, sind manche durch zu viele Keime belastet.

In den beiden letzten Monaten hat der ADAC 41 kleinere Badeseen in der Nähe von zwölf Großstädten untersucht, wobei es vor allem auch um die Keimbelastung in Ufernähe, also im flachen Wasser, ging, denn dort plantschen ja die Kleinen.

Insgesamt gab es 65 Messstellen und bei zehn von diesen wurden bedenkliche Werte festgestellt. Mit 37 Mess-Punkte wurde jedoch mehr als die Hälfte mit "gut" und "sehr gut" bewertet. Besonders die Badeseen bei Leipzig und auch bei Frankfurt am Main sowie einer in München schnitten bei dem Test "gut", beziehungsweise "sehr gut" ab.

Unter den Gewinnern fanden sich im Raum Frankfurt das Strandbad am Langener Waldsee, in München das Nordufer des Lußsees, und um Leipzig herum gleich drei Seen, das Nordufer des Ammelshainer Sees, das Ostufer des Cospudener Sees sowie das Strandbad im Kulkwitzer See. Der Verlierer mit der Note "bedenklich" ist das Südufer des Elfrather Badesees bei der niederrheinischen Stadt Krefeld.

Mittlerweile hat auch die dortige Kommune vor dem Baden dort gewarnt, denn auch die Liegewiesen sind mit dem Kot von den etwa 100 Kanadagänsen, die sich dort aufgehalten hatten, verseucht. Bei den Keimen handelte es sich um die Escherichia coli und intestinale Enterokokken, die möglicherweise Durchfall verursachen können.

EU testet Wasserqualität – 13 Badestellen in Deutschland bedenklich

Gestapelte Petrischalen, davor gelbe Petrischale mit grünen und rosanen Bakterienkulturen
Petri dishes for medical research © Julián Rovagnati - www.fotolia.de

Baden ist an europäischen Küsten, Seen und Flüssen fast überall möglich. Ein EU-Bericht bescheinigt den Badestellen fast durchgehend gute Wasserqualität, aber es gibt auch Problemzonen. In Deutschland gelten 13 Gewässer als belastet.

Für ihre europaweite Studie entnahmen die Experten an rund 22.000 Badestellen Proben, teilweise mehrfach. In Deutschland wurden an 2296 Plätzen mehr als 13.000 Einzelproben entnommen. Bis auf 13 Badestellen entsprechen alle den Mindestnormen der EU.

Bayern und Baden-Württemberg

Eine unzulässige Konzentration von Escherichia Coli und Enterokokken fanden die Prüfer vor allem an Binnenseen. So gelten in Bayern der Strand am Sander See und am Mainparksee als bedenklich. In Baden-Württemberg ist der Finsterroter See nach Starkregen durch Keime aus dem nahegelegenen Klärwerk belastet. Auch der Rheinauer See und das Strandbad Erichskirch wiesen zu viele Darmkeime auf.

Berlin, Saarland, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein

Berliner sollten an der Badestelle "Kleine Badewiese" auf das Schwimmen verzichten, im Saarland fiel der Strand am Campingplatz Siersburg durch die Püfung, in Hessen der Pferstausee bei Breidenstein.

Während Mecklenburg-Vorpommern durchweg gute Wasserqualität bewies, scheiterten in Schleswig-Holstein gleich vier Badestellen am Bakterien-Test. Hier waren Fleckeby und Netzetrockenplatz an der Schlei sowie der beliebte Kurstrand von Laboe und der Ostseestrand in Stein betroffen.

Die Wissenschaftler betonen allerdings, dass die Wasserqualität heute meist nur kurzfristig leidet, etwa wenn durch starken Regen oder Überflutungen Schadstoffe in das Wasser gespült werden. Die Einleitung von Abwasser sei hierzulande kaum noch problematisch.

Baden im Baggersee

Einen Baggersee im Ort zu haben ist für Wasserratten meist das absolute Nonplusultra. Es entfällt nicht nur die nervige Fahrt zum Schwimmbad im völlig überhitzten Auto, man spart sich auch gleich das Eintrittsgeld.

Darüber hinaus macht das Baden vor einer natürlichen Kulisse natürlich viel mehr Spaß als zwischen Beton und Fliesen seine Bahnen zu schwimmen. Baggerseen sind eben einfach Kult.

Baggerseen in Steinbrüchen oder Erdaushüben

Häufig findet man Baggerseen in alten Steinbrüchen, die mit Wasser vollgelaufen sind beziehungsweise aufgefüllt wurden. Dadurch, dass der See an den Seiten und auch am Boden mit Steinen ausgekleidet ist, gelangt keine Erde in das Wasser, wodurch Verschmutzungen vorgebeugt wird. Solche Baggerseen locken meist durch glasklares, türkises Wasser.

Handelt es sich hingegen um einen Erdaushub, so ist zwar das Wasser nicht so klar, dafür hat man ein schönes Ambiente mit grasbewachsenen Hügeln rund um den See. Wer Glück hat, findet vielleicht sogar einen kleinen, mit Sand aufgeschütteten Strand vor.

Baggerseen sind in der Regel sehr idyllisch, weshalb sie nicht nur zum Baden und Sonnen gerne aufgesucht werden. Besonders Jugendliche nutzen die abgelegenen Seen oft, um nachts Grillfeste oder andere Partys zu veranstalten. Mit zerbrochenen Glasflaschen und anderem Müll sollte man daher immer rechnen.

Außerdem ist es oft nicht so leicht, um überhaupt einen begehbaren Weg zum Wasser zu finden. Schließlich sind Baggerseen meist von hohen Felswänden oder Erdaushüben umgeben.

Hier ist es am lohnenswertesten, einfach jemandem nach dem Weg zu fragen. Ist einmal ein günstiger Einstiegspunkt gefunden, so wird er von den meisten Badegästen auch benutzt, so dass sich mit der Zeit ein kleiner Trampelpfad bildet. Nur finden muss man diesen Pfad eben.

Sonnenschutz nicht vergessen

Da es rund um den Baggersee kaum größere Bäume, sondern allenfalls ein paar Sträucher gibt, sollte man immer einen kleinen Sonnenschirm dabei haben, um sich nicht fahrlässig einem Hitzeschlag auszusetzen. Daneben gehören auch ausreichend Trinkwasser und ein kleiner Snack in die Badetasche, der nächste Kiosk oder Supermarkt ist unter Umständen mehrere Kilometer entfernt.

Mögliche Gefahren beim Schwimmen

Beim Schwimmen lauern jedoch noch ganz andere Gefahren. In einem Baggersee wurde schließlich einmal mit großen Maschinen gearbeitet, weshalb sich unter der Wasseroberfläche immer noch Kabel oder scharfe Drahtseile befinden können.

Die Böschung ist jedoch noch aus einem anderen Grund gefährlich. Beim Herumlaufen auf dem lockeren Geröll kann ein Lawineneffekt entstehen, der im schlimmsten Fall große Gesteinsbrocken löst.

Lohnenswerte Ziele

Im Folgenden geben wir einen Überblick über lohnenswerte Ziele, wenn es um den Badesee geht.

Der Chiemsee - Idylle Erleben und Geschichte bestaunen

Wer ab Bayern denkt, denkt an das Chiemgau und vor allem an den Chiemsee. Der Chiemsee in all seiner Pracht und Schönheit von der bayrischen Bergkulisse umgeben und von zahlreichen historischen Geschichten umwoben, zieht Gäste aus der ganzen Welt immer wieder in das Chiemgau.

Der Chiemsee ist der Inbegriff für Bayern und begeistert mit seinem historisch relevanten Hintergrund Besucher aus aller Herrenländer. Besonders angetan sind die Besucher des Chiemgau von den Inseln Frauenchiemsee und Herrenchiemsee.

Die Region lebt auch heute noch von den Geschichten, die sich rund um den hier ansässig gewesenen König Ludwig II. von Bayern ranken. Besonders das Schloss Herrenchiemsee begeistert Gäste jeden Alters und fasziniert immer wieder aufs Neue.

Das Schloss Herrenchiemsee liegt auf der schönen Chiemsee Insel Herrenchiemsee, die eine Gesamtfläche von ca. 240 ha und ist somit neben die größte der Inseln. Neben Herren- und Frauenchiemsee liegt im Chiemsee noch die Krautinsel. Die Inseln sind zu einer Gemeinde zusammengeschlossen und bilden gemeinsam ein attraktives Ausflugsziel.

Während Frauenchiemsee auch heute noch bewohnt wird und ca. 300 Bewohner ganzjährig auf der Insel ansässig sind, ist Herrenchiemsee nicht mehr bewohnt, sondern zeigt sich als reine Touristenattraktion mit dem Schloss Herrenchiemsee, welches von König Ludwig II. (auch als Märchenkönig bekannt) in Anlehnung an das Schloss Versailles erbaut wurde. Neben dem berühmten Schloss des Königs Ludwig II. von Bayern befindet sich auch noch das alte Schloss auf der Insel, welches ein Chorherrenstifft darstellt und durch die Tagung des Verfassungskonvent vom 10. Bis 23. August 1948 noch einmal zu ehren kam.

Zwei Segelboote auf Chiemsee
Zwei Segelboote auf Chiemsee
König Ludwig II. und seine Liebe zu Versailles

König Ludwig II. von Bayern liebte das Chiemgau über alles und auch seine enge Verbindung zu Kaiserin Elisabeth hat ihn noch mehr in den Blickpunkt der Bevölkerung gerückt und zahlreiche Geschichten um König Ludwig handeln immer wieder zu seiner Verbindung zur Kaiserin. Er selbst sah sich als absoluter König und ahmte gekonnt den französischen Sonnenkönig nach, und so lehnte er den Bau von Herrenchiemsee an die Architektur von Versailles an.

Auch heute noch ist im Schloss der Geist des sagenumwobenen Königs zu spüren, denn die Sinnlichkeit und der Prunk, die Räume und Einrichtung ausstrahlen, sind einmalig. Selbst der Schlosspark zeigt sich in Anlehnung an Versailles und rundet das Bild gekonnt ab. König Ludwig der II. hat somit schon zu seinen Lebzeiten sein eigenes Denkmal erschaffen und dies mit sehr viel Liebe zum Detail und vorallem mit sehr viel Prunk und doch auch sehr verspielt, was seiner kindlichen Seele Ausdruck verlieh.

Das Kloster auf Frauenchiemsee

Während auf Herrenchiemsee Prunk herrscht, geht es auf Frauenchiemsee oder auch Frauenwörth sehr viel gemächlicher zu, denn hier ist ein Kloster der Benediktinerinnen ansässig - es regieren die Gläubigkeit und die Genügsamkeit. Ein See und zwei Inseln, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Bereits im 11 Jahrhundert wurde das Kirchengebäude, der Inseldom, errichtet. Die Architektur der Klosteranlagen sind zum Teil sehr widersprüchlich, denn auf der einen Seite zeigt sich das Kloster mit seinem Netzrippengewölbe aus dem 14. Jahrhundert sehr einfach und sehr pragmatisch und auf der anderen Seite romanischen Fresken und romanischen Wandmalereien mit fünf Erzengeldarstellungen.

Wellness am Gardasee

Der Gardasee ist immer eine Reise wert. Sein mildes Klima und die warmen Winter laden jederzeit zum Urlaub ein.

Doch nicht nur die Wassersportler und Aktivurlauber kommen hier auf ihre Kosten. Auch für Wellnessfans gibt es am See viel zu erleben.

Egal zu welcher Jahreszeit: Der Gardasee bietet viel. Von wilder, mediterraner Natur bis hin zu Kultur in Verona. Das Wetter hier ist immer mild, die Sommer heiß, die Winter im Gegensatz zum trüben Deutschland niederschlagsarm. Im Norden des Sees wird Wein angebaut, an der Ostküste Oliven und an der Westküste Limonen.

Die Gegend um den Gardasee ist perfekt zum Wandern und Mountainbiken geeignet. Vor allem der Norden des Sees wird von vielen Aktivurlaubern gern angefahren.

Auch Surfen kann man hier hervorragend. Am südlichen See befinden sich beliebte Freizeitparks, die die Gegend für Familien mit Kindern attraktiv machen.

Promenade in Riva del Garda am Gardasee mit Blick auf Segelboote
Promenade in Riva del Garda am Gardasee mit Blick auf Segelboote
Freizeitangebote

Rund um den See herum gibt es zahlreiche

die vor allem in der Hauptsaison von Juni bis August um die Gunst der Urlauber buhlen. Unter ihnen finden sich im Zuge des Wellness-Booms auch zahlreiche rein auf Wellness spezialisierte Hotels. Sie locken mit Spa-Areas, Saunalandschaften und allen Anwendungen, die sich der gestresste Urlauber nur wünschen kann.

Entspannung pur

Egal, ob

Hier gibt es wirklich alles. Kann es etwas Schöneres geben, als nach dem Saunagang in einem Dachgarten mit Blick auf den See zu relaxen? Oder nach einem entspannenden Tag mit Thalasso und Massagen als Tagesabschluss ein Glas Gardaseewein zu genießen?

Das Rundum-Wohlfühl-Paket beinhaltet in vielen Hotels natürlich auch kosmetische Behandlungen und Fitness-Kurse. In viele Spa-Areas ist neben verschiedenen Pools auch ein Hamam vorhanden.

Das Besondere in der Wintersaison ist, dass man den Tag auf einem der den See umgebenden Zweitausender verbringen und dann am Abend entweder eine Yoga-Stunde oder eine Wellnessbehandlung wahrnehmen kann. Soviel Abwechslung bietet nicht jede Urlaubsregion, zumal man nicht gleich ein oder zwei Wochen am Gardasee verbleiben muss, sondern selbst ein verlängertes Wochenende zu neuen Kräften für einen strapazierenden Alltag verhilft.

Zugefrorene Gewässer als Reservoirs der Krankheitserreger entdeckt

Birkenzweig mit Eiszapfen
Birke 24 © Lianem - www.fotolia.de

In zugefrorenen Seen gespeichert, bleiben Grippeviren über Jahrzehnte hinweg infektiös, berichtet die Apotheken Umschau.

Laut Dr. Scott Rogers von der Bowling Green State University in Ohio, USA, sind die Erreger damit potentielle Ausgangspunkte für Epidemien, da sie bei Tauwetter von Zugvögeln in bewohnte Gebiete verschleppt werden können. So soll auch die Vogelgrippe zumindest teilweise ihren Anfang genommen haben.

Ihre Entdeckungen machten Scott Rogers und sein Team in vereisten Gewässern in Sibirien.

Vorsicht beim Betreten von zugefrorenen Seen

Zwei Enten auf Eisfläche an Wasser
Enten auf Eis © Anika Werhahn - www.fotolia.de

Die Wasserwacht aus Oberbayern warnt davor, auf zugefrorenen Seen spazieren zu gehen oder Schlittschuh zu laufen. Allein in den letzten Wochen habe man insgesamt 19 Einbrüche registriert.

Da es derzeit immer wärmer wird, steigt die Gefahr, auf den vermeintlich zugefrorenen Seen ein Loch zu treten. Wer eingebrochen ist und sich von alleine nicht mehr an die Oberfläche ziehen kann, sollte versuchen, nicht unter die Eisdecke zu geraten und durch laute Hilferufe auf sich aufmerksam zu machen, so ein Sprecher der Wasserwacht.

Der strenge Winter hat viele Fische in Seen und Teichen das Leben gekostet

Auch die Tiere in Tierparks mussten entsprechend vor der eisigen Kälte beschützt werden

Nahaufnahme gefrorenes Wasser, blauer Hintergrund
frost © Nico Armbrust - www.fotolia.de

Durch den strengen und langen Winter sind sehr viele Fische in den deutschen Gewässern, besonders in Seen und Teichen, verendet, was das ökologische Gleichgewicht für die nächsten zwei bis drei Jahre belasten wird. So müssen wir in diesem Sommer verstärkt unter Mücken leiden, wie auch der Experte Werner Kloas sagt.

Sauerstoffmangel durch dicke Eisschicht

Die meisten Fische sind durch den Sauerstoffmangel, bedingt durch die dicken Eisschichten, verendet und man konnte in den letzten Tagen vermehrt die toten Fische in den Teichen und Seen entdecken. Aber dies war auch vor etwa 30 Jahren im Winter 1978 der Fall und davor ebenso in strengen Wintern in den 40-er und 50-er Jahren.

Aber nicht nur die Fische waren von dem harten Winter betroffen, auch viele Tiere in den deutschen Tierparks mussten vor der Kälte geschützt werden, so ließ man im Krefelder Zoo die Elefanten und Nashörner immer nur für ein paar Stunden die Tiere ins Freie.

Keine Probleme hatten aber die Alpakas, deren Nachwuchs sich im Schnee richtig wohl fühlte und umher tollte. Dagegen hielten sich die Humboldt-Pinguine meistens im Wasser auf oder in den Felsen, die man etwas gepolstert hatte.

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    Mikroben überleben seit 2800 Jahren unter dem ewigen Eis

    Unter dem kilometerdicken Eisschild in der Antarktis schlummern viele Geheimnisse, die noch auf ihre Entdeckung warten. So haben US-Wissenschaftler jetzt herausgefunden, dass unter den Eismassen im Lake Vida im Osten des Kontinents ein ganzes Ökosystem existiert - und das seit fast 2800 Jahren, ganz ohne Licht und Sauerstoff.

    Die Lebensbedingungen sind eher unwirtlich. Das Wasser ist extrem salzig, und die Temperaturen dort liegen ganzjährig unter minus zwölf Grad Celsius. Dennoch leben dort Bakterien, die ungefähr so groß sind wie die kleinstmöglichen lebensfähigen Zellen. Nach Erkenntnissen der Forscher gewinnen die Mikroben die fürs Überleben notwendige Energie wahrscheinlich aus Wasserstoff, der bei chemischen Reaktionen der Salzsole mit dem umliegenden Gestein entsteht. Außerdem fanden sie Kohlenstoff, gelöste Metalle und Stickstoffverbindungen in der Salzlake.

    Die Wissenschaftler hatten in den Jahren 2005 und 2010 im Lake Vida Bohrungen durchgeführt, die bis in die Regionen führten, in denen sie flüssiges Wasser vermuteten. Dort stießen sie auf die Mikroben.

    Vorsicht auf gefrorenen Gewässern!

    Hinweise die anzeigen, dass Eis noch viel zu dünn für eine Belastung ist

    Gefrorener See in Polen, Masuren, Winterlandschaft
    Winter scenery of frozen lake in Poland © Patryk Kosmider - www.fotolia.de

    Inzwischen ist es wieder kalt geworden. Doch das Eis auf Seen und Bächen trägt deshalb noch lange nicht. Wer sich trotzdem drauf wagt, spielt mit seinem Leben. Die Temperaturen sind zwar knackig kalt. Aber die Eisdecke auf den Gewässern ist viel zu dünn.

    Deshalb warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bad Nenndorf vor dem Betreten. Erst wenn das Eis 15 bis 20 Zentimeter dick ist, kann es einen Menschen tragen. Am besten ist es, Eisflächen nur dann zu betreten, wenn sie bewacht werden.

    So reagieren Sie bei Gefahr

    Wer sich trotzdem aufs Eis wagt und ein Knistern und Knacken hört, legt sich am besten sofort flach hin, um die Eisfläche gleichmäßig mit seinem Gewicht zu belasten. Vorsichtiges Zurückrobben ans Ufer kann dann helfen, nicht einzubrechen.

    Daran erkennt man dünnes Eis

    Eis mit dunklen Stellen, sollte auf jeden Fall gemieden werden. Denn das ist ein Hinweis, dass es noch viel zu dünn für eine Belastung ist. Zugeschneite Eisflächen sind ebenfalls riskant, genauso wie

    • bewachsene Uferbereiche und
    • Gewässer, durch die Flüsse und Bäche fließen.

    Auch hier ist das Eis meist zu dünn.

    Die schönsten Badeseen Österreichs

    Das Urlaubsland Österreich beeindruckt nicht nur mit imposanten Berg- und Tallandschaften, sondern auch sauberen Bergseen und klaren Flüssen. Besonders beliebt ist die Verbindung von Bade- und Aktivurlaub.

    Werden Besucher nach den Seen in Österreich gefragt, fällt ihnen meist der Bodensee im Länderdreieck Deutschland-Österreich-Schweiz, der Millstätter oder Ossiacher See ein. Doch das Gebirgsland hat viele Facetten, überrascht mit Natur- und Gletscherseen, fischreichen Flüssen und verschwiegenen Badeteichen. Jedes österreichische Bundesland bietet seinen Gästen schöne Badeplätze und viele Möglichkeiten für den Wassersport an.

    Badeseen in der Steiermark

    Der Wolfgangsee gehört sicher zu den bekannten Seen in der Steiermark.

    • Das belebte Seeufer mit den mondänen Orten
    • die Ausflugsschiffe
    • wunderschöne Ansichten und
    • gute Wassersportbedingungen

    machen den See zum beliebten Ziel für Gäste aus ganz Europa.

    Eine zauberhafte Oase der Ruhe ist der benachbarte Hintersee.

    Das kleine Gewässer ist nur 1,7 km lang und rund 700 Meter breit. Der Waldsee überrascht mit schönen Badeplätzen, kleinen Kiosken und schattigen Waldwegen zum Wandern.

    Einen Besuch ist auch der Stubenbergsee wert. Der saubere Natursee erwärmt sich schnell und so kann bis in den Herbst hinein im sauberen Wasser gebadet werden. Um den See führt eine Laufstrecke, am Ufer befindet sich ein Kinderspielplatz und am Badeplatz wurde eine Rutsche installiert.

    Badeseen in Kärnten

    Der Klopeiner See gehört zu den bekanntesten Naturbadeseen in Kärnten. Er wird im Sommer an den flachen Stellen bis zu 28 Grad Celsius warm und ist deshalb vor allem bei Kindern beliebt. Die Badestellen am See sind gut ausgebaut, haben schöne Liegewiesen sowie Spiel- und Picknickplätze. Ein sehr gutes Sport- und Gastronomie Angebot ist selbstverständlich.

    Der Millstätter See ist ein Eldorado für Aktive.

    erwarten die Gäste, die zu jeder Jahreszeit gerne in die Region kommen. Am Millstätter See befinden sich mehrere Badestellen, die auch für Kinder geeignet sind.

    Badeseen in Tirol

    In Tirol befinden sich nicht nur ausgezeichnete Wintersport- und Wandergebiete, sondern auch sehr schöne Naturbadeseen. Der Badesee Going wurde bereits mehrfach zum schönsten Tiroler See gewählt.

    Er liegt unterhalb vom Wilden Kaiser und wird aus dessen Quellen gespeist. Am Ufer befinden sich Spiel- und Badeplätze und Wasserrutschen. Der See ist für Kinder gut zum Baden geeignet.

    Der größte See Tirols - der Achensee - ist ein beliebtes Ziel für Surfer und Segler. Outdoorsportler finden am Ufer schöne Laufstrecken und Bergwanderwege. Am Achensee befinden sich mehrere schöne Strandbäder und Badestellen.

    Badeseen im Burgenland

    Der kleine, tiefe Neufelder See ist einer der beliebtesten Tauchspots im Burgenland. Am Ufer befindet sich ein Strandbad mit Campingplatz und Freizeitanlagen.

    Der Neusiedler See gilt als exzellentes Surf- und Segelrevier. Der Steppensee hat eine maximale Tiefe von 1,8 Meter und erwärmt sich schnell.

    Die Region um den See wirbt mit 300 Sonnentagen. Durch die Nähe zu Wien ist der Neusiedler See ein beliebtes Tagesausflugsziel und eignet sich besonders für Familien mit Kindern.

    Badeseen in Ober- und Niederösterreich

    Der Attersee ist das größte Binnengewässer in Oberösterreich. Er ist mit dem Fuschlsee, dem Irrsee und dem Mondsee verbunden. Auf dem Attersee verkehren Ausflugsschiffe. Das klare Wasser bietet gute Möglichkeiten für Schwimmer, Taucher und Angler.

    Der wild-romantische Lunzer See ist ein sehr attraktives Reiseziel in Niederösterreich. Besonders schön ist die Seepromenade mit Restaurant und Seeterrasse. Das Strandbad hat schöne Liegewiesen, einen Spielplatz und einen Sprungturm.

    Bodensee kleiner als bisher angenommen

    Der Leiter des Instituts für Seenforschung in Langenargen Gerd Schröder erklärte jetzt, dass die bisherige Oberfläche des Bodensees von bisher 571 auf 536 Quadratkilometer gekürzt wurde.

    Damit ist der Bodensee nach neuesten, korrigierten Berechnungen gut 35 Quadratkilometer kleiner als bislang angenommen. Die Oberfläche des Sees reduziert sich somit um etwa sechs Prozent.

    Warum man von Bregenz am Bodensee die Stadt Konstanz nicht sehen kann

    Die Entfernung der beiden Städte Konstanz und Bregenz am Bodensee beträgt nur 46 Kilometer, aber auch bei Fernsicht kann man vom österreichischen Bregenz das deutsche Konstanz nicht sehen. Wie die Internationale Gewässerschutzkommission (IGKB) erklärt, ist daran die Erdkrümmung schuld.

    Wenn man in Bregenz eine Tangente, das ist eine Gerade, die senkrecht zum Radius eines Kreises steht, legen würde, so liegt dann die Stadt Konstanz etwa 166 Meter unter dieser. Zum Vergleich, das Ulmer Münster hat mit einer Höhe von 161,5 Meter den höchsten Kirchturm der Welt, der Dom zu Köln liegt mit seine 157 Meter noch an dritter Stelle, der Petersdom in Rom ist "nur" 133 Meter hoch. Man hat mit Hilfe von komplizierten mathematischen Formeln die Wölbung des Bodensees errechnet.

    In der Schweiz verschwindet jedes Jahr im Sommer der Gletschersee bei Grindelwald

    Vor etwa drei Jahren entstand bei Grindelwald nach einem riesigen Felssturz ein Gletschersee, der von Jahr zu Jahr immer größer wurde, aber in den Sommermonaten auf eine unerklärliche Weise immer wieder verschwand. Deshalb wird er nun ständig von den zuständigen Behörden überwacht, weil man eine Gefahr nicht nur für Grindelwald, sondern auch für die angrenzenden Gebiete sieht, denn laufend kam es zu Hochwasser und Überschwemmungen in dieser Region. Man will durch entsprechende Baumaßnahmen, so auch durch einen speziellen Abfluss, die Region vor Schäden sichern.

    Warum der See sich jeden Sommer entleert, so liegt das nach Meinung von Experten daran, dass einerseits ein Kälteeinbruch nicht mehr für genügend Zufluss zum See sorgt und zweitens durch den gebauten Abfluss der See sich entleert.

    Rekordminus am bayerischen Funtensee

    Im Nationalpark Berchtesgaden gab es vor ein paar Tagen am Funtensee ein Rekordminus. Der Deutsche Wetterdienst meldete dort eine Temperatur von minus 24,3 Grad - angeblich die niedrigste Temperatur Deutschlands, seitdem man hier mit der Messung angefangen hat. Die eisige Kälte war auf den wolkenlosen Himmel in der Nacht zurückzuführen.

    Doch sie hielt nicht lange an, bereits für heute wurde wegen des Föhns eine Temperatur von über zehn Grad plus vorausgesagt und auch in anderen Teilen Deutschlands sollen die nächsten Tage milder und verregneter werden.

    Am Tegernsee lässt man es sich gut gehen

    Vor allem das Örtchen Kreuth erfreut sich bei den Besuchern des Tegernsees großer Beliebtheit

    Der Tegernsee, der zwischen München und der österreichischen Grenze liegt, begeistert nicht nur durch seine atemberaubende Landschaft, sondern lockt auch viele Besucher durch seine kulinarische Vielfalt an. Neben Bier und Weißwurst gibt es natürlich auch noch Schweinshaxe oder zum Nachtisch Apfelkücherl. Egal ob man sich dafür in einen Biergarten oder in ein exquisites Restaurant begibt, eine Vielfalt ist immer geboten.

    Tipps für kulinarische Genüsse

    So gibt es in Rottach-Egern das Hotel "Überfahrt", welches durch seine außerordentliche Frische überzeugt. Sowohl der Fisch als auch das Gemüse stammen direkt aus dem See, bzw. von den nahe gelegenen Feldern. Besonders in Kreuth findet man einen Ballungsort vieler empfehlenswerter Gaumenschmäuse vor.

    Neben dem geräucherten Fisch in Wildbad Kreuth, bietet Kreuth auch zum Beispiel Whisky an, der in der Enzianhütte angeboten wird. Zuvor war die Blockhütte eine Brennerei, die sich aber nach und nach zu einem Restaurant umfunktioniert hat. Slyrs-Whisky gibt es dort trotzdem noch zu kaufen, ebenso wie den heimischen Honig.

    Zudem gibt es noch eine Naturkäserei als auch den Gasthof "Café Aibl", der besonders mit seinem Wild aus eigener Jagd glänzen kann. Zur Abrundung kann man danach noch den Kaiserschmarren probieren, den man am Fuß des Hirschbergs in Kreuth vorfindet.

    Nach einer kleinen Ruhepause verspricht eine Wandertour entlang der Weißach eine willkommene Abwechslung.

    Der Klimawandel wirkt sich auch auf die Binnenseen aus

    Sturm an See, Tornado fegt darüber
    Stormy sea © KoMa - www.fotolia.de

    Nach einer Studie der US-Raumfahrtbehörde NASA wirkt sich der Klimawandel auch auf die weltweiten Binnenseen aus, wobei auch dort in den letzten 25 Jahren die Wassertemperatur gestiegen ist.

    In dieser Studie wurden nur die Binnenseen, die wenigstens 500 Quadratkilometern umfassen, berücksichtigt. So waren dies über 160 Binnengewässer, worunter auch der Bodensee fällt, der 536 Quadratkilometer groß ist. Der ungarische Plattensee, oder auch Balaton genannt, ist der größte in Europa und umfasst eine Größe von 594 Quadratkilometer und der Genfer See liegt mit 580 Quadratkilometern vor dem Bodensee an zweiter Stelle.

    Pro Jahrzehnt stieg somit die Temperatur durchschnittlich um 0,45 Grad, in manchen Seen sogar um ein volles Grad. So waren die stärksten Anstiege in den Gewässern Nordeuropas zu verzeichnen, danach folgten Sibirien, die Mongolei, Nord-China und Südost-Europa. Durch den Temperaturanstieg kommt es zu einem größeren Wachstum von Algen.

    Wie die Wellen im bekannten schottischen See Loch Ness entstehen

    Die meisten Menschen kennen den schottischen Süßwasser-See Loch Ness wegen seines sagenumwobenen Ungeheuers "Nessie", das man aber noch nie gesehen hat. Dieser See liegt im schottischen Hochland und ist mit etwa 56,4 Quadratkilometern, bei einer Länge von 37 Kilometern und durchschnittlichen Breite von 1,5 Kilometern der zweitgrößte See in Schottland.

    Schon seit längerer Zeit rätseln Wissenschaftler, wie es zu einer ständigen Wiederkehr der Wellenbewegung in diesem See kommt. Jetzt haben Geo-Forscher aufgrund von Messungen mittels Drucksensoren auf dem Boden des Sees eine Erklärung gefunden. Obwohl der See keine direkte Verbindung zur nahe gelegenen Nordsee hat, wirken sich Ebbe und Flut auf den Seeboden aus und es kommt abhängig von den Gezeiten zu den Wellenbewegungen.

    Zudem stellte man auch fest, dass sich der Wasserstand alle zwei Tage ändert. Der Grund liegt wohl daran, dass das Gewicht des Meeres sich auf den Seeboden auswirkt und diesen wippen lässt, so dass es zu dieser Wellenbewegung kommt. So wird bei Flut dementsprechend der Druck erhöht und bei Ebbe geht er wieder zurück.

    Übrigens hat man im Jahre 1822 einen Kanal zwischen der Nordsee und der Atlantikküste, den sogenannten Kaledonischen Kanal (Caledonian Canal) gebaut, um einen kürzeren und sicheren Verbindungsweg für den Transport von Industriegütern zu haben - Loch Ness ist ein Teil von diesem Kanal.

    Sauberer Bodensee, kleinere Fische

    Des einen Freud', des anderen Leid. Das Wasser im Bodensee wird immer sauberer, die Fische wachsen jedoch langsamer. Dies gefällt den Badeurlaubern, verstimmt jedoch die Fischer.

    Vor noch drei Jahrzehnten wog etwa ein Bodenseefelchen mit drei Jahren ungefähr 500 Gramm. Heute benötigt es dagegen vier Jahre, um ein Gewicht von wenigstens 300 Gramm zu erreichen. Aufgrund des geringeren Phosphatgehalts im Wasser gelangen die Tiere schlechter an Nährstoffe.

    Schmutzige Seen wollten sie natürlich auch nicht, erklären die Fischer vom Bodensee. Allerdings streben sie eine andere Bewirtschaftung des Sees an. So wollen sie in den Monaten, in denen die Fische eher mager sind, mit engeren Netzen arbeiten. Dies reduziere den Bestand und die anderen Fische könnten schneller wachsen. Gebe es weniger Mäuler, stünde den übrigen Tieren mehr Nahrung zur Verfügung, meint der Verband der Berufsfischer.

    Ob diese Vorhaben wirklich umgesetzt wird, ist jedoch noch offen, denn die Behörden der Bodenseeanrainer müssen sich dazu erst einmal einigen.

    Riesige Flutwelle vor 1.500 Jahren im Genfer See

    Genfer See - Naturkulisse, See mit Bergen im Hintergrund
    Genfer See © franke182 - www.fotolia.de

    Wie Schweizer Forscher feststellten, hat vor etwa 1.500 Jahren eine Flutwelle die Stadt Genf überschwemmt.

    Vorangegangen war ein gewaltiger Erdrutsch, der daraufhin diese Flutwelle im Genfer See verursacht hat. So kam es also im Jahr 563 zu einer bis zu 13 Meter hohen Flutwelle.

    Wie Forscher glauben, könnte sich ein solches Ereignis durchwegs auch heute noch wiederholen. Damals wurden mehrere Dörfer zerstört und viele Menschen ertranken in den Fluten.

    Phosphat in Seen und Binnengewässern kann Stickstoff abbauen

    Teich mit Koi-Karpfen, umgeben von Steinen
    koi pond © Elenathewise - www.fotolia.de

    Hohe Phosphatwerte in Binnengewässern sind einer aktuellen Studie US-amerikanischer Wissenschaftler zufolge eine zweischneidige Sache. Einerseits lässt die Substanz Algen unkontrolliert wachsen, andererseits sorgt sie dafür, dass sich eine starke Stickstoffbelastung verringert.

    Sowohl hohe Stickstoff- als auch Phosphat-Werte in Gewässern werden in den meisten Fällen durch Schadstoffe aus menschengemachten Quellen, etwa der Landwirtschaft, hervorgerufen. Ein Überschuss an Phosphat produziert Algenschleim, der das Badevergnügen in Seen stört und Fische ersticken lässt. Um das Algenwachstum zu begrenzen, senkt man daher gezielt den Phosphatgehalt im Wasser.

    Diese an sich richtige Schutzmaßnahme kann sich jedoch auch nachteilig auswirken, wie die Forscher herausfanden. Bei Langzeitmessungen entdeckten sie in phosphatreichen Seen einen deutlich wirkungsvolleren Abbau von Stickstoff als in nährstoffarmen Gewässern. Daher gehen sie davon aus, dass zwischen dem Phosphatkreislauf und dem Stickstoffanteil eine enge Verbindung existiert.

    Da dieser Vorgang im Detail jedoch noch nicht klar ist, wollen die Wissenschaftler vorerst keine Handlungsempfehlungen abgeben.

    Aralsee fast verschwunden: Ostbecken erstmals seit Mittelalter ausgetrocknet

    Bis 1960 war der Aralsee noch das viertgrößte Binnengewässer der Welt. Bis zu Beginn der 1960er Jahre dehnte er sich auf einer Fläche von rund 68.000 Quadratkilometern aus. Heute ist der Aralsee nahezu verschwunden.

    Erste vollständige Austrockung seit dem Mittelalter

    Aufgrund lang anhaltender Trockenheit ist das östliche Becken des Sees im Sommer 2014 erstmals seit dem Mittelalter vollständig ausgetrocknet. Ehemalige Hafenstädte wie Aral (Kasachstan) und Moʻynoq (Usbekistan) liegen mittlerweile 30 beziehungsweise 80 Kilometer vom Ufer des Aralsees entfernt. In der Wüste befinden sich aber immer noch Schiffswracks aus der Zeit, als die Fischereiwirtschaft florierte.

    Salz- und Temperaturanstieg beschleunigen den Prozess

    Von den Hauptzuflüssen Amudarja und Syrdarja wurden seit der Stalinära (1929–1953) große Wassermengen für die künstliche Bewässerung riesiger Anbauflächen für Baumwolle entnommen. Durch den geringeren Zufluss sank seitdem der Wasserspiegel des Sees kontinuierlich. Das Wasservolumen hat sich um 90 Prozent reduziert, gleichzeitig vervierfachte sich der Salzgehalt. Die Temperaturen steigen an und die Austrocknung wird beschleunigt.

    Nach dem Rückzug der Wasserlinie bleibt eine Salz- und Staubwüste, die durch den jahrzehntelangen Gebrauch von künstlichen Düngemitteln, Pestiziden und anderen Schadstoffen hoch gesundheitsgefährdend ist. Die Kindersterblichkeit ist in dieser Region viermal höher als in Russland. Sie liegt auf dem Niveau von Ländern wie Kamerun, Sudan oder Simbabwe. Die Zahl von Fehlbildungen und Behinderungen Neugeborener nimmt ständig zu.

    Dammprojekt nur im nördlichen Teil

    Um zumindest den nördlichen Teil des Aralsees zu retten, baute Kasachstan 2003 den Kokaral-Damm, um das Wasser zurückzuhalten. Seitdem stieg der Meeresspiegel dort wieder an, Fischbestände erholten sich. Im Südteil fehlt dieses Wasser jedoch. Usbekistan, welchem die Südhälfte des Großen Aralsees gehört, kritisierte das Projekt als "egoistisch".

    Grundinformationen und Hinweise zu Seen

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: rowboat stranded ashore © Luminis - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Schöne Reise: Abendruhe am Bootssteg © doris oberfrank-list - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Freunde © Michael Kempf - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: chiemsee segelboote © martin - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Riva del Garda, Gardasee, Promenade, Segelboote, Italien © autofocus67 - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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