19. Juli 2010
Von Andreas Hadel
Bringen Ihre Trainingseinheiten Sie wirklich näher an Ihr Fitness-Ziel oder werfen sie Sie eher weiter zurück? Egal ob Sie ein Trainingsanfänger oder langjähriger Fitness-Enthusiast sind, bei jeden von uns schleichen sich von Zeit zu Zeit kleine Unarten ein, die unsere guten Absichten manipulieren und uns Steine in den Fitness-Weg stellen. Die folgenden Zeilen identifizieren die statistisch fünf häufigsten Trainingsfehler.
Wenn Sie sich im Fitness-Studio so sehr an die körperlichen Grenzen treiben, dass Sie am nächsten Tag kaum aufrecht stehen können, riskieren Sie auf lange Sicht nicht nur Verschleißerscheinungen, sondern auch Workouts ausfallen zu lassen. Muskelkater und ein paar verspannte Muskeln sind okay und notwendige Wegbegleiter von effektiven Trainingseinheiten. Allerdings sollten Sie in der Lage sein, Ihren Alltag ohne Einschränkungen zu bewältigen und sich an Ihren Trainingsplan halten zu können. Eine über mehrere Stunden gehende Einheit am Wochenende ist nicht so effektiv wie mehrere kürzere Workouts unter der Woche.
Wer seine Ausdauer-Einheiten sitzend auf dem Fahrradergometer absolviert und dabei noch durch Mode-Zeitungen blättert, ist weit davon entfernt, tatsächlich zu trainieren. Ein schlanker und durchtrainierter Körper ist das Produkt harter und konsequenter Arbeit. Wäre es anders, hätte jeder von uns einen Waschbrettbauch und perfekt geformte Schenkel. Aber dann würden wir diese wahrscheinlich nicht mehr als Ideale betrachten. Nutzen Sie den gesunden Menschenverstand und machen Sie sich bewusst, dass Training mit Schweiß und einer erhöhten Pulsfrequenz zu tun hat. Das Lesen verschieben wir auf später, wenn wir nach dem Training in der Sitzecke des Studios den wohl verdienten Protein-Shake trinken.
Einige der Fitness-Ratschläge, die eine überraschend hohe Popularität erlangt haben, ist jener, dass Sie mindestens eine Stunde trainieren sollten, wenn Sie Erfolge sehen wollen. Dieser Ratschlag berücksichtigt jedoch nicht, wie schwer Sie trainieren und was eigentlich Ihre Ziele sind. Vergessen Sie ihn und organisieren Sie Ihr Workout so, dass Sie es in Ihrem Tagesablauf optimal unterbekommen. Je nachdem wieviel Zeit Sie dem Training einräumen, können Sie die Intensität und Trainingssysteme auswählen.
Das Körpergewicht kann von Tag zu Tag um mehrere hundert Gramm, teilweise sogar Kilogramm, schwanken, ohne dass dies einen Rückschluss auf Ihren Körperfettanteil gibt. Die natürlichen Schwankungen unseres Wasserhaushaltes oder die unterschiedlichen Verdauungszeiten diverser Mahlzeiten, macht es für uns praktisch unmöglich, dass wir uns jeden Morgen mit den gleichen Parametern auf die Waage stellen. Es macht daher mehr Sinn, sich ein- bis zweimal pro Woche zu wiegen und auf die Einhaltung des gewünschten Trends zu achten.
Gerade Fitness-Neulinge sind mit unbändigen Ehrgeiz gefüllt und können es kaum abwarten, die Ergebnisse ihrer harten Trainingseinheiten zu sehen. Tatsache ist jedoch, dass wir unserem Organismus die notwendige Zeit einräumen müssen, damit er auf den Trainingsreiz und die Diät reagieren kann. Der Umbau unseres Körpers auf Zellebene ist eine ziemlich komplexe Angelegenheit, die Mutter Natur nicht in Windeseile erledigen kann. In der Regel werden Fortschritte in einem Rahmen von 6-8 Wochen deutlich sichtbar.
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Dr. phil. Michael Tiemann (1959) studierte Sportwissenschaft, Sozialwissenschaften und Englisch an der Universit...