Ausdauertraining - Nutzen, Möglichkeiten und praktische Trainingstipps

Unterkörper einer Frau im roten Sportoutfit im Fitnessstudio auf Laufband

Tipps für ein effektives Ausdauertraining

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  • von Paradisi-Redaktion

Schon immer betreiben die Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen Sport. Die einen möchten etwas für ihre Gesundheit tun, die anderen möchten ihr Gewicht verringern oder halten, wieder andere suchen den Spaß und Gleichgesinnte, und manche möchten die Grenzen des eigenen Körpers kennen lernen und Höchstleistung bringen. So unterschiedlich wie diese Menschen und ihre Ansatzpunkte sind, so unterschiedlich ist auch ihr Training. Eins aber ist allen gemein: ohne Ausdauer lässt sich keine Sportart vernünftig ausüben. Ein gutes Ausdauertraining steht also auf jeden Fall am Beginn einer jeden sportlichen Karriere. Lesen Sie alles Wissenswerte rund um das Thema Ausdauertraining.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Ausdauertraining - Vorzüge und Möglichkeiten

Je nachdem, was für ein Sport und in welcher Intensität er betrieben wird, kann der Sport unterschiedliche Faktoren zum Ziel haben. So kann es zum Beispiel darum gehen, beim Sport die größtmögliche Leistung zu erbringen, die sich zum Beispiel in Geschwindigkeit, Höhe oder Weite messen lässt.

Bei anderen Sportarten steht der Sieg der Mannschaft im Vordergrund. Ein Ausdauertraining dagegen hat meist die Verbesserung des körperlichen Befindens und der körperlichen Fitness zum Ziel.

Der Mensch ist nicht dazu geschaffen, seine Zeit sitzend oder mit wenig Bewegung zu verbringen. Das ursprüngliche Modell Mensch war meist den ganzen Tag und unter unwirtlichen Bedingungen unterwegs, um für sein Überleben zu sorgen. Er musste jagen, pflanzen, jäten, ernten, und hatte nur wenig Zeit für Muße und Ruhe.

Und diesen Teil unserer Evolutionsgeschichte tragen wir bis heute in uns: unser Herz-Kreislaufsystem braucht Bewegung, um gesund zu bleiben.

Merkmale eines guten Ausdauertrainings

Ein gutes Ausdauertraining findet meist im aeroben Bereich statt. Das bedeutet, dass der Sportler nicht unter Atemnot leidet.

Seine Muskulatur erhält den benötigten Sauerstoff über das Blut und das Blut ist so gut mit Sauerstoff gesättigt, dass der Sportler neben dem Ausdauertraining noch sprechen kann.

Vergleicht man dies zum Beispiel mit einem 100-Meter-Sprint, so liegen die Unterschiede ganz klar auf der Hand: Die Geschwindigkeit eines kurzen Sprints könnte kein Athlet über eine Langdistanz durchhalten. Hingegen sieht man häufig Personen die joggen, einen scheinbar gemütlichen Eindruck dabei machen und sich entspannt unterhalten.

Es ist gar nicht so schwierig, an diesen Punkt zu gelangen. Stellt man es richtig an und beachtet einige grundlegende Regeln, so kann ein gesunder Mensch seine Ausdauer schnell steigern. Aber nicht nur gesunde Menschen, sondern auch Herz-Kreislauf-Patienten oder Menschen in der Rekonvaleszenz können ein sanftes Ausdauertraining betreiben.

Junges Paar beim Joggen am Strand
Junges Paar beim Joggen am Strand

Geeignete Sportarten

Sport ist wichtig und gesund für das Herz-Kreislaufsystem. Doch nicht jede Sportart eignet sich gleichermaßen gut für ein ausgewogenes Kardio-Training. Zudem hängt es sehr viel von den individuellen Faktoren des Sportlers oder Sport Treibenden ab, welche Sportarten für sein persönliches Kardio-Training in Frage kommen und empfehlenswert sind.

Natürlich können Sie Ihre Ausdauer mit fast jeder Sportart trainieren. Besonders geeignet sind aber Sportarten, die allein durch ihre Natur schon eine möglichst gleichförmige Bewegung mit sich wiederholenden Bewegungsabläufen vorsehen.

Mannschaftssportarten mit einem pulsierenden Spielverlauf zum Beispiel entsprechen diesem Muster gar nicht. Die meisten Ausdauersportarten sind Individualsportarten, die Sie entweder im Freien oder auch in einem Fitness-Studio ausüben können.

Geeignete Ausdauersportarten

Viele Ausdauersportarten finden sich auch im Kardio-Bereich, denn sie stärken unter anderem auch das Herz-Kreislauf-System. Ideale Ausdauersportarten sind deshalb

Wichtig ist dabei nur, dass die Belastung des Körpers möglichst gleichmäßig, dafür aber über einen längeren Zeitraum erfolgt.

Wer jedoch seinen Sport lieber in der Gruppe als allein ausführt, der wird auch hier fündig: Im Sportstudio finden sich viele Cardio-Geräte, die von den Besuchern in erster Linie zum Aufwärmen genutzt werden.

Zwei sich zugewandte Männer auf Spinningrad in Fitnessstudio
Zwei sich zugewandte Männer auf Spinningrad in Fitnessstudio

eignen sich ganz besonders gut für ein gezieltes Herz-Kreislauftraining.

Allerdings sollte die Trainingsdauer dann über das eigentliche Aufwärmen hinaus gehen. Einen optimalen Trainingsplan kann der Fitnesstrainer zusammenstellen.

Workout-Kurse im Fitness-Studio

Auch die in den meisten Fitness-Studios angebotenen Workout Stunden bieten größtenteils ein gutes Cardio Training. Allen voran

Neuere und modernere Varianten der Bewegung zur Musik können dieselben positiven Effekte bieten.

Gruppe junger Frauen im Fitness Studio beim Tanz-Workout, Aerobic
Gruppe junger Frauen im Fitness Studio beim Tanz-Workout, Aerobic
Die Anpassung an den Gesundheitszustand

Auch der Gesundheitszustand des Sport Treibenden selbst hat Einfluss auf die Wahl der besten Sportart fürs Herz-Kreislauftraining. Patienten in der Rekonvaleszenz zum Beispiel sind meist noch nicht sehr stark belastbar.

Für sie bietet sich ein kontrolliertes Herz-Kreislauftraining in einem Fitness-Studio oder einer Reha-Einrichtung an. So befinden sich die Patienten stets unter fachkundiger Aufsicht und können ihr Training auch einmal vorzeitig beenden, wenn die Tagesform es verlangt. Weniger sinnvoll dagegen wäre es für solche Patienten, sich beim Walken kilometerweit vom Ausgangspunkt weg zu bewegen und dort womöglich keine Hilfe holen zu können.

In Sachen Anstrengungsgrad

Selten wurde eine Nachricht unter Sportsfreunden mit so viel Erleichterung aufgenommen: Vor einigen Jahren verkündeten Forscher, dass Ausdauersport am effektivsten ist, wenn man sich nebenher bequem über den neuen Imbiss um die Ecke unterhalten kann - ohne dabei zu Schnaufen. Endlich hatte das Schwitzen auf Laufband und Stepper ein Ende und selbst gemütliche Artgenossen ließen sich vom Ausdauersport überzeugen.

Ausdauertraining ungeeignet fürs Abnehmen

Doch nun wird es hart: In einer Studie an der Universität Saarbrücken wurde herausgefunden, dass Ausdauertraining mit niedriger Intensität zwar Herzproblemen vorbeugt, zur Verbesserung der Fitness und für purzelnde Pfunde jedoch nicht geeignet ist. Überflüssiges Körperfett lässt sich von Sport bei niedriger Intensität nicht beeindrucken und bleibt hartnäckig auf Hüften, Beinen und Po sitzen.

Studien beweisen: Ohne Schweiß keine Gewichtsabnahme

Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher, nachdem sie gesunde Probanden mehrere Wochen lang auf zwei unterschiedlich intensive Trainingsprogramme losgelassen hatten. In einer ersten Studie wurde untersucht, bei welcher Intensität die Speckpölsterchen verbrannt werden.

In der zweiten Studie wurde der Kalorienverbrauch gemessen und schließlich der Ausdauerzuwachs bei fünfmaligem Training pro Woche. Die erste Probandengruppe trainierte für jeweils 30 Minuten mit hoher Intensität, während die andere Gruppe weniger stark keuchte. Das entspanntere Training hatte jedoch einen Haken: Die Probanden mussten sich viel länger auf dem Laufband abmühen, um die gleiche Anzahl an Kalorien zu verbrennen.

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass sich all jene, die ihre Ausdauer verbessern oder einfach ein paar Pfunde verlieren wollen, beim Training richtig verausgaben müssen. Der Puls sollte bei gesunden Sportlern ohne Herzprobleme im Durchschnitt bei 80 bis 85 Prozent der maximalen Herzfrequenz liegen. Als Faustregel kann man sich merken, dass die Herzfrequenz beim Laufen 220 und beim Radfahren 200 minus Lebensalter sein sollte.

Junge, blonde Joggerin im Sportoutfit mit Wasserflasche macht Pause im Wald
Junge, blonde Joggerin im Sportoutfit mit Wasserflasche macht Pause im Wald

Im Folgenden informieren wir über einige Vorzüge des Ausdauertrainings...

Gut für Kondition und Leistungsfähigkeit

Ein leichtes bis mittleres, aber vor allem regelmäßiges Cardio-Training kann uns dabei unterstützen, gesund zu bleiben. Unsere Kondition wird besser, und unser Körper leistungsfähiger.

Durch die erhöhte Pumpleistung des Herzens gelangt mehr Sauerstoff in unsere Gefäße. So wird nicht nur unsere Sauerstoffaufnahme verbessert, was sich wiederum auch positiv auf unsere geistigen Fähigkeiten auswirkt, sondern es werden auch Muskeln aufgebaut.

Gut für den Stoffwechsel und zur Vorbeugung vieler Krankheiten

Diese neuen, kräftigen Muskeln unterstützen unseren Bewegungsapparat und entlasten damit Knochen, Gelenke und Sehnen. Unsere Venen und Arterien werden durchgespült. In komplexen chemischen Prozessen wird der Stoffwechsel aktiviert und voran getrieben.

Schädliche Stoffe wie zum Beispiel Stresshormone und deren Nebenprodukte können sich nicht mehr oder nur vermindert in unserem Gefäßsystem niederlassen. Dadurch wird auch der gefürchteten Arterienverkalkung vorgebeugt, die im Alter nicht nur zu nachlassender Geistesleistung führt, sondern auch zu den gefürchteten Verengungen der Herzkranzgefäße, die ihrerseits Auslöser für Herzinfarkte und Thrombosen sind.

Gut für das allgemeine Wohlbefinden

Doch das Cardio-Training verbessert auch unser allgemeines Wohlbefinden. Antriebslosigkeit und Müdigkeit verschwinden, wir fühlen uns fit und erholt. Auch die Psyche profitiert, denn es ist ein gutes Gefühl, etwas geleistet zu haben.

Cardio-Training kann den Blutdruck und sogar den Cholesterinspiegel senken, und es verbessert bei regelmäßigem Training die allgemeine Leistungsfähigkeit. Insgesamt wird der Körper stärker und widerstandsfähiger, und wir sind auch in den Wintermonaten sehr viel weniger anfällig für Infekte und bakterielle Erkrankungen. Diese Vorteile sollten wir nicht ungenutzt lassen.

Konditionstraining stärkt das Herz-Kreislaufsystem

Wissenschaftliche Studien haben es längst bewiesen: Ein gutes Ausdauertraining zählt zum gesündesten Sport, den man überhaupt betreiben kann. Es stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern wirkt sich auch äußerst positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus.

Durch die kontinuierliche Belastung finden im Körper aber auch noch andere Prozesse statt, die insgesamt zu einer verbesserten Gesundheit, einer größeren Widerstandsfähigkeit und einer erhöhten inneren Zufriedenheit führen. Wie dies funktioniert und warum das so ist, erklären wir Ihnen hier einfach und leicht verständlich.

Ziel des Konditionstrainings
Älteres Paar beim Joggen durch den Park
Älteres Paar beim Joggen durch den Park

Das Konditionstraining hat zum Ziel, die gesamte körperliche Verfassung zu verbessern. Durch die mäßige aber kontinuierliche Belastung wird das Herz-Kreislaufsystem aktiviert und gestärkt.

Die Belastung ist dagegen nicht so hoch, dass das Herz übermäßig beansprucht und damit möglicherweise geschädigt oder überfordert würde. Extreme Spitzenleistungen im Sport sind zwar allein durch ein gutes Konditionstraining nicht zu erzielen, doch das Konditionstraining als ein Faktor von vielen zählt zur Basis solcher Erfolge.

Vorzüge eines effektiven Konditionstrainings

Wer ein Konditionstraining betreibt, hat meist jedoch in erster Linie die Verbesserung der eigenen körperlichen Fitness im Auge. Diese lässt sich schon allein durch die Verringerung des Fettanteils im Blut erzielen.

Das Konditionstraining findet meist über einen längeren Zeitraum hinweg bei niedriger bis mittlerer Pulsfrequenz statt. Und genau hier ist es, wo der Körper sich in der so genannten Fettverbrennungszone befindet. Regelmäßiges Konditionstraining führt also - in Kombination mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung - auch dazu, dass überschüssige Fettreserven abgebaut werden.

Auch wer zu Beginn des Konditionstrainings schon Idealgewicht hat, profitiert von diesem Umstand, denn mit einem niedrigeren Fettanteil wird die Sauerstoffverwertung erhöht, und wichtige Mineralstoffe können leichter transportiert werden.

Wird tatsächlich Gewicht verloren, so wird vor allem bei gewichtigen Personen allein dadurch schon das Herz-Kreislaufsystem wesentlich entlastet, da es nun weniger arbeiten muss, gleichzeitig aber auch kräftiger geworden ist. Auch zum Abbau von Adrenalin ist ein Konditionstraining hervorragend geeignet. Im Unterschied zu Sportarten, bei denen viel Adrenalin ausgestoßen wird - wie etwa im Verlauf eines spannenden Fußball- oder Tennismatchs - wird die gleichförmige Betätigung beim Ausdauersport von vielen Personen als besonders wohltuend empfunden.

Manche Sportarten haben sogar beinahe einen meditativen Charakter. In ihrem Verlauf lassen sich Stress und Ärgernisse des Alltags noch einmal überdenken und abbauen. Das Adrenalin, vor allem in seiner negativen Form, kann abgebaut werden. So treffen Sie eine wirkungsvolle Vorsorge gegen die im Alter so gefürchtete Arterienverkalkung, die der Auslöser vieler Herzinfarkte und Herzkrankheiten ist.

Ausdauertraining verjagt den Hunger

Viele Fitnesstrainer raten an akuter Zeitnot leidenden Schützlingen häufig dazu, lieber auf das Cardio-Training zu verzichten und mehr Hanteltraining zu betreiben, da größere Muskeln in der Konsequenz auch mehr Energie verbrennen und damit letztendlich mehr Kalorien verbraucht werden. Dieser ohne Zweifel nicht von der Hand zu weisende logische Schluss kann aber künftig nicht ohne eine Zusatzbemerkung stehen gelassen werden.

Denn Ausdauertraining führt offenbar dazu, dass der Appetit rapide abnimmt und damit auch die Wahrscheinlichkeit einer Hungerattacke zu erliegen, ebenfalls sinkt. Unter dem Strich betrachtet, könnte man womöglich sagen, dass durch den geringeren Appetit ähnlich viele Kalorien eingespart werden, wie sie ein durch Hanteltraining vergrößerte Muskel verbrauchen würde. Dass ist zumindest die Aussage, die nach der ausführlichen Betrachtung der folgenden Studie zu treffen wäre.

Der Ablauf der Studie

Der Sportwissenschaftler David J. Stensel von der britischen Loughborough-Universität wollte es genau wissen und entwarf eine Studie, die den Einfluss von körperlicher Betätigung auf das Hungergefühl von gesunden Menschen untersuchte. Seinen Ergebnissen zufolge unterdrückt eine 60-minütige anstrengende Trainingseinheit auf dem Laufband das Hungergefühl stärker, als eine 90 Minuten langes Hanteltraining.

Wie die Forscher um David Stensel nachweisen konnten, schüttet unser Körper bei einer langanhaltenden Dauerbelastung die Hormone Ghrelin und Peptid YY aus. Beide spielen eine Schlüsselrolle bei der Hunger- und Appetitsteuerung unseres Organismuses. Beim Krafttraining hingegen wird nur Grehlin vermehrt in die Blutbahn abgegeben.

Ziel der Studie

Stensel erhofft sich, dass die Ergebnisse seiner Studie dabei helfen werden, ein effektives Abnehmprogramm zu entwickeln. Neben Ghrelin, das von japanischen Wissenschaftlern vor etwa 10 Jahren entdeckt wurde, und Peptid YY, welches seit mehr als 25 Jahren bekannt ist, gibt es noch andere Hormone, die einen Effekt auf unser Hungergefühl haben. Die englischen Wissenschaftler entschieden sich dennoch, ausschließlich diese beiden bei ihren Untersuchungen zu berücksichtigen, um eine eindeutigen Vergleich zwischen dem Ausdauer- und dem Hanteltraining ziehen zu können.

Trainingseinheiten und Fragen

An der Studie waren insgesamt elf männliche Studenten beteiligt, die drei achtstündige Trainingsseinheiten absolvieren mussten. Das erste Workout war eine 60 Minuten lange Laufbandeinheit.

Danach durften die Probanden sich für sieben Stunden ausruhen, ehe sie für 90 Minuten an die Hanteln gingen und ein anstrengendes Krafttraining absolvierten. Nach einer sechseinhalbstündigen Pause kehrten Sie in den Trainingsraum zurück und mussten zu ihrer Verwunderung nichts machen. Ein psychologischer Trick der Wissenschaftler, um die Faktor des Placebo-Effekts zu reduzieren und die "passive Trainingssession" als Gegenkontrollwert nutzen zu können.

Die Probanden mussten in jeder Trainingseinheit Fragen zu ihrem körperlichen Befinden und dem gegenwärtigen Hunger- und Appetitgefühl beantworten. Sie erhielten außerdem zwei Mahlzeiten während jeder Ruhephase, wobei das Forscherteam in regelmäßigen Abständen die Ghrelin- und Peptid YY–Werte ermittelte.

Wie die Untersuchungsprotokolle zeigen, kam es nach dem Laufbandtraining zu einer Verminderung der Ghrelin-Ausschüttung und zu einer Erhöhung des Peptid YY–Spiegels, wodurch sich also insgesamt das Hungergefühl abnahm. Beim Hanteltraining jedoch nahm der Ghrelin-Wert zwar ebenfalls ab, allerdings veränderte sich der Peptid YY–Wert in keiner bemerkenswerten Weise.

Die individuellen Aussagen der Probanden zeigte außerdem, dass offenbar beide Trainingsarten das Hungergefühl reduzieren können. Der Effekt ist jedoch beim Ausdauertraining spürbar größer.

Trainingsplan Kraft und Ausdauer, daneben zwei Kurzhanteln
Trainingsplan Kraft und Ausdauer, daneben zwei Kurzhanteln

Praktische Trainingstipps

Es gibt einige Punkte, die man für ein effektives Ausdauertraining beachten sollte.

Wichtige Infos zum Thema Ausdauertraining und Pulsmessung

Der Puls bzw. die Herzfrequenz ist für den Erfolg beim Ausdauertraining entscheidend – ganz gleich, ob man abnehmen, seine Kondition steigern oder auf einen Wettkampf hin trainieren möchte. Entscheidend ist es dabei, in einem bestimmten Korridor des Maximalpulses, der so genannten Hfmax (Herzfrequenz maximal), zu bleiben, die allerdings Anfänger nicht selbst ermitteln sollten.

Wie erfährt man seine maximale Herzfrequenz?

Der Hfmax-Wert ist bei jedem Menschen unterschiedlich, doch kann von geübten Sportlern relativ leicht durch einen Belastungstest ermittelt werden. Dieser ist jedoch für Anfänger ungeeignet, da er für sie gefährlich wäre: Läufer dehnen und wärmen sich gut auf und laufen dann eine Strecke von drei bis vier Kilometern, wobei sie anfangs nur ein Tempo anschlagen, was sie wirklich "warm macht".

Anschließend wird die Leistung gesteigert. Die letzten 400 Meter werden unter Volllast gelaufen, so dass man das Gefühl hat, man würde gleich hyperventilieren. Direkt nach dem Ende des Trainings misst man den Puls und erhält den Hfmax-Wert, der allerdings von einem Mediziner auch ermittelt werden kann.

Der Puls beim regenerativen Dauerlauf

Gerade nach anstrengenden Krafttrainingssitzungen kann ein Dauerlauf entspannen, die Muskeln lockern und bei der Regeneration helfen. Der Pulsbereich sollte sich dabei einem Korridor von 60 bis 70 Prozent des Hfmax bewegen. Für Anfänger kann dies bedeuten, dass sie zügig gehen müssen und noch nicht einmal laufen.

Der Puls bei der Grundlagenausdauer

Wer durch Ausdauertraining abnehmen möchte, der muss Grundlagenausdauer auf der Stufe eins betreiben. Wenn man läuft, bezeichnet man diese Läufe auch als "langsam" oder "ruhig". Der Puls bewegt sich in einem Korridor von 70 bis zu 80 Prozent des Hfmax.

Für Anfänger gilt: Lieber 70 Prozent als 80 Prozent. Fortgeschrittene steigern sich auf die Stufe zwei, bei der man von lockeren und schnellen Dauerläufen spricht. Der Korridor liegt jetzt zwischen 80 und 90 Prozent.

Der Puls beim Training für Wettkämpfe

Wer das Laufen nicht nur als Hobby, sondern professionell betreiben möchte, der wird früher oder später Wettkämpfe bestreiten. Der hierfür empfehlenswerte Puls liegt bei über 90 Prozent des Hfmax, allerdings gilt auch für Profis, das richtige Max zu finden. Solche Belastungen sollten erst kurz vor dem eigentlichen Wettkampf gewählt werden; zuvor reicht die Grundlagenausdauer auf Stufe zwei.

Der richtige Start: Tipps für Anfänger

Für Anfänger gibt es eine grundlegende wichtige Regel: Egal für welche Sportart Sie sich entschieden haben, verlangen Sie nicht gleich zu viel von sich und Ihrem Körper. Beginnen Sie mit eher kleinen und langsamen Trainingseinheiten, versuchen Sie aber, diese konsequent durchzuhalten und entsprechend Ihrer Möglichkeiten zu steigern.

Wenn Sie sich zum Beispiel für das Laufen entschieden haben, so nehmen Sie sich anfangs nur eine überschaubare Trainingsstrecke vor und erlauben Sie sich auch kleinere Gehpausen. Laufen Sie in einer niedrigen Geschwindigkeit, um auch ihren Puls im niedrigen Bereich zu halten.

Wichtigste Grundregel: Beginnen Sie langsam und in einem niedrigen Pulsbereich, und erwarten Sie nicht zu schnell zu viel von sich selbst. Betreiben Sie Ihren Ausdauersport zuerst in einer niederen Intensität und nur über wenige Minuten. Legen Sie, wenn nötig, ohne schlechtes Gewissen eine Pause ein.

Beim Joggen kann dies ein gemütliches Gehen sein, beim Radfahren das Herunterschalten in einen noch langsameren Modus. Wenn Sie sich erholt haben, trainieren Sie in derselben Intensität weiter. Sie werden sehen, dass sich die Zeitspannen, über die Sie die Belastung gut weiterführen können, recht schnell erhöhen.

Auf regelmäßige Trainingseinheiten achten

Trainieren Sie nach Möglichkeit regelmäßig mindestens zweimal die Woche. Ideal ist eine Trainingseinheit jeden zweiten Tag. So ist eine Regelmäßigkeit gegeben, der Körper hat aber auch ausreichend Zeit für die wichtige Regeneration.

Achten Sie dabei auf die Signale Ihres Körpers. Steigern Sie Ihren Trainingsumfang erst dann, wenn Sie das Gefühl haben, Sie können die Mehrbelastung jetzt auch wirklich verkraften.

Versuchen Sie dann, Ihre Trainingsintervalle schrittweise zu verlängern. Kontrollieren Sie die Trainingsdauer mit einer Uhr, nicht nur nach Gefühl.

Fit für den Frühling: Tipps für das Training nach dem Winter

Der Beginn der blühenden Jahreszeit ist der ideale Moment, um den grauen Wintertrott abzuschütteln und möglichst viele sportliche Aktivitäten an der frischen Luft zu absolvieren. Die im März und April sonnigen aber nicht zu warmen Tage bieten dafür das perfekte Trainingsklima.

Aber der Wechsel vom Indoor- zum Outdoor-Training will gut vorbereitet sein. Wir verraten Ihnen, auf was Sie achten müssen.

Körperausschnit Frau joggt im Sportoutfit im Wald bei schönem Wetter
Körperausschnit Frau joggt im Sportoutfit im Wald bei schönem Wetter
Schätzen Sie sich selbst ein

Bevor Sie sich aufmachen, um an der frischen Frühlingsluft Höchstleistungen zu verrichten, sollten Sie zuerst ihre sportliche Leistungsfähigkeit kritisch hinterfragen und ehrlich bewerten. Auch wenn Sie während der kalten Wintermonate im Fitness-Center trainiert haben oder sich mit anderen Indoor-Aktivitäten fit gehalten haben, ist der Umstieg auf das Training im Freien für den Körper mit ungewohnten Reizen verbunden.

Gehen Sie es daher langsam an. Ein strammer Spaziergang ist für viele Wintersportmuffel der perfekte Start in eine aktive Freiluftsaison.

Planen Sie ihr Training im Freien

Wie auch im Fitness-Studio sollten Sie ihr Outdoor-Training systematisch aufbauen und konsequent verfolgen. Sonst droht es zum unregelmäßigen Hobby zu werden, das weder zu einem gesteigerten Wohlbefinden, noch einer größeren Leistungsfähigkeit führt.

Wählen Sie das richtige Rüstzeug

Sobald Sie ihr Training geplant haben, ist es an der Zeit, sich über die geeignete Kleidung Gedanken zu machen. Die kalte Jahreszeit ist zwar vorbei, der Sommer lässt aber noch auf sich warten.

Insofern sollten Sie zu Schuhen und Textilien greifen, die zwar den gemäßigten Temperaturen entsprechen, aber im Notfall bei kälteren Tagen für genügend Wärme sorgen. Es ist besser, beim Training eine Windjacke abzulegen, weil es Ihnen zu warm wird, als im knappen Lauf-Outfit von kalten Winden oder kurzen Regenschauern überrascht zu werden.

Mehr Ausdauer dank Fett?

Unsere Kohlenhydratspeicher sind einer der limitierenden Faktoren unserer Ausdauerleistungsfähigkeit. Je länger ein Athlet diese beim Laufen schonen kann, um so mehr kann er davon bei entscheidenden Antritten profitieren. Wissenschaftler stellten sich daher die Frage, ob eine zeitlich begrenzte fettreiche Ernährung dazu führen kann, dass der Fettstoffwechsel verbessert wird und so während des Laufens mehr Energie bereit gestellt werden kann.

Vorzüge der fettreichen Ernährung

Auch wenn die Idee, dass eine fettreiche Diät zu einer größeren Leistungsfähigkeit und geringeren Kohlenhydratabhängigkeit und damit besseren Ausdauerergebnissen führen kann, etwas gewagt anmuten kann, kommt sie nicht von ungefähr. Es ist bekannt, dass einige sehr erfolgreiche Sportler, unter anderem die russischen Ski-Langläufer vor einem Rennen mit Fett und nicht mit Kohlenhydraten "aufladen". Sportartenunabhängige Studien haben zudem gezeigt, dass bei Männern eine fettreiche Ernährung zu einen höheren Testosteron-Spiegel führen kann.

Eine der ersten Untersuchungen zu dieser Fragestellung hat ergeben, dass Spitzen-Radfahrer, die über vier Wochen eine Diät einhalten mussten, die zu 85% aus Fettkalorien bestand, ihre Fettstoffwechselrate während der körperlichen Belastung nahezu verdoppeln konnten. Die Radler schnitten nach den vier Wochen außerdem mit besseren Ergebnissen in einem Leistungstest ab.

Einschränkungen

Die Verbesserung der Ausdauer war aber insgesamt nicht groß genug, um von einen deutlichen Unterschied sprechen zu können. Dazu kommt, dass der Leistungstest mit einer Intensität durchgeführt wurde, die weit unter der liegt, die die Athleten in einer echten Wettkampfsituation zu bewältigen haben.

Dennoch wurde bei diesen Studien deutlich, dass sich der Fettstoffwechsel an die Ernährungsumstände anpasst und dies auch Auswirkungen auf die Energiegewinnung des Organismus während körperlicher Anstrengung hat. Wie lange und in welchen Mengen ein Athlet fettreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen sollte, um besser für ein anstrengendes Rennen gewappnet zu sein, konnte bisher noch nicht vollständig geklärt werden.

Neben dieser Einschränkung müssen auch die gewöhnlichen Leistungstest in dieser Hinsicht überdacht werden. In der Regel werden solche Tests nicht über drei Stunden ausgeführt und können deshalb nur bedingt zuverlässige Resultate liefern, von der man auf die Wettkampfleistung schließen könnte.

Berücksichtigt man all dies, bleibt trotzdem eine viel versprechende Erkenntnis übrig. Denn eine jüngst veröffentlichte Studie deutet an, dass auch eine fünf Wochen lange Diät, die zu 53% aus Fetten, 15% aus Proteinen und 32% aus Kohlenhydraten bestand, zu einer vermehrten Einlagerung von Lipiden innerhalb der Muskelfasern führen kann und auch den Fettstoffwechsel optimiert.

Einbrüche in der Leistung

Die offensichtliche Kehrseite von fettreichen Diäten ist allerdings die reduzierte Kohlenhydratzufuhr, die gerade in den ersten Wochen der Umgewöhnung zu

  • Leistungseinbrüchen
  • Müdigkeit und
  • einer erhöhten Verletzungsanfälligkeit

einhergehen kann. Insofern wäre ein "Aufladen" mit Fetten nur während einer Phase mit geringem Trainingsvolumen und niedriger Intensität ideal. Nimmt man alle bisher vorliegenden Fakten zusammen, scheint bereits eine fünftägige Fett-Diät zu einem erhöhten Fettstoffwechsel zu führen. Die erhöhte Stoffwechselrate scheint auch über einige Tage konstant zu bleiben, selbst wenn man sich wieder einer ausdauersporttypischen kohlenhydratlastigen Ernährungsweise zuwendet.

Leistungssportler: Vorsicht bei Überanstrengung durch Training

Ansicht von unten: Laufschuh eines Joggers auf Straße
Jogger © Bernd_Leitner - www.fotolia.de

Leistungssportler, die viel im Ausdauerbereich arbeiten, sind besonders anfällig für körperliche Schäden, die durch Überanstrengung entstehen. Allerdings ließe sich dies bereits im Vorfeld vermeiden, so Ärzte des österreichischen Landeskrankenhauses in Klagenfurt.

Mediziner können mit Hilfe einer Magnetresonanztherapie (MRT) den Körper derartig überprüfen, dass sie eventuelle Schäden, die später einmal auftreten könnten, bereits im Ansatz erkennen und entsprechend prophylaktisch behandeln. So könnten zum Beispiel viele Knochenbrüche vermieden werden. Sportler sollten sich aus diesem Grunde selbst bei kleinsten Beschwerden immer frühzeitig medizinisch untersuchen lassen.

Regelmäßiger Sport senkt Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen bei übergewichtigen Frauen

Regelmäßige Bewegung verringert das Risiko übergewichtiger Frauen für Herz-Kreislauf-Leiden. Das ergab, laut einem Bericht der "Apotheken Umschau", eine amerikanische Langzeitstudie mit 40.000 Frauen über einen Zeitraum von knapp elf Jahren.

Wie die beteiligten Forscher am Beth Israel Medical Center in Boston aber auch mitteilten, sind sportliche übergewichtige Frauen aber immer noch gefährdeter als normalgewichtige weibliche Sportmuffel.

Frühzeitiges Ausdauertraining senkt das biologische Alter

Läuferbeine mit neongelben Schuhen auf Asphalt, starke Sonneneinstrahlung
Runner woman feet running on road closeup on shoe. © AlexMaster - www.fotolia.de

Wer im mittleren Lebensalter seine Ausdauer trainiert, kann sein biologisches Alter um bis zu zwölf Jahre verringern. Das berichtet die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf eine Studie von der Universität von Toronto (Kanada).

Die Erklärung der Wissenschaftler: Mit zunehmendem Alter kann der Körper immer weniger Sauerstoff aufnehmen. Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren verbessern die Fähigkeit des Organismus, Sauerstoff zu tanken und in Energie umzuwandeln. Sie können damit dem altersbedingten Rückgang der Sauerstoffaufnahme entgegenwirken.

Moderater Ausdauersport verbessert die Nachtruhe

Mit Ausdauersport lassen sich Schlaflosigkeit und Angstzustände lindern. Allerdings nur, wenn der Sport nicht zu sehr anstrengt, berichtet das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Das Blatt berichtet über eine Studie brasilianischer Wissenschaftler, bei der herauskam, dass gemächlicher Sport die Schlafqualität verbessert. Die Teilnehmer fanden eher in den Schlaf, wachten seltener auf und ihre Schlaftiefe nahm deutlich zu. Krafttraining hatte dagegen keinen vergleichbaren Effekt.

Auch der deutsche Schlafforscher Professor Dr. Jürgen Zulley von der Universität Regensburg ist vom Nutzen des Ausdauersports überzeugt. Er sieht noch einen weiteren Grund bei Schlafstörungen regelmäßig Sport zu treiben: „Es justiert unseren inneren Tag-Nacht-Rhythmus neu.“

Ausdauersportler verbrennen auch im Ruhezustand Energie

Beine einer Läuferin mit Laufschuhen auf grauem Asphalt
running woman © Galina Barskaya - www.fotolia.de

In einer Studie an der Yale Universität in New Haven wurde der Umsatz in bestimmten Stoffwechselreaktionen dokumentiert. Man untersuchte sieben Ausdauersportler und acht untrainierte Freiwillige.

Die Wissenschaftler um Douglas Befroy konnten mit Hilfe eines Magnetresonanztomographen genaue Messungen vornehmen. Die Ergebnisse der Messungen zeigten, dass gut trainierte Ausdauersportler erhöhte Stoffwechselraten in den Muskeln haben als unsportliche Gleichaltrige. Bei Läufern ist die Verbrennung von Nährstoffen in den Mitochondrien um 54 Prozent höher.

Regelmäßiges Sporttreiben kann einen Herztod verhindern helfen

Rund dreiviertel aller Herztodfälle könnten laut Expertenmeinung durch ein regelmäßiges Sporttreiben verhindert werden. Jährlich sterben etwa 200.000 Menschen an den Folgen eines plötzlichen Herztodes. Aus diesem Grund sollten gerade auch Herz-Kreislauf-Patienten mindestens dreimal pro Woche für etwa 30 Minuten eine Ausdauersportart betreiben.

Besonders geeignet sind Sportarten wie Radfahren, Joggen oder auch Nordic Walking, so die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation für Herz-Kreislauferkrankungen in Koblenz. Bevor Betroffene jedoch mit einem Sport neu beginnen, sollten sie mit ihrem behandelnden Arzt Rücksprache halten, ob der gesundheitliche Zustand eine Einschränkung bezüglich der sportlichen Aktivitäten aufzeigt.

In jedem Alter beugt Ausdauersport gegen Herzschwäche vor

Forscher aus Leipzig haben auf dem Europäischen Kongress der Kardiologen 2009 in Barcelona über die Wirkung von einem gezielten Ausdauertraining bei Patienten, die an einer Herzschwäche litten, berichtet.

Bei ihrer Studie hatten 60 Patienten, die eine Herzschwäche hatten, sowie 60 gesunden Personen teilgenommen. Menschen, die unter Herzschwäche (Herzinsuffizienz) leiden, haben eine geringere Herzleistung und die Sauerstoffaufnahme wird verringert. Aber durch gezieltes Training konnte man die Sauerstoffaufnahme um 25 Prozent steigern, unabhängig vom Alter der Betroffenen.

Als ideale Sportarten gelten Schwimmen, Radfahren, Joggen und Nordic Walking, aber auch Wandern. Aber nicht nur die Sauerstoffaufnahme wurde verbessert, auch zeigte sich schon nach vier Wochen ein Rückgang der Faktoren bei den Entzündungen. Zusätzlich war auch die Ausdauerkraft bei allen Altersgruppen um 44 bis 47 Prozent gestiegen.

In Deutschland leiden etwa 1,3 Millionen an einer Herzinsuffizienz, die im Alter stärker und häufiger auftritt. So liegt der Prozentsatz bei den 70 bis 80-jährigen zwischen 10 und 20 Prozent.

Jünger durch Ausdauersport

Die Universitäten Homburg und Saarbrücken haben eine Untersuchung der Zellen von Sportlern, die Ausdauersport betreiben gemacht und festgestellt, dass diese Zellen weniger schnell altern.

Für diese Studie wurden 104 Sportler, die regelmäßig auch an Wettkämpfen teilnehmen und Menschen, die überhaupt keinen Sport treiben untersucht. Hierbei wurde der Einfluss des Sports auf den Teil der Chromosomen, die das Genom (gesamte Erbgut) schützen, untersucht. Die Endstücke der Chromosomen sind die Telomere, die bei jeder Zellteilung kürzer werden und irgendwann absterben.

Über die Telomere kann man die Zellalterung feststellen. Bei den Untersuchungen stellten nun die Forscher fest, dass der Sport diese Telomere vor dem Abbau schützt und diese somit länger leben.

Sportarten, wie beispielsweise Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking aber auch Wandern wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, festigen die Knochen, helfen bei Depressionen und verbessern die geistige Leistung. Keinerlei Bewegung ist ein großer Risikofaktor für etliche Erkrankungen, so auch für Diabetes (Zuckerkrankheit).

Nordic Walking oder Joggen: Erfolgreiche Stressreduktion mit Ausdauersport

Junge blonde Joggerin macht Dehnübungen im Wald, Herbsttag
Young, beautiful woman stretching in the park © Agamtb - www.fotolia.de

Joggen, Fahrradfahren oder Schwimmen - Rhythmischer Ausdauersport fördert nicht nur die Leistungsfähigkeit des Sportlers, sondern verbessert zudem auch die physische und psychische gesundheitliche Konstitution.

Die Fettverbrennung wird angeregt, das Immunsystem gestärkt und auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird deutlich gesenkt. Doch darüber hinaus hilft Ausdauertraining beim Stressabbau.

Stress wird als gesundheitlicher Risikofaktor heutzutage immernoch unterschätzt. Dabei kann übermäßige Stressbelastung langfristig eine chronische Stresserkrankung begünstigen und zum Herzinfarkt führen. Bei zu viel Aufregung schüttet der Körper Stresshormone aus, der Blutdruck steigt und Energiereserven werden mobilisiert. Wer, statt vorm Computer zu sitzen, also drei- bis fünfmal wöchentlich ein leichtes Ausdauertraining von 30 bis 60 Minuten absolviert, kann aufgestauten Stress gut abbauen, sein Wohlbefinden steigern und ein paar Pfunde verlieren.

Mit Sport gegen Depressionen: Auspoweren hebt den Serotonin-Spiegel

Viele Personen, die Stress im Alltag oder Beruf haben, fühlen sich deutlich besser und fokussierter, wenn sie eine zügige Runde durch den Wald gejoggt sind oder ein paar Tennisbälle gegen die Wand geschlagen haben. Dass Sport gut für die Psyche ist, ist indes auch wissenschaftlich bewiesen.

Als einer der häufigsten Gründe für Depressionen und Verstimmungen gilt der Mangel am Neurotransmitter Serotonin. "Ausdauersport lässt den Serotoninspiegel ansteigen", so Dieter Breithecker, Mitarbeiter bei der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung.

Mit anderen Worten: Wer sich richtig ausgepowert hat, fühlt sich deutlich besser. Kommt dann noch Tageslicht und eine ordentliche Portion frische Luft dazu, ist die miese Laune in der Regel schnell verflogen.

Neben Medikamenten hilft auch Ausdauersport gegen einen zu hohen Blutdruck

Läuferin mit Fitnessuhr am Handgelenk schnürt sich auf dem Asphalt ihre pinken Laufschuhe
human hand tying shoelaces wearing bright pink watchband touchsc © TSUNG-LIN WU - www.fotolia.de

Bluthochdruck ist längst eine Volkskrankheit. Auf die leichte Schulter nehmen darf man ihn dennoch nicht, denn er ist ausschlaggebender Risikofaktor für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Kreislauferkrankungen. Ärzte raten Betroffenen den Alkoholkonsum auf ein Minimum herab zu fahren und die Ernährung umzustellen. Natürlich wird bei vielen Menschen der Blutdruck auch medikamentös gestützt.

Doch es gibt noch ein Mittel gegen Bluthochdruck, das oft nicht beachtet wird: Ausdauersport. Experten empfehlen ein tägliches Programm von mindestens 30 Minuten, gern auch eine ganze Stunde. Studien haben belegt, dass dieses regelmäßige Training die Werte herabsenkt. Der Ausdauersport soll dabei ganz gemäßigt betrieben werden, etwa durch leichtes Rad fahren, Joggen oder Walken. Eine regelmäßige Kontrolle beim Arzt sollte nie vernachlässigt werden. Er wird Ihnen nach einigen Monaten auch den Erfolg Ihres Trainings bestätigen können.

Ausdauersport hilft gegen Stress, Müdigkeit und Antriebslosigkeit

Ursula Hildebrandt ist Ärztin am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Sporthochschule in Köln. Sie sagt, wer sich drei bis vier mal pro Woche mindestens 30 bis 40 Minuten sportlich bewegt, verbessere nicht nur seinen Stoffwechsel und werde körperlich fitter, sondern steigere zusätzlich auch sein seelisches Wohlbefinden. Denn regelmäßige Bewegung führe zur Ausschüttung der Botenstoffe Serotonin und Endorphin, die "Glücksgefühle" auslösen.

Es verbessere sich das Körpergefühl, man fühle sich straffer und schlanker. Man könne mit Ausdauersport Müdigkeit, Stress und Antriebslosigkeit vermeiden. Außerdem helfe Bewegung gegen das prämenstruelle Syndrom (PMS).

Marathon ist vielleicht ungesund - führt harter Sport zur Schädigung des rechten Herz-Ventrikels?

Viele Sportler stehen hinter einer Abgrenzung vor dem Marathon Start
marathon start © Godfried van Loo - www.fotolia.de

Eigentlich geht man davon aus, dass regelmäßiger Sport sehr gesund für den Körper ist. Dies scheint aber nicht in jedem Fall so zu sein. Studien deuten darauf hin, dass intensiver Ausdauersport wie etwa Marathon dem Herzen schaden kann. Besonders im rechten Ventrikel kommt es zu Veränderungen, die den Herzmuskel negativ beeinflussen. Der rechte und der linke Ventrikel sind die beiden großen Herzkammern, die dafür sorgen, dass das Blut in den Körper hinausgepumpt wird und auch wieder zurück kommt. Möglicherweise werden durch hartes Ausdauertraining sogar dauerhafte Schäden heraufbeschworen, die auch Ruhe nicht mehr auskurieren kann.

Ein Forscherteam stellte bei 40 Sportlern fest, dass ihr regelmäßiges und hartes Ausdauertraining dazu führte, dass Markerproteine wie BNP und Troponin anstiegen. Diese zeigen an, dass die Herzgesundheit nachlässt. Die Sportler liefen alle Marathon und ließen die Forscher an ihrem Training sowie der eigentlichen Herausforderung des Events teilnehmen. Mediziner durften sie vor und nach dem Marathon-Lauf untersuchen. Eine Abschlussuntersuchung wurde eine Woche nach dem Lauf durchgeführt. Es zeigte sich, dass die Markerproteine bei allen Sportlern deutlich erhöht waren, solange sie im vollen Training standen. Besonders der rechte Herz-Ventrikel litt messbar darunter. Seine Leistungsfähigkeit nahm ab und er konnte deutlich weniger Blut in den Körper hinaus pumpen.

Bei den Sportlern, die ansonsten aber gesund waren, gingen diese Markerproteine nach einer Ruhephase wieder zurück. Das Herz hatte keinen dauerhaften Schaden genommen. Bei fünf der 40 Sportler erholte sich das Herz jedoch nicht völlig. Auch eine Woche nach dem Marathon konnte man bei ihnen noch leichte Schäden im Herzmuskel nachweisen.

Sport ist nicht immer gesund: Zuviel Ausdauertraining kann dem Herzen schaden

Generell ist Sport und Bewegung zwar gut für den Körper, doch wer beim Ausdauertraining übertreibt, kann sich möglicherweise Herzrhythmusstörungen oder Schäden am Herzmuskel zuziehen. Zu dieser Erkenntnis kamen amerikanische Kardiologen, die sich mit dem Langzeiteffekt von Ausdauersportarten wie Marathon und Triathlon beschäftigten.

Bei Sportlern, die über einen längeren Zeitraum hinweg intensives Ausdauertraining betrieben, stellten sie gewebliche Verdickungen am Herzmuskel fest, die möglicherweise zu Herzrhythmusstörungen führen können, sowie zu einer Versteifung der Arterienwände, Arterienverkalkung oder Herzschwäche.

Die Kardialogen empfehlen daher maßvolle Bewegung statt exzessivem Training: Selbst ein Spaziergang von 30 Minuten Dauer reicht häufig schon aus um fit zu bleiben. Auch leichtes Joggen oder anderes Fitnesstraining sollte lediglich 30-60 Minuten lang betrieben werden, damit sich der Körper anschließend wieder erholen kann.

Sport ist bei einer leichten Erkältung sogar förderlich

Nicht immer ist es das Richtige, bei einer Erkältung das Bett zu hüten. Leidet jemand nur unter leichtem Schnupfen, so hilft ein sanftes Training sogar dabei, die Erkältungssymptome zu lindern.

Wichtig ist dabei, dass die Kleidung passt. Der Kopf und die Hände dürfen keinesfalls auskühlen. Die Sonne hilft dabei, das Immunsystem zu unterstützen und fördert das Wohlbefinden. Nach dem Training sollte man dem Körper Entspannung gönnen. Ein Erkältungsbad und Wärme sind die richtige Therapie.

Bei stärkeren Symptomen, wie Fieber oder Schüttelfrost, ist Sport ganz und gar unmöglich. Wer seinen geschwächten Körper in der Situation überfordert, kann mit schweren Gesundheitsfolgen rechnen. Eine Herzmuskelentzündung kann im schlimmsten Fall die Folge des unangebrachten Trainings sein. Bei einer fiebrigen Erkältung gehört man ins Bett und muss in Ruhe auskurieren.

Winterblues muss nicht sein - Raus an die frische Luft!

Kurze Tage und überheizte Räume sorgen für viele Menschen für schlechte Laune. Dabei kann der Winterblues schon mit etwas Bewegung an der frischen Luft in Schach gehalten werden. Es muss noch nicht einmal anspruchsvoller Sport sein - schon ein 45-minütiger Spaziergang bei Tageslicht oder eine Fahrt mit dem Rad hilft, um den Körper wieder in Schwung zu bringen.

Mindestens dreimal pro Woche sollte der Mensch an der frischen Luft ein Ausdauertraining absolvieren, so Prof. Froböse von der Sporthochschule Köln. Durch die Bewegung und die frische Luft werden biochemische Prozesse im Körper angeregt, die Glückshormone freisetzen und zu einem besseren Wohlbefinden führen. Berufstätige, die im Winter im Dunkeln das Haus verlassen und im Dunkeln wieder nach Hause kommen, sollten die Mittagspause für einen Spaziergang nutzen.

Zu dick sollte man sich auch beim Winterspaziergang nicht anziehen: Wer zumindest das Gesicht und die Hände freiläßt, erlaubt es der Sonne direkt auf die Haut zu scheinen und so die Produktion des wichtigen Vitamin D anzuregen. Dies stärkt nicht nicht nur die Knochen, sondern sorgt für einen zusätzlichen Schub gute Laune.

Sport an der frischen Luft ist die beste Methode, um fit zu bleiben

Selbst ausgesprochen sportliche Menschen bleiben bei frostigen Temperaturen lieber drinnen - und trainieren zum Beispiel im hauseigenen Fitnessraum oder im Studio. Dabei könnte gerade die Kombination aus Ausdauersport, frischer Luft und Tageslicht wahre Wunder bewirken. Professor Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit an der Deutschen Sporthochschule in Köln rät dazu, auch im Winter draußen aktiv zu bleiben.

Gute Gründe hierfür gibt es dem Experten zu Folge genügend: Wer mindestens drei Mal pro Woche rund 45 Minuten Ausdauertraining wie Jogging, Radfahren oder Nordic-Walking betreibt, der stärke hiermit aktiv sein Immunsystem.

Darüber hinaus soll Sport an der frischen Luft noch einen weiteren, willkommenen Effekt haben: Viele Menschen leiden an den grauen Tagen unter der umgangssprachlichen Winterdepression. Tatsächlich ist häufig der Lichtmangel dafür verantwortlich, dass wir in ein Stimmungstief fallen. Bei entsprechender Bewegung draußen nehmen Sportler ganz automatisch mehr Tageslicht auf, das sich wiederum positiv auf den Hormonhaushalt und somit auch auf das Gefühlsleben auswirken kann.

Bei allem Enthusiasmus über die sportlichen Einheiten mit Guter-Laune-Effekt sollte man jedoch die passende Ausrüstung nicht vergessen: Wind- und wetterfeste Kleidung einschließlich wasserfester Schuhe und leichter Sporthandschuhe sind dem Sportwissenschaftler zu Folge obligatorisch.

Darüber hinaus empfiehlt Professor Froböse, den Körper nach der Zwiebeltaktik in mehrere, dünne Bekleidungsschichten aus geeigneten Sporttextilien zu verpacken. So kann die individuelle Wohlfühltemperatur je nach Anstrengung stets angepasst werden.

Mit körperlicher Aktivität im Winter das Immunsystem schützen

In den Wintermonaten setzen die dunklen Tage und der Bewegungsmangel dem Immunsystem zu. Daher ist es gerade in der kalten Jahreszeit wichtig den Körper mit Sport an der frischen Luft in Schwung zu halten.

Experten raten dazu in der Woche mindestens drei mal für rund 30 Minuten zu trainieren. Die Sportart ist dabei nicht entscheidend, wesentlicher ist es sich im Freien zu bewegen, um genügend Tageslicht und Sauerstoff aufzunehmen.

Wer sich zum Sport in der Kälte nicht überwinden kann, dem bieten Fitnessstudios gute Alternativen.

Regelmäßiges Ausdauertraining stärkt das Immunsystem

Wer regelmäßig seine Ausdauer trainiert, stärkt sein Immunsystem. Besonders für Menschen, die alters- oder krankheitsbedingt unter einer Immunschwäche leiden, ist ein moderates Ausdauertraining zu empfehlen.

Die Art und Intensität des Trainings sollte dabei individuell auf den eigenen Trainingszustand angepasst werden. Für Anfänger reicht ein etwa 30-minütiges Training an zwei bis drei Tagen die Woche aus. Empfehlenswert sind Joggen, Walking oder Indoor-Alternativen auf dem Crosstrainer, dem Radergometer, dem Laufband oder an einem Rudergerät.

Doch Vorsicht: Wer es mit der Intensität des Trainings übertreibt, kann schnell das Gegenteil bewirken und sein Immunsystem vorübergehend schwächen, sodass es anfälliger für Infekte wird.

Mehr graue Zellen durch Sport

Wer Sport treibt, regt nicht nur seinen Stoffwechsel an, sondern auch die kleinen grauen Zellen im Gehirn.

Das haben Forscher mit Hilfe von Kernspintomografie herausgefunden, mit der sie 26 Leistungssportler und 12 Sportmuffel miteinander verglichen.

Bei den Leistungssportlern waren 13 Kampfsportler mit Karate und Judo dabei. Die anderen 13 hielten es mit dem Triathlon und Marathon.

Laut Ergebnis veränderten sich bestimmte Hirnregionen der Sportler mit wesentlich größerer grauer Substanz als bei den Nichtsportler. Noch gravierender fiel der Unterschied bei den Ausdauersportlern aus, bei ihnen waren sogar zwei Hirnregionen positiv betroffen, und zwar das SMA und der Hippocampus.

Das zeigt, dass Lernen und Training auch bei Erwachsenen Veränderungen bewirken können. Die Wissenschaftler testen noch, ob sich das Mehr an grauer Substanz auch auf andere Lebensbereiche auswirkt, beispielsweise auf die Fähigkeit, Informationen schneller zu verarbeiten und deshalb punktgenauere Entscheidungen zu treffen.

Fitnessstudio in der Natur nutzen - Joggen mit Übungen kombinieren

Läufer hockt und bindet seine Laufschuhe
Läufer bindet seine Schuhe © ArtmannWitte - www.fotolia.de

Endlich laden Temperatur und Wetter wieder zu mehr Fitness in der Natur ein. Jetzt, wo die Tage wieder länger sind, nutzen viele die Chance, ein paar Runden durch den Park zu joggen, denn noch immer ist das Laufen das beliebteste Ausdauertraining überhaupt.

Doch anstatt stur seine Zeit herunterzulaufen, bietet die Natur ein wahres Fitnessstudio an, in dem man mit verschiedenen Übungen etwas Abwechslung in das Lauftraining bringen kann.

Balancieren über einen Baumstamm schult das Gleichgewicht, Wechselsprünge auf Stufen oder einem Baumstamm stärken die Gelenke und ein paar Liegestütze an der Parkbank sorgen für ordentlich Kraft in den Armen.

Mit etwas Fantasie lassen sich zahlreiche Kraft- und auch andere Übungen ideal in der Natur absolvieren. Wiederholungen zwischen 10 bis 15 Stück pro Übung reichen oftmals schon aus, um einen positiven Effekt zu erzielen.

Ausdauersport im Freien auch in der kalten Jahreszeit sinnvoll

Ob Joggen, Nordic Walking oder RadfahrenAusdauersport ist in jeder Jahreszeit wichtig. Im Winter härtet die Bewegung zudem ab und beugt Erkältungen vor. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention hin.

Wenn es draußen kälter wird, empfehlen die Sportmediziner jedoch ein verändertes Training. Außerdem sollte die Kleidung der Witterung angepasst sein. Neben einer mehrlagigen Schicht aus T-Shirt, Sporthemd und winddichter Jacke sind warme Hosen sinnvoll. Wer über feuchtes Laub oder Schnee läuft, braucht zudem Laufschuhe mit Profil. Radfahrer sollten bei Glätte besser aufs Joggen umsteigen.

Besonders wichtig ist im Winter die Aufwärmphase. Mindestens fünf Minuten langsam einlaufen, dann erst das Tempo steigern. Insgesamt empfiehlt es sich jedoch, die Geschwindigkeit etwas geringer zu halten als im Sommer und das tägliche Pensum auf maximal 60 Minuten zu begrenzen.

Sollten die Erkältungsviren doch zugeschlagen haben, ist Pause angesagt. Erst wenn die Symptome abgeklungen sind, tut Sport dem Körper wieder gut.

Mit Intensiv- oder Ausdauersport kann die Zellalterung verlangsamt werden

Kraftsport hatte in der Studie hingegen keinen Einfluss auf die Altersvorgänge auf Zellebene

Körperausschnit Frau joggt im Sportoutfit im Wald
Beautiful young woman runner in a green forest. © Christopher Nuzzaco - www.fotolia.de

Menschliche Zellen altern und verlieren dabei an Funktionskraft. Wie genau die Altersvorgänge auf Zellebene ablaufen, ist jedoch bei jedem Menschen individuell. Offenbar kann man die persönliche Zellalterung auch beeinflussen und zwar mit Sport. Zu diesem Schluss kommt zumindest eine Studie aus Deutschland.

Forscher an der Universität Leipzig haben sich bei 266 gesunden Erwachsenen angesehen, wie drei Sporteinheiten pro Woche auf ihre Zellen wirken. Die Teilnehmer waren im Schnitt 50 Jahre alt und trotz gesunder Verfassung eher unsportlich. Sie wurden in vier Gruppen aufgeteilt, wobei Gruppe 4 als Kontrollgruppe keinen Sport absolvierte. Die anderen mussten an drei Tagen in der Woche aktiv werden. Die einen (Gruppe 1) gingen ein Ausdauertraining an, bei dem die Herzfrequenz auf 60 Prozent des zuvor gemessenen persönlichen Maximums stieg. Jede Einheit dauerte dabei 45 Minuten. Eine weitere Gruppe (Gruppe 2) nahm ein Intensivtraining auf und folgte der "4 x 4 Methode", also vier Minuten maximal powern und dann vier Minuten ruhen. Gruppe 3 konzentrierte sich auf ein Zirkeltraining für den reinen Muskelaufbau.

Ein halbes Jahr später

Nach einem halben Jahr hatte sich in den drei Sportgruppen die Fitness stark verbessert. Was die Forscher jedoch mehr interessierte: Wie ging es den Telomeren aller Teilnehmer? Telomere befinden sich am Ende der Chromosomen und werden bei jeder Zellteilung etwas kürzer. Sind sie zu kurz, kann keine neue Zelle mehr entstehen. Telomere sind in der Forschung daher der ideale Marker für die Zellalterung.

Im Vergleich zur Messung vor Studienbeginn hatte sich in der Kontrollgruppe 4, aber auch in der Gruppe 3 mit Krafttraining nichts auffälliges getan. Die Telomere waren in beiden Gruppen in gleicher, zu erwartender Geschwindigkeit kürzer geworden. Das bedeutet, dass reines Krafttraining keinen positiven Einfluss auf die Zellalterung hat.

Intensiv- und Ausdauersport hingegen hatten die Alterung der Zellen offenbar verlangsamt. Die Telomere waren im Schnitt um 3,4 Prozent länger. Das bedeutet, dass man sich durch den richtigen Sport eine Art Altersreserve aufbaut, so die Forscher.

Grundinformationen zum Ausdauertraining

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Quellenangaben

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  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: 4 Colored Stick Notes Colored Pins Mix © Jan Engel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Trainingsplan und Hantel © Micha - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Young couple jogging on beach © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: spinning © Simone van den Berg - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Group Of Women Exercising In Dance Studio © micromonkey - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Pretty young girl runner in the forest. © Christopher Nuzzaco - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Senior couple running through the woods. Some motion blur. © Marcel Mooij - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Beautiful young woman runner in a green forest. © Christopher Nuzzaco - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Young person listening misic running in city street © Martinan - www.fotolia.de
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