30. Juni 2009
Von Viola Reinhardt
Sie ist in fast jedem Kleiderschrank zu finden, war einst eine strapazierfähige Arbeitshose und findet sich mittlerweile selbst in den Vorstandsetagen der großen Unternehmen. Die Jeans passt Kindern ebenso als auch Senioren, lässt sich topp stylen und ist fast schon ein Must have. Doch beim Einkaufen verwirren bestimmte Begriffe, weshalb hier einige eine Aufklärung finden sollen.

Einen natürlichen Abnutzungseffekt erzielt die Jeansindustrie mit der so genannten Placed-Technik. Bei dieser Technik werden an Taschen, Gesäß und auch den Knien bewusst Sandstrahlen platziert, damit ein Effekt des Alten entstehen kann.
Das einstige Ur-Material Denim ist wieder ganz groß in Mode. Hierbei wird mittels eines bestimmten Herstellungsverfahrens die Raw Denim produziert. Diese authentische Jeans zeigt sich dann mit einem leichten Graustich, sowie einem recht steifen Griff. So kannte man die damalige Arbeitshose und lässt sich heute sowohl mit sportlichen als auch eleganten Elementen perfekt kombinieren.
Shrink to fit bezeichnet keine sportliche Variante der Jeanshose, sondern vielmehr das einstige Schrumpfen in der Badewanne. War in den 80er Jahren die Jeans nicht passgenau, dann gingen die neuen stolzen Besitzer mit dieser kurzerhand in die Badewanne. Die Folge: Eine perfekte Hose, die wie Maßgeschneidert wirkte.
Hosenbeine der Jeans, die sich zu den Knöcheln hin verengen, werden in der Fachsprache Tapered genannt. Diese Hosenform ist allerdings nur für sehr schlanke Beine und am besten mit Stiefel geeignet, da sie die Figur doch sehr stark unterstreichen und Blicke gezielt nach unten zieht.
Eine Unwashed Jeans sollte man lieber nicht zu eng kaufen. Diese Variante bedeutet, dass die Hose nicht nach der Fertigung gewaschen wurde, sich in der Farbe sehr dunkel zeigt und vor allem auf jeden Fall nach dem ersten Waschen eingehen wird.
Ein altes und stark abgenutztes Aussehen der neuen Jeans ist bei der Vintage absolut erwünscht. Trendstark wird hierbei der Denimstoff durch ein extremes Stonewashing regelrecht auf alt getrimmt. Allerdings wird dieser Begriff auch für Jeanshosen verwendet, die im Originalzustand und demzufolge auch bereits getragen worden sind.
Künstlich erzeugt wird auch die Worn in Jeansmode. Hierbei werden Sandstrahlen, Schmirgeln oder auch Bürsten eingesetzt, was sich in der Wirkung als eingetragen oder auch als sehr lang getragen offenbart.
Zip fly zeigt dem interessierten Käufer, dass sich an dieser Jeanshose keine Knopfleiste befindet, dagegen jedoch ein Reißverschluss. Viele Jeanshersteller verwenden diese Variante, da sie bei den männlichen Kunden ebenso beliebt ist als auch bei den weiblichen.
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