28. Oktober 2006
Wenn es draußen kalt und kälter wird, ziehen wir uns gern in wohlig Warme zurück. Gerade ein intensiver Saunatag tut jetzt gut, denn sowohl Körper, als auch Geist profitieren von der schweißtreibenden Abhärtung. Doch für wen eignet sich die Sauna und wer sollte das Dampfbad vorziehen?
Sauna oder Dampfbad: Jetzt, wenn der Winter vor der Tür steht, gibt es keinen besseren Ort, an dem man gleichzeitig tiefe Entspannung erfährt, an kalten Tagen so richtig durchgewärmt wird und gleichzeitig etwas für die Gesundheit und das Wohlbefinden tun kann.
Denn neben dem sofortigen Anti-Stress-Effekt zahlt sich das Schwitzen in der finnischen Sauna oder dem Dampfbad auch langfristig aus: Durch das regelmäßige Saunieren wird die Durchblutung der Haut angeregt und das Immunsystem gestärkt, was nachhaltig vor Infekten schützt. Der Wechsel von Hitze und Abkühlung bewirkt eine abwechselnde Verengung und Erweiterung der Blutgefäße. Das trainiert die Gefäße, verbessert die Wärmeregulation des Körpers und beugt Erkältungen vor. Auch der Kreislauf profitiert vom Schwitzen in der Sauna, so wird niedriger Blutdruck soll durch das abwechselnde Schwitzen und Abkühlen stabilisiert.
Welcher Sauna Sie den Vorzug geben oder ob Sie doch im Dampfbad relaxen, hängt vor allem davon ab, wo Sie sich am wohlsten fühlen und welchen Nutzen Sie aus dem Schwitzen ziehen wollen. Denn zwischen dem Saunieren und Dampfbädern bestehen einige Unterschiede.
In der klassischen finnischen Sauna herrschen Temperaturen von bis zu 100° Celsius vor. Das lässt sich nur aushalten, weil die Luft mit einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis höchstens 90 Prozent relativ trocken ist. Denn je geringer die Luftfeuchtigkeit ist, desto mehr Schweiß geben wir ab, was uns wiederum abkühlt. Je nach Vorliebe und Hitzeempfindlichkeit kann man in der Sauna auf Holzbänken in unterschiedlichen Höhen sitzen. Alte Saunahasen liegen oder sitzen gern etwas höher, denn zur Decke hin sammelt sich die Hitze, während sich Anfänger oder empfindliche Menschen gern in Bodennähe entspannen, wo mit etwa 40° Celsius geradezu kühle Verhältnisse vorherrschen. Nachdem man so richtig durchgeheizt ist, geht es unter die kalte Dusche. Danach heißt es entspannen, entspannen und nochmals entspannen.
Die Sauna ist für alle geeignet, die den Kreislauf und das Immunsystem stärken und die Durchblutung der Haut anregen wollen. Vorsicht ist für Menschen mit Herzfehlern, Überfunktionen der Schilddrüse, chronischen Erkrankungen, Epilepsie und schweren Kreislaufproblemen geboten. Wenn Sie nicht sicher sind, ob die Sauna für Sie empfehlenswert ist, dann fragen Sie vor dem ersten Saunabesuch einen Arzt. Wenn Sie gerade unter einem akuten Infekt leiden, dass ist ein Saunabesuch tabu.
In großen Saunalandschaften gibt in der Regel Räume mit unterschiedlichen Temperaturen. Eine Biosauna ist bei Höchsttemperaturen von 60° Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent sehr schonend für den Kreislauf und wird daher in der Regel auch von empfindlichen Personen gut vertragen.
Im Dampfbad geht es etwas gemäßigter zu. Bei angenehmen 40° C und einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 Prozent lässt es sich hier kreislaufschonend entspannen. Die feuchte Luft bewirkt, dass weniger Schweiß auf der Haut verdunstet. Da durch diese Verdunstung der Körper gekühlt wird, steigt die Körpertemperatur im Dampfbad stärker an als in der Sauna. Wie in der finnischen Sauna, geht es auch hier nach spätestens zehn Minuten ins kalte Nass und anschließend zum Entspannen in einen Ruheraum.
Die schonenden Verhältnisse im Dampfbad tun der positiven Wirkung auf die Gesundheit keinen Abbruch. Die Aromaaufgüsse härten ab, lösen Muskelverspannungen, regen die Durchblutung der Haut an und sind wahre Stresskiller. Besonders geeignet ist das Dampfbad für Menschen mit chronischen Erkältungskrankheiten und rheumatischen Beschwerden. Auch nicht infektiöse Hautkrankheiten wie Neurodermitis und sehr trockene Haut können durch das Schwitzen im Dampfbad gelindert werden.
Egal ob Sauna oder Dampfbad: Hören Sie auf Ihren Körper! Saunieren ist kein Leistungssport: Wenn Sie sich nicht wohl fühlen, dann probieren Sie etwas herum, welche Saunaform Sie am besten vertragen.
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