Sauna - Wirkung, Ablauf und generelle Tipps zum Saunieren

Als Sauna bezeichnet man einen beheizten Raum aus Holz, in dem man ein Schwitzbad nimmt. Durch das Schwitzen und die anschließende Abkühlung sollen die Abwehrkräfte gestärkt und der Körper entschlackt werden. Das Saunieren erfreut sich großer Beliebtheit und wird in unterschiedlichen Varianten durchgeführt. Sowohl vor, während als auch nach dem Saunagang gibt es bestimmte Verhaltensregeln. Werfen Sie einen Blick auf die Saunakultur und lesen Sie, welche gesundheitsfördernden Aspekte mit dem Saunieren verbunden werden, und wie man sich während des Saunaaufenthalts richtig verhält.

Die Sauna zur Stärkung der Abwehrkräfte: Anwendungsgebiete und Tipps rund um das Saunieren

Das Saunieren: beliebt und gesund

Es

  • ist entspannend
  • regt den Kreislauf an
  • ist gut für Herz und Gefäße und
  • hilft zudem beim Abnehmen.

Die Rede ist vom Saunieren, dem einstigen Importschlager aus Finnland. Längst gehören regelmäßige Saunagänge für viele Deutsche fest zum Freizeitprogramm, und das ganz besonders im Winter. Dabei wissen aber leider immer noch nicht alle, was sich beim Saunieren gehört und was nicht.

Das alleinige Schwitzen im aufgeheizten Saunaraum reicht nicht aus, um von einem gesunden Saunabad sprechen zu können. Um die gesundheitlichen Aspekte eines Saunabades optimal auszureizen, sollte genauso viel Wert auf die anderen Phasen eines korrekt durchgeführten Saunaganges gelegt werden.

Angeboten werden öffentliche Saunagänge in

Eine Sauna besteht im Inneren in der Regel aus Holz. Die Erhöhung der Raumtemperatur erfolgt durch einen Saunaofen. Dabei werden durchschnittlich 80 bis 100 Grad Celsius erreicht. Bei sehr trockener Luft sind sogar bis zu 130 Grad Celsius möglich.

Die Luftfeuchtigkeit in einer klassischen Sauna ist sehr niedrig und beträgt lediglich zehn Prozent. Ausgestattet ist die Sauna zudem mit mehreren Sitzbänken, die in zwei bis drei Stufen angeordnet sind. Je weiter nach oben die Sitzbänke gehen, desto intensiver ist die Hitze spüren.

Es gibt diverse Saunaarten. Einen entsprechenden Überblick erhalten Sie hier.

Wirkungsweise

Zweck einer Sauna bzw. eines Schwitzbads ist in erster Linie die Stärkung der Abwehrkräfte. Vor allem in den Herbst- und Wintermonaten kann auf diese Weise Erkältungskrankheiten vorgebeugt werden.

Durch die hohen Temperaturen in einer Sauna erhöht sich auch die Temperatur des Körpers während der Schwitzphase auf bis zu 39 Grad Celsius. Ähnlich wie bei einem Fieber, wird dadurch die Zerstörung von möglichen Krankheitserregern verursacht.

Erfolgt anschließend ein Bad in kaltem Wasser, kommt es zu weiteren gesundheitsfördernden Effekten wie:

Zudem werden Giftstoffe aus dem Organismus abgebaut und entschlackt. Auch die Haut kann von einem Saunagang profitieren, da die Hautalterung durch die Förderung der Durchblutung verlangsamt wird. Darüber hinaus ist ein Besuch in der Sauna auch bestens geeignet, um sich zu entspannen.

Einer Studie zufolge sollten besonders sportliche Frauen das Saunieren in Erwägung ziehen:

Wie Saunagänge die Kraft bei Frauen beeinflussen

Gerade in der kalten Jahreszeit ist die Versuchung groß, sich vor dem anstrengenden Training mit einen kurzen Saunagang aufzuwärmen. In der Theorie scheint diese Idee nicht nur verlockend, sondern sogar mit Vorteilen bedacht zu sein.

Immerhin wärmt man beim Saunieren die Muskulatur auf und nimmt die Spannung aus den Muskeln. Damit verringert man schließlich auch die Verletzungsanfälligkeit, die gerade in den Wintermonaten zunimmt. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass Saunagänge besonders bei aktiven Damen an das Ende der Trainingseinheit gehören sollten.

Im Leistungssport wird das Saunieren gern benutzt, um kurzfristig "Gewicht zu machen". Eine Forschungsgruppe aus Spanien beschäftigte sich deshalb vor kurzem mit den Auswirkungen von Saunagängen auf die Schnell- und Maximalkraft von Athletinnen und Athleten.

Die Studie

Insgesamt nahmen sechs Frauen und sechs Männer an der Studie teil, die ihre Leistungsfähigkeit mittels einer Sprungübung beweisen mussten. Den Leistungstest mussten sie absolvieren, bevor sie sich für drei mal 20 Minuten bei 70° Celsius in die Sauna setzten. Nach den drei Saunagängen ließen sie ihre Sprungkraft erneut messen und wiederholten die Tests ein weiteres Mal, nachdem sie zur Wiederauffüllung ihres Wasserhaushaltes ein zuckerhaltiges Getränk zu sich nahmen.

Unterschiedliche Ergebnisse in Bezug auf die Geschlechter

Die Auswertung zeigte überraschenderweise, dass

  • bei den männlichen Probanden keine wesentliche Veränderung ihrer Leistungsfähigkeit hinsichtlich der Schnell- und Maximalkraft festzustellen war.
  • Bei den Damen hingegen verringerte sich die Sprungkraft aus der Hocke proportional zum durch die Saunagänge bedingten Körpergewichtsverlust.

Demzufolge sollten sich ambitionierte Frauen, die ein Trainingsziel konsequent verfolgen möchten, auf die vermeintlich wohltuende Sauna vor dem Workout verzichten und es als regenerative Maßnahme an das Ende eines Trainingstages stellen. Sollte einem die Kälte im Winter so stark zusetzen, dass man sich selbst für ein leichtes Warm-Up auf dem Laufband nicht begeistern kann, bietet sich eine warme Dusche als optimale Alternative zur Sauna an.

Das Saunieren stellt eine große Kultur unterschiedlicher Varianten dar...

Saunakultur und Dampfbäder

Als Mutterland der Sauna gilt Finnland. Dort gehört die Sauna zu den wichtigsten Bestandteilen der Landeskultur. Auch in Skandinavien und in Russland genießt die Sauna einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert, wo sie unter anderem der Pflege von sozialen Kontakten dient.

Seit einigen Jahrzehnten erfreut sich die Sauna auch in Deutschland großer Beliebtheit. Die finnische Sauna, die auch als klassische Sauna gilt, ist dabei die gängigste und beliebteste Form der Sauna. Es gibt aber noch zahlreiche andere Varianten, wie das Dampfbad. Dazu zählen unter anderem:

Große Hitze und warmer Nebel - Sauna oder Dampfbad?

Die meisten dieser Varianten unterscheiden sich von der klassischen finnischen Sauna durch ihre milderen Temperaturen und eine höhere Luftfeuchtigkeit. Die hohen Temperaturen und die geringe Luftfeuchtigkeit der finnischen Sauna stellen oftmals eine hohe Belastung für den Kreislauf mancher Menschen dar, sodass die Dampfbäder eine schonende Alternative bilden.

Welcher Sauna Sie den Vorzug geben oder ob Sie doch im Dampfbad relaxen, hängt vor allem davon ab, wo Sie sich am wohlsten fühlen und welchen Nutzen Sie aus dem Schwitzen ziehen wollen. Beide Varianten haben Gemeinsamkeiten:

  • Durch die regelmäßige Anwendung wird die Durchblutung der Haut angeregt und das Immunsystem gestärkt, was nachhaltig vor Infekten schützt.
  • Der Wechsel von Hitze und Abkühlung bewirkt eine abwechselnde Verengung und Erweiterung der Blutgefäße. Das trainiert die Gefäße, verbessert die Wärmeregulation des Körpers und beugt Erkältungen vor.
  • Auch der Kreislauf profitiert vom Schwitzen, so wird niedriger Blutdruck durch das abwechselnde Schwitzen und Abkühlen stabilisiert.

Und natürlich gibt es auch Unterschiede:

Finnische Sauna

In der klassischen finnischen Sauna herrschen Temperaturen von bis zu 100° Celsius vor. Das lässt sich nur aushalten, weil die Luft mit einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis höchstens 90 Prozent relativ trocken ist. Denn je geringer die Luftfeuchtigkeit ist, desto mehr Schweiß geben wir ab, was uns wiederum abkühlt.

Die Sauna ist für alle geeignet, die den Kreislauf und das Immunsystem stärken und die Durchblutung der Haut anregen wollen. Mit dem Wohlbefinden verbessert sich auch das Hautbild. Die finnische Sauna kann daher mit Fug und recht als Anti-Aging-Kick bezeichnet werden. Wer auf einen Saunabesuch lieber verzichten sollte, erfahren Sie im nächsten Abschnitt dieses Artikels.

Biosauna

In großen Saunalandschaften gibt in der Regel Räume mit unterschiedlichen Temperaturen. Eine Biosauna ist bei Höchsttemperaturen von 60° Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent sehr schonend für den Kreislauf und wird daher in der Regel auch von empfindlichen Personen gut vertragen.

Dampfbad

Im Dampfbad geht es etwas gemäßigter zu. Bei angenehmen 40° C und einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 Prozent lässt es sich hier kreislaufschonend entspannen. Die feuchte Luft bewirkt, dass weniger Schweiß auf der Haut verdunstet. Da durch diese Verdunstung der Körper gekühlt wird, steigt die Körpertemperatur im Dampfbad stärker an als in der Sauna.

Die schonenden Verhältnisse im Dampfbad tun der positiven Wirkung auf die Gesundheit keinen Abbruch. Die Aromaaufgüsse

  • härten ab
  • lösen Muskelverspannungen
  • regen die Durchblutung der Haut an und
  • sind wahre Stresskiller.

Besonders geeignet ist das Dampfbad für Menschen mit chronischen Erkältungskrankheiten und rheumatischen Beschwerden. Die feuchtwarme Luft kondensiert an den Schleimhäuten und löst so den festsitzenden Schleim. Viele Menschen vertragen auch die feuchte besser als die trockene Hitze.

Wird der Dampf zusätzlich mit ätherischen Ölen oder Aromen gemischt, ist die Dampfsauna der perfekte Genuss. Auch nicht infektiöse Hautkrankheiten wie Neurodermitis und sehr trockene Haut können durch das Schwitzen im Dampfbad gelindert werden.

Egal ob Sauna oder Dampfbad: Hören Sie auf Ihren Körper! Saunieren ist kein Leistungssport: Wenn Sie sich nicht wohl fühlen, dann probieren Sie etwas herum, welche Saunaform Sie am besten vertragen. Wer sich zuhause ein Saunaparadies schaffen möchte, kann auch auf eine Kombination von Sauna und Dampfbad zurückgreifen:

Die Kombisauna

Wer darüber nachdenkt, sich im eigenen Haus eine Sauna zu bauen, steht oft vor der Entscheidung: Dampfbad oder Sauna? Dabei muss man sich gar nicht zwingend für eines der beiden entscheiden. In Kombination sind diese ein unschlagbares Team. Eine Kombisauna im Haus lässt täglich das perfekte Wellnessprogramm zu und das zu jeder Tages- oder Nachtzeit.

Kombigeräte sind im Trend. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch die gute alte Saunakabine für Zuhause inzwischen viel mehr kann als nur heiß oder Dampf. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Kombisauna zur beliebtesten Saunavariante für die eigenen vier Wände entwickelt.

Rund 60 Prozent der verkauften Heimsaunen sind heute Kombigeräte. Kombisauna - das bedeutet Dampfbad und finnische Sauna in einem. Wer ein solches Gerät sein Eigen nennt, verfügt über die perfekte Wohlfühl-Kombination. Besonders empfehlenswert ist die Kombination von Dampfbad und finnischer Sauna für Menschen, die unter Gelenkproblemen leiden. Die Wärme und alle damit verbundenen Entgiftungsprozesse sind wie eine kleine Kur für die oft stark belasteten Gelenke.

Auch die Muskeln lockern sich in der Kombisauna optimal, da die Temperaturveränderung nicht abrupt erfolgt, sondern stufenweise. Daher sollte auch immer mit dem Dampfbad begonnen werden. Wie bei jedem Saunagang ist es auch beim Kombisaunen wichtig, es nicht zu übertreiben. Das Optimum an Wohlfühlen erreicht man allerdings indem man nach der Entschlackung und Entspannung noch ein das i-Tüpfelchen durchführen lässt: Eine Ganzkörpermassage mit ätherischen Ölen.

Verhaltensregeln: Die unterschiedlichen Phasen des Saunierens

Sowohl vor, während und nach dem Saunieren sollte man einige Regeln beachten.

Vor dem Saunen

Vor dem Saunabeginn empfiehlt es sich, eine Kleinigkeit zu essen. Man sollte sich im vornherein gründlich abduschen, um die Haut von vorhandenen Kosmetikresten zu befreien. Mit dem Duschgang befreit man den Körper von auf der Haut befindlichen Fetten, die während des Saunaganges bloß die Schweißabsonderung stören würden. Auch Schminke oder Cremerückstände werden entfernt.

Wichtig ist, dass mit warmem Wasser geduscht wird. So wird der Körper bereits vorgewärmt, was in der Saunakabine das Schwitzen wesentlich erleichtert und beschleunigt.

Tipp:Um den gesamten Körper auf Temperatur zu bringen, reicht auch schon ein heißes Fußbad. In öffentlichen Einrichtungen ist die Dusche dem Fußbad natürlich aus hygienischen Gründen vorzuziehen.

Anschließendes Abtrocknen mit einem Handtuch fördert nicht nur die Durchblutung, sondern auch den Schwitzvorgang beim Saunen, da trockene Haut wesentlich schneller zu schwitzen beginnt.

Des Weiteren ist es ratsam, nicht direkt nach dem Sport in die Sauna zu gehen und auch nach dem Saunen vorerst auf körperliche Ertüchtigung zu verzichten.

Gehen Sie übrigens nackt in die Sauna und versuchen Sie, Ihren Scham zu vergessen. Denn unnötige Kleidung behindert bloß die Atmung und könnte außerdem für gereizte Haut sorgen.

Während des Saunens

Nehmen Sie sich genügend Zeit für Ihren Saunabesuch, damit Sie nicht in Zeitdruck geraten. Denn nur wenn Sie völlig stressfrei sind, sorgt der Saunabesuch für eine tiefe Entspannung. Hören Sie auf Ihren eigenen Körper und übertreiben Sie es nicht mit dem Saunabesuch. Auch wenn Sie als letzter kommen und als erster gehen - Saunen Sie nur solange, wie Sie sich wohlfühlen.

Im Saunaraum herrschen hohe Temperaturen, die je nach Höhenlage auch noch variieren. Auf den obersten Holzbänken ist die Temperatur am höchsten, auf den Ebenen darunter dementsprechend niedriger. Ideal ist es daher, wenn man seinen Saunaaufenthalt im Liegen genießt, da sich der gesamte Körper somit im selben Temperaturbereich befindet.

Der beispielsweise bei der Finnischen Sauna übliche Wechsel zwischen Schwitzen und Abkühlen sorgt für ein gestärktes Immunsystem und schützt Sie gerade in der kalten Jahreszeit vor Erkältungen. Leiden Sie jedoch gerade akut an einer Erkältung, dann sollten Sie die Sauna unbedingt meiden. Am Ende einer Erkältungsphase kann ein Saunabesuch hingegen äußerst hilfreich sein, da restliche Krankheitsstoffe schneller ausgeschieden werden.

Der Ablauf eines Saunagangs

Da die hölzernen Saunabänke relativ heiß sind und auf das Holz tropfender Schweiß sehr unhygienisch ist, sollte man stets ein großes Handtuch als Sitzunterlage mit sich führen. Holz ist im Gegensatz zu anderen Materialien besonders geeignet, da es bei Erwärmung keine Schadstoffe ausdunstet und außerdem kein Kondensat entstehen lässt. Dafür ist es beim direkten Körperkontakt ein idealer Herd zur Keimübertragung.

Empfehlenswert sind äußerst praktische Saunatücher, die nicht bloß die optimale Größe aufweisen, sondern in der Regel auch zwei unterschiedliche Seiten haben, damit man sich immer auf die selbe Seite setzen oder legen kann.

Möglich ist natürlich auch das Mitbringen zweier Badetücher: eins zum darauf Sitzen beim Schwitzen und eins zum Abtrocknen nach dem Schwimmen oder Duschen.

Klatschnasse Handtücher haben in der Saunakabine nichts verloren. Ferner ist darauf zu achten, dass das Badetuch für die Saunakabine auch groß genug ist. Zwischen Mensch und Holz sollte immer ein Badetuch sein.

Es gilt als als höflich, wenn man die anderen Saunagäste kurz begrüßt. Während man in Skandinavien ganz gern ein Schwätzchen während des Saunabesuchs hält, schweigt man sich in Deutschland lieber aus. So können die Verhaltensregeln von Land zu Land also sehr unterschiedlich sein. Das Anstarren anderer Saunagänger sollte hingegen natürlich überall vermieden werden.

Welche Bank man wählen sollte

Empfehlenswert für Sauna-Anfänger sind vor allem die unteren Bänke, da dort die Hitze nicht so stark ist wie auf den oberen Bänken, die von erfahrenen Saunagängern bevorzugt werden. Damit sich die Füße auch bei der sitzenden Variante im gleichen Temperaturbereich wie der Körper befinden, zieht man die Knie und Füße an den Körper heran. Erst wenn man im Begriff ist, die Kabine bald zu verlassen, richtet man sich wieder auf, um den Kreislauf zu schonen und Schwindel vorzubeugen.

Aufguss

In einer finnischen Sauna wird in der Regel ein Aufguss durchgeführt, der auch als Höhepunkt des Saunaganges angesehen wird. Dabei gibt ein Saunameister in kleinen Mengen Wasser aus einem hölzernen Kübel auf die heißen Saunaofensteine, was zur Verdampfung des Wassers führt.

Mit einem Handtuch, das Wacheltuch genannt wird, verwirbelt der Saunameister den Dampf, um ihn im ganzen Saunaraum zu verteilen. Auf diese Weise wird ein noch intensiverer Schwitzvorgang ermöglicht.

Darüber hinaus verwendet man für einen Aufguss auch spezielle Duftkonzentrate, die in das Aufgusswasser gegeben werden. Zu den wohlriechenden Düften gehören zum Beispiel:

Die empfohlene Dauer für einen Schwitzvorgang liegt bei 8-15 Minuten. Hier finden Sie detailliertere Informationen zum Thema Aufguss.

Nach dem Saunen

Als sinnvolle Bekleidung zwischen den Saunagängen sind Bademantel und Badeschlappen zu empfehlen. Nach dem Aufenthalt im Schwitzraum heißt es, den Körper wieder auf seine normale Temperatur zurückzuführen. Dazu muss ihm die beim Saunen gespeicherte Hitze wieder entzogen werden, entweder über die Haut oder über die Lunge.

Auf die Abkühlphase ist genauso viel Wert zu legen, wie auf die Schwitzphase. Eine Viertelstunde sollte man sich für die Abkühlung schon Zeit nehmen.

Die ideale Abkühlphase setzt sich aus zwei Teilen zusammen: der Abkühlung an der frischen Luft im Freien und der anschließenden Abkühlung durch diverse Kaltwasseranwendungen.

Abkühlung im Freien

Nach dem Schwitzbad geht es zunächst nach draußen. Hier hält man sich am besten gehend auf und atmet durch die Nase langsam ein und aus, um das Körperinnere über die Lunge zu kühlen und Sauerstoff zu tanken.

Vermeiden Sie eine übertrieben tiefe oder hektische Atmung, um einer unangenehmen Hyperventilation vorzubeugen. Sobald man anfängt zu frieren, verlässt man wieder das Freiluftbad und begibt sich zu den Kaltwasseranwendungen.

Übrigens:

Die Abkühlung im Freien, auch bei sehr niedrigen Temperaturen, ist keinesfalls gesundheitsschädigend. Da der Körper derartig viel Hitze aufgetankt hat, kann es dort zu keiner Erkältung kommen.

Kaltwasseranwendungen

Nach dem Freiluftbad geht man zu den Kaltwasseranwendungen über. Mit dem Eintauchen in ein Eiswasserbecken sollte man hierbei nicht direkt beginnen - allein schon aus hygienischen Gründen. Zunächst steht das Abduschen mit kaltem Wasser, zum Beispiel unter der Dusche oder auch anhand eines Schlauches oder Eimers, an. Beim Abgießen geht man immer nach folgender Reihenfolge vor:

  1. Hände und Füße,
  2. Arme und Beine,
  3. schließlich noch Rücken,
  4. Brust und Kopf samt Gesicht.

Man beginnt also herzfern und gießt langsam zum Herzen hin. Bei einem Schlauch ist zu beachten, dass der Wasserstrahl nicht zu kräftig ist, da dies die Kühlung beeinträchtigen würde. Nun steigt man gemächlich in ein Eiswasserbecken und taucht kurz unter. Nach einer halben Minute sollte man das Tauchbecken wieder verlassen.

Vorsicht:

Bei Bluthochdruck oder Problemen mit dem Kreislauf sollte auf das Tauchbecken verzichtet werden.

Tipp:

Besonders gesund für die Gefäße sind warme Fußbäder zwischen (nicht nach) den einzelnen Kaltwasseranwendungen.

Ruhephase

Ist der Abkühlungsvorgang beendet, ziehen Sie sich warm an und entspannen Sie mindestens 15-20 Minuten auf einer Liege, bevor Sie den nächsten Saunagang in Angriff nehmen oder zum Tagesgeschäft übergehen. Ganz wichtig außerdem: versorgen Sie Ihren Körper nach dem Saunen mit reichlich Flüssigkeit.

Trinken Sie viel Mineralwasser oder Säfte, um die ausgeschwitzte Flüssigkeit wieder auszugleichen. Während des Saunens sollten Sie jedoch versuchen keine Flüssigkeit aufzunehmen, da sich der Reinigungseffekt dadurch verringert.

Die Ruhephase kann man auch mit einem Aufenthalt unter der Sonnenbank kombiniert werden, dann aber natürlich keine vollen 30 Minuten. Wer seinem Körper und Geist besonders viel Gutes tun möchte, lässt sich während der Ruhephase massieren, dies entschlackt den Körper noch mal zusätzlich.

Insgesamt darf dieser Vorgang bis zu dreimal wiederholt werden. Um eine nachhaltige Wirkung auf die Gesundheit zu erzielen, ist es ratsam, eine Sauna zwei oder dreimal in der Woche aufzusuchen.

Für Saunaanfänger wichtig zu wissen:

  • Man sollte vorsichtig beginnen und den Körper erst an die ungewohnte Belastung gewöhnen.
  • Wer gesundheitliche Probleme hat, darf nur nach ärztlicher Rücksprache in die Sauna gehen, um seine Gesundheit nicht weiter zu gefährden.
  • Wer in die Sauna gehen will, sollte ausreichend Zeit mitnehmen, denn ein Saunabesuch besteht aus drei Saunagängen.
  • Der Anfänger sollte sich für die mittlere oder untere Bank entscheiden und dort auch während des Saunagangs verweilen.
  • Länger als acht Minuten (auf der mittleren Bank) sollte der Einsteiger jedoch nicht sitzen bleiben.
  • Vor dem Aufstehen sollte allerdings mindestens zwei Minuten gesessen werden, damit keine Kreislaufprobleme entstehen.

Risikogruppen/Kontraindikation

Auf einen Saunabesuch verzichten sollten Menschen, die unter Beschwerden leiden, wie:

  • fiebrige Erkrankungen
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • akute Entzündungen an den inneren Organen und an Blutgefäßen
  • Infektionen
  • Venentrombosen und Venen-Entzündungen
  • Krampfadern und
  • Diabetes.

Zwar stärkt der Gang in die Sauna das Immunsystem, doch wer unter einer fiebrigen Krankheit leidet, der sollte besser auf die zusätzliche Wärme verzichten. Denn für den bereits geschwächten Körper stellt das starke Schwitzen eine zu hohe Belastung da.

Richtig gefährlich kann es für Menschen werden, die ein schwaches Herz oder einen schlechten Kreislauf haben. In der klassischen Sauna sind Temperaturen von 90-100 Grad normal und durch die starke Durchblutung wird der Kreislauf zu stark angeregt, was für ein schwaches Herz eine viel zu große Anstrengung bedeutet.

Gerade Entzündungen sollten mit Kälte behandelt werden, um die Durchblutung zu mindern. Daher eignet sich die Wärme auch nicht für Patienten mit Venen-Erkrankungen. Diabetiker sollten sich ebenfalls nie zu lange der großen Hitze aussetzen, weil dabei der Blutzuckerspiegel dramatisch sinken kann. Ganz besonders gefährlich kann das beim ersten Sauna-Gang sein.

Zum Abnehmen ungeeignet

Leider denken immer noch viele Menschen, dass sie sich ihre überschüssigen Pfunde einfach in der Sauna herunterschwitzen können. Doch wer abnehmen möchte und gerade eine Diät macht, der verzichtet besser darauf, in die Sauna gehen.

Denn der Flüssigkeitsentzug beim Schwitzen schwächt den Stoffwechsel und es kann zu Atemnot und schweren Kreislaufstörungen kommen. Besser eine Runde in der frischen Luft laufen - das verbrennt wirklich Fett - und der Saunagang danach entspannt die angestrengten Muskeln.

Generell ist das Saunieren ist besonders in den Wintermonaten sehr beliebt - doch auch in der warmen Jahreszeit kann es seine Vorzüge haben...

Im Sommer in die Sauna? Ja, aber sicher!

Saunaliebhaber erwarten die kommende Herbst- und Wintersaison voller Freude. Sich bei herrlich warmen Temperaturen entspannen, Kraft tanken, die Haut pflegen und auch so mancher Grippewelle trotzen, sind gerade von Oktober bis April die Anreize, ein bis drei Mal in der Woche in die Sauna zu gehen.

Doch die Prävention kann schon Ende August beginnen, denn besonders zum Beginn des Herbstes zeigt sich so mancher Organismus als anfällig für Erkältungen und Bronchitis. Hier hilft als Vorbeugung der regelmäßige Besuch in der Bio-Sauna, die gerade bei heißen Außentemperaturen optimale Bedingungen bereithält.

Schutz vor Sommergrippe

Auch der Sommer verschont einen nicht vor Erkältungen, einer Sommergrippe oder einen unruhigen nächtlichen Schlaf. Hier beweist die Sauna, wie vielfältig sie wirken kann, selbst wenn eine Hitzewelle die nächste jagt. So verhilft das gesunde Schwitzen dazu, dass

  • die angesammelten Giftstoffe ausgeschwemmt werden
  • das Immunsystem gereizt und somit aktiviert wird und
  • das Schweißdrüsensystem zu einem niedrigen Gang gebracht werden kann.

Weniger Schwitzen durch Sauna

Obwohl es sich durchaus etwas paradox anhört, geschieht bei dem Saunieren bei sommerlichen Temperaturen genau das Gleiche, wie wenn man warmen Tee trinkt oder sich statt kalt abzuduschen lieber warmes bis heißes Wasser einsetzt: der Organismus benötigt hierbei weitaus weniger an Energie, um die Körpertemperatur wieder ins Lot zu bringen, was in der Folge dazuführt, dass man dann eben auch weniger schwitzen muss.

Empfehlungen für den Gang in die Sauna

Besonders zu empfehlen ist die Bio-Sauna mit ihrer durchschnittlichen Temperatur von 55 Grad, die selbst Anfängern und gesundheitlich leicht angeschlagenen Menschen oder auch Kindern und Jugendlichen ein Gesundheitsplus erlauben.

>Ratsam sind für eine sommerliche oder herbstliche Prävention ein bis zwei Besuche pro Woche, wobei mindestens zwei bis drei Durchgänge durchgeführt werden sollten. Wie im Herbst oder Winter gilt auch in den Sommermonaten, dass man sich nach dem Saunagang zunächst möglichst kalt abduschen oder auch mit einem Schlauch abspritzen sollte. Anschließend heißt es für mindestens 20 Minuten ausruhen und nach Möglichkeit einen lauwarmen Tee ohne Zucker oder auch ein Gemisch aus stillem Wasser und Apfelsaft zu sich zu nehmen.

Wirkung

Einmal davon abgesehen, dass man sich nach einem Besuch in der Sauna viel entspannter fühlt, kann auch die Haut wieder richtig durchatmen und den letzten Hauch der sommerlichen Sonnenstrahlen in eine aktivierte Pigmentierung für eine sanfte Bräune umwandeln.

Quellen:

  • Margot Hellmiß und Falk Scheithauer: Fit in der Sauna. Das Relaxprogramm für Körper und Seele., Südwest-Verlag, 2001, ISBN 3517064092
  • Reinhold Dey und Norbert Ney: Sauna - Gesund schwitzen und entspannen, Südwest-Verlag, 2002, ISBN 3517076767
  • Chris Schreiber und Jerry Goldberg: Sauna. Genuss für Körper und Sinne, Gräfe & Unzer Verlag, 2002, ISBN 377425575X

Unsere Artikel werden auf Grundlage fundierter wissenschaftlicher Quellen sowie dem zum Zeitpunkt der Erstellung aktuellsten Forschungsstand verfasst und regelmäßig von Experten geprüft. Wie wir arbeiten und unsere Artikel aktuell halten, beschreiben wir ausführlich auf dieser Seite.

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Historie:
Zuletzt aktualisiert am
So arbeiten wir
Autor:

Mehr über uns
Warum kein namentlicher Autor?

Unsere Artikel werden auf Grundlage fundierter wissenschaftlicher Quellen sowie dem zum Zeitpunkt der Erstellung aktuellsten Forschungsstand verfasst und regelmäßig von Experten geprüft.

Bildnachweise:
  • Frauen liegen in der Sauna © Rolf Richter - www.fotolia.de

Weitere Artikel zum Thema