Als Sauna bezeichnet man einen beheizten Raum aus Holz, in dem man ein Schwitzbad nimmt. Durch das Schwitzen und die anschließende Abkühlung sollen die Abwehrkräfte gestärkt und der Körper entschlackt werden.
Zweck einer Sauna bzw. eines Schwitzbads ist in erster Linie die Stärkung der Abwehrkräfte. Vor allem in den Herbst- und Wintermonaten kann auf diese Weise Erkältungskrankheiten vorgebeugt werden. Durch die hohen Temperaturen in einer Sauna, erhöht sich auch die Temperatur des Körpers während der Schwitzphase auf bis zu 39 Grad Celsius.
Ähnlich wie bei einem Fieber, wird dadurch die Zerstörung von möglichen Krankheitserregern verursacht. Erfolgt anschließend ein Bad in kaltem Wasser, kommt es zu weiteren gesundheitsfördernden Effekten wie die Anregung von Kreislauf, Stoffwechsel und Atmung sowie die Senkung des Blutdrucks und die Entspannung der Muskulatur. Zudem werden Giftstoffe aus dem Organismus abgebaut und entschlackt.
Auch die Haut kann von einem Saunagang profitieren, da die Hautalterung durch die Förderung der Durchblutung verlangsamt wird. Darüber hinaus ist ein Besuch in der Sauna auch bestens geeignet, um sich zu entspannen.
Eine Sauna besteht im Inneren in der Regel aus Holz. Die Erhöhung der Raumtemperatur erfolgt durch einen Saunaofen. Dabei werden durchschnittlich 80 bis 100 Grad Celsius erreicht. Bei sehr trockener Luft sind sogar bis zu 130 Grad Celsius möglich.
Die Luftfeuchtigkeit in einer klassischen Sauna ist sehr niedrig und beträgt lediglich zehn Prozent. Ausgestattet ist die Sauna zudem mit mehreren Sitzbänken, die in zwei bis drei Stufen angeordnet sind. Je weiter nach oben die Sitzbänke gehen, desto intensiver ist die Hitze spüren.
Als Mutterland der Sauna gilt Finnland. Dort gehört die Sauna zu den wichtigsten Bestandteilen der Landeskultur. Auch in Skandinavien und in Russland genießt die Sauna einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert, wo sie unter anderem der Pflege von sozialen Kontakten dient. Seit einigen Jahrzehnten erfreut sich die Sauna auch in Deutschland großer Beliebtheit.
Die finnische Sauna, die auch als klassische Sauna gilt, ist die gängigste und beliebteste Form der Sauna. Es gibt aber noch zahlreiche andere Varianten wie das Dampfbad. Dazu zählen unter anderem das Türkische Bad Hamam, das römische Caldarium-Dampfbad, das griechische Laconium-Dampfbad, das russische Banja-Dampfbad, die antike Legionärssauna, das orientalische Rasulbad, das irische Dampfbad, das Tylarium, welches die klassische Sauna mit einem milden Dampfbad kombiniert, das mexikanische Temascal, die Biosauna sowie das Softdampfbad.
Die meisten dieser Varianten unterscheiden sich von der klassischen finnischen Sauna durch ihre milderen Temperaturen und eine höhere Luftfeuchtigkeit. Die hohen Temperaturen und die geringe Luftfeuchtigkeit der finnischen Sauna stellen oftmals eine hohe Belastung für den Kreislauf mancher Menschen dar, sodass die Dampfbäder eine schonende Alternative bilden.
Auf einen Saunabesuch verzichten sollten Menschen, die an Herz-Kreislauferkrankungen, akuten Entzündungen, Infektionen, Venentrombosen oder Krampfadern leiden.
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