Sauna - Wirkung, Ablauf und generelle Tipps zum Saunieren

Zwei Freundinnen liegen in Handtüchern eingewickelt in der Sauna

Die Sauna zur Stärkung der Abwehrkräfte: Anwendungsgebiete und Tipps rund um das Saunieren

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  • von Paradisi-Redaktion

Als Sauna bezeichnet man einen beheizten Raum aus Holz, in dem man ein Schwitzbad nimmt. Durch das Schwitzen und die anschließende Abkühlung sollen die Abwehrkräfte gestärkt und der Körper entschlackt werden. Das Saunieren erfreut sich großer Beliebtheit und wird in unterschiedlichen Varianten durchgeführt. Sowohl vor, während als auch nach dem Saunagang gibt es bestimmte Verhaltensregeln. Werfen Sie einen Blick auf die Saunakultur und lesen Sie, welche gesundheitsfördernden Aspekte mit dem Saunieren verbunden werden, und wie man sich während des Saunaaufenthalts richtig verhält.

Das Saunieren: beliebt und gesund

Es

  • ist entspannend
  • regt den Kreislauf an
  • ist gut für Herz und Gefäße und
  • hilft zudem beim Abnehmen.

Die Rede ist vom Saunieren, dem einstigen Importschlager aus Finnland. Längst gehören regelmäßige Saunagänge für viele Deutsche fest zum Freizeitprogramm, und das ganz besonders im Winter. Dabei wissen aber leider immer noch nicht alle, was sich beim Saunieren gehört und was nicht.

Das alleinige Schwitzen im aufgeheizten Saunaraum reicht nicht aus, um von einem gesunden Saunabad sprechen zu können. Um die gesundheitlichen Aspekte eines Saunabades optimal auszureizen, sollte genauso viel Wert auf die anderen Phasen eines korrekt durchgeführten Saunaganges gelegt werden.

Angeboten werden öffentliche Saunagänge in

Eine Sauna besteht im Inneren in der Regel aus Holz. Die Erhöhung der Raumtemperatur erfolgt durch einen Saunaofen. Dabei werden durchschnittlich 80 bis 100 Grad Celsius erreicht. Bei sehr trockener Luft sind sogar bis zu 130 Grad Celsius möglich.

Die Luftfeuchtigkeit in einer klassischen Sauna ist sehr niedrig und beträgt lediglich zehn Prozent. Ausgestattet ist die Sauna zudem mit mehreren Sitzbänken, die in zwei bis drei Stufen angeordnet sind. Je weiter nach oben die Sitzbänke gehen, desto intensiver ist die Hitze spüren.

Es gibt diverse Saunaarten. Einen entsprechenden Überblick erhalten Sie hier.

Wirkungsweise

Zweck einer Sauna bzw. eines Schwitzbads ist in erster Linie die Stärkung der Abwehrkräfte. Vor allem in den Herbst- und Wintermonaten kann auf diese Weise Erkältungskrankheiten vorgebeugt werden.

Durch die hohen Temperaturen in einer Sauna erhöht sich auch die Temperatur des Körpers während der Schwitzphase auf bis zu 39 Grad Celsius. Ähnlich wie bei einem Fieber, wird dadurch die Zerstörung von möglichen Krankheitserregern verursacht.

Erfolgt anschließend ein Bad in kaltem Wasser, kommt es zu weiteren gesundheitsfördernden Effekten wie:

Zudem werden Giftstoffe aus dem Organismus abgebaut und entschlackt. Auch die Haut kann von einem Saunagang profitieren, da die Hautalterung durch die Förderung der Durchblutung verlangsamt wird. Darüber hinaus ist ein Besuch in der Sauna auch bestens geeignet, um sich zu entspannen.

Abendliches Saunen für guten Schlaf

Junge Frau mit weißem Handtuch sitzt entspannt mit geschlossenen Augen in einer Sauna
Sauna, Hotel, Women. © BillionPhotos.com - www.fotolia.de

Warm-Kalt-Wechsel harmonisiert das Nervensystem. Wer zwei Stunden vor dem Schlafengehen in die Sauna geht, darf auf eine erholsame Nachtruhe hoffen, schreibt das Apothekenmagazin Gesundheit.

Die wechselnden Warm-Kalt-Reize entspannen nicht nur die Muskulatur, sie harmonisieren auch das Nervensystem und fördern sogar die Produktion der körpereigenen "Glückshormone" Serotonin und Dopamin im Gehirn.

Sauna gegen den Frühjahrsblues

Frau in weißem Handtuch mit Hut sitzt in Sauna
girl in white sheet sits on a bench in a sauna © JackF - www.fotolia.de

Regelmäßig in die Sauna gehen, kann dem Frühjahrsblues vorbeugen. Müdigkeit, mangelnder Antrieb und Abgeschlagenheit haben in dieser Jahreszeit häufig etwas mit den stark schwankenden Temperaturen zu tun.

"In den frühen Morgenstunden ist es oft noch frostig. Gegen Mittag können dann schon relativ hohe Temperaturen auftreten", sagt Dr. Klaus Bucher vom Deutschen Wetterdienst in Freiburg im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. Diese Wechsel seien eine Herausforderung für das Herz-Kreislauf- und Gefäßsystem.

Fleißiges Saunabaden trainiert die Fähigkeit, damit umzugehen. Wer dazu nicht die Möglichkeit hat, kann sich auch gut mit Wechselduschen helfen. Wichtig: Immer mit kalten Wasser abschließen.

Auch Kinder dürfen in die Sauna

Eltern mit Baby in der Sauna
familie in der sauna © Dron - www.fotolia.de

Schon Kinder ab einem Alter von drei Jahren profitieren von einer verbesserten Immunabwehr durch Saunabaden. Dieser Effekt ist inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen, berichtet das Apothekenmagazin BABY&Familie.

Kinder bis zu sechs Jahren sollen aber nicht länger als fünf bis sechs Minuten in der Sauna bleiben. Sechs- bis Achtjährige dürfen bis zu acht Minuten schwitzen. Sie bleiben am besten in der „gemäßigten“ Temperaturzone auf der untersten Bank.

Durchblutung, Säureschutz und Wasserbindung werden durch Saunen verbessert

Holzeimer mit Wasser und Rosenblättern in Sauna neben Frau in weißem Handtuch
rose and sauna © Péter Mács - www.fotolia.de

In der trockenen, heißen Luft der Sauna zu schwitzen tut der Schönheit gut.

Saunafans besitzen eine gut durchblutete Haut mit einem gestärkten Säureschutzmantel und erhöhter Wasserspeicherkapazität, berichtet die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf Wissenschaftler der Universität Jena. Auch Dampf- oder Rasulbad und Hamam sind gesund und halten die Haut jung.

Ein Tipp für die Gesichtspflege: Nach dem Bad in Hitze oder Dampf sind die Poren geöffnet. Jetzt können die Wirkstoffe von Cremes oder Lotionen besonders gut eindringen. Eine Maske, zum Beispiel mit Pfirsich und Honig, gibt dem Teint die nötige Feuchtigkeit und macht sie geschmeidig.

Individuelles Saunieren für Gesundheit und Spaß

Saunagänge sind gesund für das Immunsystem, sorgen für Entspannung machen Spaß

Junge Frau mit langen, dunklen Locken und blauem Handtuch sitzt in der Sauna und lacht in die Kamera
woman in a sauna with towel relaxing © Tandem - www.fotolia.de

Der regelmäßige Besuch einer Sauna ist für den Körper und die Seele eine gesunde Angelegenheit. So kann man nicht nur entschlacken, sondern auch die Durchblutung und das Herz-Kreislaufsystem anregen, sowie das Immunsystem stärken. Auch zum Entspannen eignet sich die Sauna oder das Dampfbad hervorragend, da selbst die Muskulatur auf eine sehr angenehme Art und Weise gelöst wird.

Persönliche Vorlieben und individueller Gesundheitszustand

Ob man sich für eine finnische Sauna mit knapp 100 Grad Celsius, eine Infrarot-Sauna oder auch ein Dampfbad mit ätherischen Ölen entscheidet hängt sowohl von den persönlichen Vorlieben als auch dem Alter und dem Gesundheitszustand ab. Für alle die sich ihr Wellness-Paradies im eigenen Haus einrichten möchten, bietet der Markt eine breite Auswahl an unterschiedlichen Kabinen an, die auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden können.

Dank der positiven Effekte einer Sauna liegt der Vorteil einer eigenen Sauna klar auf der Hand: Jederzeit lässt es sich darin entspannen, die Gesundheit fördern und die Qualität der Freizeit deutlich erhöhen.

Mit Saunabesuchen das Immunsystem stärken

Abwehrstärkung in der Sauna - regelmäßiges Saunieren ist dafür sehr wichtig

Holzeimer, Holzlöffel und Handtuch mit der Aufschrift "Sauna" vor beigem Hintergrund
sauna © Anne Katrin Figge - www.fotolia.de

Wenn man morgens das Haus verlässt um zur Arbeit zu gehen, ist es noch dunkel. Schaut man tagsüber raus, ist es grau und auf dem Heimweg wieder finster - der Herbst ist da und neben diesen eher tristen Kennzeichen dafür ist es auch noch kalt.

Und das wird sich in diesem Jahr auch eher verstärken als dass es weniger wird. Wer sich nicht warm genug anzieht und auf sich achtet, fängt sich schnell eine Erkältung ein und sei es auch nur durch das Anstecken bei einem Kollegen.

Wohltuend - vor allem in den eigenen vier Wänden

In dieser kalten und oft auch nassen Zeit ist es wichtig, sein Immunsystem und die Abwehrkräfte zu stärken. Neben bestimmten Vitaminen ist das Saunieren ein sehr wertvoller Tipp.

Viele Menschen haben mittlerweile in ihrem Zuhause einen kleinen Wellnessbereich mit Sauna, doch auch für die Anderen ist der Gang zur nächsten Sauna kein Akt; zusätzlich warten dann sogar noch Dampfbad, Whirlpool und Co. auf den Besucher.

Zur Linderung vieler Beschwerden

Der Saunagang ist neben dem Balsam für die Seele ein guter Anlaufpunkt, um sich an den Wechsel zwischen Warm und Kalt zu gewöhnen. Wichtig dabei ist, dass man regelmäßig saunieren geht, damit der Körper sich daran gewöhnt und trainiert wird. So kann man sich schnell an jede Umgebung anpassen, ohne dass dies negative Auswirkungen auf unser Immunsystem hat. Und der nächsten Erkältung ist im Nu auch vorgebeugt.

Zudem ist so ein Saunabesuch perfekt für verspannte Muskeln und die bekannte Winterdepression.

Regelmäßige Saunagänge können die Geburt erleichtern

Sauna ist nicht nur gesund, sondern kann unter Umständen sogar eine Geburt erleichtern. Darum sind nach Angaben des Berufsverbandes der Frauenärzte solche Kuren erlaubt, wenn die Schwangerschaft problemlos verläuft. Das regelmäßige Schwitzen - maximal vier Saunagänge pro Woche - mache nämlich die Muskulatur bei den Frauen entspannter, zudem könnten so Wassereinlagerungen etwa in den Beinen verhindert werden.

Zu achten sei auf eine niedrige Temperatur und ein warmes Fußbad vor dem Gang in die Sauna. Damit werde die Durchblutung angeregt und der Kreislauf auf die Wärme vorbereitet. Achtung sei allerdings kurz vor der Geburt geboten, denn spezielle Aufgüsse und hohe Temperaturen könnten durchaus Wehen auslösen. Die Ärzte raten in dieser Phase ebenfalls ab von einem kalten Tauchbad und empfehlen stattdessen einen Wasserschlauch, mit dem erst die Beine, dann Arme, Rücken und Bauch abgeschwenkt werden.

Gut für Geist und Nerven - der Saunagang

Zwei Frauen in weißen Handtüchern sitzen in Sauna, im Vordergrund Aufguss Gefäß
Due donne in sauna © vision images - www.fotolia.de

Wer kennt das nicht? Der Winter ist kalt und trüb, die Laune will nicht besser werden und man fühlt sich durchgefroren. Der Ausweg klingt so simpel wie einleuchtend: ein Besuch in der Sauna kann Abhilfe verschaffen.

Saunieren wirkt dabei wie ein Kurztrip in die Wärme. Das Wohlbefinden wird gesteigert, weil die oft strapazierten Muskeln Entspannung erfahren. Viele Saunagänger empfinden ihre Verspannungen schon nach dem ersten Saunabesuch als viel gelöster. Auch das Nervensystem wird durch die Kalt-Warm-Differenz stimuliert, was zur erfolgreichen Entspannung beiträgt. Die Psyche kann ebenso relaxen, wenn man es richtig angeht.

Wichtig ist dabei, sich Zeit zu nehmen, zur Ruhe kommen zu können und vor allem den Saunabesuch nicht als Pflichttermin zu behandeln. Für einmal Saunieren soll man rund zwei Stunden einplanen. Jedoch sollte man nur so lange in der Hitze bleiben, wie man wirklich möchte. Für optimales Wohlbefinden kann man den Saunagang noch mit einer Massage oder einem wohligen Fußbad abschließen.

Saunieren wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus

Junge Frau in blauem Handtuch liegt in Sauna und entspannt
woman in a sauna with towel relaxing © Tandem - www.fotolia.de

Erfunden haben es einst die Finnen: Das Saunieren als Form der Stärkung des Immunsystems und Entspannung. Mittlerweile ist fast allerorts Sauna zu einem Inbegriff von Wellness geworden.

Ursprünglich diente sie zur Reinigung des Körpers, heute wird sie hauptsächlich zur Stärkung des persönlichen Wohlbefindens genutzt. Beim klassischen Saunagang liegt die Temperatur im Inneren zwischen 80 und 100 Grad. Die Hitze sorgt dafür, dass die Körpertemperatur auf bis zu 39 Grad ansteigt. Bei dieser Temperatur beginnt der Körper Viren, Bakterien und Krankheitserreger abzutöten, so dass durch den Saunagang das Immunsystem gestärkt und zur Gesunderhaltung des Körpers beigetragen wird.

Auch die Haut wird von Grund auf gereinigt, verstopfte Poren öffnen sich, so dass Schmutz leichter abtransportiert werden kann.

Vor dem Saunagang sollte die Haut gründlich gereinigt werden. Um den Körper an die hohen Temperaturen zu gewöhnen sollte der erste Gang etwa nur acht bis 15 Minuten dauern. In einem Tauchbecken kann anschließend der Körper wieder abgekühlt werden, danach sollte man ihm 15 Minuten Ruhe gönnen und in dieser Zeit viel trinken.

Saunieren kann man in vielen öffentlichen Anlagen, die teilweise auch in Wellness- oder Schwimmbädern zu finden sind. Wer sich den Hitzegenuss nach Hause holen möchte und nicht so viel Platz hat, der kann auch auf ein Saunazelt zurückgreifen, das sich nach Benutzung auch leicht wieder verstauen lässt.

Egal was sie bevorzugen: Saunieren ist gesund und stärkt den Körper!

Ideal bei kaltem Wetter: Saunieren ist im Winter gut für die Gesundheit, sofern man es richtig macht

Drei Freundinnen in Sauna, eine macht Aufguss auf heißen Steinen
Sauna © Áment Gellért - www.fotolia.de

Vom Eiskalten ins mollig Warme - was könnte es im Winter Schöneres geben. Wer eine Sauna oder Zugang zu einer Sauna hat, der kennt diesen Effekt.

Nicht den Magen belasten

Doch damit das Saunieren in der kalten Jahreszeit nicht zur Katastrophe wird, sollte man einige Dinge beachten. Zunächst einmal gelten die üblichen Regeln. So sollte man vor dem Saunagang nichts schwer Verdauliches gegessen haben. Saunieren ist für den Körper eine sehr anstrengende Leistung, da kann er sich nicht auch noch mit der Verdauung befassen.

An die Temperaturunterschiede gewöhnen

Wichtig ist, insbesondere im Winter, das richtige Akklimatisieren. So sollte man den Körper mit einer lauwarmen Dusche, die man langsam wärmer werden lässt, auf den Temperaturunterschied vorbereiten. Menschen, die selten saunieren oder noch nie in der Sauna waren, sollten sich in die unteren Regionen setzen. Da warme Luft nach oben steigt, ist es dort vergleisweise weniger extrem heiß.

Wasser trinken

Beim Abkühlen sollte man langsam vorgehen und einen Körperteil nach dem anderen in die Dusche halten. Zuletzt sollte man immer daran denken, die Flüssigkeitsdepots wieder aufzufüllen - am besten mit Mineralwasser.

Saunagänge lohnen sich für Jung und Alt

Holzeimer, Holzlöffel und Handtuch mit der Aufschrift "Sauna" vor beigem Hintergrund
sauna © Anne Katrin Figge - www.fotolia.de

Viele Menschen schwören auf den Besuch in der Sauna und freuen sich gerade im Winter auf den Gang ins Warme. Andere dagegen zweifeln, ob das Schwitzen bei rund 90 Grad Celsius immer so gesund sein kann.

Wann auf den Saunagang verzichtet werden sollte

Gerade ältere Menschen fragen sich, ob sie ihren Körper damit nicht überlasten. Die allgemeine Empfehlung der Ärzte lautet jedoch, dass sich das Saunieren in jedem Alter lohnt. Wer jedoch in jungen Jahren nie in einer Sauna war und nun mit 50+ damit anfangen möchte, der sollte sich durchaus einmal beim Hausarzt absichern.

Wer beispielsweise einen chronischen Bluthochdruck hat, kann tatsächlich in der Sauna seinen Kreislauf überfordern. Allgemein rät man allen Patienten mit einem Herz- oder Kreislaufproblem von der Sauna eher ab. Auch wer sich völlig gesund fühlt, kann ohne es zu wissen an einer solchen Krankheit leiden und sollte sich daher beim Hausarzt absichern. Mit einer akuten Lungenentzündung ist das Saunieren ebenfalls tabu und wer gerade reichlich gegessen hat, ist in der heißen Kammer ebenfalls fehl am Platze.

Richtiges Saunieren kann gesundheitsfördernd wirken

Für alle anderen jedoch gilt eine klare Empfehlung für die Sauna. Die Abwehrkräfte werden gestärkt und sogar Gelenkbeschwerden kann man beim Saunieren von der Wärme therapieren lassen.

Achten muss man bei all dem Schwitzen nur auf das ausreichende Trinken von Wasser. Dem Körper muss die Flüssigkeit, die er in der Sauna verliert, wieder zugeführt werden. Wer zu trockener Haut neigt, sollte außerdem eine Fettsalbe dabei haben. Ist man neu in der Sauna, sollte man außerdem nicht auf die Uhr schauen, sondern auf die eigenen Körpersignale achten. Sobald der Puls spürbar erhöht ist oder einem gar schwindelig ist, sollte man langsam aufstehen und die Sauna verlassen.

Warum Saunieren so gut tut

Saunaeimer mit Löffel, weißen Handtüchern und weißer Lilie auf einer Saunabank
sauna © Kerioak - www.fotolia.de

Okay, von ein paar Mythen und Märchen müssen wir uns gleich einmal verabschieden, denn gegen Cellulitedellen oder überflüssige Pfunde kann so ein Saunagang nämlich kaum etwas anrichten. Eine mögliche Gewichtsabnahme ist in der Regel minimal und vor allem durch den Flüssigkeitsverlust bedingt - weshalb man nach dem Gang in die Schwitzstube auch in jedem Fall ausreichend trinken sollte!

Saunieren für Gesundheit und Wohlbefinden

Trotzdem tut Saunieren Körper und Wohlbefinden gleichermaßen gut. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht, denn ganz allgemein wird durch den gezielten Temperaturanstieg der Kreislauf in Schwung gebracht und auch der Stoffwechsel kann verbessert werden. Das Immunsystem wird durch regelmäßige Saunagänge gestärkt.

Sogar als Beautymaßnahme ist die Sauna geeignet - das Schwitzen und Befeuchten sorgt für eine schöne, ebenmäßige Haut. Und ganz nebenbei sorgt die wohlige Wärme auch noch dafür, dass wir uns herrlich entspannen und die Sorgen des Alltags hinter uns lassen können.

Regelmäßig und rundum gesund in die Sauna gehen

Wichtig, damit das Saunieren seinen vollen Effekt entfalten kann ist, dass man nur rundum gesund in die Sauna gehen sollte. Bei chronischen Krankheiten insbesondere des Herz-Kreislauf-Systems ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.

Außerdem ist Regelmäßigkeit Trumpf. Ein einzelner Saunagang wirkt sich positiv aufs Wohlbefinden aus, für gesundheitliche Effekte sollten Sie aber öfter saunieren. Beachten Sie dabei unbedingt die angegebene Höchstdauer für den jeweiligen Saunatyp und kühlen Sie sich anschließend ab. Auch die Ruhepausen zwischen den einzelnen Saunagängen gehören unbedingt dazu.

Gesundes Saunieren im Winter

Für die Entfaltung der gesundheitsfördernden Wirkung müssen einige Punkte beachtet werden

Körperausschnitt Freunde in weißen Handtücher in der Sauna
Freunde in der Sauna © Kzenon - www.fotolia.de

In den Wintermonaten ist die warme Sauna für viele Menschen ein beliebter Rückzugsort zum Aufwärmen und Entspannen. Allerdings kann die Sauna ihre gesundheitsfördernde Wirkung nur dann richtig entfalten, wenn einige wichtige Punkte beachtet werden.

Auf die Temperatur kommt es an

So sind Saunen mit nur 55-60°C zwar heimelig warm, erzielen aber auch wenig Wirkung: Nur die klassische finnische Sauna bei 80-bis 90°C sorgt dafür, dass sich die Poren der Haut richtig öffnen.

Richtige Sitzposition wählen

Die meisten Menschen legen sich in der Sauna am liebsten hin, doch das Sitzen ist eigentlich sinnvoller, denn dann öffnen sich die Poren besser.

Die idealen Zeitintervalle

Saunagänge sollten etwa 12 bis 15 Minuten dauern und zwischen zwei Saunagängen sollten mindestens 20 Minuten Pause liegen. In dieser Zeit am besten ausruhen und viel Wasser trinken um die ausgeschwitzte Flüssigkeit zu ersetzen.

Wer zuvor schon Sport getrieben hat, sollte sogar 30 Minuten bis zum ersten Saunagang warten, damit der Kreislauf zur Ruhe kommt.

Eisdusche nicht vergessen

Viele Menschen scheuen sich vor dem eiskalten Abduschen nach der Sauna, doch darauf zu verzichten, ist wenig zielführend: Der schnelle Temperaturwechsel bringt den Kreislauf erst richtig in Schwung, trainiert die Venenmuskulatur und hilft zur besseren Anpassung an wechselnde Außentemperaturen.

Der Saunabesuch zur Demenzvorbeugung

Männer können laut finnischer Studie das Risiko, an Demenz zu erkranken, durch Saunagänge reduzieren

Einsicht in finnische Sauna mit Teelichtern
Interior of a Finnish sauna © Sandra Kemppainen - www.fotolia.de

Viele Menschen fürchten sich davor, im Alter an Demenz zu erkranken und suchen nach einer Lebensweise, die das individuelle Risiko senkt. Neben Ernährungstipps, Sportprogrammen und "Gehirnjogging" wie das Erlernen einer neuen Fremdsprache könnte es bald eine neue Empfehlung der Ärzte geben: Saunabesuche.

Eine Studie aus Finnland hat herausgearbeitet, dass Männer durch den häufigen Gang in die Sauna ihr Risiko absenken. Eine Erklärung für diesen Effekt steht bisher noch aus.

Die Forscher arbeiteten mit 2.315 Saunafans zusammen, die zwischen 42 Jahren und 60 Jahren alt waren und zu Beginn der Studie keine Demenzanzeichen zeigten. Sie wurden zu ihrem allgemeinen Lebensstil befragt und zur Häufigkeit ihrer Saunabesuche.

Insgesamt lief die Beobachtungszeit 21 Jahre und brachte in diesem Zeitraum 204 Demenzdiagnosen sowie 123 Fälle von Alzheimer. Innerhalb dieser zwei Gruppen starben während der Studienzeit 124 Demenz- und 67 Alzheimerpatienten.

Vier bis sieben Saunabesuche reduzieren Demenzrisiko um bis zu 62 Prozent

Verglich man nun die Häufigkeit der Saunabesuche, bildeten sich drei Gruppen heraus. Gruppe 1 ging einmal wöchentlich und Gruppe 2 zwei- oder dreimal in der Woche zum Schwitzen. Gruppe 3 saß vier- bis siebenmal in der Woche in der Sauna. Der Zusammenhang zur geistigen Fitness war überdeutlich: Je häufiger ein Mann in der finnischen Sauna saß, desto kleiner war sein Risiko.

Die Gefahr für Demenz lag in Gruppe 3 bei nur vier Prozent, die Gefahr für Alzheimer bei nur drei Prozent. Gruppe 2 kam dagegen auf neun beziehungsweise sechs Prozent und Gruppe 1 lag bei zehn und sechs Prozent.

Die Forscher rechneten das Alter als verzehrenden Faktor aus der Statistik und kamen dennoch auf einen bemerkenswerten Unterschied. Bei den zwei- bis dreimal wöchentlichen Saunagänger sank das Demenzrisiko gegenüber den einmal wöchentlichen Besuchern um 23 Prozent und das Alzheimerrisiko um 20 Prozent. Die aktive Gruppe 3 toppte es mit einer Risikominderung von 62 Prozent und 59 Prozent.

Ob sich diese Ergebnisse auch auf Saunaformen jenseits der finnischen Sauna übertragen lassen und ob Frauen ebenso profitieren wie Männer, müssen weitere Studien zeigen.

Einer Studie zufolge sollten besonders sportliche Frauen das Saunieren in Erwägung ziehen:

Wie Saunagänge die Kraft bei Frauen beeinflussen

Gerade in der kalten Jahreszeit ist die Versuchung groß, sich vor dem anstrengenden Training mit einen kurzen Saunagang aufzuwärmen. In der Theorie scheint diese Idee nicht nur verlockend, sondern sogar mit Vorteilen bedacht zu sein.

Immerhin wärmt man beim Saunieren die Muskulatur auf und nimmt die Spannung aus den Muskeln. Damit verringert man schließlich auch die Verletzungsanfälligkeit, die gerade in den Wintermonaten zunimmt. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass Saunagänge besonders bei aktiven Damen an das Ende der Trainingseinheit gehören sollten.

Im Leistungssport wird das Saunieren gern benutzt, um kurzfristig "Gewicht zu machen". Eine Forschungsgruppe aus Spanien beschäftigte sich deshalb vor kurzem mit den Auswirkungen von Saunagängen auf die Schnell- und Maximalkraft von Athletinnen und Athleten.

Die Studie

Insgesamt nahmen sechs Frauen und sechs Männer an der Studie teil, die ihre Leistungsfähigkeit mittels einer Sprungübung beweisen mussten. Den Leistungstest mussten sie absolvieren, bevor sie sich für drei mal 20 Minuten bei 70° Celsius in die Sauna setzten. Nach den drei Saunagängen ließen sie ihre Sprungkraft erneut messen und wiederholten die Tests ein weiteres Mal, nachdem sie zur Wiederauffüllung ihres Wasserhaushaltes ein zuckerhaltiges Getränk zu sich nahmen.

Unterschiedliche Ergebnisse in Bezug auf die Geschlechter

Die Auswertung zeigte überraschenderweise, dass

  • bei den männlichen Probanden keine wesentliche Veränderung ihrer Leistungsfähigkeit hinsichtlich der Schnell- und Maximalkraft festzustellen war.
  • Bei den Damen hingegen verringerte sich die Sprungkraft aus der Hocke proportional zum durch die Saunagänge bedingten Körpergewichtsverlust.

Demzufolge sollten sich ambitionierte Frauen, die ein Trainingsziel konsequent verfolgen möchten, auf die vermeintlich wohltuende Sauna vor dem Workout verzichten und es als regenerative Maßnahme an das Ende eines Trainingstages stellen. Sollte einem die Kälte im Winter so stark zusetzen, dass man sich selbst für ein leichtes Warm-Up auf dem Laufband nicht begeistern kann, bietet sich eine warme Dusche als optimale Alternative zur Sauna an.

Das Saunieren stellt eine große Kultur unterschiedlicher Varianten dar...

Saunakultur und Dampfbäder

Als Mutterland der Sauna gilt Finnland. Dort gehört die Sauna zu den wichtigsten Bestandteilen der Landeskultur. Auch in Skandinavien und in Russland genießt die Sauna einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert, wo sie unter anderem der Pflege von sozialen Kontakten dient.

Seit einigen Jahrzehnten erfreut sich die Sauna auch in Deutschland großer Beliebtheit. Die finnische Sauna, die auch als klassische Sauna gilt, ist dabei die gängigste und beliebteste Form der Sauna. Es gibt aber noch zahlreiche andere Varianten, wie das Dampfbad. Dazu zählen unter anderem:

Große Hitze und warmer Nebel - Sauna oder Dampfbad?

Die meisten dieser Varianten unterscheiden sich von der klassischen finnischen Sauna durch ihre milderen Temperaturen und eine höhere Luftfeuchtigkeit. Die hohen Temperaturen und die geringe Luftfeuchtigkeit der finnischen Sauna stellen oftmals eine hohe Belastung für den Kreislauf mancher Menschen dar, sodass die Dampfbäder eine schonende Alternative bilden.

Welcher Sauna Sie den Vorzug geben oder ob Sie doch im Dampfbad relaxen, hängt vor allem davon ab, wo Sie sich am wohlsten fühlen und welchen Nutzen Sie aus dem Schwitzen ziehen wollen. Beide Varianten haben Gemeinsamkeiten:

  • Durch die regelmäßige Anwendung wird die Durchblutung der Haut angeregt und das Immunsystem gestärkt, was nachhaltig vor Infekten schützt.
  • Der Wechsel von Hitze und Abkühlung bewirkt eine abwechselnde Verengung und Erweiterung der Blutgefäße. Das trainiert die Gefäße, verbessert die Wärmeregulation des Körpers und beugt Erkältungen vor.
  • Auch der Kreislauf profitiert vom Schwitzen, so wird niedriger Blutdruck durch das abwechselnde Schwitzen und Abkühlen stabilisiert.

Und natürlich gibt es auch Unterschiede:

Eine Kombination zwischen trockener Sauna und Dampfbad ist sinnvoll

Der Besuch eines feuchtwarmen Dampfbads als auch der einer trockenen Sauna sind empfehlenswert

Blonde Frau im schwarz-grünen Bikini liegt auf einer Saunabank auf einem weißen Handtuch
rest time © Yanik Chauvin - www.fotolia.de

Viele Menschen gehen regelmäßig zum Schwitzen, beziehungsweise Entspannen, in die Sauna. Hierbei stellt sich die Frage, lieber in die trockene Hitze oder in die feuchtwarme Dampfsauna? Eine Empfehlung lautet, dass beide sich sehr gut miteinander verbinden lassen.

Unterschiede zwischen Dampfbad und trockener Sauna

Im Dampfbad liegen die normalen Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von fast 100 Prozent, wobei man in der trockenen Sauna Temperaturen von 60 bis 90 Grad vorfindet. In der trockenen Sauna sollte man sich dann auch hinlegen, während in einem Dampfbad man auch ruhig sitzen kann. Die große Hitze der trockenen Sauna ist gut für den Kreislauf und stärkt auch das Immunsystem, wobei ein Besuch im Dampfbad für die Atemwege wohltuend sei, auch werden die Poren der Haut geöffnet, so dass diese wieder glatter wird.

Tipps für Anfänger

Anfänger sollten sich nicht gleich in die 90-Grad-Sauna stürzen, zur Schonung wird zuerst ein Anfang in einer sogenannten Bio-Sauna, wo die Temperaturen bei 50 Grad liegen, empfohlen, danach in das Dampfbad und schließlich ab in die trockene Sauna. Zwischen den einzelnen Gängen ist immer eine Ruhepause einzulegen und auch der Aufenthalt in der Sauna sollte nie zu lange sein, im Dampfbad etwa 15 Minuten und in einer trockenen Sauna nur 10 Minuten. Danach Abkühlen unter der kalten Dusche oder im Tauchbecken und schließlich das Ausruhen.

Ein Besuch der Sauna sollte nach drei Gängen beendet sein, weil der Körper ansonsten zu stark belastet wird. Wer Fieber hat, an Entzündungen oder Thrombose leidet, darf auf keinen Fall in die Sauna gehen.

Finnische Sauna

In der klassischen finnischen Sauna herrschen Temperaturen von bis zu 100° Celsius vor. Das lässt sich nur aushalten, weil die Luft mit einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis höchstens 90 Prozent relativ trocken ist. Denn je geringer die Luftfeuchtigkeit ist, desto mehr Schweiß geben wir ab, was uns wiederum abkühlt.

Die Sauna ist für alle geeignet, die den Kreislauf und das Immunsystem stärken und die Durchblutung der Haut anregen wollen. Mit dem Wohlbefinden verbessert sich auch das Hautbild. Die finnische Sauna kann daher mit Fug und recht als Anti-Aging-Kick bezeichnet werden. Wer auf einen Saunabesuch lieber verzichten sollte, erfahren Sie im nächsten Abschnitt dieses Artikels.

Biosauna

In großen Saunalandschaften gibt in der Regel Räume mit unterschiedlichen Temperaturen. Eine Biosauna ist bei Höchsttemperaturen von 60° Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent sehr schonend für den Kreislauf und wird daher in der Regel auch von empfindlichen Personen gut vertragen.

Dampfbad

Im Dampfbad geht es etwas gemäßigter zu. Bei angenehmen 40° C und einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 Prozent lässt es sich hier kreislaufschonend entspannen. Die feuchte Luft bewirkt, dass weniger Schweiß auf der Haut verdunstet. Da durch diese Verdunstung der Körper gekühlt wird, steigt die Körpertemperatur im Dampfbad stärker an als in der Sauna.

Die schonenden Verhältnisse im Dampfbad tun der positiven Wirkung auf die Gesundheit keinen Abbruch. Die Aromaaufgüsse

  • härten ab
  • lösen Muskelverspannungen
  • regen die Durchblutung der Haut an und
  • sind wahre Stresskiller.

Besonders geeignet ist das Dampfbad für Menschen mit chronischen Erkältungskrankheiten und rheumatischen Beschwerden. Die feuchtwarme Luft kondensiert an den Schleimhäuten und löst so den festsitzenden Schleim. Viele Menschen vertragen auch die feuchte besser als die trockene Hitze.

Wird der Dampf zusätzlich mit ätherischen Ölen oder Aromen gemischt, ist die Dampfsauna der perfekte Genuss. Auch nicht infektiöse Hautkrankheiten wie Neurodermitis und sehr trockene Haut können durch das Schwitzen im Dampfbad gelindert werden.

Egal ob Sauna oder Dampfbad: Hören Sie auf Ihren Körper! Saunieren ist kein Leistungssport: Wenn Sie sich nicht wohl fühlen, dann probieren Sie etwas herum, welche Saunaform Sie am besten vertragen. Wer sich zuhause ein Saunaparadies schaffen möchte, kann auch auf eine Kombination von Sauna und Dampfbad zurückgreifen:

Die Kombisauna

Wer darüber nachdenkt, sich im eigenen Haus eine Sauna zu bauen, steht oft vor der Entscheidung: Dampfbad oder Sauna? Dabei muss man sich gar nicht zwingend für eines der beiden entscheiden. In Kombination sind diese ein unschlagbares Team. Eine Kombisauna im Haus lässt täglich das perfekte Wellnessprogramm zu und das zu jeder Tages- oder Nachtzeit.

Kombigeräte sind im Trend. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch die gute alte Saunakabine für Zuhause inzwischen viel mehr kann als nur heiß oder Dampf. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Kombisauna zur beliebtesten Saunavariante für die eigenen vier Wände entwickelt.

Rund 60 Prozent der verkauften Heimsaunen sind heute Kombigeräte. Kombisauna – das bedeutet Dampfbad und finnische Sauna in einem. Wer ein solches Gerät sein Eigen nennt, verfügt über die perfekte Wohlfühl-Kombination. Besonders empfehlenswert ist die Kombination von Dampfbad und finnischer Sauna für Menschen, die unter Gelenkproblemen leiden. Die Wärme und alle damit verbundenen Entgiftungsprozesse sind wie eine kleine Kur für die oft stark belasteten Gelenke.

Auch die Muskeln lockern sich in der Kombisauna optimal, da die Temperaturveränderung nicht abrupt erfolgt, sondern stufenweise. Daher sollte auch immer mit dem Dampfbad begonnen werden. Wie bei jedem Saunagang ist es auch beim Kombisaunen wichtig, es nicht zu übertreiben. Das Optimum an Wohlfühlen erreicht man allerdings indem man nach der Entschlackung und Entspannung noch ein das i-Tüpfelchen durchführen lässt: Eine Ganzkörpermassage mit ätherischen Ölen.

Schwitzen in Finnland – paradiesische Bedingungen für Saunaliebhaber

Zwei Frauen in weißen Handtüchern sitzen in Sauna, im Vordergrund Aufguss Gefäß
Due donne in sauna © vision images - www.fotolia.de

Die Sauna gehört in Finnland einfach dazu. Auf 5,4 Millionen Einwohner kommen rund 2 Millionen Saunas - theoretisch könnten also alle Finnen gleichzeitig zum Schwitzen gehen. Es gibt Saunen im Parlament und Flughafen, öffentliche Schwitzhütten in Wohnvierteln - und erstaunlich wenig Regeln.

Tägliches Schwitzen für Körper und Geist

Mancher Finne besucht jeden Abend eine Sauna, ob in er eigenen Hütte, im Keller seines Mehrfamilienhauses, auf einem Boot oder in mobilen Boxen. Die Geschlechter schwitzen dabei traditionell getrennt. Wo das nicht möglich ist, trägt man Badekleidung.

Zeitliche Abläufe

Andere Regeln gibt es kaum. Zeitliche Limits für den Saunagang kennen die Finnen nicht, ebenso wenig wie feste Pläne für den Aufguss. Wer in die Sauna geht, bleibt drinnen, so lange er sich wohlfühlt. Vom zehnminütigen Quickie bis zum gesellschaftlichen Event über mehrere Stunden, sommers wie winters. Zwischendurch geht man schwimmen, trinkt ein Bierchen und plaudert mit Freunden.

Ihre Sauna-Premiere haben die meisten Finnen bevor sie sprechen können. Früher brachten finnische Frauen ihre Babys sogar in der Sauna zur Welt. Ganz so ist es heute nicht mehr, die Sauna begleitet die Finnen aber durch ihr ganzes Leben.

Verhaltensregeln: Die unterschiedlichen Phasen des Saunierens

Sowohl vor, während und nach dem Saunieren sollte man einige Regeln beachten.

Vor dem Saunen

Vor dem Saunabeginn empfiehlt es sich, eine Kleinigkeit zu essen. Man sollte sich im vornherein gründlich abduschen, um die Haut von vorhandenen Kosmetikresten zu befreien. Mit dem Duschgang befreit man den Körper von auf der Haut befindlichen Fetten, die während des Saunaganges bloß die Schweißabsonderung stören würden. Auch Schminke oder Cremerückstände werden entfernt.

Wichtig ist, dass mit warmem Wasser geduscht wird. So wird der Körper bereits vorgewärmt, was in der Saunakabine das Schwitzen wesentlich erleichtert und beschleunigt.

Tipp:Um den gesamten Körper auf Temperatur zu bringen, reicht auch schon ein heißes Fußbad. In öffentlichen Einrichtungen ist die Dusche dem Fußbad natürlich aus hygienischen Gründen vorzuziehen.

Anschließendes Abtrocknen mit einem Handtuch fördert nicht nur die Durchblutung, sondern auch den Schwitzvorgang beim Saunen, da trockene Haut wesentlich schneller zu schwitzen beginnt.

Des Weiteren ist es ratsam, nicht direkt nach dem Sport in die Sauna zu gehen und auch nach dem Saunen vorerst auf körperliche Ertüchtigung zu verzichten.

Gehen Sie übrigens nackt in die Sauna und versuchen Sie, Ihren Scham zu vergessen. Denn unnötige Kleidung behindert bloß die Atmung und könnte außerdem für gereizte Haut sorgen.

Während des Saunens

Nehmen Sie sich genügend Zeit für Ihren Saunabesuch, damit Sie nicht in Zeitdruck geraten. Denn nur wenn Sie völlig stressfrei sind, sorgt der Saunabesuch für eine tiefe Entspannung. Hören Sie auf Ihren eigenen Körper und übertreiben Sie es nicht mit dem Saunabesuch. Auch wenn Sie als letzter kommen und als erster gehen - Saunen Sie nur solange, wie Sie sich wohlfühlen.

Im Saunaraum herrschen hohe Temperaturen, die je nach Höhenlage auch noch variieren. Auf den obersten Holzbänken ist die Temperatur am höchsten, auf den Ebenen darunter dementsprechend niedriger. Ideal ist es daher, wenn man seinen Saunaaufenthalt im Liegen genießt, da sich der gesamte Körper somit im selben Temperaturbereich befindet.

Der beispielsweise bei der Finnischen Sauna übliche Wechsel zwischen Schwitzen und Abkühlen sorgt für ein gestärktes Immunsystem und schützt Sie gerade in der kalten Jahreszeit vor Erkältungen. Leiden Sie jedoch gerade akut an einer Erkältung, dann sollten Sie die Sauna unbedingt meiden. Am Ende einer Erkältungsphase kann ein Saunabesuch hingegen äußerst hilfreich sein, da restliche Krankheitsstoffe schneller ausgeschieden werden.

Der Ablauf eines Saunagangs

Da die hölzernen Saunabänke relativ heiß sind und auf das Holz tropfender Schweiß sehr unhygienisch ist, sollte man stets ein großes Handtuch als Sitzunterlage mit sich führen. Holz ist im Gegensatz zu anderen Materialien besonders geeignet, da es bei Erwärmung keine Schadstoffe ausdunstet und außerdem kein Kondensat entstehen lässt. Dafür ist es beim direkten Körperkontakt ein idealer Herd zur Keimübertragung.

Empfehlenswert sind äußerst praktische Saunatücher, die nicht bloß die optimale Größe aufweisen, sondern in der Regel auch zwei unterschiedliche Seiten haben, damit man sich immer auf die selbe Seite setzen oder legen kann.

Möglich ist natürlich auch das Mitbringen zweier Badetücher: eins zum darauf Sitzen beim Schwitzen und eins zum Abtrocknen nach dem Schwimmen oder Duschen.

Klatschnasse Handtücher haben in der Saunakabine nichts verloren. Ferner ist darauf zu achten, dass das Badetuch für die Saunakabine auch groß genug ist. Zwischen Mensch und Holz sollte immer ein Badetuch sein.

Es gilt als als höflich, wenn man die anderen Saunagäste kurz begrüßt. Während man in Skandinavien ganz gern ein Schwätzchen während des Saunabesuchs hält, schweigt man sich in Deutschland lieber aus. So können die Verhaltensregeln von Land zu Land also sehr unterschiedlich sein. Das Anstarren anderer Saunagänger sollte hingegen natürlich überall vermieden werden.

Welche Bank man wählen sollte

Empfehlenswert für Sauna-Anfänger sind vor allem die unteren Bänke, da dort die Hitze nicht so stark ist wie auf den oberen Bänken, die von erfahrenen Saunagängern bevorzugt werden. Damit sich die Füße auch bei der sitzenden Variante im gleichen Temperaturbereich wie der Körper befinden, zieht man die Knie und Füße an den Körper heran. Erst wenn man im Begriff ist, die Kabine bald zu verlassen, richtet man sich wieder auf, um den Kreislauf zu schonen und Schwindel vorzubeugen.

Aufguss

In einer finnischen Sauna wird in der Regel ein Aufguss durchgeführt, der auch als Höhepunkt des Saunaganges angesehen wird. Dabei gibt ein Saunameister in kleinen Mengen Wasser aus einem hölzernen Kübel auf die heißen Saunaofensteine, was zur Verdampfung des Wassers führt.

Mit einem Handtuch, das Wacheltuch genannt wird, verwirbelt der Saunameister den Dampf, um ihn im ganzen Saunaraum zu verteilen. Auf diese Weise wird ein noch intensiverer Schwitzvorgang ermöglicht.

Darüber hinaus verwendet man für einen Aufguss auch spezielle Duftkonzentrate, die in das Aufgusswasser gegeben werden. Zu den wohlriechenden Düften gehören zum Beispiel:

Die empfohlene Dauer für einen Schwitzvorgang liegt bei 8–15 Minuten. Hier finden Sie detailliertere Informationen zum Thema Aufguss.

Nach dem Saunen

Als sinnvolle Bekleidung zwischen den Saunagängen sind Bademantel und Badeschlappen zu empfehlen. Nach dem Aufenthalt im Schwitzraum heißt es, den Körper wieder auf seine normale Temperatur zurückzuführen. Dazu muss ihm die beim Saunen gespeicherte Hitze wieder entzogen werden, entweder über die Haut oder über die Lunge.

Auf die Abkühlphase ist genauso viel Wert zu legen, wie auf die Schwitzphase. Eine Viertelstunde sollte man sich für die Abkühlung schon Zeit nehmen.

Die ideale Abkühlphase setzt sich aus zwei Teilen zusammen: der Abkühlung an der frischen Luft im Freien und der anschließenden Abkühlung durch diverse Kaltwasseranwendungen.

Abkühlung im Freien

Nach dem Schwitzbad geht es zunächst nach draußen. Hier hält man sich am besten gehend auf und atmet durch die Nase langsam ein und aus, um das Körperinnere über die Lunge zu kühlen und Sauerstoff zu tanken.

Vermeiden Sie eine übertrieben tiefe oder hektische Atmung, um einer unangenehmen Hyperventilation vorzubeugen. Sobald man anfängt zu frieren, verlässt man wieder das Freiluftbad und begibt sich zu den Kaltwasseranwendungen.

Übrigens:

Die Abkühlung im Freien, auch bei sehr niedrigen Temperaturen, ist keinesfalls gesundheitsschädigend. Da der Körper derartig viel Hitze aufgetankt hat, kann es dort zu keiner Erkältung kommen.

Kaltwasseranwendungen

Nach dem Freiluftbad geht man zu den Kaltwasseranwendungen über. Mit dem Eintauchen in ein Eiswasserbecken sollte man hierbei nicht direkt beginnen - allein schon aus hygienischen Gründen. Zunächst steht das Abduschen mit kaltem Wasser, zum Beispiel unter der Dusche oder auch anhand eines Schlauches oder Eimers, an. Beim Abgießen geht man immer nach folgender Reihenfolge vor:

  1. Hände und Füße,
  2. Arme und Beine,
  3. schließlich noch Rücken,
  4. Brust und Kopf samt Gesicht.

Man beginnt also herzfern und gießt langsam zum Herzen hin. Bei einem Schlauch ist zu beachten, dass der Wasserstrahl nicht zu kräftig ist, da dies die Kühlung beeinträchtigen würde. Nun steigt man gemächlich in ein Eiswasserbecken und taucht kurz unter. Nach einer halben Minute sollte man das Tauchbecken wieder verlassen.

Vorsicht:

Bei Bluthochdruck oder Problemen mit dem Kreislauf sollte auf das Tauchbecken verzichtet werden.

Tipp:

Besonders gesund für die Gefäße sind warme Fußbäder zwischen (nicht nach) den einzelnen Kaltwasseranwendungen.

Ruhephase

Ist der Abkühlungsvorgang beendet, ziehen Sie sich warm an und entspannen Sie mindestens 15-20 Minuten auf einer Liege, bevor Sie den nächsten Saunagang in Angriff nehmen oder zum Tagesgeschäft übergehen. Ganz wichtig außerdem: versorgen Sie Ihren Körper nach dem Saunen mit reichlich Flüssigkeit.

Trinken Sie viel Mineralwasser oder Säfte, um die ausgeschwitzte Flüssigkeit wieder auszugleichen. Während des Saunens sollten Sie jedoch versuchen keine Flüssigkeit aufzunehmen, da sich der Reinigungseffekt dadurch verringert.

Die Ruhephase kann man auch mit einem Aufenthalt unter der Sonnenbank kombiniert werden, dann aber natürlich keine vollen 30 Minuten. Wer seinem Körper und Geist besonders viel Gutes tun möchte, lässt sich während der Ruhephase massieren, dies entschlackt den Körper noch mal zusätzlich.

Insgesamt darf dieser Vorgang bis zu dreimal wiederholt werden. Um eine nachhaltige Wirkung auf die Gesundheit zu erzielen, ist es ratsam, eine Sauna zwei oder dreimal in der Woche aufzusuchen.

Für Saunaanfänger wichtig zu wissen:

  • Man sollte vorsichtig beginnen und den Körper erst an die ungewohnte Belastung gewöhnen.
  • Wer gesundheitliche Probleme hat, darf nur nach ärztlicher Rücksprache in die Sauna gehen, um seine Gesundheit nicht weiter zu gefährden.
  • Wer in die Sauna gehen will, sollte ausreichend Zeit mitnehmen, denn ein Saunabesuch besteht aus drei Saunagängen.
  • Der Anfänger sollte sich für die mittlere oder untere Bank entscheiden und dort auch während des Saunagangs verweilen.
  • Länger als acht Minuten (auf der mittleren Bank) sollte der Einsteiger jedoch nicht sitzen bleiben.
  • Vor dem Aufstehen sollte allerdings mindestens zwei Minuten gesessen werden, damit keine Kreislaufprobleme entstehen.

Vom reinen Schwitzkasten zur Wellness-Oase - Sauna heute

Heutzutage bietet die Saune neben dem Schwitzen auch Wellness und Entspannung pur

Einsicht in finnische Sauna mit Teelichtern
Interior of a Finnish sauna © Sandra Kemppainen - www.fotolia.de

Während die Sauna in ihrer Enstehungsphase weitestgehend ein kompakter Holzkasten war, in dem man einige Minuten Dampf ablassen konnte, um den Körper zu reinigen, ist das Saunieren heutzutage ein wichtiger Bestandteil des Wellness-Programms. Wer es sich leisten kann in den eigenen vier Wänden eine Sauna einzurichten, interessiert sich sicherlich auch für die neusten technischen und gestalterischen Spielereien, die in diesem Jahr angesagt sind.

Sternenhimmel und Fernsteuerung

Eine sehr große Rolle in der Gestaltung eines traumhaften Sauna-Ambientes spielt die Lichtanlage. Dank neuster LED-Techniken ist ein nahezu natürlicher Sternenhimmel genauso möglich wie die Beleuchtung aus Naturelementen wie Stein. Weitere Raffinessen im Bereich der Technik finden sich auch in der Steuerung der heimischen Sauna.

Wer zum Beispiel kurz vor Feierabend schon genau weiß, wie er Zuhause beim Saunieren entspannen möchte, der kann die Sauna mit Hilfe einer Fernsteuerung schon vom Arbeitsplatz aus vorheizen und braucht sich nach der Arbeit nur noch aus der Kleidung zu schälen und kann sich direkt von der Wärme, den Lichtern und dem Duft der Sauna umhüllen lassen.

Aber auch an der weiteren Verbesserung der Aufgüsse wurde gefeilt. Mittlerweile gibt es nicht nur die tollsten Dufterlebnisse, sondern auch Zusätze, die den gesundheitlichen Faktor berücksichtigen, sodass das Sauna-Erlebnis nicht nur entspannt sondern auch gesund und fit hält.

Bedenkenlos entspannen in der Sauna - was Sie dabei beachten müssen

Auch beim Saunabesuch kann man einiges falsch machen - vor allem, wer unter Kreislaufproblemen leidet

Junge Frau macht einen Aufguss in der Sauna, hinter ihr sitzen mehrere Senioren
Saunaaufguss © sabine hürdler - www.fotolia.de

Viele Deutsche lieben es, in die Sauna zu gehen. Der Besuch entspannt sie und sie haben das schöne Gefühl, dem Körper etwas Gutes getan zu haben.

Doch ganz so einfach ist das nicht, wie Ärzte ihre sauna-liebenden Patienten immer wieder aufklären. Auch beim Sanagang kann man einiges falsch machen, was sich dann negativ auf die Gesundheit auswirkt.

Nicht in zu heiße Saunen gehen

Menschen mit einem eher instabilen Kreislauf sollten zum Beispiel nur in Saunen gehen, in denen es keine extreme Hitze gibt. Ein Empfehlungswert für eine gemäßigte Sauna ist 50 bis maximal 60 Grad Celsius. Wer das nicht beachtet und sich für lange Zeit in zu große Hitze begibt, riskiert im schlimmsten Fall einen Kreislaufkollaps.

Wechsel von heiß nach kalt sollte nicht zu heftig sein

Auch der Wechsel von warm nach kalt, wenn man aus der Saunakabine kommt und dann ins Abkühlbecken geht, ist im Prinzip gesund. Durch den Wechsel wird das Immunsystem angeregt und man ist besser vor Erkältungen geschützt. Doch auch dieser Wechsel sollte nie zu heftig sein, sonst kann der Kreislauf versagen.

Nicht mit Schnupfen in die Sauna

Wer erkältet ist und sei es nur ein kleiner Infekt, sollte auf Saunabesuche verzichten, bis er wieder ganz gesund ist. Mit Schnupfen in die Sauna zu gehen, ist einer der am häufigsten gemachten Fehler.

Sauna ohne Schmuck - So vermeiden Sie Verbrennungen

Zwei junge Damen sitzen mit weißem Handtuch in der Sauna
Freundinnen in der Sauna © ChristianSchwier.de - www.fotolia.de

Gerade in den kalten Wintermonaten sind Saunen beliebte Rückzugsorte zum Aufwärmen und Entspannen. Anfänger ziehen sich dabei jedoch immer wieder Verbrennungen zu, weil sie nicht daran denken, ihren Schmuck vorher abzulegen.

Dünne Halsketten, die die ganze Zeit Kontakt zur Haut haben, wärmen sich genau wie diese nur allmählich auf, doch Ketten mit lose schwingenden Anhängern oder Kreolen heizen sich ohne Hautkontakt stark auf und sorgen bei einer zufälligen Berührung mit der Haut dann für Verbrennungen.

Das gleiche gilt für Brillen, deren Metallgestell sich ebenfalls stark aufheizt. Im schlimmsten Fall können sogar die Gläser zerspringen oder einreißen. In sehr feuchten Saunen beschlagen Brillen zu dem so sehr, dass die Träger nichts mehr sehen können. Besser sind Kontaktlinsen, die nicht beschlagen und auch nicht heiß werden. Allerdings müssen Kontaktlinsenträger darauf achten, dass sie beim Abkühlen im Wasserbecken nicht herausgespült werden.

Piercings, kleine Ohrstecker und Ringe sind in der Regel kein Problem, da sie vollständig an der Haut anliegen und ihre Hitze direkt an diese abgeben. Nur größere Piercings, die nicht direkt an der Haut anliegen, können bei Berührung zu leichten Verbrennungen führen. Im Zweifelsfall sollten sie vor dem Saunabesuch abgelegt werden.

Winterzeit ist Saunazeit: Die besten Tipps zur gelungenen Entspannung

Holzeimer mit Wasser und Rosenblättern in Sauna neben Frau in weißem Handtuch
rose and sauna © Péter Mács - www.fotolia.de

Wenn es draußen kalt und stürmisch ist, gibt es kaum einen schöneren Aufenthaltsort als die Sauna. Gestresste Arbeitnehmer können hier nach einem langen Arbeitstag abschalten und kränkelnde Menschen ihr Immunsystem stärken. Auch die Haut profitiert von der Hitzekammer und wird wieder glatt und geschmeidig. Am beliebtesten sind heute Day Spas und Thermalbäder, in denen es sich mehrere Stunden verweilen lässt um unterschiedliche Saunen auszuprobieren.

Angeboten werden meistens klassische finnische Saunen mit Temperaturen zwischen 85 und 95 Grad, sanftere Dampfbäder mit Temperaturen um 50 Grad und viele spezialisierte Saunen wie das Helarium mit Farbtherapie, das römische Caldarium oder der warme Heilstollen. Sehr beliebt ist auch eine Sitzung im türkischen Hamam mit Schaumwaschung und Massage in einem Marmorraum.

Wichtig für einen gelungenen Saunabesuch ist ausreichende Entspannung zwischen den Saunagängen und viel Flüssigkeitszufuhr in Form von Mineralwasser oder Schorlen.

Im Dampfbad werden häufig Salzpeelings angeboten, mit denen sich die weit geöffneten Hautporen ideal reinigen lassen. Auch abgestorbene Hautschuppen lassen sich so leicht entfernen. Abgerundet wird der Saunabesuch mit dem Auftragen herrlich duftender Körperöle, die Feuchtigkeit spenden und die Haut samtig-weich werden lassen.

Die nervigsten Verhaltensweisen von Sauna-Neulingen

Paar in der Sauna - Frau lehnt sich an den Schoß des Mannes
junges Paar in der Sauna © wibaimages - www.fotolia.de

Hierzulande gibt es für die Sauna keinen allgemeingültigen Verhaltenskodex. Eingefleischte Sauna-Gänger wissen in der Regel, wie sie sich in der Sauna zu verhalten haben, ohne ihren Sitznachbarn auf die Nerven zu gehen. Sauna-Anfänger jedoch können leicht in Fettnäpfchen treten. Die nervigsten Verhaltensweisen von Sauna-Neulingen hat "t-online.de" nun in einer Umfrage ermittelt.

Lautes Reden und Mangelnde Hygine kommen nicht gut an

Unangefochten auf Platz eins liegt lautes Reden. Die Sauna ist ein Ort der Ruhe und sollte nicht als Möglichkeit für den neusten Klatsch und Tratsch herhalten. Wenn man doch einmal etwas zu sagen hat, dann am besten in Flüsterlautstärke.

Die zweitnervigste Angewohnheit von Sauna-Neulingen ist das Abkühlen im Kaltwasserbecken, ohne sich vorher abzuduschen. Das Abduschen sollte vor und nach dem Saunagang eigentlich selbstverständlich sein. Doch viele vergessen das Duschen, vor allem nach der Sauna. Schließlich wird der Schweiß ja spätestens im Wasserbecken abgewaschen. Aber genau das ist nicht Sinn der Sache und außerdem unhygienisch.

Auch Körperkontakt oder reservierte Liegen sind unerwünscht

Platz drei belegen die Sauna-Neulinge, die keinen Abstand zu ihren Sitznachbarn halten. Jeder Mensch hat seine Komfortzone und gerade in der Sauna, wo jeder nackt ist und man sich in der Regel nicht kennt, ist Körperkontakt unerwünscht.

Platz vier der nervigsten Angewohnheiten ist das Belegen von Liegen mit Handtüchern im Ruhebereich. Was im Urlaub am Strand schon nervig ist, ist in der Sauna schließlich nicht anders.

Worauf Sie bei Sauna-Gängen achten sollten

Drei Freundinnen in Sauna, eine macht Aufguss auf heißen Steinen
Sauna © Áment Gellért - www.fotolia.de

Regelmäßige Saunagänge stärken nicht nur das Immunsystem, sondern sorgen ebenfalls für reine Haut und reichlich Entspannung. Auch gegen Atemwegsprobleme und chronische Bronchitis wirken die Dampfbäder Wunder. Dennoch sollten Sie ein paar grundlegende Tipps beachten, bevor Sie ihren Gang in Richtung Sauna antreten.

Vor dem Saunagang ist eine gründliche Dusche obligatorisch und darf nicht ausgelassen werden. Die Seifenrückstände müssen restlos von der Haut abgespült werden, da nur eine Haut, die frei von Ölen und Fetten ist, gut schwitzen kann. Ein Saunagang sollte nicht kürzer als 8 Minuten und nicht länger als 15 Minuten sein. Kühlen Sie sich anschließend gut ab, entweder unter einer kühlen Dusche oder, wenn vorhanden, im Kaltwasserbecken.

Beachten Sie auch, zwischen den maximal empfohlenen drei Saunagängen, kleine Erholungsphasen für Ihren Körper einzuhalten. Es empfiehlt sich keineswegs, erkältet saunieren zu gehen, da die Krankheitssymptome durch den Temperaturumschwung zu heiß nach kalt verstärkt werden können.

Anfänger schwitzen besser vormittags, Profis können abends saunieren

Zwei Frauen in weißen Handtüchern eingewickelt entspannen in der Sauna
Zwei Frauen entspannen in der Sauna © Rolf Richter - www.fotolia.de

Saunabesuche sind entspannend und wohltuend für den Körper. Anfänger sollten sich jedoch nicht überschätzen. Wer noch nie in einer Sauna war, der sollte damit eher früh am Morgen anfangen, denn am Abend sorgt zu viel Wärme im Körper eher für Stress, als für Entspannung, so der Deutsche Saunabund.

Besonders empfindliche Menschen können nach einem abendlichen Saunagang eher schlechter einschlafen als besser und sorgen unter Umständen sogar für eine vermehrte Ausschüttung von Stresshormonen in ihrem Körper. Generell sollte man sich ausreichend Zeit für einen Saunagang geben. Wer etwa drei bis vier Stunden in der Woche sauniert, ist auf der sicheren Seite. Ausreichend Getränke sollten ebenfalls bereit gestellt werden.

Geübte Saunierer können jedoch auch abends schwitzen. Der Organismus läuft dann langsamer, das Nervensystem fährt runter und erholt sich und eine angenehme Müdigkeit fängt den Körper ein. Wer dann direkt ins Bett geht, schlummert tiefenentspannt.

Worauf man in der Sauna achten sollte

Holzuhr, -löffel, -eimer, weißes Handtuch in Sauna
sauna time © Marcus - www.fotolia.de

Im Winter häufiger in die Sauna zu gehen, stärkt das Immunsystem. Damit die Sauna nicht nur Spaß macht, sondern auch wirklich gut für die Gesundheit ist, sollte man einiges beachten. Zum richtigen Saunieren gehören ein paar Benimmregeln und Hygieneregeln.

Gerade weil man unbekleidet mit möglicherweise fremden Menschen auf engem Raum zusammensitzt, ist es wichtig, den Abstand zu wahren. Jeder hat eine Art Grenze um sich herum, die es zu respektieren gilt. Darum sollte man auf keinen Fall anderen zu nahe auf die Pelle rücken. Eine Armlänge hat sich als gutes Maß für eine angenehme Entfernung zueinander erwiesen. Ist es in der Sauna voller, dann drängt man sich nicht einfach irgendwo dazwischen, sondern fragt selbstverständlich vor dem Hinsetzen nach. Es gehört zum guten Ton, sich immer dort hinzusetzen, wo sich bereits Saunagänger des eigenen Geschlechts befinden.

Durch das Schwitzen können Knoblauch- oder Zwiebelgenuss selbst vom Vortag geradezu „ruchbar“ werden. Es ist also für alle Beteiligten vorteilhafter, diese Zutaten vorher vom Speiseplan zu verbannen.

Der Deutsche Sauna-Bund empfiehlt Aufgüsse nicht zu häufig vorzunehmen. Zwar sind besonders duftende Varianten sehr beliebt, doch intensivieren sie den Hitzereiz und können dadurch den Körper überlasten. In öffentlichen Saunen wird in der Regel stündlich aufgegossen. Das reicht völlig aus. Vor dem Saunagang sollte man keinen schweren Sport betreiben. Wie Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln erklärt, ist eine leichte sportliche Betätigung vorher durchaus positiv. Harter Sport bis zum Auspowern überfordert dagegen den Körper.

In die Sauna zu gehen fördert die Gesundheit. Angespannte Muskeln lockern sich und durch die Wärme regeneriert der Körper leichter. Hinterher sollte man unbedingt wieder abkühlen. Der Köper muss wieder auf Normaltemperatur gebracht werden. Dazu beginnt man sinnvollerweise an den Beinen und arbeitet sich langsam zum Herzen hin.

Risikogruppen/Kontraindikation

Auf einen Saunabesuch verzichten sollten Menschen, die unter Beschwerden leiden, wie:

  • fiebrige Erkrankungen
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • akute Entzündungen an den inneren Organen und an Blutgefäßen
  • Infektionen
  • Venentrombosen und Venen-Entzündungen
  • Krampfadern und
  • Diabetes.

Zwar stärkt der Gang in die Sauna das Immunsystem, doch wer unter einer fiebrigen Krankheit leidet, der sollte besser auf die zusätzliche Wärme verzichten. Denn für den bereits geschwächten Körper stellt das starke Schwitzen eine zu hohe Belastung da.

Richtig gefährlich kann es für Menschen werden, die ein schwaches Herz oder einen schlechten Kreislauf haben. In der klassischen Sauna sind Temperaturen von 90-100 Grad normal und durch die starke Durchblutung wird der Kreislauf zu stark angeregt, was für ein schwaches Herz eine viel zu große Anstrengung bedeutet.

Gerade Entzündungen sollten mit Kälte behandelt werden, um die Durchblutung zu mindern. Daher eignet sich die Wärme auch nicht für Patienten mit Venen-Erkrankungen. Diabetiker sollten sich ebenfalls nie zu lange der großen Hitze aussetzen, weil dabei der Blutzuckerspiegel dramatisch sinken kann. Ganz besonders gefährlich kann das beim ersten Sauna-Gang sein.

Zum Abnehmen ungeeignet

Leider denken immer noch viele Menschen, dass sie sich ihre überschüssigen Pfunde einfach in der Sauna herunterschwitzen können. Doch wer abnehmen möchte und gerade eine Diät macht, der verzichtet besser darauf, in die Sauna gehen.

Denn der Flüssigkeitsentzug beim Schwitzen schwächt den Stoffwechsel und es kann zu Atemnot und schweren Kreislaufstörungen kommen. Besser eine Runde in der frischen Luft laufen – das verbrennt wirklich Fett - und der Saunagang danach entspannt die angestrengten Muskeln.

Ab wann ist die Sauna ein Gesundheitsrisiko?

Thermometer und Sanduhr hängen an der Holzwand einer Sauna
Wnetrze sauny finskiej, klepsydra, termometr, hydrometr. © blachowicz102 - www.fotolia.de

Wer in die Sauna geht, der lebt gesund. Zumindest ist das eine Ansicht, die man immer wieder hört. Tatsächlich kann der Gang in die heißen Dampfräume sehr gesund sein und wird daher auch von Ärzten empfohlen. Es kommt allerdings darauf an, in welcher aktuellen gesundheitlichen Verfassung man sich befindet.

Ähnlich wie man ein Erkältungsbad meiden sollte, sobald man stark erkältet ist, ist auch die Sauna nichts für Menschen mit einem bereits zu sehr geschwächten Immunsystem. Die starke Wärme sorgt dafür, dass die eigene Körpertemperatur steigt. Das kann ein bereits geschwächtes Herz-Kreislauf-System durchaus überfordern. Fieber kann steigen, Symptome können sich verschlimmern und im ungünstigsten Fall kommt es zu Kreislaufzusammenbrüchen.

Solange man sich aber fit fühlt, ist der Besuch einer Sauna ein echter Gewinn für das Immunsystem. Man fördert die Durchblutung im gesamten Körper und bringt damit auch die Abwehrkräfte auf Trab. Wer regelmäßig in die Sauna geht, hat nachweislich mehr „Killerzellen“ im Immunsystem, die Erreger schneller beseitigen. Der entspannende Effekt wirkt sich außerdem auf Psyche und Kreislauf auf und sorgt für zusätzliches Wohlbefinden. Das Schwitzen wirkt außerdem positiv auf das Hautbild, denn der Schweiß sorgt dafür, dass die Haut ihren Schutz verstärkt und damit unter den Witterungen und Make-up weniger leidet.

Jeder Saunabesuch sollte aber in erster Linie entspannend wirken und nicht zu Stress führen. Wer sich nach der Sauna erschöpft fühlt, hat es in den meisten Fällen übertrieben.

Saunagang für Babies - erst ab einem halben Jahr und dann nur kurz

Eltern mit Baby in der Sauna
familie in der sauna © Dron - www.fotolia.de

Saunabegeisterte Eltern wollen ihre Kinder am liebsten von Anfang an auch mit in die Sauna nehmen. Doch sollte bei Babys und Kleinkinder darauf geachtet werden, dass der Körper sehr kleiner Kinder noch nicht in der Lage ist, die eigene Körpertemperatur zu regeln. Deshalb können sehr hohe Saunatemperaturen beim Kind eine Überhitzung auslösen.

Babies sollten erst im Alter von ungefähr einem halben Jahr zum ersten Mal mit in die Sauna genommen werden, und dann höchstens fünf Minuten lang. Eine Wiederholung von mehr als dreimal ist unzulässig. Danach sollte das Baby ausreichend zu trinken bekommen. Austrocknung muss auf jeden Fall vermieden werden.

Das Baby ins kalte Wasser einzutauchen, ist nicht zu empfehlen. Die Händchen und Füßchen dürfen dagegen schon mit kaltem Wasser in Berührung kommen.

Als Diabetiker in die Sauna – Tipps zum gesunden Schwitzen

Sauna-Set auf dunklem Holzboden mit Bottich, Bürste, Holzlöffel, Saunasalz, weißem Handtuch, Massagebürste und Zweigen
Wellness Sauna © sonne Fleckl - www.fotolia.de

Die Sauna erfreut sich besonders in der kalten Jahreszeit großer Beliebtheit. Hier kann man so richtig abschalten und durch das starke Schwitzen entgiften wir unseren Körper und stärken unser Immunsystem. Nicht für jeden ist das Saunieren geeignet, bei bestimmten Krankheiten sollte man besser darauf verzichten. Doch bei anderen ist es durchaus möglich, wie zum Beispiel bei Diabetes. Hier sollte man lediglich einige Punkte beachten.

Vor dem Saunagang sollte der Blutzuckerwert mehr als 110 mg/dl (6,1 mmol/l) betragen. Um zu sehen, wie der Körper mit der Hitze klarkommt, sollte sowohl vor und nach dem Saunieren gemessen werden. Eine starke Auswirkung auf den Blutzucker hat ein Saunagang im Normalfall nicht.

Einer Unterzuckerung kann man entgegenwirken, indem man frühestens zwei Stunden nach der Insulininjektion in die Sauna geht. Auch eine Verkürzung des Spritz-Ess-Abstands kann hilfreich sein, ebenso die Injektion in den Oberschenkel, denn auf diese Weise gelangt das Insulin langsamer ins Blut. Für den Notfall sollte man Traubenzucker griffbereit haben.

Bei Unsicherheiten, ob die Sauna einem guttut und bei eventuellen Diabetes-Folgeschäden sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Er kann dem Patienten sagen, ob man generell gänzlich auf das Saunieren verzichten sollte oder ob man beispielsweise lediglich das Kaltwasserbad im Anschluss ausfallen lässt, je nach individuellem Befinden. Wichtig für Patienten die eine Insulinpumpe tragen: diese muss vor dem Gang in die Sauna abgelegt werden, da die Hitze dem Insulin schadet.

Als Saunaanfänger sollte man sich langsam an die Hitze gewöhnen und es anfangs nicht übertreiben. Am besten man setzt sich zunächst nur auf die untere oder mittlere Bank, um den Kreislauf bestmöglich zu schonen. Die Zeit für die Abkühlung sollte mindestens so lange andauern wie der jeweilige Saunagang. Generell werden zwei Saunabesuche wöchentlich empfohlen. Die einzelnen Sitzungen sollten anfangs 15 Minuten nicht überschreiten.

Der Gang in die Sauna ist nicht für jeden gesund

Holzeimer, Holzlöffel und Handtuch mit der Aufschrift "Sauna" vor beigem Hintergrund
sauna © Anne Katrin Figge - www.fotolia.de

Viele Menschen schwören auf da Saunieren und gehen regelmäßig zum Schwitzen hin. Auch viele Ärzte sprechen sich immer wieder dafür aus und betonen, dass ein Saunabesuch sehr gesund sein kann. Allerdings raten viele Mediziner ihren Patienten im Einzelfall auch davon ab und das verwirrt viele Menschen. Wann ist der Gang zur Sauna gesund und wann nicht?

Einzelfallentscheidung

Diese Frage sollte zwar von Fall zu Fall entschieden werden, man kann aber zumindest eine allgemeine Empfehlung formulieren: Saunieren ist für jeden Menschen gesund, solange er oder sie nicht an Herz- oder Kreislaufproblemen leidet.

Das starke Schwitzen ist für den Organismus recht anstrengend. In einer Sauna können Temperaturen bis zu 110 Grad Celsius erreicht werden und solchen Bedingungen ist der Körper normalerweise nie ausgesetzt. Bei jeder Überhitzung produziert er Schweiß, da er sich zu stark erwärmt und durch das verdunstende Wasser auf der Haut für Abkühlung sorgen möchte. Die starke Gegensteuerung kann jedoch zu Herzrasen führen, wenn man an einem schwachen Herzen leidet. Menschen mit Herzinsuffizienz sollten daher nicht in die Sauna gehen.

Gefäßleiden oder verengte Herzgefäße

Problematisch kann auch der für einen Saunabesuch typische Warm-Kalt-Wechsel sein. Durch kaltes Abduschen nach dem Erhitzen ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Wer bereits Gefäßleiden hat, ist hier in der Gefahr, dass sich Thrombosen bilden könnten. Auch verengte Herzgefäße können bei einer Vorbelastung so zum Herzinfarkt führen.

Sauna positiv bei hohem Blutdruck

Wer dagegen nur an einem erhöhten Blutdruck leidet, kann von der Sauna sogar profitieren. Das moderate Saunieren lässt den Blutdruck nicht weiter steigen, sondern kann ihn sogar verringern. Sauna als Therapie sollte in diesem Fall aber unbedingt mit dem Kardiologen abgesprochen werden.

Nicht alkoholisiert oder mit Fieber in die Sauna

Junges, lachendes Paar entspannt in Sauna
sauna zu zweit © detailblick - www.fotolia.de

Regelmäßige Besuche in der Sauna stärken Körper und Seele und wirken sich zudem auch positiv auf die Abwehrkräfte aus.

Vor allem in der kalten Jahreszeit werden die Saunagänge als überaus angenehm empfunden und beugen Erkältungen auf natürliche Art und Weise vor. Dennoch gibt es gewisse Umstände, in denen das Saunieren mehr schadet als nutzt.

Die Wirkung von Alkohol beim Saunieren

Nicht nur eine Belastung für den Körper, sondern eine ernsthafte Gefahr stellt Alkohol in der Sauna dar. Durch den Alkoholkonsum werden die Blutgefäße im Körper erweitert und die Wirkung des Saunierens verstärkt.

Dies kann unter Umständen zu Kreislaufproblemen führen und sogar einen Kreislaufzusammenbruch nach sich ziehen. Zusätzlich überschätzen sich viele Menschen unter Alkoholkonsum und die Saunagänge werden länger durchgeführt als für den Körper gesund ist.

Erkältung ja, Fieber nein!

Ebenfalls kritisch sind Besuche in der Sauna bei Erkältungskrankheiten mit Fieber. Durch den Temperaturanstieg in der Sauna gerät die natürliche Temperaturregelung des Köpers aus dem Gleichgewicht.

Zudem stellt das Saunieren bei Fieber eine zusätzliche Belastung für den Körper dar. Bei einer Erkältung ohne Fieber hingegen können die Saunagänge sich durchaus positiv auf die Gesundheit auswirken.

Ebenfalls Vorsicht geboten ist bei Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Bluthochdruck, Lungenerkrankungen oder Risiko-Schwangerschaften.

Im Alter die Sauna gesund genießen dürfen

Einblick in Sauna mit Holzbänken und Sitzkissen
traditionelle sauna © Claus Mikosch - www.fotolia.de

Die Fangemeinde für das Schwitzen in einer Sauna ist groß und nimmt sogar ständig zu. Ob Jung oder Alt – der Saunabesuch zeigt sich effektiv im Kampf gegen Erkältungen. Das Immunsystem wird gestärkt und auch das Hautbild profitiert von den heißen Temperaturen.

Vorsicht sollten jedoch Senioren vor dem ersten Saunagang walten lassen. Es empfiehlt sich vorab dem Hausarzt einen Besuch abzustatten, damit dieser gesundheitliche Risiken ausschließen kann. Oftmals werden gesundheitliche Probleme des Herzens, Bluthochdruck und allgemeine Kreislaufstörungen erst bei einer Untersuchung erkannt. Während einer Lungenentzündung oder akuten Erkrankungen der Bronchien gilt es auf die Sauna zu verzichten.

Körperliche Anzeichen nicht ignorieren

Wird grünes Licht für den Gang in die Sauna gegeben, muss selbst jedoch auf körperliche Zeichen geachtet werden. Ein hoher Puls, eine körperliche Unruhe oder ein Schwindel sind Anzeichen dafür, dass die Sauna sofort zu verlassen ist. Nicht selten wird auch vergessen, dass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr stattfinden muss. Zur Abkühlung eignet sich für den Senior ein Guss nach Sebastian Kneipp besser als ein Bad im eisigen Nass.

Interessant sind spezielle Kurse zur Einführung älterer Semester. Sie finden meist in Bädern, Thermen und bei der Kur statt, damit die Sauna auch noch im hohen Alter ein Zugewinn für die Gesundheit darstellen kann.

Saunieren als Diabetiker – worauf geachtet werden sollte

Drei Freundinnen in Sauna, eine macht Aufguss auf heißen Steinen
Sauna © Áment Gellért - www.fotolia.de

Besonders in der kalten Jahreszeit erfreut sich der Saunagang bei Alt und Jung großer Beliebtheit. Schon lange ist bekannt, dass man durch das Saunieren seine Abwehrkräfte stärken kann, um sich gegen Erkältung und Co. zu wappnen. Menschen mit Erkrankungen, beispielsweise Diabetes, sollten auf einige Dinge achten, bevor sie das erste Mal eine Sauna betreten. Auch gesunden Neulingen wird dazu geraten, sich über die Verhaltensweisen in der Schwitzkammer zu informieren.

Tipps, um Kreislaufprobleme und Co. zu vermeiden

Schön ist es natürlich, wenn man eine Sauna sein Eigen nennen kann, zum Beispiel als kleineres Modell im Keller oder im Garten. Doch bei den meisten Menschen ist dies nicht der Fall, sodass diese in öffentliche Saunas gehen. Sich vor fremden Leuten nackt zu zeigen, ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Doch mehr als ein Handtuch darf in die Schwitzkammer nicht mitgenommen werden – vorher ist Duschen Pflicht.

Auch ist es ratsam, jeglichen Schmuck abzulegen, um Verbrennungen zu vermeiden. Anfänger sollten nicht länger als acht bis zehn Minuten für ihren ersten Saunagang einplanen. Um Kreislaufprobleme zu vermeiden, sollte – wer in der Sauna gelegen hat – sich erst langsam aufsetzen, bevor er aufsteht. Zwischen zwei Saunagängen empfiehlt sich eine Ruhezeit von etwa einer Viertelstunde.

Nach dem Saunagang

Ist der Saunabesuch abgeschlossen, muss der Körper abgekühlt werden, nur so stellt sich die gesundheitsfördernde Wirkung richtig ein. Wem der rapide Temperaturabfall zu stark ist, kann die Abkühlung in zwei Schritten durchführen: erst an die frische Luft und anschließend unter die kalte Dusche gehen. Zum Abschluss empfiehlt sich ein warmes Fußbad, um die Körpertemperatur wieder auf ihr normales Level zu bekommen.

Hinweise für Diabetiker

Diabetiker sollten darauf achten, dass der Blutzuckerwert vor dem Saunieren nicht unter 110 mg/dl (6,1 mmol/l) liegt. Insulinpumpen dürfen aufgrund möglicher Zerstörung nicht mit in die Sauna genommen werden. Wer Insulin spritzen muss, sollte dies nicht unmittelbar vor dem Schwitzbad tun. Um eine langsamere Aufnahme zu gewährleisten, empfiehlt sich die Injektion in den Oberschenkel.

Ebenso muss der Blutzucker regelmäßig kontrolliert werden. Sollten Nervenprobleme in den Füßen vorliegen, sollte darauf geachtet werden, sie nicht in der Nähe des Saunaofens zu bringen.

Sauna und Sport – eine gesunde Verbindung?

Bei richtiger Anwendung kann die Kombination aus Bewegung und Wärme das Wohlbefinden steigern

Holzuhr, -löffel, -eimer, weißes Handtuch in Sauna
sauna time © Marcus - www.fotolia.de

Nach dem Sport in die Sauna – für viele Menschen ist das der Inbegriff von Entspannung. Tatsächlich kann die Kombination aus Bewegung und Wärme das Wohlbefinden steigern. Wenn man es richtig macht.

Das Timing zählt

Wer durchfroren im Fitnessstudio eintrifft, könnte auf die Idee kommen, noch vor dem Training in die Sauna zu gehen. Doch das ist kontraproduktiv.

Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen kann die doppelte Belastung sogar schädlich sein. Denn beim Saunieren steigt der Pulsschlag leicht auf die zweifache Frequenz. Und der Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen reduziert die Leistungsfähigkeit der Muskeln.

Empfehlenswert ist der Saunabesuch deshalb nur nach dem Sport. Bevor der Organismus in der Hitze neuen Belastungen ausgesetzt wird, sollte er allerdings eine halbe Stunde Pause haben. Wer stark geschwitzt hat, sollte in dieser Zeit auch den Fettfilm von der Haut duschen.

Die anschließende Wärme verbessert die Durchblutung in den Muskeln und fördert so die Regeneration. Langfristig können Saunabesuche auch die Immunkräfte stärken, da der Körper lernt, sich rascher an veränderte Temperaturen anzupassen.

Wie oft und wie lange?

Jeder Körper reagiert anders auf die Hitze, und auch die individuelle Tagesform wechselt. Generell empfehlen Sportmediziner, nicht mehr als drei Saunagänge nach dem Sport zu machen.

Dauer: zwischen acht und 15 Minuten. Nach dem letzten Saunieren sollte eine Viertelstunde Ruhe im Liegestuhl drin sein. Sonst lieber einen Saunagang weniger planen.

Mit Bluthochdruck in die Sauna? Unter ärztlicher Betreuung ist das sogar gesund

Hypertonie - Wer es richtig angeht, kann durch das Saunieren eine gesunde Blutdruckregulation erlangen

Holz-Thermometer an der Holzwand einer Sauna
Thermometer on wall of sauna © staras - www.fotolia.de

Wer die Diagnose Hypertonie bekommen hat, sollte nicht (mehr) in die Sauna gehen. Das ist eine weitverbreitete Ansicht, die in manchen aber eben nicht allen Fällen richtig ist. Fakt ist, dass Menschen mit chronischem Bluthochdruck immer vorab mit ihrem Arzt über das Saunieren sprechen sollten.

Rät der vom Saunabesuch ab, ist es auch ratsam, sich als Patient daran zu halten. Es gibt jedoch viele Situationen, in denen die Sauna nicht schadet, sondern sogar gesundheitsfördernd für Hypertoniker ist.

Vorab empfiehlt sich das Belastungs-EKG

Der Arzt sollte vor der Entscheidung ein Belastungs-EKG durchführen, damit die allgemeine Stärke des Herzens festgestellt werden kann. Für den Saunabesuch gilt: Der Patient sollte mindestens ein Watt Belastung pro Kilogramm Körpergewicht ohne Beschwerden erbringen.

Ein Mann mit 80 Kilogramm sollte entsprechend 80 Watt leisten, ohne dass das Herz schmerzt oder andere Symptome auftreten. Ist das gegeben, kann der Gang in die Sauna beginnen.

Tipps zum Saunieren bei Bluthochdruck

Wichtig ist, das Saunieren vorsichtig anzufangen. Der Gang in die finnische Sauna mit rund 90 Grad Celsius und trockener Luft ist tabu. Besser eignet sich eine Dampfsauna, die sich zwischen 45 und maximal 60 Grad Celsius bewegt.

Beim ersten Besuch genügen wenige Minuten, danach sollte man die Hitze wieder verlassen. Sehr wichtig: Wer Probleme mit dem Herzen hat, sollte auf das klassische Abkühlung im kalten Wasser verzichten. Durch den plötzlichen Temperaturwechsel ziehen sich die Gefäße stark zusammen, was Kreislaufprobleme und Herzschmerzen verursachen kann.

Besser ist es, statt Eisbecken oder kalter Dusche einfach eine Ruheliege bei Zimmertemperatur aufzusuchen. Circa 30 Minuten zu ruhen, empfiehlt sich in jedem Fall.

Wer auf diese Dinge achtet, profitiert als Hypertoniker vom Saunabesuch, das zeigen mehrere Studien. Es stellt sich über die Wochen und Monate eine gesunde Blutdruckregulation ein. Bei einer Studie mit zwei Saunagängen pro Woche war beispielsweise nach drei Monaten der Blutdruck im Schnitt von 166/101 mmHg auf 143/92 mmHg gesunken.

Nach der Sauna nicht gleich ins Solarium

Viele Saunaanlagen bieten auch ein Solarium. Aber Vorsicht, rät der Saunameister und Allgemeinmediziner Dr. med. Andreas Fritzsche in der Gesundheitszeitschrift „Apotheken Umschau“: Direkt nach dem Saunabaden tut die künstliche Sonne der Haut gar nicht gut.

Beim Saunen wird die Haut gründlich gereinigt, und dabei werden besonders viele Zellen abgeschilfert. Die Haut wird dünner und empfindlicher gegen die UV-Strahlen, die sie vorzeitig altern und ihre Elastizität verlieren lassen.

Stattdessen ist es wichtig, die Haut nach dem Saunen mit einer Bodylotion zu pflegen. "Das gilt auch für Männer", so der Experte.

Mit Schnupfen nicht mehr in die Sauna gehen

Abhärten macht Sinn, aber nicht, wenn die ersten Symptome einer Erkältung schon da sind. Das schreibt die Gesundheitszeitschrift „Apotheken Umschau“. Viele Menschen gehen bei den ersten Anzeichen eines Infektes gern noch schnell in die Sauna, in der Hoffnung, Viren oder Bakterien ausschwitzen zu können. Falsch: Kalte Duschen oder Saunagänge schwächen den Körper.

Besser: Schongang einlegen und auch beim Sport zurückhalten. Zugluft vermeiden, denn die kann dazu führen, dass die Durchblutung der Nasenschleimhäute gedrosselt wird. Ebenso falsch ist, bei einer Infektion den Helden zu spielen. Wer nach fünf oder sechs Tagen Erkältung keine Besserung verspürt, gehört zum Arzt – bei hohem Fieber, gelblichem Schleim, Druck im Stirnbereich schon früher.

Tipps für Zuckerkranke, die gerne in die Sauna gehen

Frau sitzt mit Handtuch umwickelt nachdenklich in Sauna
Sauna © tm-photo - www.fotolia.de

Auch Diabetiker dürfen die Sauna genießen – wenn sie ein paar Grundregeln einhalten, berichtet das Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber.

Sowohl Insulin spritzende Zuckerkranke als auch mit bestimmten Tabletten behandelte müssen daran denken, dass das Schwitzen einen stärkeren Blutzuckerabfall verursachen kann. Mindestens zwei Stunden sollten zwischen der letzten Insulingabe und dem Saunabesuch vergangen sein. Auf jeden Fall empfiehlt sich, ein paar Traubenzuckerplättchen mitzunehmen.

Saunaneulinge sollten zwischendurch ihren Blutzuckerspiegel messen, um zu erfahren, wie ihr Stoffwechsel auf die Hitze reagiert. Beim Schwitzen werden auch Stresshormone ausgeschüttet. Sie treiben den Blutzucker hoch. Wie sie konkret reagieren, müssen Diabetiker deshalb selbst erst einmal beobachten. Saunagenuss ohne Reue heißt für sie: Mit kühlem Kopf ins heiße Vergnügen.

Schwangere Frauen können auch in die Sauna gehen

Es gibt keinen Grund, der gegen einen Saunabesuch einer gesunden schwangeren Frau spräche, so die Aussage des Berufsverbands der Frauenärzte in München.

Trotzdem sollte dabei auf einige Punkte Rücksicht genommen werden, damit der Gang in die Sauna auch überhaupt einen positiven Effekt hat. Vor dem Saunabesuch sollte zum Beispiel ein warmes Fußbad eingelassen werden, damit der Kreislauf animiert wird. In dem Fall, dass die Schwangere sich unwohl fühlt, sollte die Sauna sofort verlassen werden.

Allerdings sollten Frauen in den ersten und in den letzten Wochen der Schwangerschaft die Sauna meiden, weil das Ungeborene sehr sensibel für äußere Einflüsse wie die Temperatur ist.

Mit dem Kater in die Sauna

Der russische Kater "Jeska" begleitet regelmäßig sein Frauchen in die hauseigene Sauna. Allerdings begiebt sich der Kater nur mit in die Sauna wenn sich keine männlichen Familienmitglieder in der Sauna aufhalten.

Der Kater war ein Geschenk einer Freundin und sei nicht auf Saunagänge dressiert worden, so seine Besitzerin. Der Kater hat sich so an sein Frauchen gewöhnt das er sie seit seinem Einzug in die Familie im Sommer 2007 begleitet und die Sauna nur verlässt wenn es im zu warm werden sollte.

Eigentlich ist es für den Kater eine unbequeme Angelegenheit mit in die Sauna zu gehen. Da er jedoch so an seinem Frauchen hängt nimmt er diese Unbequemlichkeiten in Kauf, so ein Biologe.

Der Gang in die Sauna hat nicht immer nur positive Auswirkungen

Einblick in Sauna mit Holzbänken und Sitzkissen
traditionelle sauna © Claus Mikosch - www.fotolia.de

Wenn draußen die Temperaturen einbrechen, werden heiße Bäder und Saunen immer beliebter. Doch Vorsicht: der Gang ins Dampfbad ist nicht für alle Menschen uneingeschränkt zu empfehlen.

Patienten etwa, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, sollten vorher mit ihrem behandelnden Arzt absprechen, ob und inwiefern sich die Wirkung durch das Saunieren verändert. Die Bundesapothekerkammer weist darauf hin, dass sich etwas Wirkstoffe in Pflastern zur Raucherentwöhnung oder gegen Schmerzen verstärken können. Auch Rheumasalben sollten nicht vor dem Saunagang aufgetragen werden.

Diabetiker sollten ihre Insulinpumpen ablegen, da Insulin keine Wärme verträgt. Bei Fieber und akuten Entzündungen sollte ebenfalls aufgepasst werden. Sich "richtig auszuschwitzen" kann in vielen Fällen nicht heilend wirken, sondern im Gegenteil die Beschwerden verstärken.

Nicht direkt nach dem Sport in die Sauna gehen

Wie Experten berichten, sollte man nach dem Sport nicht direkt danach in die Sauna gehen, weil ein es sonst zu Infektionskrankheiten kommen könnte.

Schon durch die intensive Belastung durch den Sport wird der Körper belastet und durch das Stresshormon Cortisol auch die Immunabwehr geschwächt, so dass dann der Gang in die Sauna, mit Hitze und Kälte, diese Belastung noch steigern würde. Deshalb sollte man sich nach dem Sport, wenn das Training sehr intensiv war, erst etwa zwei Stunden ausruhen, bevor man zur Entspannung in die Sauna geht.

Wer sich nicht zu stark "ausgepowert" hat, der kann aber problemlos auch nach der sportlichen Betätigung in die Sauna gehen.

Generell ist das Saunieren ist besonders in den Wintermonaten sehr beliebt - doch auch in der warmen Jahreszeit kann es seine Vorzüge haben...

Im Sommer in die Sauna? Ja, aber sicher!

Saunaliebhaber erwarten die kommende Herbst- und Wintersaison voller Freude. Sich bei herrlich warmen Temperaturen entspannen, Kraft tanken, die Haut pflegen und auch so mancher Grippewelle trotzen, sind gerade von Oktober bis April die Anreize, ein bis drei Mal in der Woche in die Sauna zu gehen.

Doch die Prävention kann schon Ende August beginnen, denn besonders zum Beginn des Herbstes zeigt sich so mancher Organismus als anfällig für Erkältungen und Bronchitis. Hier hilft als Vorbeugung der regelmäßige Besuch in der Bio-Sauna, die gerade bei heißen Außentemperaturen optimale Bedingungen bereithält.

Schutz vor Sommergrippe

Auch der Sommer verschont einen nicht vor Erkältungen, einer Sommergrippe oder einen unruhigen nächtlichen Schlaf. Hier beweist die Sauna, wie vielfältig sie wirken kann, selbst wenn eine Hitzewelle die nächste jagt. So verhilft das gesunde Schwitzen dazu, dass

  • die angesammelten Giftstoffe ausgeschwemmt werden
  • das Immunsystem gereizt und somit aktiviert wird und
  • das Schweißdrüsensystem zu einem niedrigen Gang gebracht werden kann.

Weniger Schwitzen durch Sauna

Obwohl es sich durchaus etwas paradox anhört, geschieht bei dem Saunieren bei sommerlichen Temperaturen genau das Gleiche, wie wenn man warmen Tee trinkt oder sich statt kalt abzuduschen lieber warmes bis heißes Wasser einsetzt: der Organismus benötigt hierbei weitaus weniger an Energie, um die Körpertemperatur wieder ins Lot zu bringen, was in der Folge dazuführt, dass man dann eben auch weniger schwitzen muss.

Empfehlungen für den Gang in die Sauna

Besonders zu empfehlen ist die Bio-Sauna mit ihrer durchschnittlichen Temperatur von 55 Grad, die selbst Anfängern und gesundheitlich leicht angeschlagenen Menschen oder auch Kindern und Jugendlichen ein Gesundheitsplus erlauben.

>Ratsam sind für eine sommerliche oder herbstliche Prävention ein bis zwei Besuche pro Woche, wobei mindestens zwei bis drei Durchgänge durchgeführt werden sollten. Wie im Herbst oder Winter gilt auch in den Sommermonaten, dass man sich nach dem Saunagang zunächst möglichst kalt abduschen oder auch mit einem Schlauch abspritzen sollte. Anschließend heißt es für mindestens 20 Minuten ausruhen und nach Möglichkeit einen lauwarmen Tee ohne Zucker oder auch ein Gemisch aus stillem Wasser und Apfelsaft zu sich zu nehmen.

Wirkung

Einmal davon abgesehen, dass man sich nach einem Besuch in der Sauna viel entspannter fühlt, kann auch die Haut wieder richtig durchatmen und den letzten Hauch der sommerlichen Sonnenstrahlen in eine aktivierte Pigmentierung für eine sanfte Bräune umwandeln.

Sauna ganzjährig nutzen: Keine Pause im Sommer

Weißes Handtuch, Aufgusseimer und -kelle auf einer Holzbank in der Sauna
sauna © Michal_Kram - www.fotolia.de

Viele Menschen verzichten in den warmen Sommermonaten auf die Sauna, weil sie ohnehin schon im Freien schwitzen und das Freibad die angenehmere Wahl scheint.

Ganzjährig saunieren ist wichtig

Falsch, warnen Mediziner: Nur wer die Sauna ganzjährig etwa einmal pro Woche nutzt, kann wirklich effektive Therapie-Erfolge erzielen. Ansonsten ist die Sauna kaum mehr als eine nette Entspannung zwischendurch.

Dies ergab eine Studie aus Berlin, die sich mit der Wirkung der Sauna auf den Körper beschäftigte. Demnach sind erste positive Effekte auf das Immunsystem erst nach drei Monaten regelmäßigen Saunierens zu beobachten. Aber erst nach einem Jahr, wenn sich der Körper an die wechselnden Reize der unterschiedlichen Jahreszeiten angepasst hat, treten auch wirklich Langzeiteffekte ein.

Welche Sauna dabei besucht wird, spielt dagegen keine Rolle: Die klassische finnische Sauna, das Dampfbad und der türkische Hamam zeigten sich bei der Studie als gleichwertig.

Bei Atemwegsbeschwerden ist meist das Dampfbad die bevorzugte Wahl, da sich die hohe Feuchtigkeit positiv auf die Schleimhäute auswirkt. Allerdings wird auch der Kreislauf stärker belastet, weswegen viele die trockene Sauna als angenehmer empfinden.

Im Sommer in die Sauna? Warum Routinen so wichtig sind

Holz Badeset mit Massagebürste, Bürsten etc in Holzeimer auf weißem Hintergrund
russian bath © Konnov Leonid - www.fotolia.de

In den kalten Wintermonaten sind Deutschlands Saunen meist gut gefüllt - im Sommer dagegen sind sie häufig verwaist. Warum auch in die Sauna gehen, wenn der Körper draußen bei 30°C ohnehin schwitzt, sagen sich viele Menschen.

Sauna-Besuche auch im Sommer

Experten weisen jedoch darauf hin, dass sich die wohltuenden gesundheitlichen Effekte der Sauna nur dann einstellen, wenn wirklich eine Routine entwickelt wird. Das bedeutet, dass auch in den warmen Sommermonaten der wöchentliche Sauna-Besuch beibehalten werden sollte.

Das Schwitzen unter der sommerlichen Sonne kann nicht mit dem Sauna-Gang verglichen werden, bei dem die schnellen Wechsel zwischen sehr heißen Temperaturen in der Sauna und der Abkühlung unter der Dusche und im kalten Pool erst die eigentliche Wirkung erzielen. Das Wechselbad bei der Sauna stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern auch das Herz-Kreislauf-System dauerhaft - allerdings erst, wenn wirklich über mehrere Monate hinweg regelmäßig die Sauna aufgesucht wird. Wer im Sommer lange pausiert, macht diesen Effekt wieder zunichte.

Keinen Unterschied macht die Witterung auf die üblichen Regeln in der Sauna. So ist es auch im Sommer wichtig, nach dem Sauna-Gang abzukühlen, auszuruhen und viel zu trinken.

Auch im Sommer in die Sauna gehen - das Schwitzen trainiert den Kreislauf

Körperausschnitt Freunde in weißen Handtücher in der Sauna
Freunde in der Sauna © Kzenon - www.fotolia.de

Viele Menschen, die gern und regelmäßig in die Sauna gehen, verzichten auf dieses Hobby im Sommer. Immerhin schwitzt man in diesen Monaten des Jahres ja auch so genug. Diese Einstellung ist aber nicht unbedingt richtig, wie Mediziner betonen. Wer gern die Sauna nutzt, sollte das ruhig auch im Hochsommer tun. Der Saunagang ist nämlich ein gutes Training für uns. Der Wechsel von Saunahitze und kühlem Abduschen/Baden im Anschluss trainiert die Blutgefäße. So ist man auch gegen das heiße Wetter außerhalb der Sauna besser gerüstet.

Zudem schwitzt man in der Sauna bei einer trockenen Hitze. Auf der nackten Haut kann der gebildete Schweiß so ideal wieder vertrocknen und kühlt den gesamten Organismus. Wer in der Sauna so die „körpereigene Klimaanlage“ trainiert, kann sie auch besser bei eher feuchter Sommerhitze nutzen. Immerhin herrscht in Mitteleuropa eine feuchtwarme Sommerluft vor und diese ist deutlich anstrengender für den Kreislauf. Die trockene Wärme in der Sauna führt dagegen zur körperlichen Erholung und trainiert automatisch Herz und Kreislauf für die heiße Sommersonne.

Das beste Training erfolgt, wenn man bei circa 90 Grad Celsius unbekleidet in der Sauna schwitzt und anschließend in ein circa 15 Grad Celsius kaltes Bad eintaucht.

Grundinformationen und Hinweise zur Sauna

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Frauen liegen in der Sauna © Rolf Richter - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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