18. Juli 2004
Bis zu 20 Prozent der deutschen Bevölkerung sind Jahr für Jahr von der Pollenallergie betroffen. Nicht immer muss man für die Behandlung Medikamente einsetzen: auch die Akupunktur-Therapie soll gegen die Beschwerden des Heuschnupfens helfen können.
Sobald es draußen etwas milder wird, kommt die Freude auf die warme Jahreszeit. Doch für etwa 17 bis 20 Prozent von uns sind Frühling und Sommer mit unangenehmen Beschwerden wie tränenden und juckenden Augen sowie einer laufenden Nase verbunden: der Heuschnupfen kündigt sich an.
Diese allergische Reaktion ist saisonal bedingt und kann bereits von Janauar an auftreten. Bis Ende Oktober kann die Pollenallergie Betroffenen den Aufenthalt im Freien beschwerlich machen. Die meisten Menschen lassen sich gegen die Symptome Medikamente wie Kortison oder Antihistaminika verschreiben, denn diese lindern die Beschwerden. Doch eine Heilung erfolgt durch diese Mittel nicht; Jahr für Jahr tritt die allergische Reaktion wieder auf. Zudem kann es zu einer Vielzahl von Nebenwirkungen kommen, die den Patienten weitere Unannehmlichkeiten bringen.
Wer diesen gänzlich aus dem Weg gehen möchte, sollte die Behandlung durch Akupunktur in Erwägung ziehen. Durch die feinen Nadeln sollen Niesen und Co. unterdrückt werden, indem das körpereigene Heilungssystem mobilisiert wird. Nebenwirkungen entfallen und was am wichtigsten ist: in vielen Fällen soll der Heuschnupfen durch diese Methode gänzlich bekämpft werden können; dies ist vor allem dann zutreffend, wenn die Behandlung mit anderen Naturheilverfahren kombiniert wird. Auch eine Ernährungsumstellung kann dies offenbar bewirken.
Durch die feinen Nadelstiche wird das Nervensystem stimuliert; dadurch folgt eine vermehrte Produktion von Immunstoffen, welche dafür sorgen, dass sich die Allergene nicht einfach so ausbreiten können.
Experten raten dazu, acht bis fünfzehn Sitzungen wahrzunehmen und diese nach einem Jahr zu wiederholen. Wichtig dabei: die erste Behandlung sollte bereits vor Beginn der Pollenzeit durchgeführt werden.
Die Kosten pro Sitzung betragen nach Angaben der Ärzte zwischen 25 und 50 Euro; ob die Krankenkasse etwas davon übernimmt, ist von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich. Am besten ist, man informiert sich vor der ersten Behandlung bei seiner Kasse.
Die Bekämpfung des Heuschnupfens durch Akupunktur eignet sich für all diejenigen, die es Leid sind, wieder und wieder auf Medikamente angewiesen zu sein und deren Nebenwirkungen ertragen zu müssen. Durch die sanfte Methode der Akupunktur kann so mancher Patient auf einen Langzeiterfolg und damit auf ein Leben ohne die Pollenallergie hoffen.
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