24. Januar 2012
Mithilfe von autogenem Training lässt sich Ruhe und Gelassenheit erreichen. Darüber hinaus können nervöse Anspannungen vermieden werden.
Viele Menschen leiden häufig unter Nervosität, wodurch es zu Schlafproblemen und Unwohlsein kommen kann. In den meisten Fällen verschwinden diese Befindlichkeitsstörungen nach ein paar Tagen wieder von selbst. Treten sie jedoch ständig auf, können sie die Lebensqualität stark mindern. Mithilfe von autogenem Training ist es jedoch möglich, nervösen Anspannungen nachhaltig entgegenzuwirken.
Verursacht wird Nervosität bei den meisten Betroffenen durch psychische Anspannung, verbunden mit einer Überbelastung des Nervensystems. Typische Symptome von nervöser Anspannung sind Reizbarkeit, überaktives Handeln, Stimmungsschwankungen, Zittern, Herzrasen, Schweißausbrüche, Ungeduld, Unruhe und unsicheres Verhalten.
Gelegentliche Nervosität bei außergewöhnlicher Anspannung ist nicht weiter ungewöhnlich und kein Grund zur Sorge. Anders ist es jedoch, wenn die nervöse Anspannung dauerhaft anhält. Dann drohen körperliche Beschwerden wie zum Beispiel ein nervöser Magen. Um nervöse Anspannung abzumildern oder sie zu verhindern, sind verschiedene entspannungsfördernde Übungen des autogenen Trainings sehr hilfreich.
Zur Vorbeugung oder Behandlung von nervösen Störungen kann der Übende entweder die Kurzentspannung anwenden oder eine der sieben Grundübungen des autogenen Trainings durchführen. Darüber hinaus sind verschiedene Vorsatzformeln wichtig, die nach der Stirnkühle sozusagen eingeblendet werden.
Dazu gehören zum Beispiel die Formeln „Ich spüre Ruhe und Gelassenheit, jederzeit an jedem Ort“, „Ich bin überall und jederzeit ruhig und gelassen“, „Ich bin überall und jederzeit gelassen, ruhig und frei“ oder „Ich bewahre jederzeit und immer einen kühlen Kopf“.
Auch wer aufgrund von Unsicherheiten und mangelndem Selbstwertgefühl häufig unter Nervosität und Anspannung leidet, kann sich durch Anwendung des autogenen Trainings behelfen. Zur Stärkung des Selbstwertgefühls wird empfohlen, sich vermehrt den Hautübungen zu widmen. Dabei kann entweder die Hautformel einzeln für sich oder die Formelfolge der sieben Grundübungen des autogenen Trainings aufgesagt werden.
Neben der Hautformel „Hülle warm. Meine Grenzen ruhig“, stehen noch weitere Vorsatzformeln zur Verfügung, wie „Ich bin Wert“, „Ich bin mein eigener Herr“, „Ich fühle mich stark und sicher“ oder „Ich fühle mich sicher und geborgen“.
Als hilfreich gilt auch das Vorstellen von Bildern in Situationen, in denen man sich meist unsicher und nervös fühlt. Der Übende stellt sich dann vor, dass er trotz dieser Situation vollkommen gelassen bleibt und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt.
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