7. Mai 2009
Von Viola Reinhardt
Schon im Mittelalter wurden die natürlichen Kräfte der Pflanzen bei einer Vielzahl an Beschwerden genutzt. Auch heute nutzen die meisten Frauen erst einmal pflanzliche Wirkstoffe bevor sie zu chemischen Medikamenten greifen. Ob man die Pflanzen selber sammelt oder bereits fertig in der Apotheke oder im Kräuterhaus kauft, ist erst einmal nebensächlich.
Bei müden und schweren Beinen zeigt sich die Rosskastanie als ein hilfreiches Mittel. Angesichts dessen, das jede zweite Frau über fünfzig Jahren unter Krampfadern leidet, ist es kaum verwunderlich, dass man hier zu Präparaten neigt, die keine Nebenwirkungen aufzeigen und doch eine effektive Hilfe bieten. Roter Weinlaub, Rosskastanie oder auch Mäusedorn verhelfen zum Beispiel in Salbenform für einen verbesserten Blutrücklauf aus den Beinen zum Herzen und entlasten somit die strapazierten Venen.
Wer unter Menstruationsproblemen oder Migräne leidet, kann mit dem Gänsekraut eine effektive Linderung finden. Es wirkt unter anderem krampflösend und entspannend. Dadurch kann selbst im Anfangsstadium der Migräne ein Stillstand erreicht werden. Schon dreimal täglich zehn Tropfen der Tinktur wirken hier wahre Wunder. Auch die Blätter oder die Wurzeln des Gänsekrauts lassen sich als Wildgemüse zu einem präventiven und geschmackvollen Mittel aus der Natur während der Mahlzeiten einsetzen.
Die Flavonoide, Saponine, Bitter- und Gerbstoffe der Goldrute hingegen eigenen sich zum Beispiel bei einer Blasenentzündung und Harnsteinen. Täglich drei Tassen als Aufgussgetränk zu sich genommen, lindern auf eine sanfte Art und Weise. Nützt man dagegen den Rosmarin, dann zeigt sich ein Erschöpfungszustand als nur halb so stark. Die Inhaltsstoffe dieser Pflanze bewirken einen wahren Frischekick und machen so richtig fit und wach. Achtung: Aufgrund der aufputschenden Wirkung sollte man den Rosmarintee nicht spät am Abend trinken!
Hitzewallungen und Schweißausbrüche lassen sich mit der Traubensilberkerze gut in Schach halten. Dank der schmerzlindernden und krampflösenden Wirkung dieser Heilpflanze, wurde sie schon von den nordamerikanischen Indianern bei Geburten eingesetzt. In den westlichen Ländern wirkt diese Pflanze besonders bei den Wechseljahrbeschwerden, weshalb gerade auch Heilpraktiker den Tee der Traubensilberkerze empfehlen.
Spannt es in der Brust oder leidet man unter einer sehr starken Reizbarkeit, dann zeigt sich der Mönchspfeffer als wirksame natürliche Waffe. Ebenfalls als Tee genossen beruhigt er auf sanfte Weise und bringt selbst die durcheinander geratenen Hormone wieder in einen Einklang. Hier passt übrigens das Johanniskraut sehr gut dazu, denn nachweislich zeigt sich diese Heilpflanze bei inneren Unruhezuständen und leichten Depressionen als effektives Mittel. Damit jedoch die Wirkstoffe des Johanniskraut richtig helfen können, sollte man über einen Zeitraum von vier Wochen regelmäßig morgens und abends je eine Tasse als Tee zu sich nehmen.
Die Liste der Heilpflanzen ist schier unerschöpflich, wenn es darum geht, ohne chemischen Keulen bestimmten Frauenbeschwerden entgegen zu treten. Scharfgarbe bei Regelschmerzen, Majoran gegen Krämpfe, für ein festes Bindegewebe der Ackerschachtelhalm und viele weitere natürliche Heilmittel warten regelrecht darauf zu ihrem helfenden Einsatz zu kommen. Sich als Frau etwas eingehender mit den einzelnen Wirkungen der Heilpflanzen zu beschäftigen lohnt sich in jedem Fall, denn gerade bei leichten Beschwerden muss man nicht zwingend notwendig zu künstlich hergestellten Arzneien greifen, die auf Dauer nur die Organe und den Organismus zusätzlich negativ belasten.
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