30. November 2009
Husten ist ein häufiges Symptom verschiedener Krankheiten. Meist kann der Arzt den Husten gut behandeln.
Von Husten können sowohl jüngere als auch ältere Menschen betroffen sein. Je nach zugrunde liegender Krankheit wird beim Husten Schleim abgehustet (auch Auswurf genannt) oder es handelt sich um einen trockenen Husten. Der Auswurf kann dabei auch Blut oder Eiter enthalten. Der Husten kann ganz plötzlich auftreten oder auch über lange Zeit andauern.
Ein harmloser Husten liegt vor, wenn man sich zum Beispiel am Essen verschluckt hat. Dann setzt automatisch der Hustenreflex ein, um den Fremdkörper wieder nach oben zu husten und nicht daran zu ersticken.
Sehr häufig kommt der Husten im Rahmen einer Erkältung vor. Die Patienten haben dann neben dem Husten Halsschmerzen, Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen und fühlen sich äußerst schlapp und müde.
Husten kann derart heftig sein, dass der Patient unter Atemnot leidet und während eines Hustenanfalles kaum mehr Luft bekommt.
Tritt der Husten zusammen mit Erkältungssymptomen auf, so gibt es in den Apotheken diverse Präparate zur Linderung der Beschwerden. Um den Husten zu lösen, gibt es verschiedene so genannte Schleimlöser. Diese Medikamente bewirken, dass der Schleim leichter herausgehustet werden kann. Patienten, die ständig husten müssen und somit einen Reizhusten haben, bekommen vom Arzt ein Präparat verordnet, das den Hustenreiz stillt.
Wenn sich durch den Husten eine Entzündung der Schleimhäute gebildet hat, so kann es auch hilfreich sein, ein spezielles Präparat zu inhalieren, das Kortison enthält. Das Kortison bewirkt eine Abschwellung der Schleimhäute.
Husten mit eitrigem Auswurf wird meist mit Antibiotika behandelt, da dann eine bakterielle Infektion vorliegt.
Neben den gekauften Präparaten helfen auch diverse Hausmittel bei Husten wie zum Beispiel Zitronensaft in kaltem Wasser oder das heiße Kochwasser von Kartoffeln (mit Honig gesüßt). In jedem Fall sollte der Patient ausreichend trinken und sich schonen.
Tritt der Husten zusammen mit allergischen Symptomen auf, so muss der Hautarzt austesten, wogegen der Patient allergisch ist. Dazu wird im persönlichen Gespräch mit dem Arzt eine Vorauswahl der möglichen Stoffe getroffen. Diese werden anschließend auf den Unterarm des Patienten getropft und durch Einritzen in die Haut eingebracht. Bei einer Allergie rötet sich die jeweilige Stelle. Der Arzt kann dann spezielle Medikamente gegen die Allergie verordnen. Einige Allergien können auch durch eine Hyposensibilisierungsbehandlung geheilt werden. Diese Behandlung erstreckt sich über etwa drei Jahre. In regelmäßigen Abständen wird dem Patienten sein Allergen unter die Haut gespritzt. Begonnen wird mit einer minimalen Dosis, die bei jeder Behandlung geringfügig gesteigert wird. Das Ziel dieser Behandlung ist, dass sich der Körper langsam an den Stoff gewöhnt und nach einigen Jahren nicht mehr allergisch darauf reagiert.
Tritt der Husten nicht im Zusammenhang mit einer Erkältung auf, so ist dieser ein ernstzunehmendes Symptom. Der Arzt führt dann eine umfassende Untersuchung des Blutes und des Urins durch und fertigt zum Beispiel eine Röntgenaufnahme an. Teilweise ist auch eine Bronchoskopie notwendig, bei der die Atmungsorgane im Rahmen einer Spiegelung untersucht werden. Ist ein Tumor in der Lunge die Ursache des Hustens, so muss dieser im Rahmen einer Operation entfernt werden. Ist dies nicht möglich, so erfolgt meist zuerst eine Chemotherapie, um den Tumor zu verkleinern und ihn anschließend leichter entfernen zu können. Auch nach einer Operation wird meist mit einer Strahlen- oder Chemotherapie weiter behandelt.
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