Abgeschlagenheit - Ursachen und Behandlung

Die Entstehung von Abgeschlagenheit und wie man sie behandeln und lindern kann

Die Abgeschlagenheit kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Wenn eine harmlose Ursache dahinter steckt, kann dieses Symptom gut behandelt werden.

Geschäftsmann hält gestresst Hand vors Gesicht

Ursachen

Abgeschlagenheit ist ein sehr allgemeines Symptom, das bei unzählig vielen Erkrankungen und falschen Lebensgewohnheiten auftreten kann.

Stress

In vielen Fällen ist der Grund für die Abgeschlagenheit eher harmloser Natur. Die Betroffenen sind häufig hohem Stress ausgesetzt und kommen abends nicht mehr zur Ruhe. Daraus entstehen häufig auch Schlafstörungen während der Nacht, so dass die Patienten sich tagsüber müde und abgeschlagen fühlen.

Wetterfühligkeit

Wetterfühlige Patienten fühlen sich auch im Herbst oder bei nasskaltem Wetter abgeschlagen und antriebslos.

Schwangerschaft

Viele Frauen fühlen sich in der Schwangerschaft abgeschlagen, was jedoch in den meisten Fällen hormonell bedingt ist und nicht dauerhaft während der gesamten Schwangerschaft besteht.

Erkrankungen

Wenn Erkrankungen hinter diesem Symptom stecken, können diese harmlos, jedoch auch lebensbedrohlich sein.

Komplikationen

Halten Müdigkeit und Abgeschlagenheit länger als sechs Monate an, handelt es sich um einen chronischen Verlauf. Dieser hat meist erhebliche Auswirkungen auf den Alltag der betroffenen Personen.

Mitunter ist sogar eine soziale Isolation möglich. Außerdem kann die Abgeschlagenheit Reaktionen im Beruf oder Straßenverkehr beeinträchtigen, wodurch sich die Gefahr von Fehlentscheidungen oder Unfällen erhöht.

Wann zum Arzt?

Halten Abgeschlagenheit und Erschöpfung länger an, ist es ratsam, einen Arzt um Rat zu fragen. So ist die ständige Müdigkeit mitunter das Symptom einer behandlungsbedürftigen Krankheit. Vor allem, wenn weitere Beschwerden wie

auftreten, sollte mit einem Arztbesuch nicht gezögert werden.

Diagnose

Um die möglichen Auslöser einzugrenzen, nimmt der Arzt zunächst eine Befragung des Patienten vor. Dabei erkundigt er sich danach,

  • wie lange die Abgeschlagenheit schon besteht
  • ob der Betroffene an Vorerkrankungen leidet
  • auf welche Weise sich die Erschöpfung äußert und
  • ob bestimmte Medikamente eingenommen werden.

Des Weiteren möchte der Arzt über die Ernährung des Patienten Bescheid wissen und ob dieser unter zusätzlichen Beschwerden leidet. Darüber hinaus befasst er sich mit der familiären, sozialen und beruflichen Situation des Betroffenen.

Untersuchungsmöglichkeiten

Im Anschluss an die Befragung führt der Arzt eine körperliche Untersuchung des Patienten durch. Außerdem wird der Blutdruck gemessen und eine Blutprobe entnommen, um die Blutwerte zu überprüfen. So lassen sich anhand der Blutwerte Entzündungen, erhöhte Blutzuckerwerte oder bestimmte Krankheiten diagnostizieren.

In manchen Fällen können zur Diagnoseabsicherung auch weitere Untersuchungen erforderlich sein.

Behandlung

Patienten, die über Abgeschlagenheit klagen, werden unterschiedlich behandelt.

Schlaflabor

Wenn der Arzt als Ursache der Krankheit ein gestörtes Schlafverhalten des Patienten vermutet, kann auch eine Nacht in einem Schlaflabor notwendig werden. Dort wird der Patient abends aufgenommen und verbringt die Nacht in einem Bett im Krankenhaus.

Während des Schlafens erfolgt eine ununterbrochene Überwachung aller Kreislaufparameter und des Atemverhaltens des Patienten. Je nach Ergebnis kann eine regelmäßige Sauerstoffgabe die Abgeschlagenheit des Patienten beheben.

Selbstbehandlung

Abgeschlagenheit und Erschöpfung lassen sich mitunter auch selbst behandeln.

  • Als hilfreich gelten Maßnahmen wie das Reduzieren von Stress oder mehr Schlaf.
  • Auch das Anwenden von bewährten Entspannungsmethoden wie der Progressiven Muskelentspannung oder autogenem Training kann Abgeschlagenheit entgegenwirken.
  • Für den Fall, dass die Erschöpfung durch Schlafprobleme hervorgerufen wird, besteht die Möglichkeit, beruhigende pflanzliche Mittel wie Baldrian oder Hopfen einzunehmen.

Hausmittel gegen Abgeschlagenheit

  • Möchte man Müdigkeit und Abgeschlagenheit entgegenwirken, empfiehlt es sich, ausgiebig zu frühstücken. Im weiteren Tagesverlauf sollten anstelle von zwei großen, lieber mehrere kleine Mahlzeiten eingenommen werden. Auf diese Weise lässt sich größeren Schwankungen des Blutzuckers entgegenwirken.

  • Außerdem wird empfohlen, raffinierte Kohlenhydrate, die in Zucker und weißem Mehl vorkommen, zu vermeiden. Als sinnvoller gilt der Verzehr von Gemüse und Vollkornprodukten, die reichlich Ballaststoffe enthalten.

  • Bei verstärkter Erschöpfung empfiehlt es sich, sich auf dem Rücken auszustrecken und dabei die Beine über die Kopfhöhe zu legen. Dadurch kann dem Gehirn mehr Blut zugeführt werden.

  • Als hilfreich gilt auch die Anwendung von Pfefferminzöl. Dabei gibt man einige Tropfen von dem Öl auf ein Tuch und hält sich dieses unter die Nase, um es einzuatmen.

    Wer mehr Zeit hat, kann auch ein Bad nehmen und dabei einige Tropfen in das Badewasser geben. Es wird empfohlen, zusätzlich vier Tropfen Rosmarinöl beizumischen.

  • Außerdem ist es wichtig, dem Körper genügend Wasser zuzuführen. Auf den Genuss von Alkohol und Kaffee sollte dagegen lieber verzichtet werden.

  • Weitere bewährte Mittel gegen Abgeschlagenheit sind Ginseng, Ginkgo sowie regelmäßige Spaziergänge im Freien.

Vorbeugung

Es gibt durchaus einige Möglichkeiten, Abgeschlagenheit vorzubeugen. Besonders wichtig sind

Außerdem muss der menschliche Körper genügend Nährstoffe erhalten, um auch Lebenslagen, die mit Stress verbunden sind, problemlos überstehen zu können. Das heißt, dass er ausreichend

benötigt. Als vorbeugend gegen Abgeschlagenheit gelten auch leichte sportliche Aktivitäten oder Entspannungstechniken wie Yoga und Meditation.

Grundinformationen zur Abgeschlagenheit

  • Abgeschlagenheit - Ursachen und Behandlung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: stress © Serguei Kovalev - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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